PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Warnblinken am 'Stauende'?


FrankS
12.03.2005, 17:52
Was haltet ihr eigentlich vom Warnblinken am Ende eines Staus? Seit ein paar Monaten (Jahren?) ist das ja erlaubt.

Ich finde, eine eigentlich ganz gute Idee wird (wie so oft) durch komplett falsche Anwendung der meisten Autofahrer zu einer richtigen Gefahr.
Statt wirklich nur bei stehendem Verkehr am Ende des Staus die Warnblinkanlage einzuschalten wird von so ziemlich allen Fahrern die WBA schon eingeschaltet, wenn der Vordermann mal ein bisschen stärker bremst, das hat dann eine tolle Kettenreaktion nach hinten zur Folge und in vielen Fällen entsteht dann auch wirklich ein Stau, völlig grundlos.

Wie sind eure Erfahrungen?

Gruß,

Frank

gwg
12.03.2005, 18:03
Was haltet ihr eigentlich vom Warnblinken am Ende eines Staus? Seit ein paar Monaten (Jahren?) ist das ja erlaubt.

Ich finde, eine eigentlich ganz gute Idee wird (wie so oft) durch komplett falsche Anwendung der meisten Autofahrer zu einer richtigen Gefahr.
Statt wirklich nur bei stehendem Verkehr am Ende des Staus die Warnblinkanlage einzuschalten wird von so ziemlich allen Fahrern die WBA schon eingeschaltet, wenn der Vordermann mal ein bisschen stärker bremst, das hat dann eine tolle Kettenreaktion nach hinten zur Folge und in vielen Fällen entsteht dann auch wirklich ein Stau, völlig grundlos.

Wie sind eure Erfahrungen?

Gruß,

Frank

Hallo,
wenn ich recht schnell auf der AB fahre und dann sehe, daß vor mir ein Stau ist, dann mache ich schon die Warnblinkanlage an und bremse dann.
Ich habe auch nicht gerne dann eine "Schlafmütze" bei mir im "Kofferraum" sitzen! Ob das "erlaubt" ist ? ist mir in der Situation recht egal!
MfG
Günther

Rolling Thunder
12.03.2005, 20:27
Absolut gefährlich! Es sollte bei Strafe verboten werden. Ich selbst hatte durch diese dämliche Blinkerei schon einen Auffahrunfall. Der Stau hatte sich noch gar nicht richtig aufgebaut und die Fahrzeuge fuhren mit rund 30-40km/h langsam aber steig auf der BAB. Mein Vordermann (der Depp) hatte ständig noch seite Warnblinkanlage an. Als er dann abrupt gebremst hat, sind mit die aufleuchtenden Bremslichter gar nicht aufgefallen und bin im dadurch leicht aufs Heck gefahren. Der Dienstwagen war vorne platt, zum Glück ist nichts passiert. Hätte der Typ nicht die Warnblinkanlage eingeschaltet gehabt, hätte ich sicher auch früher sein Bremsmanöver bemerkt...

Das eingeleitete Strafverfahren wurde übrigens eingestellt...

gwg
12.03.2005, 20:38
Hallo,
wiesieht es mit 2 Nebelschlußleuchten aus? Dann sieht man echt das Bremslicht nicht mehr!
Aber mit Warnblinklampen, .....?
Da hast Du wohl echt nicht achtgegeben!
MfG
Günther

Rolling Thunder
12.03.2005, 21:37
Hallo,
wiesieht es mit 2 Nebelschlußleuchten aus? Dann sieht man echt das Bremslicht nicht mehr!
Aber mit Warnblinklampen, .....?
Da hast Du wohl echt nicht achtgegeben!
MfG
Günther

Nebelschlußleuchten sind aber ständig an.
Die permanent aufleuchtenden Blinker (der ist ja einige Minuten damit im zähfliessendem Verkehr damit gefahren) lassen das Auge dann die zusätzlichen Leuchten der Bremsen schlecht erkennen. Man hat sich halt an das Aufleuchten der Rückleuchten schon so gewöhnt, dass man die Bremslichter kaum wahrnimmt...

