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wave
24.03.2003, 07:50
Frage: wie kann man sich vor Angriffen der US-Amerikaner schützen?

1. Man besitzt keine Erdölquellen

2. Man besitzt Atombomben

Die Bush Doktrin lautet "Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns, und folglich unser Feind"

Insofern ist die Bundesrepublik Deutschland einigermassen geschützt, der Wert der wenigen Erdölvorkommen in Norddeutschland liegt unter den Kosten eines Angriffkriegs.

In Zukunft werden aber noch mehr Länder versuchen sich Atomwaffen zu beschaffen um gegen Angriffe durch Bush-Amerika
geschützt zu sein.

Ich warte immer noch darauf, dass Araber in grosser Zahl zu den amerikanischen "Befreiern" überlaufen, wie uns von der US-Propaganda vorhergesagt wurde.
Die Demonstrationen in Ägypten und Jordanien lassen das Gegenteil erwarten, wie der Nahost-Kenner Scholl-Latour es schon vor Wochen prophezeite.

MfG wave

klamni
24.03.2003, 08:39
Anscheinend sind die Amis wohl der Meinung, sie können sich auf dieser Welt alles erlauben. Mir stellen sich da gerade 2 Fragen:
1:Mit welchem Recht setzen sich die USA über allles hinweg?
2: Wer schützt uns vor den Amis?

MK155
24.03.2003, 08:41
Original geschrieben von wave
Frage: wie kann man sich vor Angriffen der US-Amerikaner schützen?

1. Man besitzt keine Erdölquellen

2. Man besitzt Atombomben[...]
Da haben wir aber richtig Schwein gehabt ;)
Original geschrieben von wave

Ich warte immer noch darauf, dass Araber in grosser Zahl zu den amerikanischen "Befreiern" überlaufen, wie uns von der US-Propaganda vorhergesagt wurde.
Die Demonstrationen in Ägypten und Jordanien lassen das Gegenteil erwarten, wie der Nahost-Kenner Scholl-Latour es schon vor Wochen prophezeite.

MfG wave
Bush glaubt ja auch, dass die Kinder immer noch vom Klapperstorch gebracht werden.

Übrigens ...Bush sagte vor einiger Zeit, dass das Abschören vom Alkohol im den Weg zur Präsidentschaft geebnet hat ...
Ohhhh, hätte er nur weitergesoffen ...:rolleyes:

Niemals Servo
24.03.2003, 09:51
Original geschrieben von wave
Frage: wie kann man sich vor Angriffen der US-Amerikaner schützen?

1. Man besitzt keine Erdölquellen

2. Man besitzt Atombomben


3. Man hat keine Wüste.

Wenn man sich aktuelle Berichte anschaut, können die Amis heutzutage nur noch Wüsten erobern. Sobald es aus der Wüste herausgeht, scheint alles zu stocken und weniger chirurgisch zu sein.

MK155
24.03.2003, 11:33
Original geschrieben von MK155
[...]dass das Abschören vom Alkohol im [...]

Mein lieber Scholli, haab ich da file Dreckfuhler raingebaut ;)

... sehe ich ja jetzt erst ... *entsetzt sei' ...*

wave
24.03.2003, 12:17
Original geschrieben von MK155
Mein lieber Scholli, haab ich da file Dreckfuhler raingebaut ;)

... sehe ich ja jetzt erst ... *entsetzt sei' ...*

Druckfehler sind nicht schlimm, Hauptsache der Inhalt stimmt.
(man kann hier übrigens auch noch nachträglich ändern)

MfG wave

MK155
24.03.2003, 12:37
Original geschrieben von wave
Druckfehler sind nicht schlimm, Hauptsache der Inhalt stimmt.
(man kann hier übrigens auch noch nachträglich ändern)

MfG wave

Weiss schon, aber ich muss ja auch schliesslich zu meinen Fehlern stehen.

Cisco
24.03.2003, 12:47
Original geschrieben von wave
Frage: wie kann man sich vor Angriffen der US-Amerikaner schützen?

1. Man besitzt keine Erdölquellen

2. Man besitzt Atombomben



Haha...wie witzig...

Sowas oberflächlich naives hätte ich jetzt von einem dieser demonstrierenden Kiddies erwartet.
Von einem derjenigen die mit "Stopt Bush"-Plakaten(Rechtschreibfehler übernommen) rumlaufen.

Ich finds äusserst traurig wie sich das Feindbild entwickelt hat...
Zuerst waren sich alle einige Saddam müsse abrüsten und nun auf einmal ist Bush der Bösewicht.

Viel schlimmer finde ich aber solche Kriegsgegner, die sich über den Tod und die Gefangennahme von Alliierten Soldaten freuen - so nach dem Motto "Ha, jetzt kriegen sie gescheit was aufn Deckel" - gestern erlebt...

Ich wüsste nicht, wann die USA je großartig Profit aus ihren Kriegen schlagen wollten...
Weder in Vietnam, noch im 1. Golfkrieg, noch im 2. Weltkrieg oder in Bosnien - das hat sie jedesmal deutlichst mehr gekostet als es gebracht hat.

Ich finds eine Unverschämtheit wie sich manche anmaßen können den USA zu unterstellen sie würden ihre Soldaten wegen wirtschaftlicher Interessen in den Tod schicken.

Cisco

Marius79ge
24.03.2003, 13:14
Original geschrieben von Cisco
.......
Ich wüsste nicht, wann die USA je großartig Profit aus ihren Kriegen schlagen wollten...
Weder in Vietnam, noch im 1. Golfkrieg, noch im 2. Weltkrieg oder in Bosnien - das hat sie jedesmal deutlichst mehr gekostet als es gebracht hat.

Ich finds eine Unverschämtheit wie sich manche anmaßen können den USA zu unterstellen sie würden ihre Soldaten wegen wirtschaftlicher Interessen in den Tod schicken.

Cisco


Wenn man eine generelle Gewinn und Verlust Rechnung anstellt muss ich dir recht geben. Da bringt jeder Krieg nur viel mehr kosten und großes Leid. Wenn man das jetzt aber seperat aufsplitet macht die Rüstungsindustrie einen riesen Reibach.

Und immer wenn es einem Land schlecht geht und man die Probleme überdecken will wird mal schnell ein Krieg vom Zaun gebrochen um von den Problemen im inneren abzulenken.

Clinton hatte es ja innerhalb von 8 Jahren geschaft den US-Haushalt wieder auszugleichen und die Schulden zu tilgen. In zwei Jahren hatte Bush es bis zum sommer letzten Jahres aber geschafft das alles wieder auf den Kopf zu hauen. (Auch um die Waffenlobby zu bezahlen die seinen Wahlsieg erkauft hat) DA musste ihm der Senat noch mal zusätzlich mehrere Milliarden überziehungskredit genehmigen da sonst die USA Zahlungsunfähiggewesen wären.

Bis die lustigen Kriegsspiele dieses dummen Texaners angefangen haben sind da drüben ja die Leute auf die Straßen gegangen weil es mit der Wirtschaft bergab ging. Und die soziale Not immer größer wurde. Man erinnere sich nur an den 2 monatigen Streik der Hafenarbeite an der Westküste der dabei war die gesamte von zulieferteilen abhängie Industrie lahmzulegen. Aber davon redet jetzt keiner mehr. Jetzt ist überall nur noch Krieg.

Wie es aussieht scheint Bush aber das zu erreichen was er wollte.

Gerade gefunden auf www.spiegel.de
US-Ökonom prophezeit zehnjährigen Wirtschaftsboom

Der amerikanische Volkswirt Fred Bergsten erwartet, dass der Preis je Barrel Öl um weitere 10 bis 15 Dollar fällt. Das werde in den USA einen lang anhaltenden Wirtschaftsboom auslösen.

Berlin - Nach dem Golfkrieg 1991 sei der Ölpreis um ein Drittel gefallen: "Das war der Beginn eines zehnjährigen Booms in den USA. Ich glaube, wir werden dieses Mal ein ähnliches Ergebnis sehen."
Der Wirtschaft in den USA sagte Bergsten im "Tagesspiegel" unter dieser Annahme im zweiten Halbjahr ein Wachstum zwischen vier und fünf Prozent voraus. Voraussetzung für das Ende der weltweiten Konjunkturflaute sei aber auch, dass sich die durch den Krieg belasteten Beziehungen zwischen Europa und den USA wieder normalisierten, so Bergsten weiter.

Die Partner würden sich sehr stark bemühen, "den Scherbenhaufen so schnell wie möglich zusammenzufegen". Auch die Bush-Regierung werde erkennen, "dass sie sich mildern muss. Im Moment mag die US-Regierung eher verletzt oder rachsüchtig sein. Aber wenn der Krieg vorbei ist und sie mit der Realität der Nachkriegsphase konfrontiert ist, wird sie sich ebenfalls um eine Aussöhnung bemühen".

Fred Bergsten leitet das Washingtoner "Institute for International Economics" (IIE) seit dessen Gründung 1981. Das IIE gehört zu den führenden Denkfabriken der USA. In der Vergangenheit hatte Bergsten verschiedene Positionen in der US-Regierung inne: Für Henry Kissinger koordinierte er von 1969 bis 1971 die internationale Wirtschaftspolitik der USA, unter Jimmy Carter leitete er vier Jahre lang die Abteilung für Internationale Angelegenheiten.


PS: Ich habe das was vor dem Spiegel Bericht steht mal nur kurz zusammengefasst. Natürlich könnte ich noch stundenlang hier ein weit verwzweites Referat in den PC hacken. Aber das würde dann erstens kaum einer bis zu ende lesen und zweitens muss ich auch noch ein wenig arbeiten. :D

wave
24.03.2003, 13:18
Original geschrieben von Cisco

Ich finds eine Unverschämtheit wie sich manche anmaßen können den USA zu unterstellen sie würden ihre Soldaten wegen wirtschaftlicher Interessen in den Tod schicken.

Cisco

Manchmal klappt es ja auch ohne eigene Soldaten, in Chile wurde mit Hilfe des CIA ein demokratisch gewählter Präsident (Allende) gestürzt und ein Diktator von Husseins Format (Pinochet) eingesetzt. Das alles aus witschaftlichen Interessen.
MfG wave

Niemals Servo
24.03.2003, 13:19
Original geschrieben von Cisco

Ich finds eine Unverschämtheit wie sich manche anmaßen können den USA zu unterstellen sie würden ihre Soldaten wegen wirtschaftlicher Interessen in den Tod schicken.


Aber wegen vitaler Interessen. Nun schau mal nach, was die USA alles als vitale Interessen ansehen.

MK155
24.03.2003, 13:25
Original geschrieben von Cisco
Haha...wie witzig...

Da kann ich genauso wenig lachen wie Du ... nur ist meine Motivation eine andere. Dieser schwachsinnige Krieg ist nämlich so unnötig wie ein Kropf.

Original geschrieben von Cisco
Ich finds eine Unverschämtheit wie sich manche anmaßen können den USA zu unterstellen sie würden ihre Soldaten wegen wirtschaftlicher Interessen in den Tod schicken.

Cisco
Und ich finds im höchsten Masse kindisch, sich so gedankenlos und gottergeben auf die Seite derer, die diesen Krieg verherrlichen, zu schlagen und die ganze andersdenkende Welt - die den Krieg nämlich einfach nur Scheisse findet - mit Schimpftiraden zu belegen ... DAS MACHT DIESEN KRIEG NICHT WENIGER SINNLOS ... ist das denn so schwer zu kapieren ??:confused: :confused: :confused:

Cisco
24.03.2003, 16:17
Original geschrieben von MK155

...die ganze andersdenkende Welt ...


Da fällt mir grad der Spruch mit den Millionen Fliegen ein...

Und jetzt warten wir mal ab was die Ami noch so alles finden, denn ich bin mir sicher, bei dieser mysteriösen Chemiewaffenfabrik wirds nicht bleiben...

Erklär mal:
Was müsste für dich dort gefunden werden oder passieren, dass du diesen Krieg tolerieren würdest ?

Oder bist du schon so weit wie viele andre und verneinst ihn, egal was kommen mag ?

Ich bin auch kein Freund von Krieg und mich erschüttern die ganzen Toten genauso wie alle andren auch, aber ich gehe an die Sache mit der nötigen Weitsicht heran, um abwägen zu können ob es sich in gewisser Hinsicht lohnt.

Man muss eben ernsthaft drüber nachdenken, ob man durch diese Maßnahmen nicht langfristig viel größeren Schaden abwendet - auch von der irakischen Bevölkerung !

In Bosnien gabs doch genau die gleiche Situation wie jetzt mit dem Irak - damals hat D und F noch an vorderster Front gekämpft (auch ohne Mandat...) und die USA gebeten zu helfen - jetzt, wo die USA Krieg gegen einen skrupellosen Diktator führen, will auf einmal keiner mehr was von ihnen wissen und verurteilt sie aufs schärfste...

Ich find den Krieg auch nicht "richtig", aber noch viel schlimmer finde ich das Verhalten der Kriegsgegner.
Und in meinen Augen waren immernoch sie es (D,F,Ru), die überhaupt erst die Glaubwürdigkeit der UN geschädigt und den Krieg dadurch möglich gemacht haben !

Bush hätte NIE einen Angriff starten können, wäre die gesamte UN hinter ihm gestanden und hätte AKTIV und mit den nötigen Mitteln (Androhung von Gewalt) gegen Saddam gearbeitet !

Cisco

maxgittoe
24.03.2003, 19:41
@mk:
Ich finde diesen Krieg nicht schwachsinnig. Sicher ist jeder Krieg ein Krieg zu viel, dennoch ist dies ein Totschlagsargument, gegen das man kaum argumentieren kann.

Jedoch denke ich, dass man Leuten wie Saddam das Handwerk legen muss, solange man es noch kann.

Folgende Fakten sollen unkommentiert einfach mal überdacht werden:

Der Irak schießt mit Waffen, von denen er vor Kriegsbeginn behauptet hat, sie nicht zu besitzen.

Die Inspektionen wurden seit 1998 aufgrund des Aufmarsches der US-Truppen wieder aufgenommen.

Darüber hinaus gibt es noch weitere nicht unentscheidende Fragen, so zum Beispiel, ob man Kriminellen wie Saddam nicht das Handwerk legen sollte?

Weiterhin darf man nicht vergessen, dass dieser Krieg seit langer Zeit angedroht war, dies rechtfertigt ihn zwar nicht, aber es war davon auszugehen, dass Krieg als Mittel der Gewalt ausgeübt wird.

Saddam ist kein Samariter, er hat gezeigt, dass er nicht davor zurückschreckt, Giftgas gegen seine eigene Bevölkerung einzusetzen. Und machen wir uns nichts vor, wenn de könnte, würde er so ziemlich alles einsetzen, um seinen Machtbereich auszubauen. Im Nachhinein würden wieder viele ankommen und sagen, habe man doch vorher gewusst, dass der ein ganz skrupelloser Diktator ist. In dieser Situation käme auch die Frage auf, warum man ihn nicht vorher gestoppt hätte.

Deshalb bin ich der Meinung, dass man ihn rechtzeitig stoppen muss.

Nun aber zu dem, was mir am US- und GB-Alleingang missfällt:

Sie führen Krieg ohne UN Mandat. Dabei mache ich allen einen Vorwurf, den USA und GB führ ihren Alleingang, genauso Schuld sind jedoch auch alle anderen Sicherheitsratmitglieder. Die UNO hat es nicht verstanden ihre Interessen gemeinsam durchzusetzen. Denn Frankreich und Russlands Einstellung ist genauso wie die der Amerikaner von wirtschaftlichen Interessen geprägt.

@Cisco
Die Amerikaner greifen fast ausschließlich aus wirtschaftlichen Interessen ein. So zum Beispiel auch in Somalia: Vier große US-Konzerne hatten Milliardenprojekte in Somalia geplant (Verträge waren unterzeichnet), auch dabei ging es um Erdöl.

Man muss diesen Krieg sehr differenziert sehen, weil eben jeder versucht, sein wirtschaftliches Interess aus dem Krieg zu ziehen. Aus humanitären Gründen werden keine Kriege geführt.

Mit nachdenklichem Gruß

Max

Mike_Golf_IV
24.03.2003, 21:27
Original geschrieben von Cisco
Ich finds äusserst traurig wie sich das Feindbild entwickelt hat...
Zuerst waren sich alle einige Saddam müsse abrüsten und nun auf einmal ist Bush der Bösewicht.


In diesem Fall IST Bush der Böse. Wer ohne triftigen Grund einen Angriffskrieg startet ist böse!

Und die Möglichkeit, das Saddam irgendwann mal gegen irgendwenn eventuell Massenvernichtungswaffen einsetzt, ist kein triftiger Grund.

Aus diesem Grund könnten die USA fast jeden Staat der Erde überfallen. Und ich fürchte, das wird auch so kommen.

God bless...ne nicht Amerika

deBORA
25.03.2003, 00:09
Auch in Amerika ist der Krieg nicht unumstritten.

Was würden die Amis bloß machen, wenn Rohöl statt 25 bis 35 Dollar auf einmal 100 bis 150 Dollar pro Barrel (159 Liter) kosten würde.

Findet ihr es gerecht, daß Amerika für einen Liter Coca-Cola mehr Geld verlangt, als ein Liter Rohöl bei der Opec kostet?

Welche Autohersteller mit welchem Motorenprogramm würden am ehesten von hohen Ölpreisen profitieren und welche Hersteller würden unter hohen Ölpreisen am meisten leiden?

In der Bombennacht von letzten Freitag auf Samstag wurden für 500.000.000 $ ( = ca. 1/2 Milliarde $) Bomben über dem Irak abgeworfen. Wieviele kommunale Heizkraftwerke für Schwachholz, das z.Zt. in unseren Wäldern ungenutzt verrottet, könnten mit dem Geld gebaut werden?

Mindestens 500!!! Das wäre in fast jeder Stadt Deutschlands ein Heizkraftwerk.

Wieviel Energie könnte man "alternativ" erzeugen, wenn jeder Sozialhilfeempfänger jeden Tag für mindestens 2 Stunden für die Sozialhilfe, die er/sie bekommt, im Wald arbeiten müßte und Holz für die kommunalen Heizkraftwerke einsammeln müßte?

Ärgert es euch nicht auch, wenn ein Sozialhilfeempfänger ohne auch nur eine einzige Stunde Arbeit zu leisten bei offenem Fenster und "Heizkörper volle Pulle aufgedreht, auf Teufel komm raus heizen darf", weil es sowiso alles vom Steuerzahler bezahlt wird?

Wen würde der Irak interessieren, wenn unter dem unwirtlichen irakischen Wüstensand KEIN Öl läge? Oder noch besser: Wenn wir das Öl nicht bräuchten, weil wir energiepolitisch autark wären?

Wir haben fast 5 Mio. Arbeitslose. Dazu sämtliche Sozialhilfeempfänger...... Da steckt ein unheimlich großes Potential für energiepolitisch sinnvolle Maßnahmen drin.

Das denken manche Amerikaner über den Krieg:
Link (http://www.politicaltoons.com/flash/saddam_trigger.cfm)

Übrigens habe ich die letzten 2 Wochenenden ca. 18 Festmeter Holz aus dem Wald geholt. Hier ist ein kleiner Teil von meinem Vorrat:

wave
25.03.2003, 07:27
Original geschrieben von deBORA

Übrigens habe ich die letzten 2 Wochenenden ca. 18 Festmeter Holz aus dem Wald geholt. Hier ist ein kleiner Teil von meinem
Vorrat:

Hallo deBora, Deinen riesen Holzvorrat finde ich im Prinzip löblich, hast Du aber mal an die starke Luftverunreinigung beim verheizen gedacht?
Wenn Nachbarn von mir ihren Kamin anheizen, stinkt die ganze Ungebung, und man muss alle Fenster schliessen.
Früher gab es Autos die mit Holz betrieben wurden (Holzvergaser), hast Du mal an diese Möglichkeit gedacht :) ?
MfG wave

Niemals Servo
25.03.2003, 07:31
Original geschrieben von deBORA
In der Bombennacht von letzten Freitag auf Samstag wurden für 500.000.000 $ ( = ca. 1/2 Milliarde $) Bomben über dem Irak abgeworfen. Wieviele kommunale Heizkraftwerke für Schwachholz, das z.Zt. in unseren Wäldern ungenutzt verrottet, könnten mit dem Geld gebaut werden?

Papier und Holzplattenhersteller nutzen zB Schwachholz. Auch will man biologische Vielfalt im Wald.

Mindestens 500!!! Das wäre in fast jeder Stadt Deutschlands ein Heizkraftwerk.

Ja, da tun sich die Leute schwer. Obwohl die neueren Heizwerke nur noch an einem rel. kleinem Schornstein zu erkennen sind.
Das Ersatzpotential durch Holzheizkraft liegt bei 2%.


