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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Geschafft! Santa Monica eingetragen - Frage


NickKnatterton
15.03.2003, 15:20
Hallo,

endlich ist es vollbracht, habe heute die Santa Monica Felgen auf meinem Golf IV TDI (85kW) eingetragen bekommen, bzw. mir wurde der "Nachweis gemäß §19 Abs. 3 StVZO" ausgehändigt, mit dem ich "bei Gelegenheit" das Ganze im Schein eintragen lassen kann.

Wen es jemand gibt, der eine Kopie davon gebrauchen kann (weil er ähnliche "Probleme" hatte) kann mir gerne bescheid sagen, hab nur leider keinen Scanner.

Nur ein Problem gibts:

hab natürlich gleich mal Durchzug und Endgeschwindigkeit getestet, der Wagen kommt jetzt an ner AB - Stelle wo ich vorher mit Winterreifen 205 lt. Tacho gefahren bin noch auf 195 kmh, ich denke mal, dass der Tacho nicht mehr genau stimmt, da die Winterreifen etwa 2 cm kleiner waren beim direkten Vergleich (von der Höhe her). Oder ist der Wagen nun wirklich so viel langsamer geworden?

Danke vorab!

Tina
15.03.2003, 16:30
Hallo!!

Was hast Du für den Eintrag bezahlt?
Hast Du irgendwelche Modifikationen für die Santas machen müssen?
Hast Du ein Sportfahrwerk oder ein normales?
Was ist mit der Lenkung?

Wir haben bei unserem Golf ähnliches vor!;)
Danke schonmal für Deine Infos!!

Gruß, Tina

FloriV6 TDI
15.03.2003, 18:33
Original geschrieben von NickKnatterton
hab natürlich gleich mal Durchzug und Endgeschwindigkeit getestet, der Wagen kommt jetzt an ner AB - Stelle wo ich vorher mit Winterreifen 205 lt. Tacho gefahren bin noch auf 195 kmh, ich denke mal, dass der Tacho nicht mehr genau stimmt, da die Winterreifen etwa 2 cm kleiner waren beim direkten Vergleich (von der Höhe her). Oder ist der Wagen nun wirklich so viel langsamer geworden?

Danke vorab!

jawohl, ist er! gehe davon aus, dass du als Winterpneus 15" Felgen fährst... Und da ist der Unterschied zu 17" natürlich immens. Die bremsen die v/max schon um einiges aus.
ca. 10 km/h sind also durchaus ein realistischer wert.

tja, wer schön sein will muss leiden... hehehe :cool:

Voljä
15.03.2003, 18:47
Die 225er sind zwar nicht übel breit, aber den Unterschied zu 195ern merkt man leider gewaltig. Sowohl im Antritt, als auch in der Topsspeed, als auch im Verbrauch...... :rolleyes:

NickKnatterton
15.03.2003, 19:17
Im Durchzug gehts eigentlich, da kann ich gar nicht mal so Negatives berichten, ist halt auch ein "gefühlter Wert". Die Endgeschwindigkeit ist halt messbar, aber so tragisch ist es eigentlich nicht, die Optik von den Santa Monica Felgen ist echt klasse, bin sehr froh die gekauft zu haben, der Golf wirkt dadurch sehr edel und sportlich.

Zu der Eintragung:
Kostete exakt 35 EUR beim TÜV, es muss auch erst "bei Gelegenheit" im Schein nachgetragen werden, mach ich aber nicht, da das ja auch kostet. Ich führe den Nachweis ja mit.

Ich habe mir von VW (unter 0800 - VOLKSWAGEN) ein Gutachten kommen lassen und zudem haben die beim TÜV auch die Unterlagen der Felgen (mein TÜV hatte sie, ist GFÜ, sowas wie DEKRA).

Die Eintragung ist problemlos und ohne irgendwelchen Änderungen am Fahrzeug zu machen wenn folgende Punkte eingehalten werden:

- keine Schneeketten (kein Problem)
- 17 Zoll Sportfahrwerk und Lenkgetriebe mit vermindertem Lenkhub (da der Prüfer das nicht wirklich prüfen kann, prüft er ob die Reifen bei voller Einfederung und Volleinschlag gut freigängig sind)
- Nur Reifen die nicht breiter als 218 mm sind, dies sind z.B. die meist montierten Dunlop SP 9090

Alles in Allem geht das recht schnell, wenn der Prüfer wirklich objektiv alles bewertert - dann wirds auch eingetragen.

