PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aufklärungspflicht nach Auffahrunfall???


Slidestar
22.05.2003, 11:35
Hi @ All,

Habe mal eine rechtliche Frage an Euch:

vor 3 Wochen war ich an einer Ampel in einen leichten
Auffahrunfall verwickelt.
Ich stand vorn an einer roten Ampel, hinter mir jemand
in einem A4.
Es wurde grün - er hatte nicht aufgepaßt, beschleubigte
schneller als ich und er touchierte meinen hinteren Stoßfänger.

Wir haben uns dann die Misere angesehen: sein Nummernschild hat unter
meinem Nummernschild (Golf IV) einen Lackschaden verursacht.
Er hat auch gleich eingesehen, die Kosten zu übernehmen.

Am nächsten Tag habe ich einen Kostenvoranschlag bei meinem
(Teuren) Freundlichen eingeholt: 400 €.

Habe ihm den KVA gefaxt und er bestätigt,
die Kosten ohne Versicherung zu übernehmen.

Nach ein paar Tagen hatte ich dann de Betrag auf meinem Konto.

In der Zwischenzeit hat man mir in meinem Bekanntenkreis geraten,
den Lackschaden doch günstiger reparieren zu lassen.

Habe dann bei mehreren Lackierern angefragt:
Bekam Angebote zw. 130-180 €.

Habe dann am Dienstag den Golf zum Lackierer (130 € ohne Rechnung)
gebracht und werde ihn morgen wiedersehen ;-)

Nun mein Problem:

Der Unfallverursacher hatte erwähnt, er würde gern die RECHNUNG haben,
da er eventuell die Kosten bei seinem Arbeitgeber zurückerhalten würde.
Er meinte jedoch, diesbezüglich eher geringe Aussichten zu sehen.

Bisher hat er sich nicht wieder gemeldet...

Was kann ich ihm entgegenhalten, wenn er die 400 €-Rechnung haben will?
Hat er einen Anspruch darauf?
Muß ich ihm sagen, dass ich die Reparatur anderweitig machen lies?

Bitte gebt mir Infos für meinen Fall.

MfG & Dank im voraus.

Speedy Gonzales
22.05.2003, 12:03
Da der Verursacher den Schaden bezahlt, hat er auch Anspruch auf die Rechnung. Irgendwie muß er ja die Kosten nachweisen, wenn er sie anderweitig einfordern möchte.


Grüße
Boris

Slidestar
22.05.2003, 12:08
@ Speedy Gonzales:

1. Wo/Wie soll er die Kosten einfordern können?
2. Wo bekomme ich eine Rechnung her?

MfG & Danke im voraus.

Niemals Servo
22.05.2003, 12:10
Original geschrieben von Slidestar

Er hat auch gleich eingesehen, die Kosten zu übernehmen.

Am nächsten Tag habe ich einen Kostenvoranschlag bei meinem
(Teuren) Freundlichen eingeholt: 400 €.

Habe ihm den KVA gefaxt und er bestätigt,
die Kosten ohne Versicherung zu übernehmen.

Nach ein paar Tagen hatte ich dann de Betrag auf meinem Konto.

In der Zwischenzeit hat man mir in meinem Bekanntenkreis geraten,
den Lackschaden doch günstiger reparieren zu lassen.

Habe dann bei mehreren Lackierern angefragt:
Bekam Angebote zw. 130-180 €.



Nun mein Problem:

Der Unfallverursacher hatte erwähnt, er würde gern die RECHNUNG haben,
da er eventuell die Kosten bei seinem Arbeitgeber zurückerhalten würde.
Er meinte jedoch, diesbezüglich eher geringe Aussichten zu sehen.

Bisher hat er sich nicht wieder gemeldet...


Muß ich ihm sagen, dass ich die Reparatur anderweitig machen lies?

Bitte gebt mir Infos für meinen Fall.

MfG & Dank im voraus.





Was kann ich ihm entgegenhalten, wenn er die 400 €-Rechnung haben will?

Nichts. Auch mündliche Vereinbarungen sind einzuhalten.


Habe dann am Dienstag den Golf zum Lackierer (130 € ohne Rechnung)

Das tut nun fast schon weh. Frag den Lackierer ob das nicht wenigstens nachträglich gegen Zuzahlung zu legalisieren ist.

Vielleicht wird deinem Gegenüber langweilig und er will den offiziellen Weg. Dann kannst du dich schon mal über die Geldbußen für Schwarzarbeit erkundigen.

golf4
22.05.2003, 12:41
da beginnt jetzt das moralisch verwerfliche.
Dein Gegner hat ja den Kostenvoranschlag in Händen, und seine Überweisung, die kann erja bei seinem Arbeitgeber geltend machen.
Du bist nicht verpflichtet den Schaden beheben zu lassen, kannst ja mit den Kratzern weiterfahren.
Habe meine zwei letzten nicht schuldigen Unfallschäden nach Gutachten abrechnen lassen, und nicht zu diesen Summen reparieren lassen.

Slidestar
22.05.2003, 12:52
Also bin ich doch nicht so kriminell, wie ich mir nach den
bisherigen Beiträgen mittlerweile vorkomme ...

Außerdem, wo sollte er denn die Kosten ersetzt bekommen ?!?

Hatte auch nicht vor, ihm auf de Nase zu binden, dass ich es
billiger reparieren lasse ...
-----------------------

Schließlich hat er ja auch meinem Baby wehgetan ;)

-----------------------

Hat noch jemand Erfahrungen?

MfG

A6-Fahrer
22.05.2003, 13:00
Original geschrieben von Slidestar
Außerdem, wo sollte er denn die Kosten ersetzt bekommen ?!?
Das hast Du doch schon selbst geschrieben: von seinem Arbeitgeber!
Evtl. war das ja eine Dienstfahrt auf der er dann über die Firma versichert ist und er von ihr eventuelle Schäden ersetzt bekommt.

Gruß

Cisco
22.05.2003, 13:00
Original geschrieben von golf4
da beginnt jetzt das moralisch verwerfliche.
Dein Gegner hat ja den Kostenvoranschlag in Händen, und seine Überweisung, die kann erja bei seinem Arbeitgeber geltend machen.
Du bist nicht verpflichtet den Schaden beheben zu lassen, kannst ja mit den Kratzern weiterfahren.
Habe meine zwei letzten nicht schuldigen Unfallschäden nach Gutachten abrechnen lassen, und nicht zu diesen Summen reparieren lassen.

Genau so ist es - er hat keinen Anspruch auf die Rechnung, du sagst einfach du hast es nicht machen oder nur drüberpinseln lassen und die Sache ist erledigt.

Den Kostenvoranschlag kann er dann dem AG vorlegen - das ist wie die Rechnung.

Über die böse böse Schwarzarbeit sag ich jetzt mal nix ;-))

Cisco

Niemals Servo
22.05.2003, 13:01
Original geschrieben von Slidestar
Also bin ich doch nicht so kriminell, wie ich mir nach den
bisherigen Beiträgen mittlerweile vorkomme ...


Doch, bist du. (Da kann ich auch nichts für)

Wenn ihr ne Rechnung vereinbart habt, dann kann er die auch einfordern.
Praktisch gesehen wüsste ich allerdinds nicht, warum er sich nicht mit dem Voranschlag zufrieden geben sollte.

Cisco
22.05.2003, 13:04
Original geschrieben von Speedy Gonzales
Da der Verursacher den Schaden bezahlt, hat er auch Anspruch auf die Rechnung. Irgendwie muß er ja die Kosten nachweisen, wenn er sie anderweitig einfordern möchte.


Grüße
Boris

Das ist nicht richtig.

Er hat lediglich einen Anspruch auf das Schadensgutachten (Kostenvoranschlag).

Ob, wo und wie man es sich dann richten lässt ist egal.

So handled das auch jede Versicherung.

Cisco

Alois
22.05.2003, 13:05
Kann ja auch sein, daß es auf dem Weg von/zur Arbeit war. Dann kann er es auch bei der Einkommensteuer absetzen.

"Was kann ich ihm entgegenhalten, wenn er die 400 €-Rechnung haben will?"
nichts

"Hat er einen Anspruch darauf?"
natürlich, evtl. hättest du auch über Gutachten abrechnen können, aber so wie du das vorhast, ist es nicht rechtens

"Muß ich ihm sagen, dass ich die Reparatur anderweitig machen lies?"
Natürlich. Wie gesagt: über ein Gutachten abrechnen und dann nicht oder billiger reparieren ist schon ok.
Was du da vorhast, natürlich nicht.

Speedy Gonzales
22.05.2003, 13:09
Original geschrieben von Slidestar
@ Speedy Gonzales:

1. Wo/Wie soll er die Kosten einfordern können?
2. Wo bekomme ich eine Rechnung her?

MfG & Danke im voraus.

Ob er den Betrag zurückbekommt und von wo er ihn zurück bekommt ist völlig unrelevant.
Er hat Anspruch auf einen Beleg, sprich Rechnung.