MK155
12.03.2005, 22:56
Was haltet ihr eigentlich vom Warnblinken am Ende eines Staus? Seit ein paar Monaten (Jahren?) ist das ja erlaubt.

Ich finde, eine eigentlich ganz gute Idee wird (wie so oft) durch komplett falsche Anwendung der meisten Autofahrer zu einer richtigen Gefahr.
Statt wirklich nur bei stehendem Verkehr am Ende des Staus die Warnblinkanlage einzuschalten wird von so ziemlich allen Fahrern die WBA schon eingeschaltet, wenn der Vordermann mal ein bisschen stärker bremst, das hat dann eine tolle Kettenreaktion nach hinten zur Folge und in vielen Fällen entsteht dann auch wirklich ein Stau, völlig grundlos.

Wie sind eure Erfahrungen?

Gruß,

Frank
Ich halte diese Unart für gefährlich. Die einzigen, denen sowas eventuell nützt sind die notorischen Abstandsmuffel. Ansonsten sorgt sie höchstens für unnötige Panikbremsungen. Da macht einer, der seinen Abstand zum Vordermann nicht einhält, um von 120 auf 80 runterzubremsen den Warnblinker an und sofort sieht sich der Hintermann genötigt heftigst in die Eisen zu latschen. Dann tritt die von Dir beschriebene Ketennreaktion auf ... und nicht selten kracht's dann weiter hinten.

Viel besser finde ich Bremslichter die entsprechend dem Pedaldruck heller oder dunkler leuchten.

gwg
13.03.2005, 10:36
Nebelschlußleuchten sind aber ständig an.
Die permanent aufleuchtenden Blinker (der ist ja einige Minuten damit im zähfliessendem Verkehr damit gefahren) lassen das Auge dann die zusätzlichen Leuchten der Bremsen schlecht erkennen. Man hat sich halt an das Aufleuchten der Rückleuchten schon so gewöhnt, dass man die Bremslichter kaum wahrnimmt...

Hallo,
sobald ich merke, daß der Fahrer hinter mir langsamer wird, mache ich sie natürlich wieder aus!
Es geht mir nur darum, den nachfolgenden "Lemming-Verkehr" zu warnen; ich halte meist so viel Abstand, daß ich kaum eine Notbremsung machen muß.
MfG
Günther

Golf93
13.03.2005, 11:28
Moin.

Dieses Warnblinken mache ich auch nur wenn es schon so gut wie zum Stehen kommt.
Ich habe damit bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Sobald dann mein Hintermann auch auf meinem Tempo ist oder ich sehe, dass er bremst mache ich die Blinker wieder aus.

MfG

Voljä
13.03.2005, 13:17
Ich schalte das Ding nur an wenn ich schon fast stehe und aus der Kurve hinter mir lange keiner gekommen ist.
Teilweise kann das Geblinke zwar an übersichtlichen Stellen nützen, aber teilweise führt es, wie schon erwähnt, nur zu überempfindlichen Reaktionen.

sMART
13.03.2005, 18:52
Ich habe bisher nur gute Erfahrungen mit dem Warnblinken gemacht. Ich selbst schalte es ein, wenn ich auf einen Stau zufahre. Ob dabei die Autos stehen oder langsam fahren, ist mir herzlich egal, denn sie sind in jedem Fall deutlich langsamer als der herannahende Verkehr inklusive mir. Ich finde das eine sehr sinnvolle Sache.
Das Warnblinken an sich sollte natürlich schon eine Warnung sein (sagt ja auch der Name), insofern bemühe ich mich natürlich gleichzeitig, den Abstand zum Vordermann nicht zu gering werden zu lassen, solange wir noch in Bewegung sind. In solchen Situationen behalte ich den Verkehr besonders im Auge, sodass ich hoffentlich von keiner Vollbremsung des Vordermanns "überrascht" werde. ;)

@ MK155

Wer die Blinker anmacht, um von 120 auf 80 abzubremsen, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. :confused: :eek: Die Warnblinkanlage soll ja kein direkres Abbremsen anzeigen, sondern vor einem Stau warnen (der natürlich ein Abbremsen zur Folge haben wird).