Glaube das klappt aber erst mit Fahrzeugen ab Modelljahr 2001, da kamen auch die Santa Monica Felgen raus.

Ich hab glücklicherweise damals bei Bestellung die sportliche Fahrwerksabstimmung gewählt.

Sollte jemand dieses Gutachten mal benötigen, stell ichs gerne zu Verfügung.

beetle24
16.03.2003, 18:33
Prima,
dass das mit den Felgen geklappt hat - allerdings ist das kein Hexenwerk oder Sache von Beziehungen, sondern für jedermann möglich, wenn die genannten Bedingungen vorhanden sind.

Letzteres habe ich schon zigmal hier gepostet. Am Beispiel des NewBeetles habe ich bei www.new@beetle24.de im Artikel D1 den Original-Räderkatalaog mit den Auflagen für das 17 Zoll Rad aufgeführt.

Das Teilegutachten kann man bei VW anfordern - wer keines hat, und es braucht - und beim dem die Bedingungen zu treffen ;) kann mir auch eine PN schicken.

Weniger Speed?
Auch darüber ist hier schon viel diskutiert worden - es ist natürlich nicht richtig, dass die 17Zöller jetzt bis zu 10km/h langsamer laufen, weil es grössere Räder sind.

Man muss zunächst die Anzeige nach Tacho von der wahren Vmax unterscheiden. Weil erstere vom Abrollumfang abhängig ist, wird ein abgenutzter Winterreifen immer mehr anzeigen, als eine neuer "Serienreifen". Du bist jetzt nicht langsamer, sondern Dein Tacho hat vorher zuviel angezeigt. Das neue 17Zoll-Rad hat in etwa den gleichen Abrollumfang als ein 15Zoll-Rad nach VW-Spezifikation.
Auch der "breitere" 17Zoll-Reifen bremst den Wagen nicht nennenswert ab - schon gar nicht um 10km/h. Die "Mehrbreite" ist überwiegend im Radkasten versteckt und geht um mehr als die Hälfte nach innen in einen Bereich, der ohnhin in die Querspanntfläche eingeht.
Ein 17Zoll-Rad kann allerdings ein grösseres rotatorisches Trägheitsmoment haben, was sich theoretisch durch eine schlechtere Drehbeschleunigung nachweisen lässt.
Allerdings ist durch das leichtere Alurad dieses fast wieder ausgeglichen und der Effekt, durch die maximal erzielbare Anfahrbeschleunigung weniger zu beobachten - sondern mehr beim ABS. Denn beim ABS geht das rotatorische Trägheitsmoment der Räder stark in die Funktionalität ein.

Viel Spaß am neuen Rad
und Gruß

Turbofan
16.03.2003, 20:41
Original geschrieben von beetle24
.....
Denn beim ABS geht das rotatorische Trägheitsmoment der Räder stark in die Funktionalität ein.


Moin Beetle24,

kannst Du das ein wenig erklären? Wieso hat das Trägheitsmoment der Räder Einfluss auf die ABS-Funktionalität? Und in welche Richtung: positiver oder negativer Einfluss?

ltkirk
28.03.2003, 20:24
Habe jetzt auch die Santas auf meinem Golf IV 110kw 4motion eingetragen (Serie war 205/55R16). Die Optik ist wirklich TOP und überzeugt mich völlig. Den Gedanken an die Jubi 18" habe ich sofort fallen lassen.

Da ich den Wagen erst seit Dezember habe waren die 205er nur beim Abholen des Auto drauf, danach habe ich gleich die 195er Winterräder montiert. Wenn ich das recht in Erinnerung habe sind die Abrollumfänge vom 195/65R15 und 225/45R17 identisch, so das sich an der km/h Anzeige nichts ändern sollte.

