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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Batterie laden


vwfahrer
09.01.2003, 08:50
Wie so viele habe auch ich das Problem mit der Batterie bei Standheizungsbetrieb. Eine Möglichkeit ist die Batterie alle paar Tage an das Ladegerät zu hängen. Sollte dafür die Batterie abgeklemmt werden oder kann man das Ladegerät einfach parallel anschließen? Beim Abklemmen nervt die Prozedur der Eingabe der Code Nr. vom Radio etc. Wer weiss eine fachkundige Antwort.

Gruss vwfahrer

A6-Fahrer
09.01.2003, 09:14
Es kann passieren, daß die Elektronik einen Schaden bekommt, aber in den letzten 20 Jahren ist mir das nicht passiert bzw. kenne ich auch niemanden, der damit ein Problem hatte.

Gruß

golf4
09.01.2003, 09:24
Bei VW, in der Gebrauchtwagenabteilung habe ich schon öfter gesehen, wenn die Batterien aufladen, da wird die Batterie nicht abgeklemmt.
Frag doch mal den Freundlichen was der dazu sagt, wahrscheinlich auch kannsein kann nicht sein .
Ich würde eben wg. der Häufigkeit vorsichtshalber abklemmen.

Alois
09.01.2003, 10:28
@vwfahrer
wie bereits geschrieben wurde, soll es angeblich Fälle geben, bei denen durch Induktivitäten Spannungsspitzen entstehen, die die Elektronik beschädigen soll.
Auch ich kenne keinen Fall, wo sowas passiert ist.
Wenn du ganz sicher gehen willst, achte auf die Reihenfolge:
Zuerst die Polklemmen des Ladegerätes an die Batterie, danach erst das Ladegerät an die Netzsteckdose anschließen.
Ansonsten würde ich die Gerüchte auch als Märchen ansehen. Die Batterie stellt eine enorme Kapazität dar, die solche angeblichen Spannungsspitzen durch das Ladegerät eliminieren würde.

beetle24
09.01.2003, 11:08
Moin...
... im VW-Werk werden alle Fahrzeuge, die in der Nachreparatur stehen mit einem Ladegerät stand-by geladen - also mit angeklemmtem Bordnetz - welches auch dringend aus der Sicht der Kfz-Technik und den neuartigen Energiemanagement-Systemen anzuraten ist, damit alle Systeme ihre gespeicherten Werte behalten.

Die Hersteller von Ladegeräten wollen ihr Risiko minimieren und raten natürlich zum Abklemmen der Batterie.

Eine Rückwirkung einer sogenannten Induktionsspitze halte ich für eine Gerücht - wer soll denn die erzeugen ?.

Die Batterie ist ein niederohmiger Verbraucher - jede Spannungswelle vom Ladegerät wird durch die Batterie abgefangen und in einen Delta-Ladestrom umgewandelt .

Es ist für das Bordnetz kein Unterschied, ob die Bordspannung beim Laden durch den Generator oder ein Ladegerät etwas angehoben wird.

Schöne Grüsse

Roger
09.01.2003, 11:59
Hi,

Abklemmen würde zwar ganz auf Nummer sicher gehen, ist aber bei den Ladegeräten für den Hausgebrauch sicher nicht nötig. Ganz ausschließen kann man eine Spannungsspitze bei großen Induktivitäten, wie mit den Trafos der Ladegeräte vorhanden, sicher nicht. Aber wie schon geschrieben schließt die niederohmige Batterie solche "Kleinigkeiten" locker kurz und eliminiert sie damit.

Anders sieht es aber mit Schnellladegeräten aus. Die laden mit deutlich höherer Spannung als der Bordgenerator, da kann es durchaus zu Schäden im Bordnetz kommen !

Rolling Thunder
09.01.2003, 14:58
Nur mal aus reinem Interesse:

Was spricht eigentlich dagegen, die Batterie über die 12V-Steckdose zu laden?
Dann muß ich nicht immer an den Motorraum ran und ne Sicherung ist auch dazwischen.

Roger
09.01.2003, 15:08
@Rolling Thunder:

Dagegen spricht eigentlich wirlich nur, dass die Steckdose mit einem fixen Wert abgesichert ist. Ich denke mal, 10 A. Also sollte Dein Lader tunlichst darunter bleiben. Aber die preiswerteren Ladegeräte bringen ohnehin kaum den aufgedruckten Nennstrom. Bei Ladern sagen wir mal bis 8 A echtem Nennstrom müsste das durchaus funzen.

