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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unfall: Wer hat Schuld?


BlackMagic
23.03.2003, 20:44
Hallo,

ein Kumpel von mir wurde heute in einen Unfall verwickelt, bei dem die Schuldfrage nicht ganz klar ist...

An der Bordsteinkante und richtig nahe an der Bordsteinkante, muss ausgesehen haben, wie wenn das Mädel dort angehalten hätte ist ein PKW gestanden. Der Blinker war nach Links gesetzt, also konnte man annehmen, dass das Mädchen von der Bordsteinkante wegfahren wollte.

Mein Kumpel wollte sie dann überholen oder besser gesagt an ihr vorbeifahren und hat mit dem Blinker links den Vorgang angedeutet. Allerdings ist das Mädel, dann als er gerade hinter ihr war nach links rausgefahren, weil sie in einen Parkplatz auf der anderen Straßenseite einparken wollte. Mein Kumpel konnte dann nicht mehr bremsen weil er schon zu nahe war und ist ihr in die Seite gerauscht. Er hatte bevor er gebremst hat ca. 30km/h auf dem Tacho, weil in dem Innenstadtgebiet nicht mehr erlaubt war.

Personen kamen nicht zu schaden. Das Auto von meinem Kumpel hat nur einen kleinen Kratzer, also nicht der Rede wert und bei dem Fiesta des Mädels war die Seite ziemlich stark eingedrück, so dass sich die Fahrertüre kaum mehr öffnen ließ.

Was haltet ihr davon, wie würdet ihr die Schuldfrage klären? :confused:

Die Polizei hat den Unfall aufgenommen.

René
23.03.2003, 20:57
hat dein freund denn zugegeben das ihr Blinker links gesetzt war? Oder gibt es dafür Zeugen?
Denn es ist völlig egal ob sie ganz rechts oder links auf ihrer Fahrspur stand ,wenn sie den Abbiegewunsch signalisiert hat.Ich würde mal sagen,dass Dein Kumpel die Hauptschuld tragen wird!

mfg René

BlackMagic
23.03.2003, 21:00
Original geschrieben von René
hat dein freund denn zugegeben das ihr Blinker links gesetzt war? Oder gibt es dafür Zeugen?
Denn es ist völlig egal ob sie ganz rechts oder links auf ihrer Fahrspur stand ,wenn sie den Abbiegewunsch signalisiert hat.Ich würde mal sagen,dass Dein Kumpel die Hauptschuld tragen wird!

mfg René

Ja, er hat zugegeben, dass ihr Blinker links gesetzt war.

Nun, er ist noch in der Führerscheinprobezeit...hätte dieser Unfall Auswirkungen, ich meine Aufbauseminartechnisch, selbst wenn er nur eine Teilschuld bekommen würde? :confused:

René
23.03.2003, 21:18
wenn er Punkte bekommt,muss er zur Nachschulung.Kann mich leider nur noch dunkel an meine Probezeit erinnern(ist aber grad mal 4 Jahre her;) ).Ich hatte jedenfalls aus dem Grund immer höllenschiss Punkte zu kassieren-aber ich will mich auf dem Gebiet nicht(mehr) festnageln lassen:D

Gruß René

gwg
23.03.2003, 21:29
Original geschrieben von BlackMagic
Hallo,

ein Kumpel von mir wurde heute in einen Unfall verwickelt, bei dem die Schuldfrage nicht ganz klar ist...

An der Bordsteinkante und richtig nahe an der Bordsteinkante, muss ausgesehen haben, wie wenn das Mädel dort angehalten hätte ist ein PKW gestanden. Der Blinker war nach Links gesetzt, also konnte man annehmen, dass das Mädchen von der Bordsteinkante wegfahren wollte.

Mein Kumpel wollte sie dann überholen oder besser gesagt an ihr vorbeifahren und hat mit dem Blinker links den Vorgang angedeutet. Allerdings ist das Mädel, dann als er gerade hinter ihr war nach links rausgefahren, weil sie in einen Parkplatz auf der anderen Straßenseite einparken wollte. Mein Kumpel konnte dann nicht mehr bremsen weil er schon zu nahe war und ist ihr in die Seite gerauscht. Er hatte bevor er gebremst hat ca. 30km/h auf dem Tacho, weil in dem Innenstadtgebiet nicht mehr erlaubt war.