Das zweistufige Bremslicht hilft ja aber nur im Falle einer Notbremsung. Wenn die Autos am Stauende dagegen langsam fahren oder sogar schon stehen, nützt einem das wenig. Hier finde ich die Warnblinkanlage sinnvoll.


sMART

ihg
13.03.2005, 19:43
Absolut gefährlich! Es sollte bei Strafe verboten werden. Ich selbst hatte durch diese dämliche Blinkerei schon einen Auffahrunfall. Der Stau hatte sich noch gar nicht richtig aufgebaut und die Fahrzeuge fuhren mit rund 30-40km/h langsam aber steig auf der BAB. Mein Vordermann (der Depp) hatte ständig noch seite Warnblinkanlage an. Als er dann abrupt gebremst hat, sind mit die aufleuchtenden Bremslichter gar nicht aufgefallen und bin im dadurch leicht aufs Heck gefahren. Der Dienstwagen war vorne platt, zum Glück ist nichts passiert. Hätte der Typ nicht die Warnblinkanlage eingeschaltet gehabt, hätte ich sicher auch früher sein Bremsmanöver bemerkt...

Das eingeleitete Strafverfahren wurde übrigens eingestellt...Ich halte das Einschalten der Warnblinkanlage beim Zufahren auf ein Stauende für absolut sinnvoll. Der Sinn ist den nachfolgenden Verkehr rechtzeitig darauf aufmerksam zu machen, daß eine Bremsung bis zum STILLSTAND zu erwarten ist und das vor ihm nicht einfach nur dichterer Verkehr ist, der vielleicht mit 80-100 daherfährt.

Auch wenn man es kaum glauben mag, es gibt auch heute immer noch Situtationen, in denen größere Lücken im Verkehr existieren. Wenn nach einer solchen Lücke, der nachfolgende Verkehr auf ein Stauende auffährt, in dem bereits alle stehen oder sich langsam bewegen, so daß die hinteren jedenfalls nicht mehr auf der Bremse stehen, ist es extrem sinnvoll am Stauende die Warnblinkanlage einzuschalten. Denn so ein Stau kann durchaus wie dichterer Verkehr aussehen, und ehe so mancher schnallt, daß die vor ihm fast stehen, ist es meist zu spät.

Warnen vor fast stehenden Verkehr, daß ist der Sinn. Dieses macht nur beim Auffahren auf das Stauende oder am Stauende Sinn. Es ist natürlich völlig blödsinnig IM Stau die Warnblinkanlage anzulassen. Und da gebe ich Dir Recht, es kann abhängig von der Blinkeranordung durchaus zu "optischen Reizüberflutung" führen und von Bremsleuchten ablenken. Besonders wenn das Bremsen zufällig exakt gleichzeitig mit dem Aufleuchten der Blinker erfolgt. Blödsinn, wie gesagt.

Vom unter Strafe stellen ist das Einschalten der Warnblinker am Stauende allerdings weit entfernt, eher im Gegenteil, im Oktober 1997 ist extra die Straßenverkehrsordnung geändert worden, um diese Praxis zu legalisieren:

§16,2: ...Im Übrigen darf außer bleim Liegenbleiben und Abschleppen von Fahrzeugen Warnblinklicht nur einschalten, wer andere durch sein Fahrzeug gefährdet oder andere vor Gefahren warnen will, z.B. bei Annäherung an einen Stau oder bei besonders langsamer Fahrgeschwindigkeit auf Autobahnen....