Wenn man Reparaturen auf legalem Weg machen läßt, bekommt man immer eine Rechnung.......
Wenn Du was sparen möchtest und der Lackierer das Finanzamt besch...., dann hast Du natürlich keine Rechnung.
Ich will Dich damit weder be- noch verurteilen, aber es war halt definitiv nicht legal.

Eventuell ist Dein Unfallgegner aber auch mit dem Kostenvoranschlag zufrieden gestellt, den Du ihm gefaxt hast.

Allerdings halte ich es nicht für richtig den Differenzbetrag von EUR 270,- in den eigenen Seckel wandern zu lassen.
Wegen ein paar Euros macht sich niemand ins Hemd, aber die Differenz in Deinem Fall ist im Gegensatz zu den tatsächlichen Reparaturkosten schon beachtlich.


Gruß
Boris

golf4
22.05.2003, 13:17
man kann das ganze auch über die Versicherung laufen lassen, und am Jahresende überlegen ob ich jetzt den Schaden selbst bezahlt.
Und die Versicherung hätte auf Grund des Kostenvoranschlages bezahlt, und keine weitere rechnung verlangt.
Ich habe Nutzungsausfall nach der Reparatur anhand von Bildern bekommen.
Der Versicherung war egal wie ich den Schaden beheben lies, sondern einfach nach Gutachten abgerechnet.
Wieso soll auf einmal ein Privatmann sachen verlangen können die nicht mal Versicherungen wollen.

Cisco
22.05.2003, 13:23
Original geschrieben von Niemals Servo
Doch, bist du. (Da kann ich auch nichts für)

Wenn ihr ne Rechnung vereinbart habt, dann kann er die auch einfordern.
Praktisch gesehen wüsste ich allerdinds nicht, warum er sich nicht mit dem Voranschlag zufrieden geben sollte.

Selbst wenn mündlich oder schriftlich eine vereinbart war, kann ihn keiner dazu zwingen das Ding auch wirklich reparieren zu lassen.

Und da er's eh schwarz hat machen lassen... :-)

Cisco

Cisco
22.05.2003, 13:28
Original geschrieben von Alois
Kann ja auch sein, daß es auf dem Weg von/zur Arbeit war. Dann kann er es auch bei der Einkommensteuer absetzen.

"Was kann ich ihm entgegenhalten, wenn er die 400 €-Rechnung haben will?"
nichts


Warum?
Er sagt einfach er hats nicht machen lassen, drückt dem Typ den Kostenvoranschlag in die Hand (=Gutachten) und damit musser zufrieden sein.



"Hat er einen Anspruch darauf?"
natürlich, evtl. hättest du auch über Gutachten abrechnen können, aber so wie du das vorhast, ist es nicht rechtens


Der Kostenvoranschlag reicht doch...
Ich hatte mal das gleiche und wir habens auf diesselbe Art abgerechnet (mit der Versicherung des Gegners) und ich hab das nie reparieren lassen und nur bisschen drübergepinselt...


"Muß ich ihm sagen, dass ich die Reparatur anderweitig machen lies?"
Natürlich. Wie gesagt: über ein Gutachten abrechnen und dann nicht oder billiger reparieren ist schon ok.
Was du da vorhast, natürlich nicht.

Kannst du das mal juristisch belegen, weil ich glaub nicht dass das so ist :-)))

Cisco

Alois
22.05.2003, 13:29
Du verwechselst Kostenvoranschlag und Gutachten bzw. schmeißt das durcheinander. Nach Gutachten abrechnen und dann nicht oder billiger reparieren ist ja ok.
Ein Kostenvoranschlag, so nach "schätze das kostet 400 €" wird die Versicherung sicher nicht akzeptieren.
Zurück zum Fall:
Wenn mein Gegener den Schaden aber aus eigener Tasche bezahlt, hat er auf alle Fälle einen Anspruch auf eine Rechnung.
Ich finde das Vorgehen sehr unverschämt und unfair.
Man kassiert auf Grund der Leichtgläubigkeit des Gegners und schiebt die Differenz ein.

@Cisco: Kostenvoranschlag nicht gleich Gutachten

Slidestar
22.05.2003, 13:30
Wir haben keine Rechnung vereinbart...

Er hat lediglich gefragt, ob er sie bekommen könnte,
was ich weder bejaht noch verneint habe ...

Mir ging es nur darum, ob er die Rechnung einfordern kann.

Ist das verbindlich, dass der KVA ihm genügen sollte?
Auch, falls er Kosten von seinem Arbeitgeber erstattet
bekommen möchte?

Ok, das mit der Schwarzarbeit ist nicht die feine englische Art -
Aber als armer Student ...

MfG & Danke für die rege Beteiligung

Niemals Servo
22.05.2003, 13:31
Original geschrieben von Cisco
Selbst wenn mündlich oder schriftlich eine vereinbart war, kann ihn keiner dazu zwingen das Ding auch wirklich reparieren zu lassen.


Wenn er das Geld unter der Vorraussetzung erhalten hat(so hab ich es verstanden), dass eine Rechnung folgt, warum sollte der andere nicht auf diese bestehen können? Das wäre unlogisch.

Alois
22.05.2003, 13:32
Jetzt schlägt's dreizehn ...
"als armer Student" ...
meinst du, das gibt die das Recht, die Differenz einzustreichen?
was hat das damit zu tun?

Slidestar
22.05.2003, 13:34
Reihenfolge:

1. Unfall
2. Schriftlicher KVA vom Freundlichen
3. Fax des Verursachers, Kosten aufgrund des KVA zu übernehmen
3. Geld überwiesen
4. Anfrage, wegen eventueller Rechnung, die ich nicht beantwortet habe

Martin
22.05.2003, 13:35
Rein rechtlich gesehen, hat der Gegner einen Anspruch auf Rückerstattung (wenn wir mal davon ausgehen, dass da den Schwarzauftrag im Nachhinein wieder legalisiest) bzw. du keinen Anspruch auf die Erstattung in dieser Höhe.

Der Gegner ist dir zum Schadensersatz verpflichtet und zwar so, als wäre dir der Schaden nie entstanden. Wenn du den Schaden nach seiner Erstattung billiger erledigen läßt, hast du trotzdem nicht das Recht, das Geld einzubehalten.

Ob, dadurch das es Gang und Gebe ist und dadurch, dass ein Großteil der Bevölkerung sich lieber nach ihrem eigenen Gerechtigkeitssinn verhält, legitim ist, sei dahingestellt.

Gruß,
Martin

Cisco
22.05.2003, 13:38
Original geschrieben von Alois
Du verwechselst Kostenvoranschlag und Gutachten bzw. schmeißt das durcheinander.


Wer macht denn ein Gutachten bei solch kleinen Beträgen ???
Also ich kenn da keine Versicherung...
Bei mir damals gings um 1000 Mark und denen hat der Kostenvoranschlag gereicht.
Insbesondere da Kostenvoranschläge ja für gewöhnlich eher niedriger sind als die tatsächlichen Kosten dann.


Nach Gutachten abrechnen und dann nicht oder billiger reparieren ist ja ok.
Ein Kostenvoranschlag, so nach "schätze das kostet 400 €" wird die Versicherung sicher nicht akzeptieren.


Tja...die meines Unfallgegners schon :-))
Bei solch kleinen Beträgen wird keine Versicherung extra einen Gutachter beauftragen - das kommt die doch viel zu teuer...


Zurück zum Fall:
Wenn mein Gegener den Schaden aber aus eigener Tasche bezahlt, hat er auf alle Fälle einen Anspruch auf eine Rechnung.
Ich finde das Vorgehen sehr unverschämt und unfair.
Man kassiert auf Grund der Leichtgläubigkeit des Gegners und schiebt die Differenz ein.


Das sehe ich aber bisschen anders...
a) kann es Slidestar scheissegal sein wie der andre das abrechnet, ob er's selber zahlt oder von der Versicherung machen lässt.
b) hätte die Werkstatt sicher im Endeffekt 500 verlangt, von daher...
c) Slidestar kann nicht dafür bestraft werden weil er sich den billigsten Anbieter raussucht. Immerhin ist das dann ja nicht so professionell gemacht wie bei einer Werkstatt und birgt Risiken.


@Cisco: Kostenvoranschlag nicht gleich Gutachten

Aber in diesen Preisregionen von den Versicherungen trotzdem anerkannt...

Mein Gott...er soll halt einfach sagen er hats von nem Bekannten ohne Rechnung und ohne Bezahlung machen lassen (der hatte ihm noch nen Gefallen geschuldet) und will aber trotzdem nen fairen Preis dafür - das ist doch vollkommen ok und absolut rechtens...

Cisco

Niemals Servo
22.05.2003, 13:38
Original geschrieben von Martin


Der Gegner ist dir zum Schadensersatz verpflichtet und zwar so, als wäre dir der Schaden nie entstanden. Wenn du den Schaden nach seiner Erstattung billiger erledigen läßt, hast du trotzdem nicht das Recht, das Geld einzubehalten.


