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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Autofahren im hohen Alter


525tds
13.02.2005, 17:00
Dieser Bericht gibt auch zu denken, auch wenn er von der "Bild" ist.........

bora0815
13.02.2005, 17:30
.. wenn man den (gescannten] Bericht lesen könnte, könnte er einem auch zu denke n geben - Etwas unscharf das Ganze. :confused:

Turbofan
13.02.2005, 17:36
Ich bin schon lange der Meinung, dass ab einem bestimmten Alter, z.B. 60 Jahren, in regelmäßigen Zeitabschnitten einen Seh- und Reaktionstest gemacht werden soll, um somit die Fahrtauglichkeit nachzuweisen. Somit könnte viel vermieden werden. Eine pauschale Altersgrenze für die Führerscheinabgabe ist auf keinen Fall sinnvoll.

525tds
13.02.2005, 18:14
.. wenn man den (gescannten] Bericht lesen könnte, könnte er einem auch zu denke n geben - Etwas unscharf das Ganze. :confused:

Sorry, das ist mir auch aufgefallen, daß es schlecht zu lesen ist.
Musste den Bericht aber verkleinern, daß ich ihn hier reinstellen kann.
Habe leider nur einen alten Scanner :o

525tds
13.02.2005, 18:21
Ich bin schon lange der Meinung, dass ab einem bestimmten Alter, z.B. 60 Jahren, in regelmäßigen Zeitabschnitten einen Seh- und Reaktionstest gemacht werden soll, um somit die Fahrtauglichkeit nachzuweisen. Somit könnte viel vermieden werden. Eine pauschale Altersgrenze für die Führerscheinabgabe ist auf keinen Fall sinnvoll.

Ja, das Ganze ist halt auch ein zweischneidiges Schwert. Irgendwie verstehe ich schon, daß die alten Leute auch noch ein Auto brauchen, um z.B. einkaufen zu können, aber andererseits ist es halt auch teilweise sehr gefährlich, wie manche alten Verkehrsteilnehmer rumfahren, auch wenn sie es nicht böswillig meinen.
Wenn ein Alter nen Fehler macht, kann ich irgendwie garnicht böse sein, oder schimpfen, weil ich selber auch nicht weis, wie ich mich im hohen Alter verhalten werden, bzw verhalten kann.
Meistens schauen sie dann nur irgendwie dumm, wenn sie nen Fehler gemacht haben, aber ich habe es aber auch schon teilweise erlebt, daß Opas, oder auch Omas, sehr bösartig reagieren können, wenn es im Straßenverkehr nicht so läuft, wie es nach ihrer Meinung laufen sollte. Da schüttle ich meistens nur den Kopf und lass sie mal machen. Ausser, wenn sie dann noch beleidigend werden. Dann gibt es von mir auch kontra.

Cisco
13.02.2005, 22:07
Hi,

schwierig...sehr schwierig.

Ich hab noch alle Großeltern (65-75 Jahre alt) und alle fahren noch Auto.
Wie ich finde relativ sicher, teils aber etwas unbedacht.
Ob das nun am physischen Alter oder eher der vermeintlichen "Erfahrung" liegt, kann ich schlecht sagen.

Vor einiger Zeit fuhr mal ein "älterer" Herr (>80) vor mir und davor ein LKW.
Ich dachte mir schon der wird überholen wollen und auch dass er sicher etwas länger braucht - also hab ich gewartet.
Er hat aber keine Anstalten gemacht zu überholen, also bin ich vorbei.
In etwa auf gleicher Höhe seh ich wie der Herr mit Hut plötzlich rüberzieht - bin voll in die Eisen und hab gehupt...irgendwie hat er das kaum mitgekriegt :rolleyes:

Problem ist:
Er wird eventuell einen Seh- und Reaktionstest problemlos absolvieren.

Die Gefahr liegt also einfach darin dass manche (!) einfach völlig überfordert sind (das gilt jedoch auch für die ein oder andre Dame *g*).
Nur wie will man sowas - ohne erneute Fahrprüfung - testen ?
Und den älteren Herrschaften alle paar Jahre ne Führerscheinprüfung aufzuhalsen find ich auch nicht so richtig.

Klar ist es ein Risiko, aber in meinen Augen ein vertretbares.

