PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Black Box im Auto - wie ist Eure Meiung?


MikeB70
11.05.2003, 19:19
Vorhin gab's in auto motor und sport-TV einen Beitrag über Unfalldatenschreiber (UDS), die sog. Black Box, im Auto.
Mich würde interessieren, was Ihr davon haltet. Ich finde die Dinger eigentlich eine gute Sache, da ich schonmal in der Situation war, einen unverschuldeten Unfall gehabt zu haben. Dabei war ich alleine und im "gegnerischen" Auto saßen zwei Leute. Also zwei Aussagen gegen eine. Ich hatte Glück und die beiden haben ehrlich ausgesagt - Gott sei Dank. Aber mit einem UDS wäre ich auf dieses Glück nicht angewiesen gewesen.

Aber wie seht Ihr das?

Gruß Mike

Speedy Gonzales
11.05.2003, 19:58
Ich persönlich würde so eine Black-Box begrüßen. Da wären viel Dinge belegbar und die Gerichte würden entlastet.
Ich war zwar noch nie in einer Situation, wo ich so ein Teil benötigt hätte, aber hätte auch nichts dagegen, wenn in meinem Auto so was drin wäre.
Es werden ja nicht jahrelang kleinere Sünden aufgezeichnet, sondern nur relativ kurzfristige Daten erfasst. So wären z.B. die Daten Minuten vor einem Crash aufgezeichnet.


Gruß
Boris

Martin R
11.05.2003, 21:07
Würde ich auch begrüssen.

Allerdings muss man die Daten nicht rausgeben wenn man sich damit selber belastet - stand mal in irgendweiner Autozeitschrift.

Und das ist schon wieder ein grosses Problem!!

Hans
12.05.2003, 07:29
Gute Umfrage - nachdem ich mir aber zu diesem Thema noch keine Meinung gebildet habe (Vor- Nachteile?) hab ich noch nicht abgestimmt. Ich warte gespannt auf die postings der Forumsteilnehmer.
Gruß Hans

Cisco
12.05.2003, 09:43
Original geschrieben von Martin R
Würde ich auch begrüssen.

Allerdings muss man die Daten nicht rausgeben wenn man sich damit selber belastet - stand mal in irgendweiner Autozeitschrift.

Und das ist schon wieder ein grosses Problem!!

LOL...das wär ja typisch deutsch...irgendwas einführen das einem gewissen Zweck dienen könnte, in der Praxis aber nicht anwendbar ist :-)))

Weil wofür - ausser zur Klärung von Schuldverhältnissen - wäre so ein Teil gut ?

Und wenn man die Herausgabe verweigern kann sobald man sich selbst belastet, hat das Teil null Sinn, da es dem Zeugnisverweigerungsrecht genauso unterliegt wie eine selbstbelastende Zeugenaussage...

Ausserdem hab ich in einem andren Thread schonmal davor gewarnt mit ner "Kamera im Arsch" autofahren zu müssen und die 71%ige Befürwortung einer solchen - dem Roman 1984 nicht unähnlichen - Überwachungsmethode macht mir richtig Angst...

Cisco

gtdaexl
12.05.2003, 09:59
Original geschrieben von Cisco
Und wenn man die Herausgabe verweigern kann sobald man sich selbst belastet, hat das Teil null Sinn, ....


Doch:

Original geschrieben von Cisco
..... zur Klärung von Schuldverhältnissen ....


Und darum gehts ja hier eigentlich auch, wenn Du einen Unfall hast und in Beweisnot gerätst.

Finde ich gut. :)

Ich würde das Teil sogar ablehnen, wenn man die Daten herausgeben muß, weil dann der nächst Schritt nämlich nicht mehr weit ist:

Die Verkehrskontrolle, bei der Sie dich einfach nur aufhalten und sich mal anschauen, ob Du die letzten 3 Kilometer zu schnell gefahren bist, nicht geblinkt hast und nicht angegurtet warst - und dann stellen Sie dir gleich ein Sammelticket aus und wenn du die max. Punktzahl erreicht hast, kannst du gleich zu Fuß weitergehen....:p Nee Danke!