Ja. Schadenminderungspflicht gilt nicht nur in Versicherungsbedingungen.

Slidestar
22.05.2003, 13:38
Quote:
"...Der Gegner ist dir zum Schadensersatz verpflichtet und zwar so, als wäre dir der Schaden nie entstanden. ..."


Dann dürften ja diejenigen, die den Schaden nicht reparieren lassen, keinen Schadenersatz erhalten.

Oder?

Cisco
22.05.2003, 13:39
Original geschrieben von Slidestar
Reihenfolge:

1. Unfall
2. Schriftlicher KVA vom Freundlichen
3. Fax des Verursachers, Kosten aufgrund des KVA zu übernehmen
3. Geld überwiesen
4. Anfrage, wegen eventueller Rechnung, die ich nicht beantwortet habe

Damit hat sich die Sache für dich erledigt, er hat KEINEN Anspruch auf die Rechnung und du kannst dich über den Gewinn freuen, wenn er auch moralisch etwas verwerflich ist und ich dir dringendst rate zu beichten ;-))

Cisco

Cisco
22.05.2003, 13:44
Original geschrieben von Slidestar
Quote:
"...Der Gegner ist dir zum Schadensersatz verpflichtet und zwar so, als wäre dir der Schaden nie entstanden. ..."


Dann dürften ja diejenigen, die den Schaden nicht reparieren lassen, keinen Schadenersatz erhalten.

Oder?

Schlussfolgerst du richtig - ist aber nicht so ;-)

Und da du es von einem "nicht so ganz professionellen für weniger geld und dafür minderer Qualität" hast machen lassen, ist der Schaden nicht 100%ig behoben und die Sache für dich gegessen, da du die Differenz zu einer 100%igen Ausbesserung einstreichen darfst...

Cisco

Martin
22.05.2003, 15:25
Original geschrieben von Cisco
Schlussfolgerst du richtig - ist aber nicht so ;-)

Und da du es von einem "nicht so ganz professionellen für weniger geld und dafür minderer Qualität" hast machen lassen, ist der Schaden nicht 100%ig behoben und die Sache für dich gegessen, da du die Differenz zu einer 100%igen Ausbesserung einstreichen darfst...

Cisco

Das ist jetzt deine persönliche Auslegung, oder? Wo steht, dass es nicht professionel oder gar von minderer Qualität war?

Gruß,
Martin

Cisco
22.05.2003, 15:27
Original geschrieben von Martin
Das ist jetzt deine persönliche Auslegung, oder? Wo steht, dass es nicht professionel oder gar von minderer Qualität war?

Gruß,
Martin

Das würde ich halt so sagen, wenn ich die Differenz behalten wollte ;-)

Und in gewissem Maße ist dies ja auch korrekt, weil das Autohaus machts ja 10mal besser *zwinker* :-))

Nee also ich denke nicht dass er da Probleme kriegt wenn er einfach sagt er hats garnicht machen lassen und die Kohle einstreicht - selbst wenn sie ihm auf die Schliche kommen...

Cisco

Speedy Gonzales
22.05.2003, 15:30
Original geschrieben von Cisco
Das ist nicht richtig.

Er hat lediglich einen Anspruch auf das Schadensgutachten (Kostenvoranschlag).

Ob, wo und wie man es sich dann richten lässt ist egal.

So handled das auch jede Versicherung.

Cisco

Ich glaube schon, daß das richtig ist.
Kostenvoranschlag ist nicht gleich Gutachten.
Über Gutachten abrechnen geht.


Boris

Cisco
22.05.2003, 16:07
Original geschrieben von Speedy Gonzales
Ich glaube schon, daß das richtig ist.
Kostenvoranschlag ist nicht gleich Gutachten.
Über Gutachten abrechnen geht.


Boris

Bei so kleinen Beträgen reicht der Versicherunga ber auch ein Kostenvoranschlag - selbst schon erlebt.

Cisco

tralala
22.05.2003, 21:37
@slidestar

kannst du dich noch im spiegel, beim rasieren angucken, wenn du weist das der arme familienvater die kohle eben nicht vom arbeitgeber wiederbekommt.

dann behalte die kohle, und lade deine familie zum essen ein.

bekommst du aber ein schlechtes gewissen, dann lass die 200 knaller wieder zurücküberweisen, mit dem hinweis, daß dir ein bekannter die sache lackiert hat. und du hast deinen frieden wieder.

ich für meinen teil hätte gar nicht erst auf kostenvoranschlag abgerechnet, sondern erst beseitigt, und dann kassiert, denn dein gegenüber scheint ja eine vertrauensperson zu sein.

mach was du willst, aber hol dir bitte die ratschläge zum bescheissen wo anders.

andy
vornehm geht die welt zu grunde

Alois
23.05.2003, 07:23
Na das war ja klar und deutlich ...

Cisco
23.05.2003, 07:47
Original geschrieben von tralala
@slidestar

kannst du dich noch im spiegel, beim rasieren angucken, wenn du weist das der arme familienvater die kohle eben nicht vom arbeitgeber wiederbekommt.


Ach und hätte er sie vom AG zurückbekommen dann ist das wohl besser, wie ??
Diese Mentalität ist in Deutschland schon viel zu weit verbreitet, als dass sie auch noch bei solchen Sachen zum Vorschein kommen müsste...

Ich weiß garnicht wie manche Leute immer auf die Idee kommen dass den Arbeitgebern das Geld aufm Baum im Garten wächst...


bekommst du aber ein schlechtes gewissen, dann lass die 200 knaller wieder zurücküberweisen, mit dem hinweis, daß dir ein bekannter die sache lackiert hat. und du hast deinen frieden wieder.


Also ich hab mal 1000 Mark bekommen (genau die gleiche Situation) und hab das Geld behalten, da ich den Schaden überhaupt nicht hab richten lassen.
Muss ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben???

Der Schaden betrug bei Slidestar laut Werkstatt 400 Euro (wahrscheinlich hätten die ihm dann 500 in Rechnung gestellt, war ja nur ein KVA) und auf diese 400 Euro hat er einen Anspruch.
Wenn er nun sagt "Ich lass das nicht machen und behalt die Kohle" - gut, wenn er sagt "Ich lass es von nem Bekannten als Gefallen für umsonst tun" - auch gut. Selbst wenn er es von nem z.B. Polen für 130 Euro lackieren lässt, hat er trotzdem noch das Recht auf diese 400 Euro, da sie eben der Preis für die vollständige und professionelle (VW-Werkstatt) Reparatur des Schadens darstellen...

Ich hab mal bei meinem Opel was von nem Lackierer machen lassen und der hat am Ende nicht nur gepfuscht sondern auch noch mehr verlangt als er vorher gesagt hat - das Risiko bleibt immer...


ich für meinen teil hätte gar nicht erst auf kostenvoranschlag abgerechnet, sondern erst beseitigt, und dann kassiert, denn dein gegenüber scheint ja eine vertrauensperson zu sein.


Und was bringt das ???
Das bringt nur dass er es direkt von der Werkstatt für 500 Kröten hätte machen lassen und dem andren sogar noch Mehrkosten entstanden wären...


mach was du willst, aber hol dir bitte die ratschläge zum bescheissen wo anders.


Das hat rein garnix mit bescheissen zu tun - lediglich die Sache mit der Schwarzarbeit seh ich auch nicht gern, aber alles andre ist legitim und rechtens !

Cisco

Alois
23.05.2003, 08:03
Na Cisco, Rechtsfragen also dein Gebiet ...
Machst er für dich keinen Unterschied, ob jemand sagt: ich geben ihnen 400 Euro, ist das für sie ok? Wenn ich jetzt ja sage, sind sich doch Unfallverursacher und Geschädigter einig und die Sache ist vergessen und ok.
Wenn aber jemand 400 Euro vorab bezahlt (weil die Werkstatt das geschätzt hat) und er sagt: ich brauche aber die Rechnung (für die Reparatur von 400 Euro), dann verweigere ich einfach die Rechnungsherausgabe?
Wer nicht den Mut hat, einfach den Geschädigten anzurufen und zu erklären, was tatsächlich bezüglich Reparatur abgelaufen ist und versucht, sich mit dem Geschädigten zu einigen, der kann nicht meine Hochachtung erwarten.

Also beide Fälle für dich identisch?

Cisco
23.05.2003, 08:21
Original geschrieben von Alois
Na Cisco, Rechtsfragen also dein Gebiet ...
Machst er für dich keinen Unterschied, ob jemand sagt: ich geben ihnen 400 Euro, ist das für sie ok? Wenn ich jetzt ja sage, sind sich doch Unfallverursacher und Geschädigter einig und die Sache ist vergessen und ok.
Wenn aber jemand 400 Euro vorab bezahlt (weil die Werkstatt das geschätzt hat) und er sagt: ich brauche aber die Rechnung (für die Reparatur von 400 Euro), dann verweigere ich einfach die Rechnungsherausgabe?
Wer nicht den Mut hat, einfach den Geschädigten anzurufen und zu erklären, was tatsächlich bezüglich Reparatur abgelaufen ist und versucht, sich mit dem Geschädigten zu einigen, der kann nicht meine Hochachtung erwarten.

