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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 6 Gang o. 5 Gang


timowulf
09.04.2003, 17:39
Will mir einen Golf V5 170 PS zulegen hatte die ganze Zeit 6 Gang in meinem Bora! Was ist der Vorteil oder Nachteil von 5 Gang?
Danke!

VOLKSWAGEN
09.04.2003, 17:57
Vorteil von 6-Gang: ein Gang mehr als 5
Nachteil von 5-Gang: ein Gang weniger als 6...
..weitere angenehme Seiten von 6-Gang kennst Du doch schon ..von daher sei gesagt immer wieder 6-Gang
PS: hat etwas min der Übersetzung zu tun; aber dazu antworten die Experten sicherlich noch :-))

A4 Avant V6 TDI
09.04.2003, 18:16
Hi,

hier ein paar Vorteile des einen, was dem anderen Nachteile sind:

Vorteile 6-Gang:
- immer eine bessere Getriebeübersetzung parat
- meist ist der 6. Gang höher übersetzt als der 5-Gang, was eine evtl. höhere Endgeschwindigkeit bedeutet

Vorteile 5-Gang:
- etwas niedriger Verbrauch??? lt. Werksangabe
- besser für Schaltmuffel

Ich denke aber, da wissen die großen Experten noch viel mehr.

Gruß
A4 Avant V6 TDI

Turbofan
09.04.2003, 19:51
Wobei hinzuzufügen ist, dass ein TDI grundsätzlich eher ein 6-Gang-getriebe braucht als ein Benziner, da der TDI ein deutlich kleineren nutzbaren Drehzahlbereich hat (1500 bis 3500 -> 2000 U/min). Ein Benziner dagegen kann von 1500 - 6500 U/min fahren, also 5000 U/min (Faktor 2,5). In einem V5 mit 170 PS wirst Du den 6. Gang nicht vermissen.

Rolling Thunder
10.04.2003, 08:50
Original geschrieben von Turbofan
Wobei hinzuzufügen ist, dass ein TDI grundsätzlich eher ein 6-Gang-getriebe braucht als ein Benziner, da der TDI ein deutlich kleineren nutzbaren Drehzahlbereich hat (1500 bis 3500 -> 2000 U/min). Ein Benziner dagegen kann von 1500 - 6500 U/min fahren, also 5000 U/min (Faktor 2,5). In einem V5 mit 170 PS wirst Du den 6. Gang nicht vermissen.

Ganz meine Meinung. Ich fand das 6-Gang-Getriebe im V6 auch absolut überflüssig. Sicher, es standen immer 3 passende Gänge zur Verfügung, aber wer braucht das? Dafür ist das 5-Gang-Getriebe deutlich exakter zu schalten.

wave
10.04.2003, 10:05
Original geschrieben von Turbofan
Wobei hinzuzufügen ist, dass ein TDI grundsätzlich eher ein 6-Gang-getriebe braucht als ein Benziner, da der TDI ein deutlich kleineren nutzbaren Drehzahlbereich hat (1500 bis 3500 -> 2000 U/min). Ein Benziner dagegen kann von 1500 - 6500 U/min fahren, also 5000 U/min (Faktor 2,5). In einem V5 mit 170 PS wirst Du den 6. Gang nicht vermissen.

Wobei hinzuzufügen ist, dass ein TDI grundsätzlich eher ein 5-Gang-Getriebe braucht als ein Benziner, da der TDI ein deutlich höheres Drehmoment hat und man z.B. im 4.Gang zwischen 50 und 140 Km/h wunderbar enspannt fahren kann.
MfG wave

Turbofan
10.04.2003, 11:12
Original geschrieben von wave
Wobei hinzuzufügen ist, dass ein TDI grundsätzlich eher ein 5-Gang-Getriebe braucht als ein Benziner, da der TDI ein deutlich höheres Drehmoment hat und man z.B. im 4.Gang zwischen 50 und 140 Km/h wunderbar enspannt fahren kann.
MfG wave

Net ganz! Du hast mich nicht ganz verstanden!
Das Drehmoment ist zwar bei niedriegeren Drehzahlen höher, so dass man im unteren Drehzahlbereich besser beschleunigen kann, aber ein Benziner bietet trotzdem ein breiteres Spektrum an nutzbaren Drehzahlen.
I.d.R. kann man sagen, dass ein TDI ca. 50% mehr maximales Drehmoment hat als ein leistungsgleicher Benziner, aber der Benziner hat dafür ein ca. 100% größeren Drehzahlbereich (5000 statt 2500 U/min). Somit beschleunigt ein Benziner zwar nicht so bissig, aber er kann im gleichen Gang einen größeren Geschwindigkeitsbereich nutzen (zum Vergleich zu deinen Zahlen: 1.8T im 4. Gang: von 50 bis 205 km/h).
Folglich braucht ein Diesel eher mehr Gänge als ein Benziner. Das ist so und wird prinzipbedingt immer so sein, es sei denn es gibt in zukungt Dieselmotoren die höher drehen!

joegolf
10.04.2003, 11:40
Wobei ich eine Drehzahl von 6500/min beim Benziner aber auch nicht grad als "nutzbar" bezeichnen würde. Der heult doch dann wie ein Rasenmäher. :D

Rolling Thunder
10.04.2003, 11:47
Moment: hier gehts um nen Fünfzylinder!!! Also nix mit Rasenmäher...

