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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : USA helfen Kurden ...


MK155
27.03.2003, 14:46
oder andersum ...

Gerade im Radio gehört.

Die Amerikaner wollen die Kurden im Nordirak mit schwereren Waffen ausrüsten um diese im Sturm gegen das irakische Regime zu nutzen.

Die Amis lernen's wohl nie ... einen gewissen Saddam Hussein haben sie vor Jahren auch mal massiv unterstützt im Krieg gegen den Iran ...

So kann man seine Rüstungsindustrie auch ankurbeln ... :mad:

Niemals Servo
27.03.2003, 15:09
Ist nichts neues. Aus der Ferne bomben können sie, aber für die Heldentaten braucht es schon noch Alliierte.

Rafael
28.03.2003, 18:42
Die amis sind einfach unheilbar hirnkrank

Jack
28.03.2003, 18:52
Warum pläten die nicht gleich ganz Bagdad und die anderen Nester...dann hätte sich das eh erledigt. ;)


Bye

FloriV6 TDI
29.03.2003, 07:39
Original geschrieben von Rafael
Die amis sind einfach unheilbar hirnkrank

Tolle Aussagen, wirklich!
Ich frag mich schön langsam wer hier hirnkrank ist. ;)
Und dann die Aussage schon wieder auf "die amis" zielen.
Sorry, aber überleg erstmal bevor du postest! :mad:

Rafael
29.03.2003, 12:27
Wenn die amis grundlos und nur aus Eigeninteressen ein Land überfallen, ohne den Sicherheitsrat und ohne Mandat, dann ist das für mich hirnkrank.

Wenn Du anderer MEinung bist, ok. Aber ironisch in meiner Richtung zu sticheln ist nicht fair. Habe ich Dich ja auch nicht angegriffen, oder?

Gruss

Rafael

FloriV6 TDI
29.03.2003, 17:58
Original geschrieben von Rafael
Wenn die amis

schon wieder... wieso DIE AMIS?
wieso zur hölle schimpft jeder über DIE AMIS?
denke es ist nur einer, der den Krieg angefangen hat.
Und dass war Bush - ob nun ok oder nicht - Meinungsfrage.

Jedenfalls verstehe ich es nicht, warum gleich immer so verallgemeinert wird. Liest man dass, so denkt man alle Amerikaner finden den Krieg cool, wollen den Irak nur wg. dem Öl... Alles furchtbarer Quatsch... Hättest du Kontakt nach USA, würdest du anders schreiben. Die Menschen dort drüben denken nicht alle so wie Bush. Dass war eigentlich mein Grund.

Du hast mich ja auch nicht angegriffen, nur wollte ich es eben einmal gesagt haben. Ironisch zu Sticheln - naja, wenn du es so siehst. Ich betrachte es als Meinungsaustausch.

Vielleicht denkst du drüber nach, dass die amis doch nicht alle hirnkrank sind!

Rafael
29.03.2003, 18:16
Sag mal raffst Du es nicht oder was?
Guckst Du ab und zu fern? oder liest ein paar zeitungen....Waren es nicht momentan über 80% der Amerikaner (Amis) die für Bushs Politik und Krieg sind laut neuesten Umfragen....

...jetzt bin ich gespannt was Du nun zu sagen hast...

Aber ok, ich berichtige mich: 80% der Amis sind hirnkrank!

FloriV6 TDI
29.03.2003, 19:27
Original geschrieben von Rafael
Sag mal raffst Du es nicht oder was?
Guckst Du ab und zu fern? oder liest ein paar zeitungen....Waren es nicht momentan über 80% der Amerikaner (Amis) die für Bushs Politik und Krieg sind laut neuesten Umfragen....

...jetzt bin ich gespannt was Du nun zu sagen hast...

Aber ok, ich berichtige mich: 80% der Amis sind hirnkrank!

nun, in dieser art und weise hab ich keine lust, mit Dir näher darüber zu sprechen. Und, was ich an Zeitungen lese unterstreicht ja wohl in keinster Weise Deine Meinung über die USA. Ich denke wir belassens dabei, du hälst Deine 80% der Amis hirnkrank. Deine Festgefahrene Meinung in allen Ehren....

Aber dann bitte in einem formalen Umgangston!

Rafael
29.03.2003, 21:00
hahahah
hab ich es mir doch gedacht, dass die die argumente fehlen...ist ja acuh verständlich, und zu dem Ton..ich habe damit nicht angefangen, sorry!

Festgefahrene Meinung? Wie komme ich und andere nur dazu...schonmal versucht nach den Hintergründen des Krieges zu forschen? Festgefahren ist hier nur Deine Meinung, weil Du nicht fähig bist die Hintergründe zu verstehen....aber....die Ausreden der 80% und Busch sind ja auch für die breite Masse bestimmt...


Nur gut dass nicht jedes Land ein andres aus eigeninteressen überfallen darf...das darf ja nur der Weltpolizist.

Und eines noch...hätte Deutschland solchen "Nationalbewußtsein" wie die USA, dann wären wir alle wieder Nazis. Es ist faszinierend ja, aber beängstigend zugleich, Du siehst ja was passiert. Und wenn Du eine Eigene Meinung hast über ein Land das Kinder zerbombt, dann gehörst Du zweifelsohne zu den 80%!

...denk darüber nach...denken schadet manchmal nicht...besorders nicht wenn man versucht BEIDE Seiten zu verstehen...eine Lösung wirst Du(und ich) leider nicht finden...Krieg ist und bleibt nun mal scheisse...egal weshalb!


Gruss
Rafael

FloriV6 TDI
30.03.2003, 09:18
Original geschrieben von Rafael
weil Du nicht fähig bist die Hintergründe zu verstehen.

Hauptsache du verstehst Sie!

Original geschrieben von Rafael
Und eines noch...hätte Deutschland solchen "Nationalbewußtsein" wie die USA, dann wären wir alle wieder Nazis.

Und eines noch. Hätten die USA damals nicht in unseren Nationalsozialiusmus eingegriffen, wer weiß wo wir heute wären. Manchmal sind Taten besser als Worte. Krieg ist nie eine Lösung, da sind wir uns einig, aber ohne militärische Handlungen wäre dies Brisanz früher oder später zum Problem geworden.

Rafael
30.03.2003, 09:37
Klar. Nur leider geht es nicht mehr darum, war und was wäre...wären nicht Europa, wären Amis Indianer.....

Du kannst auch nicht den 2 WELTkrieg mit dem Überfall der Amerikaner auf Bagdad vergleichen. Es waren nicht nur die Amis die Deutschland befreit haben...es sind aber nur die amis die sich aber alles erlauben dürfen.

Dieser Eingriff war nicht von der UNO abgezeichnet geschweige schon vom Weltsicherheitsrat.

Und eines noch...das größte Problem und dir große Frage ist aber: WAS KOMMT NACH DEM KRIEG????

-Die Aufbaukosten würden auf die EU und damit auch an Deutschland hängen bleiben. Denn eines können die Amerikaner gut: Krieg führen.
Alles, wa danach kommt, kann man in Bosnien, Kosovo und auch in Afghanistan sehen, wo die USA einen "Krieg für die Demokratie" führten!
Diese Länder sind jenseits der Ozeane, und aufbauen müssen danach immer die anderen!

Wirtschaftlich gesehen, wer so eine Sreitmacht unterhält, muss sie auch irgendwie rechtfertigen und manchmal auch einsetzen...es geht nciht um Saddam und die Gefahr (es gibt tausende wie saddam, die aber nur den Mund halten) es geht um die Eigeninteressen der 80%!

soviel zu diesem Thema meinerseits....

cya

wave
30.03.2003, 15:39
Original geschrieben von Rafael

Denn eines können die Amerikaner gut: Krieg führen.

cya

Auch das können sie mit ihrer neuen politischen Führung nicht mehr. Die Situation in den arabischen Ländern wurde völlig falsch eingeschätzt.
Das zeigt die Dummheit von Bush, Rumsfeld und Co.
Hoffendlich bekommen sie eine Lektion erteilt.
Es ist nur katastrophal für die vielen unschuldigen Opfer.
MfG wave