Zunächst war ich überrascht das ich mit den 225er bisher keinen Mehrverbrauch feststellen konnte. Fairerweise sollte man sagen das die Temperaturen ja auch etwas gestiegen sind. Auf meiner Referenzstrecke zur Arbeit (ca. 15km Stadt/15 BAB/ 20 Landstr.) lag der Verbrauch bei zugegebener moderater Fahrweise ohne große Beschleunigungsorgien bei 5,2 l/100km - und damit sogar etwas geringer als mit dem Michelin Winterpneus.

Eine Frage mal an die 110kw 4motion Fahrer: Wie schnell - nach Tacho - geht euer Golf, vorzugsweise mit den 225/45R17. Soll ist ja 211 nach KFZ Papieren, ich habe bei meinem Auto das Gefühl das er da selbst nach Tacho nur schwer und mit Anlauf hinkommt.

Danke und Gruß

ltkirk

Silberpfeil
29.03.2003, 08:54
@itbirk

hallo,

habe zwar keinen 4motion, aber nen Leon mit 110KW Diesel und auch 225/45R17 Bereifung. Im Winter fahre ich 205/55R16. Die Winterreifen hatten einen etwas kleineren Rollumfang (beim Gegenüberstellen gut zu sehen) und da betrug die Tachoabweichung knapp 15Km/h im Bereich V-max. (d.h. Tacho knapp 230 = echte 215 bei 4000 U/min)
Jetzt mit den Sommersohlen lief er gestern Tacho 228 bei etwas mehr als 4000 U/min und echten 219 (16,4 Sekunden für einen Kilometer). War eben, aber hatte vielleicht etwas Rückenwind. In der Gegenrichtung lief er auch nur knapp über 220.

Mit den Sommerreifen tut er sich etwas schwerer im Bereich V-max und der Antritt ist nicht mehr so brutal, aber er sieht besser aus....

Gruß Carsten

BlackMagic
31.03.2003, 12:22
Ist es so ein großes Problem die Santa Monicas eintragen zu lassen...?

Ist das gleiche Problem bei Nicht-Santa Monicas, d.h. wenn ich 17 Zoll-Felgen eines anderen Herstellers z.B. Mille Miglia Evo 5 montieren würde? Hätte ich da auch Probs?

Ps: Mein Auto hat kein Sportfahrwerk!

Rolling Thunder
31.03.2003, 12:41
Habe sowohl 8x17" ET35 mit 225/45-17 und 8x18" ET35 mit 225/40-18 jeweils ohne Probleme eingetragen bekommen.

Auflagen: Tieferlegung (bzw. Radabdeckung) bei den 18"

Hatte auf den 17" zusätzlich noch 40mm Spurverbreiterungen an der Hinterachse. Auch diese ohne Probs eingetragen.

pergamoni
31.03.2003, 15:38
Original geschrieben von BlackMagic
Ist es so ein großes Problem die Santa Monicas eintragen zu lassen...?

Ist das gleiche Problem bei Nicht-Santa Monicas, d.h. wenn ich 17 Zoll-Felgen eines anderen Herstellers z.B. Mille Miglia Evo 5 montieren würde? Hätte ich da auch Probs?

Ps: Mein Auto hat kein Sportfahrwerk!

Hi!

Ich kann noch mal im Teilegutachten der Mille Miglia nachsehen (welchen Wagen fährst du?) - bei meinem A3 mit Serien-Sportfahrwerk (also kein S-Line) gab es mit den 18' Mille Miglia Evo keinerlei Probleme beim TÜV.

Gruß,
Marc

BlackMagic
31.03.2003, 18:21
Original geschrieben von pergamoni
Hi!

Ich kann noch mal im Teilegutachten der Mille Miglia nachsehen (welchen Wagen fährst du?) - bei meinem A3 mit Serien-Sportfahrwerk (also kein S-Line) gab es mit den 18' Mille Miglia Evo keinerlei Probleme beim TÜV.

Gruß,
Marc

VW Golf IV TDI MJ02 mit Serienfahrwerk und ohne Tieferlegung. Will aber wenn dann nur 8x17 Zoll montieren.