Also beide Fälle für dich identisch?

Also ich interpretiere Slidestars Geschichte aber ein bisschen ganz anders...
Für mich hat der Verursacher eingesehen er ist der Schuldige und die beiden haben sich drauf geeinigt auf Basis des KVA abzurechnen.
Wenn der Unfallgegner dann noch DANACH anmerkt er braucht eventuell die Rechnung, dann hat das nixmehr mit der Sache zu tun.

Wär ja das gleiche gewesen wie wenn mich der damalige Unfallgegner danach angerufen hätte und die Rechnung sehen wollte.

Nee nee, Slidestar hat - bis auf die Schwarzarbeitssache - moralisch vertretbar gehandelt, da er sich auch die Mühe gemacht hat einen billigeren Anbieter zu finden und ich persönlich diesen Zeitaufwand auch entsprechend entlohnt haben wollen würde.

Also ich find die Sache lief ok ab...

Cisco

Alois
23.05.2003, 08:29
Zitat aus dem Anfangsthread:
"Der Unfallverursacher hatte erwähnt, er würde gern die RECHNUNG haben,
da er eventuell die Kosten bei seinem Arbeitgeber zurückerhalten würde.
Er meinte jedoch, diesbezüglich eher geringe Aussichten zu sehen."

Für mich hat das der Unfallgegner von Anfang an erwähnt.
Jetzt (oder auch später) zu sagen: ich lasse es aber gar nicht machen oder billiger machen, reicht ihnen der Kostenvoranschlag nicht?
Das wäre eine Sache gewesen, die ICH als normal ansehen würde.
*LOL* wir sind uns offenbar einig, entscheidend ist, WANN der Unfallgegner sagt, ich brauch aber die Rechnung.
Wo wir uns nicht einig sind: selbst wenn der Gegner die Rechnung NACHTRÄGLICH haben will, ob man jetzt ehrlich ist und sagt: das geht nicht, ich habe es billiger reparieren lassen, wie sollen wir jetzt verbleiben?

Cisco
23.05.2003, 08:35
Original geschrieben von Alois
Zitat aus dem Anfangsthread:
"Der Unfallverursacher hatte erwähnt, er würde gern die RECHNUNG haben,
da er eventuell die Kosten bei seinem Arbeitgeber zurückerhalten würde.
Er meinte jedoch, diesbezüglich eher geringe Aussichten zu sehen."

Für mich hat das der Unfallgegner von Anfang an erwähnt.
Jetzt (oder auch später) zu sagen: ich lasse es aber gar nicht machen oder billiger machen, reicht ihnen der Kostenvoranschlag nicht?
Das wäre eine Sache gewesen, die ICH als normal ansehen würde.

Zitat aus der Mitte des Threads :-))
"Reihenfolge:

1. Unfall
2. Schriftlicher KVA vom Freundlichen
3. Fax des Verursachers, Kosten aufgrund des KVA zu übernehmen
3. Geld überwiesen
4. Anfrage, wegen eventueller Rechnung, die ich nicht beantwortet habe"

Er hat doch extra den Thread eröffnet weil er wissen wollte ob er die Rechnung rausrücken muss.

Hab ja gesagt: Er soll einfach sagen er hats (noch) nicht machen lassen und damit ist die Sache erledigt...

Cisco

Martin
23.05.2003, 08:36
Original geschrieben von Cisco
Also ich interpretiere Slidestars Geschichte aber ein bisschen ganz anders...
Für mich hat der Verursacher eingesehen er ist der Schuldige und die beiden haben sich drauf geeinigt auf Basis des KVA abzurechnen.
Wenn der Unfallgegner dann noch DANACH anmerkt er braucht eventuell die Rechnung, dann hat das nixmehr mit der Sache zu tun.

Wär ja das gleiche gewesen wie wenn mich der damalige Unfallgegner danach angerufen hätte und die Rechnung sehen wollte.

Nee nee, Slidestar hat - bis auf die Schwarzarbeitssache - moralisch vertretbar gehandelt, da er sich auch die Mühe gemacht hat einen billigeren Anbieter zu finden und ich persönlich diesen Zeitaufwand auch entsprechend entlohnt haben wollen würde.

Also ich find die Sache lief ok ab...

Cisco

Original geschrieben von Martin

Ob, dadurch das es Gang und Gebe ist und dadurch, dass ein Großteil der Bevölkerung sich lieber nach ihrem eigenen Gerechtigkeitssinn verhält


@Cisco:
Wollte nochmal an mein Posting erinnern. Genau so gehst du vor. Du bescheibst, dass es doch keinen Nachteil für den Gegner gibt und außerdem man sich ja den Zeitaufwand für die Suche eines günstigeren Anbieters bezahlen lassen soll.

Sorry, aber du legst dir deinen eigenen Gerechtigkeitsmaßstab an und damit ist die Sache für dich legitim. Deine Vorstellungen haben aber mit dem "Recht" nur ansatzweise etwas zu tun.

Diese Mentalität ist zwar im überwiegenden Teil der Gesellschaft vorhanden, macht sie deswegen aber nicht besser.

Es geht mir nich darum, dich anzugreifen, sondern ich versuche lediglich begreiflich zu machen, dass diverse in der Gesellschaft fest verankerte Vorstellungen nicht dem Recht der BRD entsprechen. Also bitte wirklich nicht persönlich nehmen!:)

Gruß,
Martin

tralala
23.05.2003, 08:42
Original geschrieben von Cisco
Ach und hätte er sie vom AG zurückbekommen dann ist das wohl besser, wie ??
Diese Mentalität ist in Deutschland schon viel zu weit verbreitet, als dass sie auch noch bei solchen Sachen zum Vorschein kommen müsste...

Ich weiß garnicht wie manche Leute immer auf die Idee kommen dass den Arbeitgebern das Geld aufm Baum im Garten wächst...

[B]

Also ich hab mal 1000 Mark bekommen (genau die gleiche Situation) und hab das Geld behalten, da ich den Schaden überhaupt nicht hab richten lassen.
Muss ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben???

Der Schaden betrug bei Slidestar laut Werkstatt 400 Euro (wahrscheinlich hätten die ihm dann 500 in Rechnung gestellt, war ja nur ein KVA) und auf diese 400 Euro hat er einen Anspruch.
Wenn er nun sagt "Ich lass das nicht machen und behalt die Kohle" - gut, wenn er sagt "Ich lass es von nem Bekannten als Gefallen für umsonst tun" - auch gut. Selbst wenn er es von nem z.B. Polen für 130 Euro lackieren lässt, hat er trotzdem noch das Recht auf diese 400 Euro, da sie eben der Preis für die vollständige und professionelle (VW-Werkstatt) Reparatur des Schadens darstellen...

Ich hab mal bei meinem Opel was von nem Lackierer machen lassen und der hat am Ende nicht nur gepfuscht sondern auch noch mehr verlangt als er vorher gesagt hat - das Risiko bleibt immer...

[B]

Und was bringt das ???
Das bringt nur dass er es direkt von der Werkstatt für 500 Kröten hätte machen lassen und dem andren sogar noch Mehrkosten entstanden wären...

[B]

Das hat rein garnix mit bescheissen zu tun - lediglich die Sache mit der Schwarzarbeit seh ich auch nicht gern, aber alles andre ist legitim und rechtens !

Cisco

sorry cisco, aber die vermutest zu viel, genau wie ich stelle ich vermutungen auf.

aber niemand weiß, ob er ein armer familienvater ist, genauso wissen wir nicht, was die vw werkstatt dafür genommen hätte.

es wäre einfach eine nette geste, ihm die kohle zum teil wieder zugeben. ich würde es machen, weil ich mich freuen würde, wenn auch ich es wieder bekommen würde. zumindest anbieten.

und wer das bezahlt, ob chef oder er ist wurst, da hast du recht.

andy

( wie immer schwer deiner meinung, nur nicht ganz so radikal )

Cisco
23.05.2003, 08:45
Original geschrieben von Martin
@Cisco:
Wollte nochmal an mein Posting erinnern. Genau so gehst du vor. Du bescheibst, dass es doch keinen Nachteil für den Gegner gibt und außerdem man sich ja den Zeitaufwand für die Suche eines günstigeren Anbieters bezahlen lassen soll.

Sorry, aber du legst dir deinen eigenen Gerechtigkeitsmaßstab an und damit ist die Sache für dich legitim. Deine Vorstellungen haben aber mit dem "Recht" nur ansatzweise etwas zu tun.

Diese Mentalität ist zwar im überwiegenden Teil der Gesellschaft vorhanden, macht sie deswegen aber nicht besser.