Mein Fazit: Freiwillig Ja, Pflicht Nein. :)

Grüße,

Tom

Cisco
12.05.2003, 10:12
Original geschrieben von gtdaexl
Doch:

Und darum gehts ja hier eigentlich auch, wenn Du einen Unfall hast und in Beweisnot gerätst.


Ja? Inwiefern?
Die BlackBox des andren darf ich ja nicht anschaun, wenn der nicht will und damit ists genau wie jetzt...



Finde ich gut. :)

Ich würde das Teil sogar ablehnen, wenn man die Daten herausgeben muß, weil dann der nächst Schritt nämlich nicht mehr weit ist:

Die Verkehrskontrolle, bei der Sie dich einfach nur aufhalten und sich mal anschauen, ob Du die letzten 3 Kilometer zu schnell gefahren bist, nicht geblinkt hast und nicht angegurtet warst - und dann stellen Sie dir gleich ein Sammelticket aus und wenn du die max. Punktzahl erreicht hast, kannst du gleich zu Fuß weitergehen....:p Nee Danke!

Mein Fazit: Freiwillig Ja, Pflicht Nein. :)


Dito !!!

Cisco

A6-Fahrer
12.05.2003, 10:12
Original geschrieben von Cisco
Weil wofür - ausser zur Klärung von Schuldverhältnissen - wäre so ein Teil gut ?
Na das reicht doch schon!

Original geschrieben von Cisco
Und wenn man die Herausgabe verweigern kann sobald man sich selbst belastet, hat das Teil null Sinn, da es dem Zeugnisverweigerungsrecht genauso unterliegt wie eine selbstbelastende Zeugenaussage...
Was wäre so schleht daran es wie die Zeugenaussage des Fahrers zu behandeln. Bei belasteten Daten kann man die Herausgabe verweigern. Bei unverschuldetem Unfall liefert sie eine nachweislich objektive Aussage.

Haben beide Unfallgegner eine Black-Box, gibt der Unschuldige seine raus und schon ist der Käse gegessen. Vielleicht versucht dann der "Schuldige" durch Herausgabe wenigstens eine Mitschuld des anderen zu beweisen und schon kann man absolut objektiv die Schuldfrage klären.

Gruß

gtdaexl
12.05.2003, 10:25
Original geschrieben von Cisco
Ja? Inwiefern?
Die BlackBox des andren darf ich ja nicht anschaun, wenn der nicht will und damit ists genau wie jetzt...


Du hättest ja dann deine eigene...

T.

Cisco
12.05.2003, 12:10
Original geschrieben von A6-Fahrer
Na das reicht doch schon!


Was wäre so schleht daran es wie die Zeugenaussage des Fahrers zu behandeln. Bei belasteten Daten kann man die Herausgabe verweigern. Bei unverschuldetem Unfall liefert sie eine nachweislich objektive Aussage.

Haben beide Unfallgegner eine Black-Box, gibt der Unschuldige seine raus und schon ist der Käse gegessen. Vielleicht versucht dann der "Schuldige" durch Herausgabe wenigstens eine Mitschuld des anderen zu beweisen und schon kann man absolut objektiv die Schuldfrage klären.

Gruß

Gut, da hast du Recht !!

Also dann bleib ich aber trotzdem dabei: Nur wenns absolut freiwillig ist :-)

Aber noch ne Frage: Was schreibst denn das Teil alles mit ???

Cisco

A6-Fahrer
12.05.2003, 13:12
Original geschrieben von Cisco
Aber noch ne Frage: Was schreibst denn das Teil alles mit ???
Kurz gegoogelt und siehe da:


"Unfalldatenschreiber (UDS) in Kraftfahrzeugen zeichnen unmittelbar vor, während und nach dem Unfall die Geschwindigkeit, die Bewegung des Fahrzeuges sowie die Betätigung von Bremse, Fahrtrichtungsanzeiger, Licht und Hupe auf.

Bei einem Unfall werden unter anderem die Lenk-, Brems- oder Beschleunigungsvorgänge sowie das Funktionieren von Blinkleuchten und Bremslichtern in den letzten 45 Sekunden festgehalten. "

Gruß

MK155
12.05.2003, 13:14
Original geschrieben von A6-Fahrer
Na das reicht doch schon!