Grüße, ihg

Frost
13.03.2005, 21:03
Problem bei der Sache ist - wie bei allem - die Handhabung durch den einzelnen Verkehrsteilnehmer. Die Warnblinkanlage wird doch viel zu oft schon eingeschaltet, wenn im dichteren Verkehr auf beiden Spuren leicht gebremst wird.
Man steigt kräftiger als nötig in die Eisen (in Erwartung einer stehenden Blechlawine) und in Wirklichkeit rollt der Verkehr mit 60 oder 80 Sachen weiter. Absolut gefährlich.

MK155
13.03.2005, 21:05
[...]

Das zweistufige Bremslicht hilft ja aber nur im Falle einer Notbremsung. Wenn die Autos am Stauende dagegen langsam fahren oder sogar schon stehen, nützt einem das wenig. Hier finde ich die Warnblinkanlage sinnvoll.


sMART
Ob ich nun in ein Fahrzeug reinkrache welches Warnblinker an hat oder welches mit zweistufiger Bremsleuchte da steht ist mir relativ wurscht :D ;)

Im Endeffekt soll das jeder halten wie er will. Ich benutze sie dafür jedenfalls nicht.

gwg
13.03.2005, 22:28
Ich halte das Einschalten der Warnblinkanlage beim Zufahren auf ein Stauende für absolut sinnvoll. Der Sinn ist den nachfolgenden Verkehr rechtzeitig darauf aufmerksam zu machen, daß eine Bremsung bis zum STILLSTAND zu erwarten ist und das vor ihm nicht einfach nur dichterer Verkehr ist, der vielleicht mit 80-100 daherfährt.

Auch wenn man es kaum glauben mag, es gibt auch heute immer noch Situtationen, in denen größere Lücken im Verkehr existieren. Wenn nach einer solchen Lücke, der nachfolgende Verkehr auf ein Stauende auffährt, in dem bereits alle stehen oder sich langsam bewegen, so daß die hinteren jedenfalls nicht mehr auf der Bremse stehen, ist es extrem sinnvoll am Stauende die Warnblinkanlage einzuschalten. Denn so ein Stau kann durchaus wie dichterer Verkehr aussehen, und ehe so mancher schnallt, daß die vor ihm fast stehen, ist es meist zu spät.

Warnen vor fast stehenden Verkehr, daß ist der Sinn. Dieses macht nur beim Auffahren auf das Stauende oder am Stauende Sinn. Es ist natürlich völlig blödsinnig IM Stau die Warnblinkanlage anzulassen. Und da gebe ich Dir Recht, es kann abhängig von der Blinkeranordung durchaus zu "optischen Reizüberflutung" führen und von Bremsleuchten ablenken. Besonders wenn das Bremsen zufällig exakt gleichzeitig mit dem Aufleuchten der Blinker erfolgt. Blödsinn, wie gesagt.

Vom unter Strafe stellen ist das Einschalten der Warnblinker am Stauende allerdings weit entfernt, eher im Gegenteil, im Oktober 1997 ist extra die Straßenverkehrsordnung geändert worden, um diese Praxis zu legalisieren:

§16,2: ...Im Übrigen darf außer bleim Liegenbleiben und Abschleppen von Fahrzeugen Warnblinklicht nur einschalten, wer andere durch sein Fahrzeug gefährdet oder andere vor Gefahren warnen will, z.B. bei Annäherung an einen Stau oder bei besonders langsamer Fahrgeschwindigkeit auf Autobahnen....

Grüße, ihg

Hallo ihg,
so ist es halt!
MfG
Günther

gwg
13.03.2005, 22:29
Ob ich nun in ein Fahrzeug reinkrache welches Warnblinker an hat oder welches mit zweistufiger Bremsleuchte da steht ist mir relativ wurscht :D ;)

Im Endeffekt soll das jeder halten wie er will. Ich benutze sie dafür jedenfalls nicht.


Hallo,
wenn Du "reinkrachst", dann bist Du schuldig!
MfG
Günther

gwg
13.03.2005, 22:30
Problem bei der Sache ist - wie bei allem - die Handhabung durch den einzelnen Verkehrsteilnehmer. Die Warnblinkanlage wird doch viel zu oft schon eingeschaltet, wenn im dichteren Verkehr auf beiden Spuren leicht gebremst wird.
Man steigt kräftiger als nötig in die Eisen (in Erwartung einer stehenden Blechlawine) und in Wirklichkeit rollt der Verkehr mit 60 oder 80 Sachen weiter. Absolut gefährlich.