Es geht mir nich darum, dich anzugreifen, sondern ich versuche lediglich begreiflich zu machen, dass diverse in der Gesellschaft fest verankerte Vorstellungen nicht dem Recht der BRD entsprechen. Also bitte wirklich nicht persönlich nehmen!:)

Gruß,
Martin

Hi Martin,

tja...Recht haben und Recht bekommen waren in D schon immer 2 Paar Schuhe :-/

Allerdings kann ich in diesem konkreten Fall nichts illegales erkennen, da die Sache mittels KVA abgerechnet wurde und Slidestar das Ding reparieren lassen kann wo und wie er will.
Wenn er es nur oberflächlich machen lässt - seine Sache.
Wenn er's garnicht machen lässt auch.

Der Unfallgegner hat den KVA akzeptiert und damit hat sichs.

Vor allem da es NICHT über die Versicherung lief, gilt auch nicht das "Gesetz" man dürfe sich an Versicherungsfällen nicht bereichern, wodurch ihm keinerlei Probleme entstehen können.

Aber selbst wenn: Er hats ja überhaupt nicht machen lassen offiziell sondern ein Bekannter oder er selbst ist mal mit dem Pinsel drüber...darf er ja.

Cisco

Alois
23.05.2003, 08:46
@Cisco,
auch wenn 2 Vorgehen zum gleichen Ziel führen, gibt es für mich den richtigen und den falschen Weg.
Der richtige Weg wäre für mich, hier ehrlich zu sein und zu sagen:"geht nicht, hab es nicht bei der Werkstatt reparieren lassen, sondern günstiger wo anders". Der andere Weg:"rumdrucksen und z.B. erzählen:" ich hab es gar nicht reparieren lassen" geht auch, aber die anderen Leute sind mir wesentlich lieber.

A6-Fahrer
23.05.2003, 08:55
Original geschrieben von tralala
genauso wissen wir nicht, was die vw werkstatt dafür genommen hätte.
Wissen wir schon, hat nämlich Slidestar gleich im ersten Posting geschrieben:
Original geschrieben von Slidestar
Am nächsten Tag habe ich einen Kostenvoranschlag bei meinem (Teuren) Freundlichen eingeholt: 400 €.

Habe ihm den KVA gefaxt ...

D.h. das war ein schriftlicher KVA, der bindend ist. Da geht's vielleicht nochmal 10 oder 20 Euro rauf, aber sicher nicht auf 500.

Gruß

tralala
23.05.2003, 08:56
genau alois !

hier gehts um legitimierung der notlüge.

aber der gute ist in keiner not. basta

ende

andy

Cisco
23.05.2003, 08:57
Original geschrieben von tralala
sorry cisco, aber die vermutest zu viel, genau wie ich stelle ich vermutungen auf.

aber niemand weiß, ob er ein armer familienvater ist, genauso wissen wir nicht, was die vw werkstatt dafür genommen hätte.

es wäre einfach eine nette geste, ihm die kohle zum teil wieder zugeben. ich würde es machen, weil ich mich freuen würde, wenn auch ich es wieder bekommen würde. zumindest anbieten.

und wer das bezahlt, ob chef oder er ist wurst, da hast du recht.

andy

( wie immer schwer deiner meinung, nur nicht ganz so radikal )

Ah ok - jetzt verstehen wir uns :-))

Es ging mir hier nicht darum meine persönlichen Werte verbreiten zu wollen (das passiert in meinen Augen in diesem Forum schon zu oft, wenn jemand eine Frage stellt), sondern ich hab nur objektiv die Situation betrachtet und kann weder was illegales noch was moralisch höchstverwerfliches dran sehen wenn er es einstreicht, da er ja auch den Zeitaufwand und Ärger mit der Sache hatte.

Die Werkstatt hätte mindestens diese 400 veranschlagt, wodurch dem - nehmen wir mal an - armen Familienvater sowieso Kosten in dieser Höhe entstanden wären, im Zweifelsfall sogar noch mehr.

Slidestar hat sich nun dafür entschieden lieber etwas mehr Zeit zu investieren und dafür eine günstigere Möglichkeit der Reparatur zu finden (die im übrigen auch ein gewisses Risiko birgt - siehe meine Opel-Geschichte) und das finde ich völlig ok.

Von Slidestar noch zu erwarten dass er sich diesen Zeitaufwand antut nur um seinem Unfallgegner (der ihm sein Baby angekratzt hat) Kosten zu ersparen, halte ich für etwas übertrieben.

Ich weiß grad nicht was ICH in dieser Situation getan hätte - vermutlich hätte ich schonmal nicht den Mut gehabt auf einen KVA zu vertrauen, denn ich kenn ja die Werkstätten ;-))
Somit hätte ich auf Rechnung abgerechnet und dann wär ich aber definitiv nicht noch rumgefahren und hätte mir die Zeit genommen was billiges zu suchen.

Naja...muss Slidestar selber wissen.

Dass die Sache mit der Schwarzarbeit nicht ok ist weiß er selber und das Risiko erwischt zu werden ist ganz allein seine Sache, aber er wollte hier nur eine sachliche Frage beantwortet haben und ich finds nicht ganz ok wenn man hier ständig gleich persönlich wird (nicht auf dich bezogen!!) und ihn als unmoralischen Menschen bezeichnet.

Das Leben ist hart - keiner hat mehr was zu verschenken und einer mit nem A4 sollte nicht wirklich wenig Kohle haben ;-)
Denn wär's ein Firmenfahrzeug gewesen, dann hätte der Chef das auf jeden Fall übernehmen MÜSSEN (da kenn ich mich zufällig aus :-)

Also ich hoffe wir sind jetzt wieder einer Meinung :-)

Gruß
Cisco

Cisco
23.05.2003, 09:03
Original geschrieben von Alois
@Cisco,
auch wenn 2 Vorgehen zum gleichen Ziel führen, gibt es für mich den richtigen und den falschen Weg.
Der richtige Weg wäre für mich, hier ehrlich zu sein und zu sagen:"geht nicht, hab es nicht bei der Werkstatt reparieren lassen, sondern günstiger wo anders". Der andere Weg:"rumdrucksen und z.B. erzählen:" ich hab es gar nicht reparieren lassen" geht auch, aber die anderen Leute sind mir wesentlich lieber.

Klar, aber wieso dieses Risiko eingehen ??
Slidestar hat mit der Schwarzarbeits-Sache ne Straftat begangen und er kann nicht sagen "ich habs billiger machen lassen", weil dann kommt zwangsläufig raus "wie" das ablief, wenn der Gegner weiterhin nach der Rechnung frägt.

Ich billige diese Straftat keinesfalls und das möchte ich auch nochmal betonen, aber Slidestar hat nicht gefragt ob er sich schämen muss, sondern er hat gefragt ob der Unfallgegner ein Recht auf die Rechnung hat und ausschliesslich diese Frage hab ich ihm beantwortet.

Ob das nun moralisch verwerflich ist was er tut ist Ansichtssache und ich persönlich mache mir darüber keine Gedanken.

Moralisch verwerflich finde ich allerdings die Verurteilungen die hier tagtäglich in diesem Forum passieren, wenn jemand eine sachliche Frage stellt.

Cisco

Alois
23.05.2003, 09:12
Natürlich, mit Unehrlichkeit und Feigheit kommt man wesentlich einfacher durchs Leben.

sax
23.05.2003, 09:26
Original geschrieben von Cisco
Klar, aber wieso dieses Risiko eingehen ??
Slidestar hat mit der Schwarzarbeits-Sache ne Straftat begangen und er kann nicht sagen "ich habs billiger machen lassen", weil dann kommt zwangsläufig raus "wie" das ablief, wenn der Gegner weiterhin nach der Rechnung frägt.


Cisco

Kann er nicht einfach sagen, dass ers selbst gemacht hat?? Sprühdose vom freundlichen und abgehts... :confused:

golf4
23.05.2003, 09:30
@slidestar Bisher hat er sich nicht wieder gemeldet... , hat er sich schon gemeldet ?

Cisco
23.05.2003, 09:34
Original geschrieben von Alois
Natürlich, mit Unehrlichkeit und Feigheit kommt man wesentlich einfacher durchs Leben.

Jemandem moralische Werte einzubläuen ist aber nicht der Sinn eines Forums - insbesondere da man die Person ja nichtmal kennt.

Mal ungeachtet dessen dass ich Schwarzarbeit grundlegend ablehne und sowas nicht machen würde, würde ich im Fall der Fälle aber auch nicht so blöd (und das hat nix mit Mut zu tun) sein und mir selber ein Ei ins Nest legen indem ich zugebe eine Straftat begangen zu haben...

Im Gegensatz zu andren hier versuche ich nicht meine vermeintlich höheren moralischen Werte zu verbreiten, sondern Leuten die was fragen zu helfen.

Man kann durchaus darauf hinweisen welche Fehler derjenige macht (hab ich auch getan), aber die Antworten die hier teilweise gegeben wurde halte ich für nicht ganz fair.

Und den ganzen Vorurteilen die hier ständig gemacht werden zufolge würde ich mal hinsichtlich moralischer Werte auf den uralten Spruch "Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen" verweisen...