Personen kamen nicht zu schaden. Das Auto von meinem Kumpel hat nur einen kleinen Kratzer, also nicht der Rede wert und bei dem Fiesta des Mädels war die Seite ziemlich stark eingedrück, so dass sich die Fahrertüre kaum mehr öffnen ließ.

Was haltet ihr davon, wie würdet ihr die Schuldfrage klären? :confused:

Die Polizei hat den Unfall aufgenommen.

Hallo,
wenn ein Auto am Straßenrand steht! kann der Fahrer nicht ohne Rücksicht auf den Verkehr von hinten anfahren oder erst recht nicht nach links abbiegen!!!!!!!!!
MfG
Günther

GolfTDI4motion
23.03.2003, 21:55
Hi,

der Sachverhalt ist in der Tat nicht ohne.

Zunächst zu dem Mädel in dem Fiesta:

Diese hat die Pflicht, vor einem Abbiegevorgang durch einen Blick in den Rückspiegel zu kontrollieren, ob ein KFZ von hinten herannaht und eventuell einen Überholvorgang beginnen könnte.
Außerdem ist der Abbiegewunsch durch das entsprechende Blinksignal anzukündigen.
Letzteres scheint ja geschehen zu sein. Die Frage bleibt jedoch offen, ob vor dem Abbiegen ein Blick in den Rückspiegel erfolgt. Falls ja, dann hätte Sie den herannahenden Wagen samt gesetzten Blinker bemerken und den Abbiegevorgang unterbrechen müssen. In diesem Fall hat die Fiesta-Fahrerin rechts angehalten und links geblinkt, so daß für der nachfolgende Verkehr davon ausgehen mußte, daß hier jemand aus der Parkposition auf die Straße einbiegen möchte, d.h. die Fiesta-Fahrerin muß warten, bis sich eine geeignete Verkehrslücke ergibt, um in den fließenden Verkehr einzuscheren.


Zu deinem Kumpel:

Dieser sah nach Deiner Aussage genau den gesezten Blinker. In diesem Fall hätte er langsam heranfahren und die Situation beobachten müssen. War auf Grund der Gegebenheiten für Deinen Kumpel nicht davon auszugehen, daß der Fiesta in einen gegenüberliegenden Parkplatz einbiegen möchte (z.Bsp. unübersichtliche Stelle etc.) bzw. mußte er annehmen, daß der Fiesta lediglich wieder in den fließenden Verkehr einscherern wollte, dann sieht es nicht schlecht für Deinen Kumpel aus.

Realistischer erscheint mir aber, daß der Fiesta vor Deinem Kumpel kurz nach rechts rübergezogen ist, dort fast zum stehen kam und den linken Blinker gesetzt hat. War von der Position Deines Kumpels der mögliche freie Parkplatz ersichtlich, dann hätte er davon ausgehen müssen, daß der Fiesta abbiegen will und hätte entsprechend langsam heranfahren müssen, bis der Fiesta abgebogen wäre.

Ein Knackpunkt ist sicher auch, daß das Mädel sehr weit nach rechts rüberzog. Somit gab sie nicht wirklich dem Nachfolgenden Verkehr das Signal, daß Sie links abbiegen möchte. Durch den gesetzten Blinker mußte der nachfolgende Verkehr nur davon ausgehen, daß Sie wieder einscheren möchte.

In jedem Fall gehe ich nicht davon aus, daß Ihm ernsthafte Konsequenzen für seinen Führerschein drohen.

Denn er hat nur folgenden Fehler gemacht:

Vorschriftswidrig links überholt, obwohl der Fahrer des vorausfahrenden Fahrzeugs die Absicht, nach links abzubiegen, angekündigt und sich eingeordnet hatte 25,- EUR, bei Sachbeschädigung 30,- EUR Dieser Vorgang wird nicht mit Punkten geahndet.

Hierbei muß berücksichtigt werden, daß sich die Fiesta-Fahrerin offensichtlich nicht eingeordnet hatte !

