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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 100Mio. € für Schnapsbrenner


joegolf
10.04.2003, 08:00
Gestern habe ich in der Zeitung gelesen, dass Schnapsbrenner jährlich ca. 100Mio.€ an Subventionen erhalten. :eek:

Und die Regierung weiß angeblich nicht, wo sie sparen soll :mad:

wave
10.04.2003, 08:03
Original geschrieben von joegolf
Gestern habe ich in der Zeitung gelesen, dass Schnapsbrenner jährlich ca. 100Mio.€ an Subventionen erhalten. :eek:

Und die Regierung weiß angeblich nicht, wo sie sparen soll :mad:

Willst Du den dass unser Schnaps teurer wird ;)
MfG wave

Cisco
10.04.2003, 08:07
Original geschrieben von joegolf
Gestern habe ich in der Zeitung gelesen, dass Schnapsbrenner jährlich ca. 100Mio.€ an Subventionen erhalten. :eek:

Und die Regierung weiß angeblich nicht, wo sie sparen soll :mad:

Schnaps hat ja wenigstens noch irgendwie nen Sinn ;-)

Völlig bekloppt sind die Subventionen für:
- Kohle
- Landwirtschaft

Die Bauern in unsrer Gegend bauen die größten Häuser und fahren die größten Autos - da frägt man sich echt wozu die Subventionen brauchen...

Und nebenbei versauen sie noch unsre Straßen und die Luft und dafür kriegen sie meine Steuergelder...na danke !

Cisco

wave
10.04.2003, 08:10
Original geschrieben von Cisco
Schnaps hat ja wenigstens noch irgendwie nen Sinn ;-)

Völlig bekloppt sind die Subventionen für:
- Kohle
- Landwirtschaft

Die Bauern in unsrer Gegend bauen die größten Häuser und fahren die größten Autos - da frägt man sich echt wozu die Subventionen brauchen...

Und nebenbei versauen sie noch unsre Straßen und die Luft und dafür kriegen sie meine Steuergelder...na danke !

Cisco

Hallo Cisco, das klingt aber wieder sehr nach Stammtischparole, differenzieren ist nicht Deine Stärke
MfG wave

Cisco
10.04.2003, 08:11
Original geschrieben von wave
Hallo Cisco, das klingt aber wieder sehr nach Stammtischparole.
MfG wave

Das macht nichts, ich wollte ja auch nur meinem persönlichen Frust freien Lauf lassen ;-))

Cisco

MK155
10.04.2003, 08:39
Original geschrieben von Cisco
Das macht nichts, ich wollte ja auch nur meinem persönlichen Frust freien Lauf lassen ;-))

Cisco
Da bin ich (in wahrsten Sinne des Wortes) voll bei Dir ... :D :D :D ...

was gibt's denn schöneres als abends mal 'ne Runde zu Würfeln (z.B. chic) und wer verliert muss 'ne Runde ausgeben ? ;) ;)

Toschek
10.04.2003, 08:47
Original geschrieben von Cisco
Schnaps hat ja wenigstens noch irgendwie nen Sinn ;-)

Völlig bekloppt sind die Subventionen für:
- Kohle
- Landwirtschaft

Die Bauern in unsrer Gegend bauen die größten Häuser und fahren die größten Autos - da frägt man sich echt wozu die Subventionen brauchen...

Und nebenbei versauen sie noch unsre Straßen und die Luft und dafür kriegen sie meine Steuergelder...na danke !

Cisco


Also das nimmste aber bitte zurück! Erstens mal:

Wenn Weltmarktpreise angeglichen seien, und daran sind nicht die Bauern schuld, währen wir (ja WIR, gehör nämlich auch dazu) nicht auf Subventionen angewiesen!

Und 2.:
Wenn solche Städter wie du sich mal ernsthaft mit der schweren Lage auseinandersetzen würden ehe sie solchen Sche.ss hier veröffentlichen wäre das Image eines sehr schlecht angesehenen Berufsstandes nicht so im Eimer!!!!

Tut mir Leid, aber auf solche Aussagen reagiere ich allergisch!!!

Und wo bitte nimms du morgen dein Fleisch her, oder dein Brot, hä?

Erst Gehirn einschalten, dann antworten!

So, jetzt höhr ich lieber auf, sonst werd ich noch ausfallender!

Gruss Toschek

Cisco
10.04.2003, 08:57
Original geschrieben von Toschek
Also das nimmste aber bitte zurück! Erstens mal:

Wenn Weltmarktpreise angeglichen seien, und daran sind nicht die Bauern schuld, währen wir (ja WIR, gehör nämlich auch dazu) nicht auf Subventionen angewiesen!

Und 2.:
Wenn solche Städter wie du sich mal ernsthaft mit der schweren Lage auseinandersetzen würden ehe sie solchen Sche.ss hier veröffentlichen wäre das Image eines sehr schlecht angesehenen Berufsstandes nicht so im Eimer!!!!

Tut mir Leid, aber auf solche Aussagen reagiere ich allergisch!!!

Und wo bitte nimms du morgen dein Fleisch her, oder dein Brot, hä?