Cisco

MK155
14.02.2005, 05:59
Ich bin schon lange der Meinung, dass ab einem bestimmten Alter, z.B. 60 Jahren, in regelmäßigen Zeitabschnitten einen Seh- und Reaktionstest gemacht werden soll, um somit die Fahrtauglichkeit nachzuweisen. Somit könnte viel vermieden werden. Eine pauschale Altersgrenze für die Führerscheinabgabe ist auf keinen Fall sinnvoll.
Ich würde sogar noch ein Stück weiter gehen und sowas von Beginn an vorschreiben. Bei der Risikogruppe 18-25 z. B. jährlich, wobei es hier sicherlich weniger um die Gesundheit gehen sollte, sondern mehr um die psychologische Komponente und um die Regeln. Vielleicht kann hier optional ein kostenloses Fahrsicherheitstraining mit angeboten werden. Ab 25 dann in etwas längeren Zeitabständen, z. B. alle drei Jahre. Ab 60 dann wieder öfter, und hier sollte sicherlich der gesundheitliche Aspekt stärkere Beachtung finden sollte.

Der Opa meiner Frau wäre bei einer solchen Vorgehensweise sicherlich im Sieb hängen geblieben. Den Führerschein haben haben sie ihm jetzt mittlerweile, nachdem ihm die Versicherung nach 8 selbst verursachten, teils recht heftigen Unfällen gekündigt hat, abgenommen. Der einfachste Schaden war noch ein umgeworfenes geparktes Motorrad. Rückwärts einparken, die PDC seines 523i E39 pfiif ... immer schneller ... und batsch, da lag das Krad im Dreck ..."Ich habe diesen Ton noch nie gehört" :eek:

Ein etwas schlimmerer Vorgang war die Geschichte, als er bei rot eine ampel missachtete und dabei mit einem kollidierte, der lt. Zeugen bei orange in die Kreuzung einfuhr. Opa behauptete steif und fest, dass der andere bei orange in jedem Fall hätte stehen bleiben müssen und er daher die Alleinschuld trage. :eek: .... "Schliesslich war ich mal Chef einer Generalvertretung einer renommierten Versicherungsgesellschaft" ...

Nicht das ich falsch verstanden werde, es ist nicht mein Ansinnen, die alten Leute aus dem Straßenverkehr rauszubringen. Aber falsches Mitgefühl ist bei unserer Verkehrsstruktur sicherlich fehl am Platze. Mir ist ein kriechender Rentner am A.... lieber als ein rasender junger Einzeller im Gesicht ;)

MouseWare
14.02.2005, 07:40
Nicht das ich falsch verstanden werde, es ist nicht mein Ansinnen, die alten Leute aus dem Straßenverkehr rauszubringen. Aber falsches Mitgefühl ist bei unserer Verkehrsstruktur sicherlich fehl am Platze. Mir ist ein kriechender Rentner am A.... lieber als ein rasender junger Einzeller im Gesicht ;)

Es ist doch wieder das alte Lied: Will man gegen eine faktisch nachweisbare Gefahr im Straßenverkehr vorgehen, wird sofort aufgezählt, wo dann zuerst überall etwas geändert werden muß. Schlußendlich tut sich dann gar nichts.

Dabei ist es doch nicht von der Hand zu weisen, daß ab einem gewissen Alter die Seh- und Hörleistung rapide abnehmen kann. Dies zum Anlaß zu nehmen, um die Fahrtüchtigkeit älterer Fahrer zu überprüfen ist doch dann kein "Verbrechen" oder gar ein Versuch, irgendwem die Mobilität zu nehmen. Die meisten älteren Leutchen würden doch den Führerschein ohnehin behalten, bei dem ein oder anderen käme vielleicht der Hinweis auf eine obligatorische Sehhilfe hinzu. Und ein kleiner Teil würde vielleicht selbst angesichts der Testergebnisse zu der Einsicht gelangen, daß es nun besser ist auf ein alternatives Verkehrsmittel umzusteigen. Simulatortest sind doch häufig die einzige Gelegenheit, eine tatsächliche Gefahrensituation zu erleben und dabei dann die eigene Reaktion überprüfen zu können.