Rafael
30.03.2003, 15:59
...ganz genau Wave...und die armen Soldaten, die unter der dummen Führung leiden :-(

wave
31.03.2003, 13:02
Wut über den Cowboy von al-Dair

Britische Soldaten erheben schwere Vorwürfe gegen einen US-Kampfpiloten, der am vergangenen Freitag im Südirak einen Konvoi der britischen Armee unter Feuer genommen hat. Die bei dem Zwischenfall teilweise schwer verletzten Soldaten berichten, der Amerikaner habe wahllos auf alliierte Soldaten und irakische Zivilisten gefeuert.
Der Zwischenfall hatte sich 35 Kilometer nördlich von Basra ereignet, als ein britischer Konvoi der sechsten Household Cavalry dabei war, ein irakisches Dorf nahe dem Städtchen al-Dair auszukundschaften. Die Soldaten hatten gerade eine größere Gruppe irakischer Dorfbewohner ausgemacht, die weiße Fahnen schwenkten.
"Ich hob meine Hand und winkte ihnen zu", sagte der Obergefreite Steven Gerrard der "Times". "Ich konnte sehen, dass sie Angst hatten. Sie taten mir leid." Plötzlich, so Gerrard habe er das charakteristische Geräusch von Maschinengewehrfeuer eines amerikanischen Flugzeugs vom Typ A10 Thunderbird gehört.
Das auf den Kampf gegen gepanzerte Einheiten spezialisierte Flugzeug habe die britischen Panzerfahrzeuge des Konvois unter Feuer genommen. "Es gab keine Pausen zwischen den Kugeln ... ich weiß nur noch, dass aus dem Geschützturm überall weißes Licht hervorbrach ... ich glaubte ich würde verbrennen. Ich schrie nur noch 'zurück, zurück' ... Mein Kanonier schrie 'raus hier, raus hier'. Ich war innerhalb von Millisekunden durch den Geschützturm. Wie ich so schnell durch das Loch gekommen bin, weiß ich nicht. Dann sah ich den A10 zurückkommen und rannte."
Mehr Angst vor Amerikanern als vor Irakern
Gerrard erlitt bei dem Angriff Verbrennungen an beiden Händen. Ein anderer Soldat wurde getötet. Gerrard und zwei weitere Überlebende berichten, der Thunderbird habe sofort einen zweiten Angriff gestartet - obwohl er hätte erkennen müssen, dass es sich um eine befreundete Einheit handelte: Die britischen Fahrzeuge waren offenbar mit Markierungen der Koalition versehen, auf einem Fahrzeug war zudem ein Union Jack aufgepflanzt. "All dieses Zeug ist uns von den Amerikanern zur Verfügung gestellt worden. Tut das drauf und man wird nicht auf euch schießen, haben sie gesagt", so Gerrard.
"Wir können ein verbündetes Fahrzeug aus 1500 Metern Entfernung identifizieren, doch ein A10 mit fortgeschrittener Technologie ist nicht in der Lage, mit seinem Infrarot-Sichtgerät Freund und Feind zu unterscheiden. Das ist lächerlich", meint der Obergefreite. "Ich bin zum Kampf ausgebildet worden", so Gerrard weiter. "Ich kann mein Fahrzeug bedienen. Ich kann verhindern, dass es angegriffen wird. Wofür ich nicht ausgebildet worden bin, ist über meine Schulter zu schauen um zu sehen, ob ich von einem Amerikaner beschossen werde."
Der Thunderbird sei in einer Höhe von 50 Metern über den Fahrzeugen geschwebt und nur 500 Meter entfernt gewesen, als er das Feuer eröffnet habe. Gerrard kann nicht verstehen, wie der A10-Pilot die britische Flagge übersehen haben könnte. Zudem habe der US-Pilot keine Rücksicht auf die Ansammlung von Zivilisten genommen, die sich in der Nähe des Konvois aufgehalten habe.
"Cowboy auf Spritztour"
"Da war ein etwa zwölf Jahre alter Junge. Er war höchstens 20 Meter entfernt, als der Yankee anfing zu schießen", sagte Gerard. "Überall waren diese Zivilisten. Menschenleben waren dem völlig gleichgültig. Ich glaube, das war ein Cowboy. Vorher hatte ich bereits mehrere [A-10s] gesehen und dieser hatte sich von den anderen getrennt und war alleine, als er uns angriff. Der machte eine Spritztour."
Der amerikanische General Richard Myers hat sich inzwischen für den Zwischenfall entschuldigt. Der Vorsitzendes der Joint Chiefs of Staff sagte: "Ich denke nicht, dass wir mit einer Situation wie dieser Leben müssen, und es ist einer meiner Jobs ..., dafür zu sorgen, dass so etwas nie wieder vorkommt." Gerrard fragt sich indes, was mit dem US-Piloten geschehen wird. "Er hat einen meiner Freunde getötet und er hat ihn im zweiten Anlauf getötet."
Der Konvoiführer, Leutnant Alex MacEwen, ist froh, dass der Krieg für ihn zu Ende ist: "Angriffe von Verbündeten waren immer eine meiner größten Ängste. Meine Freunde und meine Familie haben Witze darüber gemacht. "Sorge Dich nicht um die Iraker, behalte lieber die Amis im Auge."

MfG wave

MK155
31.03.2003, 15:07
Original geschrieben von FloriV6 TDI
[...]aber ohne militärische Handlungen wäre dies Brisanz früher oder später zum Problem geworden.

Genau dieses Argument wird als Rechtfertigung gesehen einen Krieg loszubrechen, der mindestens so peinlich wie überflüssig ist.

So ähnlich wie Du argumentiert auch Frau Merkel ... vielleicht kapiert die irgendwann auch noch, dass eine Ablehnung von allem was von der Bundesregierung kommt nicht automatisch eine gute Politik ausmacht.

Schau mer mal ...;)

gtdaexl
31.03.2003, 17:36
Original geschrieben von FloriV6 TDI
schon wieder... wieso DIE AMIS?
wieso zur hölle schimpft jeder über DIE AMIS?
denke es ist nur einer, der den Krieg angefangen hat.
Und dass war Bush - ob nun ok oder nicht - Meinungsfrage.

Jedenfalls verstehe ich es nicht, warum gleich immer so verallgemeinert wird. Liest man dass, so denkt man alle Amerikaner finden den Krieg cool, wollen den Irak nur wg. dem Öl... Alles furchtbarer Quatsch... Hättest du Kontakt nach USA, würdest du anders schreiben. Die Menschen dort drüben denken nicht alle so wie Bush. Dass war eigentlich mein Grund.

Du hast mich ja auch nicht angegriffen, nur wollte ich es eben einmal gesagt haben. Ironisch zu Sticheln - naja, wenn du es so siehst. Ich betrachte es als Meinungsaustausch.

Vielleicht denkst du drüber nach, dass die amis doch nicht alle hirnkrank sind!

Dem kann ich nur absolut zustimmen!

Bin selbst amerikanischer Staatsbürger, und meine Meinung zu dieser Bush-Aktion kann glaube ich momentan jeder links von meinen Postings lesen. ;)

Nachdem sich dieses A...loch mittlerweile selbst schon wie ein Diktator aufführt (Wer nicht für uns ist, ist gegen uns) hoffe ich nur, daß nicht zuviele Menschen sterben müssen, bevor er in einem Jahr wieder abgewählt wird. (Hoffentlich!!!)

Grüße,

Tom

Rafael
31.03.2003, 17:41
JA Tom...ich hoffe es auch, es geht auch um die amerikanischen Soldaten. Sie haben im Verlauf der Geschichte großartiges geleistet, keine Frage...aber dermaßen Sinnlos zu sterben...naja.

Mir tun alle Menschen dort leid die unschuldig sterben, egal welche Nationalität.

Ich hoffe ich wurde hier nicht mißverstanden, ich halte Amerika für ein großartiges Land, aber ich halte nicht viel von den Menschen, die einfach dem Bush "blind" folgen und seine Oberflächliche Argumentation akzeptieren und sich daran festklammern.

Gruss

Rafael

gtdaexl
31.03.2003, 17:43
Original geschrieben von Rafael
Sag mal raffst Du es nicht oder was?
Guckst Du ab und zu fern? oder liest ein paar zeitungen....Waren es nicht momentan über 80% der Amerikaner (Amis) die für Bushs Politik und Krieg sind laut neuesten Umfragen....

...jetzt bin ich gespannt was Du nun zu sagen hast...

Aber ok, ich berichtige mich: 80% der Amis sind hirnkrank!

Hi Rafael,

ich glaube, das was Flori meint ist vielmehr daß man heutzutage allgemein nicht mehr solche Aussagen treffen sollte wie:

Die Amis... die Russen........

oder wie hier in Bayern z.B.: Da Ami, da Chinäs....

Ein Beispiel warum ich das persönlich z.B. nicht gut finde:

Ich war vor ein paar Jahren in LA als damals der Brandsatz auf das Asylbewerberheim in Rostock geworfen wurde. Das kam damals in den Medien in USA so rüber, als ob ganz Deutschland wieder die "netten kleinen Kreuze" tragen würde.

Immer wenn ich gefragt wurde, wo ich lebe, und in Deutschland gesagt habe, hieß es damals gleich: Wowowow.

Deshalb sollte man meiner Ansicht nach solche Pauschalisierungen vermeiden. Zumal deine 80% nicht stimmen.;)

Grüße,

Tom

Tina
31.03.2003, 17:44
Original geschrieben von gtdaexl
Dem kann ich nur absolut zustimmen!

Bin selbst amerikanischer Staatsbürger, und meine Meinung zu dieser Bush-Aktion kann glaube ich momentan jeder links von meinen Postings lesen. ;)

Nachdem sich dieses A...loch mittlerweile selbst schon wie ein Diktator aufführt (Wer nicht für uns ist, ist gegen uns) hoffe ich nur, daß nicht zuviele Menschen sterben müssen, bevor er in einem Jahr wieder abgewählt wird. (Hoffentlich!!!)

Grüße,

Tom


Auch wir haben amerikanische Verwandte und daher stimme ich mit Dir völlig überein....

Tina

gtdaexl
31.03.2003, 17:46
Original geschrieben von Rafael


Mir tun alle Menschen dort leid die unschuldig sterben, egal welche Nationalität.

..... ich halte nicht viel von den Menschen, die einfach dem Bush "blind" folgen und seine Oberflächliche Argumentation akzeptieren und sich daran festklammern.
Gruss
Rafael

Vollste Zustimmung ! :)

Grüße,

Tom

Rafael
31.03.2003, 19:38
Zitat von der Zeitschirift "Der Spiegel":

"New York - Zwar unterstützen nach der aktuellen Meinungsumfrage der "New York Times" und des Nachrichtensenders "CBS News" immer noch zwei Drittel der US-Amerikaner einen Krieg..."