Erst Gehirn einschalten, dann antworten!

So, jetzt höhr ich lieber auf, sonst werd ich noch ausfallender!

Gruss Toschek

Hi,

bin kein Städter, komme auch vom Land und hab genug Landwirte in der Verwandtschaft...

Frage: Ist der Touareg auf deinem Userbild deiner ???
Wenn nicht und du gerade mal so über die Runden kommst, dann können wir noch ein bisschen über Subventionen weiterreden...

Ich hab nix gegen Landwirte, mein Problem ist die Tatsache, dass Probleme in diesem Sektor nicht an der Wurzel gefasst, sondern durch Subventionen überspielt werden.
Eine solche Politik bringt auf Dauer nichts !
Man muss schauen wie man die Grundlage für eine gesunde Landwirtschaft bildet um deren Produkte konkurrenzfähig zu machen, ohne den Bauern die Lebensgrundlage zu entziehen !

DAS ist mein Problem an Subventionen !!

Vergleiche das doch mal mit einem Unternehmen, dass eine kränkelnde Sparte hat.
Durch die Einnahmen in den andren Bereichen wird der Verlust dieser Sparte zwar gedeckt (=Subventionen), aber auf Dauer macht das keinen Sinn und man muss versuchen eine Gesundung herbeizurufen oder im Notfall die Notbremse zu ziehen und nach Alternativen Ausschau zu halten !

Cisco

MK155
10.04.2003, 08:58
Original geschrieben von Toschek
[...]

Und wo bitte nimms du morgen dein Fleisch her, oder dein Brot, [...]?

[...]

Bin zwar nicht Cisco, aber erstens esse ich kein Fleisch mehr, und Brot backen wir selbst. Schmeckt nämlich viel besser.

Wenn ich mitkriege, dass Bauern ihre Felder brach liegen lassen müssen um dafür dann öffentliche Gelder zu bekommen, dann stellt's mir schon ein wenig die Haare (zumindest die paar die ich noch habe ;) )

Das wäre, als wenn ich ein Extra Geld dafür bekomme, dass ich nichts arbeite. Da passt doch was nicht, oder? :confused:

Cisco
10.04.2003, 08:59
Original geschrieben von Cisco
Hi,

bin kein Städter, komme auch vom Land und hab genug Landwirte in der Verwandtschaft...

Frage: Ist der Touareg auf deinem Userbild deiner ???
Wenn nicht und du gerade mal so über die Runden kommst, dann können wir noch ein bisschen über Subventionen weiterreden...

Ich hab nix gegen Landwirte, mein Problem ist die Tatsache, dass Probleme in diesem Sektor nicht an der Wurzel gefasst, sondern durch Subventionen überspielt werden.
Eine solche Politik bringt auf Dauer nichts !
Man muss schauen wie man die Grundlage für eine gesunde Landwirtschaft bildet um deren Produkte konkurrenzfähig zu machen, ohne den Bauern die Lebensgrundlage zu entziehen !

DAS ist mein Problem an Subventionen !!

Vergleiche das doch mal mit einem Unternehmen, dass eine kränkelnde Sparte hat.
Durch die Einnahmen in den andren Bereichen wird der Verlust dieser Sparte zwar gedeckt (=Subventionen), aber auf Dauer macht das keinen Sinn und man muss versuchen eine Gesundung herbeizurufen oder im Notfall die Notbremse zu ziehen und nach Alternativen Ausschau zu halten !

Cisco

Grad gesehen du fährst einen Passat V6 - soooooo schlecht kanns dir ja garnicht gehen...

Cisco

Cisco
10.04.2003, 09:02
Original geschrieben von MK155
Wenn ich mitkriege, dass Bauern ihre Felder brach liegen lassen müssen um dafür dann öffentliche Gelder zu bekommen, dann stellt's mir schon ein wenig die Haare (zumindest die paar die ich noch habe ;) )


DAS ist ja eh der Gipfel...

Meinetwegen soll der Deutsche Staat die Produkte der Bauern zu einem angemessenen Preis einkaufen und dann konkurrenzfähig und mit Verlust auf den Markt werfen, aber so ein Mist wie oben genannt ist wieder mal typisch dumm-deutsch :-)

Auf sowas muss man erstmal kommen...

Cisco

Niemals Servo
10.04.2003, 09:08
Original geschrieben von Cisco


Die Bauern in unsrer Gegend bauen die größten Häuser und fahren die größten Autos - da frägt man sich echt wozu die Subventionen brauchen...


Irgendjemand muss doch die Touaregs kaufen. Und mit Agrardiesel tut der Verbrauch auch nicht so weh. ;)

Cisco
10.04.2003, 09:13
Original geschrieben von Niemals Servo
Irgendjemand muss doch die Touaregs kaufen. Und mit Agrardiesel tut der Verbrauch auch nicht so weh. ;)

:-)))

Stümmt... *g*

Cisco

Niemals Servo
10.04.2003, 09:18
Original geschrieben von Cisco
:-)))

Stümmt... *g*



Es sei angemerkt, dass der erste Tourag den ich in freier Wildbahn gesehen habe einen Anhänger mit Traktor hintendrauf zog. Was der Besitzer wohl für einen Beruf hatte? Geht doch nichts über ein paar Vorurteile.

