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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Radgewicht/ABS (@beetle24)


Marko
09.04.2003, 19:27
Zu dem nachfolgend zitierten Text aus einem anderen Posting nochmal eine Frage in Gegenrichtung: Wie sieht es denn mit der ABS-Funktionalität aus, wenn sich das Radgewicht reduziert? Sagen wir mal, so um ca. 4 kg pro Rad?

Gruß
Marko

Zitat beetle24:
"Das ist richtig - wenn man die Standfestigkeit der Bremse - also die zulässige Verlustleistung der Bremse betrachtet.

Die von mir angesprochene Einflußnahme zielt aber nicht darauf ab, sondern allein auf die ABS-Funktion.

Beim Ansprechen von ABS gilt aber grundsätzlich, dass wegen der (fast) fehlenden Reibung, die abzubremsende Fahrzeugemasse nur unwesentlich eingeht.

Ich würde die Betrachtung auf einen Rollenprüfstand mit variabler Reibung bei stehendem Fahrzeug und rotierenden Antriebsrädern fokussieren.
Dann wird es vielleicht deutlicher: Simuliere ich bei Vmax den Reib-Beiwert der Rolle auf Null ( Wasserfilm), so ist die Bremszeit bei einer Blockierbremsung ausschließlich abhängig von der rotatorischen Energie des Rades.

Nach dem Lösen der Bremse durch ABS-Einfriff wird die Zeit bis zum Wiedererreichen einer Mindestdrehzahl für ausreichende Seitenführung ebenfalls bei großer Masse deutlich länger dauern.

Das wollte ich mit meinem kleinen Nebensatz seinerzeit sagen, dass das Timing der ABS-Intervalle abhängig ist von deutlicher Erhöhung der rotatorischen Massen."

beetle24
10.04.2003, 20:38
Original geschrieben von Marko
... nochmal eine Frage in Gegenrichtung: Wie sieht es denn mit der ABS-Funktionalität aus, wenn sich das Radgewicht reduziert? Sagen wir mal, so um ca. 4 kg pro Rad?


@Marko..
... in der Dynamik und Mechanik wird alles einfacher, je geringer die Massen sind: Ob es der Ventiltrieb ist, der Kurbeltrieb, die ungefederten Massen... oder oder.

Beim ABS sehe ich keine Probleme: Ein leichteres Rad kommt schneller zum Stehen und beschleunigt wieder schneller. Das sind günstige Eigenschaften. Da das ABS nicht nach festen Zeiten pulst, sondern nach den Istdrehzahlen, passen sich die Bremsintervalle dem Prozess an.

Gruss ;)

ffuchser2
10.04.2003, 23:14
je leichter ein Rad um so besser. Für alles.

Mg ist da schön. brennt auch gut. wiegt je nach legierung 30% weniger. und ist stabil. Kunststoff hat sich noch nicht so durchgesetzt.

tony_offset
11.04.2003, 10:40
Daß Magnesium prima brennt ist klar. Aber wie leicht ist es überhaupt entzündlich? Denke mal, nicht so einfach, sonst würde VW beim Lupo 3L ja nicht so einfach Teile des Lenkrades aus Magnesium fertigen, oder?

Es lassen sich durch optimierte Herstellungstechniken auch aus "schnödem" Aluminium leichtere Felgen herstellen. Diese haben dann aber meist kein Außenbett aus Edelstahl :D

Gruß,
Tony

Niemals Servo
11.04.2003, 11:40
Original geschrieben von tony_offset
Daß Magnesium prima brennt ist klar. Aber wie leicht ist es überhaupt entzündlich? Denke mal, nicht so einfach,


Als Pulver kann sich Mg an der Luft spontan entzünden.

Marko
11.04.2003, 12:43
Die positiven Eigenschaften der leichten Räder sind mir durchaus bekannt, deswegen liegt der Superleggera-Radsatz auch schon im Keller. ;) Mir ging es lediglich um die ABS-Funktionalität. Thx @beetle24.

Magnesium-Felgen sind zwar schön leicht, aber auch schön teuer. Und zwar heftigst teuer! Also keine wirkliche Alternative. AZEV bastelt ja an einer Felge mit Kohlefaseranteil. Die liegt aber auch jenseits von gut und böse. Also bleibt Alu erste Wahl.

Gruß
Marko