Cisco

Cisco
23.05.2003, 09:35
Original geschrieben von sax
Kann er nicht einfach sagen, dass ers selbst gemacht hat?? Sprühdose vom freundlichen und abgehts... :confused:

Klar, sag ich ja die ganze Zeit.

Nur ist das von den Forums-Engeln nicht gern gesehen ;-))

Cisco

sax
23.05.2003, 09:47
Original geschrieben von Cisco
Klar, sag ich ja die ganze Zeit.

Nur ist das von den Forums-Engeln nicht gern gesehen ;-))

Cisco

Dann soll er nicht so nen Aufstand machn und einfach machn!!! Alle bescheißen... liesst Du stern da stehts drinn!! Stern Nr.22 v. 22.5. Seite 62...

golf4
23.05.2003, 10:20
viell . hat der Unfallgegner von slidestar die 400 euro von wem auch immer (Arbeitgeber) schon erstattet bekommen.
Was er wohl machen würde wenn er nachträglich das durch die billigere Reparatur gesparte Geld von Slidestar zurückbekommen würde !
Viell. entstehen so ja die Spenden .

Alois
23.05.2003, 10:21
Sorry, Sax, bin heute mit meinem Auto etwas an deine Stoßstange gekommen und bin froh, daß du das nicht so eng siehst. Bin dann einfach abgehauen (hat mich ja keiner gesehen). Vielleicht sagt ja dein Nachbar, er ist mit einem Einkaufswagen dagegengefahren (dann übernimmt es seine Haftpflichtversicherung). Machen doch viele, damit ist es ja ok:p

Cisco
23.05.2003, 10:26
Original geschrieben von Alois
Sorry, Sax, bin heute mit meinem Auto etwas an deine Stoßstange gekommen und bin froh, daß du das nicht so eng siehst. Bin dann einfach abgehauen (hat mich ja keiner gesehen). Vielleicht sagt ja dein Nachbar, er ist mit einem Einkaufswagen dagegengefahren (dann übernimmt es seine Haftpflichtversicherung). Machen doch viele, damit ist es ja ok:p

Das ist Versicherungsbetrug und hat mit Moral nixmehr zu tun.

Cisco

Alois
23.05.2003, 10:29
Geh, Cisco, machen so viele, da fallen doch die 100 Euro nicht ins Gewicht ...

Cisco
23.05.2003, 10:40
Original geschrieben von Alois
Geh, Cisco, machen so viele, da fallen doch die 100 Euro nicht ins Gewicht ...

Ich weiß worauf du hinaus willst :-)
Aber ich denke man kann die beiden Fälle nicht so ganz vergleichen.

Es geht mir auch garnicht darum etwas zu rechtfertigen weils alle tun, sondern ich rechtfertige Slidestars verhalten damit, dass er niemandem schadet und er einen erhöhten Zeitaufwand hatte, der in meinen Augen entschädigt gehört.

Ob er dem Unfallverursacher nun die Wahrheit sagt oder nicht ist belanglos, da es den nix angeht wie und wo Slidestar das Auto hat reparieren lassen.
Der Schaden ist auf Basis des KVA abgerechnet worden und damit hat sichs...

Cisco

Alois
23.05.2003, 11:10
Na, da sind wir ja einer Meinung. Nicht alles was ähnlich klingt ist das gleiche.
Zitat:"sondern ich rechtfertige Slidestars verhalten damit, dass er niemandem schadet und er einen erhöhten Zeitaufwand hatte, der in meinen Augen entschädigt gehört."
*LOL* das ist natürlich ein Argument. Die Differenz ist also einfache eine Aufwandsentschädigung.

"Ob er dem Unfallverursacher nun die Wahrheit sagt oder nicht ist belanglos, da es den nix angeht wie und wo Slidestar das Auto hat reparieren lassen."
Dann kann er doch einfach sagen: "es ist meine Sache, ob und wo ich den Schaden reparieren lasse" (oder doch lieber "ich hab das selber repariert, ist doch vieeel einfacher")
Ob den fiktiven Schaden, den ich angerichtet habe nun die HUK über die Haftpflicht meines Autos abrechnet oder über die private Haftpflicht (auch bei HUK) ist doch egal, der Betrag ist der gleiche. Und da ich nicht hochgestuft werde, hat die Versicherung keinen Nachteil.
Also doch ok?
"Der Schaden ist auf Basis des KVA abgerechnet worden und damit hat sichs..." wenns so ist, warum muß ich dann Ausreden (Lügen) suchen ?

"

Cisco
23.05.2003, 11:26
Original geschrieben von Alois
Na, da sind wir ja einer Meinung. Nicht alles was ähnlich klingt ist das gleiche.
Zitat:"sondern ich rechtfertige Slidestars verhalten damit, dass er niemandem schadet und er einen erhöhten Zeitaufwand hatte, der in meinen Augen entschädigt gehört."
*LOL* das ist natürlich ein Argument. Die Differenz ist also einfache eine Aufwandsentschädigung.


Natürlich - er hätte ja auch einfach sagen können "ich mach mir keinen Streß und lass das vom AH machen und die Rechnung geb ich dem Typ dann".
Stattdessen hat er sich nach einem Lackierer umgesehen der ihm das billiger macht.
Dass er die Differenz dann nicht gleich sozialerweise wieder zurückgibt an denjenigen der ihm diesen ganzen Ärger eingebrockt hat, ist ja wohl mehr als verständlich...


"Ob er dem Unfallverursacher nun die Wahrheit sagt oder nicht ist belanglos, da es den nix angeht wie und wo Slidestar das Auto hat reparieren lassen."
Dann kann er doch einfach sagen: "es ist meine Sache, ob und wo ich den Schaden reparieren lasse" (oder doch lieber "ich hab das selber repariert, ist doch vieeel einfacher")


Es geht doch mal darum dass er keine Rechnung hat und dem Unfallgegner nicht sagen kann er hats schwarz lackieren lassen.
Also muss er sich ne Ausrede einfallen lassen.
Die Wahrheit ist in diesem konkreten Fall eben nicht so ganz das wahre ;-)


Ob den fiktiven Schaden, den ich angerichtet habe nun die HUK über die Haftpflicht meines Autos abrechnet oder über die private Haftpflicht (auch bei HUK) ist doch egal, der Betrag ist der gleiche. Und da ich nicht hochgestuft werde, hat die Versicherung keinen Nachteil.
Also doch ok?


In diesem Fall ists moralisch vertretbar ein bisschen zu tricksen - rechtlich natürlich nicht.


"Der Schaden ist auf Basis des KVA abgerechnet worden und damit hat sichs..." wenns so ist, warum muß ich dann Ausreden (Lügen) suchen ?

"

Weil er den Wagen schwarz hat reparieren lassen...

Cisco

sax
23.05.2003, 11:34
Original geschrieben von Alois
Sorry, Sax, bin heute mit meinem Auto etwas an deine Stoßstange gekommen und bin froh, daß du das nicht so eng siehst. Bin dann einfach abgehauen (hat mich ja keiner gesehen). Vielleicht sagt ja dein Nachbar, er ist mit einem Einkaufswagen dagegengefahren (dann übernimmt es seine Haftpflichtversicherung). Machen doch viele, damit ist es ja ok:p

1. wenn ich Dein Nummernschild rausbekommen würde, müsste ich Dich leider töten, da Du meinem Liebling ;) wehgetan hast
2. Fahrerflucht ist strafbar
3. und überhaupt sollte man nicht äppel mit birnen vergleichen...

Alois
23.05.2003, 11:40
Ja ...
aber ich geb doch sowieso immer an, nicht selbst gefahren zu sein. In unserer WG kann jeder den Schlüssel nehmen und ich verweigere sowieso jede Aussage. (P.S. ein Freund von mir gibt mir sowieso für die fragliche Zeit ein Alibi , ich weiß, daß er Dreck am Stecken hat und er erpressbar ist).

Nee, ok ich hör schon auf, irgendwelche Fälle zu konstruieren und Moral und Recht sieht wohl jeder anders.

MK155
23.05.2003, 11:43
Original geschrieben von golf4
da beginnt jetzt das moralisch verwerfliche.
Dein Gegner hat ja den Kostenvoranschlag in Händen, und seine Überweisung, die kann erja bei seinem Arbeitgeber geltend machen.
Du bist nicht verpflichtet den Schaden beheben zu lassen, kannst ja mit den Kratzern weiterfahren.
Habe meine zwei letzten nicht schuldigen Unfallschäden nach Gutachten abrechnen lassen, und nicht zu diesen Summen reparieren lassen.
Mit dem reparieren musst Du vorsichtig sein. Da hängt letzendlich auch von der Schadensintensität ab.

Wenn Dir einer den Kotflügel wegrasiert, dann kannst Du den zwar den Schaden nach Gutachten abrechnen lassen und anschliessend zu einem günstigeren Händler gehen und reparieren lassen oder wenn möglich sogar selbst machen. Auf keinen Fall aber darfst Du mit dem demolierten oder teilweise fehlenden Kotflügel weiterfahren. Und vor allem, das ist noch wichtiger, Du darfst den Schaden nicht in den nächsten Unfall übergehen lassen.