Braindead
10.04.2003, 09:20
@MK155
"Wenn ich mitkriege, dass Bauern ihre Felder brach liegen lassen müssen um dafür dann öffentliche Gelder zu bekommen, dann stellt's mir schon ein wenig die Haare (zumindest die paar die ich noch habe )"
Besser als wenn Spritzmittel und Kunstdünger darauf landen.


Nicht falsch verstehen! Subventionen sind meiner Meinung nach auf keinen Fall der richtige Weg.
Innerhalb der Landwirtschaft gibt es viele Subventionen die wirklich ungerecht sind.

Ich habe gesehen das du in Franken wohnst. Also wo ich herkomme (Mittelfranken) fahren die Bauern bei weitem nicht die grössten Autos und haben auch nicht die grössten Häuser.

MK155
10.04.2003, 09:20
Original geschrieben von Niemals Servo
[...]Geht doch nichts über ein paar Vorurteile.

Jaa ... härrlich ... :D ;)

MK155
10.04.2003, 09:22
Original geschrieben von Braindead
@MK155
"Wenn ich mitkriege, dass Bauern ihre Felder brach liegen lassen müssen um dafür dann öffentliche Gelder zu bekommen, dann stellt's mir schon ein wenig die Haare (zumindest die paar die ich noch habe )"
Besser als wenn Spritzmittel und Kunstdünger darauf landen.


[...]
Auf meinen Haaren? ... Nee, nee ... da kommt mir kein Kunstdünger drauf ... :D :D :D

Braindead
10.04.2003, 09:26
Vielleicht wachsen dann noch ein paar!

Cisco
10.04.2003, 09:34
Original geschrieben von Braindead
[BIch habe gesehen das du in Franken wohnst. Also wo ich herkomme (Mittelfranken) fahren die Bauern bei weitem nicht die grössten Autos und haben auch nicht die grössten Häuser. [/B]

Also unsre Bauern schreien dauernd wie schlecht es ihnen geht und im nächsten Moment stellen sie ein neues Haus irgendwo hin...

Mit den Autos: Ok...paar vereinzelte nur - das sind dann die, die lieber große Autos kaufen, anstatt große Häuser zu bauen :-)

War ja auch nur sinnbildlich gesprochen dafür, dass es denen keinesfalls schlecht geht - eher im Gegenteil...

Cisco

Dirk
10.04.2003, 10:09
Ist halt wie mit Steinkohle, mein Vater ist (zum Glück) Bergmann im Ruhestand.

Subventionen, die nur zum Erhalt von Arbeitsplätzen dienen sind rausgeschmissenes Geld (ähnlich wie Holzmann damals).


Zum Thema Landwirtschaft und "dicke" Autos :p

Wenn man bei uns in der Gegend so an den Immobilien der Weinbauern vorbeifährt, sieht man ein schönes Sammelsurium an neuen BMW, Mercedes und Audi-Produkten..

Toschek
10.04.2003, 10:15
Original geschrieben von MK155
Bin zwar nicht Cisco, aber erstens esse ich kein Fleisch mehr, und Brot backen wir selbst. Schmeckt nämlich viel besser.



Und wo nimmste denn den Weizen her, der leider mal zur Mehlherstellung benötigt wird? Oder mit was bäckste denn dein Brot?


Aber mal im Ernst:

Muss noch was klarstellen..

Ich sagte dass ich dazu gehöhre...aber nicht dass ich Bauer wäre... Ich habe nur indirekt was mit der Landwirtschaft zu tun, fühle mich aber als Bauer aus Fleisch und Blut. Und mein Zweiteinkommen kommt aus der Lw.

Aber trotzdem, das Image der Bauern ist wegen all dieser Vorurteile im Eimer.

Mit dem Brache liegen lassen, da geb ich dir ja recht. Aber dafür kann ich nix, die deutsche oder hier die luxemburgische Regierung kann auch nix für, das kommt alles aus Brüssel!!!

Gruss Toschek

Cisco
10.04.2003, 10:26
Original geschrieben von Toschek
Und wo nimmste denn den Weizen her, der leider mal zur Mehlherstellung benötigt wird? Oder mit was bäckste denn dein Brot?


Aber mal im Ernst:

Muss noch was klarstellen..

Ich sagte dass ich dazu gehöhre...aber nicht dass ich Bauer wäre... Aber mein Zweiteinkommen hängt nun mal von den Bauern ab, und wenn da Flaute ist.....

Aber trotzdem, das Image der Bauern ist wegen all dieser Vorurteile im Eimer.

Mit dem Brache liegen lassen, da geb ich dir ja recht. Aber dafür kann ich nix, die deutsche oder hier die luxemburgische Regierung kann auch nix für, das kommt alles aus Brüssel!!!