So wie ich erwarte, daß es regelmäßige Alkoholkontrollen im Verkehr gibt und LKW vom BAG auf Fahrtüchtigkeit geprüft werden, sollte so ein Test ab 60 alle 2 Jahre doch möglich sein. Wenn dadurch jährlich ein paar schwere Unfälle vermieden werden, hat es sich schon gelohnt...

Auch der Idee, regelmäßige Fahrsicherheitstrainings mit daran angeschlossener Prüfung der Augen und Ohren stehe ich offen gegenüber...zumal ich solche Trainings ohnehin regelmäßig mache.

525tds
14.02.2005, 13:38
In der Schweiz gibt es ja so ne regelmäßige Kontrolle, bei der ältere Leute auf die Fahrtüchtigkeit überprüft werden.
Da war das Geschrei auch groß, als nem 78 jährigem Bekannten der Fahrerlaubniss entzogen worden ist.
So hart es sich anhört, aber das war eigentlich schon überfällig. Ich bin mit ihm öfters zum Mittagessen gefahren und habe in dem Wagen teilweise Todesängste ausgestanden.
Er brachte es auch fertig, daß er mitten auf der Kreuzung anhielt und dann ein Gebäude erklärt.
Einmal legte er sogar ne halbe Vollbremsung hin um mir ein Hotel zu zeigen, wo er früher öfters Geschäftsessen abgehalten hatte.
Von Einparken will ich erst garnicht reden.
Nach dem Führerscheinentzug, hatte er es aber schon einiges schwerer. Z.B. das Einkaufen war ein halber Tagesausflug für ihn, oder Hotels, bei denen er regelmäßig zu Mittag gegessen hatte, könnte er nichtmehr besuchen .
Er hatte zwar im Ort nen laden, wo er sonst immer eingekauft hatte, aber nun musste er mit dem Bus nach Zürich reinfahren (15 km), weil der Laden im Ort zu Fuß ca. 15 min (bei ihm eher 30 bis 45 min) entfernt lag.
In Zürich hielt der Bus direkt vor nem Laden wo er dann immer einkaufen war.
Sein Glück war, daß die haltestelle nur ca. 2 Min von seiner haustüre entfernt war.
Er meinte immer, daß er vor Jahren schon darauf geachtet hat, daß er auch mit den Öffentlichen wegkommen will, als er die Wohnung gekauft hatte.
Das war dann auch sein Glück.
Aber wer weis, vielleicht hat sein Führerscheinentzug auch schon ein Menschenleben gerettet.

Golf93
14.02.2005, 16:35
Moin.

Kann mich Turbofan nur anschließen. Ab einem bestimmten Alter regelmäßig zur Untersuchung, sowohl gesundheitlich als auch psychologisch, damit es die alten Herrschaften vielleicht auch mal lernen. Es gibt da ja diese Spezies, die meinen IMMER Recht zu haben und ALLES RICHTIG machen.
Wer es dann noch kann nach der Untersuchung kann sich glücklich schätzen und weiterfahren und wer es nicht kann muss dann halt in den sauren Apfel beißen.

MfG

Meinrad
17.02.2005, 10:08
Wenn dadurch jährlich ein paar schwere Unfälle vermieden werden, hat es sich schon gelohnt...

Dann aber auch bei den 18 bis xx-jährigen. Statistisch gesehen, dürften diese die größere Risikogruppe darstellen. Dafür ließen sich sicherlich auch Horrorbeispiele finden.

PS: Was glaubt ihr, wie schnell man selbst "Opa" oder "Oma" ist? :D :D

Gruß Meinrad

Golf93
17.02.2005, 16:27
PS: Was glaubt ihr, wie schnell man selbst "Opa" oder "Oma" ist? :D :D

Gruß Meinrad

Geht schneller wie Kuchenbacken ich weiß :D

gwg
17.02.2005, 16:32
Moin.

Kann mich Turbofan nur anschließen. Ab einem bestimmten Alter regelmäßig zur Untersuchung, sowohl gesundheitlich als auch psychologisch, damit es die alten Herrschaften vielleicht auch mal lernen. Es gibt da ja diese Spezies, die meinen IMMER Recht zu haben und ALLES RICHTIG machen.
Wer es dann noch kann nach der Untersuchung kann sich glücklich schätzen und weiterfahren und wer es nicht kann muss dann halt in den sauren Apfel beißen.