Hallo,
mach die Augen auf und Du siehst, was zu tun ist!
MfG
Günther

sMART
13.03.2005, 22:43
Hallo,
mach die Augen auf und Du siehst, was zu tun ist!
MfG
Günther

Sorry, aber ich sehe das auch so. Ich werd ja wohl auch noch ein bissl weiter gucken können als nur bis zum Heck vom Vordermann. Und wenn dem nicht so ist. dann muss ich erst recht mehr Abstand halten.

Also wer gleich volle Lotte in die Eisen geht, bloß weil einer mal die Warnblinkanlage anschaltet... weiß auch nicht. :rolleyes:
Natürlich darf man die nicht wegen jedem Hühnerschiß bemühen, das ist klar, aber (wie gesagt) am Stauende finde ich es eine gute Sache.

sMART

gwg
13.03.2005, 23:03
Sorry, aber ich sehe das auch so. Ich werd ja wohl auch noch ein bissl weiter gucken können als nur bis zum Heck vom Vordermann. Und wenn dem nicht so ist. dann muss ich erst recht mehr Abstand halten.

Also wer gleich volle Lotte in die Eisen geht, bloß weil einer mal die Warnblinkanlage anschaltet... weiß auch nicht. :rolleyes:
Natürlich darf man die nicht wegen jedem Hühnerschiß bemühen, das ist klar, aber (wie gesagt) am Stauende finde ich es eine gute Sache.

sMART

Hallo,
so ist es halt! Es "schlafen" viele auch bei 180 km/h!
MfG
Günther

Frost
13.03.2005, 23:21
Sorry, aber ich sehe das auch so. Ich werd ja wohl auch noch ein bissl weiter gucken können als nur bis zum Heck vom Vordermann. Und wenn dem nicht so ist. dann muss ich erst recht mehr Abstand halten.

Also wer gleich volle Lotte in die Eisen geht, bloß weil einer mal die Warnblinkanlage anschaltet... weiß auch nicht. :rolleyes:
Natürlich darf man die nicht wegen jedem Hühnerschiß bemühen, das ist klar, aber (wie gesagt) am Stauende finde ich es eine gute Sache.

sMART

Dann kann man sich das Warnblinken gleich sparen. Oder was soll es bringen? Bremslichter seh ich auch so, einen Stau kann ich auch so erkennen.



/Das Problem ist die Definition von Stauende: für manche ist eben ein zäher Verkehr mit 60km/h schon ein Stauende. Wenn man dann x-mal warngeblinkt wird stumpft man ab, ist wie mit Autoalarmanlagen - da schert sich keine Sau (mehr) drum. Von daher sehe ich die Benutzung eher kritisch, da ich keine direkte Verbesserung der Sicherheit sehe.
Wenn ich aufmerksam fahre, sehe ich ein Stauende, wenn ich nicht aufmerksam fahre steige ich bei Warnblinkeinsatz gleich (vielleicht zu) stark in die Eisen.

gwg
13.03.2005, 23:31
Dann kann man sich das Warnblinken gleich sparen. Oder was soll es bringen? Bremslichter seh ich auch so, einen Stau kann ich auch so erkennen.



/Das Problem ist die Definition von Stauende: für manche ist eben ein zäher Verkehr mit 60km/h schon ein Stauende. Wenn man dann x-mal warngeblinkt wird stumpft man ab, ist wie mit Autoalarmanlagen - da schert sich keine Sau (mehr) drum. Von daher sehe ich die Benutzung eher kritisch, da ich keine direkte Verbesserung der Sicherheit sehe.
Wenn ich aufmerksam fahre, sehe ich ein Stauende, wenn ich nicht aufmerksam fahre steige ich bei Warnblinkeinsatz gleich (vielleicht zu) stark in die Eisen.

