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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : An die Autobauer unter euch


Naranja
22.01.2003, 19:05
Hallo an die Techniker unter euch. Wer Lust hat, kann sich ja mal folgende Aufgabe durchlesen und evtl. Lösungsvorschläge posten:

Die Aufgabe lautet in etwa so:
Ziel ist es, ein Gefährt zu bauen, das in der Lage ist, eine Cola-Dose über eine Distanz von 5 Metern zu transportieren. Dieses Gefährt muss sich aus eigener Kraft bewegen, d.h. muss aus dem Stand starten ohne angeschoben zu werden oder ein Gefälle herunter zu rollen. Es braucht also eine Art Antrieb.
Die einfachste Möglichkeit eines Antriebs ist wohl ein Gummiband oder eine Feder, vielleicht gibt es aber auch andere (bessere) Möglichkeiten, die euch einfallen.
PS: Die Anzahl an Teilen ist auf 15 Teile begrenzt!

Bin für Anregungen sehr dankbar.

Niemals Servo
22.01.2003, 19:18
Volle Dose?
Die Dose soll vom Gefährt aufgenommen werden oder ist das egal?
Kann die Dose als konstruktives Element genutzt werden oder nur als Last?

MouseWare
22.01.2003, 19:21
Hallo,

ist die Aufgabenstellung nicht genauer definiert? Weil über die 15 Teile sollte man mal diskutieren.....ein kompaktes Steuermodul ist ja auch nur "ein" Teil....

Gruß
Markus

Niemals Servo
22.01.2003, 19:29
10 teile reichen locker.

Grundplatte (1,dreieckig mit Nase vorn).
Vorn kommt ein Rad(2) + Achse(3). Achse mit Hammer +Körner aufgeweitet, das spart Montagematerial. Oder die Enden umbiegen.
Hinten zwei Räder (4+5) auf einer Achse (6)
Auf die Grundplatte kommt ein Mast (7). Per Passung in die Bodenplatte= kein Befestigungsmaterial. Ober auf den Mast kommt 'ne Kerbe.
Jetzt fehlt nur noch ein Bindfaden (8). Dieser umschlingt die Hinterachse und führt über die Kerbe bis zur Dose die am Fadenende befestigt ist und durch ihr Eigengewicht das Gefährt antreibt.

Soweit der erste Vorschlag. Die Vorderachse+ Vorderrad könnte man je nach Untergrund sogar einsparen. Die Hinterachse würde dann allerdings zur Vorderachse und man könnte die Grundplatte über den Boden schleifen lassen. 6 Teile.

Naranja
22.01.2003, 19:48
Volle Dose?
Die Dose soll vom Gefährt aufgenommen werden oder ist das egal?
Kann die Dose als konstruktives Element genutzt werden oder nur als Last?
Die Dose soll schon voll sein und vom Gefährt aufgenommen werden, sie dient als Last.


.....ein kompaktes Steuermodul ist ja auch nur "ein" Teil....
Was meinst du mit Steuermodul?! Es soll ein ganz einfaches Gefährt werden, das im Prinzip ein Grundschüler nachbauen kann.

Naranja
22.01.2003, 19:52
Original geschrieben von Niemals Servo
10 teile reichen locker.


Jetzt fehlt nur noch ein Bindfaden (8). Dieser umschlingt die Hinterachse und führt über die Kerbe bis zur Dose die am Fadenende befestigt ist und durch ihr Eigengewicht das Gefährt antreibt.



Soweit verstehe ich ja alles, nur wie soll die Dose jetzt durch ihr Eigengewicht den Faden ziehen? Die Dose bewegt sich doch nicht,oder? Kannst du mir das bitte nochmal erklären?!

Niemals Servo
22.01.2003, 20:03
Original geschrieben von Naranja
Soweit verstehe ich ja alles, nur wie soll die Dose jetzt durch ihr Eigengewicht den Faden ziehen? Die Dose bewegt sich doch nicht,oder? Kannst du mir das bitte nochmal erklären?!