MfG

Hallo,
da sollten aber auch mal einige "jüngere" schon hingehen!!
Etwas Toleranz ist eigentlich angesagt!
Habt "ihr" noch nie einen Fehler gemacht??
MfG
Günther

Golf93
17.02.2005, 16:43
Hallo,
da sollten aber auch mal einige "jüngere" schon hingehen!!
Etwas Toleranz ist eigentlich angesagt!
Habt "ihr" noch nie einen Fehler gemacht??
MfG
Günther

Wenn du damit nun meinst, ob "Wir" jungen Spunde Fehler gemacht haben: Doch natürlich, nobody is perfect. Nur ist ein Unterschied zwischen Jung und Alt. Die Jüngeren sind zu unerfahren und risikobewusst sage ich jetzt mal. Bei den älteren Herrschaften liegt es aber mehr an den Reaktionszeiten, an den Augen meinetwegen usw. Das sind ganz andere Problemzonen. Meinetwegen könnten die ruhig auch für junge Fahrer nen Test oder sowas einführen um zu sehen, ob die denn was gelernt haben.

MK155
18.02.2005, 06:05
Dann aber auch bei den 18 bis xx-jährigen. Statistisch gesehen, dürften diese die größere Risikogruppe darstellen. Dafür ließen sich sicherlich auch Horrorbeispiele finden.

[...]

Gruß Meinrad
Volle zustimmung. Das war genau das was ich eingangs gepostet hatte. Gerade bei dieser Gruppe machen Überprüfung absolut Sinn. und zwar weniger, was die Gesundheit betrifft als die psychologische Seite.

MK155
18.02.2005, 06:07
[...]
Habt "ihr" noch nie einen Fehler gemacht??
MfG
Günther
Gegenfrage:
Machen wir "alten Säcke" keine Fehler mehr? ;)

MouseWare
18.02.2005, 08:36
Hallo,
da sollten aber auch mal einige "jüngere" schon hingehen!!
Etwas Toleranz ist eigentlich angesagt!
Habt "ihr" noch nie einen Fehler gemacht??
MfG
Günther

Es geht doch gar nicht um "Fehler" machen. Und es geht auch nicht um risikoreiches Fahren bei Fahranfängern. Denn das kann man in Tests und Prüfungen nur schwer erfassen, da dies ein änderbares Verhalten ist. Dort tut Aufklärung not und z.B. Fahrsicherheitstrainings, die den Fahrern mal die Grenzen der Fahrphysik aufzeigen und verdeutlichen, ab wann man selbst die Kontrolle über das Auto verliert.

Hier geht es um Tests für ältere Fahrer, die aufgrund eines natürlichen Prozesses ihre Fahrtüchtigkeit durch schwindende Sehkraft und verminderte Reaktionsfähigkeit verlieren können(!!!). Es muß doch legitim sein, die Sehkraft eines Fahrers zu überprüfen. Meinetwegen kann dies auch bei allen Führerscheininhabern gemacht werden, denn ein halb-erblindeter 40-Jähriger ist genauso fahruntüchtig wie eine halbblinde Omi.

Aber daß es zu diesen Beeinträchtigungen verstärkt im fortgeschrittenen Alter (wann immer das auch anfängt) kommt, wird doch niemand ernsthaft in Frage stellen wollen.

gwg
18.02.2005, 08:42
Gegenfrage:
Machen wir "alten Säcke" keine Fehler mehr? ;)

Hallo,
ja doch, "jeder" macht mal einen Fehler :)
MfG
Günther

Niemals Servo
18.02.2005, 09:18
Aber daß es zu diesen Beeinträchtigungen verstärkt im fortgeschrittenen Alter (wann immer das auch anfängt) kommt, wird doch niemand ernsthaft in Frage stellen wollen.

Wenn man sich so einige Autofahrerzeitschriften anschaut: Zuhause hats 'nen Treppenlift, aber Autofahren geht noch.

525tds
18.02.2005, 10:35
Wenn man sich so einige Autofahrerzeitschriften anschaut: Zuhause hats 'nen Treppenlift, aber Autofahren geht noch.