Übrigens habe ich die letzten 2 Wochenenden ca. 18 Festmeter Holz aus dem Wald geholt. Hier ist ein kleiner Teil von meinem Vorrat:
Sind die mit der Axt gehackt oder bist du einer dieser Memmen mit hydraulischem Spalter in der Garage? ;) :D
[/QUOTE]


Wir haben fast 5 Mio. Arbeitslose. Dazu sämtliche Sozialhilfeempfänger...... Da steckt ein unheimlich großes Potential für energiepolitisch sinnvolle Maßnahmen drin.

Naja, halbwegs wirtschaftlich sollte es schon sein.

joegolf
25.03.2003, 08:05
Original geschrieben von deBORA
Wieviele kommunale Heizkraftwerke für Schwachholz, das z.Zt. in unseren Wäldern ungenutzt verrottet, könnten mit dem Geld gebaut werden?

Mindestens 500!!! Das wäre in fast jeder Stadt Deutschlands ein Heizkraftwerk.

Wieviel Energie könnte man "alternativ" erzeugen, wenn jeder Sozialhilfeempfänger jeden Tag für mindestens 2 Stunden für die Sozialhilfe, die er/sie bekommt, im Wald arbeiten müßte und Holz für die kommunalen Heizkraftwerke einsammeln müßte?



Naja, nur sind unserer Wälder leider nicht so ergiebig, dass wir so massiv auf Holzfeuerung umstellen können. Die Wälder in unserer Umgebung (Schwäbische Alb) sind jedenfalls schon relativ gut durchforstet.

deBORA
25.03.2003, 12:04
Original geschrieben von wave
Früher gab es Autos die mit Holz betrieben wurden (Holzvergaser), hast Du mal an diese Möglichkeit gedacht :) ?


Da denkt VW schon dran!

DaimlerChrysler und Volkswagen kooperieren bei erneuerbaren Kraftstoffen

Forschungsinitiative im vorwettbewerblichen Umfeld
SunFuel®, Diesel und Methanol aus Biomasse
Hannover, den 16. September 2002

DaimlerChrysler und Volkswagen bekräftigten heute in Hannover ihr Engagement für erneuerbare Kraftstoffe. Volkswagen wird sich wie DaimlerChrysler an einem Forschungsprojekt mit dem Freiberger Unternehmen Choren Industries GmbH zur Herstellung hochwertiger Kraftstoffe aus Biomasse beteiligen. Mit diesem Forschungsprojekt im vorwettbewerblichen Umfeld wollen beide Unternehmen schneller fundierte Erfahrungen mit erneuerbaren Kraftstoffen sammeln. Das erklärten heute Dr. Ulrich Eichhorn, Leiter der Konzernforschung der Volkswagen AG, und Prof. Herbert Kohler, Leiter der Forschungsdirektion Fahrzeugaufbau und Antrieb bei DaimlerChrysler und Umweltbevollmächtigter des Konzerns vor der Presse in Hannover im Beisein von Dr. Bodo Wolf, Geschäftsführer Choren Industries.

Die Forschungsinitiative ist Ausdruck der Anstrengungen beider Konzerne, den Ausstoß von Kohlendioxid aus fossilen Quellen möglichst zu verringern. Das Gas Kohlendioxid, das bei der Verbrennung von Kraftstoffen im Motor von Fahrzeugen entsteht, steht im Verdacht, zur globalen Erderwärmung beizutragen. Kraftstoffe aus Biomasse dagegen erzeugen kein zusätzliches Kohlendioxid, da während der Verbrennung nur soviel Gas frei wird, wie von der Biomasse während des Pflanzenwachstums aus der Luft aufgenommen worden war.

Während sich Volkswagen im ersten Schritt für die Gewinnung von synthetischen Kraftstoffen (SunFuel®) für Verbrennungsmotoren interessiert, stehen für DaimlerChrysler hierbei Diesel und Methanol im Mittelpunkt. Im Rahmen des Forschungsprojekts soll jeweils auch die Kraftstoffqualität und -quantität bewertet und eine umfassende Energie- und Stoffbilanz - vom Einsammeln der Biomasse in der Region über die Verarbeitung bis hin zur Verteilung der Kraftstoffe - erstellt werden.

Die in dem Projekt eingesetzten Biomassen verschiedenster Art aus der Region werden in einem mehrstufigen Prozess zu flüssigen Kraftstoffen umgewandelt. Die Kraftstoffarten sind aromaten- und schwefelfrei. Im ersten Prozessschritt wird die Biomasse in einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage zu Biokoks verarbeitet, der dann zu Synthesegas weiterverarbeitet wird. Aus dem Synthesegas lassen sich die gewünschten Kraftstoffe herstellen.

Dr. Ulrich Eichhorn: "Mit diesem Ansatz bedeutet ein Ende des Öls nicht ein Ende des Benzins. Aus Biomasse synthetisch hergestellte Kraftstoffe, wie SunFuel, schließen den Kreislauf und folgen der Natur. Sie sind schwefel- und aromatenfrei und schon jetzt hervorragend zum umweltschonenden Einsatz in aktuellen Verbrennungsmotoren geeignet."

Prof. Herbert Kohler: "Die langfristige Sicherung der Energieversorgung ist eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft. Ohne bezahlbare Energie wird es keine Mobilität geben, keinen Transport von Menschen und Gütern, keine dynamische Wirtschaft, keine Freizügigkeit. Nachhaltige Mobilität - auch für die kommenden Generationen - ist unser Auftrag."

Dr. Bodo Wolf, Geschäftsführer Choren Industries: "Mit nachhaltig produzierten Kraftstoffen aus Biomasse lässt sich in Zukunft die Versorgungsbasis für Kraftstoffe sichern."

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Hans
25.03.2003, 12:09
Original geschrieben von wave
Hallo deBora, Deinen riesen Holzvorrat finde ich im Prinzip löblich, hast Du aber mal an die starke Luftverunreinigung beim verheizen gedacht?
Wenn Nachbarn von mir ihren Kamin anheizen, stinkt die ganze Ungebung, und man muss alle Fenster schliessen.
Früher gab es Autos die mit Holz betrieben wurden (Holzvergaser), hast Du mal an diese Möglichkeit gedacht :) ?
MfG wave

Jetzt bin ich mir aber nicht ganz sicher, wie ernst Du das mit dem "Luftverunreinigen" meinst. Zum einen, weil auch alle anderen Heizmaterialien Schadstoffe produzieren - zum anderen, weil meistens die Leute selbst schuld sind, wenn das Brennmaterial verunreinigt (z. B. lackiert) ist.
Ich selbst heize auch mit Holz (Hackschnitzelanlage) und habe keinerlei schlechtes Gewissen wegen einer höheren Schadstoffbelastung der Umwelt als mit anderen Heizmaterialien. Vielmehr ist es doch so, dass nur das von den Bäumen gespeicherte C02 wieder freigesetzt wird.

deBORA
25.03.2003, 12:19
Original geschrieben von Niemals Servo
Papier und Holzplattenhersteller nutzen zB Schwachholz. Auch will man biologische Vielfalt im Wald.

Biologische Vielfalt zeigt sich nicht in dem Umstand, daß Windbruch und Äste ungenutzt im Wald verrotten und die Brutstätte von Waldschädlingen, wie dem Baum- und Borkenkäfern sind.



Original geschrieben von Niemals Servo
Ja, da tun sich die Leute schwer. Obwohl die neueren Heizwerke nur noch an einem rel. kleinem Schornstein zu erkennen sind.
Das Ersatzpotential durch Holzheizkraft liegt bei 2%.

Das mit den Prozenten ist immer so eine Sache. Die Energieindustrie will sicher, daß sie ihre Energiequellen ungestört weiter nutzen können. Man würde sich das Geschäft kaputt machen, wenn man für jedermann nutzbare Alternativen offerieren würde. Und schließlich verdient sich der Staat an dem bisherigen Erergiebesteuerungssystem in Form von Ökosteuer, Mineralölsteuer, Kohlepfennig, Ergasbesteuerung und Ölbesteuerung dumm und dämlich. Wer hat da ein Interesse, etwas zu ändern?

Original geschrieben von Niemals Servo
Sind die mit der Axt gehackt oder bist du einer dieser Memmen mit hydraulischem Spalter in der Garage? ;) :D
.

Als ehemalige stillgelegte Landwirtschaft sind selbstverständlich noch Maschinen dabei. Ohne Motorsäge wäre ich sicherlich noch nicht fertig. Und der Spalter spaltet nur die Meterenden in 4 Teile, die ich noch mit Axt und Spaltkeil nachbearbeiten muß.

Holz wärmt also mindestens 5 Mal. (1. Beim Baumfällen, 2. Beim aus dem Wald holen, 3. Beim Hacken, 4. Beim Aufstapeln, 5. Beim in den Ofen werfen....)

Original geschrieben von Niemals Servo

Naja, halbwegs wirtschaftlich sollte es schon sein.

Ist es wirtschaftlich, wenn Leute fürs Nichtstun bezahlt werden?

Gruß

deBORA

Hans
25.03.2003, 12:22
Du heizt also Stückholz? Da muss ja immer jemand da sein zum Nachschüren?! Habt ihr viel eigenes Holz?

wave
25.03.2003, 12:27
Original geschrieben von Hans
Jetzt bin ich mir aber nicht ganz sicher, wie ernst Du das mit dem "Luftverunreinigen" meinst. Zum einen, weil auch alle anderen Heizmaterialien Schadstoffe produzieren - zum anderen, weil meistens die Leute selbst schuld sind, wenn das Brennmaterial verunreinigt (z. B. lackiert) ist.
Ich selbst heize auch mit Holz (Hackschnitzelanlage) und habe keinerlei schlechtes Gewissen wegen einer höheren Schadstoffbelastung der Umwelt als mit anderen Heizmaterialien. Vielmehr ist es doch so, dass nur das von den Bäumen gespeicherte C02 wieder freigesetzt wird.

Hallo Hans, ich meine die Geruchs-und Qualmbelästigung durch verbrennen von Holz.
Das war besonders schlimm in England (viele Kamine) und in der DDR (Braunkohle).
MfG wave

Hans
25.03.2003, 12:37
Ach so - dieses Holz ist aber dann meistens irgendwie behandelt oder wird zusammen mit Abfällen verbrannt. Dass kann ich auch in meiner Nachbarschaft feststellen - da qualmen die Kamine oft so, dass man meint der heizt seine Schwiegermutter ein (nichts gegen Schwiegermütter im speziellen).

In meinem Fall ist es so, dass die Anlage vom Kaminkehrer (wie Öl - oder Gasanlagen) überprüft wird, und die vorgeschriebenen Grenzwerte locker eingehalten werden (BJ 2001). Mich freut es, wenn an kalten Tagen nur eine ganz kleine, reinweiße Rauchwolke aufsteigt.

PS: Auch wir haben einen hydraulischen Spalter.

wave
25.03.2003, 12:43
So kommt man vom amerikanischen Angriffskrieg zum Brennholz :D
MfG wave

Hans
25.03.2003, 12:53
Original geschrieben von wave
So kommt man vom amerikanischen Angriffskrieg zum Brennholz :D
MfG wave :D :cool: :cool: :cool: Überleitung die 1. :D :D :D Ich bin Heiztechnisch nicht auf Öl angewiesen. Deshalb passt es ja doch ein bisschen.;)

deBORA
25.03.2003, 16:11
Wer Näheres über Alternativen zum Öl wissen möchte kann hier klikken:

Alternativen zum Öl (http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/unserland/landwirtschaft_forst/landw_verbraucher/energiewende.shtml)

Interessant ist an dem Artikel folgende Aussage:

Während man Holz guten Gewissens verheizt, scheiden sich bei Getreide die Geister. Einerseits ist es ein Grundnahrungsmittel und es als solches zu verbrennen erscheint unethisch. Andererseits hat Getreide einen hohen Brennwert und in den letzten Jahren sind die Preise für Roggen, Hafer oder Gerste so gesunken, dass sich ihr Einsatz für die Energiegewinnung durchaus lohnen kann. Abfallgetreide minderer Qualität kostet zur Zeit ab Hof nur noch rund 90 Euro pro Tonne. Rechnet man über den Heizölpreis, kostet Getreide gegenwärtig nur noch halb soviel wie Heizöl. Da sein Heizwert in der Nähe desjenigen von Holz liegt, machen sich viele Landwirte jetzt über seine Nutzung als Energieträger Gedanken.

Gruß

deBORA

P.S.: Wir haben auch noch eine Gasheizung.

Das Holz benötigen wir für einen uralten Kachelofen (Denkmalschutz). Belästigungen durch Rauch oder Geruch finden beim Verbrennen mit gut abgelagertem, trockenem und unbehandeltem Holz nicht statt.

In der Nachbarschaft haben einige ihre gesamte Heizanlage im Haus auf Holz/Holzpallets umgestellt.

Das in diesem Jahr von mir gefällte Holz stammt aus einer Waldumbaumaßnahme, weil die EG 70 % der Kosten des Waldumbaus (Kosten der neuen Pflanzen) übernimmt, wenn man anstatt den Wald insgesamt zu fällen, den Wald "umbaut", d.h. einzelne vom Förster markierte Bäume fällt, um Platz für Neuanpflanzungen zu schaffen.

Die EG hat für jeden "Sch***" Geld. Als Landwirt muß man heutzutage eher Ahnung von Verwaltung haben, als von Ackerbau und Viehzucht, weil das Einsammeln von Subventionen lukrativer ist, als das Säen und Ernten. Die EG zahlt ja auch für stillgelegte Flächen (Brachland) hohe Prämien, die doch viel besser zur energetisch sinnvollen Nutzung dienen könnten, um nachwachsende Rohstoffe anzupflanzen, z.B. Getreide zum verheizen.

Wen es interessiert: Vor einiger Zeit ist bei uns Birkenwald für 20 Cent pro Quadratmeter verkauft worden. Wald ist spottbillig, weil es sich wirtschaftlich außer zur Eigennutzung nicht lohnt, Wald zu bewirtschaften. Es ist bei den hohen Löhnen in Deutschland fast unmöglich, wirtschaftlichen Waldbau zum Zwecke der Feuerholzherstellung zu betreiben. Solange eine Arbeitsstunde in meinem Beruf Arbeitgeberbrutto 50 Euro kostet, wovon mir netto 8 Euro übrigbleiben, ist das System nicht profitabel. Runter mit den Lohnnebenkosten!!!! Dann würde sich Waldbau auch lohnen!

Wald mit sehr gutem Baumbesatz (Eichenholz zur Möbelherstellung) kostet natürlich viel mehr als 20 Cent pro Quadratmeter.

Niemals Servo
25.03.2003, 16:13
Ist es wirtschaftlich, wenn Leute fürs Nichtstun bezahlt werden?

[/B]

Man muss nur aufpassen, dass infolge unbezahlter Arbeitskräfte nicht in so einem Maß subventuiniert wird, dass wirtschaftlichen Unternehmungen dadurch größerer Schaden entsteht. Bei den Ölfirmen besteht da im Moment allerdings keine Gefahr.

deBORA
25.03.2003, 16:22
Original geschrieben von Niemals Servo
Man muss nur aufpassen, dass infolge unbezahlter Arbeitskräfte nicht in so einem Maß subventuiniert wird, dass wirtschaftlichen Unternehmungen dadurch größerer Schaden entsteht. Bei den Ölfirmen besteht da im Moment allerdings keine Gefahr.

Ich will keine regulären Arbeitsplätze dadurch schaffen. Es soll nur derjenige, der sich vom Staat bezahlen läßt, egal ob als Beamter, Angestellter, Arbeitsloser oder Sozialhilfeempfänger etwas für sein Geld tun.#

Niemand von uns bekommt sein Geld fürs "Nichtstun" (so hoffe ich jedenfalls). Warum erlauben wir uns als Staat den Luxus, 4,6 Mio. Arbeitslose fürs Nichtstun zu bezahlen?

Wenn jemand Sozialhilfeempfänger ist und für seine Sozialhilfe 2 bis 4 Stunden am Tag z. B. im Wald arbeiten müßte, würde sich derjenige sicherlich eher für einen Job auf dem regulären Arbeitsmarkt bereit erklären, als wenn man ihn fürs "Bärbel Schäfer am Mittag auf RTL auf dem Sofa sitzend fernsehen" bezahlen würde.

Cisco
25.03.2003, 19:08
Original geschrieben von deBORA
Ich will keine regulären Arbeitsplätze dadurch schaffen. Es soll nur derjenige, der sich vom Staat bezahlen läßt, egal ob als Beamter, Angestellter, Arbeitsloser oder Sozialhilfeempfänger etwas für sein Geld tun.#

Niemand von uns bekommt sein Geld fürs "Nichtstun" (so hoffe ich jedenfalls). Warum erlauben wir uns als Staat den Luxus, 4,6 Mio. Arbeitslose fürs Nichtstun zu bezahlen?

Wenn jemand Sozialhilfeempfänger ist und für seine Sozialhilfe 2 bis 4 Stunden am Tag z. B. im Wald arbeiten müßte, würde sich derjenige sicherlich eher für einen Job auf dem regulären Arbeitsmarkt bereit erklären, als wenn man ihn fürs "Bärbel Schäfer am Mittag auf RTL auf dem Sofa sitzend fernsehen" bezahlen würde.

Passiert selten, dass wir beide so einer Meinung sind :-)))

Volle Zustimmung !!!

Cisco

wave
26.03.2003, 07:39
Hallo Cisco, ich wundere mich immer wieder wie leichtgläubig Du gegenüber Pressemeldungen vom Golfkrieg bist, wenn sie in Dein Weltbild passen.

Beispiel 1:
Angebliche Bio- und Chemiewaffen im Irak. Es ist bis heute nichts gefunden, auch die "Chemiewaffenfabrik", die kürzlich entdeckt wurde, entpuppte sich als Hirngespinst und Wunschdenken. Das ist inzwischen sogar vom US-Militär bestätigt worden.

Beispiel 2:
Die angeblichen Scud-Raketen, die vom Irak auf amerikanische Stellungen in Kuwait abgeschossen wurden, waren keine Scuds, sondern Raketen, die der Irak besitzen durfte.

Beispiel 3:
Die Eroberung von Umm Kasr und Basra am ersten Kriegstag war eine Propaganda-Lüge.

Beispiel 4:
Das massenhafte Überlaufen der irakischen Bevölkerung zu den Angreifern war ebenfalls eine Propaganda-Lüge. Eine im Fernsehen gezeigter Überläufer z.B. schwenkte eine weiße Fahne die sorgfältig mit dem Stock vernäht und an den Rändern
gesäumt war. (Sie wurde von der amerikanischen Propagandaabteilung mitgebracht)

Beispiel 5:
Die Behandlung der Kriegsgefangenen durch den Irak sollte nicht den Kriegskonventionen entsprechen.
Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes und Völkerrechtsprofessors sagte, dass die im Fernsehen gezeigte Darstellung der amerikanischen Kriegsgefangenen korrekt sei, im Gegensatz dazu die Darstellung von irakischen Kriegsgefangenen durch die Amerikaner gegen die Kriegskonventionen verstieße. (Die Kriegsgefangenen lagen gefesselt mit auf der Erde)

Die Beispiele ließen sich noch weiter fortsetzen.

MfG wave

Alois
26.03.2003, 07:49
Ja, Wave, da hast du in allen Punkten recht.
Rumsfeld: die Irakis dürfen gar keine Gefangenen zeigen ... (Genfer Konvention)

Tags zuvor sah man allerdings deutlich die Gesichter (angeblicher?) irakischer Gefangener ...

In den offiziellen Nachrichten in Deutschland wird zumindestens ständig darauf hingewiesen, daß man die Berichte nicht auf den Wahrheitsgehalt überprüfen kann. In Amerika wird dieser Hinweis wohl nicht gegeben. Und die Propaganda funktioniert wohl recht gut, was man an der überwiegenden Pro-Kriegshaltung sieht.

Zitat:

"Gezielte Falschmeldungen?

Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst, heißt es. Auch beim Angriff auf den Irak war kurze Zeit nach dem Start der Operation "Iraqi Freedom" die Wahrheit das erste Kriegsopfer. Bereits wenige Stunden nach Beginn der Invasion meldeten alliierte Truppen die Einnahme der Hafenstadt Umm Kasr. Tatsächlich war der strategisch wichtige Ort zu diesem Zeitpunkt noch heftig umkämpft. In der ebenfalls bereits als "gefallen" gemeldeten Stadt Basra dauert der irakische Widerstand an.

Die USA erklärten nun, die irakische Führung wolle Chemiewaffen gegen Schiiten in Südirak einsetzen und für solche Einsätze die alliierten Streitkräften verantwortlich machen. Saddam Hussein würde zweifellos zu solchen Maßnahmen greifen, "wenn er glaubt, dass es seinen Interessen dient", sagte US-Außenminister Colin Powell dem US-Fernsehsender Fox News. Es gebe entsprechende Informationen, bestätigte er Angaben eines ranghohen Vertreters seines Ministeriums.