Was wäre so schleht daran es wie die Zeugenaussage des Fahrers zu behandeln. Bei belasteten Daten kann man die Herausgabe verweigern. Bei unverschuldetem Unfall liefert sie eine nachweislich objektive Aussage.

[...]

Ich bin auch grundsätzlich für das Ding, wenngleich die Vorgehensweise unser Rechtssystem ein wenig auf den Kopf stellen würde.
Denn nun würde ein jeder zunächst mal seine Unschuld beweisen müssen, denn der andere würde ja seine Daten "unterschlagen" und kann zur Herausgabe nicht gezwungen werden, wenn er sich dadurch selbst belastet.

Das würde in der Praxis bedeuten, dass ich im Fall der fälle meine Unschuld beweisen könnte. Das würde aber noch nicht für eine Erstattung des mir entstandenen Schadens reichen, denn nach unserem System kann nur der strafrechtlich (und ein Stück weit auch zivilrechtlich) belangt werden, dessen Schuld bewiesen wurde.

Wie gsagt, an dieser Stelle lohnt es sich meiner Ansicht nach zu überlegen, ob dort nicht die Beweislast umgekehrt werden soll. Denn wenn alle Unfallbeteiligten unschuldig waren hätte es keinen Unfall gegeben ;)

Hans
12.05.2003, 13:19
Original geschrieben von A6-Fahrer
Kurz gegoogelt und siehe da:


"Unfalldatenschreiber (UDS) in Kraftfahrzeugen zeichnen unmittelbar vor, während und nach dem Unfall die Geschwindigkeit, die Bewegung des Fahrzeuges sowie die Betätigung von Bremse, Fahrtrichtungsanzeiger, Licht und Hupe auf.

Bei einem Unfall werden unter anderem die Lenk-, Brems- oder Beschleunigungsvorgänge sowie das Funktionieren von Blinkleuchten und Bremslichtern in den letzten 45 Sekunden festgehalten. "

Gruß
Wenn das so ist - ich bin dafür.
Wenn sichergestellt ist, dass nicht mein ganzes Autofahrerleben durchschaubar ist. 45 Sek. vorher sind in Ordnung.

Martin R
12.05.2003, 13:19
Original geschrieben von A6-Fahrer
Bei einem Unfall werden unter anderem die Lenk-, Brems- oder Beschleunigungsvorgänge sowie das Funktionieren von Blinkleuchten und Bremslichtern in den letzten 45 Sekunden festgehalten. "



Wie erkennt das Teil eigentlich einen (leichten) Unfall??

TDI-Manfred
12.05.2003, 14:16
Wer es braucht bzw. befürwortet kann es gerne haben !!!
Aber nur auf rein freiwilliger Basis ohne Pflicht!

Ich persönlich möchte keine Box in das Fahrzeug bekommen dass man mich wirklich auch noch sehen kann wann ich wie gefahren bin, womöglich mit GPS kombiniert dann auch noch feststellen kann wo Ich unterwegs war!Das geht niemanden etwas an sowas nennt man nämlich Privatsphäre....

Dann wäre auch noch zu klären wieviel Minuten nach hinten gespeichert werden bis das "Endlos Band" (digital) wieder die Daten überspielt so eine Schleifenfunktion halt dass immer die letzten 30sec nur aufgezeichnet werden (wei bei einem Flugzeug)

==>>dann wäre es zumindest noch zu ertragen (auch für mich) wenn es wirklich einmal Pflicht werden sollte.
Es dürfte aber auch nur ausschließlich dafür verwendet werden wenn es zur Aufklärung eines Unfall beitragen muss.



Mein Statment: nicht wirklich gut.:(


Als nächstes könnten wir uns doch alle einen Chip unter die Haut pflanzen lassen dann könnte man alle Verbrechen komplett aufklären da jeder zur Jederzeit aufspürbar wäre oder es nachzuweisen wäre welche ID (Mensch) zu welchem Zeitpunkt sich wo und wann aufgehalten hat. *gg*

Dies ist dann der Weg zum vollkommenen "Gläsernen Menschen".
Durch Bargeldlosen Zahlverkehr kann man doch Heute schon mehr als genug Rückschlüsse auf die aktivitäten eines jeden feststellen und aufzeichnen...