Wäre super, wenn du da mal nachschauen könntest...;)

pergamoni
31.03.2003, 18:42
Original geschrieben von BlackMagic
VW Golf IV TDI MJ02 mit Serienfahrwerk und ohne Tieferlegung. Will aber wenn dann nur 8x17 Zoll montieren.

Wäre super, wenn du da mal nachschauen könntest...;)

Habe gerade das Teilegutachten für 8x18 in meinem geordnetem Chaos gefunden - könnte es im Büro einscannen und es dir morgen schicken. Golf und Bora sind auch drin.

An welche Emailadresse kann ich es schicken?

VG
Marc

BlackMagic
31.03.2003, 20:58
Original geschrieben von pergamoni
Habe gerade das Teilegutachten für 8x18 in meinem geordnetem Chaos gefunden - könnte es im Büro einscannen und es dir morgen schicken. Golf und Bora sind auch drin.

An welche Emailadresse kann ich es schicken?

VG
Marc

Oh, das wäre super, meine eMail-Adresse findest du in meinem Profil, danke schon mal! ;)

pergamoni
01.04.2003, 07:47
Original geschrieben von BlackMagic
Oh, das wäre super, meine eMail-Adresse findest du in meinem Profil, danke schon mal! ;)

It's on the way to you :D

ThomasL
01.04.2003, 18:49
Hi!
Falls jemand Intersse an den Santa Monicas hat, ich hab 4 nagelneu (waren noch nie montiert) zu verkaufen.
Einfach Email an mich: TH.L.@gmx.de
Thomas

BlackMagic
01.04.2003, 19:01
Original geschrieben von ThomasL
Hi!
Falls jemand Intersse an den Santa Monicas hat, ich hab 4 nagelneu (waren noch nie montiert) zu verkaufen.
Einfach Email an mich: TH.L.@gmx.de
Thomas

Hallo Thomas,

du hast Post! ;)

ltkirk
02.04.2003, 18:58
Hier nochmal ein paar Auszüge aus dem VW Umrüstkatalog zur Ansicht. Betrifft auch die SANTAS.
Beachtet den angegebenen Verwendungsbereich (Modelljahr), etwas neueres hatte ich nicht, sollte aber für spätere ebenso gelten.


Anbaubescheinigung.pdf (http://people.freenet.de/bilder-bei-ebay/a1.pdf)


Seite 1.pdf (http://people.freenet.de/bilder-bei-ebay/A2_1.pdf)


Seite 7.pdf (http://people.freenet.de/bilder-bei-ebay/A2_7.pdf)

ltkirk

PS: Kennt jemand den angegebenen 2,5l 115kw Motor im Golf IV?

beetle24
04.04.2003, 15:12
Original geschrieben von Turbofan
Moin Beetle24,

kannst Du das ein wenig erklären? Wieso hat das Trägheitsmoment der Räder Einfluss auf die ABS-Funktionalität? Und in welche Richtung: positiver oder negativer Einfluss?

@Turbofan...
... hab jetzt erst Deine Frage entdeckt :D

Optimales vom Hersteller geprüftes ABS basiert im Falles des Eingriffs auf einem bestimmtes Tastverhältnis von Blockierphasen und Freilaufphasen.

In dieses Tastverhältnis geht sowohl die Abstimmung zwischen Bremsleistung und negativem rotatorischem Bremsmoment ein - als auch die Erholzeit, in der das stehende Rad durch die Restreibung wieder auf Drehzahl beschleunigt werden muss um die gewünschte Seitenkraft wieder aufnehmen zu können.

Ein Rad mit sehr viel höherem rotatorischem Trägheitsmoment, als vom Hersteller freigegeben, ist daher auf das Timing des ABS nicht abgestimmt.
Daher kann neuerdings bei zu "prolligem" Gewicht im Teilegutachten eine grössere Bremsanlage / bzw Undenlichkeits-Bescheinigung des Autoherstellers verlangt werden.

Das passiert immer dann, wenn ein Autotyp mit sehr unterschiedliche Leistungsklassen angeboten wird. Besteht nun der Wunsch, z.B. ein 55-KW-Auto des Typs XYZ mit den Rädern des 150KW- Typs XYZ auszustatten - welches von der Freigängigkeit möglich wäre, könnte das geschilderte Problem auftreten.