Totgesagte leben länger
Das US-Außenministerium verwies auf Berichte, wonach der irakische Präsident Saddam Hussein den General Ali Hassan el Madschid zum Angriff mit Chemiewaffen ermächtigt habe. Madschid alias "Chemie-Ali" wird für den Giftgas-Angriff auf die kurdische Stadt Halabdscha vor 15 Jahren verantwortlich gemacht. Bei dem Einsatz am 16. März 1988 starben Schätzungen zufolge mehr als 5000 Einwohner.

Mit der Behauptung widerspricht das Außenministerium allerdings einer Erfolgsmeldung der CIA. Der US-Geheimdienst hatte in der vergangenen Woche behauptet, bei den ersten Luftangriffen auf Bagdad seien drei ranghohe Mitglieder der irakischen Führung getötet worden: Vizepräsident Taha Jassin Ramadan, der Vizechef des Revolutionären Kommandorats, Essat Ibrahim, und General Madschid. Neben "Chemie-Ali" erfreut sich auch der irakische Vizepräsident offensichtlich bester Gesundheit. Am Sonntag erschien der totgesagte Ramadan persönlich bei einer Pressekonferenz in Bagdad.

Angeblich Chemiewaffen-Fabrik gefunden
Auch Meldungen über angeblich gefundene chemische Waffen bleiben dubios. Medienberichten zufolge sind US-Truppen bei ihrem Vormarsch im Irak auf eine vermutete Giftgas-Fabrik gestoßen. Soldaten der ersten Brigade der dritten Infanterie-Division hätten die Anlage bei Nadschaf 160 Kilometer südlich von Bagdad entdeckt. Dies berichteten Korrespondenten des US-Fernsehsenders Fox und der Zeitung "Jerusalem Post" unter Berufung auf Kreise des US-Verteidigungsministeriums. Das US-Central Command bestätigte indes nicht, dass es sich bei dem fraglichen Komplex um eine Chemiewaffen-Fabrik handelt.

Verschiedene Resolutionen der Vereinten Nationen (UNO) verbieten Irak den Besitz atomarer, biologischer oder chemischer Waffen. Würde sich die vom Pentagon verbreitete Meldung als richtig erweisen, hätte die US-Regierung erstmals eine Bestätigung für die Anschuldigungen gegen Bagdad. Die USA werfen Irak vor, Massenvernichtungswaffen zu besitzen und deren Abrüstung zu verweigern. Irak bestreitet dies jedoch. Die Waffeninspekteure der Vereinten Nationen hatten bis zu ihrem Abzug aus dem Irak nach eigenen Angaben auch keine gefunden.

Keine Scud-Raketen auf Kuwait gefeuert
Auch Berichte über irakische Angriffe auf das Nachbarland Kuwait mit Scud-Raketen mussten inzwischen dementiert werden. Seit Ausbruch des Krieges hat der Irak nach Angaben der kuwaitischen Regierung zehn Raketen auf Kuwait abgeschossen. Kuwaitische Behörden behaupteten wiederholt, die Angriffe seien mit Scud-Raketen durchgeführt worden. Selbst Bundesverteidigungsminister Peter Struck saß der Ente aus dem Golfstaat auf. "Es ist eine Scud-Rakete, aber weder mit B- noch mit C-Waffen bestückt", sagte Struck nach den ersten irakischen Gegenschlägen. In Kuwait ist eine ABC-Abwehreinheit der Bundeswehr stationiert.

Der Irak selbst bestätigte Raketenangriffe auf US-Militärstützpunkte in Kuwait, bestritt aber, Scud-Raketen zu besitzen. Inzwischen widersprach auch das US-Militär den kuwaitische Angaben. General Stanley McChrystal vom US-Generalstab in Washington räumte ein, dass keine der von Irak bisher abgefeuerten Raketen eine "Scud"-Rakete gewesen sei. Der Besitz dieser Mittelstreckenraketen wäre ebenso wie die Existenz von B- oder C-Waffen ein schwerer Verstoß gegen die UNO-Auflagen.

Rüdiger Göbel, tagesschau.de"

maxgittoe
27.03.2003, 04:17
Nur mal so eine Frage, um diese Diskussion wieder ordentlich einzuheizen:

Warum legt/legte der Irak nicht einfach die Dokumentation von der Vernichtung der Chemiewaffen (mehrere t Anthrax, etc.), die er bis 1998 besaß vor?

Bin mal gespannt, welche Gründe euch einfallen... und ja, ich will damit provozieren, weil es nicht immer so einfach ist.

Dass die Medien manipulieren, wo es nur geht ist ein alter Hut, wer also alles glaubt, was ihm vorgekaut wird, ist selber schuld.

Gruß

Max

wave
27.03.2003, 06:24
Original geschrieben von wave
Hallo Cisco, ich wundere mich immer wieder wie leichtgläubig Du gegenüber Pressemeldungen vom Golfkrieg bist, wenn sie in Dein Weltbild passen.

Beispiel 1:
Angebliche Bio- und Chemiewaffen im Irak. Es ist bis heute nichts gefunden, auch die "Chemiewaffenfabrik", die kürzlich entdeckt wurde, entpuppte sich als Hirngespinst und Wunschdenken. Das ist inzwischen sogar vom US-Militär bestätigt worden.

Beispiel 2:
Die angeblichen Scud-Raketen, die vom Irak auf amerikanische Stellungen in Kuwait abgeschossen wurden, waren keine Scuds, sondern Raketen, die der Irak besitzen durfte.

Beispiel 3:
Die Eroberung von Umm Kasr und Basra am ersten Kriegstag war eine Propaganda-Lüge.

Beispiel 4:
Das massenhafte Überlaufen der irakischen Bevölkerung zu den Angreifern war ebenfalls eine Propaganda-Lüge. Eine im Fernsehen gezeigter Überläufer z.B. schwenkte eine weiße Fahne die sorgfältig mit dem Stock vernäht und an den Rändern
gesäumt war. (Sie wurde von der amerikanischen Propagandaabteilung mitgebracht)

Beispiel 5:
Die Behandlung der Kriegsgefangenen durch den Irak sollte nicht den Kriegskonventionen entsprechen.
Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes und Völkerrechtsprofessors sagte, dass die im Fernsehen gezeigte Darstellung der amerikanischen Kriegsgefangenen korrekt sei, im Gegensatz dazu die Darstellung von irakischen Kriegsgefangenen durch die Amerikaner gegen die Kriegskonventionen verstieße. (Die Kriegsgefangenen lagen gefesselt mit auf der Erde)

Die Beispiele ließen sich noch weiter fortsetzen.

MfG wave

Ergänzung

Beispiel 6:
Der angebliche Aufstand in Basra entpuppt sich als Propaganda-Lüge

MfG wave

Alois
27.03.2003, 07:03
@maxgittoe,
warum sollte das Regime von Saddam jetzt noch irgendwelche Beweise über die Vernichtung von Kampfstoffen liefern?
Diese Chance ist durch den völkerrechtswidrigen Überfall von Bush's Soldaten doch vertan.
Kannst du mir einen vernünftigen Grund nennen, warum Saddam jetzt noch kooperativ sein sollte?

MK155
27.03.2003, 07:19
Original geschrieben von Cisco
Da fällt mir grad der Spruch mit den Millionen Fliegen ein...

Und jetzt warten wir mal ab was die Ami noch so alles finden, denn ich bin mir sicher, bei dieser mysteriösen Chemiewaffenfabrik wirds nicht bleiben...
Was war noch mit dieser Chemiefabrik?

Original geschrieben von Cisco
[...]Ich bin auch kein Freund von Krieg und mich erschüttern die ganzen Toten genauso wie alle andren auch, aber ich gehe an die Sache mit der nötigen Weitsicht heran, um abwägen zu können ob es sich in gewisser Hinsicht lohnt.
... die nötige Weitsicht ... :D ... naja ... den Begriff "Weitsicht" mit Deinen Statements in Verbindung zu bringen fällt mir zugegebenermassen nicht leicht ;)

Original geschrieben von Cisco
Man muss eben ernsthaft drüber nachdenken, ob man durch diese Maßnahmen nicht langfristig viel größeren Schaden abwendet - auch von der irakischen Bevölkerung !
Ganz genau ... da ist es aber falsch zur Sicherheit mal loszuschlagen. Es wird sich schon ein Grund finden.
Nach dieser Methode sind die amerikanischen MP's auch schon vorgegangen als ich in Bremerhaven bei der Bundeswehr war. Wenn's irgendwo Ärger mit amerikanischen Soldaten gab, dann sind die MP's eingestiegen und haben erstmal sicherheitshalber alles kurz und klein geprügelt und dann gefragt: "was war denn eigentlich?" ...



Original geschrieben von Cisco
Und in meinen Augen waren immernoch sie es (D,F,Ru), die überhaupt erst die Glaubwürdigkeit der UN geschädigt und den Krieg dadurch möglich gemacht haben !
*Kopf schüttel' ...*

Original geschrieben von Cisco
Bush hätte NIE einen Angriff starten können, wäre die gesamte UN hinter ihm gestanden und hätte AKTIV und mit den nötigen Mitteln (Androhung von Gewalt) gegen Saddam gearbeitet !

Cisco
Bush hätte IMMER einen Krieg begonnen. Er hätte ihn nur lieber mit Genehmigung der UNO gestartet. Das hat aber nicht geklappt. Bush und seine Minister Powell und Rumsfeld uns andere haben von vorne weg ihre eigene Realität gehabt, die mit der tatsächlichen Realität nichts gemein haben.

Wie waren noch die Kriegsgründe? :confused: :confused: :confused:
Stichwort - Chemiefabrik
Stichwort - Scud auf Kuwait ... das waren eher Dartpfeile.

MK155
27.03.2003, 07:25
Original geschrieben von Alois
@maxgittoe,
warum sollte das Regime von Saddam jetzt noch irgendwelche Beweise über die Vernichtung von Kampfstoffen liefern?
Diese Chance ist durch den völkerrechtswidrigen Überfall von Bush's Soldaten doch vertan.
Kannst du mir einen vernünftigen Grund nennen, warum Saddam jetzt noch kooperativ sein sollte?

Eben ... kooperativ oder nicht ... das Ergebnis wäre immer das gleiche.

Und je länger dieser Krieg dauert, desto mehr wird Saddam gestärkt.

"Tolle Leistung Mr. Bush!!!" ...

ich kann hier nur nochmal die Weisheit der Dakota in's Spiel bringen: "Wenn du merkst, dass du auf einem toten Pferd sitzt, steig ab!"

wave
27.03.2003, 07:34
Für die amerikanisch Rüstungsindustrie läuft der Golfkrieg allerdings optimal, jede abgeschossene Rakete und abgeworfene Bombe wird nachproduziert.
Und sogar "friendly fire" sorgt für Gewinne.
Je länger der Krieg dauert, um so besser für die Rüstungsindustrie und deren Vertreter in der Regierung.
Mfg wave

MK155
27.03.2003, 07:45
Original geschrieben von wave
Für die amerikanisch Rüstungsindustrie läuft der Golfkrieg allerdings optimal, jede abgeschossene Rakete und abgeworfene Bombe wird nachproduziert.
Und sogar "friendly fire" sorgt für Gewinne.
Je länger der Krieg dauert, um so besser für die Rüstungsindustrie und deren Vertreter in der Regierung.
Mfg wave

... und der Ölpreis ist gesunken ... ebenfalls wichtig für die amerikanische Wirtschaft

Alois
27.03.2003, 09:01
Mitlerweile spricht Bush ja nicht mehr von einem Krieg gegen Saddam sondern von der Befreiung der Iraker.
Hört sich doch wesentlich besser an.
God bless Amerika

Fast jeder Tag im Weissen Haus beginnt mit einer Bibelstunde. Die Teilnahme ist zwar nicht zwingend, aber der Hausherr sieht es gern, wenn seine Mitarbeiter sich morgens die Kraft für die schwierigen Aufgaben eines langen Arbeitstages aus der Bibel holen. George W. Bush, der Präsident der Vereinigten Staaten, ist ein gottesfürchtiger Mann...
daher darf er natürlich Kreuzzüge machen...

Cisco
27.03.2003, 09:25
Original geschrieben von wave
Hallo Cisco, ich wundere mich immer wieder wie leichtgläubig Du gegenüber Pressemeldungen vom Golfkrieg bist, wenn sie in Dein Weltbild passen.


Ist echt niedlich, wenn man das von Leuten hört, die sich von Gerd S. vor der Wahl jeden Scheiss haben einreden lassen... ;-)

Wer hier von Propaganda und Medienberichten manipuliert wird sind eindeutig die Kriegsgegner.

Cisco

A4 Avant
27.03.2003, 09:27
Original geschrieben von maxgittoe
Nur mal so eine Frage, um diese Diskussion wieder ordentlich einzuheizen:

Warum legt/legte der Irak nicht einfach die Dokumentation von der Vernichtung der Chemiewaffen (mehrere t Anthrax, etc.), die er bis 1998 besaß vor?

Bin mal gespannt, welche Gründe euch einfallen... und ja, ich will damit provozieren, weil es nicht immer so einfach ist.

Dass die Medien manipulieren, wo es nur geht ist ein alter Hut, wer also alles glaubt, was ihm vorgekaut wird, ist selber schuld.

Gruß

Max

Wie soll denn der Beweis aussehen, dass der Irak keine Chemiewaffen mehr hat. Etwa so:

Ich, Saddam Hussein, bestätige hiermit alle meine Chemiewaffen vernichtet zu haben.

gez. Saddam Hussein Zeuge: Tarik Assiz


;) Sehr glaubwürdig, solche Beweise.

Das Problem besteht eben darin, dass man in einem so großen Land nur schwer Beweise dafür finden kann, dass etwas nicht existiert. Außerdem kann man Saddam Hussein natürlich auch nichts glauben. Umgekehrt haben die Amerikaner bisher noch keinen Beweis geliefert, dass der Irak noch Massenvernichtungswaffen besitzt. Nun soll schon das Vorhandensein von Gasmasken ein Beweis für die Existenz von Chemiewaffen sein! Dabei gehören die zur Grundausstattung jeder Armee (auch der Bundeswehr).

Aber bestimmt finden die Amerikaner noch irgendetwas an Massenvernichtungswaffen, denn sie selbst haben ja das größte Arsenal an diesen Waffen weltweit und sie brauchen dringend einen Kriegsgrund.

Gruß

A4 Avant.

Cisco
27.03.2003, 09:41
Original geschrieben von A4 Avant
Wie soll denn der Beweis aussehen, dass der Irak keine Chemiewaffen mehr hat. Etwa so:

Ich, Saddam Hussein, bestätige hiermit alle meine Chemiewaffen vernichtet zu haben.

gez. Saddam Hussein Zeuge: Tarik Assiz


;) Sehr glaubwürdig, solche Beweise.

Das Problem besteht eben darin, dass man in einem so großen Land nur schwer Beweise dafür finden kann, dass etwas nicht existiert. Außerdem kann man Saddam Hussein natürlich auch nichts glauben. Umgekehrt haben die Amerikaner bisher noch keinen Beweis geliefert, dass der Irak noch Massenvernichtungswaffen besitzt. Nun soll schon das Vorhandensein von Gasmasken ein Beweis für die Existenz von Chemiewaffen sein! Dabei gehören die zur Grundausstattung jeder Armee (auch der Bundeswehr).

Aber bestimmt finden die Amerikaner noch irgendetwas an Massenvernichtungswaffen, denn sie selbst haben ja das größte Arsenal an diesen Waffen weltweit und sie brauchen dringend einen Kriegsgrund.

Gruß

A4 Avant.


Also da sich die UN eigentlich einig war, dass die Beweislast bei Hussein liegt, würde ich sagen ists scheissegal ob die Ami was gefunden hätten und/oder finden...

Cisco

wave
27.03.2003, 09:41
Original geschrieben von A4 Avant

Aber bestimmt finden die Amerikaner noch irgendetwas an Massenvernichtungswaffen, denn sie selbst haben ja das größte Arsenal an diesen Waffen weltweit und sie brauchen dringend einen Kriegsgrund.

Gruß

A4 Avant.

Und wenn sie nichts finden, bringen sie die Chemiewaffen mit und schieben sie den Irakern unter.

MfG wave

Alois
27.03.2003, 09:44
Es ist egal, ob die Amis was finden? Das war aber mit der Grund für den Überfall auf Irak.
Jetzt kapier ich endlich, warum Bush plötzlich nicht mehr von einem Krieg spricht sondern von der Befreiung der Iraker. Die Bedrohung Amerikas durch Massenvernichtungswaffen ist also gar nicht der Kriegsgrund?
PS: die 95% der Spanier, die gegen den Krieg sind, haben wohl auch Gerd S. gewählt?

A4 Avant
27.03.2003, 09:58
Original geschrieben von wave
Und wenn sie nichts finden, bringen sie die Chemiewaffen mit und schieben sie den Irakern unter.

MfG wave

Genau so wird es kommen. Man denke nur an die ganzen Horrorgeschichten aus dem Golfkrieg 1991, die sich später als reine Erfindung der Propaganda-Abteilung der USA erwiesen (z. B. getötete Babys).

Gruß

A4 Avant

wave
27.03.2003, 10:01
Original geschrieben von Alois
Jetzt kapier ich endlich, warum Bush plötzlich nicht mehr von einem Krieg spricht sondern von der Befreiung der Iraker. Die Bedrohung Amerikas durch Massenvernichtungswaffen ist also gar nicht der Kriegsgrund?


Leider will sich die Mehrheit der Iraker aber nicht von den US-Amerikanern und Engländern befreien lassen, wie auch die übrige arabische Welt.
Kleine Irrtum von Bush und Blair.
MfG wave

Alois
27.03.2003, 10:06
Die Schiiten, die am meisten Interresse an einem Sturz des Saddam Regimes haben, haben natürlich auch nicht vergessen, wie sie nach dem letzten Krieg von den Amerikanern in Stich gelassen wurden.

"Doch so gerne die unterdrückte schiitische Mehrheit im Irak Saddam loswerden wollen, so sehr mißtrauen sie den USA. Von George Bush senior fühlten sie sich 1991 im Stich gelassen, nachdem er sie zum Aufstand anstachelte und dann tatenlos zusah, wie Saddams Republikanische Garde rund 100.000 Rebellen ermordete. Die größte schiitische Oppositionsgruppe in Irak hat bereits angekündigt, nach dem Sturz von Saddam Hussein eine amerikanische Besatzungsmacht zu bekämpfen. "Die Kräfte der Koalition sind uns so lange willkommen, so lange sie dem Volk helfen, die Diktatur von Saddam Hussein zu beenden. Falls sie unser Land besetzen oder kolonialisieren wollen, werden sich die Iraker wehren", sagte der Führer der Gruppierung Oberster Rat für die Islamische Revolution in Irak, Ajatollah Mohammed Bekir el Hakim, in Teheran"

Aber soweit wird es wahrscheinlich nicht kommen, den die Amerikaner werden den von ihnen geschaffenen Trümmerhaufen wahrscheinlich der UN aufhalsen.

MK155
27.03.2003, 10:22
Original geschrieben von Alois
Mitlerweile spricht Bush ja nicht mehr von einem Krieg gegen Saddam sondern von der Befreiung der Iraker.
[...]

Leider ist die Anzahl der Toten deswegen nicht weniger ...:mad:

A4 Avant
27.03.2003, 10:23
Original geschrieben von Cisco
Also da sich die UN eigentlich einig war, dass die Beweislast bei Hussein liegt, würde ich sagen ists scheissegal ob die Ami was gefunden hätten und/oder finden...

Cisco

Die Umkehrung der Beweislast müßte doch eigentlich deinem ausgeprägten Rechtsempfinden widersprechen, von dem wir in diesem Forum schon viele Kostproben geniessen durften.;)

Wenn du so gut informiert bist, wie du immer behauptest, solltest du diesen Unsinn eigentlich nicht schreiben. Die Resolution 1441 des Weltsicherheitsrats enthält detaillierte Aufforderungen und Anweisungen an den Irak. Dazu gehört u. a. die Lieferung von Informationen und Dokumenten über die Waffenprogramme des Irak. Es wird nicht geordert, Beweise vorzulegen, die möglicherweise gar nicht existieren, sondern vollständige und umfassende Informationen zu liefern. Informationen und Auskünfte sind aber etwas anderes als Beweise.

In der Resolution ist ausserdem festgelegt, dass der Weltsicherheitsrat nach dem Bericht der Inspekteure berät "um den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu sichern". Im Punkt 13 wird zudem daran erinnert, "dass der Rat Irak wiederholt vor ernsthaften konsequenzen gewarnt hat, wenn Irak weiter gegen seine Verpflichtungen verstößt".