Noch eines zum Schluss:

Dann muss aber auch endlich der Fernseh Schiedsrichter her z.B. beim Fussball denn da kann man dann auch endlich die Fehlentscheidungen die manchmal Millionen vor den Fernseher ganz klar erkennen korrigieren und berichtigen....
da gehts manchmal auch um Millionen Euros bei den Internationalen Events oder bei der Entscheidung um den Aufstieg oder Abstieg....in eine Liga

:D :D :D ;)

A6-Fahrer
12.05.2003, 14:23
Original geschrieben von TDI-Manfred
Ich persönlich möchte keine Box in das Fahrzeug bekommen dass man mich wirklich auch noch sehen kann wann ich wie gefahren bin, womöglich mit GPS kombiniert dann auch noch feststellen kann wo Ich unterwegs war!Das geht niemanden etwas an sowas nennt man nämlich Privatsphäre....
Benutzt Du ein mobiles Telefon, auch Handy genannt?

Gruß

TDI-Manfred
12.05.2003, 14:44
Das mit der Ortung des Telefon weiß Ich schon dass dies möglich ist, Danke für den Fingerzeig.
ABER Diese Daten sind nicht so leicht für irgendwelche Sachverständigen zu bekommen denn unterliegen dem Datenschutz!!!

Sobald man eine Kreditkarte benutz oder EC Karte (generell mit seinem "guten Namen" bargeldlos) zur bezahlung benutzt ist man schon an dem jeweiligen Ort mit Zeit regestriert....

Aber eine Blackbox im Fahrzeug ...

Meine Meinung Nein Danke.

Wenn ja dann dürfen nur immer die letzten paar Sekunden (z.B.15)aufgenommen sein.
Zu kombinieren mit einem Empfänger dann ist es sogar für die Versicherungen bei einem Autodiebstahl interessant, nur so könnte das Ich das Teil dann ertragen (akzeptieren) aber erwärmen würde Ich mich nicht dafür, aber da müsste dies erst mal alles festgelegt werden.


Wenn´s kommt dann kommts eh und niemand von uns wird dies zu entscheiden haben oder hat euch jemand zur Euroeinführung gefragt??? Warum wohl?
Dann hätten wir Heute noch unsere DM -darum!*seufz*

Das nennt man ja Demokra....*lw*

Cisco
12.05.2003, 15:20
Original geschrieben von MK155
Ich bin auch grundsätzlich für das Ding, wenngleich die Vorgehensweise unser Rechtssystem ein wenig auf den Kopf stellen würde.
Denn nun würde ein jeder zunächst mal seine Unschuld beweisen müssen, denn der andere würde ja seine Daten "unterschlagen" und kann zur Herausgabe nicht gezwungen werden, wenn er sich dadurch selbst belastet.

Das würde in der Praxis bedeuten, dass ich im Fall der fälle meine Unschuld beweisen könnte. Das würde aber noch nicht für eine Erstattung des mir entstandenen Schadens reichen, denn nach unserem System kann nur der strafrechtlich (und ein Stück weit auch zivilrechtlich) belangt werden, dessen Schuld bewiesen wurde.

Wie gsagt, an dieser Stelle lohnt es sich meiner Ansicht nach zu überlegen, ob dort nicht die Beweislast umgekehrt werden soll. Denn wenn alle Unfallbeteiligten unschuldig waren hätte es keinen Unfall gegeben ;)

Hi,

ich denke das Ding hat in einigen Situationen durchaus seine Daseinsberechtigung.
Z.B. wenn du mit 130 auf der BAB fährst und 2m vor dir zieht einer mit 80 raus, du haust sofort voll den Stachel rein.
Da würde deine BlackBox ja fast reichen um dich völlig schuldfrei zu sprechen, da sie a) die Vollbremsung aufzeichnet und b) deine Geschwindigkeit.
Anhand dessen kann man dir keine Teilschuld mehr aufbrummen (Richtgeschwindigkeit) und dem Unfallgegner kann nachgewiesen werden wie scheisse er gefahren ist.
Und das ganz ohne dem seine BlackBox auswerten zu müssen.