..ok keine 80% habe ich falsch aufgerundet :( 2/3 sind es...


cu

www.spiegel.de

wave
01.04.2003, 06:43
Meldung SPIEGEL ONLINE:

Vergebliche Suche nach dem Kriegsgrund

Das angebliche Vorhandensein von Massenvernichtungswaffen im Irak war einer der wichtigsten Gründe für den Angriff der Alliierten. Doch bisher konnten Amerikaner und Briten weder biologische noch chemische Kampfstoffe entdecken.

Washington - "Wir glauben immer noch fest daran, dass das Regime die Fähigkeit und möglicherweise die Absicht hat, diese Waffen einzusetzen", sagte Major General Stanley McChrystal bei einer Pressekonferenz im Pentagon. Beweise blieb er allerdings schuldig.
Seit zwei Wochen stehen US-Truppen damit im Irak, ohne einen der wichtigsten Gründe für die militärische Intervention vorlegen zu können. US-Präsident George W. Bush hatte dem Regime in Bagdad mehrfach vorgeworfen, B- und C-Waffen zu horten.

Ende SPIEGEL ONLINE

Dafür haben die amerikanischen und englischen Krieger schon 600 Zivilisten umgebracht, davon viele Fauen und Kinder und die zehnfache Anzahl verwundet.
Wieviele Menschen bisher an den weiteren Folgen des Kriegs gestorben sind ist nicht bekannt.

MfG wave

wave
01.04.2003, 07:13
Original geschrieben von gtdaexl
Dem kann ich nur absolut zustimmen!

Bin selbst amerikanischer Staatsbürger, und meine Meinung zu dieser Bush-Aktion kann glaube ich momentan jeder links von meinen Postings lesen. ;)

Nachdem sich dieses A...loch mittlerweile selbst schon wie ein Diktator aufführt (Wer nicht für uns ist, ist gegen uns) hoffe ich nur, daß nicht zuviele Menschen sterben müssen, bevor er in einem Jahr wieder abgewählt wird. (Hoffentlich!!!)

Grüße,

Tom

Hallo Tom, was ist aber mit der amerikanischen parlamentarischen Opposition los, von denen hört man nichts mehr, sie scheinen alle auf den Bush-Zug aufgesprungen zu sein.
MfG wave

Cisco
01.04.2003, 07:38
Original geschrieben von Rafael

Festgefahrene Meinung? Wie komme ich und andere nur dazu...schonmal versucht nach den Hintergründen des Krieges zu forschen? Festgefahren ist hier nur Deine Meinung, weil Du nicht fähig bist die Hintergründe zu verstehen....aber....die Ausreden der 80% und Busch sind ja auch für die breite Masse bestimmt...


Das ist ja mal wieder typisch für dieses Forum...jeder Andersdenkende wird sofort als manipulierbarer Idiot hingestellt.

Soviel Ignoranz und Intoleranz hat in einer ernsthaften Diskussion nichts verloren, mein lieber Rafael.
Aber genau diese Leute wie DU sind es, die die westlichen Länder gespalten und diesen Krieg zu dem gemacht haben was er ist !

Und weil du von UN-Mandaten sprichst:
Schauen wir uns die großen Kriegsgegner doch mal genau an:
Frankreich - Ölvertrag mit dem aktuellen Irak-Regime.
China - liefert wohl immernoch fleissig Waffen da runter, wie man an der irakischen Rakete chinesischer Bauart in der Innenstadt von Kuwait-City sehen kann.
Russland - Ölvertrag & Waffenlieferungen russischer Firmen.
Deutschland - Waffenlieferungen deutscher Firmen in den Irak.

Und wenn nun DU die Hintergründe dieser Kriegs-Gegner nicht begreifst, dann tust du mir ernsthaft Leid...

Weder der amerikanische, noch der andre Weg ist die Lösung - nur eine gemeinsame Position hätte einen optimalen Kompromiss erreichen können.
Aber das hat Schröder & Co ja entsprechend im Vorfeld verhindert, durch das Einbringen der Irak-Frage in den Wahlkampf und ohne vorheriges Gespräch mit den USA...

Aber bleib nur weiter so ignorant und weltfremd.
Irgendwann fliegen halt mal wieder zwei Flugzeuge in die Häuser deiner/eurer Traumwelt und dann merkt ihr vielleicht wie die reelle Welt aussieht !

Cisco

joegolf
01.04.2003, 07:57
Im übrigen gibt's noch größere Probleme als den Irak-Krieg:

Die Seuche SARS. Nicht dass ich Panik verbreiten will, aber die Krankheit ist so ansteckend wie Schnupfen und hat anscheinend eine Todesrate von etwa 5%. Das würde alleien in Deutschland etwa 4.000.000 Tote bedeuten (bei optimaler Versorgung....) und weltweit ca. 300.000.000. Eine Heilung, gechweige denn einen Impfstoff gibt es noch nicht.
DAS sind Aussichten........ :(:(:(

wave
01.04.2003, 08:39
Original geschrieben von Cisco


Aber das hat Schröder & Co ja entsprechend im Vorfeld verhindert, durch das Einbringen der Irak-Frage in den Wahlkampf und ohne vorheriges Gespräch mit den USA...
Cisco

Hallo Cisco, Angel Merkel hat in Dir einen Mitstreiter bekommen, nicht Bush sondern der irrelevante Schröder aus dem irrelevanten Deutschland ist schuld am Golfkrieg.
Gratuliere, MfG wave

gtdaexl
01.04.2003, 08:45
Original geschrieben von wave
Hallo Tom, was ist aber mit der amerikanischen parlamentarischen Opposition los, von denen hört man nichts mehr, sie scheinen alle auf den Bush-Zug aufgesprungen zu sein.
MfG wave

Hi wave,

das ist eine typisch amerikanische Eigenschaft, die ich eigentlich bis vor kurzem noch als sehr positiv bewertet habe.

Es gab schon ziemliche Opposition im Kongreß usw. bevor der Krieg losging. Seit aber die ersten Bomben gefallen sind, heißt es in den USA nur noch "support our troops - support our troops"!

Will heißen, sobald der Krieg mal losgegangen ist, halten die Amerikaner einfach wie verrückt zusammen und wollen mit dem Kopf durch die Wand, ohne weiter über den Sinn Ihrer Handlungen nachzudenken.

Ich habe diese Eigenschaft, sich hinter den Präsidenten zu stellen wie gesagt mal recht positiv beurteilt.
Als damals dieser ganze Wahlskandal in Florida war hat schließlich Al Gore am Ende gesagt, daß er sich jetzt von den Amerikanern wünscht, daß sie sich hinter ihren neuen Präsidenten George W. Bush stellen.
Dieser Mann (Al Gore!!!) hat meiner Meinung nach wahre Größe, und sowas würde ich mir in der Tat mal für Deutschland wünschen, daß in schwierigen Zeiten wie momentan, wo es ja auch wahnsinnig schlecht für die Wirtschaft in Deutschland aussieht,
daß mal die ganzen Politiker wie Westerwelle etc. mal für ein paar Tage Ihr Profilneurose zur Seite legen und sagen:
Wir tun jetzt, was für Deutschland das Beste ist! Gemeinsam! Und wenn die CDU eine gute Idee hat, dann machen wir das - und wenn die Grünen eine gute Idee haben, dann machen wir das - damit unser Land vorwärts kommt!

In den USA wirkt sich dieser sonst eigentlich positive Effekt derzeit nicht so günstig aus. :(

Grüße,

Tom

Cisco
01.04.2003, 08:52
Original geschrieben von wave
Hallo Cisco, Angel Merkel hat in Dir einen Mitstreiter bekommen, nicht Bush sondern der irrelevante Schröder aus dem irrelevanten Deutschland ist schuld am Golfkrieg.
Gratuliere, MfG wave

Er hat den Stein ins Rollen gebracht - sagt er doch selber...
Der grundlegende Gedanke ("Krieg ist keine Lösung") ist ja durchaus ehrenwert, aber die Art und Weise wie er es gemacht hat und zu welchem Zweck, ist verabscheuungswürdig !

Frankreich, Russland und China haben doch nur drauf gewartet, dass irgendso ein Trottel sich lautstark gegen die USA stellt, damit sie ihre eigenen Interessen durchboxen können.

Wer die ganzen Zusammenhänge nicht kapiert, sollte lieber etwas vorsichtiger mit seinen anti-amerikanischen Parolen sein !

Die USA hatten von Anfang an ein klares Ziel: Irak abrüsten und Saddam entmachten.
Dieses Ziel verfolgt die UN seit 10 Jahren erfolglos.
Und jetzt auf einmal soll dieses Ziel nichtmehr relevant sein, sondern nurnoch der Friede zählen ???
Wie naiv muss man eigentlich sein um hier noch zustimmend nicken zu können ???

Cisco

wave
01.04.2003, 08:59
Original geschrieben von Cisco
Er hat den Stein ins Rollen gebracht - sagt er doch selber...
Der grundlegende Gedanke ("Krieg ist keine Lösung") ist ja durchaus ehrenwert, aber die Art und Weise wie er es gemacht hat und zu welchem Zweck, ist verabscheuungswürdig !