Aus dem letzten Punkt ergibt sich eindeutig keine Ermächtigung zu einem Krieg ohne vorherige Zustimmung des Weltsicherheitsrates. Die Amerikaner und Briten handeln damit eindeutig gegen die Resolution 1441.

Für jeden der die Resolution in der amtlichen Übersetzung nachlesen und sich gründlich informieren möchte:

http://www.un.org/Depts/german/sr/sr_02/sr1441.pdf

Gruß

A4 Avant

Alois
27.03.2003, 12:22
http://www.guardian.co.uk/g2/story/0,3604,583772,00.html

wave
27.03.2003, 12:45
Original geschrieben von Alois
http://www.guardian.co.uk/g2/story/0,3604,583772,00.html

Hallo Alois, die Waffeblobby, Militär, Politik und CIA arbeiten diskret aber erfolgreich zusammen.
Ausbaden müssen das später die einfachen Soldaten und die Zivilbevölkerung.
MfG wave

Alois
27.03.2003, 15:13
Wieder ein Kriegsgrund weniger?


"Panorama": Al-Kaida wird von Katar gefördert

Die Regierung des Golf-Emirats Katar - dort befindet sich das Hauptquartier der US-Truppen für den Golfkrieg - hat möglicherweise enge Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida. Nach Recherchen des ARD-Magazins "Panorama" unterstützt der Innenminister Scheich Abdullah Bin Chalida Al-Thani die Gruppe seit Jahren mit eigenem Geld und Mitteln seines Ministeriums.

Angeblich jahrelange Förderung der Al-Kaida
Das Magazin beruft sich auf Informationen des früheren Leiters des Nationalen Sicherheitsrates der USA, Richard Clarke. Nach Clarkes Worten war der katarische Innenminister "praktisch Mitglied" der Al-Kaida. "Panorama"-Angaben zufolge habe er sich im Interview schockiert darüber gezeigt, dass Scheich Al-Thani noch immer Innenminister sei und damit auch die Zuständigkeit für die Sicherheit des US-Oberkommandos in Katar habe.

Nach Clarkes Angaben begann die katarische Unterstützung für Al-Kaida vor sieben Jahren. Damals sollen CIA-Agenten den mutmaßlichen Chefplaner des 11. September, den inzwischen verhafteten Khalid Scheich Mohammed, in Katar aufgespürt haben. Seine Auslieferung an die USA sei misslungen - vermutlich, so Clarke, weil er einen Tipp von Scheich Al-Thani bekommen habe.

Laut "Panorama" verfügt der amerikanische Geheimdienst CIA über Informationen, wonach in den vergangenen Jahren immer wieder Al-Kaida-Mitglieder in Katar Zuflucht gefunden hätten. Sie seien auf dem im Norden des Landes gelegenen Anwesen des Innenministers untergebracht gewesen.

MK155
27.03.2003, 15:23
Original geschrieben von Alois
[...]

Laut "Panorama" verfügt der amerikanische Geheimdienst CIA über Informationen, wonach in den vergangenen Jahren immer wieder Al-Kaida-Mitglieder in Katar Zuflucht gefunden hätten. Sie seien auf dem im Norden des Landes gelegenen Anwesen des Innenministers untergebracht gewesen.

Habe ich auch gerade gehört ... dann hätten die Alliierten quasi den Feind im eigenen Lager ...

mein lieber Mann, langsam wird's interessant ...

deBORA
27.03.2003, 15:47
Für das Geld, was der Irakkrieg kostet, hätten die Amerikaner das Öl beim Irak auch kaufen können.

wave
27.03.2003, 16:42
Original geschrieben von deBORA
Für das Geld, was der Irakkrieg kostet, hätten die Amerikaner das Öl beim Irak auch kaufen können.

Wenn ich mich recht erinnere sollen die Ölvorräte im Irak 3000 Milliarden US $ wert sein. (3.000.000.000.000 US $)
MfG wave

joegolf
27.03.2003, 17:14
Allen, die immer nur gegen die Amerikaner und Bush wettern, sei mal folgendes empfohlen:

1. Sich über die Rolle der Kein-Blut-für-Öl-Deutschen in dieser Welt Gedanken zu machen:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,241940,00.html

2. Sich über die Verbrechen Saddams und die Rolle der friedliebenden Deutschen zu informieren.
http://www.gfbv.it/2c-stampa/03-1/030128de-dok.html

3. Sich ins Gedächtnis rufen, dass seit dem Kriegsausbruch vor 8 Tagen etwa 250.000 (Zweihundertfünfzigtausend) Kinder an Hunger oder Krankheiten zumeist vermeidbar gestorben sind.
http://www.unicef.de

Dann sollte auffallen, dass:

1. Ein-bisschen-Frieden-Schröder einfach sein Maul halten und zuerst in den eigenen Reihen aufräumen sollte.

2. Alle Kein-Blut-für-Öl Demonstranten sich bitte vor die Tore der WestLB bewegen möchten um dort zu demonstrieren.

3. Bush im Irak wenigstens Fakten schafft, anstatt wie die vorigen Jahre Saddam zu unterstützen. Das was die FRÜHER gemacht haben war falsch. In jetzt zu entfernen richtig, kommt aber sehr spät.

4. Auch Deutschland sich mit Spürpanzern in Kuwait, Patriots in Israel und AWACS in der Türkei am Krieg beteiligt.

Es wäre zudem nicht schlecht, wenn mal einer einen Vorschlag hätte, wie man Saddam sonst beseitigen könnte. Sanktionen? *lach*

maxgittoe
27.03.2003, 18:44
Ich bin mir sicher, dass der Irak Dokumente über die Vernichtung von seinen Waffen besitzen würde, sofern er sie wirklich vernichtet hätte.

Sowas wird überall dokumentiert, oder bist du der Ansicht, dass die C-Waffen mal eben per Euphrat und Tigris entsorgt wurden sind?

Nene, Beweise kamen von keiner Seite und genau deshalb kann man die Situation nicht wirklich beurteilen.

Es ist eben derzeit eine Glaubensfrage und keine der Wahrheit.

Meine Meinung habe ich im ersten Posting schon beschrieben

Gruß

Max

deBORA
27.03.2003, 19:48
Original geschrieben von wave
Wenn ich mich recht erinnere sollen die Ölvorräte im Irak 3000 Milliarden US $ wert sein. (3.000.000.000.000 US $)
MfG wave

Tja, und wieder Zahlen, Zahlen, Zahlen.

Ich hoffe, daß unserer Umwelt zuliebe niemand auf die Idee kommt, Öl für 3.000.000.000.000 US $ zu verbrennen:


US-Basen im Irak heißen Shell und Exxon

Kritiker, die den Irak-Feldzug vor allem für einen Krieg ums Öl halten, sehen sich durch die neueste PR-Panne des Pentagons bestätigt. Die wenig subtilen Militärs hatten offenbar keine Hemmungen, zwei Armee-Camps im Kriegsgebiet nach großen Ölkonzernen zu benennen.

AP

Kampf ums Öl: Zwei US-Camps im Irak sind nach Ölkonzernen benannt


New York - Einhaltung der Menschenrechte, Beseitigung von Massenvernichtungswaffen und Stärkung der Demokratie sind angeblich die hehren Ziele, welche die US-Regierung im Irak verfolgt.
Umso peinlicher ist, wie sorglos das US-Militär mit dem für die Regierung heiklen Ölthema umgeht. Wie die "New York Times" berichtet, tragen zwei Lager der 101st Airborne Division im Zentral-Irak die Namen von Ölkonzernen. Eines trägt den Titel "Forward Operating Base Shell", ein weiteres heißt "Forward Operating Base Exxon". Kriegsgegner werfen dem Weißen Haus seit Längerem vor, es gehe den Amerikanern bei der Beseitigung von Saddam Husseins Regime einzig und allein ums Öl.

Beide Konzerne zeigten sich überrascht von der unerwarteten Ehrung durch das US-Militär. Eine Sprecherin von Royal Dutch Shell sagte, das Unternehmen unterhalte im Irak keine Einrichtungen. Wie die US-Armee ihre Basen tituliere, sei nicht Shells Angelegenheit. Etwas enthusiastischer äußerte sich Tom Cirigliano von Exxon Mobil . Er hält die Namensgebung nicht für ein politisches Statement: "Ich glaube, die 101st war recht kreativ und benennt Sachen nach Dingen, die sie an die Heimat erinnern. Ich finde das prima."


Das Pentagon versucht, die Sache herunterzuspielen. "Diese Stützpunkte sind normalerweise zur Versorgung mit Treibstoff da - im Grunde handelt es sich um Tankstellen in der Wüste", so eine Sprecherin gegenüber der "New York Times". Klärend fügte die Sprecherin hinzu: "Ob wir oder ob wir nicht jedem einen Vortrag darüber halten, dass man wegen politischer Empfindlichkeiten darauf achten sollte, wie man seine Tankstellen benennt, ich weiß nicht ob das etwas ist, dass man tun sollte oder das getan werden könnte."

Politische Gegner Bushs halten die derzeitige US-Regierung ohnehin für eine Marionette der der Energie- und speziell der Ölbranche. Das Argument ist nicht ganz aus der Luft gegriffen: Vizepräsident Dick Cheney war früher Vorstandschef des Ölausrüsters Halliburton. Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice, nach der sogar ein Öltanker benannt wurde, arbeitete lange für Chevron. Der Präsident verfügte über exzellente Beziehungen zu Enron-Boss Kenneth Lay und nannte seinen Intimus schmeichelnd Kenny Boy. Die Energieindustrie war einer der größten Wahlkampfspender Bushs und hat die Energiepolitik der Regierung maßgeblich beeinflusst.

IN SPIEGEL ONLINE

· Mobilfunk im Irak: America first (27.03.2003)

· Südirak: Ölquellen fallen länger aus als geplant (27.03.2003)

· IWF-Warnung: Langer Krieg gefährdet die Wirtschaft (27.03.2003)

· Vorausschauende Personalpolitik: Cheneys Ex-Firma im Irak-Fieber (27.03.2003)

deBORA
27.03.2003, 20:08
Bush und Blair: Kampf ums Öl


Wer entscheidet über die Öl-Milliarden?
UNO-Ratsmitglieder streiten seit mehreren Tagen über eine entsprechende Resolution, die am Freitag verabschiedet werden soll. Im Kern geht es dabei um die Frage, wer letztlich den Zugriff auf die irakischen Öl-Milliarden haben und über deren Verwendung entscheiden soll. UN-Vertreter der USA und Großbritanniens forderten, UN-Generalsekretär solle die Erlöse aus den irakischen Ölexporten mit den USA und Großbritannien gemeinsam regeln. US-Außenminister Collin Powell hatte mehrfach signalisiert, dass die USA nach Kriegsende auch die künftigen Entwicklungen im Irak kontrollieren wollten.

UN soll allein entscheiden
Dagegen wollten Länder wie Frankreich und Russland durchsetzen, dass die UN die volle Kontrolle über den Einsatz der Mittel hätten, hieß es in Diplomatenkreisen. Im Rahmen des Programms durfte der Irak bis vor kurzem unter UNO-Aufsicht Öl verkaufen und Lebensmittel, Medikamente und andere nichtmilitärische Güter importieren.

MK155
28.03.2003, 04:26
"Washington - An Bord des US-Präsidentenflugzeugs "Air force One" gibt es keinen "French Toast" mehr. US-Präsident Bush ließ das süße Frühstück in "Freedom Toast" umbenennen - aus Ärger über die französische Kriegshaltung."

Das sind echte Meilensteine, Mr. Bush ... Congratulations :o

"Berlin - Angela Merkel halt den Krieg im Irak für unvermeidbar. "Bei einem Nichthandeln wäre der schaden noch größer gewesen", sagte die CDU-Chefin in der ARD."

Alles andere hätte mich auch gewundert. Ich frag mich nur welchen Schaden sie wohl meint, der grösser hätte sine sollen als der jetzt angerichtete.
Die Merkel kriegt langsam die Einschläge nicht mehr mit. :o

wave
28.03.2003, 08:16
Kriegslügen der amerikanischen und englischen „Befreier“


Beispiel 1:
Angebliche Bio- und Chemiewaffen im Irak. Es ist bis heute nichts gefunden, auch die "Chemiewaffenfabrik", die kürzlich entdeckt wurde, entpuppte sich als Hirngespinst und Wunschdenken. Das ist inzwischen sogar vom US-Militär bestätigt worden.

Beispiel 2:
Die angeblichen Scud-Raketen, die vom Irak auf amerikanische Stellungen in Kuwait abgeschossen wurden, waren keine Scuds, sondern Raketen, die der Irak besitzen durfte.

Beispiel 3:
Die Eroberung von Umm Kasr und Basra am ersten Kriegstag war eine Propaganda-Lüge.

Beispiel 4:
Das massenhafte Überlaufen der irakischen Bevölkerung zu den Angreifern war ebenfalls eine Propaganda-Lüge. Eine im Fernsehen gezeigter Überläufer z.B. schwenkte eine weiße Fahne die sorgfältig mit dem Stock vernäht und an den Rändern
gesäumt war. (Sie wurde von der amerikanischen Propagandaabteilung mitgebracht)

Beispiel 5:
Die Behandlung der Kriegsgefangenen durch den Irak sollte nicht den Kriegskonventionen entsprechen.
Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes und Völkerrechtsprofessors sagte, dass die im Fernsehen gezeigte Darstellung der amerikanischen Kriegsgefangenen korrekt sei, im Gegensatz dazu die Darstellung von irakischen Kriegsgefangenen durch die Amerikaner gegen die Kriegskonventionen verstieße. (Die Kriegsgefangenen lagen gefesselt mit auf der Erde)

Beispiel 6:
Tony Blair muss sich aus seiner eigenen Bevölkerung Falschaussagen im Irak-Krieg vorhalten lassen. Die Schwester eines an der südirakischen Front getöteten britischen Soldaten wies seine Darstellung zurück, ihr Bruder sei von irakischen Soldaten exekutiert worden.
In der Tageszeitung "Daily Mail" sagte Nina Allsopp, die Streitkräfte hätten ihr mitgeteilt, dass ihr Bruder Sapper Lucas Allsopp im Kampf getötet worden sei. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums ist Allsopp einer der beiden getöteten britischen Soldaten, deren blutüberströmte Leichen am Mittwoch im arabischen Fernsehsender El Dschasira gezeigt wurden. Am Donnerstag hatte Blair sie in Camp David als "hingerichtete britische Soldaten" bezeichnet.
Die Iraker hätten eine "unvorstellbare Grausamkeit" begangen. Allsopp und Stabsoffizier Simon Cullingworth waren am Sonntag in der Nähe von Basra verschollen. "Wir können nicht verstehen, warum Lügen über das verbreitet werden, was geschehen ist", wurde Nina Allsopp zitiert.

Die Beispiele weden fortgesetzt.

MfG wave

Fortuna95
28.03.2003, 08:51
Vergleiche hierzu auch die Vorkommnisse im Vietnam-Krieg. Die US-Regierung hat sich auf einen Krieg gegen einen Gegner eingelassen, den man einfach unterschätzt hat. Die massive Gegenwehr scheint die alliierten Kriegsparteien sehr überrascht zu haben - ein weiterer Beweis dafür, daß man sich mit der Bewertung der Lage total verschätzt hat.
Ich persönlich kann nur hoffen, daß nach Ende dieses Krieges die Herren Bush und Blair zur Rechenschaft gezogen werden und wir dem Ende ihrer politischen Karriere entgegensehen können.

Gruß
F95

Fortuna95
28.03.2003, 08:58
Original geschrieben von MK155
"Washington - An Bord des US-Präsidentenflugzeugs "Air force One" gibt es keinen "French Toast" mehr. US-Präsident Bush ließ das süße Frühstück in "Freedom Toast" umbenennen - aus Ärger über die französische Kriegshaltung."

Das sind echte Meilensteine, Mr. Bush ... Congratulations :o


Pentagon überprüft Farbenkontrakt für deutsche Firma

Washington (rpo). Nach der Entscheidung des US-Verteidigungsministeriums, beim Wiederaufbau des Pentagon keine Spezialfarbe einer deutschen Firma zu verwenden, hat ein Kongressabgeordneter Einspruch erhoben und damit erreicht, dass der Fall noch einmal geprüft wird.

Das Verteidigungsministerium will nach dem Einspruch eines Kongressabgeordneten noch einmal prüfen, ob bei der Renovierung des Pentagons nicht doch statt einer deutschen eine amerikanische Firma zum Zuge kommen kann. Es geht um einen 1,1 Millionen Dollar schweren Auftrag für einen Spezialanstrich. Der republikanische Abgeordnete Steve LaTourette aus Madison in Ohio hatte kritisiert, dass eine Firma aus seinem Heimatstaat trotz eines günstigeren Angebots nicht zum Zuge gekommen sei.

"Ich habe gerade einen Anruf aus dem Pentagon bekommen", sagte LaTourette am Donnerstagabend. "Sie haben eine unabhängige Firma beauftragt, die Entscheidung zu überprüfen." Mehr habe er nicht erwarten können, fügte er hinzu.

Bislang sind bereits 7.000 Gallonen (32.000 Liter) der Spezialfarbe verwendet worden. Weitere 35.000 Gallonen sind noch erforderlich. LaTourette will, dass dafür die Farbe einer Firma aus Ohio verwendet wird, die billiger sei.

Nach Angaben des Pentagon wird die deutsche Farbe der Firma Keim Mineral seit hundert Jahren verwendet. Unter anderem wurden Wände des Kapitols und des Weißen Hauses damit gestrichen. Die (günstigere) Farbe der US-Firma ChemMasters sei technisch nicht vergleichbar und noch nicht ausreichend erprobt, hieß es am Mittwoch.


Jetzt zeigen die uns aber mal so richtig, wo der Frosch die Locken hat! Auch hier fällt mir nichts weiter ein als kopfschütteln...

Gruß
F95

wave
28.03.2003, 09:15
F95[/COLOR] [/B][/QUOTE] Original geschrieben von Fortuna95
Vergleiche hierzu auch die Vorkommnisse im Vietnam-Krieg. Die US-Regierung hat sich auf einen Krieg gegen einen Gegner eingelassen, den man einfach unterschätzt hat. Die massive Gegenwehr scheint die alliierten Kriegsparteien sehr überrascht zu haben - ein weiterer Beweis dafür, daß man sich mit der Bewertung der Lage total verschätzt hat.
Ich persönlich kann nur hoffen, daß nach Ende dieses Krieges die Herren Bush und Blair zur Rechenschaft gezogen werden und wir dem Ende ihrer politischen Karriere entgegensehen können.

Gruß
F95

Der "Fürst der Dunkelheit" US-Berater und Scharfmacher Perle ist schon zurückgetreten, ich hoffe dass weitere folgen.
MfG wave

Alois
28.03.2003, 09:22
habs auch gelesen, ich hoffe mit dir ...

Fortuna95
28.03.2003, 09:38
Dem schließe ich mich an...

Gruß
F95

wave
28.03.2003, 10:10
Diesen Artikel kann ich zum Lesen empfehlen:http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,242241,00.html

MfG wave

MK155
28.03.2003, 10:29
Original geschrieben von wave
Diesen Artikel kann ich zum Lesen empfehlen:http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,242241,00.html

MfG wave
Da steht wortwörtlich :
"Die Militärs räumten kleinlaut ein, dass sie auch im Feld ihre Gegner unterschätzt hätten. "

Sie scheinen den Krieg mit der gleichen Sorgfalt vorbereitet zu haben wie sie die Gründe dafür recherchiert haben ... entsetzlich !!!
:mad: :mad: :mad:

Desweiteren steht da:
"Der Irak hat bislang keine Massenvernichtungswaffen eingesetzt. Die Invasoren haben auch noch keine Chemie- oder Biowaffen gefunden. Ein paar hundert erbeutete ABC-Schutzanzüge und Gasmasken halten derzeit als Beleg für die bösen Absichten des Iraks her; eine wenig überzeugende Bestätigung für die Unabdingbarkeit des Präventivschlages. "

Und nu ? :confused: :confused: ... einfach weiter draufhauen ... irgendwas wird sich schon noch finden :mad:

Fortuna95
28.03.2003, 10:32
Original geschrieben von MK155

Und nu ? :confused: :confused: ... einfach weiter draufhauen ... irgendwas wird sich schon noch finden :mad:

...oder durch Manipulation "gefunden werden"! Wenn´s nicht so traurig wäre, müsste ich bei sowas schmunzeln...