Gruss Toschek

Vorurteile ?
Das sind Erfahrungen :-)))

Cisco

Toschek
10.04.2003, 10:29
Original geschrieben von Cisco
Vorurteile ?
Das sind Erfahrungen :-)))

Cisco

Was denn sonst?????

Komm mir vor hier wie in einer Gaststätte abends nach halb eins...

Gruss Toschek

Cisco
10.04.2003, 10:48
Original geschrieben von Toschek
Was denn sonst?????

Komm mir vor hier wie in einer Gaststätte abends nach halb eins...

Gruss Toschek

Von Leuten die die Meinungen andrer als Stammtisch-Gesülze abtun haben wir hier eigentlich schon genug, also bitte...

Cisco

Niemals Servo
10.04.2003, 10:51
Original geschrieben von Toschek
Und mein Zweiteinkommen kommt aus der Lw.


Ja, die Nebenerwerbslandwirte kenn ich auch.
Sie könnten vom Ersteinkommen leben, aber betreiben trotzdem noch Lw. Natürlich nicht ohne zu jammern dass sich das eigentlich gar nicht lohnt... :cool:


Dass sich ein Staat selbst ernähren kann ist das wichtigste überhaupt.

Toschek
10.04.2003, 10:55
Original geschrieben von Niemals Servo
Ja, die Nebenerwerbslandwirte kenn ich auch.
Sie könnten vom Ersteinkommen leben, aber betreiben trotzdem noch Lw. Natürlich nicht ohne zu jammern dass sich das eigentlich gar nicht lohnt... :cool:


Dass sich ein Staat selbst ernähren kann ist das wichtigste überhaupt.

Ich kann mich nicht erinnern in irgendeinem Posting geschrieben zu haben dass ich Nebenerwerbslandwirt bin...oder doch?

:confused: :confused:

Gruss Toschek

Cisco
10.04.2003, 10:58
Original geschrieben von Toschek
Ich kann mich nicht erinnern in irgendeinem Posting geschrieben zu haben dass ich Nebenerwerbslandwirt bin...oder doch?

:confused: :confused:

Gruss Toschek

Dann sag uns doch um himmelswillen endlich was du mit der LW am Hut hast :-))

Cisco

Niemals Servo
10.04.2003, 11:12
Original geschrieben von Toschek
Ich kann mich nicht erinnern in irgendeinem Posting geschrieben zu haben dass ich Nebenerwerbslandwirt bin...oder doch?

:confused: :confused:


Hat ja auch keiner behauptet.
Allerdings fasse ich den Begriff auch recht weit, mir reichts dafür schon wenn man Acker verpachtet oder anteiliger Windmüller ist.

MK155
10.04.2003, 11:50
Original geschrieben von Toschek
[...]
Komm mir vor hier wie in einer Gaststätte abends nach halb eins...

[...]

Proscht ... :cool: ...

auf die armen (Neben)LW's ;)

AudiMax
10.04.2003, 12:20
Original geschrieben von MK155
Auf meinen Haaren? ... Nee, nee ... da kommt mir kein Kunstdünger drauf ... :D :D :D

Sonst darf man in Wasserschutzgebieten nicht mehr an Sträuche pinkeln!:D :D :D

MK155
10.04.2003, 12:25
Original geschrieben von Toschek
Und wo nimmste denn den Weizen her, der leider mal zur Mehlherstellung benötigt wird? Oder mit was bäckste denn dein Brot?
:D :D ... irgendwie hatte mit dieser Frage gerechnet ... ;)



Original geschrieben von Toschek
[...]Mit dem Brache liegen lassen, da geb ich dir ja recht. Aber dafür kann ich nix, die deutsche oder hier die luxemburgische Regierung kann auch nix für, das kommt alles aus Brüssel!!!

Gruss Toschek
Daher schrieb ich auch öffentliche Gelder, ohne Angabe woher. Entscheidend ist dass die Landwirte diese Gelder bekommen. Und das ist definitiv kein Vorurteil.

Und ein Vorwurf an die Landwirte ist es gleichfalls nicht, denn ich würde es wahrscheinlich an deren Stelle ähnlich machen.

Hans
11.04.2003, 07:55
Grundsätzlich wirds aber doch so sein, dass die Landwirte (egal ob Neben- oder Haupterwerb) sich um den Erhalt der Kulturlandschaft bemühen. Wenn es nämlich keine Landwirt mehr gäbe, die ihre Flächen bearbeiten (ob richtig oder falsch - ob subventioniert oder althergebracht) wären unsere Grünflächen in ein paar Jahren mit Gewerbegebieten und Golfplätzen zugebaut. Mir persönlich ist es lieber, wenn ein Landwirt ein paar Euro von irgendwoher bekommt, als dass auf diesen Flächen Häuser oder Straßen gebaut werden.

Gruß Hans

Niemals Servo
11.04.2003, 08:14
Original geschrieben von Hans
Mir persönlich ist es lieber, wenn ein Landwirt ein paar Euro von irgendwoher bekommt, als dass auf diesen Flächen Häuser oder Straßen gebaut werden.


Als ob die Mehrzahl der Landwirte einem Verkauf ihrer Ackerflächen als Bauland abgeneigt wäre.