Bei Kratzern ist es ein bisschen anders, da diese ja als Gebrauchsspuren durchgehen können.

Martin
23.05.2003, 11:57
Original geschrieben von Cisco
Ich weiß worauf du hinaus willst :-)
Aber ich denke man kann die beiden Fälle nicht so ganz vergleichen.

Es geht mir auch garnicht darum etwas zu rechtfertigen weils alle tun, sondern ich rechtfertige Slidestars verhalten damit, dass er niemandem schadet und er einen erhöhten Zeitaufwand hatte, der in meinen Augen entschädigt gehört.

Ob er dem Unfallverursacher nun die Wahrheit sagt oder nicht ist belanglos, da es den nix angeht wie und wo Slidestar das Auto hat reparieren lassen.
Der Schaden ist auf Basis des KVA abgerechnet worden und damit hat sichs...

Cisco

Oh man, ihr habt das immernoch nicht kapiert:

1. steht ihm nur das zu, was für eine Reparatur benötigt ist, da für die Reparatur eben weniger als 400 EUR fällig waren, steht ihm das rein rechtlich nicht zu. Das hat nix mit Moral zu tun, es steht ihm schlicht und ergreifend nicht zu. Völlig unabhängig du Du (cisco) es ihm lassen würdest oder ob noch einige Andere der Meinung sind es sollte als Aufwandsentschädigung dienen.

2. ist sein verhalten u.U. eben aus den o.g. Gründen als Betrug zu werten! Ob dies durchzusetzen ist oder Sinn macht .... keine Ahnung .... aber das entscheidet ihr ja in eurer Diskussion schon.

Aus dem BGB:

"§ 249
Art und Umfang des Schadensersatzes
(1) Wer zum Schadensersatz verpflichtet ist, hat den Zustand herzustellen, der bestehen würde, wenn der zum Ersatz verpflichtende Umstand nicht eingetreten wäre.

(2) Ist wegen Verletzung einer Person oder wegen Beschädigung einer Sache Schadensersatz zu leisten, so kann der Gläubiger statt der Herstellung den dazu erforderlichen Geldbetrag verlangen. Bei der Beschädigung einer Sache schließt der nach Satz 1 erforderliche Geldbetrag die Umsatzsteuer nur mit ein, wenn und soweit sie tatsächlich angefallen ist."

und

aud dem StGB:

"§ 263
Betrug
(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter

1. gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Urkundenfälschung oder Betrug verbunden hat,
2. einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt oder in der Absicht handelt, durch die fortgesetzte Begehung von Betrug eine große Zahl von Menschen in die Gefahr des Verlustes von Vermögenswerten zu bringen,
3. eine andere Person in wirtschaftliche Not bringt,
4. seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger mißbraucht oder
5. einen Versicherungsfall vortäuscht, nachdem er oder ein anderer zu diesem Zweck eine Sache von bedeutendem Wert in Brand gesetzt oder durch eine Brandlegung ganz oder teilweise zerstört oder ein Schiff zum Sinken oder Stranden gebracht hat.


(4) § 243 Abs. 2 sowie die §§ 247 und 248a gelten entsprechend.

(5) Mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer den Betrug als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis 264 oder 267 bis 269 verbunden hat, gewerbsmäßig begeht.

(6) Das Gericht kann Führungsaufsicht anordnen (§ 68 Abs. 1).

(7) Die §§ 43a und 73d sind anzuwenden, wenn der Täter als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis 264 oder 267 bis 269 verbunden hat. § 73d ist auch dann anzuwenden, wenn der Täter gewerbsmäßig handelt."

Gruß,
Martin

EDIT: Ist auch immer wieder schön zu lesen, wie hier lediglich Meinungen als Gesetz verbeitet werden ....

Cisco
23.05.2003, 12:14
Original geschrieben von Martin
Oh man, ihr habt das immernoch nicht kapiert:

1. steht ihm nur das zu, was für eine Reparatur benötigt ist, da für die Reparatur eben weniger als 400 EUR fällig waren, steht ihm das rein rechtlich nicht zu. Das hat nix mit Moral zu tun, es steht ihm schlicht und ergreifend nicht zu. Völlig unabhängig du Du (cisco) es ihm lassen würdest oder ob noch einige Andere der Meinung sind es sollte als Aufwandsentschädigung dienen.

2. ist sein verhalten u.U. eben aus den o.g. Gründen als Betrug zu werten! Ob dies durchzusetzen ist oder Sinn macht .... keine Ahnung .... aber das entscheidet ihr ja in eurer Diskussion schon.

Aus dem BGB:

"§ 249
Art und Umfang des Schadensersatzes
(1) Wer zum Schadensersatz verpflichtet ist, hat den Zustand herzustellen, der bestehen würde, wenn der zum Ersatz verpflichtende Umstand nicht eingetreten wäre.

(2) Ist wegen Verletzung einer Person oder wegen Beschädigung einer Sache Schadensersatz zu leisten, so kann der Gläubiger statt der Herstellung den dazu erforderlichen Geldbetrag verlangen. Bei der Beschädigung einer Sache schließt der nach Satz 1 erforderliche Geldbetrag die Umsatzsteuer nur mit ein, wenn und soweit sie tatsächlich angefallen ist."

und

aud dem StGB:

"§ 263
Betrug
(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter

1. gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Urkundenfälschung oder Betrug verbunden hat,
2. einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt oder in der Absicht handelt, durch die fortgesetzte Begehung von Betrug eine große Zahl von Menschen in die Gefahr des Verlustes von Vermögenswerten zu bringen,
3. eine andere Person in wirtschaftliche Not bringt,
4. seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger mißbraucht oder
5. einen Versicherungsfall vortäuscht, nachdem er oder ein anderer zu diesem Zweck eine Sache von bedeutendem Wert in Brand gesetzt oder durch eine Brandlegung ganz oder teilweise zerstört oder ein Schiff zum Sinken oder Stranden gebracht hat.


(4) § 243 Abs. 2 sowie die §§ 247 und 248a gelten entsprechend.

(5) Mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer den Betrug als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis 264 oder 267 bis 269 verbunden hat, gewerbsmäßig begeht.

(6) Das Gericht kann Führungsaufsicht anordnen (§ 68 Abs. 1).

(7) Die §§ 43a und 73d sind anzuwenden, wenn der Täter als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis 264 oder 267 bis 269 verbunden hat. § 73d ist auch dann anzuwenden, wenn der Täter gewerbsmäßig handelt."

Gruß,
Martin

Du kapierst an der Sache 3 Dinge nicht:
a) Der Kostenvoranschlag wurde in genau dieser Höhe akzeptiert.
b) Es handelt sich NICHT um einen Versicherungsfall und somit tritt auch nicht das entsprechende Gesetz in Kraft, welches eine Bereicherung an einem Versicherungsfall ausschliesst, da die beiden Parteien sich ja einigen können wie sie wollen.
c) Selbst wenn es ein Versicherungsfall wäre, könnte der Geschädigte die volle Höhe des Gutachtens einstreichen ohne sich im Nachhinein rechtfertigen zu müssen wie wann und wo er den Schaden hat reparieren lassen. Die Grundlage ist das Gutachten. In diesem Fall kann der KVA als Gutachten interpretiert werden, da er von der Gegenpartei anerkannt wurde.

Wenn ich z.B. laut Gutachten 400 Euro bekomme und den Schaden dann selbst repariere, können die ja auch nicht sagen ich muss ihnen alles bis auf die Materialkosten zurückerstatten...

Und so seh ich das auch bei Slidestar - er hat einen erhöhten Zeitaufwand gehabt um es sich billiger reparieren zu lassen, dies wurde auch noch von einer nichtprofessionellen Reparaturstätte gemacht, somit ist die Sache erledigt...

Was natürlich nicht geht ist, wenn ich mir vom Autohaus nen übertriebenen KVA machen lasse mit 600 Euro, die dann nur 400 verlangen und ich das Geld behalte...
DAS ist was andres und grenzt an Betrug.

Cisco

Martin
23.05.2003, 13:17
Original geschrieben von Cisco
Du kapierst an der Sache 3 Dinge nicht:
a) Der Kostenvoranschlag wurde in genau dieser Höhe akzeptiert.
b) Es handelt sich NICHT um einen Versicherungsfall und somit tritt auch nicht das entsprechende Gesetz in Kraft, welches eine Bereicherung an einem Versicherungsfall ausschliesst, da die beiden Parteien sich ja einigen können wie sie wollen.
c) Selbst wenn es ein Versicherungsfall wäre, könnte der Geschädigte die volle Höhe des Gutachtens einstreichen ohne sich im Nachhinein rechtfertigen zu müssen wie wann und wo er den Schaden hat reparieren lassen. Die Grundlage ist das Gutachten. In diesem Fall kann der KVA als Gutachten interpretiert werden, da er von der Gegenpartei anerkannt wurde.