Gruß
F95

Niemals Servo
28.03.2003, 10:39
Original geschrieben von MK155


Und nu ? :confused: :confused: ... einfach weiter draufhauen ... irgendwas wird sich schon noch finden :mad:

Ich bin schon gespannt wie sie esden Leuten verkaufen werden, sollten sie bald die "guten alten" Streubomben wieder auspacken.
:mad:

Mit den Präzisionsbomben konnte man ja schon die Wüste, einen Hafen und ein Flugfeld erobern...

wave
28.03.2003, 11:05
[QUOTE]Original geschrieben von wave
[B]Kriegslügen der amerikanischen und englischen „Befreier“


Beispiel 1:
Angebliche Bio- und Chemiewaffen im Irak. Es ist bis heute nichts gefunden, auch die "Chemiewaffenfabrik", die kürzlich entdeckt wurde, entpuppte sich als Hirngespinst und Wunschdenken. Das ist inzwischen sogar vom US-Militär bestätigt worden.

Beispiel 2:
Die angeblichen Scud-Raketen, die vom Irak auf amerikanische Stellungen in Kuwait abgeschossen wurden, waren keine Scuds, sondern Raketen, die der Irak besitzen durfte.

Beispiel 3:
Die Eroberung von Umm Kasr und Basra am ersten Kriegstag war eine Propaganda-Lüge.

Beispiel 4:
Das massenhafte Überlaufen der irakischen Bevölkerung zu den Angreifern war ebenfalls eine Propaganda-Lüge. Eine im Fernsehen gezeigter Überläufer z.B. schwenkte eine weiße Fahne die sorgfältig mit dem Stock vernäht und an den Rändern
gesäumt war. (Sie wurde von der amerikanischen Propagandaabteilung mitgebracht)

Beispiel 5:
Die Behandlung der Kriegsgefangenen durch den Irak sollte nicht den Kriegskonventionen entsprechen.
Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes und Völkerrechtsprofessors sagte, dass die im Fernsehen gezeigte Darstellung der amerikanischen Kriegsgefangenen korrekt sei, im Gegensatz dazu die Darstellung von irakischen Kriegsgefangenen durch die Amerikaner gegen die Kriegskonventionen verstieße. (Die Kriegsgefangenen lagen gefesselt mit auf der Erde)

Beispiel 6:
Tony Blair muss sich aus seiner eigenen Bevölkerung Falschaussagen im Irak-Krieg vorhalten lassen. Die Schwester eines an der südirakischen Front getöteten britischen Soldaten wies seine Darstellung zurück, ihr Bruder sei von irakischen Soldaten exekutiert worden.
In der Tageszeitung "Daily Mail" sagte Nina Allsopp, die Streitkräfte hätten ihr mitgeteilt, dass ihr Bruder Sapper Lucas Allsopp im Kampf getötet worden sei. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums ist Allsopp einer der beiden getöteten britischen Soldaten, deren blutüberströmte Leichen am Mittwoch im arabischen Fernsehsender El Dschasira gezeigt wurden. Am Donnerstag hatte Blair sie in Camp David als "hingerichtete britische Soldaten" bezeichnet.
Die Iraker hätten eine "unvorstellbare Grausamkeit" begangen. Allsopp und Stabsoffizier Simon Cullingworth waren am Sonntag in der Nähe von Basra verschollen. "Wir können nicht verstehen, warum Lügen über das verbreitet werden, was geschehen ist", wurde Nina Allsopp zitiert.

Beispiel 7:
http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/20/0,1367,POL-0-2039700,00.html

Beispiel 8:
Angeblich Streit um Zukunft von Umm Kassr.
Zwischen den USA und Großbritannien ist nach verschiedenen britischen Presseberichten ein Streit über den Wiederaufbau des Hafens im südirakischen Umm Kassr entbrannt. Die Regierung in London wolle den Hafen wieder den Irakern übergeben, berichtet die Zeitung "The Guardian". Dagegen habe die US-Behörde für Entwicklungshilfe (USAID) den Auftrag zur Instandsetzung und Verwaltung des Hafens bereits an das US-Unternehmen Stevedoring Services of America vergeben. Der "Independent" schreibt, Großbritannien sähe den Wiederaufbau des Hafens von Umm Kasr als ersten Test an für die Ankündigung der USA, die irakischen Rohstoffe zum Wohle des irakischen Volkes zu nutzen.
Die US-Behörde USAID hat acht erste Verträge zum Wiederaufbau in Irak ausgeschrieben, wovon zwei bereits an US-Unternehmen gingen. Das Zustandekommen der Verträge wurde scharf kritisiert, vor allem weil mehrere betroffene US-Firmen enge Verbindungen zu ranghohen Vertretern der US-Regierung haben, wie zum Beispiel die Halliburton-Gruppe, deren früherer Chef Dick Cheney heute US-Vize-Präsident ist.


MfG wave

Alois
28.03.2003, 11:51
Angeblich Streit um Zukunft von Umm Kassr

Zwischen den USA und Großbritannien ist nach verschiedenen britischen Presseberichten ein Streit über den Wiederaufbau des Hafens im südirakischen Umm Kassr entbrannt. Die Regierung in London wolle den Hafen wieder den Irakern übergeben, berichtet die Zeitung "The Guardian". Dagegen habe die US-Behörde für Entwicklungshilfe (USAID) den Auftrag zur Instandsetzung und Verwaltung des Hafens bereits an das US-Unternehmen Stevedoring Services of America vergeben. Der "Independent" schreibt, Großbritannien sähe den Wiederaufbau des Hafens von Umm Kasr als ersten Test an für die Ankündigung der USA, die irakischen Rohstoffe zum Wohle des irakischen Volkes zu nutzen.

Die US-Behörde USAID hat acht erste Verträge zum Wiederaufbau in Irak ausgeschrieben, wovon zwei bereits an US-Unternehmen gingen. Das Zustandekommen der Verträge wurde scharf kritisiert, vor allem weil mehrere betroffene US-Firmen enge Verbindungen zu ranghohen Vertretern der US-Regierung haben, wie zum Beispiel die Halliburton-Gruppe, deren früherer Chef Dick Cheney heute US-Vize-Präsident ist.

@wafe, kannst du, wenn du willst gerne in deine Liste übernehmen.

wave
28.03.2003, 12:02
Hallo Alois, schon geschehen.
Viele Grüsse, wave

Alois
28.03.2003, 12:22
US-Parlament fordert Gebetstag für die Nation

Ein offizieller Gebets- und Fasttag soll den US-Soldaten in Irak nach Auffassung der Abgeordneten in Washington göttlichen Beistand sichern. Mit 346 gegen 49 Stimmen verabschiedete das Repräsentantenhaus einen Aufruf an Präsident George W. Bush, einen solchen Tag der Einkehr anzusetzen. "Ein Tag des Fastens und des Gebetes ist notwendig, um den Segen und den Schutz der göttlichen Vorsehung für das Volk der Vereinigten Staaten und unsere Streitkräfte während des Konfliktes in Irak und der Bedrohung durch den Terrorismus zu Hause zu sichern", heißt es in dem Text.

"Vor Gott Buße für die Sünden der Nation"
Der Senat hatte zuvor bereits eine ähnliche Resolution beschlossen. Beide Kammern des Kongresses wiesen darauf hin, dass solche Appelle auch in anderen schweren Zeiten ergangen seien. So habe Präsident Abraham Lincoln 1863 während des amerikanischen Bürgerkriegs das Volk aufgefordert, "vor Gott Buße für die Sünden der Nation" zu tun.

wave
28.03.2003, 12:34
Original geschrieben von Alois
US-Parlament fordert Gebetstag für die Nation

Ein offizieller Gebets- und Fasttag soll den US-Soldaten in Irak nach Auffassung der Abgeordneten in Washington göttlichen Beistand sichern. Mit 346 gegen 49 Stimmen verabschiedete das Repräsentantenhaus einen Aufruf an Präsident George W. Bush, einen solchen Tag der Einkehr anzusetzen. "Ein Tag des Fastens und des Gebetes ist notwendig, um den Segen und den Schutz der göttlichen Vorsehung für das Volk der Vereinigten Staaten und unsere Streitkräfte während des Konfliktes in Irak und der Bedrohung durch den Terrorismus zu Hause zu sichern", heißt es in dem Text.

.

Mit der "Vorsehung für Volk und Führer" hatten wir es auch schon mal in Deutschland, ist aber lange her.
MfG wave

Alois
28.03.2003, 13:17
auch der ganze Flaggenkult erinnert mich daran ...
hatten wir schon mal, ist aber lange her ...
Vielleicht deshalb, da wir aus unserer unrühmlichen Geschichte gelernt haben?
Hut aber auch vor unserer jungen Generation. Ich muß zugeben, ich hielt diese Generation für unpolitisch. Die Demonstrationen beweisen das Gegenteil. Entschuldigung für mein Vorurteil.

wave
28.03.2003, 13:27
Original geschrieben von Alois
Hut aber auch vor unserer jungen Generation. Ich muß zugeben, ich hielt diese Generation für unpolitisch. Die Demonstrationen beweisen das Gegenteil. Entschuldigung für mein Vorurteil.

Ich schrieb hier auch schon einmal, dass mir die Schülerdemonstrationen gegen den Golfkrieg Hoffnung für die Zukunft geben.
Diese Ereignisse werden die Schüler für ihr ganzes Leben prägen, so dass sie für auch bei anderen Gelegenheiten für Frieden und Verständigung eintreten werden.
MfG wave

Alois
31.03.2003, 12:45
Druck auf Reporter im Irak wächst

Was Journalisten aus dem Irak berichten, ist sowohl für die Alliierten als auch für das irakische Militär von großer Wichtigkeit. Freie und unzensierte Berichterstattung ist bereits seit dem ersten Kriegstag unmöglich - doch der Druck auf die Reporter vor Ort wird ständig größer.

So berichtet der ARD-Korrespondent Christoph Maria Fröder aus Bagdad, dass sich die Journalisten in der irakischen Hauptstadt inzwischen ausschließlich in Begleitung von irakischen Regierungsvertretern bewegen dürfen. Zudem solle jegliches Material künftig offiziell zensiert werden.

Die in die alliierten Truppen "eingebetteten Journalisten" liefern zwar Front-Bilder in die Wohnzimmer, doch ihr Blick auf das Kampfgeschehen bleibt ein winziger Ausschnitt. Das Militär hat zudem das Recht, Berichte zurückzuhalten, wenn strategische Interessen bedroht sind.

Behinderung von Kriegsberichterstattern
Besonders schwer haben es Reporter, die nicht zum offiziellen Journalistentross der Verbündeten gehören. Einem Bericht der britischen Zeitung "The Independent" zufolge werden diese teilweise durch die Verweigerung von Hilfe sogar in Lebensgefahr gebracht. So seien etwa Reporter, die nicht zum offiziellen Journalistenpool gehörten, gezwungen worden, in ihren Autos in unsicheren Straßen zu schlafen statt in nahe gelegenen Militärstützpunkten. Die Zeitung zitiert einen nicht namentlich genannten Militärsprecher im Gespräch mit unabhängig reisenden Journalisten wie folgt: "Mein Job ist es, Ihnen das Leben so schwer wie möglich zu machen. Sie bekommen auf jeden Fall keine Hilfe".

Reporter nach eigener Aussage von US-Militärs misshandelt
Zwei von der US-Armee aus dem Irak ausgewiesene israelische Journalisten berichteten sogar von Misshandlungen durch die Soldaten. Die Reporter waren gemeinsam mit zwei portugiesischen Kollegen auf eigene Faust im Irak unterwegs. Vor ihrer Ausweisung befanden Sie sich 72 Stunden in US-Gewahrsam. Ihnen sei über längere Zeiträume Nahrung und Wasser verweigert worden, teilte einer der Betroffenen, Dan Scemama, anschließend mit. Ferner hätten sie eine ganze Nacht in einem kalten Zelt still stehen müssen. Einer der portugiesischen Journalisten sei von fünf US-Soldaten geschlagen und getreten worden. Das Pentagon teilte mit, es gebe keine Hinweise auf Misshandlungen von Journalisten. Die Angelegenheit werde jedoch untersucht.

Britische Regierung kritisiert BBC als zu Irak-freundlich
Die britische Regierung kritisierte die Berichterstattung der BBC nach einem Bericht des "Observer" unterdessen als zu Irak-freundlich. Demnach beschuldigte der Labour-Vorsitzende und Kabinettsminister John Reid den Sender, ein "Freund Bagdads" zu sein. BBC-Chefs wiesen die Vorwürfe scharf zurück. Der politische Chefkorrespondent des Senders, Andrew Marr, sagte, die Regierung sei "wütend darüber, dass sie zwar kontrollieren kann, wohin die Reporter gehen, aber nicht, was sie sehen".

Fortuna95
31.03.2003, 13:31
Original geschrieben von Alois
...Die Angelegenheit werde jedoch untersucht.


Na, da bin ich aber mal gespannt, was dabei wohl rauskommen mag...!?! (Vorsicht: Ironiemodus!)

Gruß
F95

wave
31.03.2003, 13:36
Und das von den Ländern, die meinen die Pressefreiheit erfunden zu haben.
Je höher Bush das Wasser am Hals steht, um so rüder werden die Methoden.
MfG wave

wave
31.03.2003, 18:33
ZU US-KRITISCH

TV-Sender NBC feuert Peter Arnett

Meinungsfreiheit ist schön. Manchmal. Den amerikanischen Kriegsreporter und Pulitzerpreisträger Peter Arnett haben seine Ansichten nun den Job gekostet: Er hatte im irakischen Fernsehen erklärt, die Strategie des US-Militärs sei fehlgeschlagen. NBC feuerte daraufhin den Journalisten, der aus Bagdad für den TV-Sender berichtet hatte.

Pulitzerpreisträger Arnett: Offene Worte zur falschen Zeit

Washington - NBC hatte Peter Arnetts Auftritt im irakischen Fernsehen zunächst verteidigt. In dem TV-Auftritt hatte der Reporter erklärt, die US-Strategie sei wegen der überraschend starken Gegenwehr der Iraker fehlgeschlagen. Die Militärstrategen versuchten jetzt, "einen anderen Kriegsplan zu entwerfen".
Nach scharfer Kritik anderer Journalisten in den USA machte der Sender am Montag dann jedoch eine überraschende Kehrtwende. "Es war falsch, dass Arnett dem irakischen Staatsfernsehen - besonders in Kriegszeiten - ein Interview gegeben hat", erklärte ein Sprecher des Senders am Montag. "Und es war falsch, dass er seine persönlichen Beobachtungen und Meinungen zur Sprache brachte. Deshalb wird Peter Arnett nicht mehr für NBC und MSNBC berichten", hieß es in einer Mitteilung.

Arnett, der für seine Berichterstattung über den Vietnamkrieg den Pulitzerpreis erhielt, war im Golfkrieg vor zwölf Jahren weltweit bekannt geworden, weil er als einer von wenigen Korrespondenten - damals für CNN - aus Bagdad berichtet hatte. Auch im aktuellen Golfkrieg war er der erste, der vor knapp zwei Wochen aus Bagdad die ersten Raketeneinschläge und damit den Kriegsbeginn gemeldet hatte.

Schon 1991 hatte er sich mit seinen Berichten über den Golfkrieg bei der damaligen US-Regierung udn bei Präsident George Bush senior nachhaltig unbeliebt gemacht. Er hatte unter anderem über einen alliierten Bombenangriff auf eine Fabrik berichtet, die nach seiner Darstellung Babymilch, nach der Version des Pentagon jedoch biologische Waffen herstellte. Die Regierung beschuldigte Arnett daraufhin, Saddam Husseins Propaganda zu verbreiten.

Auch Arnetts Abschied von CNN erfolgte in Unfrieden. 1998 moderierte er einen Beitrag, der die US-Streitkräfte beschuldigte, gegen ein Dorf im südostasiatischen Staat Laos Sarin-Gas eingesetzt zu haben, um amerikanische Deserteure zu töten. CNN feuerte wenig später zwei Mitarbeiter und zog den Beitrag zurück. Arnett verließ den Sender daraufhin.

MfG wave

gtdaexl
31.03.2003, 19:00
Den wahren Hintergrund des Kriegs kann man glaube ich ganz gut erkennen, wenn man sich diese "axis of evil" mal betrachtet:

project of the new american century:

www.newamericancentury.org (http://www.newamericancentury.org)

Hier ist übrigens unser Freund Richard Perle Mitglied, der übrigens vor ein paar Tagen noch Chefberater von Rumsfeld war, jetzt aber über ein kleines finanzielles "Mißgeschick" gestolpert ist.

Diese Organisation hat (sh. Link auf der o.g. Seite "Letters/Statements") schon vor Jahren an Clinton appelliert, härter gegen den Irak vorzugehen.

Grüße,

Tom

deBORA
31.03.2003, 20:20
Ich denke, daß das ganze Demonstrieren gegen den Krieg nichts nutzt. Nutzen tut nur die Selbsthilfe, indem man sich selbst dem Kampf um die Ölquellen dieser Welt soweit wie möglich entzieht.

Das ist sogar ohne Verlust an Lebensqualität möglich, indem man z.B. ein sparsames Auto fährt und sein Haus isoliert. Mehr noch als durch den Auspuff eines Autos werden nämlich durch die Heizung eines Hauses die Erdölvorräte der Welt geschröpft.

Das heißt für uns: Wir müssen alles nur erdenkliche tun, um uns von dem Öl als Energiequelle zum Heizen zu verabschieden. Öl ist viel zu kostbar, um es lediglich duch den Schornstein zu jagen.


Back to the roots!

Deshalb hier mein sichtbarer Beitrag dazu:

Das Bild ist vom 23.03.2003

deBORA
31.03.2003, 20:22
Und dieses Bild ist vom 30.03.2003, also eine Woche später:

wave
01.04.2003, 06:55
Original geschrieben von deBORA
Ich denke, daß das ganze Demonstrieren gegen den Krieg nichts nutzt. Nutzen tut nur die Selbsthilfe, indem man sich selbst dem Kampf um die Ölquellen dieser Welt soweit wie möglich entzieht.



Ich denke schon, dass demonstrieren besser ist als nichts zu tun.
Vielleicht bekommen irgenwann die wenigen vernünftigen Amerikaner die Oberhand.
Bei den Briten könnte die Stimmung ehr kippen.
Mir geht es in erster Linie um den ungerechtfertigten und brutalen Golfkrieg, bei dem Zivilisten am meisten leiden, und nicht darum, ob der Ölpreis einige Cent höher oder niedriger ist.
MfG wave

Niemals Servo
01.04.2003, 09:31
Original geschrieben von deBORA
Und dieses Bild ist vom 30.03.2003, also eine Woche später:

Das ist schon getrocknetes Holz?

wave
01.04.2003, 10:13
US Soldaten töten an Kontrollpunkt 10 irakische Zivilisten darunter 5 Kinder.
Der Vorgang wurde von den US-Militärs so dargestellt, dass der Bus mit den Zivilisten auf Warnschüsse nicht gehalten hätte.

Die Wahrheit sieht ganz anders aus:

"Sie haben soeben eine Familie getötet, weil sie nicht früh genug einen Warnschuss abgegeben haben", zitierte das Blatt US-Hauptmann Ronny Johnson von der 3. Infanteriedivision. Der Offizier sei über Funk zu hören gewesen, wie er seine Soldaten nach dem Vorfall zurechtwies.