Nochmal zum Thema Geld fürs nichtstun: Flächen stilllegen heißt nicht, das der Bauer damit keine Arbeit hätte.

MK155
11.04.2003, 08:16
Original geschrieben von Hans
Grundsätzlich wirds aber doch so sein, dass die Landwirte (egal ob Neben- oder Haupterwerb) sich um den Erhalt der Kulturlandschaft bemühen. Wenn es nämlich keine Landwirt mehr gäbe, die ihre Flächen bearbeiten (ob richtig oder falsch - ob subventioniert oder althergebracht) wären unsere Grünflächen in ein paar Jahren mit Gewerbegebieten und Golfplätzen zugebaut. Mir persönlich ist es lieber, wenn ein Landwirt ein paar Euro von irgendwoher bekommt, als dass auf diesen Flächen Häuser oder Straßen gebaut werden.

Gruß Hans

Da hast Du wohl recht.

Jetzt kommt auch langsam wieder die Zeit, wo der Raps für Walter's Biodiesel blüht :D. Das sieht wirklich besser aus als ein Neubaugebiet mit lauter Weber Solarhäusern. ;)

Hans
11.04.2003, 08:21
Original geschrieben von Niemals Servo
Als ob die Mehrzahl der Landwirte einem Verkauf ihrer Ackerflächen als Bauland abgeneigt wäre.

Nochmal zum Thema Geld fürs nichtstun: Flächen stilllegen heißt nicht, das der Bauer damit keine Arbeit hätte.

Das ist ja klar, dass auch ab und an mal Bauland verkauft wird - sonst könnte ja keiner mehr sein eigenes Häusle bauen. Ich hatte das ja auch mehr global betrachtet.
Deinen zweiten Satz versteh ich allerdings im Zusammenhang mit meinem posting nicht so ganz.

Gruß Hans

Toschek
11.04.2003, 08:58
Hallo...

Stellt Euch auch mal vor wieviele hundertausende Arbeitsplätze indirekt von der Landwirtschaft abhängig sind. (Landmaschinen, Futtererzeuger, Traktoren usw...) Und Arbeitslose habt ihr doch schon genug, oder? So, wenn es den Bauer noch schlechter geht, was dann? Also sind die Subventionen gar nicht so falsch.

Aber nochmals als Erinnerung, wie ich schon in meinem 1. Posting geschrieben hatte:
Wenn Weltmarktpreise angeglichen wären, könnte man auf subventionen verzichten....

Gruss Toschek (aus einem Land wo die Arbeitslosenquote bei 3,5%liegt)

Niemals Servo
11.04.2003, 09:03
Original geschrieben von Hans
Deinen zweiten Satz versteh ich allerdings im Zusammenhang mit meinem posting nicht so ganz.


Das liegt daran, dass er damit nichts zu tun hat. In einem vorherigem Posting sprach jemand von Geld fürs nichtstun, ich war nur zu faul für ein zweites Posting.

A6-Fahrer
11.04.2003, 09:17
Original geschrieben von Toschek
Also sind die Subventionen gar nicht so falsch.
Doch, Subventionen sollten nur in absoluten Ausnahmefällen (z.B. Vernichtung der Ernte nach einem Unwetter) gewährt werden. Dauersubventionen, wie sie oft in den verschiedensten Bereichen vorkommen sind i.a. kontraproduktiv.

Gruß

Hans
11.04.2003, 09:22
Original geschrieben von A6-Fahrer
Doch, Subventionen sollten nur in absoluten Ausnahmefällen (z.B. Vernichtung der Ernte nach einem Unwetter) gewährt werden. Dauersubventionen, wie sie oft in den verschiedensten Bereichen vorkommen sind i.a. kontraproduktiv.

Gruß
Das ist vollkommen richtig. Das dauernde erhalten von Subventionen verhindert m. E. sogar das unternehmerische Entwickeln von eigenen Ideen und Möglichkeiten in der Landwirtschaft.
Es werden aber trotzdem in zu vielen Sparten (nicht nur Landwirtschaft) Subventionen gewährt. z. B. Schiffsbau, Stahlwerke, Tagebau ....

gtdaexl
11.04.2003, 09:22
Original geschrieben von Toschek
Hallo...

Stellt Euch auch mal vor wieviele hundertausende Arbeitsplätze indirekt von der Landwirtschaft abhängig sind. (Landmaschinen, Futtererzeuger, Traktoren usw...) Und Arbeitslose habt ihr doch schon genug, oder? So, wenn es den Bauer noch schlechter geht, was dann? Also sind die Subventionen gar nicht so falsch.

Aber nochmals als Erinnerung, wie ich schon in meinem 1. Posting geschrieben hatte:
Wenn Weltmarktpreise angeglichen wären, könnte man auf subventionen verzichten....

Gruss Toschek (aus einem Land wo die Arbeitslosenquote bei 3,5%liegt)

Hi Toschek,

stell Dir doch Du bitte mal vor, daß ca. 70% der EU-Mittel für die Landwirtschaft ausgegeben werden.