Es kann höchstens passieren, dass der Spannungsabfall über Ladekabel, Stecker/Steckdose, Zuleitung und Zentralelektrik bis hin zur Batterie die Effektivität des Ladegerätes etwas gegenüber einem Direktanschluss verringert. Je nach Laderegelung kann das Gerät z.B. einfach zu früh abschalten bzw. den Ladestrom zurückfahren.

Es gibt doch sogar solche Starthilfegeräte, die mit eingebauten NiCd-Akkus bei schlapper Batterie helfen sollen. AFAIK werden die teilweise auch in den Zigarrettenanzünder eingesteckt.

Rolling Thunder
09.01.2003, 15:12
sowas in der Art war auch meine Vorstellung:

eine zweite Batterie (kann ja auch ne kleine sein), die tagsüber oder nachts geladen wird und morgens der Fahrzeugbatterie noch ein bischen auf die Sprünge hilft.

Zur Strombegrenzung kann man ja eine kleine Elektronik anhängen und damit z.B. mit konstant 8A laden.

Alois
09.01.2003, 15:16
@Rolling Thunder
Beim Motorrad mache ich das auch so (wie viele andere auch): einfach an der Bordsteckdose das Ladegerät angesteckt. (Erhaltungsladen über den Winter).

A6-Fahrer
09.01.2003, 15:20
Original geschrieben von Roger
Die laden mit deutlich höherer Spannung als der Bordgenerator
Du meintest sicher höheren Strom, denn die Spannung sollte schon gleich sein.

Gruß

Alois
09.01.2003, 15:23
Nein höhere Spannung stimmt schon. Nur wenn eine höhere Spannung anliegt, kann ein grösserer Strom fließen. Die Spannung ist ja die Ursache für den Strom.
Der Spannungsunterschied liegt aber im 100 mV - Bereich und führt sicher nicht zur Zerstörung der Fahrzeugelektronik.
Aber: wenn der Generator z.B. 60 A liefert ist natürlich die gleiche Spannung nötig, wie wenn das Ladegerät 60 A liefert.

Roger
09.01.2003, 15:31
@Rolling Thunder:

Das mit der Zweitbatterie und der Starthilfe ist eigentlich nur für Notfälle wirklich geeignet.

Besser wäre es bei der ganz am Anfang geschilderten Problematik, wenn da wirklich ein normales Ladegerät angeschlossen würde. Das behandelt die Batterie besser, regelt bei voller Batterie die Ladung nach und könnte praktischerweise üner die 12V-Steckdose vorne oder hinten arbeiten. Vielleicht reicht ja Nachladen 1-2 Mal pro Woche schon aus.

Nur interessant zu wissen: Wer einen Stromanschluss am Auto hat, der kann sich doch gleich die Standheizung sparen und eine elektrische Motorvorwärmung einbauen ... ?

@Alois:

Die Warnung vor dem Schnellladegerät stammt aus dem Buch "Jetzt helfe ich mir selbst". Stand schon in allen Ausgaben drin, die ich in den Fingern hatte.
Ist der Unterschied wirklich nur im 100mV-Bereich ? Was ist mit einer sulfatierten Batterie, bei der nur wenig Strom fließt ? Regelt da das Ladegerät nicht viel weiter hoch, damit ein größerer Ladestrom zustande kommt ?

A6-Fahrer
09.01.2003, 15:32
Original geschrieben von Alois
Nur wenn eine höhere Spannung anliegt, kann ein grösserer Strom fließen.
Nein, denn es kann z.B. auch der Innenwiderstand des Ladegerätes geändert werden, was dann zu einem höheren Strom führt. Ich habe da ehrlich gesagt noch nie die Spannung nachgemessen, aber wenn das nur 100mV sind, ist das für mich nicht deutlich über der Bordspannung sondern geringfügig.

Gruß

Alois
09.01.2003, 15:37
@Roger:
Ja, der Unterschied liegt wirklich im 100 mV - Bereich. Da die Batterie sich nicht linear verhält, steigt ab einer bestimmten Spannung der Strom sehr stark an. D.h. z.B. Ladespannung 13,4 V, Strom z.B. 1 A. Bei Erhöhung um 100 mV können dann schon z.B. 50 A fließen.
Zum sulfatieren: das kommt natürlich auf das Ladegerät an. Wenn man Konstantstromladen macht, würde es tatsächlich zu diesem Effekt kommen. Aber Bleiakkus lädt man nicht mit Konstantstromquellen.
@A6:
ich spreche von der Klemmenspannung des Ladegerätes und nicht von der Urspannung.