Wie gesagt, bei ABS und damit bei der Funktion des Bremsassis, gehen - Dir ja sicher bekannt - die Faktoren aus Masse, Durchmesser und Omega zum Quadrat extrem ein.

Schöne Grüsse ;)

darkman
04.04.2003, 22:57
HI Leute!

Hat jemand von euch Erfahrungen mit den Santa Monicas in Verbindung mit dem Golf 3 gemacht? Das wird TÜV-Technisch sicher noch komplizierter als beim IV`er .

mfg

A6-Fahrer
04.04.2003, 23:52
Original geschrieben von beetle24
Ein Rad mit sehr viel höherem rotatorischem Trägheitsmoment, als vom Hersteller freigegeben, ist daher auf das Timing des ABS nicht abgestimmt.
Leuchtet mir noch nicht so ganz ein.

Die Bremsanlage sollte so dimensioniert sein, daß die Räder auch noch bei hohen Geschwindigkeiten zum Blockieren gebracht werden können. Die Bremse tut ja im Grunde nichts anderes, als Energie, egal ob Translations- oder Rotations- in Wärme umzuwandeln. Die Rotationsenergie, die in den Rädern steckt ist nun lediglich ein Bruchteil der Gesamtenergie des Fahrzeuges (zur Vorsicht gegen Mißverständnisse: wenn man handelsübliche Felgen/Reifen verwendet und nicht gerade 150kg Felgen mit 1m Radius). Insofern dürfte die erhöhte Rotationsenergie bei der Dimensionierung der Bremse doch praktisch keine Rolle spielen (obwohl ich meine, daß VW/Audi da oft nicht ausreichtend dimensioniert).

Bei der Erholzeit spielen doch noch soviele andere Faktoren, wie Geschwindigkeit, Lenkradeinschlag, momentaner Straßenzustand etc. mit rein, daß es da doch kein festes Timing geben kann, zumindest nicht kurz vor dem Fahrzeugstillstand.

Das ABS sollte doch "einfach nur" die Räder kurz zum Blockieren bringen, dann die Bremse wieder lösen, dann wieder blockieren, lösen usw., bis das Fahrzeug dann eine bestimmte Grenzgeschwindigkeit unterschreitet, wo dann die Regelung abgeschaltet wird. Sonst kommt man ja nie zum Stillstand ;) . Dabei werden die Umgebungsbedingungen einfach nur durch die Sensoren erfaßt und durch das Steuergerät verarbeitet. Aber die Umgebungsbedingungen können ja so gravierend unterschiedlich sein von Geradausfahrt bei trockener Straße bis Lenkradvolleinschlag auf blankem Eis, was das ABS ja alles abdecken muß.

Das einzige was ich mir vorstellen könnte ist, daß es z.B. bei der Erholzeit Grenzpunkte gibt, die ein Rad mit größerem Rotationsmoment bei vollem Lenkeinschlag auf Eis dann überschreitet.

Hast Du da irgendwelche WhitePapers dazu?

Gruß

beetle24
05.04.2003, 18:22
@A6-Fahrer ;)


Original geschrieben von A6-Fahrer
Leuchtet mir noch nicht so ganz ein.

Die Bremsanlage sollte so dimensioniert sein, daß die Räder auch noch bei hohen Geschwindigkeiten zum Blockieren gebracht werden können.
Richtig,
aber eine Dimensionierung auf "beliebig große" Räder geht eben nicht. Man geht bei der Dimensionierung einer Bremse im 55KW-Golf nicht davon aus, dass die Bremsanlage mit einem Mal eine 8x18 Felge mit 245er Reifen und doppeltem Trägheitsmoment bedienen und innerhalb der gleichen, kurzen Zeit praktisch auf Null abbremsen muss.


Die Bremse tut ja im Grunde nichts anderes, als Energie .... in Wärme umzuwandeln. Die Rotationsenergie, die in den Rädern steckt ist nun lediglich ein Bruchteil der Gesamtenergie des Fahrzeuges
Das ist richtig - wenn man die Standfestigkeit der Bremse - also die zulässige Verlustleistung der Bremse betrachtet.