Und jetzt stell dem bitte mal gegenüber, daß die Landwirtschaft in der BRD ca. 1% des BIP ausmacht.

Und wenn ich dann von irgendwelchen Bauernprotesten höre, nur weil z.B. Überdüngung oder das Verfüttern von Tiermehl stärker kontrolliert werden soll, dann geht mir echt das Messer in der Hose auf.....

Grüße,

Tom

Cisco
11.04.2003, 09:35
Original geschrieben von Toschek
Aber nochmals als Erinnerung, wie ich schon in meinem 1. Posting geschrieben hatte:
Wenn Weltmarktpreise angeglichen wären, könnte man auf subventionen verzichten....


Ähm...wie willst du denn in einer (freien) Marktwirtschaft irgendwelche Preise angleichen ??

Würden die Gehälter weltweit angepasst werden, hätten wir in D auch viel viel weniger Arbeitslose...

Ist etwas an der Realität vorbei, deine Einschätzung.

Cisco

Toschek
11.04.2003, 09:45
Original geschrieben von Cisco
Ähm...wie willst du denn in einer (freien) Marktwirtschaft irgendwelche Preise angleichen ??

Würden die Gehälter weltweit angepasst werden, hätten wir in D auch viel viel weniger Arbeitslose...

Ist etwas an der Realität vorbei, deine Einschätzung.

Cisco

Deine aber auch!

Wer bestimmt denn die Preise? Der Bauer selbst?
Das Brot kostet jedes Jahr mehr...der Landwirt bekomt jedes Jahr weniger pro Tonne. Dünger und Spritzmittel werden auch teurer!

Beispiel: vor 25 Jahren bekam man rund 20 pro Tonne Weizen, heute noch 10€!

Fleischmarkt: Wer bestimmt dort den Preis? Der Bauer selbst, nee!

Das fertige Flesichprodukt wird immer teurer, nur der Landwirt bekommt immer weniger für sein Rind...

Das einzige was relativ stabil im Preis ist ist die abgelierferte Milch, die wird aber auch sicher bald fallen....

Die Bauern werden immer als die Deppen dargestellt, können aber nix für.

Setz dich mal wirklich mit Problem auseinander, bitte!

Gruss toschek

Cisco
11.04.2003, 09:54
Original geschrieben von Toschek
Deine aber auch!

Wer bestimmt denn die Preise? Der Bauer selbst?
Das Brot kostet jedes Jahr mehr...der Landwirt bekomt jedes Jahr weniger pro Tonne. Dünger und Spritzmittel werden auch teurer!

Beispiel: vor 25 Jahren bekam man rund 20 pro Tonne Weizen, heute noch 10€!

Fleischmarkt: Wer bestimmt dort den Preis? Der Bauer selbst, nee!

Das fertige Flesichprodukt wird immer teurer, nur der Landwirt bekommt immer weniger für sein Rind...

Das einzige was relativ stabil im Preis ist ist die abgelierferte Milch, die wird aber auch sicher bald fallen....

Die Bauern werden immer als die Deppen dargestellt, können aber nix für.

Setz dich mal wirklich mit Problem auseinander, bitte!

Gruss toschek

Das interessiert mich jetzt...wer legt denn die Preise fest, mit denen der Bauer sein Zeug verkauft ???

Cisco

gtdaexl
11.04.2003, 12:25
Original geschrieben von Toschek
.............. Dünger und Spritzmittel werden auch teurer!
Gruss toschek

Wie wärs mit weglassen?

Grüße,

Tom

Alois
11.04.2003, 12:37
die Biobauern, bei denen ich kaufe, bereuen die Umstellung nicht.

Es kann doch nicht der richtige Weg sein, einerseits Flächen (mit Subventionen) stillzulegen, dafür andere Flächen umso intensiver zu nutzen (mit entsprechendem Einsatz von Dünger und Pestiziden). Welchen Sinn haben da die Subventionen?

joegolf
11.04.2003, 16:51
Original geschrieben von Cisco
Das interessiert mich jetzt...wer legt denn die Preise fest, mit denen der Bauer sein Zeug verkauft ???

Cisco

Die Märkte, auf denen das alles verkauft wird. Da kann ein Bauer nicht mehr verlangen. Die kaufen dann halt beim nächsten oder holen sich das Zeug billig aus dem Ostblock. Da hilft nur: Billig produzieren.
Alles auf ökologisch umstellen geht nicht. Der Mehrzahl der Leute ist es doch im Endeffekt wirklich Wurscht, woher das Essen kommt. Hauptsache billig. Herkunftsnachweise interessieren doch heutzutage keinen mehr. Nur wenn wieder mal ein Skandal aufgedeckt wird, geht's ein paar Wochen rund. Die Biobranche ist ein weitestgehend gesättigter Markt. So viel mehr Biobauern wird es nicht mehr geben können.