Der Mast mit der Kerbe oben (oder auch oben ein Loch durch) dient nur als Umlenkpukt.

Die Dose muss von Hand hochgehalten werden solang die Kiste nicht fahren soll. Dann lässt man sie los und sie will dann natürlich nach unten. Das geht aber nicht,weil der Bindfaden drangebunden ist. Von der Dose aus gesehen für der Bindfaden ein kurzes Stück nach oben über den Mast und auf der anderen Seite herunter zur Achse auf der er aufwickelt ist, und die sich abwickelt um die Abwärtsbewegung der Dose in eine Vorwärtsbewegung umzusetzen.

Man kann die Dose natürlich auch als reine Nutzlast nehmen un stattdessen Ein Gewicht zum Antrieb nutzen.

joegolf
22.01.2003, 20:12
Im einfachsten Fall reichen 4 Teile:

Du nimmst einen Stab als Achse und befestigst links und rechts zwei Räder. Um die Achse wickelst Du eine Schnur, an die hängst Du die Dose.
Die Dose dreht damit durch ihr Eigengewicht an der Achse und das Ganze bewegt sich vorwärts.

Allerdings muss alles so bemessen sein, das das Ding 5m weit kommt, bevor die Dose den Boden berührt. Die Räder sind also ziemlich groß zu wählen. :cool:

Naranja
22.01.2003, 20:18
Verstehe ich das jetzt so richtig: die Dose hängt zu Beginn der Fahrt in der Luft und durch das Heruntersinken zieht sie an dem Faden, der um die Achse gewickelt ist, ja!?

Niemals Servo
22.01.2003, 20:24
Original geschrieben von Naranja
Verstehe ich das jetzt so richtig: die Dose hängt zu Beginn der Fahrt in der Luft und durch das Heruntersinken zieht sie an dem Faden, der um die Achse gewickelt ist, ja!?

Ja. Vom Prinzip her das gleiche wie die Idee von joegolf nur mit ner Umlenkung und der Möglichkeit die Dose als reine Nutzlast mitnehmen zu können.
Du kannst natürlich auch so große Räder nehmen, dass man den Masten nicht mehr benötigt, weil genug Platz zum Boden ist.:)

joegolf
22.01.2003, 20:33
Es reichen sogar 3 Teile, wenn ein Rad so breit ist, dass das Gewicht an der Achse nicht ausreicht, um es zum Kippen zu bringen oder ein Gegengewicht befestigt wird.

Wer bietet weniger?

Oh ich:

EIN Teil:

Du nimmst nur EIN Rad, mit einem Umfang über 10m.
Oben bohrst Du ein Loch so groß, das die Dose eingeklemmt wird (-> kein Kleber...). Durch ihr Eigengewicht dreht die Dose nun das Rad bis sie unten angelangt ist (halber Umfang = 5m).
Weniger geht nicht, oder? :cool::cool:

gwg
22.01.2003, 20:38
Original geschrieben von Niemals Servo
Ja. Vom Prinzip her das gleiche wie die Idee von joegolf nur mit ner Umlenkung und der Möglichkeit die Dose als reine Nutzlast mitnehmen zu können.
Du kannst natürlich auch so große Räder nehmen, dass man den Masten nicht mehr benötigt, weil genug Platz zum Boden ist.:)

Hallo,
es gab letztens im Fernsehen eine ähnliche Aufgabe. Der Antrieb war eine gespannte Mausefalle als Energiespeicher.
Der eigentliche Antrieb erflgte dann mittels einer Verlängerung des beweglichen Mausfallenteils und einem Faden, der um die dünne Achse gewickelt war.
MfG
Günther

Niemals Servo
22.01.2003, 20:44
Original geschrieben von joegolf


EIN Teil:

Du nimmst nur EIN Rad, mit einem Umfang über 10m.
Oben bohrst Du ein Loch so groß, das die Dose eingeklemmt wird (-> kein Kleber...). Durch ihr Eigengewicht dreht die Dose nun das Rad bis sie unten angelangt ist (halber Umfang = 5m).
Weniger geht nicht, oder? :cool::cool:

Eine 6 Meter hohe Wand. Oben ein loch rein und umkippen.

