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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Autostadt+Fahrzeugabholung – Teil 1


maverick3
29.10.2002, 20:14
Anfang Juli diesen haben wir uns ein neues Auto bestellt. Da uns die münchner Hausmarke etwas aus dem finanziellen Rahmen geraten ist dachte ich mir, dass es doch mal etwas weiter nördlich probieren könnte. Die Wahl viel dann auf folgenden PKW:

Bora Variant 130 PS TDI comfortline
Farbe: Dark violett Perleffekt (ich hätte sie nie gekauft wenn ich sie nicht in natura gesehen hätte)
Innenausstattung: schwarz/schwarz/schwarz
Sportfahrwerk mit 225 er Reifen
Chrompaket
Xenonlicht
Winterpaket
Sportsitze
Netztrennwand
Farbnavigation
CD Wechsler
Handyvorbereitung
Seitenscheiben hinten und Heckscheibe 35% getönt
Becherhalter hinten
Parkdistanz Kontrolle hinten
Climatronic
und Auslieferung in der Autostadt

Ursprünglich sollte die Auslieferung in KW40 erfolgen aber wohl wegen der Sonderlackierung wurde das dann auf KW43 verschoben.
Am 22.10.02 ging es dann los mit einem Europcar Mietwagen zu „Autostadt Selbstabholer Konditionen“.(Wenn man selbst bei Europcar bucht ist es billiger als über die Autostadt oder den Händler!)
In Wolfsburg angekommen ging’s dann erst mal ins Hotel. Am 23.10.02 wurde dann erst mal der Leihwagen zurückgebracht und das Shuttle brachte uns in die Autostadt.
Dort ging’s gleich weiter für mich mit dem Sicherheitstraining. Ist ganz nett, was man da für 25 Euro machen darf, und die Videounterstützung ist goldwert, aber man sollte von einer Stunde nicht zu viel erwarten. Und je weniger Teilnehmer es sind, desto mehr kann der Instructor auf einen eingehen.
In der Zwischenzeit hatten sich meine Eltern schon angemeldet, und konnten den Abholtermin um 2,5 Stunden nach vorne ziehen. Also blieb gerade noch Zeit für die wirklich sehr informative Werksführung, die man unbedingt mitmachen sollte (wenn man sich früh genug angemeldet hat).
Nach der Führung blieb dann noch ne gute halbe Stunde Zeit für die oberste Etage des Zeithauses bevor es zum Ausliefergebäude ging – und das Schicksal seinen Lauf nahm.
Nach der Anmeldung dort durfte man wieder etwas warten, bevor ein „Übergeber“ einen übernimmt und zum Auto bgeleitet.
Auf dem Weg dorthin wird dann in Erfahrung gebracht, ob man denn schon mal einen VW gefahren hat und ob man sich schon mit so einem Fahrzeug auskennt. Da dies ja unser erster VW war, kannten wir uns nicht aus und der nette Herr begann nach einem gemurmelten „interessante Farbe“ uns den Kofferraum zu erklären. Wobei mir beim Öffnen schon die erste Lacknase am Gummi der Heckscheibe auffiel. Dem noch netten Herrn entschlüpfte nur ein überraschtes „oh“. Es ging dann weiter mit der Netztrennwand, die sich leider auf der rechten Seite nicht einhängen ließ, da die Vorrichtung schief montiert war. Auch hier war ein „sollte nicht sein“ der einzige Kommentar. Ebenso bei der schiefen Befestigung der Antenne, so dass diese an der Vorderseite nicht dicht mit dem Dach abschloss.
Während der Erklärung des Navigationssystems fielen mir dann Verschmutzungen an den Haltegriffen, am Himmel im Bereich der Beifahrer-B-Säule und eine klemmende und schiefe Taste der Heckscheibenheizung auf. „Da muss man den Wagen dann wohl noch mal kurz in die Werksatt bringen“. Auf die Frage ob sich der nette Herr das alles so merken kann, bekam ich die Antwort, dass es ja nicht viele Dinge werden können ;-)
Die Frage ob die verbaute Handy/GPS/Radioantenne in der Zwischenzeit für D- und E- Netz geeignet ist (so wie unser Händler die Info hatte), konnte er nicht beantworten, vermutete aber, dass es nur eine D-Netzantenne sei, wollte sich aber noch einmal schlau machen.
Nach Test der Make-up Spiegel Beleuchtung gab’s dann noch die Punkte „Verschmutzung aller drei Sonneblenden“ und „Verschmutzung des Himmels um die Sonnenblenden“. Ebenso im Bereich der Fahrer-A-Säule. Beim nach hinten sehen, stachen noch zwei dicke Kratzer an der Plastikverkleidung und der hellen Verkleidung an den beiden D-Säulen ins Auge. Allmählich wurde der nette Herr etwas kleinlaut – und ich vorsichtig.
Da der Auslieferungsbereich mit einer wunderbaren indirekten Deckenbeleuchtung ausgestattet ist, ist es dort zwar hell, aber Lackfehler sind nur im Gegenlicht sichtbar und Licht in den Innenraum kommt nur durch die Fahrzeugeigene Beleuchtung.
Nach einem Rundgang um das Auto, bei dem ein Kratzer am linken vorderen Kotflügel, eine dicke Schramme in der Stossleiste der rechten Türe, eine Delle im Tankdeckel und ein dicker Kratzer am hinteren Firmanzeichen zum Vorschein kamen, kramte ich nach meiner Taschenlampe um an die eingehende Inspektion des Innenraums zu gehen.
Die Taschenlampe machte dem, in der Zwischenzeit nicht mehr netten, Herren wohl einige Kopfzerbrechen, da er meinte man sollte doch die Begutachtung auf dem Parkplatz vor dem Haus fortführen, da der Standplatz für weitere Auslieferungen benötigt würde. Ich bot ihm einen Block und einen Stift an, denn in der Zwischenzeit regnete es draußen ;-)
Nachdem ich ihm nochmals alle Mängel diktiert hatte, ging’s an den Innenraum, wobei hier Kratzer an zwei Einstiegsleisten, an beiden unteren Verkleidungen des Armaturenbretts, an der Abdeckung der Sitzführungsschienen, Verschmutzungen an der A-Säulenverkleidung neben dem Sicherungskasten, faltenwerfende Sitzbezüge hinten, ein Kratzer an der Fenstereinfassung hinten links, ein Klarlackläufer am Fahrerspiegel mit Lufteinschlüssen, eine verkratzte Handyhalterung und ein ausgezogenes Spiralkabel an den Tag brachte.
In der Zwischenzeit waren gut 90 Minuten vergangen und es quälte uns alle der Hunger, denn Zeit zum Mittagessen blieb nicht und die Uhr schritt unaufhörlich auf 16 Uhr zu.
Der ehemals nette, jetzt genervte, Herr erklärte uns, dass der Wage jetzt in die Werkstatt komme und geprüft werde was denn alles dort erledigt werden könnte. Dies würde so mind. eine Stunde dauern und wir sollten warten. Auf heftigen Protest (vor allem unseres Magens) bekamen wir dann einen Piepser und eine Erhöhung unseres Verzehrguthabens. Außerdem meinte der Übergeber, wenn wir zurückkommen seien die meisten Fehler behoben, für den Rest ein Mängelprotokoll erstellt und der PKW würde uns dann von einem Kollegen übergeben, da er um 16 Uhr Feierabend mache – soviel zur Kundenbindung ;-)
Die Frage nach der Handyantenne wollte er aber noch klären und die Info auf den Mängelbericht schreiben.