Turbofan
10.04.2003, 11:54
Original geschrieben von joegolf
Wobei ich eine Drehzahl von 6500/min beim Benziner aber auch nicht grad als "nutzbar" bezeichnen würde. Der heult doch dann wie ein Rasenmäher. :D

Wie schon Rolling Thunder schrieb:
fahre mal einen V5 oder 1,8T: da klingen die 6500 U/min wie Musik und sind auf jeden Fall nutzbar! :D Nicht zu vergleichen mit den 1,4er oder 1,6er Benziner!

Außerdem als ob ein PD-TDI bei 4000 U/min noch nutzbar wäre bzw. gut klingen würde!!

wave
10.04.2003, 12:01
Original geschrieben von Turbofan
da der TDI ein deutlich kleineren nutzbaren Drehzahlbereich hat (1500 bis 3500 -> 2000 U/min). Ein Benziner dagegen kann von 1500 - 6500 U/min fahren, also 5000 U/min (Faktor 2,5).


Hallo Turbofan,
mir ist neu, dass ich bei meinem 74 kw TDI- Motor nicht einmal die max. Leistung abrufen kann, die liegt bei 4000 U/min an.
Nach Deiner Meinung ist bei 3500 U/min Schluss???
Ein vergleichbarer Benzinmotor bringt bei 1500 U/min noch nichts, da sind mindestens 2000 U/min zum Beschleunigen erforderlich.
MfG wave

gwg
10.04.2003, 13:06
Original geschrieben von wave
Hallo Turbofan,
mir ist neu, dass ich bei meinem 74 kw TDI- Motor nicht einmal die max. Leistung abrufen kann, die liegt bei 4000 U/min an.
Nach Deiner Meinung ist bei 3500 U/min Schluss???
Ein vergleichbarer Benzinmotor bringt bei 1500 U/min noch nichts, da sind mindestens 2000 U/min zum Beschleunigen erforderlich.
MfG wave

Hallo,
die Maximalleistung konnte ich bei meinem 86 kW PD-Bora im 6. Gang auch nicht erreichen.
Der 6. Gang ist als "Schongang" ausgelegt gewesen.
MfG
Günther

wave
10.04.2003, 13:10
Original geschrieben von gwg
Hallo,
die Maximalleistung konnte ich bei meinem 86 kW PD-Bora im 6. Gang auch nicht erreichen.
Der 6. Gang ist als "Schongang" ausgelegt gewesen.
MfG
Günther

Hallo Günther,
ich führte doch als Beispiel den 4. Gang an, da sollte die Höchstleisung schon erreicht werden.
MfG wave

Rafael
10.04.2003, 13:12
Turbofan meint bestimmt, dass beim tdi bei 3500 das "gemütliche" Beschleunigen aufhört, da man drin nicht mehr seine Musik oder den Beifahrer hören kann vor lauter Nageln :) wo der 1.8T doch sooooo schön leise ist *freu*


Greez

Rafael

gwg
10.04.2003, 13:13
Original geschrieben von wave
Hallo Günther,
ich führte doch als Beispiel den 4. Gang an, da sollte die Höchstleisung schon erreicht werden.
MfG wave

Sorry,
das hatte ich nicht gelesen!
Luftfilter, LMM oder Dieselfilter!! überprüfen.
MfG
Günther

Rafael
10.04.2003, 13:15
Original geschrieben von Rafael
Turbofan meint bestimmt, dass beim tdi bei 3500 das "gemütliche" Beschleunigen aufhört, da man drin nicht mehr seine Musik oder den Beifahrer hören kann vor lauter Nageln :) wo der 1.8T doch sooooo schön leise ist *freu*


Greez

Rafael



Kann sein dass nicht jeder Diesel so ist, ich hatte als Vergleich nur Schwesters Audi A6 Quattro 2.5 TDI :)

Ciao

GolfTDI4motion
14.04.2003, 23:25
Hi,

definitiv 6-Gang.

Größere Spreizung möglich:

Fahrzeuge mit 6-Gang Getrieben bieten mehr Möglichkeiten hinsichtlich der Getreibeabstufung. Entweder sportlich kurz oder ökonomisch lang. In jedem Fall jedoch nähert man sich mit dem 6-Gang Getriebe mehr der idealen Zugkraftkurve (konstante Leistung bei jeder Geschwindigkeit) an.

Sportlicher:

Gerade weil ein zusätzlicher Gang vorhanden ist, sind 6-Gang-Getriebe die Wahl für sportlichere Fahrer. Wer öfters mit 5-Gang-Getriebe Haarnadelkurven gefahren ist, wird die Problematik kennen: 1 Gang reinwürgen ist meist auf Grund der noch zu hohen Geschwindigkeit nicht möglich und im zweiten Gang die Kurve zu fahren ist insbesondere für drehmomentschwache Motoren eine Qual, da der zweite Gang meist schon bis 90 km/h, und somit viel zu lang übersetzt ist, als daß man in dieser Situation von einer günstigen Abstufung reden könnte.