MfG wave

wave
01.04.2003, 10:32
Tödliche Präzisionsbomben -10 Prozent Irrläufer
Die US-Streitkräfte haben die Fehlerquote ihrer „Präzisionsbomben" im Irak-Krieg mit etwa zehn Prozent angegeben. Was in den Augen der Militärplaner eine Kriegführung mit der vielleicht genauesten Zielsteuerung der Geschichte ist, wirkt sich für die Zivilbevölkerung in der Nähe der Angriffsziele verheerend aus. Zehn Prozent von bisher 8.000 eingesetzten Bomben und Raketen sind 800 Irrläufer. Kein Waffensystem ist narrensicher", erklärt Korvettenkapitän Charles Owens vom Hauptquartier des US-Oberkommandos Mitte in Katar. „Wir haben immer ein oder zwei, die ihr Ziel verfehlen." Wenn die Zielsteuerung aus technischen Gründen oder wegen menschlichen Irrtums versagt, schlagen die Bomben oder Raketen nicht in den militärischen Zielen, sondern auf Häusern, Märkten oder Straßen ein. „Mehrere hundert haben zu einem gewissen Grad ihr Ziel verfehlt", sagt Rob Hewson vom britischen Militärfachdienst „Jane's Air-Launched Weapons". Eine Explosion, bei der am Mittwoch vergangener Woche 14 Bewohner des Bagdader Stadtteils Schaab getötet wurden, könnte von einer US-Rakete verursacht worden sein, möglicherweise eine Rakete, die eine irakische Radarstellung treffen sollte oder ein von der Bahn abgekommener Marschflugkörper. Die zweite größere Explosion auf Grund eines möglichen Irrläufers riss am Freitag 60 Menschen auf einem Marktplatz in Bagdad in den Tod. US-Offiziere halten es auch für wahrscheinlich, dass eine irakische Flugabwehrrakete außer Kontrolle geraten sein könnte. Aber Militärexperte Hewson sagt: „Es gibt eine wachsende Gewissheit, dass diese beiden Angriffe auf Marktplätze von Waffen der Koalition verursacht wurden, die ihr Ziel nicht trafen." So sind auch etwa fünf der rund 700 von US-Schiffen im Mittelmeer, im Roten Meer und im Persischen Golf abgefeuerten Tomahawk-Marschflugkörper versehentlich in Iran, der Türkei und Saudi-Arabien gelandet. Die Regierung in Teheran hat gegen drei Einschläge auf ihrem Territorium protestiert. Auch Saudi-Arabien und die Türkei baten das Pentagon, nicht mehr über ihr Land hinweg zu schießen. „Wenn man Cruise Missiles einsetzt, dann gibt es immer welche, die dort herunterkommen, wo sie es nicht sollten", erklärt der unabhängige Raketenexperte David Isby in Washington. „Das ist bei Einsätzen über große Distanzen kein Skandal, sondern nicht anders zu erwarten." „Es gibt eine signifikante Kluft zwischen einer hundertprozentigen Trefferquote und der Realität", erklärt Hewson. „Und je mehr abgeworfen wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines katastrophalen Versagens." Im Pentagon räumt Oberstleutnant Christy Nolta von der Luftwaffe ein, dass es trotz genauester Planung keine Möglichkeit gebe, das Risiko von Toten in der Zivilbevölkerung auszuschalten: „Das sind mechanische Geräte, und mechanische Geräte haben mechanische Fehler." Die ihr Ziel verfehlenden Waffen verursachen nicht nur den Tod von Unbeteiligten, sondern auch eine wachsende Feindschaft gegen Amerikaner und Briten. „In einem Krieg, der für das Wohl des irakischen Volkes geführt wird, kann man es sich nicht leisten, dass irgendjemand von ihnen getötet wird", sagt Hewson. „Aber es ist nicht möglich, dass man Bomben abwirft und keine Menschen tötet."

MfG wave

Fortuna95
01.04.2003, 10:50
Original geschrieben von wave
US Soldaten töten an Kontrollpunkt 10 irakische Zivilisten darunter 5 Kinder.
Der Vorgang wurde von den US-Militärs so dargestellt, dass der Bus mit den Zivilisten auf Warnschüsse nicht gehalten hätte.

Die Wahrheit sieht ganz anders aus:

"Sie haben soeben eine Familie getötet, weil sie nicht früh genug einen Warnschuss abgegeben haben", zitierte das Blatt US-Hauptmann Ronny Johnson von der 3. Infanteriedivision. Der Offizier sei über Funk zu hören gewesen, wie er seine Soldaten nach dem Vorfall zurechtwies.

MfG wave

DAS ist die große Problematik in diesem (wie in jedem anderen) Krieg - keine objektive Berichterstattung! Wem soll man was glauben? Beide Erklärungen hören sich passend an. Nicht das man mich falsch versteht - ich verurteile diesen Krieg auch auf´s schärfste. Aber ich kann auch verstehen, wenn die Soldaten in einer solchen Situation Angst um Leib und Leben haben. Freund und Feind sind leider nicht mit absoluter Sicherheit trennbar. Es wäre nicht das erste Mal, daß man auf eine Finte des Gegners hereingefallen wäre. Der Bus hätte auch von verdeckten irakischen Soldaten wimmeln können. Ich würde denen zutrauen, für ihre Zwecks auch Zivilisten zu mißbrauchen. So oder so ist das, was dort passiert ist, vollkommen überflüssig, so wie der gesamte Krieg im Irak.

Wie heißt es so schön am Ende des Videos von SOAD - "War ist over (if you want it)"! Wenn die Welt doch nur so einfach gestrickt wäre...

Gruß
F95

joegolf
01.04.2003, 11:40
Original geschrieben von wave
US Soldaten töten an Kontrollpunkt 10 irakische Zivilisten darunter 5 Kinder.
Der Vorgang wurde von den US-Militärs so dargestellt, dass der Bus mit den Zivilisten auf Warnschüsse nicht gehalten hätte.

Die Wahrheit sieht ganz anders aus:

"Sie haben soeben eine Familie getötet, weil sie nicht früh genug einen Warnschuss abgegeben haben", zitierte das Blatt US-Hauptmann Ronny Johnson von der 3. Infanteriedivision. Der Offizier sei über Funk zu hören gewesen, wie er seine Soldaten nach dem Vorfall zurechtwies.

MfG wave

Die "Wahrheit" mag irgendwo da draußen liegen, aber sicher nicht in irgendeinem "Blatt" oder bei den "US-Militärs". Von uns kennt sie jedenfalls keiner, deswegen wäre ich sehr vorsichtig mit solchen "Wahrheiten". Sehr schnell betreibt man selbst Propaganda...

deBORA
01.04.2003, 11:46
Original geschrieben von Niemals Servo
Das ist schon getrocknetes Holz?

Nein. Das ist frisch gehacktes Holz.

Das getrocknete Holz ist gesondert in einem anderen Silo gelagert.

Dann ist hier noch ein Bild, von dem Holz, was noch gehackt werden muß

Gruß

deBORA

Fortuna95
01.04.2003, 11:52
Original geschrieben von joegolf
Die "Wahrheit" mag irgendwo da draußen liegen, aber sicher nicht in irgendeinem "Blatt" oder bei den "US-Militärs". Von uns kennt sie jedenfalls keiner, deswegen wäre ich sehr vorsichtig mit solchen "Wahrheiten". Sehr schnell betreibt man selbst Propaganda...

Dem stimme ich uneingeschränkt zu...leider (und ich wiederhole mich da gerne) gibt es keine objektive Berichterstattung zu diesem Thema mehr. :(

Gruß
F95

Niemals Servo
01.04.2003, 12:32
Original geschrieben von deBORA
Nein. Das ist frisch gehacktes Holz.

Dann ist hier noch ein Bild, von dem Holz, was noch gehackt werden muß


Na denn viel Spaß. Kann man das Zeug nicht einfach zu Schnetzeln verarbeiten?

Ich bin zwar nur ein Erdgasheizer, aber glaubst du dass die Scheite richtig trocken werden, wenn sie in der Ecken auf so einem breiten Haufen lagern?

Hans
01.04.2003, 12:36
Original geschrieben von Niemals Servo
Na denn viel Spaß. Kann man das Zeug nicht einfach zu Schnetzeln verarbeiten?

Ich bin zwar nur ein Erdgasheizer, aber glaubst du dass die Scheite richtig trocken werden, wenn sie in der Ecken auf so einem breiten Haufen lagern?

????
Der mit dem Raspelholz (Hackschnitzel) war ich...:D :D :D
--- aber heute nur Solarenergie ---

an so einem schönen Tag spar ich mir die Schnitzel.

wave
01.04.2003, 12:45
Original geschrieben von Niemals Servo
Na denn viel Spaß. Kann man das Zeug nicht einfach zu Schnetzeln verarbeiten?

Ich bin zwar nur ein Erdgasheizer, aber glaubst du dass die Scheite richtig trocken werden, wenn sie in der Ecken auf so einem breiten Haufen lagern?

Hier geht es um Leben und Tod bzw. Krieg und Frieden und ihr unterhaltet euch Brennholztrocknen. :) :confused:
MfG wave

Fortuna95
01.04.2003, 13:07
Bagdad/Washington (rpo). An dem schrecklichen Unglück in der Nähe von Nadschaf, bei dem US-Soldaten sieben Frauen und Kinder erschossen haben, geben die USA jetzt Saddam Hussein die Schuld.

Das US-Oberkommando Mitte teilte am Dienstag mit, die Fahrerin eines Kleinbusses habe einen Befehl zum Anhalten nicht befolgt. Militärsprecher Frank Thorp machte die Regierung von Saddam Hussein für den Zwischenfall verantwortlich, da immer wieder Zivilpersonen als menschliche Schutzschilde missbraucht würden.

Die Soldaten des Kontrollpunkts gaben nach US-Darstellung Warnschüsse auf den Kleinbus ab und schossen dann auf die Motorhaube. Schließlich hätten sie in den Fahrgastraum gefeuert. In dem Bus waren den Angaben zufolge 13 Frauen und Kinder mit ihrer persönlichen Habe. Ein Reporter der "Washington Post" berichtete jedoch als Augenzeuge, in dem Bus hätten 15 Menschen gesessen. Auch seien nicht sieben getötet worden, wie von den US-Streitkräften mitgeteilt, sondern zehn. Unter ihnen seien auch fünf Kleinkinder von weniger als fünf Jahren.

Die an dem Kontrollpunkt eingesetzten Soldaten gehörten der 3. Infanteriedivision an, die bei einem Selbstmordanschlag am Samstag rund 30 Kilometer weiter nördlich vier Soldaten verlor. Die Soldaten hätten sich vorschriftsgemäß verhalten, erklärte das US-Oberkommando Mitte. Zwei Fahrzeuginsassen wurden verletzt.
"Das war das Schrecklichste, was ich je gesehen habe", sagte der US-Sanitäter Mario Manzano der "Washington Post". "Und ich hoffe, dass ich das nie wieder sehen werde." Die Sanitäter brachten die Verletzten, unter ihnen eine Schwangere, in ein amerikanisches Feldhospital, wie die Zeitung weiter berichtete.

Hoffnungen auf Aufstand nicht erfüllt

Die tödlichen Schüsse auf Frauen und Kinder werden die Ablehnung gegen die Invasion der US-Truppen in der schiitischen Bevölkerung vermutlich weiter fördern. Bisher haben sich die Hoffnungen der USA auf einen Aufstand gegen Saddam Hussein nicht erfüllt. Bei einem weiteren Zwischenfall an einem Kontrollpunkt in der Nähe von Kerbela wurden nach US-Angaben zwei Zivilpersonen verletzt.

Gruß
F95

wave
01.04.2003, 13:21
Original geschrieben von Fortuna95
Bagdad/Washington (rpo). An dem schrecklichen Unglück in der Nähe von Nadschaf, bei dem US-Soldaten sieben Frauen und Kinder erschossen haben, geben die USA jetzt Saddam Hussein die Schuld.

Das US-Oberkommando Mitte teilte am Dienstag mit, die Fahrerin eines Kleinbusses habe einen Befehl zum Anhalten nicht befolgt. Militärsprecher Frank Thorp machte die Regierung von Saddam Hussein für den Zwischenfall verantwortlich, da immer wieder Zivilpersonen als menschliche Schutzschilde missbraucht würden.

Die Soldaten des Kontrollpunkts gaben nach US-Darstellung Warnschüsse auf den Kleinbus ab und schossen dann auf die Motorhaube. Schließlich hätten sie in den Fahrgastraum gefeuert.
Gruß
F95

ohne Kommentar:

Die tödlichen Schüsse auf die Insassen eines Kleinbusses nahe Nadschaf am Montagabend sind offenbar auf das Fehlverhalten der diensthabenden US-Soldaten zurückzuführen. Laut "Washington Post" versäumten sie es, rechtzeitig einen Warnschuss abzugeben.

deBORA
01.04.2003, 15:59
Original geschrieben von wave
Hier geht es um Leben und Tod bzw. Krieg und Frieden und ihr unterhaltet euch Brennholztrocknen. :) :confused:
MfG wave

Wenn wir alle auf der Welt um trockenes Brennholz kümmern würden, würde es keinen Krieg ums Öl geben.

Ich meine das Ernst!

Gruß

deBORA

joegolf
01.04.2003, 16:49
Original geschrieben von deBORA
Wenn wir alle auf der Welt um trockenes Brennholz kümmern würden, würde es keinen Krieg ums Öl geben.

Ich meine das Ernst!

Gruß

deBORA

Stattdessen würde es dann einen Krieg um Brennholz geben (auch wenn man das sowieso nicht so vereinfachen kann...) :rolleyes:

wave
02.04.2003, 06:51
Original geschrieben von joegolf
Die "Wahrheit" mag irgendwo da draußen liegen, aber sicher nicht in irgendeinem "Blatt" oder bei den "US-Militärs". Von uns kennt sie jedenfalls keiner, deswegen wäre ich sehr vorsichtig mit solchen "Wahrheiten". Sehr schnell betreibt man selbst Propaganda...

Hallo joegolf,
das "Blatt" ist immerhin die Washington Post, Amerikas angesehendste Zeitung, die u.a. auch den Watergate-Skandal aufgedeckt hat.
Aber glaube weiter was Du möchtest.
MfG wave

joegolf
02.04.2003, 08:03
ICH glaube, dass es eine SCHEISS-Situation für Soldaten ist, wenn ein Bus auf einen losfährt und der nicht reagiert. Vor allem, wenn es kurz vorher ein Bombenattentat gegeben hat, bei dem 4 US-Soldaten starben, weil sie einem Taxifahrer helfen wollten...

Deshalb sitzt der Finger am Abzug verdammt locker. Ich weiß nicht, wie ich in so einer Situation handeln würde und ich glaube auch nicht, dass Du schon in so einer Situation warst. Deshalb würde ich den Vorfall nicht verurteilen, sondern mir ALLE Einzelheiten ganz genau anschauen. Das Problem ist, das weder das Militär noch die "Washington Post" alle Einzelheiten des Vorfalls kennen.

Thomas A2 Fan
02.04.2003, 08:11
Und das Problem war, das es die gleiche Einheit war wo die vier soldaten gestorben sind . meine meihnung die einheit muß sofort aus dem gebiet rausgezogen werden und zurück verlegt in die usa , die jungs sind fertig egal was jetzt passiert ist erst verlieren sie ihre freunde und kamerraden und den das

Fortuna95
02.04.2003, 08:42
Original geschrieben von Thomas A2 Fan
Und das Problem war, das es die gleiche Einheit war wo die vier soldaten gestorben sind . meine meihnung die einheit muß sofort aus dem gebiet rausgezogen werden und zurück verlegt in die usa , die jungs sind fertig egal was jetzt passiert ist erst verlieren sie ihre freunde und kamerraden und den das

Wobei auch noch niemand das Wort "Racheakt" in den Mund genommen hat. Sicherlich muß man hier vorsichtig sein, aber eine solche Sicht der Dinge ist sicherlich auch möglich...

Wir sind zu weit weg und zu wenig informiert, um genau wissen und sagen zu können, welche Meldungen wahr und welche falsch sind. Ich dreh´ mich im Kreis, wenn ich sage, daß die Berichterstattung (ganz gleich von welcher Seite) mittlerweile nicht mehr uneingeschränkt glaubhaft ist.

Gruß
F95

Passat_TDI_96KW
02.04.2003, 10:48
Hallo Cisco

Wollte dir nur mal kurz sagen das du einfach nichts gelernt hast!
(Will das jetzt nicht weiter erläutern, da es keinen Sinn hat)

Wir hatten schonmal eine sehr ausführliche Diskussion.

Nun möchte ich gerne von Dir eine Antwort haben.


WAS GIBT DEN AMIS DAS RECHT IM IRAK EINZUMASCHIEREN?



P.s. fass es nicht als persöndlicher Angriff auf gelle ;)

il brutto
02.04.2003, 12:24
Der Vergleich mag sich zynisch anhören - aber um doch mal wieder eine Relation zu schaffen - folgende Fragen:

- Wie viele Verkehrstote gab es gestern in Deutschland?

- Welche Schlagzeilen war das der Presse wert?

Ciao!

wave
02.04.2003, 13:35
Die 'Hilfe' der US-amerikanischen Truppen für den Irak geht weiter. Jetzt wurde eine Geburtsklinik in Bagdad bombardiert, es gab mehrere Tote.
MfG wave

wave
03.04.2003, 07:35
Meldung von ARD.de

Alliierte missachten Rechte von Reportern

Die Europäische Rundfunk Union (EBU) hat gegen die massive Behinderung unabhängiger Journalisten im Südirak durch das US-Zentralkommando in Doha protestiert. Betroffen seien insbesondere Reporter und Kamerateams aus den Staaten, die den amerikanisch-britischen Angriffskrieg nicht unterstützten, so EU-Generalsekretär Jean Stock. "Reporter und Kamerateams, die ihr Leben aufs Spiel setzten, wurden von britischen und amerikanischen Truppen festgenommen und nach Kuwait zurückgeschickt." Eine solche Politik der Behinderung würde die Arbeit der Journalisten nicht nur erheblich erschweren, so Stock. Die Journalisten müssten heimlich arbeiten und würden dadurch zum Teil ihr Leben aufs Spiel setzen.

Stock begrüßte die Entscheidung des Zentralkommandos, so genannten "eingebetteten" Journalisten die Möglichkeit einer direkten Kriegsberichterstattung zu geben, doch diese Chance hätte nur eine geringe Zahl von Reportern. Die übrigen seien dazu gezwungen, sich Randthemen zuzuwenden oder sich Informationen über dritte Quellen zu beschaffen.
Berichte über Misshandlungen und Verhöre
Auch die Organisation "Reporter ohne Grenzen" äußerte sich besorgt über das Vorgehen der britisch-amerikanischen Streitkräfte gegenüber Journalisten im Irak. "Journalisten gerieten unter Beschuss, wurden verhaftet, oft über mehrere Stunden verhört, misshandelt und geschlagen", kritisierte der Generalsekretär der Organisation zur Verteidigung der Pressefreiheit, Robert Ménard in Paris. Außerdem sei das Informationsministerium in Bagdad zweimal bombardiert worden, obwohl bekannt sei, dass dort die internationalen Nachrichtenagenturen untergebracht sind.

Die Organisation forderte die irakischen Behörden zudem auf, den Verbleib von vier vermissten Journalisten aufzuklären. Nach Aussage von Korrespondenten in Bagdad sollten sie abgeschoben werden. Seitdem fehle jede Spur.

MfG wave

Passat_TDI_96KW
03.04.2003, 07:41
Das ist alles ganz klar!

Wenn die Wahrheit an die öffendlichkeit käme wäre die Hölle los.

Und das man noch sowas unterstützen kann begreife ich nicht!
Aber eben man kann ja nur das sehen was man will und alles andere aussen vor lassen.

Wenn ich dann noch so Beiträge wie die von Cisco lesen wird es mir fast schwarz vor Augen! Wie kann man nur so blind durch die gegend laufen?

Man muss endlich sehen das nicht nur der Irak schuldig ist! Es gehören auch die USA und England dazu!

joegolf
03.04.2003, 07:51
Original geschrieben von wave
Die 'Hilfe' der US-amerikanischen Truppen für den Irak geht weiter. Jetzt wurde eine Geburtsklinik in Bagdad bombardiert, es gab mehrere Tote.
MfG wave


Zitat: "Angeblich", "Möglicherweise". Erst mal die Bestätigungen abwarten...

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,243077,00.html

Nochmal zur Erinnerung: Die Kindersterblichkeit in Basra war vor dem Krieg eine der höchsten der Welt. Dank Saddam und seiner Verfolgung der Schiiten....

wave
03.04.2003, 08:31
Original geschrieben von joegolf
Zitat: "Angeblich", "Möglicherweise". Erst mal die Bestätigungen abwarten...

Nochmal zur Erinnerung: Die Kindersterblichkeit in Basra war vor dem Krieg eine der höchsten der Welt. Dank Saddam und seiner Verfolgung der Schiiten....

Die 'taz' spricht nicht von "Angeblich", "Möglicherweise" sondern zitiert die Reuters Reporterin Samia Makhoul als Augenzeugin.
Deine amerikanischen Freunde geben ihre Greueltaten natürlich nur zu wenn es nicht anders geht.

Warum ist die Kindersterblichkeit so hoch? Weil durch das Embargo jahrelang keine Arzeimittel in den Irak gelassen wurden.
Vorher hatte der Irak das beste Gesundheitssystem der gesammten arabischen Staaten.
MfG wave

Passat_TDI_96KW
03.04.2003, 11:20
kleiner Ausschnitt von einem Artikel aus den "Times"



Friedenseinsätze

Eines unterscheidet die Verbündeten laut Tusa ganz klar voneinander: Friedenseinsätze seien für die Briten "Teil der Militärgeschichte". Die Amerikaner sagten, solche Friedenseinsätze seien etwas für Waschlappen. Richtige Soldaten führten Krieg und überliessen Friedenseinsätze dummen kleinen Nationen.

joegolf
03.04.2003, 12:15
Original geschrieben von wave
Die 'taz' spricht nicht von "Angeblich", "Möglicherweise" sondern zitiert die Reuters Reporterin Samia Makhoul als Augenzeugin.
Deine amerikanischen Freunde geben ihre Greueltaten natürlich nur zu wenn es nicht anders geht.