Die Fiesta-Fahrerin beging aber folgende Ordnungswidrigkeit:
Abgebogen, ohne Fahrzeug durchfahren zu lassen und dadurch einen anderen gefährdet
Das gibt 2 Punkte und kostet € 40,- Buße.

D.h. es würde bei dieser Ausslegung schlimmstenfalls 75:25 gegen die Fiesta-Fahrerin und für Deinen Kumpel stehen. Insofern also nochmal Schwein gehabt, da keine Punkte drohen und der Wagen auch nicht schwer beschädigt ist ;)

Tschüss

Niemals Servo
24.03.2003, 06:30
Original geschrieben von GolfTDI4motion

Die Fiesta-Fahrerin beging aber folgende Ordnungswidrigkeit:
Abgebogen, ohne Fahrzeug durchfahren zu lassen und dadurch einen anderen gefährdet
Das gibt 2 Punkte und kostet € 40,- Buße.


Sicher, dass "durchfahren lassen" nicht nur für den Gegenverkehr gilt?


Wichtig dürfte sein, ob der Überholende den Abbieger beim anhalten samt links blinken schon gesehen hat oder erst nachdem sie schon stand.
Ersterenfalls hätte er trotz unklarer Verkehrslage überholt und das gibt Punkte.

Strich8
24.03.2003, 09:11
Original geschrieben von GolfTDI4motion
Denn er hat nur folgenden Fehler gemacht:

Vorschriftswidrig links überholt, obwohl der Fahrer des vorausfahrenden Fahrzeugs die Absicht, nach links abzubiegen, angekündigt und sich eingeordnet hatte 25,- EUR, bei Sachbeschädigung 30,- EUR Dieser Vorgang wird nicht mit Punkten geahndet.

Hierbei muß berücksichtigt werden, daß sich die Fiesta-Fahrerin offensichtlich nicht eingeordnet hatte !

Die Fiesta-Fahrerin beging aber folgende Ordnungswidrigkeit:
Abgebogen, ohne Fahrzeug durchfahren zu lassen und dadurch einen anderen gefährdet
Das gibt 2 Punkte und kostet € 40,- Buße.


Ich glaube, dass das Anfahren eines Parkplatzes auf der gegenueberliegenden Seite als Abbiegen in ein Grundstueck gilt.

Insofern waere dann an das Fehlverhalten der Fahrerin hoeher zu bewerten, da der Verkehrsteilnehmer sich nach § 9 V StVO beim Abbiegen in ein Grundstueck so verhalten muss, das eine Gefaehrdung anderer ausgeschlossen ist.

Aber IANAL!

zzzZZ
24.03.2003, 09:15
Hi,

ich hatte ein ähnliches Erlebnis, allerdings setzte der Fahrer des anderen Fzgs. keinen Blinker und zog einfach raus -> Ausweichmanöver meinerseits endete in einem auf der linken Fahrbahnseite geparktem Wagen (Schaden DM 13.000).
Ich sah keine Schuld auf meiner Seite, zumal kein Blinker gesetzt wurde und ich kein Hellseher bin, daß der andere einfach losfährt.
Gericht entschied 15% Mitschuld!!! Diese ergeben sich aus der Betriebsgefahr des eigenen Fahrzeugs.
Tja, soviel dazu.

Niemals Servo
24.03.2003, 09:38
Original geschrieben von zzzZZ

Gericht entschied 15% Mitschuld!!! Diese ergeben sich aus der Betriebsgefahr des eigenen Fahrzeugs.


Mitschuld gibt es eh - oder sollen die Versicherungen etwa verhungern? :(

Roger
24.03.2003, 10:16
Hi,

im Winter hatte ich in Ehrwald/Tirol ein ähnliches Erlebnis:

Ein am rechten Rand der Landstraße stehender Suzuki-Jeep mit so einem Alm-Öhi darin blinkte nach links und fuhr kurz vor mir in Zeitlupe los. Ich kam von hinten mit ca. 80 km/h an. Die Gegenfahrbahn war frei, alles war gut zu übersehen und so zog ich von hinten kommend auf die Gegenfahrbahn, um ihn zu überholen. Als ich ihn fast erreicht hatte, zog dieser Wahnsinnige plötzlich nach links, um dort auf die Wiese zu fahren. Dort gab es keine Einfahrt, keinen Feldweg etc.. Nur freie Wiese ! Ich konnte mit einer heftigen Voll(Blockier-)bremsung gerade noch den Crash vermeiden. Meine bessere Hälfte war wenig begeistert: Es war ihr Polo ...

