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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wer muss über Datenschutz Bescheid wissen?


jackdarip
27.11.2018, 09:28
Tachchen,

ich habe ein relativ großes Autohaus mit Werkstatt (26 Mitarbeiter) und eine etwas größere Frage. Es gibt ja seit einiger Zeit dieses Datenschutzgesetz, die DSGVO, und ich würde gerne wissen, wer über deren Inhalt Bescheid wissen muss?
Nur diejenigen, die im Verkauf tätig sind, also die Geschäfte mit den Kunden abwickeln, oder auch meine Mechatroniker? Und wer muss die schulen? Muss ich das machen, oder kann ich das an einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin abgeben? Oder muss da ein Externer kommen?

Freu mich, wenn wer hilft!

frontrunner
27.11.2018, 11:40
Moin!

Hmm... hast du jemanden in der Firma, den du explizit zum Datenschutzbeauftragten ernannt hast? Wenn nicht, dann würde ich das an deiner Stelle schleunigst machen, denn das erspart dir eine Menge Sorgen. Dem Datenschutzbeauftragten gibst du dann die Aufgabe, sich z.B. zur DSGVO zu informieren, und dann dann dieser Mitarbeiter die restlichen Mitarbeiter über die neuen Verhältnisse aufklären.

Zur DSGVO gibt es Schulungen oder ganz sinnvolle Beiträge im Internet, wie zum Beispiel hier: https://www.teachtoprotect.de/lehre-um-zu-schuetzen-doch-warum-sollten-sie-das-tun/
Auf dieser Seite können sich Datenschutzbeauftragte informieren und Infomaterial für Mitarbeiter holen.

Liebste Grüße!

A4 Avant V6 TDI
02.12.2018, 08:00
Genau, du brauchst definitiv schnell einen Datenschutzbeauftragten, den du am besten entsprechend fortbildest (z. B. über DSGVO).
Dieser hat den Datenschutz in deinem Unternehmen zu überprüfen und dauerhaft zu überwachen (z. B. liegen Aufträge mit Namen usw. offen auf den Tischen rum..., werden Daten ohne Grund an Dritte weitergegeben,...).
Letztlich betrifft das jeden Mitarbeiter, von die, über den Verkäufer und den Servicebereich, die Buchhaltung bis zur Telefonistin.
Letztlich muss dieser Datenschutzbeauftragte auch Sorge dafür tragen, dass Kundenanfragen über gespeicherte Daten innerhalb glaube 1 Woche beantwortet werden (z. B. über was ist über mich gespeichert und wie werden diese Daten genutzt bzw. weitergegeben...)


Mögliche Strafe: 20.000.000 € oder 4% des weltweiten Umsatzes (das höhere zählt)

GuteFahrt
28.12.2018, 07:30
Vielen Raten ja beim Anwalt Hilfe zu suchen um sich rechtlich abzusichern. Die Erfahrung die ich gemacht habe sind, das jeder Anwalt dir etwas anderes erzählt. Das Problem ist einfach, das keiner so genau weiß was zu tun ist und vor allem sind viele Dinge einfach nicht umsetzbar... So weit ich weiß musst du mit allen Unternehmen bei denen DEINE Kundendaten liegen einen Vertrag schließen und vor Ort bei dem Unternehmen prüfen ob Datenschutzmäßig alles OK ist. Das bedeutet, du musst zu deinem Webhoster persönlich hin und alles prüfen. Die jedoch werden dich nicht in die Serverräume lassen da ja da auch Kundendaten von anderen Kunden liegen. Genauso DHL... Wenn du was per Post oder Paket verschickst, gilt das gleiche... Da ist Name, Anschrift drauf usw...
Toll nicht? Haben die sich super ausgedacht :mad:

Das ist keine Rechtsberatung, das ist nur das was mir erzählt wurde.