Ich bin ebenfalls auf einem Bauernhof aufgewachsen, deshalb kenne ich mich da ein bisschen aus. Sicher, ohne Subventionen wäre das alles toll, nur subventionieren andere Länder (die gesamte EU, USA) auch, so dass wir in der Landwirtschaft in D gar nicht darauf verzichten können, falls wir noch ein kleines bisschen Restkontrolle über unsere Lebensmittel haben wollen.

Wo mir echt der Hut hochgeht: Wenn Bäckereien und Metzgereien wieder mal die Preise erhöhen, weil angeblich die "Rohstoffe" teurer geworden sind. Wie oben schon geschrieben, ist das Gegenteil der Fall! Eine Brezel kostet heute rund doppelt so viel wie vor 10 Jahren. Das lässt sich weder durch Rohstoffpreise noch durch Inflation begründen.
Das ist eine Abzocke, wie beim Spritpreis: Der Ölpreis ist inzwischen um 10$ gefallen, aber der Spritpreis ist fast unverändert.

Die Dummen dabei sind die Bauern: 7-Tage-Woche, von morgens um 6Uhr bis abends um 20 Uhr. Im Sommer auch mal "Überstunden" bis nach 24h. Und praktisch kein Urlaub. Das würde kein Arbeitsloser tun....... Die Ernte-Hilfskräfte kommen deshalb aus dem Osten.

Cisco
11.04.2003, 19:22
Original geschrieben von joegolf
Die Märkte, auf denen das alles verkauft wird.

Danke - genau das wollte ich hören ;-))

Es ist also wie ich sagte: Freie Marktwirtschaft.
Und wenn hier jemand verlangt, dass die Politik da eingreift, dann sollte er sich mal ernsthaft Gedanken machen ob er nicht lieber nach China oder Nordkorea ziehen möchte, denn die haben ja noch Kommunismus...

Das mit den Bäckern ist übrigens nicht richtig.
Was zur Verteuerung der Produkte geführt hat ist a) der steigende Preis für Energie, b) ein Mangel (!!!) an fähigen Arbeitskräften, c) hohe Lohnnebenkosten für Nullchecker.
Das weiß ich übrigens weil ich familiär mit diesem Gewerbe vorbelastet bin ;-)
Aber wer greift denn hier ein, wenn Aldi die Semmeln für einen Bruchteil des Preises anbietet ?
Niemand...
Deshalb lassen sich die Bäckereien halt was einfallen, steigern die eigene Qualität oder bringen neues auf den Markt.

Die Bauern tun sowas natürlich nicht - warum auch, gibt doch super Subventionen...

Cisco

Toschek
12.04.2003, 09:05
Original geschrieben von Cisco
Was zur Verteuerung der Produkte geführt hat ist a) der steigende Preis für Energie, b) ein Mangel (!!!) an fähigen Arbeitskräften, c) hohe Lohnnebenkosten für Nullchecker.


Und die Bauern haben nicht mit diesen Verteuerungen zu leben?


Deshalb lassen sich die Bäckereien halt was einfallen, steigern die eigene Qualität oder bringen neues auf den Markt.

Die Bauern tun sowas natürlich nicht - warum auch, gibt doch super Subventionen...

Cisco

Was willste denn noch Neues einfallen lassen?
Bio? dieser Markt ist mehr als gesättigt
Selbstvermarktung? ebenfalls....
Und deine Aussage über Aldi, das steht doch in keiner Relation...

Gruss Toschek.

A6-Fahrer
12.04.2003, 11:26
Original geschrieben von Toschek
Was willste denn noch Neues einfallen lassen?
Hallo !!? Einfallen lassen heist selbst nachdenken und nicht nur nachmachen.

Wenn das z.B. die Automobilindustrie vor 80 Jahren gedacht hätte dann hätten wir neben 4 Rädern und einem Motor nichts. Wieo denn auch, was braucht man denn noch um vorwärtszukommen.

Nenene, das ist zu einfach.

Gruß

joegolf
12.04.2003, 12:44
Original geschrieben von Cisco
Danke - genau das wollte ich hören ;-))

Es ist also wie ich sagte: Freie Marktwirtschaft.
Und wenn hier jemand verlangt, dass die Politik da eingreift, dann sollte er sich mal ernsthaft Gedanken machen ob er nicht lieber nach China oder Nordkorea ziehen möchte, denn die haben ja noch Kommunismus...

Das mit den Bäckern ist übrigens nicht richtig.
Was zur Verteuerung der Produkte geführt hat ist a) der steigende Preis für Energie, b) ein Mangel (!!!) an fähigen Arbeitskräften, c) hohe Lohnnebenkosten für Nullchecker.
Das weiß ich übrigens weil ich familiär mit diesem Gewerbe vorbelastet bin ;-)
Aber wer greift denn hier ein, wenn Aldi die Semmeln für einen Bruchteil des Preises anbietet ?
Niemand...
Deshalb lassen sich die Bäckereien halt was einfallen, steigern die eigene Qualität oder bringen neues auf den Markt.

Die Bauern tun sowas natürlich nicht - warum auch, gibt doch super Subventionen...