Frankreich, Russland und China haben doch nur drauf gewartet, dass irgendso ein Trottel sich lautstark gegen die USA stellt, damit sie ihre eigenen Interessen durchboxen können.

Wer die ganzen Zusammenhänge nicht kapiert, sollte lieber etwas vorsichtiger mit seinen anti-amerikanischen Parolen sein !

Die USA hatten von Anfang an ein klares Ziel: Irak abrüsten und Saddam entmachten.
Dieses Ziel verfolgt die UN seit 10 Jahren erfolglos.
Und jetzt auf einmal soll dieses Ziel nichtmehr relevant sein, sondern nurnoch der Friede zählen ???
Wie naiv muss man eigentlich sein um hier noch zustimmend nicken zu können ???

Cisco

Wenigstens haben wir hier im Forum EINEN der kapiert -CISCO-
MfG wave

Cisco
01.04.2003, 09:03
Original geschrieben von gtdaexl
Hi wave,

das ist eine typisch amerikanische Eigenschaft, die ich eigentlich bis vor kurzem noch als sehr positiv bewertet habe.

Es gab schon ziemliche Opposition im Kongreß usw. bevor der Krieg losging. Seit aber die ersten Bomben gefallen sind, heißt es in den USA nur noch "support our troops - support our troops"!

Will heißen, sobald der Krieg mal losgegangen ist, halten die Amerikaner einfach wie verrückt zusammen und wollen mit dem Kopf durch die Wand, ohne weiter über den Sinn Ihrer Handlungen nachzudenken.

Ich habe diese Eigenschaft, sich hinter den Präsidenten zu stellen wie gesagt mal recht positiv beurteilt.
Als damals dieser ganze Wahlskandal in Florida war hat schließlich Al Gore am Ende gesagt, daß er sich jetzt von den Amerikanern wünscht, daß sie sich hinter ihren neuen Präsidenten George W. Bush stellen.
Dieser Mann (Al Gore!!!) hat meiner Meinung nach wahre Größe, und sowas würde ich mir in der Tat mal für Deutschland wünschen, daß in schwierigen Zeiten wie momentan, wo es ja auch wahnsinnig schlecht für die Wirtschaft in Deutschland aussieht,
daß mal die ganzen Politiker wie Westerwelle etc. mal für ein paar Tage Ihr Profilneurose zur Seite legen und sagen:
Wir tun jetzt, was für Deutschland das Beste ist! Gemeinsam! Und wenn die CDU eine gute Idee hat, dann machen wir das - und wenn die Grünen eine gute Idee haben, dann machen wir das - damit unser Land vorwärts kommt!

In den USA wirkt sich dieser sonst eigentlich positive Effekt derzeit nicht so günstig aus. :(

Grüße,

Tom

Das was du hier sagst ist ein ganz entscheidender Punkt, den die "Freunde" in Europa noch nicht kapiert haben...

Selbst wenn ein Verbündeter/Freund mal einen Fehler macht, sollte man zu ihm stehen und ihn nicht verurteilen.
Man kann vorher mit ihm reden, man kann nachher mit ihm reden, aber ihn ständig zu verteufeln ist nicht richtig !

Und genau das ist die Mentalität der Amerikaner die ich so schätze, da es auch meine eigene ist !

Was Europa getan hat war egoistisch, intolerant und ignorant bis zum gehtnichtmehr und wenn ein Freund von mir sowas abziehen würde, obwohl er weiß dass ich an diesen vermeintlichen Fehler den ich begehen will glaube, hat er es nicht anders verdient, als dass ich ihm den Rücken kehre !!

Für mich ist das Verhalten der Franzosen & Deutschen nur ein weiteres Indiz dafür, dass sie garnicht kapieren was wir den USA seit dem 2. Weltkrieg schuldig sind...

Alles was wir heute sind, haben wir in erster Linie den Aufbauhilfen und der Unterstützung der USA zu verdanken.

Und diesem Freund jetzt in solch schwierigen Zeiten den Rücken zu kehren halte ich für das schlimmste was man tun kann !!!

Cisco

gtdaexl
01.04.2003, 09:09
Original geschrieben von Cisco
.................
Die USA hatten von Anfang an ein klares Ziel: Irak abrüsten und Saddam entmachten.
Dieses Ziel verfolgt die UN seit 10 Jahren erfolglos.


Hi Cisco,

ich glaube nicht daß dies die eigentlichen Ziele der USA sind.

Erst recht gilt für mich das Argument nicht, die USA wollen das irakische Volk befreien, denn die USA haben seinerzeit Hussein im Kampf gegen den Iran massiv aufgerüstet, weil sie der Meinung waren, er würde diesen iranischen Gottesstaat beseitigen.
Ein paar Jahre später haben sie im Krieg gegen Hussein die Möglichkeit gehabt, ihn zu kassieren, und "Stormi Normi" ist abgesetzt worden, weil er sich zunächst geweigert hat, den Vormarsch auf Bagdad zu stoppen.
Dann haben Sie die Shiiten im Süden des Irak aufgewiegelt, sie sollen einen Aufstand gegen Hussein machen, und die USA würden sie unterstützen. Doch Bush sr. bekam plötzlich kalte Füße vor einem zersplitternden Irak und Tausende Shiiten wurden von Hussein abgeschlachtet.

Glaube mir Eines: Die USA hätten genug Möglichkeiten gehabt, das irakische Volk zu befreien. Der jetzige Krieg ist kein Befreiungskrieg, hier geht es um wirtschaftliche Interessen und um Israel, das eine starke Lobby in der jetzigen US-Regierung hat.

Dann das Märchen von der Abrüstung: Es ist doch absolut lächerlich zu glauben, von einem Land, das nicht einmal sein eigenes Staatsgebiet (sh. von Kurden beherrschter Nordirak) im Griff hat, gehe eine Gefahr für außenstehende Staaten aus.

Das ist pure Propaganda!

Saddam Hussein war der bestkontrollierte Diktator der Welt. Er hat abgerüstet. Den hatte man wunderbar im Griff, von dem ging keine Gefahr aus.

Warte mal ab, wenn Saddam Hussein weg ist, dann wird der Irak entweder ein zweites Afghanistan oder er wird nach dem Willen der Shiiten, die die Mehrheit im Land stellen, ein zweiter Gottesstatt a la Iran und dann, dann sind richtige Feinde der USA an der Macht und kein alternder Trottel mehr.

Grüße,

Tom

gtdaexl
01.04.2003, 09:13
Original geschrieben von Cisco
Das was du hier sagst ist ein ganz entscheidender Punkt, den die "Freunde" in Europa noch nicht kapiert haben...
Selbst wenn ein Verbündeter/Freund mal einen Fehler macht, sollte man zu ihm stehen und ihn nicht verurteilen.
Man kann vorher mit ihm reden, man kann nachher mit ihm reden, aber ihn ständig zu verteufeln ist nicht richtig !
Was Europa getan hat war egoistisch, intolerant und ignorant bis zum gehtnichtmehr und wenn ein Freund von mir sowas abziehen würde, obwohl er weiß dass ich an diesen vermeintlichen Fehler den ich begehen will glaube, hat er es nicht anders verdient, als dass ich ihm den Rücken kehre !!
...............
Und diesem Freund jetzt in solch schwierigen Zeiten den Rücken zu kehren halte ich für das schlimmste was man tun kann !!!
Cisco

Denkst Du nicht auch, daß es die Aufgabe eines guten Freundes ist, zu Dir zu sagen, wenn Du im Begriff bist, einen Fehler zu machen:

Stop, Kumpel, du baust Scheiße ?

Grüße,

Tom

wave
01.04.2003, 09:29
Original geschrieben von gtdaexl
Hi wave,

das ist eine typisch amerikanische Eigenschaft, die ich eigentlich bis vor kurzem noch als sehr positiv bewertet habe.

Es gab schon ziemliche Opposition im Kongreß usw. bevor der Krieg losging. Seit aber die ersten Bomben gefallen sind, heißt es in den USA nur noch "support our troops - support our troops"!

Will heißen, sobald der Krieg mal losgegangen ist, halten die Amerikaner einfach wie verrückt zusammen und wollen mit dem Kopf durch die Wand, ohne weiter über den Sinn Ihrer Handlungen nachzudenken.

Ich habe diese Eigenschaft, sich hinter den Präsidenten zu stellen wie gesagt mal recht positiv beurteilt.
Als damals dieser ganze Wahlskandal in Florida war hat schließlich Al Gore am Ende gesagt, daß er sich jetzt von den Amerikanern wünscht, daß sie sich hinter ihren neuen Präsidenten George W. Bush stellen.
Dieser Mann (Al Gore!!!) hat meiner Meinung nach wahre Größe, und sowas würde ich mir in der Tat mal für Deutschland wünschen, daß in schwierigen Zeiten wie momentan, wo es ja auch wahnsinnig schlecht für die Wirtschaft in Deutschland aussieht,
daß mal die ganzen Politiker wie Westerwelle etc. mal für ein paar Tage Ihr Profilneurose zur Seite legen und sagen:
Wir tun jetzt, was für Deutschland das Beste ist! Gemeinsam! Und wenn die CDU eine gute Idee hat, dann machen wir das - und wenn die Grünen eine gute Idee haben, dann machen wir das - damit unser Land vorwärts kommt!