Wie hätte denn da die Schuldfrage ausgesehen ? Mal ganz davon abgesehen, dass im Ösi-Land bestimmt nochmal ganz andere Regeln für Deutsche gelten ;) .

Cisco
24.03.2003, 12:35
Original geschrieben von BlackMagic
Hallo,

ein Kumpel von mir wurde heute in einen Unfall verwickelt, bei dem die Schuldfrage nicht ganz klar ist...

An der Bordsteinkante und richtig nahe an der Bordsteinkante, muss ausgesehen haben, wie wenn das Mädel dort angehalten hätte ist ein PKW gestanden. Der Blinker war nach Links gesetzt, also konnte man annehmen, dass das Mädchen von der Bordsteinkante wegfahren wollte.

Mein Kumpel wollte sie dann überholen oder besser gesagt an ihr vorbeifahren und hat mit dem Blinker links den Vorgang angedeutet. Allerdings ist das Mädel, dann als er gerade hinter ihr war nach links rausgefahren, weil sie in einen Parkplatz auf der anderen Straßenseite einparken wollte. Mein Kumpel konnte dann nicht mehr bremsen weil er schon zu nahe war und ist ihr in die Seite gerauscht. Er hatte bevor er gebremst hat ca. 30km/h auf dem Tacho, weil in dem Innenstadtgebiet nicht mehr erlaubt war.

Personen kamen nicht zu schaden. Das Auto von meinem Kumpel hat nur einen kleinen Kratzer, also nicht der Rede wert und bei dem Fiesta des Mädels war die Seite ziemlich stark eingedrück, so dass sich die Fahrertüre kaum mehr öffnen ließ.

Was haltet ihr davon, wie würdet ihr die Schuldfrage klären? :confused:

Die Polizei hat den Unfall aufgenommen.


Die wohl bedeutenste Frage an der Sache dürfte sein:
War sie hübsch ? ;-)))

Also ich würde versuchen die Sache privat zu regeln und nicht vor Gericht zu ziehen.
Aus dem einfachen Grund, weil vermutlich keiner ohne Teilschuld davonkommen wird und somit nur einem geholfen ist: Den Versicherungen.

Was hat denn die Polizei gesagt ?
Oder wurde die nicht verständigt ?

Und was sagt das Mädel ?
Auch dass sie nicht schuld ist ?

Cisco

Marius79ge
24.03.2003, 13:26
Original geschrieben von BlackMagic
Ja, er hat zugegeben, dass ihr Blinker links gesetzt war.

Nun, er ist noch in der Führerscheinprobezeit...hätte dieser Unfall Auswirkungen, ich meine Aufbauseminartechnisch, selbst wenn er nur eine Teilschuld bekommen würde? :confused:


Soweit ich mich erinnern kann wird jetzt seine Probezeit automatisch von 2 auf 4 Jahre verlängert. Das wurde ja '98 geändert. Wer innerhalb der Probezeit auffällig durch z.B. einen Unfall bekommt zwei weiter Jahre Probezeit dazu. Egal ob man Schuld ist oder nicht.

Niemals Servo
24.03.2003, 13:42
Original geschrieben von Marius79ge
Egal ob man Schuld ist oder nicht.

Glaube ich nicht. Das ist sicherlich an irgendeine Bußgeldhöhe gekoppelt oä.

Marius79ge
24.03.2003, 14:24
Original geschrieben von Niemals Servo
Glaube ich nicht. Das ist sicherlich an irgendeine Bußgeldhöhe gekoppelt oä.

So hatte es mir damals mein Fahrlehrer gesagt und ich war da heil froh das ich noch Klasse 3 gemacht habe wo es nur die 2 Jahre Probezeit gab und ich nicht von dieser Änderung betroffen war die danach mit Klasse B etc. eingeführt wurde.