Oder eine Wanderdüne. Oben draufstellen und warten.

Oder eine Stange Dynamit.

Niemals Servo
22.01.2003, 20:45
Original geschrieben von gwg
Hallo,
es gab letztens im Fernsehen eine ähnliche Aufgabe. Der Antrieb war eine gespannte Mausefalle als Energiespeicher.
Der eigentliche Antrieb erflgte dann mittels einer Verlängerung des beweglichen Mausfallenteils und einem Faden, der um die dünne Achse gewickelt war.
MfG
Günther

Eine einfache Spiralfeder würde es auch tun.

joegolf
22.01.2003, 20:52
Original geschrieben von Niemals Servo
Eine 6 Meter hohe Wand. Oben ein loch rein und umkippen.

Oder eine Wanderdüne. Oben draufstellen und warten.

Oder eine Stange Dynamit.

Schummeln gilt nicht: Die Wanderdüne besteht aus Millionen von Einzelteilen, den sogenannten Sandkörnern

:D:D:D:D:D

Naranja
22.01.2003, 22:49
Original geschrieben von gwg
Hallo,
es gab letztens im Fernsehen eine ähnliche Aufgabe. Der Antrieb war eine gespannte Mausefalle als Energiespeicher.
Der eigentliche Antrieb erflgte dann mittels einer Verlängerung des beweglichen Mausfallenteils und einem Faden, der um die dünne Achse gewickelt war.
MfG
Günther

Habe ein Bild von diesem Teil gefunden, auf der Homepage der Kindersendung "Löwenzahn". An sich eine sehr gute Methode und nicht schwierig zu bauen.


Habe mir nochmal die gestellte Aufgabe durchgelesen und festgestellt, dass das Gefährt nur max. 30 cm hoch sein darf. Ist unter dieser Bedingung die Sache mit der Dose noch möglich? Ich schätze mal, der dann zur Verfügung stehende Weg ist zu klein,oder?

gwg
22.01.2003, 22:55
Original geschrieben von Naranja
Habe ein Bild von diesem Teil gefunden, auf der Homepage der Kindersendung "Löwenzahn". An sich eine sehr gute Methode und nicht schwierig zu bauen.


Habe mir nochmal die gestellte Aufgabe durchgelesen und festgestellt, dass das Gefährt nur max. 30 cm hoch sein darf. Ist unter dieser Bedingung die Sache mit der Dose noch möglich? Ich schätze mal, der dann zur Verfügung stehende Weg ist zu klein,oder?


Also Mausefalle, dünne Achse und max. große Räder!!! Ohne Dose!
MfG
Günther

Naranja
22.01.2003, 23:02
Hier ein Link zu dem Bild des Mausefalle-Renners:

http://www.tivi.de/bibliothek/Loewenzahn/basteln/images/mausef.gif

Ich denke mittlerweile, die Idee mit der Spiralfeder oder einer anderen Feder scheint noch am besten zu sein. Ist zwar nicht so innovativ wie die Sache mit dem Gewicht, dafür aber besser machbar.

Niemals Servo
23.01.2003, 06:37
Original geschrieben von Naranja
Ich denke mittlerweile, die Idee mit der Spiralfeder oder einer anderen Feder scheint noch am besten zu sein. Ist zwar nicht so innovativ wie die Sache mit dem Gewicht, dafür aber besser machbar.

Und mit der richtigen Feder kriegt das dingen richtig Tempo. :D

Pass nur auf dass sie dich nicht in den Betriebskindergarten vesetzen, wenn du mit der Löwenzahnlösung kommst.
;)

Wenn denn Ferdern erlaubt sind, das mit den 30cm kam auch recht spät...