Fahren ist auch etwas leichter als wie laufen :D

MK155
18.02.2005, 11:56
[...]aber Autofahren geht noch.
"Tragt mich bitte in mein Auto, dann fahre ich Euch hin wohin Ihr wollt" ;)

AudiMax
18.02.2005, 12:28
"Tragt mich bitte in mein Auto, dann fahre ich Euch hin wohin Ihr wollt" ;)

Na dann, auf geht´s! :D :D

ffuchser2
18.02.2005, 14:35
Von meiner Mutter wollte einer einen Rückfahrwarner verschrieben haben, er hatte schon die Krankenkasse gefragt, die sei einverstanden (zur Anmerkung, die ist immer einverstanden, da ja der Arzt entscheiden soll, somit der Buhmann ist)
Da habe ich ihr den Tip gegeben, das wer sich nicht umdrehen kann, im Straßenverkehr ja rein verkehrsmedizinisch nicht zum führen von KFZ geeignet ist. Ja der hat denn auch nicht weiter nachgefragt :p

MK155
18.02.2005, 18:31
Von meiner Mutter wollte einer einen Rückfahrwarner verschrieben haben, er hatte schon die Krankenkasse gefragt, die sei einverstanden (zur Anmerkung, die ist immer einverstanden, da ja der Arzt entscheiden soll, somit der Buhmann ist)
Da habe ich ihr den Tip gegeben, das wer sich nicht umdrehen kann, im Straßenverkehr ja rein verkehrsmedizinisch nicht zum führen von KFZ geeignet ist. Ja der hat denn auch nicht weiter nachgefragt :p
Dann müsste ich mir wegen gelegntlichen Muskelkaters ja eine Servolenkung verschreiben lassen. :p

Golf93
19.02.2005, 11:52
Dann müsste ich mir wegen gelegntlichen Muskelkaters ja eine Servolenkung verschreiben lassen. :p

Oh bullu buh :D :p

Dann bräuchte ich aber auch schon diese tollen ortophädischen Recaro-Sitze, weil mir nach langen Fahrten immer der Arsch wehtut und ich gar kein Gefühl mehr drin habe :D

->paul<-
19.02.2005, 12:18
Die meisten kennen ja auch nur ihre "Haus- + Hofstrecke" :D zum Arzt; Aldi etc.

Wehe, wenn auf dieser bekannten Route ein Kreisverkehr eingebaut wird!!

Bei uns geschehen, es spielen sich "Dramen" ab !!

Gruß Paul

Walter4
28.02.2005, 13:28
Ein Hoch der deutschen Regulierungswut! Mir klingt noch das Jubelgeschrei bei der Einführung der Winterreifen-Pflicht im Ohr, obschon sich da faktisch nichts ändern wird.
Die Sehstärke zu überprüfen, halte ich für sinnvoll, die Überprüfung des Reaktionsvermögens nur sehr bedingt, weil da das eigene Fahrverhalten -weit mehr als das blitzschnlle Reagieren auf die Fehler anderer- die entscheidende Rolle spielt. Wenn da ein Schnarchhahn (Schnarchhenne) seiner Schwäche bewußt densiv fährt, ist viel gewonnen. Dies kombiniert mit jahrzehntelanger Fahrerfahrung mag oft hilfreicher sein als die Fahrerei eines reaktionsschnellen Heißsporns, der's fliegen läßt -bis er selber fliegt. Und Schnarchhähne finden wir übrigens in jeder Altersgruppe.
Außer einem ganz groben Raster käme also m.E. nicht viel heraus, aus einer solchen neuen bürokratischen Großtat. Oder doch: Eine Menge amtlicher und halbamtlicher Torfstecherei wird möglich, um die öffentlichen Kassen zu entlasten.
Zeitbegrenzte Führerscheine (-die EU ist ganz scharf drauf!), neue Testverfahren
(-der TÜV reibt sich schon die Hände!), Gutachten (natürlich nur wissenschaftlich durch Psychologen) usw. usw., -alle würden ihre klebrigen Finger drin haben.
All dies wünsche ich uns nicht. ;)
MfG Walter

gwg
28.02.2005, 13:31
Hallo Walter4,
das ist halt "typisch" deutsch! Jeder will "verdienen" und sucht ne Möglichkeit!
MfG
Günther :mad:

Golf93
28.02.2005, 16:10
Ein Hoch der deutschen Regulierungswut! Mir klingt noch das Jubelgeschrei bei der Einführung der Winterreifen-Pflicht im Ohr, obschon sich da faktisch nichts ändern wird.
Die Sehstärke zu überprüfen, halte ich für sinnvoll, die Überprüfung des Reaktionsvermögens nur sehr bedingt, weil da das eigene Fahrverhalten -weit mehr als das blitzschnlle Reagieren auf die Fehler anderer- die entscheidende Rolle spielt. Wenn da ein Schnarchhahn (Schnarchhenne) seiner Schwäche bewußt densiv fährt, ist viel gewonnen. Dies kombiniert mit jahrzehntelanger Fahrerfahrung mag oft hilfreicher sein als die Fahrerei eines reaktionsschnellen Heißsporns, der's fliegen läßt -bis er selber fliegt. Und Schnarchhähne finden wir übrigens in jeder Altersgruppe.
Außer einem ganz groben Raster käme also m.E. nicht viel heraus, aus einer solchen neuen bürokratischen Großtat. Oder doch: Eine Menge amtlicher und halbamtlicher Torfstecherei wird möglich, um die öffentlichen Kassen zu entlasten.
Zeitbegrenzte Führerscheine (-die EU ist ganz scharf drauf!), neue Testverfahren
(-der TÜV reibt sich schon die Hände!), Gutachten (natürlich nur wissenschaftlich durch Psychologen) usw. usw., -alle würden ihre klebrigen Finger drin haben.
All dies wünsche ich uns nicht. ;)
MfG Walter

Na wir wollen nun mal nicht allzu viel heraufbeschwören ;) .

Aber was ich nun mal wissen will: Was verstehst du unter Schnarchhähnen/-hennen? Jemand der immer Strich fährt? Jemand der immer auf Sonntagstour ist und grundsätzlich 10-20 km/h langsamer als erlaubt fährt? :confused: .
Denn solche hätten im Straßenverkehr auch nicht recht was zu suchen, die zu langsam sind meine ich.
Am besten noch vorher aussteigen und gucken wo denn die Hofeinfahrt ist, weil man sie aus dem Auto heraus nicht sehen kann und womöglich auch noch dran vorbei fährt wenn man zu schnell ist obwohl man genau weiß sie müsste gleich kommen und die Auffahrt verpasst... :rolleyes:

MfG

MK155
01.03.2005, 06:12
Ein Hoch der deutschen Regulierungswut! Mir klingt noch das Jubelgeschrei bei der Einführung der Winterreifen-Pflicht im Ohr, obschon sich da faktisch nichts ändern wird.
Eben ... und weil Deine ERkenntnis lautet, es ändere sich sowieso nichts, machen wir lieber mal nichts ... na prima !!!
Die Sehstärke zu überprüfen, halte ich für sinnvoll,
Na immerhin, aber das muss ja auch irgendwie geregelt werden ;)
die Überprüfung des Reaktionsvermögens nur sehr bedingt, weil da das eigene Fahrverhalten -weit mehr als das blitzschnlle Reagieren auf die Fehler anderer- die entscheidende Rolle spielt.
:confused: :confused: :confused: ... diese Logik musst Du mir näher erklären ;)
Wenn da ein Schnarchhahn (Schnarchhenne) seiner Schwäche bewußt densiv fährt, ist viel gewonnen. Dies kombiniert mit jahrzehntelanger Fahrerfahrung mag oft hilfreicher sein als die Fahrerei eines reaktionsschnellen Heißsporns, der's fliegen läßt -bis er selber fliegt. Und Schnarchhähne finden wir übrigens in jeder Altersgruppe.
"Schnarchhahn" ... :D ... wenn's dann wenigstens so wäre. Aber welcher "Schnarchhahn" fährt denn bewusst defensiv? Das geschieht in aller Regel eher unbewusst. Da ist eher der Altersstarrsinn der Treiber. Der Großvater meiner Frau fuhr sehr defensiv mit 30 Sachen über eine rote Ampel und beschimpfte lautstark den Unfallgegner, der ihn bei gelbem Ampellicht seinerseits abschoss :p ... nach 8 Unfällen in zwei Jahren wurde ihm endlich der Führerschein genommen, aber nicht aufgrund der fehlenden Sehstärke oder aufgrund des fehlenden Reaktionsvermögens, sondern weil er das Punktelimit erreicht hat. :mad:
Außer einem ganz groben Raster käme also m.E. nicht viel heraus, aus einer solchen neuen bürokratischen Großtat. Oder doch: Eine Menge amtlicher und halbamtlicher Torfstecherei wird möglich, um die öffentlichen Kassen zu entlasten.[...]
Klar ... die bösen Mächte, die überall lauern ... :(