In den USA wirkt sich dieser sonst eigentlich positive Effekt derzeit nicht so günstig aus. :(

Grüße,

Tom
Hallo Tom,
schade dass nicht wesentlich mehr US-Amerikaner Deine Meinung vertreten.
Es kann doch nicht auf einmal richtig sein, was man vorher als falsch angesehen hat, nur weil der Krieg beschlossen wurde.
Von Al Gore, den ich vor dem Krieg sehr schätzte, hatte ich mehr erwartet.
Gerade die Amerikanern haben Deutschland nach dem 2. Weltkrieg das kritische und demokratisch Bewusstsein gebracht, das uns heute gegen den Bush-Krieg protestieren lässt. Darum meine grosse Entäuschung von der derzeitigen US-Regierung.
MfG wave

Cisco
01.04.2003, 09:36
Original geschrieben von gtdaexl
Denkst Du nicht auch, daß es die Aufgabe eines guten Freundes ist, zu Dir zu sagen, wenn Du im Begriff bist, einen Fehler zu machen:

Stop, Kumpel, du baust Scheiße ?

Grüße,

Tom

Ja, genau das hab ich ja auch gesagt !
Vorher und nachher mit ihm reden, aber nicht hinter seinem Rücken über ihn lästern !
Denn das ist keine Freundschaft...

Cisco

Cisco
01.04.2003, 09:42
Original geschrieben von gtdaexl
Hi Cisco,

ich glaube nicht daß dies die eigentlichen Ziele der USA sind.

Erst recht gilt für mich das Argument nicht, die USA wollen das irakische Volk befreien, denn die USA haben seinerzeit Hussein im Kampf gegen den Iran massiv aufgerüstet, weil sie der Meinung waren, er würde diesen iranischen Gottesstaat beseitigen.
Ein paar Jahre später haben sie im Krieg gegen Hussein die Möglichkeit gehabt, ihn zu kassieren, und "Stormi Normi" ist abgesetzt worden, weil er sich zunächst geweigert hat, den Vormarsch auf Bagdad zu stoppen.
Dann haben Sie die Shiiten im Süden des Irak aufgewiegelt, sie sollen einen Aufstand gegen Hussein machen, und die USA würden sie unterstützen. Doch Bush sr. bekam plötzlich kalte Füße vor einem zersplitternden Irak und Tausende Shiiten wurden von Hussein abgeschlachtet.

Glaube mir Eines: Die USA hätten genug Möglichkeiten gehabt, das irakische Volk zu befreien. Der jetzige Krieg ist kein Befreiungskrieg, hier geht es um wirtschaftliche Interessen und um Israel, das eine starke Lobby in der jetzigen US-Regierung hat.

Dann das Märchen von der Abrüstung: Es ist doch absolut lächerlich zu glauben, von einem Land, das nicht einmal sein eigenes Staatsgebiet (sh. von Kurden beherrschter Nordirak) im Griff hat, gehe eine Gefahr für außenstehende Staaten aus.

Das ist pure Propaganda!

Saddam Hussein war der bestkontrollierte Diktator der Welt. Er hat abgerüstet. Den hatte man wunderbar im Griff, von dem ging keine Gefahr aus.

Warte mal ab, wenn Saddam Hussein weg ist, dann wird der Irak entweder ein zweites Afghanistan oder er wird nach dem Willen der Shiiten, die die Mehrheit im Land stellen, ein zweiter Gottesstatt a la Iran und dann, dann sind richtige Feinde der USA an der Macht und kein alternder Trottel mehr.

Grüße,

Tom

Sehe das ganze etwas anders, aber ich fürchte da wird keiner von uns den andren überzeugen können, weil ganz einfach die Beweise für beide Vermutungen fehlen...

Ich für meinen Teil sehe nur die UN-Resolutionen, die Saddam seit 10 Jahren ignoriert und die immernoch fehlenden Beweise für die Vernichtung der besagten B- und C-Waffen, um zumindest zu wissen wer die Grundlage für diesen Krieg gelegt hat !

Mag sein dass die USA etwas zu hart rangehen, aber irgendwann ist nunmal Schluss.
Und anstatt sich auf die Seite eines Diktators zu stellen und damit über die Weltöffentlichkeit auch noch seine Soldaten zu stützen (welche unserem Verbündeten Schaden zufügen), sollten wir lieber helfen oder zumindest die Schnauze halten !

Meine Meinung...

Cisco

Cisco
01.04.2003, 09:45
Original geschrieben von gtdaexl
Glaube mir Eines: Die USA hätten genug Möglichkeiten gehabt, das irakische Volk zu befreien. Der jetzige Krieg ist kein Befreiungskrieg, hier geht es um wirtschaftliche Interessen und um Israel, das eine starke Lobby in der jetzigen US-Regierung hat.


Achja: Hat Frankreich & Russland nicht auch wirtschaftliche Interessen ?
Die haben zufälligerweise genau ein wirtschaftliches Interesse an einem Bestehen des aktuellen Regimes.
Die sagen sich "Uns tut der ja nix, die Ami sind der Feind und wir wollen unseren Ölvertrag behalten".
Das halte ich für äusserst hinterhältig...

Selbst wenn beide wirtschaftliche Interessen haben - die USA folgen zumindest noch den Forderungen der UN und damit ist für mich deren Vorgehen bei weitem mehr legitimiert als das "drüber weg sehen" der Franzosen, Deutschen, Russen und Chinesen !

Cisco

GolfTDI4motion
01.04.2003, 09:49
Original geschrieben von Rafael

Denn eines können die Amerikaner gut: Krieg führen.


Hi,

dem möchte ich entschieden widersprechen. Das Einzige, was die Amerikaner gut können, ist ein Land angreifen, bedrohen und unter Druck setzten. Da wird am Colt herumgespielt und in Texas-Manier ein Land bedroht.
Aber einen klassischen Krieg mit einer ausgefeilten Strategie und dem Soldaten im Feld konnten die Amerikaner noch nie führen.
Die Befereiung der Botschaft in Theheran, der Vietnam-Krieg usw. sind Beispiele für das Versagen der Kriegsstrategie. Stets hat man sich auf die militärische Übermacht und einen geschwächten und unterlegenen Gegner verlassen. Das hat im zweiten Weltkrieg und im ersten Golf-Krieg auch einigermaßen funktioniert. Solbald es aber nicht mehr ausreicht, nur einen Knopf zu drücken um damit für klare Verhältnisse zu sorgen, stoßen die Amerikaner sehr schnell an ihre Grenzen.

Wenn ich nur an die vielen "handwerklichen" Fehler denke, die in diesem Krieg Amerikanern bereits unterlaufen sind, da muß man sich an den Kopf fassen. Da wurde zunächst medienwirksam ein sehr schneller Vormarsch inszeniert. Lästige Widerstandsnester wurden mehr oder weniger umgangen so daß die politische Führung binnen weniger Tage melden konnte, unmittelbar vor Bagdad zu stehen. Und da stehen Sie jetzt noch. Da das Gebiet hinter der Frontlinie noch lange nicht gesichert ist, muß für jeden Kilometer des Vormarsches die Marschroute gesichert werden. Das zehrt an der notwendigen Truppenstärke. Außerdem wurden für jede Stadt Truppenteile abgestellt, die nun bei schlechtem Nachschub und begrenzter Schlagkraft mit den verschanzten Irakern fertig werden müssen und dabei volllständig von der Unterstützung aus der Luft abhängig sind. Wieso wurde nicht Stadt für Stadt "befreit" und Schritt für Schritt die Frontlinie Richtung Bagdad verschoben ? Damit hätte man einerseits das Nachschubproblem umgehen können, andererseits wären die Erfolge greifbarer gewesen, wenn man nach und nach hätte berichten können, Umm Kasr, Basra, Nasarija etc. fest unter Kontrolle zu haben. Vielleicht wäre dadurch auch die Unterstützung der Iraker für das Regime nach und nach zusammengebrochen.

Tschüss

gtdaexl
01.04.2003, 10:35
Original geschrieben von wave
Hallo Tom,
schade dass nicht wesentlich mehr US-Amerikaner Deine Meinung vertreten.
Es kann doch nicht auf einmal richtig sein, was man vorher als falsch angesehen hat, nur weil der Krieg beschlossen wurde.
Von Al Gore, den ich vor dem Krieg sehr schätzte, hatte ich mehr erwartet.
Gerade die Amerikanern haben Deutschland nach dem 2. Weltkrieg das kritische und demokratisch Bewusstsein gebracht, das uns heute gegen den Bush-Krieg protestieren lässt. Darum meine grosse Entäuschung von der derzeitigen US-Regierung.
MfG wave

Muß ich Dir leider zustimmen. Von Al Gore wird man wohl nicht mehr viel erwarten könne, da er schon vor 2 Monaten bekannt gegeben hat, daß er nicht mehr kandidieren wird.:(

Original geschrieben von Cisco
Ja, genau das hab ich ja auch gesagt !
Vorher und nachher mit ihm reden, aber nicht hinter seinem Rücken über ihn lästern !
Denn das ist keine Freundschaft...
Cisco

Als zunächst mal: In der Presse seine Meinung öffentlich kundzutun ist kein Lästern!

Original geschrieben von Cisco
Sehe das ganze etwas anders, aber ich fürchte da wird keiner von uns den andren überzeugen können, weil ganz einfach die Beweise für beide Vermutungen fehlen...
Cisco

Vielleicht habe ich mich da falsch ausgedrückt: Die Sachen in meinem obigen Posting waren keine Vermutungen, sondern überall bekannte und nachzulesende Fakten!