Warum ist die Kindersterblichkeit so hoch? Weil durch das Embargo jahrelang keine Arzeimittel in den Irak gelassen wurden.
Vorher hatte der Irak das beste Gesundheitssystem der gesammten arabischen Staaten.
MfG wave

1. Eine Greueltat setzt m.E. immer noch voraus, dass sie mit voller Absicht geschieht...

2. Es war dem Irak auch während des Embargos ausdrücklich erlaubt, Arzneimittel zu importieren. Siehe dazu auch das Oil-for-food-Programm. Nur hat Saddam ABSICHTLICH die Schiiten nicht beliefert, um die Schuld der UNO in die Schuhe schieben zu können und Mitleid in der arabischen Welt zu erzeugen.

wave
03.04.2003, 12:36
Original geschrieben von joegolf
1. Eine Greueltat setzt m.E. immer noch voraus, dass sie mit voller Absicht geschieht...

2. Es war dem Irak auch während des Embargos ausdrücklich erlaubt, Arzneimittel zu importieren. Siehe dazu auch das Oil-for-food-Programm. Nur hat Saddam ABSICHTLICH die Schiiten nicht beliefert, um die Schuld der UNO in die Schuhe schieben zu können und Mitleid in der arabischen Welt zu erzeugen.

Hallo joegolf,
da Du offentsichtlich nicht besonders gut informiert bist folgende Information:

Das irakische Regime rationiert seit Jahren die Lebensmittel. Jeder Mensch im Irak erhält monatlich ein Essenspaket. Neugeborene bekommen Sonderrationen. Dadurch wurde trotz der katastrophalen Lage nach dem Krieg 1991 und trotz des anhaltenden UN-Embargos ermöglicht, dass kein Mensch unmittelbar an Hunger sterben muss. Das Programm ist nach Einschätzung der Vereinten Nationen so gut, dass sie erwägen, es anderen Staaten in vergleichbaren Lagen zur Nachahmung zu empfehlen.

Dennoch ist laut Bericht 2002 des UN-Enwicklungsprogramms (United Nations Development Programme, UNDP) hauptsächlich auf Grund von Proteinmangel annähernd jedes vierte irakische Kind unter fünf Jahren chronisch mangelernährt. Kinder werden als chronisch mangelernährt bezeichnet, wenn sie eine geringere als die für ihr Alter durchschnittliche Körpergröße aufzeigen. Die Langzeitdaten ab 1991 zeigen, dass sich die Lage bis 1996 dramatisch zuspitzte und erst der Start des Programms ”Oil for Food” (begrenzter Ölexport des Irak gegen Warenimporte) eine Verbesserung bewirkte. Die Lockerung des Embargos ab dem Jahre 2000 zeitigte ebenfalls positive Veränderungen der Ernährungssituation.

Bei sechzig Prozent der schwangeren Frauen wurde Blutarmut (Anämie) aufgrund von Mangelernährung nachgewiesen, so Francis Dubois, amtierender Repräsentant des UN-Entwicklungsprogramms im Irak. Nach Dubois haben die Iraker und Irakerinnen das Maximum des Möglichen erreicht, um die Folgen der Sanktionen gegen den Irak zu lindern. Verbesserungen könnten nur mehr von außen erreicht werden, indem die Sanktionen weiter gelockert oder ganz aufgehoben werden.

MfG wave

joegolf
03.04.2003, 20:14
Und von wem stammen die Sanktionen? Von der UNO, die lieber einen Frieden wollte. Der wäre weiterhin mit Sanktionen erkauft worden, die Kinder würden weiter sterben und keiner würde dagegen demonstrieren. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

So besteht jetzt wenigstens die Chance, dass der Irak effektiv wieder aufgebaut werden kann. Diese Chance gilt es zu ergreifen und genau hier wird sich zeigen, ob die USA und der Rest der Welt aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben. Wenn das gelingt, wäre dies ein erster Schritt in Richtung friedlicherer Naher Osten. Der nächste (viel größere) muss die Lösung des Konflikts Israel-Palästinenser werden. Dann hätten die Extremisten das Problem, dass ihnen die Argumente ausgehen. Nur bin ich bei Schritt 2 ziemlich skeptisch....................... :(

wave
04.04.2003, 06:46
Original geschrieben von joegolf
So besteht jetzt wenigstens die Chance, dass der Irak effektiv wieder aufgebaut werden kann. Diese Chance gilt es zu ergreifen und genau hier wird sich zeigen, ob die USA und der Rest der Welt aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben. Wenn das gelingt, wäre dies ein erster Schritt in Richtung friedlicherer Naher Osten. Der nächste (viel größere) muss die Lösung des Konflikts Israel-Palästinenser werden. Dann hätten die Extremisten das Problem, dass ihnen die Argumente ausgehen. Nur bin ich bei Schritt 2 ziemlich skeptisch....................... :(

Da bin ich aber gespannt. Die arabische Welt wartet schon sehnsüchtig auf die amerikanisch/britischen Friedensstifter und Wiederaufbauer.

MfG wave

wave
08.04.2003, 07:05
Es will den US-Amerikanern einfach nicht gelingen die Begründung für den Einmarsch in den Irak nachzuliefern.
Ich erinnere daran , dass der Hauptgrund für Bush's Einmarsch war, das Land von "Massenvernichtungswaffen zu befreien"

Meldung aus der US-freundlichen "Welt":

Vermeintliche Chemiewaffen in Irak stellen sich als Pestizide heraus
Nadschaf - Ein vermeintliches Chemiewaffenlager im Süden von Bagdad hat sich nach Angaben des US-Militärs als harmloses Depot von Pflanzenschutzmitteln herausgestellt. Berichte über das Giftgas Sarin hätten sich als falsch herausgestellt, räumte US-Geheimdienstoffizier Adam Mastrianni von der 101. Luftlandebrigade am Montag bei Nadschaf ein. Umfangreiche Tests hätten ergeben, dass auf dem Gelände bei Hindijah rund hundert Kilometer südlich der Hauptstadt lediglich Pestizide lagerten. Den US-Soldaten, die über Übelkeit und Hautflecken geklagt hätten, gehe es wieder besser, sagte Mastrianni weiter.


Ein US-Major auf dem Internationalen Flughafen von Bagdad hatte zuvor von einem möglichen Beleg für die Existenz von Massenvernichtungswaffen in Irak gesprochen, die Bagdad weiterhin abstreitet. US-Marineinfanteristen waren bei ihrem Vorstoß in die Innenstadt von Bagdad zuvor angewiesen worden, ihre Schutzanzüge gegen die leichtere Tarnuniform einzutauschen. Das Militär gehe derzeit nicht von einer „ernsthaften Bedrohung“ durch Bio- und Chemiewaffen aus, hieß es zur Begründung. AFP

MfG wave

A6-Fahrer
08.04.2003, 08:17
Original geschrieben von wave
Vermeintliche Chemiewaffen in Irak stellen sich als Pestizide heraus
"So ein Mist aber auch! Tut uns furchtbar traurig!" Naja wenn man schon mal da ist kann man ja auch noch rasch was aufbauen und sich das Öl unter den Nagel reißen.

BTW: Hatte jemand wirklich etwas anderes erwartet?!

Gruß

Dirk
08.04.2003, 11:29
Tja ich frag' mich nur was passiert, wenn es sich letztendlich herausstellt, das der Irak überhaupt keine Massenvernichtungswaffen hatte ???

wave
08.04.2003, 12:19
Original geschrieben von Dirk
Tja ich frag' mich nur was passiert, wenn es sich letztendlich herausstellt, das der Irak überhaupt keine Massenvernichtungswaffen hatte ???

Tja, dann müssten die Kriegsfolgen rückgängig gemacht werden, und die zehntausenden von Toten wiederauferstehen.
Da ist es schon einfacher Massenvernichtungswaffen aus den USA mitzubringen und sie den Irakern unterzuschieben.
Im Moment ist man dabei kritische Journalisten umzubringen.
(Beschuss des Hotels in dem die Journalisten untergebracht sind durch US Truppen)
MfG wave

gtdaexl
08.04.2003, 12:26
Original geschrieben von wave
Tja, dann müssten die Kriegsfolgen rückgängig gemacht werden, und die zehntausenden von Toten wiederauferstehen.
Da ist es schon einfacher Massenvernichtungswaffen aus den USA mitzubringen und sie den Irakern unterzuschieben.
Im Moment ist man dabei kritische Journalisten umzubringen.
MfG wave

Es ging doch von Anfang an nicht um irgendwelche angeblichen "weapons of mass production " (ist übrigens ein Original-Bush-Zitat).:D

Die halbe Bush-Regierung besteht aus den sogenannten "neokonservativen Falken", deren Ziel es schon seit Jahren ist, den Irak anzugreifen.
Die Jungs haben vor Jahren schon Briefe an President Clinton geschrieben, er muß unbedingt seine Irak-Politik ändern.

Das ist alles ganz einfach nachzulesen auf der folgenden Seite:

[URL=http://www.newamericancentury.org]

Da geht es um "global american leadership", sprich die Weltherrschaft Amerikas.

Fast wie "Mein Kampf", oder?

Grüße,

Tom

Fortuna95
08.04.2003, 12:50
"Das Gebäude wurde von den US-Streitkräften angegriffen. Aus dem Hotelgebäude hätten Heckenschützen auf amerikanische Soldaten geschossen, sagte ein US-Militärsprecher vor Ort. Journalisten flohen in den Hof des Gebäudes. Amerikanische Soldaten sagten in Bagdad, sie seien von Heckenschützen aus dem Hotel beschossen worden. Auch hätten sie Männer auf dem Dach des Gebäudes gesehen, die mit Ferngläsern ihre Stellung beobachtet hätten. Die Soldaten forderten dazu auf, dass Journalisten weiße Tücher aus ihren Hotelfenstern hängen sollten."

Ohne Kommentar...

Gruß
F95

A6-Fahrer
08.04.2003, 13:18
Original geschrieben von gtdaexl
Es ging doch von Anfang an nicht um irgendwelche angeblichen "weapons of mass production " (ist übrigens ein Original-Bush-Zitat).:D

Die halbe Bush-Regierung besteht aus den sogenannten "neokonservativen Falken", deren Ziel es schon seit Jahren ist, den Irak anzugreifen.
Ich meine das konnt man ja auf keinen Fall öffentlich sagen, insofern wurde dann der Grund mit den Massenvernichtungswaffen vorgetragen.

Daß die Bush-Regieung natürlich zu blöd ist einen Grund der auch nachprüfbar sein wird zu nehmen steht auf einem anderen Blatt.

Gruß

wave
08.04.2003, 13:38
Original geschrieben von Fortuna95
"Das Gebäude wurde von den US-Streitkräften angegriffen. Aus dem Hotelgebäude hätten Heckenschützen auf amerikanische Soldaten geschossen, sagte ein US-Militärsprecher vor Ort. Journalisten flohen in den Hof des Gebäudes. Amerikanische Soldaten sagten in Bagdad, sie seien von Heckenschützen aus dem Hotel beschossen worden. Auch hätten sie Männer auf dem Dach des Gebäudes gesehen, die mit Ferngläsern ihre Stellung beobachtet hätten. Die Soldaten forderten dazu auf, dass Journalisten weiße Tücher aus ihren Hotelfenstern hängen sollten."

Ohne Kommentar...

Gruß
F95

Die Journalisten sagten, dass aus dem Hotel nicht geschossen wurde, vielmehr beobachteten sie mit Fengläsern den Kriegsverlauf aus dem Hotel heraus.
MfG wave

gtdaexl
08.04.2003, 14:02
Original geschrieben von A6-Fahrer
Ich meine das konnt man ja auf keinen Fall öffentlich sagen, insofern wurde dann der Grund mit den Massenvernichtungswaffen vorgetragen.

Daß die Bush-Regieung natürlich zu blöd ist einen Grund der auch nachprüfbar sein wird zu nehmen steht auf einem anderen Blatt.

Gruß

Es ist aber auch so (leider), daß die meiste amerikanische Bevölkerung zu doof ist, die Fakten zur Kenntnis zu nehmen, deshalb können die es sich ja auch erlauben, ganz offiziell die von mir genannte Internetsite zu betreiben, und dann mit so klangvollen Namen wie Dick Cheney, Donald Rumsfeld, Jeb Bush, Richard Perle etc. etc. zu unterschreiben.

Ich schäm mich dafür, aber die Amerikaner glauben lieber den Senf, den Ihnen Bush in seiner "weekly radio address" vorsetzt.

Meine Oma hat immer gesagt: "An Dummheit geht die Welt zugrunde..."

Wenn soviel Dummheit mit soviel Macht zusammen kommt, ist es wohl bald so weit......:(

Grüße,

Tom

A6-Fahrer
08.04.2003, 14:43
Original geschrieben von gtdaexl
Es ist aber auch so (leider), daß die meiste amerikanische Bevölkerung zu doof ist, die Fakten zur Kenntnis zu nehmen, ...

..., aber die Amerikaner glauben lieber den Senf, den Ihnen Bush in seiner "weekly radio address" vorsetzt.
Dem muß man (leider) zustimmen, manchmal hat man wirklich den Eindruck, als leben die Amis auf einer großen Insel.

Allerdings gibt es auch US Bürger die sich nicht nur touristisch Europa oder Asien ansehen, sondern auch beruflich dorthin reisen müssen. Diese sind zum Großteil offen und manchmal auch sogar US-kritisch. Bei sehr vielen meiner US-Kollegen habe ich im Laufe der Jahre eine deutliche zum Postiven hin gehende Entwicklung in dem Bereich bemerkt.

Gruß

gtdaexl
08.04.2003, 14:58
Original geschrieben von A6-Fahrer
Dem muß man (leider) zustimmen, manchmal hat man wirklich den Eindruck, als leben die Amis auf einer großen Insel.

Allerdings gibt es auch US Bürger die sich nicht nur touristisch Europa oder Asien ansehen, sondern auch beruflich dorthin reisen müssen. Diese sind zum Großteil offen und manchmal auch sogar US-kritisch. Bei sehr vielen meiner US-Kollegen habe ich im Laufe der Jahre eine deutliche zum Postiven hin gehende Entwicklung in dem Bereich bemerkt.

Gruß

Absolut! Man darf nicht "die Amerikaner" pauschal alle in einen Topf werfen!
Ich bin ja sozusagen auch ein selbstkritischer...

Grüße,

Tom

joegolf
08.04.2003, 17:07
Original geschrieben von wave
Die Journalisten sagten, dass aus dem Hotel nicht geschossen wurde, vielmehr beobachteten sie mit Fengläsern den Kriegsverlauf aus dem Hotel heraus.
MfG wave

Naja, für alle die es vergessen haben: In Bagdad ist Krieg, dort wird geschossen. Wenn nun irgendein Panzerfahrer, der froh ist, wenn er seinen Hintern heil nach Hause bringt, ein paar Menschen in einem Gebäude sieht, die in mit Ferngläsern und Raketenwerfern ( oder doch Fernsehkameras?) íns Visier nehmen, was soll er dann tun? Lächeln und auf den Blitz warten? Oder feuern, bevor bei ihm was einschlägt?
Mit Absicht geschah das sicher nicht und ein Balkon in Bagdad ist momentan halt nicht der sicherste Aufenthaltsort...

wave
09.04.2003, 07:03
(Auszug SPIEGEL Online)

Bagdad - "Er war wahrscheinlich nicht in dem Gebäude, als es bombardiert wurde", sagte ein anonymer britischer Geheimdienstler der englischen Zeitung "Guardian". Ein anderer sagte der "Times": "Wir glauben, er hat das Gebiet auf dem selben Weg verlassen, wie er gekommen ist: entweder durch einen Tunnel oder mit dem Auto, da sind wir nicht sicher."
Bei dem Luftangriff hatte ein amerikanisches Flugzeug vier schwere Bomben abgeworfen, die drei Häuser zerstörten. Angaben des US-Militärs, der Angriff habe eigentlich einem nahe gelegenen Restaurant gegolten, wurden später am Dienstag wieder zurückgenommen: Das anvisierte Ziel sei getroffen worden, hieß es. Retter konnten bislang drei Leichen aus den Trümmern bergen, darunter einen älteren Mann, einen kleinen Jungen und eine 20-jährige Frau.

Mit freundlichen Grüßen, wave

Fortuna95
09.04.2003, 07:52
Dresden (rpo). Nach der Auffassung des Unionspolitikers Wolfgang Schäuble haben Europas Staaten Fehler gegenüber den USA gemacht - und diese müssen erst zugegeben werden, bevor Europa am Wiederaufbau des Iraks beteilig wird. Davon zeigte sich Schäuble überzeugt.

"Voraussetzung für eine gedeihliche Zusammenarbeit ist, dass auch die Staaten Europas, die sich gegen die USA gestellt haben, eingestehen, dass sie Fehler gemacht haben", sagte der CDU-Politiker der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung" (Mittwochausgabe).

Eine gemeinsame Friedenstruppe, an der auch US-kritische Länder Europas teilnehmen, "könnte die Chancen für eine gute Entwicklung des Iraks verbessern", sagte Schäuble. "Ich halte es allerdings für unrealistisch, dass diejenigen, die vor dem Krieg alles getan haben, um den Widerstand gegen die Vereinigten Staaten stark zu machen, nach dem Krieg das Kommando übernehmen." Die künftige Position der Europäer dürfe keine Alternative zur transatlantischen Partnerschaft sein. Das müsse den Europäern klar sein. "Wenn man die Reden aus Berlin oder Paris hört, scheint es jedoch noch ein weiter Weg bis dorthin zu sein", kritisierte Schäuble.

Voraussetzung für ein internationales Bemühen um den Wiederaufbau des Iraks unter Mitwirkung der Vereinten Nationen sei außerdem, dass die UNO handlungsfähiger und einiger sein müsse als vor dem Krieg. "Die Amerikaner und die Briten werden nicht einen Rückfall in den Zustand vor dem Krieg akzeptieren. Sie haben die gewaltigen Anstrengungen unter großen Opfern und mit hohen Kosten nicht auf sich genommen, um die Kontrolle gleich wieder aufzugeben", erklärte Schäuble.


Jaja, der gute Herr Schäuble. Entschuldigung Amerika, daß wir als Deutschland in dieser Frage eine andere Meinung vertreten haben. Entschuldigung, daß wir den Angriffskrieg der USA auf den Irak auf das Schärfste verurteilt haben. Entschuldigung, daß wir nicht jubelnd hinter den "Befreiern des irakischen Volkes" gestanden haben. Entschuldigung, daß wir eine friedliche Lösung einem Krieg vorgezogen haben. Entschuldigung, daß wir die "sicheren Beweise" für das Vorhandensein von Massenvernichtungswaffen (die bis heute nicht gefunden worden sind) angezweifelt haben. Entschuldigung, daß wir aus Protest auf den Straßen gegen diesen Krieg demonstriert haben. Entschuldigung, daß Gerhard Schröder Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland ist. Entschuldigung, daß ich seit geraumer Zeit Mc Donalds und Burger King boykottiert habe. Entschuldigung, Entschuldigung, Entschuldigung!

Jetzt zufrieden, Herr Schäuble?!
*kopfschüttel*

Gruß
F95

Cisco
09.04.2003, 08:09
Original geschrieben von joegolf
Naja, für alle die es vergessen haben: In Bagdad ist Krieg, dort wird geschossen. Wenn nun irgendein Panzerfahrer, der froh ist, wenn er seinen Hintern heil nach Hause bringt, ein paar Menschen in einem Gebäude sieht, die in mit Ferngläsern und Raketenwerfern ( oder doch Fernsehkameras?) íns Visier nehmen, was soll er dann tun? Lächeln und auf den Blitz warten? Oder feuern, bevor bei ihm was einschlägt?
Mit Absicht geschah das sicher nicht und ein Balkon in Bagdad ist momentan halt nicht der sicherste Aufenthaltsort...

Super formuliert !!

Full Acknowledge !

Ich finde es im allgemeinen absolut unter aller Kanone wie die Presse solche Unfälle sofort aufbauscht und ihrer antiamerikanischen Einstellung freien Lauf lässt...

Cisco

wave
09.04.2003, 08:23
Original geschrieben von Fortuna95
Dresden (rpo). Nach der Auffassung des Unionspolitikers Wolfgang Schäuble haben Europas Staaten Fehler gegenüber den USA gemacht - und diese müssen erst zugegeben werden, bevor Europa am Wiederaufbau des Iraks beteilig wird. Davon zeigte sich Schäuble überzeugt.


Voraussetzung für ein internationales Bemühen um den Wiederaufbau des Iraks unter Mitwirkung der Vereinten Nationen sei außerdem, dass die UNO handlungsfähiger und einiger sein müsse als vor dem Krieg. "Die Amerikaner und die Briten werden nicht einen Rückfall in den Zustand vor dem Krieg akzeptieren. Sie haben die gewaltigen Anstrengungen unter großen Opfern und mit hohen Kosten nicht auf sich genommen, um die Kontrolle gleich wieder aufzugeben", erklärte Schäuble.