BlackMagic
24.03.2003, 16:33
Original geschrieben von Cisco
Die wohl bedeutenste Frage an der Sache dürfte sein:
War sie hübsch ? ;-)))

Also ich würde versuchen die Sache privat zu regeln und nicht vor Gericht zu ziehen.
Aus dem einfachen Grund, weil vermutlich keiner ohne Teilschuld davonkommen wird und somit nur einem geholfen ist: Den Versicherungen.

Was hat denn die Polizei gesagt ?
Oder wurde die nicht verständigt ?

Und was sagt das Mädel ?
Auch dass sie nicht schuld ist ?

Cisco

Vor Gericht dürfte der Fall sowieso nicht kommen, die Polizei hat gemeint, dass das die Versicherungen regeln müssten. Das Mädel sagt auch nicht viel dazu, die war auch höchstens 20 und wie sie ausgesehen hat, weiß ich wirklich ned...:rolleyes: . Sie war eigentlich recht ruhig. Ich glaube, dass hier jeder irgendwo eingesehen hat, dass das eine verdammt blöde Situation ist und jeder irgendwo Mitschuld hat.

BlackMagic
24.03.2003, 16:34
Original geschrieben von Marius79ge
Soweit ich mich erinnern kann wird jetzt seine Probezeit automatisch von 2 auf 4 Jahre verlängert. Das wurde ja '98 geändert. Wer innerhalb der Probezeit auffällig durch z.B. einen Unfall bekommt zwei weiter Jahre Probezeit dazu. Egal ob man Schuld ist oder nicht.

Ach, eine solche Regelung wäre aber total unfair. Gerade im Strassenverkehr kann immer was passieren. Und der Führerscheinanfänger wäre dann das Ar*******, wenn ihm einer reinfährt und der Anfänger vielleicht gar nichts dafür kann. Also so kann es bestimmt nicht laufen.

Marius79ge
24.03.2003, 16:48
Original geschrieben von BlackMagic
Ach, eine solche Regelung wäre aber total unfair. Gerade im Strassenverkehr kann immer was passieren. Und der Führerscheinanfänger wäre dann das Ar*******, wenn ihm einer reinfährt und der Anfänger vielleicht gar nichts dafür kann. Also so kann es bestimmt nicht laufen.

Soweit ich mich erinnere war bzw ist die Begründung dafür das ja beide seiten immer eine gewisse Teilschuld haben und keiner mehr alleine 100% schuld ist. Und da Fahranfänger da eher noch ein paar Fehler mehr machen als "alte Hasen" Will man die wohl so ein wenig besser im Auge behalten.

Natürlich kann und will ich nicht ausschließen das sich seit '98 da wieder was geändert hat. Sind ja jetzt auch schon wieder ein paar Jahr seit dem ins Land gegangen.

BlackMagic
24.03.2003, 16:50
Original geschrieben von Marius79ge
Soweit ich mich erinnere war bzw ist die Begründung dafür das ja beide seiten immer eine gewisse Teilschuld haben und keiner mehr alleine 100% schuld ist. Und da Fahranfänger da eher noch ein paar Fehler mehr machen als "alte Hasen" Will man die wohl so ein wenig besser im Auge behalten.

Natürlich kann und will ich nicht ausschließen das sich seit '98 da wieder was geändert hat. Sind ja jetzt auch schon wieder ein paar Jahr seit dem ins Land gegangen.

Das wäre allerdings interessant, da glaube muss ich auch wieder mal meinen Fahrlehrer kontaktieren, was der dazu weiß...

Niemals Servo
24.03.2003, 17:08
Original geschrieben von BlackMagic
Also so kann es bestimmt nicht laufen.

Ich hab mal im StVG nachgeschaut:
Sinngemäß:
Ein Aufbauseminar wird angeordnet, wenn man eine schwerwiegende oder zwei weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen begangen hat, dann verlängert sich auch die Probezeit um 2 Jahre.
Mit weniger schwerwiegenden sind die ab 40€ gemeint.

Dass man beim Unfall auf jeden Fall dabei ist, konnte ich noch nicht finden.

GolfTDIGTI
24.03.2003, 23:15
Hallo!