Original geschrieben von Cisco
Achja: Hat Frankreich & Russland nicht auch wirtschaftliche Interessen ?
Die haben zufälligerweise genau ein wirtschaftliches Interesse an einem Bestehen des aktuellen Regimes.

Selbst wenn beide wirtschaftliche Interessen haben - die USA folgen zumindest noch den Forderungen der UN und damit ist für mich deren Vorgehen bei weitem mehr legitimiert als das "drüber weg sehen" der Franzosen, Deutschen, Russen und Chinesen !
Cisco

Ich gebe dir insofern recht, als daß sicher auch die Franzosen und die Russen wirtschaftliche Interessen verfolgen.
-Aber sie tun das zumindest ohne Krieg!

Der eigentlich makellose in dem Konflikt ist meiner Meinung nach Deutschland, die stehen für Frieden ein, obwohl sie keinen direkten Vorteil draus haben, sondern eher noch Repressalien der USA zu fürchten haben!

Daß Du jetzt aber behauptest, daß die USA den Forderungen der UN folgen, daß kann ich jetzt wirklich nicht mehr nachvollziehen. Dann hast Du die Diskussion meiner Meinung nach in den UN nicht richtig verfolgt!

Grüße,

Tom

wave
01.04.2003, 10:44
So will das US-Militär die Iraker "befreien"

..."Der Anblick der getöteten Zivilisten sei "entsetzlich" gewesen, schrieb der Reporter Mark Franchetti, der die US-Soldaten bei ihrem Vormarsch begleitet: "Etwa 15 Fahrzeuge blockierten die Straße. Sie waren durchsiebt mit Einschusslöchern. Einige (...) brannten noch. Inmitten der Wracks zählte ich 12 tote Zivilisten. Alle hatten versucht, diese südliche Stadt über Nacht zu verlassen, wahrscheinlich aus Angst, bei US-Hubschrauber-Angriffen oder durch heftigen Artilleriebeschuss getötet zu werden. Ihr Fehler war es gewesen, über eine Brücke zu fliehen, die von entscheidender Bedeutung für die Versorgungslinien der Koalition ist - und in die Arme einer Gruppe zu Tode verängstigter junger amerikanischer Marineinfanteristen zu rennen, die Anweisung hatten, auf alles zu schießen, was sich bewegte."

Franchetti beschreibt "ein kleines Mädchen, nicht älter als fünf, mit einem hübschen Kleid in Orange und Gold, in einem Graben, tot, neben der Leiche eines Mannes, der vielleicht sein Vater war. Sein halber Kopf fehlte."

Die US-Soldaten empfänden zum Teil keine Reue über ihr Vorgehen: "Die Iraker sind kranke Leute, und wir sind die Chemotherapie", wurde ein namentlich genannter Unteroffizier zitiert. "Ich fange an, dieses Land zu hassen."

MfG wave

Rafael
01.04.2003, 13:45
Cisco wenn du über Hintergrüne redest, dann solltest Du Dir genauer die Hintergründe der Amerikaner anschauen:

Diese NAtion verbraucht mehr Öl in der Welt als die chinesen & Inder zusammen, bei einer viel niedrigeren Einwohnerzahl.

Irak ist die nation die über die 2meißte Ölvorkommen verfügt in der Welt. Saudi arabien hat noch mehr ist aber der unmittelbare Nachbar iraks und eine der führenden nationen in der arabischen liga. Bei einer Vermeintlichen Preiserhöhung des Rohöls währe die Amiwirtschaft sehr verwundbar, und der im moment ohnehin schwache $ würde weiter fallen....und jetzt für Dich Experten die Hauptfrage:

WARUM haben die Amis, bevor die erste Bombe fiel, VORAB, über die Ölvorkommen und Quellen ALLEINE bestimmen wollen??????

Genau...herzlichen Glückwunsch...

Mehr sage ich dazu nicht, außer dass die Amis es wieder mal geschafft haben Frauen & Kinder "versehentlich" abzuschiessen...



So long

Rafael

wave
01.04.2003, 14:02
Ein Link wie US-Soldaten im Vietnamkrieg mit Zivilisten umgingen.

MfG wave
http://www.message-online.de/arch3_00/03gies.htm (http://)

joegolf
01.04.2003, 16:57
Original geschrieben von wave
Ein Link wie US-Soldaten im Vietnamkrieg mit Zivilisten umgingen.

MfG wave
http://www.message-online.de/arch3_00/03gies.htm (http://)

Und was soll uns das sagen?

Ach ja, ein Link zu den Verbrechen der deutschen Wehrmacht:

http://www.google.de/search?hl=de&ie=UTF-8&oe=UTF-8&q=verbrechen+deutsche+weltkrieg&meta=lr%3Dlang_de

oder der Verbrechen von Saddam:

http://www.gfbv.it/2c-stampa/03-1/030128de-dok.html

Die Liste ließe sich für jeden Staat der Welt beliebig lang fortsetzen. Deshalb find ich eine solche Vorwurfshaltung generell gegen die Amis etwas einseitig. Auch wenn das Massaker von My Lai sicher ein Kriegsverbrechen war...

dom
01.04.2003, 17:52
Original geschrieben von joegolf
Und was soll uns das sagen?

Ach ja, ein Link zu den Verbrechen der deutschen Wehrmacht:

http://www.google.de/search?hl=de&ie=UTF-8&oe=UTF-8&q=verbrechen+deutsche+weltkrieg&meta=lr%3Dlang_de

oder der Verbrechen von Saddam:

http://www.gfbv.it/2c-stampa/03-1/030128de-dok.html

Die Liste ließe sich für jeden Staat der Welt beliebig lang fortsetzen. Deshalb find ich eine solche Vorwurfshaltung generell gegen die Amis etwas einseitig. Auch wenn das Massaker von My Lai sicher ein Kriegsverbrechen war...

...und ich dachte bisher immer, der Mensch unterscheidet sich vom Tier, indem er aus Fehlern lernt :confused:

(Ich nehme keine Vorwürfe wegen Untaten einiger meiner Vorfahren im 1. oder 2. Weltkrieg entgegen, viel wichtiger ist mir, sicherzustellen, dass sich sowas nicht wiederholt. Das zB mit der Propaganda hätte ja fast geklappt, wenn es nicht einige Amerikaner vorzögen, sich (einigermassen) unabhängig zB im Internet zu informieren...)

PS: den Kriegsbefürwortern rate ich, sich mal Einzelschicksale reinzuziehen (ähnlich wie wave vorher beschrieben hat), verdeutlicht die Auswirkungen eines Krieges (ob nun irgendwie begründet oder nicht) mehr als irgendwelche abstrakte Zahlenspielereien...
PPS: ja, ich weiss auch, dass Saddam schon einige Unschuldige auf dem Gewissen hat, die USA hingegen eine blütenweise Weste haben - oooops, da hab ich doch tatsächlich zB die unschuldig per Giftspritze Hingerichteten vergessen; wenn mich nicht alles täuscht, kam das besonders häufig in Texas vor und (welch Zufall) unter dem vorigen Gouverneur...

Rafael
01.04.2003, 18:16
JA...

Es wird immer Staaten geben, den könnte man den Krieg als "unnützlich" hinstellen. Dafür sprechen meißt wirtschaftliche Gründe...aber solche Gründe sind es auch die den Amerikanern nachträglich nutzen. Die Kriegskosten sind dann eingefahren, wenn die Amerikaner darauf bestehen, UND SIE BESTANDEN DARAUF SCHON VOR DEM KRIEG (!!!), dass sie die Kontrolle über die Ölreserven übernehmen, auch indem sie eine Proamerikanische Regierung einsetzen(!), koste es was es wolle, auch wenn ich einfach so ein paar Frauen abschiesse, auch wenn ich einfach mal so ein paar Irakischen Kindern den Kopf zerreiße...das ist ja im Krieg "normal"..hauptsache unsere "Nationale Sicherheit" ist gewehrleistet..blablabla...und natürlich die Sicherheit der Ganzen Welt *lol*(!)

Fakt ist, Bush, nicht die Amerikaner, war zu überheblich....es Spielt weitaus noch mehr eine wichtige Rolle als nur die Bedrohung die druch Saddam hervorgehe. Solche wie Saddam gibt es zu 1000den, aber nur einen der die Zweitgrößten Ölvorräte hat...

Wie auch immer, sollen die Kriegsbefürwörter ruhig Bush glauben...mögen sie irgendwann an eigenem Leib erfahren was Krieg heisst....ich frage mich, wofür wir den Weltsicherheitsrat haben..wenn Bush je macht was er will...Man hätte auch eine andere Lösung finden können, aber das wäre zu teuer gewesen für Amerika.

(Einige Argumente habe ich hier von unseren Profesoren an der Uni Göttingen versucht wörtlich zu zitieren)


Mit traurigen Grüßen an Alle hier...wir sollten versuchen uns hier einander zu verstehen, und wenigstens hier im Forum FRIEDEN erhalten....


Rafael

wave
01.04.2003, 21:19
Original geschrieben von joegolf
Und was soll uns das sagen?