Jaja, der gute Herr Schäuble. Entschuldigung Amerika, daß wir als Deutschland in dieser Frage eine andere Meinung vertreten haben. Entschuldigung, daß wir den Angriffskrieg der USA auf den Irak auf das Schärfste verurteilt haben. Entschuldigung, daß wir nicht jubelnd hinter den "Befreiern des irakischen Volkes" gestanden haben. Entschuldigung, daß wir eine friedliche Lösung einem Krieg vorgezogen haben. Entschuldigung, daß wir die "sicheren Beweise" für das Vorhandensein von Massenvernichtungswaffen (die bis heute nicht gefunden worden sind) angezweifelt haben. Entschuldigung, daß wir aus Protest auf den Straßen gegen diesen Krieg demonstriert haben. Entschuldigung, daß Gerhard Schröder Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland ist. Entschuldigung, daß ich seit geraumer Zeit Mc Donalds und Burger King boykottiert habe. Entschuldigung, Entschuldigung, Entschuldigung!

Jetzt zufrieden, Herr Schäuble?!
*kopfschüttel*

Gruß
F95


Meine volle Zustimmung Fortuna95.

Wie die "neue Freiheit" unter den Amerikanern/Briten aussieht kann man zur Zeit im "befreiten" Basra ansehen.
Die Versorgung klappt nicht, Plünderungen sind an der Tagesordnung.
MfG wave

Niemals Servo
09.04.2003, 09:16
Original geschrieben von Fortuna95
Dresden (rpo). Nach der Auffassung des Unionspolitikers Wolfgang Schäuble haben Europas Staaten Fehler gegenüber den USA gemacht - und diese müssen erst zugegeben werden, bevor Europa am Wiederaufbau des Iraks beteilig wird.
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Genau! Einfach entschuldigen, wofür auch immer, und flugs ändern sie ihre Verträge, die sie sich schon vor Kriegsende (anfang?) geschlossen haben.

wave
09.04.2003, 09:33
Amerika-treue Merkel rutscht unter 30-Prozent-Marke

Die pro-amerikanische Haltung von Angela Merkel im Irak-Krieg kommt bei den Wählern offenbar nicht an. Die CDU-Chefin verlor erheblich an Sympathiepunkten.

Hamburg - Bei der wöchentlichen Forsa-Umfrage für RTL und das Magazin "Stern" büßte Merkel im Vergleich zur Vorwoche vier Punkte ein und fiel erstmals seit Januar 2002 unter die 30-Prozent-Marke. Nur noch 29 Prozent der Befragten wollen die CDU-Vorsitzende als Kanzlerin haben. Der Anti-Kriegskurs von Amtsinhaber Gerhard Schröder (SPD) dagegen wurde weiter belohnt: Er gewann vier Punkte hinzu und liegt mit 46 Prozent jetzt 17 Punkte vor Merkel.

MfG wave

A6-Fahrer
09.04.2003, 09:49
Original geschrieben von joegolf
Mit Absicht geschah das sicher nicht und ein Balkon in Bagdad ist momentan halt nicht der sicherste Aufenthaltsort...
Original geschrieben von Cisco
Super formuliert !!

Full Acknowledge !

Ich finde es im allgemeinen absolut unter aller Kanone wie die Presse solche Unfälle sofort aufbauscht und ihrer antiamerikanischen Einstellung freien Lauf lässt...
Ich kann mich eigentlich dem, was joegolf geschrieben hat anschließen. Allerdings nicht Ciscos letztem Abschnitt, denn ich meine auch im Krieg und dann auch noch in einem super geschütztem amerikanischem Panzer kann man erwarten, daß die Soldaten bei einem Gebäude in dem bekanntermaßen ausschließlich ausländische Journalisten sind zweimal hinsehen, bevor sie es attakieren.

Wenn man den sofortigen präventiven Beschuß kritisiert hat das nichts mit aufbauschen und Antiamerikanismus zu tun.

Ich habe amerikanische Soldaten im Manöver leider als wild um sich ballernde Rambos kennengelernt, insofern haben die Presseberichte für mich eine durchaus hohe Glaubwürdigkeit.

Gruß

gtdaexl
09.04.2003, 10:00
Original geschrieben von A6-Fahrer
Ich kann mich eigentlich dem, was joegolf geschrieben hat anschließen. Allerdings nicht Ciscos letztem Abschnitt, denn ich meine auch im Krieg und dann auch noch in einem super geschütztem amerikanischem Panzer kann man erwarten, daß die Soldaten bei einem Gebäude in dem bekanntermaßen ausschließlich ausländische Journalisten sind zweimal hinsehen, bevor sie es attakieren.

Wenn man den sofortigen präventiven Beschuß kritisiert hat das nichts mit aufbauschen und Antiamerikanismus zu tun.

Ich habe amerikanische Soldaten im Manöver leider als wild um sich ballernde Rambos kennengelernt, insofern haben die Presseberichte für mich eine durchaus hohe Glaubwürdigkeit.

Gruß

Also ich habe gestern einige TV-Berichte über die Geschichte gesehen, obwohl man da ja aufpassen muß, da die vielleicht jetzt auch etwas "gefärbt" sind, weil die Presse natürlich sauer ist.

Aber ein paar Sachen geben mir schon zu denken, wenn man mal die nüchternen Fakten betrachtet:

1. Den Militärs war bekannt, daß das Hotel Palestine zum größten Teil von intern. Journalisten bewohnt wird.

2. Die Pentagon-Sprecherin hat gestern gesagt, die Panzer seien aus der Hotel-Lobby beschossen worden und hätten daher sozusagen ihr Recht auf Selbstverteidigung ausgebübt.

Die Journalisten sagen aber, man hätte die Panzer von der Lobby aus nicht erreichen können, denn die zeigt auf die andere Seite!!!
Insofern recht glaubwürdig, denn wenn der Panzer dann in den 15.Stock feuert, ist der Gunner wahrscheinlich ein Verwandter von Bush, der keine Ahnung davon hat, daß die Lobby halt im Erdgeschoß ist.:p :p

3. Es wurde gezielt die Niederlassung von Al Jazeera, dem arabischen TV-Sender bombardiert, ein Kamera-Mann kam dabei ums Leben.
Ein Büro dieses Senders wurde auch seinerzeit in Kabul, Afghanistan plattgemacht.

Dieser Sender hat übrigens kurz nachdem er im jetzigen Krieg tote amerikanische Soldaten gezeigt hat, rein zufällig seine Sendeberechtigung aus der NYSE verloren.

Vielleicht habe ich ein klein bißchen Verfolgungswahn, aber das ist meiner Meinung nach nur gesund.

Für mich sind das alles ein bißchen zuviele Zufälle!!:p

Grüße,

Tom

Niemals Servo
09.04.2003, 10:04
Original geschrieben von gtdaexl

1. Den Militärs war bekannt, daß das Hotel Palestine zum größten Teil von intern. Journalisten bewohnt wird.


Darum haben sie wahrscheinlich auch nur die kleine Kanone benutzt.

A6-Fahrer
09.04.2003, 10:04
London denkt an weitere Kriege

Der britische Verteidigungsminister rechnet in Zukunft vermehrt mit Präventivschlägen gegen potenziell gefährliche Staaten. Die größte Bedrohung gehe weltweit von Terrorismus und Massenvernichtungswaffen aus, sagte Geoffrey Hoon am Dienstagabend in einer Rede am Dänischen Institut für Internationale Studien in Kopenhagen.

In den kommenden drei Jahrzehnten würden womöglich neue Regime in den Besitz von Massenvernichtungswaffen kommen, so der Minister. Er stellte sich deshalb eindeutig hinter die Doktrin von US-Präsident George W. Bush, mit Präventivkriegen gegen Staaten vorzugehen, von denen eine Bedrohung ausgehen könnte.
Da können wir uns ja auf was einstellen...:eek: :mad:

Gruß

wave
09.04.2003, 11:04
Original geschrieben von A6-Fahrer

...Er stellte sich deshalb eindeutig hinter die Doktrin von US-Präsident George W. Bush, mit Präventivkriegen gegen Staaten vorzugehen, von denen eine Bedrohung ausgehen könnte.
Da können wir uns ja auf was einstellen...:eek: :mad:

Gruß

Da müssten sich die USA ja selber angreifen :D

MfG wave

MK155
09.04.2003, 12:02
Original geschrieben von A6-Fahrer
London denkt an weitere Kriege

Der britische Verteidigungsminister rechnet in Zukunft vermehrt mit Präventivschlägen gegen potenziell gefährliche Staaten. Die größte Bedrohung gehe weltweit von Terrorismus und Massenvernichtungswaffen aus, sagte Geoffrey Hoon am Dienstagabend in einer Rede am Dänischen Institut für Internationale Studien in Kopenhagen.

In den kommenden drei Jahrzehnten würden womöglich neue Regime in den Besitz von Massenvernichtungswaffen kommen, so der Minister. Er stellte sich deshalb eindeutig hinter die Doktrin von US-Präsident George W. Bush, mit Präventivkriegen gegen Staaten vorzugehen, von denen eine Bedrohung ausgehen könnte.
Da können wir uns ja auf was einstellen...:eek: :mad:



Gruß
Na prima ... bleibt eigentlich nur noch die Hoffnung dass diesen Staaten (USA und GB) irgendwann das Geld ausgeht und sich das Problem von alleine löst.

Ich bleibe dabei ... dieser Krieg war völkerrechtswidrig, und jeder gleichgeartete - nach dem Motto, sicherheitshalber mal loszuschlagen, es könnte ja doch was vorhanden sein - wird dadurch nicht rechtmässiger.

Wenn so der Auftrag einer Armee aussieht, müsste jeder vernünftig denkende Soldat seine Waffe hinschmeissen und in irgendeinem Altersheim den alten Hilfsbedürftigen den Hintern putzen und sie waschen ... oder irgendwas tun was sinnvoll ist.

Hätte die Bundeswehr die gleiche Zielsetzung wie die US army oder die Briten und ich müsste Wehrdienst leisten, würde ich verweigern.

Alois
09.04.2003, 12:08
auch in den USA steigt die Anzahl der Kriegsdienstverweigerer

Neue Meldung Tagesschau.de:

"Palestine" soll zum militärischen Ziel erklärt worden sein

Das Journalisten-Hotel "Palestine" in Bagdad soll vor dem gestrigen Beschuss durch einen US-Panzer vom US-Militär offenbar zu einem potenziellen militärischen Ziel erklärt worden sein. Dies ginge aus der Antwort des US-Hauptkommandos in Katar auf eine Anfrage der Regierung in Madrid hervor, berichteten spanische Medien.

Als Begründung für den Beschuss werde dort angegeben, die irakische Seite habe das "Palestine" für Versammlungen genutzt. Den dort untergekommenen Journalisten sei mitgeteilt worden, dass das Hotel ein mögliches militärisches Ziel sei. Die dort untergebrachten spanischen Reporter wiesen diese Darstellung zurück. Sie seien darüber nicht unterrichtet worden.

Bei dem gestrigen Beschuss waren zwei Kameramänner - einer von ihnen Spanier - ums Leben gekommen und mehrere Journalisten verletzt worden. Als Grund für den Angriff auf das Hotel hatte das US-Militär angegeben, aus dem Hotel sei auf amerikanische Soldaten geschossen worden. In der Antwort auf die Anfrage der spanischen Regierung sei davon keine Rede mehr, schreiben die spanische Zeitungen weiter.

wave
09.04.2003, 12:26
Auch in Afghanistan werden weitere Zivilisten von US-Rambos getötet.
Pressemeldung:
US-Bombe verfehlte Ziel - elf tote Zivilisten

Kabul - Eine fehlgeleitete Bombe hat am Mittwoch im Osten von Afghanistan elf afghanische Zivilisten getötet. Die Bombe fiel nach Angaben der US-Streitkräfte auf ein Haus in den Außenbezirken der Stadt Schkin nahe der pakistanischen Grenze. Die Streitkräfte drückten ihr Bedauern aus und erklärten, es habe sich um einen "tragischen Vorfall" gehandelt. Sie kündigten eine Untersuchung an.
Vor dem Beschuss seien an einem Kontrollpunkt afghanische Soldaten in der Nähe von Schkin angegriffen worden, berichteten die US-Streitkräfte. Zwei Kampfflugzeuge wurden zur Verstärkung entsandt. Die Piloten entdeckten zwei Gruppen von fünf bis zehn feindlichen Kämpfern. Ein Flugzeug habe dann eine 1.000 Pfund schwere lasergesteuerte Bombe abgeworfen, die jedoch ihr Ziel verfehlt habe. Vier afghanische Soldaten wurden verletzt.
Ende Pressemeldung

Wie viele "Vorfälle" wollen die US-Streitkräfte eigentlich untersuchen? Damit wären sie die nächsten Jahre voll ausgelastet und könnten nicht mehr Krieg führen.
MfG wave

Alois
09.04.2003, 12:31
Nee, so viele Vorfälle sinds doch nicht. Sie "untersuchen" doch nur die Fälle, die trotz massiver Beeinflussung der Presse bzw. Ausschalten der Presse an die Öffentlichkeit gelangen.

MK155
09.04.2003, 12:42
Original geschrieben von Alois
Nee, so viele Vorfälle sinds doch nicht. Sie "untersuchen" doch nur die Fälle, die trotz massiver Beeinflussung der Presse bzw. Ausschalten der Presse an die Öffentlichkeit gelangen.
Das irakische Feindbild scheint doch schneller als erwünscht ausgelutscht zu sein, also schnell ein neues kreieren ... da kommt die ohnehin lästige Presse doch wie gerufen. :mad: :(

wave
10.04.2003, 12:24
US-MILITÄRSTUDIE

Schlafmangel macht Soldaten gefährlich

Mangelnder Schlaf und Stress beeinträchtigen die Leistung von Soldaten auf erschreckende Weise, so eine US-Studie. In Reaktionstests schneiden übermüdete Kämpfer demnach schlechter ab als Betrunkene.
Die Reaktionsfähigkeit von Soldaten leidet durch Schlafmangel und Belastung während eines Kampfeinsatzes stärker als durch einen Alkoholrausch, so Experten. Den eklatanten Leistungsabfall stellte der US-Militärforscher Harris Lieberman bei Tests mit den Eliteeinheiten Navy Seals und Army Rangers fest, berichtet das britische Wissenschaftsmagazin "New Scientist".
Lieberman beobachtete Defizite in sämtlichen kampfrelevanten Bereichen: Das Abfeuern einer Waffe etwa erfordere Wachsamkeit und Mustererkennung, um ein potenzielles Ziel anzuvisieren, logisches Denken, um die Notwendigkeit eines Schusses einzuschätzen, sowie das Kurzzeitgedächtnis, um den aktuellen Standort der eigenen Truppen nicht zu vergessen. "All diese Fähigkeiten waren substanziell beeinträchtigt", so Lieberman.
MfG wave

wave
10.04.2003, 12:39
Deutsche Botschaft geplündert

Plünderer haben sich in der deutschen Botschaft und im französischen Kulturzentrum von Bagdad bedient. Die Iraker nahmen alles mit, was nicht niet- und nagelfest war.

MfG wave

Dirk
10.04.2003, 12:46
@wave

Du hast nicht zuviel einen Nebenjob als Berichterstatter ? ;) :p :D

Cisco
10.04.2003, 12:57
Original geschrieben von MK155

Ich bleibe dabei ... dieser Krieg war völkerrechtswidrig, und jeder gleichgeartete - nach dem Motto, sicherheitshalber mal loszuschlagen, es könnte ja doch was vorhanden sein - wird dadurch nicht rechtmässiger.



"Völkerrechtswidrig" setzt aber voraus, dass ein Krieg gegen den Willen des Volkes geschah.
Und wenn ich jetzt die Bilder der jubelnden Iraki sehe, dann kann ich daran nix völkerrechtswidriges mehr finden...

Cisco

Alois
10.04.2003, 13:03
""Völkerrechtswidrig" setzt aber voraus, dass ein Krieg gegen den Willen des Volkes geschah.
Und wenn ich jetzt die Bilder der jubelnden Iraki sehe, dann kann ich daran nix völkerrechtswidriges mehr finden..."

Ein Angriffskrieg verstösst gegen Völkerrecht, soweit zur Definition.

wave
10.04.2003, 13:07
Original geschrieben von Cisco
"Völkerrechtswidrig" setzt aber voraus, dass ein Krieg gegen den Willen des Volkes geschah.
Und wenn ich jetzt die Bilder der jubelnden Iraki sehe, dann kann ich daran nix völkerrechtswidriges mehr finden...

Cisco

Wer da jubelt ist der Mob von der Strasse. Die ziehen anschliessend zu Plünderungen weiter, so wurde es jedenfalls von der anwesenden Presse berichtet, und deckt sich auch mit meinen TV-Eindrücken.
MfG wave

Cisco
10.04.2003, 13:11
Original geschrieben von wave
Wer da jubelt ist der Mob von der Strasse. Die ziehen anschliessend zu Plünderungen weiter, so wurde es jedenfalls von der anwesenden Presse berichtet, und deckt sich auch mit meinen TV-Eindrücken.
MfG wave

ALLE Nahost-Experten haben schon im Vorfeld gesagt, dass die Iraker es gerne sähen, wenn Saddam weg ist und genau das deckt sich mit MEINEN TV-Eindrücken...

Dadurch ist der Krieg nicht gerechtfertigt, aber entschuldbar...

Cisco

Alois
10.04.2003, 13:15
Ich glaube nicht, daß hier irgendwer für das Saddam-Regime ist bzw. war. Das ändert doch nichts an der Rechtslage. Ein Angriffskrieg verstößt gegen das Völkerrecht. Was du entschuldigst oder nicht, spielt dabei keine Rolle.

MK155
10.04.2003, 14:18
Original geschrieben von Cisco
"Völkerrechtswidrig" setzt aber voraus, dass ein Krieg gegen den Willen des Volkes geschah.
Und wenn ich jetzt die Bilder der jubelnden Iraki sehe, dann kann ich daran nix völkerrechtswidriges mehr finden...

Cisco
Da bringst Du was durcheinander ... ...

Die jubelnden Iraki haben mit dem Begriff "Völkerrechtsverletzung" nichts zu tun.

Cisco
10.04.2003, 14:22
Original geschrieben von MK155
Da bringst Du was durcheinander ... ...

Die jubelnden Iraki haben mit dem Begriff "Völkerrechtsverletzung" nichts zu tun.

Sie sind das Volk - also für mich schon :-))

Oder ist damit gemeint das die USA gegen IHR Völkerrecht verstossen, indem sie wo angreifen ?
Also nicht dass jedes Land ein (Völker)Recht auf "nicht angegriffen werden" hat, sondern das kein Land das Recht hat anzugreifen ?

Ist mir eigentlich wurscht wie's nun genau gemeint ist - ich halte es immernoch für richtig...
Genauso wie ich die Militärintervention in Bosnien für richtig hielt, bei der Deutschland ja noch ganz vorne mit dabei war !

Cisco

Alois
10.04.2003, 14:25
http://www.uno.de/recht/index.cfm

*LOL* noch ein Nachtrag:
Die Genfer Konventionen gelten natürlich nur für Menschen, die in Genf leben ...

MK155
10.04.2003, 14:33
Original geschrieben von Cisco
Sie sind das Volk - also für mich schon :-))

Oder ist damit gemeint das die USA gegen IHR Völkerrecht verstossen, indem sie wo angreifen ?
Also nicht dass jedes Land ein (Völker)Recht auf "nicht angegriffen werden" hat, sondern das kein Land das Recht hat anzugreifen ?

[...]

Hä? ... :confused: :confused: :confused: :confused: ... :confused: ;)

Cisco
10.04.2003, 14:42
Original geschrieben von MK155
Hä? ... :confused: :confused: :confused: :confused: ... :confused: ;)

Ja ich bin auch bisschen verwirrt im Moment :-))

Ich glaub ich geh jetzt heim :-)

Cisco

MK155
10.04.2003, 14:48
Original geschrieben von Cisco
Ja ich bin auch bisschen verwirrt im Moment :-))

Ich glaub ich geh jetzt heim :-)

Cisco

Ich auch ... :D :D :D ... ich geh mit ... :)

Cisco
10.04.2003, 14:51
Original geschrieben von MK155
Ich auch ... :D :D :D ... ich geh mit ... :)

Gehn wir zu dir oder zu mir ? ;-))

Cisco

MK155
10.04.2003, 15:02
Original geschrieben von Cisco
Gehn wir zu dir oder zu mir ? ;-))

Cisco

Nee, Du ... soweit bin ich noch nich ' .... :o :D :D

joegolf
10.04.2003, 16:51
@Cisco & MK155:
Jetzt ist aber gut! Macht bitte nach 22Uhr weiter. :D:D:D