Nun zum Beweis der Unschuld etc.:
Sagen wir mal du wirst in einen zweifelhaften Unfall verwickelt, bei dem zunächst du als Schuldiger deklariert wirst.
Du behauptest der andre hat den und den Fehler gemacht, der andre behauptet das ist nicht wahr und der Fehler lag bei dir.
Aussage gegen Aussage.
Wenn nun aber vor Gericht DEINE BlackBox ausgewertet wird und klar aufzeigt, dass du dich vollkommen richtig verhalten hast, wäre des anderen Schuld zwar nicht 100%ig bewiesen, aber allein aufgrund seiner Falschaussage wäre er schon in ein zweifelhaftes Licht gerückt und ich vermute da würden die meisten Richter dann für dich entscheiden.
Es geht ja nicht darum dass der Gegner mittels seiner BlackBox seine Unschuld beweisen müsste, sondern dass er es KÖNNTE.
Wenn er sie natürlich nicht rausrückt und deine Blackbox ganz klar zeigt du bist unschuldig, hat er Pech gehabt...

Cisco

Cisco
12.05.2003, 15:23
Original geschrieben von Cisco
Hi,

ich denke das Ding hat in einigen Situationen durchaus seine Daseinsberechtigung.
Z.B. wenn du mit 130 auf der BAB fährst und 2m vor dir zieht einer mit 80 raus, du haust sofort voll den Stachel rein.
Da würde deine BlackBox ja fast reichen um dich völlig schuldfrei zu sprechen, da sie a) die Vollbremsung aufzeichnet und b) deine Geschwindigkeit.
Anhand dessen kann man dir keine Teilschuld mehr aufbrummen (Richtgeschwindigkeit) und dem Unfallgegner kann nachgewiesen werden wie scheisse er gefahren ist.
Und das ganz ohne dem seine BlackBox auswerten zu müssen.


Nach nochmaligem Durchlesen nehme ich obige Behauptung zurück, da die BlackBox ja nicht wissen kann ob ich erst im letzten Moment auf die Bremse bin...verdammt :-)))

Cisco

MK155
13.05.2003, 04:39
Original geschrieben von Cisco
Nach nochmaligem Durchlesen nehme ich obige Behauptung zurück, da die BlackBox ja nicht wissen kann ob ich erst im letzten Moment auf die Bremse bin...verdammt :-)))

Cisco

Sicher weiss sie das. Es lässt sich exakt rekonstruieren wann Du wie fest auf die Bremse gestanden bist. Somit ist auch ersichtlich ob die Geschwindigkeit angepasst war und ob Dein Bremsmanöver rechtzeitig stattgefunden hat.

Cisco
13.05.2003, 08:01
Original geschrieben von MK155
Sicher weiss sie das. Es lässt sich exakt rekonstruieren wann Du wie fest auf die Bremse gestanden bist. Somit ist auch ersichtlich ob die Geschwindigkeit angepasst war und ob Dein Bremsmanöver rechtzeitig stattgefunden hat.

Wie ?

Sagen wir mal ich fahre auf der Linken Spur mit 130 und es zieht einer ca. 50m vor mir mit 80 rüber...
Wie will die Blackbox nun wissen ob ich schon bei diesen 50m Abstand voll in die Eisen bin oder erst bei 25m ?
Die kann ja den Abstand zum Vordermann nicht messen.
Somit würde man in diesem Fall und nach deiner Methode davon ausgehen der "Rüberzieher" hat 25m vor dem Überholenden ausgeschert und nicht 50.
Das kannste dann eigentlich bis hin zu xx km weiterführen.

Oder hab ich jetzt nen Knoten im Hirn ? :-))

Cisco

golf4
13.05.2003, 08:05
logisch geht das , die Black-Box des vor Dir fahrenden Autos wird dann auch ausgelesen und anhand der Navigationsmultikomplexsensoren der Standort beider Fahrzeige verglichen und dann miteinander fetoniert.