Wenn ich z.B. laut Gutachten 400 Euro bekomme und den Schaden dann selbst repariere, können die ja auch nicht sagen ich muss ihnen alles bis auf die Materialkosten zurückerstatten...

Und so seh ich das auch bei Slidestar - er hat einen erhöhten Zeitaufwand gehabt um es sich billiger reparieren zu lassen, dies wurde auch noch von einer nichtprofessionellen Reparaturstätte gemacht, somit ist die Sache erledigt...

Was natürlich nicht geht ist, wenn ich mir vom Autohaus nen übertriebenen KVA machen lasse mit 600 Euro, die dann nur 400 verlangen und ich das Geld behalte...
DAS ist was andres und grenzt an Betrug.

Cisco

Falsch!

Was du hier äußerst sind nichts als Auffassungen deinerseits ohne jegliche rechtliche Begründung. Keinre redet von einem Versicherungsfall, auch die von mir geposteten Gesetze haben rein garnix mit dem Versicherungsrecht zu tun.

Es gibt für deine Meinung, Zeitaufwand impliziert "gewonnenes" Geld = Auswandsentschädigung keine, aber auch wirklich gar keine rechtliche Grundlage! Woher hast du das? Zusammengereimt aus dem Gerechtsbewußtsein heraus, super.

Nochmal langsam:
Unfall, Gegner schuld, daher gg. Slidestar schadensersatzpflichtig (§ 249 BGB). Schadensersatz erfolgt anhand des KVA, Geld fließt .... Sache erledigt! Aber jetzt: Woher kommst du auf die glorreiche Idee, dass das nachfolgende Verhalten von Slidestar keinen Einfluss mehr hat? Glaube?
Also Slidestar streicht die 400 EUR ein, überlegt sich aber dann, dass er das alles noch viel billiger haben kann und dabei noch ein schönes Sümmchen für ihn abfällt. Jetzt ist es aber seine Pflicht den Schuldner darüber zu informieren (da sonst § 263 Abs. 1 StGB). Informiert er ihn und er stimmt zu, alles paletti. Da er aber genau das verhindern möchte, das der Gegner davon erfährt ist dies als Betrug zu werten.

Sollte der Gegner dennoch davon erfahren und daraufhin auf Herausgabe des überschüssigen Betrages klagen, würde er Recht bekommen.

Und jetzt komme mir nicht mit, "aber was ist denn, wenn ..." oder "er hat ja auch Zeitaufwand gehabt". Das zählt alles NULL.

Gruß,
Martin

Cisco
23.05.2003, 13:45
Original geschrieben von Martin
Falsch!

Was du hier äußerst sind nichts als Auffassungen deinerseits ohne jegliche rechtliche Begründung. Keinre redet von einem Versicherungsfall, auch die von mir geposteten Gesetze haben rein garnix mit dem Versicherungsrecht zu tun.

Es gibt für deine Meinung, Zeitaufwand impliziert "gewonnenes" Geld = Auswandsentschädigung keine, aber auch wirklich gar keine rechtliche Grundlage! Woher hast du das? Zusammengereimt aus dem Gerechtsbewußtsein heraus, super.

Nochmal langsam:
Unfall, Gegner schuld, daher gg. Slidestar schadensersatzpflichtig (§ 249 BGB). Schadensersatz erfolgt anhand des KVA, Geld fließt .... Sache erledigt! Aber jetzt: Woher kommst du auf die glorreiche Idee, dass das nachfolgende Verhalten von Slidestar keinen Einfluss mehr hat? Glaube?
Also Slidestar streicht die 400 EUR ein, überlegt sich aber dann, dass er das alles noch viel billiger haben kann und dabei noch ein schönes Sümmchen für ihn abfällt. Jetzt ist es aber seine Pflicht den Schuldner darüber zu informieren (da sonst § 263 Abs. 1 StGB). Informiert er ihn und er stimmt zu, alles paletti. Da er aber genau das verhindern möchte, das der Gegner davon erfährt ist dies als Betrug zu werten.

Sollte der Gegner dennoch davon erfahren und daraufhin auf Herausgabe des überschüssigen Betrages klagen, würde er Recht bekommen.

Und jetzt komme mir nicht mit, "aber was ist denn, wenn ..." oder "er hat ja auch Zeitaufwand gehabt". Das zählt alles NULL.

Gruß,
Martin

1. Betrug setzt Vorsatz heraus - dieser ist schon allein deshalb nicht gegeben, weil der KVA einen realistischen Betrag darstellt.
2. Es wurde sich auf Basis des KVA auf eine bestimmte Schadenersatzsumme geeinigt - beide Parteien waren damit zufrieden. Für Slidestar ergibt sich daraus das Risiko, dass die Reparatur mehr kostet als im KVA steht und für den Unfallgegner das Risiko dass sie weniger kostet. Da nicht auf Rechnung sondern auf KVA abgerechnet wurde haben beide dieses Risiko akzeptiert.
3. Wenn ich die Reparatur selbst, durch einen Bekannten oder nicht 100%ig (nur drüberpinseln), ... machen lasse, muss ich definitiv NICHT die Differenz aus tatsächlicher Rechnung und dem auf Basis des KVA abgerechneten Schadenersatzes zurückzahlen. Wenn der Unfallgegner den Betrag akzeptiert ist dieser weder durch geringere Kosten zu mindern noch durch höhere Kosten zu erhöhen - soviel steht mal fest. Versicherungen schicken nicht umsonst immer ihre Gutachter hin...

Versteh doch bitte einfach das Prinzip des Schadenersatzes: Entweder ich lasse diesen auf Rechnung abrechnen oder auf Basis eines vorher vereinbarten Preises.

Hätten die nur 100 Euro ausgemacht und es hätte 400 gekostet, dann hätte Slidestar auch KEINERLEI Anspruch auf eine Nachzahlung gehabt - das ist sein Risiko gewesen.

Frag doch einfach mal deinen Versicherungsvertreter und/oder Anwalt...

Cisco

Martin
23.05.2003, 14:38
Original geschrieben von Cisco
1. Betrug setzt Vorsatz heraus - dieser ist schon allein deshalb nicht gegeben, weil der KVA einen realistischen Betrag darstellt.
2. Es wurde sich auf Basis des KVA auf eine bestimmte Schadenersatzsumme geeinigt - beide Parteien waren damit zufrieden. Für Slidestar ergibt sich daraus das Risiko, dass die Reparatur mehr kostet als im KVA steht und für den Unfallgegner das Risiko dass sie weniger kostet. Da nicht auf Rechnung sondern auf KVA abgerechnet wurde haben beide dieses Risiko akzeptiert.
3. Wenn ich die Reparatur selbst, durch einen Bekannten oder nicht 100%ig (nur drüberpinseln), ... machen lasse, muss ich definitiv NICHT die Differenz aus tatsächlicher Rechnung und dem auf Basis des KVA abgerechneten Schadenersatzes zurückzahlen. Wenn der Unfallgegner den Betrag akzeptiert ist dieser weder durch geringere Kosten zu mindern noch durch höhere Kosten zu erhöhen - soviel steht mal fest. Versicherungen schicken nicht umsonst immer ihre Gutachter hin...

Versteh doch bitte einfach das Prinzip des Schadenersatzes: Entweder ich lasse diesen auf Rechnung abrechnen oder auf Basis eines vorher vereinbarten Preises.

Hätten die nur 100 Euro ausgemacht und es hätte 400 gekostet, dann hätte Slidestar auch KEINERLEI Anspruch auf eine Nachzahlung gehabt - das ist sein Risiko gewesen.

Frag doch einfach mal deinen Versicherungsvertreter und/oder Anwalt...

Cisco

sorry Cisco, aber du bist da in eine "Rilli" geratea, aus der du gedanklich nicht mehr raus kommst, wie mir scheint ....

melde mich später nochmal

Gruß,
Martin

Cisco
23.05.2003, 14:42
Original geschrieben von Martin
sorry Cisco, aber du bist da in eine "Rilli" geratea, aus der du gedanklich nicht mehr raus kommst, wie mir scheint ....

melde mich später nochmal

Gruß,
Martin

Das kann schon sein :-))

Aber sehr oft hat mich mein Gerechtigkeitssinn was solche Sachen angeht noch nicht getrügt und ich sähe eben überhaupt keine logische Grundlage.

Mir ist auch kein entsprechendes Gesetz oder Gerichtsurteil bekannt, dass diese Form der Schadensabwicklung dermaßen einschränken würde.

Gruß
Cisco

Niemals Servo
23.05.2003, 16:58
Original geschrieben von Cisco


Mir ist auch kein entsprechendes Gesetz oder Gerichtsurteil bekannt, dass diese Form der Schadensabwicklung dermaßen einschränken würde.


Wahrscheinlich gibt es genug Urteile die der einen Meinung entsprechen und ungefähr genauso viele die der anderen entsprechen. Wär nicht das erste Mal.