Cisco

Was ist an einer Brezel neu ? :D:D Und die Qualität hat sich in den letzten 10 Jahren auch nicht so gesteigert, dass der Preis von 50Pf auf 60Ct hätte steigen können. Die Info mit den steigenden Rohstoffpreisen für Mehl und Fleisch wird zumindest bei uns in der Gegend gerne genutzt. Das einzige was wirlich teurer geworden ist, sind die Lohnkosten und die Preise für die Fertigbackmischungen, die inzwischen häufig ausgerechnet bei kleinen Bäckereien gerne eingesetzt werden.

Naja, wenigsten hier kann man sich auch selbst helfen: Schon mal Brezeln und Brot selber gebacken? Schmeckt VIEL besser und ist obendrein billiger und man weiß, was drin ist.

gtdaexl
12.04.2003, 12:51
Original geschrieben von joegolf
Alles auf ökologisch umstellen geht nicht. Der Mehrzahl der Leute ist es doch im Endeffekt wirklich Wurscht, woher das Essen kommt. Hauptsache billig.

Original geschrieben von Toschek

Was willste denn noch Neues einfallen lassen?
Bio? dieser Markt ist mehr als gesättigt

Gruss Toschek.

Ich halte das für ein Gerücht, daß der Markt für biologische Produkte gesättigt ist.
Solche Aussagen kommen oftmals auch von Leuten, die selbst keinen gesteigerten Wert auf biologische Ernährungsweise haben.
Ich habe einen großen Bekanntenkreis und da wird immer mehr auch von Leuten, die man eigentlich nicht so einschätzen würde, immer größerer Wert auf gesunde Ernährung gelegt.

Ich für meinen Teil esse nicht besonders viel Fleisch, aber ab und zu eben sehr gerne.
Ich wäre auch bereit, das anderthalbfache oder Doppelte für ein gutes Stück Fleisch zu zahlen, wenn ich wüßte, daß das Tier vernünftig gehalten wurde und z.B. keine Antiobiotika oder Tiermehl gekriegt hat.

Das ist in der überwiegenden Mehrheit meines Bekanntenkreises auch so. Die Leute sind bereit, vernünftige Preise zu zahlen, wollen aber halt auch Qualität dafür.

Aber gerade in diesem Bio-Bereich wird halt oft auch immer mehr beschissen und so das Vertrauen der Verbraucher verspielt.

Die Bauern sollten eigentlich mit den Verbrauchern an einem Strang ziehen, das wäre aus meiner Sicht der richtige Weg.

Grüße,

Tom

Niemals Servo
12.04.2003, 13:44
Original geschrieben von joegolf
Das einzige was wirlich teurer geworden ist, sind die Lohnkosten und die Preise für die Fertigbackmischungen, die inzwischen häufig ausgerechnet bei kleinen Bäckereien gerne eingesetzt werden.


Was es da an Fertigzeugs gibt ist schon interessant.
Es gibt auch tolle Mischmaschinen, an denen nur noch das Endprodukt eingegeben wird und der Apparat spuckt die Teigmischung fertig aus. Manch Bäcker wird sich fragen wofür er überhaupt gelernt hat.

joegolf
12.04.2003, 21:23
Original geschrieben von gtdaexl
Ich halte das für ein Gerücht, daß der Markt für biologische Produkte gesättigt ist.
Solche Aussagen kommen oftmals auch von Leuten, die selbst keinen gesteigerten Wert auf biologische Ernährungsweise haben.

...

Das ist in der überwiegenden Mehrheit meines Bekanntenkreises auch so. Die Leute sind bereit, vernünftige Preise zu zahlen, wollen aber halt auch Qualität dafür.



Na dann empfehle ich Dir mal zur besten Einkaufszeit (samstag vormittag) in den Supermarkt zur Billig-Fertigfleisch-Theke zu gehen. Dann wirst Du sehen, was die Mehrzahl der Leute an "Qualität" will...

Ich für meinen Teil zahle auch lieber etwas mehr, wenn ich dafür mehr Qualität bekomme. Das muss übrigens gar nicht mal Bio sein. Da reichts, wenn ich weiß, was der jeweilige Landwirt auf seine Äcker wirft oder an seine Viecher verfüttert. Bio heißt ja leider auch nicht automatisch "Qualität". Manche Bioanbieter denken, dass ihre Produkte nur dann wirklich Bio sind, wenn sie klein und verhutzelt aussehen.

Ausschließlich Bio geht sowieso nicht. Lass da mal alles auf Biokartoffeln umstellen und dann einen verregneten Sommer kommen. Vor lauter Krautfäule kostet dann eine Kartoffel 10€...

A2 Driver
13.04.2003, 10:49
Beim Bäcker zahlt man vor allem die Personen die einem die Sachen über den Tresen reichen.
Nach der Osterweiterung der EU wird sich die Landwirtschaft der EU in diese Länder verlagern und damit auch die Subventionen.
Die Situation der deutschen Landwirte wird schlechter.

Es ist schade, dass ein deutscher Bauer keine deutschen beschäftigen kann die ja von Ihrem Einkommen in Deutschland auskommen müssen d. h. man kann die Subventionen direkt nach Polen schicken!!!!!!