Beim 6-Gang Getriebe ist der zweite Gang i.d.R. deutlich kürzer als der zweite eines 5-Gang Getriebes (evtl. nur bis 70 km/h). Dadurch lassen sich solche Kurven wunderbar durchfahren, so daß man bereits im Scheitelpunkt wieder kraftvoll beschleunigen kann.


Drehzahl-, Geräusch- und Verbrauchsschonend:

Der 6. Gang ist speziell bei manchen Modellen recht lang übersetzt. Dies senkt das Geräuschniveau auf der Autobahn/Landstraße, schont den Motor und wirkt sich verbrauchsgünstig aus.
Außerdem ist ein 6-Gang-Getriebe auf der Autobahn sehr angenehm zu schalten, da man i.d.R. nur in der rechten Schaltgasse zwischen dem 5. und 6. Gang wählen muß. Beim 5, Gang hat man immer noch diesesn "Knick" zwichen dem 4. und 5. Gang. Deshalb auch hier Vorteile für das Sechsganggetriebe.

Auch an Steigungen / Gefälle Vorteile:

Dort hat man mit 6-Gängen mehr Auswahl, was die passende Übersetzung betrifft. Speziell wenn man Paßstrassen abfährt, kann man sich mit einem 6-Gang-Getriebe leichter einen Gang wählen, mit dem man weitestgehend konstant bergab "rollen" kann, um bspw. einer Bremsenüberbeanspruchung vorzubeugen. Beim 5-Gang sind die einzelenen Gänge länger, somit gibt es auch kein so enges Geschwindigkeitsfenster in welchem ein Gang eine bestimmte Geschwindigkeit über längere Zeit konstant hält, d.h. man muß öfters bremsen.

Die Sache mit dem vielen Schalten:

Also wer befürchtet, sich mit dem 6-Gang totzuschalten, sollte sich im Klaren darüber sein, daß ein butterweich schaltendes Getriebe auch etwas sehr angenehmes sein kann und man fast aus Freude an wechselnden Drehzahlen die Gänge gerne und oft wechselt. Außerdem erlaubt es ein gut gestuftes Sechsgangetriebe, durchaus jeden zweiten Gang zu überspringen, falls man dazu Lust hat. In jedem Fall kann von übermäßiger Schaltarbeit keine Rede sein. Wer dennoch Zweifel hat, sollte sich doch besser einen Stufenautomat zulegen...

Tschüss

Rolling Thunder
15.04.2003, 06:31
Mit der besseren Getriebeabstufung stimme ich Dir ja noch zu, aber beim V5 gibts das 6-Gang-Getriebe nur mit 4-Motion und damit mit mehr Gewicht und mehr Verbrauch. Die Zentelsekunden, die Du durch eine bessere Getriebeabstufung gewinnen könntest, werden durch das Mehrgewicht wieder aufgefressen. Außerdem kostet auch der zusätzliche Gangwechsel wieder Zeit. In der Praxis also kein wirklicher Gewinn.
Ach ja: von einem butterweich zu schaltendem Getriebe ist das MQ-350 leider noch weit entfernt. Das "alte" 5-Gang-Getriebe ist das deutlich besser.

GolfTDI4motion
15.04.2003, 11:14
Ach ja: von einem butterweich zu schaltendem Getriebe ist das MQ-350 leider noch weit entfernt. Das "alte" 5-Gang-Getriebe ist das deutlich besser.


Hi,

komisch, mein MG350 läßt sich nach 91000km fast mit dem kleinen Finger schalten (schalte aber auch sehr viel, vielleicht ergibt sich das mit der Zeit...) Das 5-Gang-Getriebe im 1.6er Golf meiner Mutter ist da schon viel knochiger und hakeliger zu schalten.


aber beim V5 gibts das 6-Gang-Getriebe nur mit 4-Motion und damit mit mehr Gewicht und mehr Verbrauch. Die Zentelsekunden, die Du durch eine bessere Getriebeabstufung gewinnen könntest, werden durch das Mehrgewicht wieder aufgefressen.


Das ist richtig. Aber dafür ist die Achse (V5, TDI 4motion) in der Regel deutlich kürzer (bei mir 15 %) ausgelegt als bei Frontantriebsmodellen. Dadurch erhöht sich der Zugkraftüberschuß, der einerseits das höhere Gewicht in Punkto Fahrleistungen wieder kompensiert, andererseits aber gerade in Kombination mit dem Allrad Sinn macht, da dadurch dessen Antriebsgrenzen auch wirklich ausgenutzt werden. In anderen Worten: Wenn ich Allrad hab, kann ich ohnehin mehr Drehmoment übertragen ehe die Räder an ihre Haftreibgrenze kommen. Ergo kann die Übersetzung deutlich kürzer wählen.

Was bleibt ist lediglich der höhere Verbrauch sowie andere kleinere Einbußen (Kofferaum).

Tschüss