Cisco
13.05.2003, 08:07
Original geschrieben von golf4
logisch geht das , die Black-Box des vor Dir fahrenden Autos wird dann auch ausgelesen und anhand der Navigationsmultikomplexsensoren der Standort beider Fahrzeige verglichen und dann miteinander fetoniert.

Das ist ja grade der Punkt - wenn dann brauch ich BEIDE Boxen.
Da aber jeder das Recht hat seine Box zurückzuhalten, ist die Sache wieder nichtmehr ganz so einfach...

Cisco

gtdaexl
13.05.2003, 08:36
Original geschrieben von Cisco
Das ist ja grade der Punkt - wenn dann brauch ich BEIDE Boxen.
Da aber jeder das Recht hat seine Box zurückzuhalten, ist die Sache wieder nichtmehr ganz so einfach...

Cisco

Naja, des is aber nu wieder ein relativ komplexer Ausnahmefall, den Du da konstruiert hast. :rolleyes:

Vielleicht nützt Dir in diesem Fall die Blackbox tatsächlich nix, aber doch bestimmt in 70 bis 80% der anderen Fälle.
Z.B. wenn Dir jemand die Vorfahrt nimmt, Dir auf der Autobahn einer hintenreinfährt etc. etc.

Grüße,

Tom

Stephan Haut
13.05.2003, 08:38
Ich hab da irgendwie angst ein gläßerner Autofahrer zu werden!

A6-Fahrer
13.05.2003, 08:45
Original geschrieben von Stephan Haut
Ich hab da irgendwie angst ein gläßerner Autofahrer zu werden!
Wieso? Hast Du was zu verbergen?! In den letzten 45sec. vor dem Unfall?!

Gruß

Cisco
13.05.2003, 09:49
Original geschrieben von A6-Fahrer
Wieso? Hast Du was zu verbergen?! In den letzten 45sec. vor dem Unfall?!

Gruß

Naja die große Frage ist halt: Wo zieht man die Grenze ?

Wie Tom schon gesagt hat, könnte das im deutschen "wir regulieren/kontrollieren/überwachen alles und jeden"-Staat dazu kommen dass Geschwindigkeitsverstöße schon durch das Online-auslesen der BlackBox geahndet werden können.

Kennt ihr den Film "Demolition Man" - wo man für jedesmal fluchen nen Credit zahlen muss ? :-)
Das wär nur 1-2 Stufen von obigem Szenario weg...

Cisco

MK155
13.05.2003, 09:59
Original geschrieben von Cisco
[...]
Wie Tom schon gesagt hat, könnte das im deutschen "wir regulieren/kontrollieren/überwachen alles und jeden"-Staat dazu kommen dass Geschwindigkeitsverstöße schon durch das Online-auslesen der BlackBox geahndet werden können.

[...]
Mal etwas ketzerisch gefragt ... was wäre daran so schlimm? Wenn einer zu schnell fährt dann spricht doch zunächst mal nicht gegen eine Ahndung dieses Verstosses.

Denn mit der Vernunft und Selbstverantwortung, die ja viele Autofahrer gerne für sich beanspruchen, scheint es zumeist nicht allzuweit her zu sein.

Oder warum glaubst Du, dass die meisten Autofahrer mehr oder weniger bewusst sich selbst Geschwindigkeitstoleranzen von bis zu 20% einräumen ("Auf der Bundesstrasse fahr ich immer 120"? Aus Vernunft? ... wahrscheinlich eher nicht ...


Nevertheless ... ich bin bei Dir, dass der deutsche Staat nicht zu einem Überwachungsstaat verkommen darf. Auf der anderen Seite ist aber mehr Überwachung von verschiedenen Seiten nötig.

Das ist mein persönlicher Konflikt. Daher bin ich pro Blackbox und gleichzeitig contra .... wenn Du fühlst, was ich meine ;) :p :p

A6-Fahrer
13.05.2003, 10:12
Original geschrieben von Cisco
Naja die große Frage ist halt: Wo zieht man die Grenze ?
Natürlich, aber sehen wir's doch mal realistisch. 45 sec. zeichnet das Ding auf. Selbst wenn die Polizei ein Auslesegerät dabei hätte vergehen doch locker 60sec., bis die dich angehalten haben und Du die Tür auf hast.