Junges Mädel und Ford Fiesta - Allein diese Kombination müßte mit Führerscheinentzug geahndet werden:D

Irgendwann kann man´s einfach nicht mehr sehen...

Gruß! Matthias

BlackMagic
25.03.2003, 13:37
Also: Wie ich aus äußerst sicherer Quelle erfahren konnte:

Sobald der junge Fahrzeug Lenker in der Probezeit einen Unfall hat, bei dem er Mitschuld ist und sei die Teilschuld noch so gering, kommt es zum Bußgeldverfahren und das ist ein schwerwiegenderes A-Vergehen und somit zur Anordnung der Teilnahme an einem Aufbauseminar und zur Verlängerung der Probezeit auf 4 Jahre.

Normalerweise ist es so, dass es eigentlich keinen Unfall gibt, wo eine der beiden Parteien keine Teilschuld hat, also kann man davon ausgehen, dass bei einem Fahranfänger mit Probezeit ein Aufbauseminar bei jeglichem Unfall angeordnet wird. Wenn allerdings den Fahranfänger keine Schuld trifft, was in der Regel äußerst selten ist, dann gibt es kein Aufbauseminar, da ja der Fahranfänger sich ordnungsgemäß verhalten hat.

In diesem Fall gibt es aber noch eine Ausnahme: Die Polizei interessiert anscheinend dieser Unfall nicht so sehr und hat ja selbst gesagt, dass das die Versicherungen untereinander regeln müssen. Also verfolgt wahrscheinlich die Polizei den Unfallhergang nicht mehr weiter und es kommt deshalb auch nicht zum Bußgeldverfahren, auch wenn die Versicherungen eine Teilschuld vereinbaren. Falls aber mein Kumpel noch zu einer Anhörung zur Polizei muss, sieht es schlecht für ihn aus, da dann die Polizei den Unfall weiter verfolgt oder wenn innerhalb von 6 Wochen der Bußgeldbescheid kommt, sieht es ebenfalls schlecht aus.
Schlecht sieht es auch aus, wenn das junge Mädel im Fiesta angibt, irgendwie verletzt worden zu sein, dann kommt es auch zur polizeilichen Ermittlung. Sie hat ja auch über leichte Schmerzen am Handgelenkt geklagt, hoffentlich hängt sie das nicht an die große Glocke und hoffentlich ist da auch nichts passiert, weil sie ja wenn dann nachweisen muss, dass sie ernsthaft verletzt wurde, was auch Folgen hat...z.b. Gips oder so...

Marius79ge
25.03.2003, 14:43
Original geschrieben von BlackMagic
Also: Wie ich aus äußerst sicherer Quelle erfahren konnte:

Sobald der junge Fahrzeug Lenker in der Probezeit einen Unfall hat, bei dem er Mitschuld ist und sei die Teilschuld noch so gering, kommt es zum Bußgeldverfahren und das ist ein schwerwiegenderes A-Vergehen und somit zur Anordnung der Teilnahme an einem Aufbauseminar und zur Verlängerung der Probezeit auf 4 Jahre..........


Danke Magic das du dich noch mal schlau gemacht hast. Desto länger hier diskutiert wurde desto unsicherer wurde ich mir ob ich wirklich alles richtig in meiner Erinnerung hatte.

BlackMagic
25.03.2003, 17:41
Original geschrieben von Marius79ge
Danke Magic das du dich noch mal schlau gemacht hast. Desto länger hier diskutiert wurde desto unsicherer wurde ich mir ob ich wirklich alles richtig in meiner Erinnerung hatte.

Nichts zu danken, ist ja in meinem eigenen Interesse. Ich habe meinen Fahrlehrer per eMail kontaktiert...;)

BlackMagic
25.03.2003, 17:42
Original geschrieben von BlackMagic
Nichts zu danken, ist ja in meinem eigenen Interesse. Ich habe meinen Fahrlehrer per eMail kontaktiert...;)

Ach ja und mein Kumpel hat heute mit dem "Versicherungsmenschen" geredet und der hat gesagt, dass er sich wegen dem Führerschein keine Sorgen machen muss, da es zu keiner Anzeige kommt, sondern das die Versicherungen untereinander regeln...;)