Die von mir angesprochene Einflußnahme zielt aber nicht darauf ab, sondern allein auf die ABS-Funktion.

Beim Ansprechen von ABS gilt aber grundsätzlich, dass wegen der (fast) fehlenden Reibung, die abzubremsende Fahrzeugemasse nur unwesentlich eingeht.

Ich würde die Betrachtung auf einen Rollenprüfstand mit variabler Reibung bei stehendem Fahrzeug und rotierenden Antriebsrädern fokussieren.
Dann wird es vielleicht deutlicher: Simuliere ich bei Vmax den Reib-Beiwert der Rolle auf Null ( Wasserfilm), so ist die Bremszeit bei einer Blockierbremsung ausschließlich abhängig von der rotatorischen Energie des Rades.

Nach dem Lösen der Bremse durch ABS-Einfriff wird die Zeit bis zum Wiedererreichen einer Mindestdrehzahl für ausreichende Seitenführung ebenfalls bei großer Masse deutlich länger dauern.

Das wollte ich mit meinem kleinen Nebensatz seinerzeit sagen, dass das Timing der ABS-Intervalle abhängig ist von deutlicher Erhöhung der rotatorischen Massen.

Ob der Einfluß nun bei den normalen Umrüststufen praktisch relevant ist, will ich nicht bewerten - mir ging es um eine grundsätzliche Einflußnahme, die oft nicht bekannt ist.

Wir haben schon über viel geringere Faktoren diskutiert ;)

In diesem Zusammenhang sei der Hinweis erlaubt, dass für jeden Einsicht war, dass schwere Radkombinationen sich auffallend ungünstig auf die Beschleunigung auswirken können - also während der Beschleunigung von 0 auf 180 in z.B. 60sec. Bei einer Bremsung von 180 auf Null mit der gleichen Masse in 12sec. soll kein Einfluss erkennbar sein ?? :D

Danke für Deinen sachkundigen Einwand
und schönen Gruß

A6-Fahrer
06.04.2003, 00:13
Original geschrieben von beetle24
Ich würde die Betrachtung auf einen Rollenprüfstand mit variabler Reibung bei stehendem Fahrzeug und rotierenden Antriebsrädern fokussieren.
Dann wird es vielleicht deutlicher: Simuliere ich bei Vmax den Reib-Beiwert der Rolle auf Null ( Wasserfilm), so ist die Bremszeit bei einer Blockierbremsung ausschließlich abhängig von der rotatorischen Energie des Rades.
Bei dem Bsp. ist es natürlich klar, daß das Rotationsmoment hier die ausschlaggebende Größe ist.

Original geschrieben von beetle24
Ob der Einfluß nun bei den normalen Umrüststufen praktisch relevant ist, will ich nicht bewerten - mir ging es um eine grundsätzliche Einflußnahme, die oft nicht bekannt ist.
Ok, habe die Intention verstanden, kann ich mich nur anschließen.

Original geschrieben von beetle24
Wir haben schon über viel geringere Faktoren diskutiert ;)
Da hast Du wahrlich Recht! ;)

Original geschrieben von beetle24
In diesem Zusammenhang sei der Hinweis erlaubt, dass für jeden Einsicht war, dass schwere Radkombinationen sich auffallend ungünstig auf die Beschleunigung auswirken können - also während der Beschleunigung von 0 auf 180 in z.B. 60sec. Bei einer Bremsung von 180 auf Null mit der gleichen Masse in 12sec. soll kein Einfluss erkennbar sein ?? :D
War für mich zwar immer klar, daß Beschleunigung und Bremsen dasselbe mit umgekehrtem Vorzeichen ist, aber Dein Einwand ist sicher berechtigt. Allerdings möchte ich hier auch meinerseits darauf hinweisen, daß der Einfluß einer schwereren Radkombination umso geringer ist, je größer die jeweilige zur Verfügung stehende "Leistung" ist. Leider ist die Motorleistung für die Beschleunigung meistens begrenzt :( ;), wohingegen die Bremsleistung meistens ein mehrfaches der Motorleistung beträgt.

Danke für Deine Antwort, jetzt ist mir Intention Deines ersten Postings klar. ;)

Gruß