Ach ja, ein Link zu den Verbrechen der deutschen Wehrmacht:

http://www.google.de/search?hl=de&ie=UTF-8&oe=UTF-8&q=verbrechen+deutsche+weltkrieg&meta=lr%3Dlang_de

oder der Verbrechen von Saddam:

http://www.gfbv.it/2c-stampa/03-1/030128de-dok.html

Die Liste ließe sich für jeden Staat der Welt beliebig lang fortsetzen. Deshalb find ich eine solche Vorwurfshaltung generell gegen die Amis etwas einseitig. Auch wenn das Massaker von My Lai sicher ein Kriegsverbrechen war...

Ich will damit sagen dass es keinen "sauberen Krieg" gibt, wie von Bush immer wieder behauptet wird.
Es ist aber bemerkenswert, dass Du Bushs Krieger mit der deutschen Wehrmacht vergleichst, ich finde da auch einige Parallelen.
MfG wave

MK155
02.04.2003, 06:53
Original geschrieben von gtdaexl
[...]
ich glaube, das was Flori meint ist vielmehr daß man heutzutage allgemein nicht mehr solche Aussagen treffen sollte wie:

Die Amis... die Russen........

[...]

da habe ich auch dazulernen müssen. Denn ich habe auch lange Zeit von den Amerikanern gesprochen. Ohne dabei zu bedenken, dass zum einen die Administration Bush den Krieg angezettelt hat und zum anderen nicht alle Amerikaner (wenn auch noch momentan die überwiegende Mehrzahl) hinter dem Krieg stehen.

Es sind ja auch nicht alle Deutschen dagegen.

Im Übrigen merkt man Dir an keiner Stelle Deines Geschriebenen an, dass deutsch nicht Deine Muttersprache ist ... Kompliment.

wave
02.04.2003, 07:15
Original geschrieben von MK155
da habe ich auch dazulernen müssen. Denn ich habe auch lange Zeit von den Amerikanern gesprochen. Ohne dabei zu bedenken, dass zum einen die Administration Bush den Krieg angezettelt hat und zum anderen nicht alle Amerikaner (wenn auch noch momentan die überwiegende Mehrzahl) hinter dem Krieg stehen.



Man solle auch nicht von den 'Amerikanern' sprechen wenn die US-Amerikaner gemeint sind.
Es gibt auch noch Kanadier, Mexikaner, Brasilianer, Argentiener,
Chielenen, Peruaner, u.s.w. Sie alle leben in Amerika.
MfG wave

MK155
02.04.2003, 07:19
Original geschrieben von wave
Man solle auch nicht von den 'Amerikanern' sprechen wenn die US-Amerikaner gemeint sind.
Es gibt auch noch Kanadier, Mexikaner, Brasilianer, Argentiener,
Chielenen, Peruaner, u.s.w. Sie alle leben in Amerika.
MfG wave
Dem bleibt nichts hinzuzufügen.

MK155
02.04.2003, 07:41
Original geschrieben von Cisco
Ja, genau das hab ich ja auch gesagt !
Vorher und nachher mit ihm reden, aber nicht hinter seinem Rücken über ihn lästern !
Denn das ist keine Freundschaft...

Cisco

Was ist denn Freundschaft?

Nehmen wir mal an, dass die US-Regierung gerade im Begriff ist "Scheisse zu bauen". Und nehmen wir weiter an, dass US-Amerikanische Freunde wie Deutschland, Frankreich, Russland (zu Putin pflegte Bush ja nun schliesslich ein Bezeihung der besonderen Art) der US-Regierung (und auch der britischen) klipp und klar gesagt haben: "Was ihr da macht ist nix", ja selbst eine übergeordnete Instanz (verkörpert durch die UNO) ganz klar Stellung bezogen hat ...
was hat's gebracht? ...
Der Schuljunge George, dem irgendwelche leichtsinnigen Bürger der USA zu viel Macht gegeben habe macht zusammen mit seinem unmündigen Freund Tony trotzdem was er will, ohne auch nur im Ansatz mit den "Freunden" gesprochen zu haben.

Freundschaft heisst nicht, alles zu dulden was der andere macht. Die Begriff "Freundschaft", wie ihn momentan die US-Regierung zu definieren scheint, hat mit "Freundschaft" überhaupt nichts zu tun.
In meinem Privatleben würde ich solche Freunde, wie sie die US-Regierung momentan darstellt in die Wüste schicken.

Was mir am Rande noch einfällt: Vor ein paar Tagen war ich in Dusslingen. Das wird wahrscheinlich den wenigsten was sagen ... liegt zwischen Tübingen und Balingen. ... jedenfalls, dort hat eine gewisse Frau Däubler-Gmelin einen sehr gewagten Vergleich aufgestellt ... zugegeben, ich habe mich damals auch sehr darüber geärgert. Mittlerweile muss ich sagen, dass die Frau grundsätzlich gar nicht so daneben lag. Siehe z. B. die Gleichschaltung der Medien (oder zumindest der Versuch). Oder der Feldzug gegen die Dixi Chicks, deren CD's vernichtet werden sollen, weil sie bei Gottschalk öffentlich Stellung gegen den Krieg bezogen haben. Oder das "Redeverbot" bei der scheinheiligen Oscarveranstaltung.

gtdaexl
02.04.2003, 10:48
Original geschrieben von MK155
......

Im Übrigen merkt man Dir an keiner Stelle Deines Geschriebenen an, dass deutsch nicht Deine Muttersprache ist ... Kompliment.

@mk155:

Danke für das Kompliment, auch wenn ich es nicht verdient habe, denn deutsch ist insofern meine Muttersprache, als es die Sprache meiner Mutter war. ;)

Bin sozusagen ein Soldatenkind, mein Vater war Amerikaner.

Grüße,

Tom

MK155
02.04.2003, 11:20
Original geschrieben von gtdaexl
@mk155:

Danke für das Kompliment, auch wenn ich es nicht verdient habe, denn deutsch ist insofern meine Muttersprache, als es die Sprache meiner Mutter war. ;)

Bin sozusagen ein Soldatenkind, mein Vater war Amerikaner.

Grüße,

Tom
Na gut ... :o ... aber wenigstens habe ich es versucht ... ;)

Fortuna95
02.04.2003, 11:29
Original geschrieben von MK155
Oder das "Redeverbot" bei der scheinheiligen Oscarveranstaltung.

Dazu noch folgendes: Meine Hochachtung gilt Regisseur Michael Moore, der als einziger Oscar-Gewinner (für die beste Doku "Bowling for columbine") eindeutig Stellung zu Bush und seiner Irak-Politik bezogen hat!

Respekt.

Gruß
F95

wave
02.04.2003, 12:00
Original geschrieben von Fortuna95
Dazu noch folgendes: Meine Hochachtung gilt Regisseur Michael Moore, der als einziger Oscar-Gewinner (für die beste Doku "Bowling for columbine") eindeutig Stellung zu Bush und seiner Irak-Politik bezogen hat!

Respekt.

Gruß
F95

Das zeigt wieder einmal, dass auch in den USA die Meinungen über Bushs 'Heiligen Krieg' auseinandergehen.
Leider kuschen viele Prominente vor dere Regierung, auch wenn sie anderer Meinung sind.
Es gibt wohl auch einen geografischen Einfluss, an der Ostküste regt sich häufiger Protest, während in der Provinz stumpfer Nationalismus vorherrscht. Das ist jedenfalls mein Eindruck.
MfG wave

MK155
02.04.2003, 12:02
Na super ... soviel zum Thema "sauberer Krieg" :mad:

wave
02.04.2003, 12:51
Original geschrieben von MK155
Na super ... soviel zum Thema "sauberer Krieg" :mad:
n-tv Meldung:
Erneut sind unschuldige irakische Zivilisten offenbar von den US-Streitkräften getötet worden. Nach irakischer Darstellung kamen in der zentralirakischen Stadt Hilla, 90 Kilometer südlich von Bagdad, 33 Menschen bei einem amerikanischen Hubschrauberangriff ums Leben. Mehr als 100 seien verletzt worden. Irakische Regierungsvertreter zeigten Journalisten die Leichen. Das US-Zentralkommando in Katar erklärte, die Angaben würden überprüft.

Damit dürfte die Anzahl der direkt getöteten Zivilisten über 600 betragen, hauptsächlich Frauen und Kinder.
Ab wieviel darf man Bush einen Massenmörder nennen?
MfG wave

Niemals Servo
02.04.2003, 13:02
Original geschrieben von MK155
Na super ... soviel zum Thema "sauberer Krieg" :mad:

Ich sag doch, dass sie das Zeug irgendwann auspacken. Räumt halt gut.

MK155
02.04.2003, 13:04
Original geschrieben von Niemals Servo
Ich sag doch, dass sie das Zeug irgendwann auspacken. Räumt halt gut.

Exakt ... das wirkt wie ein Löffel "Rohr frei" ... :rolleyes:

MK155
02.04.2003, 13:15
Original geschrieben von GolfTDI4motion
[...]
Aber einen klassischen Krieg mit einer ausgefeilten Strategie und dem Soldaten im Feld konnten die Amerikaner noch nie führen.
Die Befereiung der Botschaft in Theheran, der Vietnam-Krieg usw. sind Beispiele für das Versagen der Kriegsstrategie. Stets hat man sich auf die militärische Übermacht und einen geschwächten und unterlegenen Gegner verlassen. Das hat im zweiten Weltkrieg und im ersten Golf-Krieg auch einigermaßen funktioniert. [...]

Ich erinnere da bloss an die Landung in der Normandie im 2. Weltkrieg. Das war keine wirkliche Meisterleistung.