Hallo,
wenn eine Kollonne mit 180 km/h auf einen "Stau" mit der Geschwindigkeit von 40 km /h trifft, ........ Dann sollte man schon "einige" aufwecken!
MfG
Günther

sMART
13.03.2005, 23:37
Gerade aus höheren Geschwindigkeiten ist nicht immer sofort erkennbar, ob da jemand "nur" bremst oder ob hinter der Kurve vielleicht doch eine größere Gefahr lauert.
Warnblinken hilft, sich auf eine Gefahr einzustellen. Dafür ist es eingebaut, dazu sollte man es IMO auch nutzen.

sMART

gwg
13.03.2005, 23:45
Gerade aus höheren Geschwindigkeiten ist nicht immer sofort erkennbar, ob da jemand "nur" bremst oder ob hinter der Kurve vielleicht doch eine größere Gefahr lauert.
Warnblinken hilft, sich auf eine Gefahr einzustellen. Dafür ist es eingebaut, dazu sollte man es IMO auch nutzen.

sMART


Hallo,
so ist es, der nachfolgende Fahrer sollte nur gewarnt werden; nicht zum Bremsen gezwungen werden! Es gibt genügend "Schlafmützen" auch bei hohen Geschwindigkeiten!
MfG
Günther

ihg
13.03.2005, 23:50
Dann kann man sich das Warnblinken gleich sparen. Oder was soll es bringen? Bremslichter seh ich auch so, einen Stau kann ich auch so erkennen.

/Das Problem ist die Definition von Stauende: für manche ist eben ein zäher Verkehr mit 60km/h schon ein Stauende. Wenn man dann x-mal warngeblinkt wird stumpft man ab, ist wie mit Autoalarmanlagen - da schert sich keine Sau (mehr) drum. Von daher sehe ich die Benutzung eher kritisch, da ich keine direkte Verbesserung der Sicherheit sehe.
Wenn ich aufmerksam fahre, sehe ich ein Stauende, wenn ich nicht aufmerksam fahre steige ich bei Warnblinkeinsatz gleich (vielleicht zu) stark in die Eisen.

Ich sehe das genauso wie sMart, das Problem, wenn es denn überhaupt so dramatisch existiert, ist bei der Handhabung der Verkehrsteilnehmer.

Es geht um das Warnen vor erheblichen Geschwindigkeitsunterschieden. Wenn man in mehr oder weniger lückenlosen Verkehr unterwegs ist, sieht man natürlich das sich Aufbauen eines Staus, sei's durch die sich aufbauende Bremslichter-Kette oder durch simples Beobachten. Das ist aber hier nicht die Frage. Wenn hinter einem eine größere Lücke ist oder dem nachfolgenden Verkehr die Sicht durch eine Kurve versperrt ist, sind Warnblinker ein sehr gutes Mittel dem nachfolgenden Verkehr klarzumachen, daß die da vor ihm eher stehen als fahren.

Ich habe jetzt leider nicht mehr die Quelle zur Hand, aber in einer Untersuchung zu Geschwindigkeitswahrnehmung bzw. -einschätzung wurde mal deutlich gezeigt, daß es damit bei Menschen nicht weit her ist. Eine etwas "verdichtetere" Reihe Autos, deren "Entstehungsprozeß" man nicht selber gesehen hat (die also "plötzlich" ins Gesichtsfeld kommt) und die nicht durch größere Lichtzeichen (Bremslichter oder Warnblinker) auf eine besondere Situation hinweist, als stehenden oder sehr langsamen Verkehr einzuordnen, fiel vielen sehr schwer bzw. sie brauchten sehr lange, bis ihnen klar wurde, was da auf sie zu kommt. Bis die Winkelgeschwindigkeiten groß genug waren, um die großen Geschwindigkeitsunterschiede ins Bewußtsein zu rücken, war es bei vielen schon zu spät. Warnzeichen sind da also mehr als angebracht.