Roger
09.01.2003, 15:44
@ A6-Fahrer:

Nein, es wird i.d.R. die Ladespannung variiert. Im professionellen Bereich batteriegestützter Stromversorgungsanlagen wird mit einer normalen Ladespannung von 2,26-2,27 V pro Zelle gearbeitet. Das sind bei einer 12V-Batterie grob gerechnet schon mal fast 14 Volt.

Bei Schnellladung wird dort mit ca. 2,4 V pro Zelle gearbeitet, was dann insgesamt 14,4 Volt bedeuten würde. DAS werden die Verbraucher im Auto problemlos abkönnen. Problematisch könnte nur die Regelstrategie bei hochohmigen Batterien werden. Ich denke, daher wird auch die Warnung aus dem erwähnten Buch kommen.

Selber habe ich leider noch nie schnellgeladen und auch keine Erfahrung mit den entsprechenden Werkstattgeräten für Autobatterien, bin aber von dieser Hauruck-Methode sowieso weniger überzeugt. Einer altersschwachen Batterie gibt man damit eh den Rest ! Wartungsfreie Batterien dürfen AFAIK auch gar nicht schnellgeladen werden, also dürfte die Diskussion hierüber sich eh schon fast erübrigt haben.

Alois
09.01.2003, 15:54
@Roger:
ja, du hast natürlich Recht: bei defektem Akku kann es zu weit höheren Spannungen kommen und du hast auch Recht, daß daher wahrscheinlich die Warnung in besagten Buch steht. Daran habe ich nicht gedacht, ging immer von einem intaktem Akku aus...
Bei völlig hochohmiger Batterie und einem Ladegerät ohne Grundlast könnte es dann ja rein theoretisch sogar zu einer Wechselspannung kommen, da die Gleichrichterdioden völlig ohne Last ja nicht arbeiten können.

Roger
09.01.2003, 16:01
Dann wird die gemäß Eurobat-Leitfaden empfohlene Rest-Wechselspannung aber überschritten :D :D :D ...

Rolling Thunder
09.01.2003, 17:46
Original geschrieben von Roger
@Rolling Thunder:

Das mit der Zweitbatterie und der Starthilfe ist eigentlich nur für Notfälle wirklich geeignet.

Besser wäre es bei der ganz am Anfang geschilderten Problematik, wenn da wirklich ein normales Ladegerät angeschlossen würde. Das behandelt die Batterie besser, regelt bei voller Batterie die Ladung nach und könnte praktischerweise üner die 12V-Steckdose vorne oder hinten arbeiten. Vielleicht reicht ja Nachladen 1-2 Mal pro Woche schon aus.

Nur interessant zu wissen: Wer einen Stromanschluss am Auto hat, der kann sich doch gleich die Standheizung sparen und eine elektrische Motorvorwärmung einbauen ... ?



gedacht war das ganze zur Unterstützung und Pufferung der Fahrzeitbatterie bei Kurzstrecken und Standheizung.

Das Fahrzeug nudelt ja morgens und nachmittags die Batterie leer, bevor das Fahrzeug genutzt wird. Die Idee war halt, die Zusatzbatterie nachts im Haus zu laden und morgens mit ins Auto zu nehmen. Dann kann Sie dort die Autobatterie wieder laden, so daß diese Nachmittags wieder fit ist.

Wer eine Garage mit Stromanschluß hat, der kann sich für wenig Geld ja auch eine elektrische Motorvorwärmung einbauen lassen. In Skandinavien ist sowas schon lange Standard und es gibt sogar öffentliche Parkplätze mit Stromanschluß. Leider hab ich bei meinem Parkplatz am Büro keine Steckdose ;-)

Martin R
10.01.2003, 20:13
Also wir klemmen in der Arbeit die Batterie beim Laden auch nie ab - macht auch sonst fast keiner.

Und Probleme hatten wir in den letzten 10Jahren auch noch keine.

Mehr Probleme bekommt man wenn bei neuen Autos die Batterie abgeklemmt wird!!