Zum Thema "Amerikanische Mentalität":
In Deutschland wird zwar manchmal zuviel diskutiert, aber das bringt einen entscheidenden Vorteil mit sich:
Es wird nicht jedem hirnrissigen Trend gedankenlos nachgerannt.

Mit einigen Ausnahmen natürlich, die alles ... aber auch wirklich alles ohne nennenswerte Verschwendung von Hirnschmalz preisen, was aus den Staaten kommt. Krieg zum Beispiel.

gtdaexl
02.04.2003, 15:26
Original geschrieben von Fortuna95
Dazu noch folgendes: Meine Hochachtung gilt Regisseur Michael Moore, der als einziger Oscar-Gewinner (für die beste Doku "Bowling for columbine") eindeutig Stellung zu Bush und seiner Irak-Politik bezogen hat!
Respekt.
Gruß
F95

Und der ist sogar von der deutschen Presse noch sehr vorteilhaft übersetzt worden, mit "Schämen Sie sich, Mr. Bush".

"Shame on you" kann man aber in diesem Zusammenhang sehr wohl auch mit "Schande über Sie" übersetzen.

Original geschrieben von wave
...........
Damit dürfte die Anzahl der direkt getöteten Zivilisten über 600 betragen, hauptsächlich Frauen und Kinder.
Ab wieviel darf man Bush einen Massenmörder nennen?
MfG wave

@wave:

Das ist doch alles nur die Spitze des Eisbergs.

Kleines Brecht-Zitat, das meiner Meinung nach gerade zum Krieg und den Medien passt:
"Denn die einen sind im Dunkeln und die andern sind im Licht und man siehet die im Lichte die im Dunkeln sieht man nicht."

Grüße,

Tom

wave
02.04.2003, 20:16
Original geschrieben von gtdaexl


@wave:

Das ist doch alles nur die Spitze des Eisbergs.

Kleines Brecht-Zitat, das meiner Meinung nach gerade zum Krieg und den Medien passt:
"Denn die einen sind im Dunkeln und die andern sind im Licht und man siehet die im Lichte die im Dunkeln sieht man nicht."

Grüße,

Tom

Hallo Tom, das sehe ebenso, darum habe ich auch von den bisher direkt getöteten Zivilisten geschrieben.
Die Zahl er indirekt getöteten ist sicher ein Vielfaches davon.
Und das ist erst der Anfang.
MfG wave

MK155
03.04.2003, 04:59
Heute morgen habe ich einen entscheidenen Fehler gemacht: Ich habe mir eine BILD gekauft. :o

Da lese ich dann auf Seite zwei den Kommentar von Hans Olaf Henkel. Titel: "Made in Germany ist out". Irgendwie stieg da in mir ein wenig die kalte Wut hoch :mad:. Ich weiss nicht, was ihn dazu bewegt so ins US-amerikanische Kriegshorn zu stossen und eine deutsche Tugend zu unterwandern, die sich im letzten halben Jahrhundert ausgebildet hat: Nämlich Dinge zu hinterfragen und "Nein" sagen zu können. Das war nicht immer so ...

Mich beschleicht ob dieses Beitrag die Ahnung, dass Herr Henkel ein gewisse Schadenfreude darüber verspürt, dass von Seiten der US-Regierung alles getan wird um deutsche Produkte zu boykottieren.

"Hätten wir halt einfach "JA" gesagt, dann könnten wir unsere Sachen nach wie vor in den Staaten verkaufen" ... das könnte von Herrn Henkel stammen .. könnte.

Ich bin nur in einem einer Meinung mit ihm: Der Krieg muss so schnell wie möglich beendet werden. Wobei er von einem Sieg der Alliierten schreibt. Einen Sieger kann ich dabei aber nicht ausmachen. Es wird aber wohl eine Partei geben, die mehr Meschenleben ausgelöscht hat als die andere. Vielleicht meint er das mit "Sieg".
:rolleyes: :mad: :rolleyes:

wave
03.04.2003, 06:34
Hallo MK, ein ähnliches Brett vor dem Kopf hat auch der 'DieZeit' Herausgeber und Chefredakteur Josef Joffe.
Egal was die Busch Regierung tut, Joffe meint er muss dem zujubeln. Null Kritikfähigkeit, nur weil er in den USA ausgebildet wurde und gelebt hat?
MfG wave

P.S. Dass Du die Bildzeitung liest hat mich schwer entäuscht:) ;)

MK155
03.04.2003, 06:49
Original geschrieben von wave
[...]

P.S. Dass Du die Bildzeitung liest hat mich schwer entäuscht:) ;)

Schande über mich ... :D :D :D

Aber reingefallen bin ich auf die Schlagzeile über Stefan Effenberg ... das hat mich dann doch interessiert ...

Dass Herr Henkel in der Bildzeitung schreiben muss, spricht nicht gerade für sein Niveau. Aber es wird eben gelesen ...

Mich beruhigt nur ein wenig, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung nicht die Meinung der BILD zu diesem Krieg teilt. Das ist ein Grund, stolz auf die Deutschen zu sein ... die paar Ausnahmen tun da nicht weh :rolleyes:

Niemals Servo
03.04.2003, 07:16
Original geschrieben von MK155

Aber reingefallen bin ich auf die Schlagzeile über Stefan Effenberg ... das hat mich dann doch interessiert ...



Hör auf, du reitest dich nur immer weiter rein...

steering
03.04.2003, 07:21
Immer schön von Cisco zu lesen :-)

MK155
03.04.2003, 07:24
Original geschrieben von Niemals Servo
Hör auf, du reitest dich nur immer weiter rein...

Na gut ... ich werd's NIE wieder tun ... versprochen ;) ... *Finger überkreuz' ...*

wave
03.04.2003, 12:50
Streubomben im Einsatz
Der Krieg im Irak wird brutaler. Nach den Amerikanern haben nun auch britische Truppen Streubomben eingesetzt. Wie ein Militärsprecher gegenüber der BBC bestätigte, seien in der Nähe der südirakischen Stadt Basra Granaten vom Typ L20 auf offene Gebieten verschossen worden. Dort sei eine große Anzahl irakischer Einheiten zusammengezogen worden, berichtete eine Reporterin des britischen Senders.

Streubomben sind umstritten. Sie werden aus der Luft in einem größeren Behälter abgeworfen, der sich über dem Zielgebiet öffnet. Die von den USA benutzten Streubomben vom Typ BLU 97 enthalten rund 200 kleinere Sprengsätze in der Größe einer Cola-Dose. Nicht explodierte Sprengkörper dieser Art können später Zivilisten töten. Nach Militärangaben explodierten etwa fünf Prozent der Streubomben nicht.

Soweit eine Pressemeldung vom 03.04.2003
MfG wave

MK155
03.04.2003, 13:09
Gibt es eigentlich ein Gesetz, das Frauen die auf den Namen Merkel hören und die gleichzeitig CDU-Vorsitzende sind automatisches Redeverbot erteilt? Wenn nicht, dann sollte man es schnellstens beschliessen ...

Rot-Grün ist nun Mitschuld am Irak-Krieg ... die Behauptung ist ja nicht neu ... im Gegenteil sie ist uralt ... sie wird aber deswegen nicht weniger falsch :(

Nach Merkel's Logik ist der Pazifist noch an der Schlägerei schuld, weil er einem Schläger nicht aus dem Weg ging und der Schläger ihn dann hinterher verdroschen hat ...

Niemals Servo
03.04.2003, 13:29
Original geschrieben von MK155
Gibt es eigentlich ein Gesetz, das Frauen die auf den Namen Merkel hören und die gleichzeitig CDU-Vorsitzende sind automatisches Redeverbot erteilt? Wenn nicht, dann sollte man es schnellstens beschliessen ...


Die ist eine echte Enttäuschung . Dabei hatte ich mir von einer Frau an der CDU-Spitze, die vor allem weder Juristin oder Lehrerin war, mal eine bessere Politik versprochen.

Niemals Servo
03.04.2003, 13:32
Original geschrieben von wave

Streubomben sind umstritten.

Nicht wirklich. Es gibt in manchen Situationen keine (konventionellen) Alternativen. Wer es besser weiß soll sich ein Sturmgewehr geben lassen und sich zum "Infanteriestellungen stürmen" freiwillig melden.

MK155
03.04.2003, 14:05
Original geschrieben von Niemals Servo
Die ist eine echte Enttäuschung . Dabei hatte ich mir von einer Frau an der CDU-Spitze, die vor allem weder Juristin oder Lehrerin war, mal eine bessere Politik versprochen.

Wäre sie schon etwas älter, könnte man Senilität als Entschuldigung gelten lassen.

A6-Fahrer
03.04.2003, 15:36
Original geschrieben von MK155
Rot-Grün ist nun Mitschuld am Irak-Krieg ... die Behauptung ist ja nicht neu ... im Gegenteil sie ist uralt ... sie wird aber deswegen nicht weniger falsch :(
Ja genau, Schröder hat am Dienstag unschuldige Frauen und Kinder in dem Bus umgebracht. :(

Sag mal sagt denn keiner der Frau, was sie da eigentlich für einen Stuß verzapft. Das Bush und Rumsfeld einen Sockenschuß haben ist ja schon lange bekannt, aber daß das jetzt auch so schnell auf deren Vasallen abfärbt hätte ich nun nicht gedacht.

Gruß