Leichtfertigen oder unangebrachten Gebrauch wird es wie bei allen anderen Dingen im Verkehr wohl leider immer geben, sollte deshalb aber nicht gleich dazu führen eine an sich sinnvolle Sache abzulehnen.

Grüße ihg

P H
14.03.2005, 01:45
Und da gebe ich Dir Recht, es kann abhängig von der Blinkeranordung durchaus zu "optischen Reizüberflutung" führen und von Bremsleuchten ablenken. Besonders wenn das Bremsen zufällig exakt gleichzeitig mit dem Aufleuchten der Blinker erfolgt.Ähnlich wie bei einem Fahrzeug, daß einem mit Fernlicht entgegen kommt, schaut man doch auch nicht wie das Kanichen auf die Schlange ununterbrochen direkt auf die periodisch aufleuchtenden Blinker des Vordermanns. Und selbst wenn: spätestens seit Einführung der dritten Bremsleuchte sollte das Erkennen des Bremsvorganges auch in solchen Situationen kein Problem sein, wobei ein vernünftiger Sicherheitsabstand so oder so sinnvoll ist ...

Das Warnblinken in der letzten Reihe eines Staus, wenn der nachfolgende Verkehr die Situation noch nicht überblickt / überblicken konnte halte ich ebenfalls für sinnvoll.

Ansonsten hat der Fahrer ja auch in vielen Autos gar nicht immer Einfluß auf die Warnblinkanlage - jüngstes Beispiel ist der neue Passat, der warnend blinkt, sobald der Fahrer bei Geschwindigkeiten über 60 km/h via Bremspedal eine Verzögerung von mehr als sieben Metern pro Sekunden aufbaut oder ein ABS-Regeleingriff länger als zwei Sekunden andauert.

MK155
14.03.2005, 05:27
Hallo,
wenn Du "reinkrachst", dann bist Du schuldig!
MfG
Günther
Schlau kombiniert ... :p :p

Hallo,
wenn eine Kollonne mit 180 km/h auf einen "Stau" mit der Geschwindigkeit von 40 km /h trifft, ........ Dann sollte man schon "einige" aufwecken!
MfG
Günther
Ob da der Warnblinker noch was hilft ... :eek:

Ich sehe es wie Frost. Warnblinker als Stauwarner provoziert gerne übertriebene Bremsmanöver bei den nachfolgenden und damit Probleme bei den danachkommenden. Wie schon gesagt ... ich sehe die Benutzung sehr kritisch

gwg
14.03.2005, 09:15
Hallo,
wenn die "Lemminge" vernünftigen Abstand fahren würden, dann gäbe es auch keine "Überreaktionen"!
MfG
Günther

MK155
14.03.2005, 13:47
Hallo,
wenn die "Lemminge" vernünftigen Abstand fahren würden, dann gäbe es auch keine "Überreaktionen"!
MfG
Günther
Auch Hallo :p
Da hast Du allerdings recht ...
MfG
MK

Lex Luthor
16.03.2005, 08:34
Peugeot verbaut bei den neueren Modellen eine Schaltung, dass bei Notbremsungen (also voll auf die Bremse latschen) automatisch die Warnblinkanlage für ein paar Sekunden dazugeschaltet wird.

cu

gwg
16.03.2005, 08:57
Peugeot verbaut bei den neueren Modellen eine Schaltung, dass bei Notbremsungen (also voll auf die Bremse latschen) automatisch die Warnblinkanlage für ein paar Sekunden dazugeschaltet wird.

cu


Hallo,
schon wieder mal Peugeot mit einer guten Idee! :D (nach DPF)
MfG
Günther (duck und weg) :) :) :)

AudiMax
16.03.2005, 12:55
Hallo,
schon wieder mal Peugeot mit einer guten Idee! :D (nach DPF)
MfG
Günther (duck und weg) :) :) :)

Die Idee hat VW dann auch sofort und ohne Diskussion mit dem Bundeskanzler in den neuen Passat übernommen - im Gegensatz zum DPF. ;)

:D :D