Und wenn man einen Geschwindigkeitsverstoß bei einem Unfall nachweisen kann ist es meiner Meinung nach berechtigt.

Gruß

MK155
13.05.2003, 10:24
Original geschrieben von A6-Fahrer
[...]
Und wenn man einen Geschwindigkeitsverstoß bei einem Unfall nachweisen kann ist es meiner Meinung nach berechtigt.

Gruß

Exakt ! Nicht nur berechtigt, sondern nötig ... nichts anderes macht ein Sachverständiger auch, nur umständlicher und meist ungenauer. ;)

Cisco
13.05.2003, 10:25
Original geschrieben von MK155
Das ist mein persönlicher Konflikt. Daher bin ich pro Blackbox und gleichzeitig contra .... wenn Du fühlst, was ich meine ;) :p :p

Ja, kann ich nachvollziehen - geht mir ja genauso :-))

Ich sehe durchaus Vorteile für mich dadurch, aber auch die Gefahr, andre könnten das Teil missbrauchen.

Ich vertraue einfach niemandem den ich nicht persönlich kenne meine Freiheit an...
Das ist ein simpler Grundsatz, dem ich seit rund 21 Jahren folge :-))

Cisco

Martin R
13.05.2003, 11:13
Original geschrieben von Martin R
Wie erkennt das Teil eigentlich einen (leichten) Unfall??


Möchte jetzt meine Frage nochmal wiederholen.

Wahrscheinlich werden beim Auslösen des Airbags die Daten nicht mehr "überschrieben".

Aber wie sieht es bei "leichten" Unfällen aus??

Cisco
13.05.2003, 11:18
Original geschrieben von Martin R
Möchte jetzt meine Frage nochmal wiederholen.

Wahrscheinlich werden beim Auslösen des Airbags die Daten nicht mehr "überschrieben".

Aber wie sieht es bei "leichten" Unfällen aus??

Sehr gute Frage, da ja vor allem bei leichten Unfällen die Schuldfrage immer sehr strittig ist...

Kann sie aber leider nicht beantworten :-))

Cisco

Martin R
13.05.2003, 11:22
Original geschrieben von Cisco
Sehr gute Frage, da ja vor allem bei leichten Unfällen die Schuldfrage immer sehr strittig ist...

Kann sie aber leider nicht beantworten :-))

Cisco


Müsste dann doch ein Schalter "Daten speichern" eingebaut werden.

Denn ansonsten wäre das Teil ja eigentlich relativ überflüssig.

Oder es wird mit der Warnblinkanlage gekoppelt?

A6-Fahrer
13.05.2003, 13:38
Original geschrieben von Martin R
Möchte jetzt meine Frage nochmal wiederholen.

Wahrscheinlich werden beim Auslösen des Airbags die Daten nicht mehr "überschrieben".

Aber wie sieht es bei "leichten" Unfällen aus??
Ich weiß die Antwort auch nicht, aber die Auslösung des Airbags erfolgt ja, wenn Crashsensoren eine Überschreitung einer bestimmten Verzögerung melden. Messen können sie ja auch Verzögerungen unterhalb dieser Auslöseschwelle.

Daran könnte man die Box koppeln.

Gruß

gtdaexl
13.05.2003, 14:56
Original geschrieben von Martin R
Müsste dann doch ein Schalter "Daten speichern" eingebaut werden.

Denn ansonsten wäre das Teil ja eigentlich relativ überflüssig.

Oder es wird mit der Warnblinkanlage gekoppelt?

Ja!

Meines Wissens nach kann man nach einem Unfall, wenn man den UDS als Beweis benutzen will, im Kofferraum eine Taste drücken und dann bleibt die Geschichte bis zum Auslesen gespeichert.
So hab ichs zumindest mal gelesen - ist aber auch schon wieder 2 oder 3 Jahre her, so taufrisch sind ja die Dinger auch nicht mehr.

Grüße,

Tom