Ich bin sehr wohl der Ansicht, dass dabei was rauskommt.
- Sehtests, die zum Beispiel an Tageslicht brächten, dass die Sehstärke eben doch nachgelassen hat, und blöderweise ist das nicht aussschliesslich ein Phänomen der älteren unserer Mitbürger.
- Nachschulungen für den Fall, dass erhebliche Abweichungen im Verständnis um Verkehrsregeln bestehen. Und wenn ich mir die fahrenden Mitmenschen so um mich herum anschaue, dann liege ich gar nicht so falsch.
- Wenn die Reaktionsfähigkeit unter ein bestimmtes Limit sinkt besteht eben die Möglichkeit zum Eingriff.
- Sensibilisierung für Gefahren im Straßenverkehr, für die das Bewusstsein über die Dauer verloren geht.

Ist das nichts?

Aber die Hände in den Schoß zu legen mit der Begründung es würde ohnehin nur die Kassen irgendwelcher bösartigen Apparate füllen und wahrscheinlich sowieso nichts bringen, das ist mir zu billig.

Walter4
01.03.2005, 10:27
Es ist doch ganz einfach: Für mich ist ein Schnarchhahn (Schnarchhenne) jemand,
der (die) Verkehrssituationen nicht richtig erfaßt, entsprechend nicht oder zu langsam reagiert und damit den übrigen Verkehr behindert. Typisch: Der "Ampel-grün-Nasenbohrer" oder der "aus-Prinzip-Trödler" der beim abendlichen Spazierenfahren nicht die Endloskolonne von Pendlern hinter sich bemerkt, die gern nach Hause wollen, oder die auf der AB ohne Not konstant mit knapp 80 kmh fahren und dauernde Elefantenrennen provozieren. Das sind die Negativ-Beispiele. Es gibt auch positive, die ich nicht zu dieser Kategorie zähle: Wenn einer nicht mit dem Verkehr mithalten will oder kann, aber Rücksicht nimmt, z.B. durch das Überholen-Lassen (z.B. durch Ausweichen a la Traktor) der Autos hinter sich bei nächster/jeder Gelegenheit.*
Zum Reaktionsvermögen: Wenn einer z.B. weiß, daß er für flottes Kurvenfahren zu langsam ragiert und sich entsprechend verhält, dann verhilft ihm seine Erfahrung, Unfälle zu vermeiden. Eine Feststellung, die nicht von mir ist, sondern vom ADAC stammt und besagt, daß Erfahrung nachlassendes Reaktionsvermögen kompensieren kann. Was ist daran so schwer zu verstehen?
MfG Walter

*alter Fahrschul-Scherz: Woran erkennt man den Unterschied zwischen einer richtigen und einer Autoschlange? Antwort: Bei der Autoschlange sitzt das Arschloch immer vorn. :)

MK155
03.03.2005, 06:07
[...]
Zum Reaktionsvermögen: Wenn einer z.B. weiß, daß er für flottes Kurvenfahren zu langsam ragiert und sich entsprechend verhält, dann verhilft ihm seine Erfahrung, Unfälle zu vermeiden.
... wenn er überhaupt noch bemerkt, dass da 'ne Kurve ist :D

Eine Feststellung, die nicht von mir ist, sondern vom ADAC stammt und besagt, daß Erfahrung nachlassendes Reaktionsvermögen kompensieren kann. Was ist daran so schwer zu verstehen?
MfG Walter

[...]
Na gut, wenn der ADAC das sagt ... :rolleyes:

gwg
07.03.2005, 12:35
... wenn er überhaupt noch bemerkt, dass da 'ne Kurve ist :D


Na gut, wenn der ADAC das sagt ... :rolleyes:


Hallo,
bleibt doch mal etwas "objektiver"! Wir werden doch alle älter; der Eine schneller, der Andere langsamer!
MfG
Günther :mad:

MK155
08.03.2005, 06:14
[...] der Eine schneller, der Andere langsamer!
MfG
Günther :mad:

Ja genau, mache werden eben schneller langsamer :D :D