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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wegfall Entfernungspauschalte nur für Autos


joegolf
18.08.2003, 07:58
Hier mal wieder einer dieser "genialen" Einfälle unserer kompetenten Bundesregierung:

http://news.focus.msn.de/G/GN/gn.htm?snr=123330&streamsnr=7

Demzufolge soll der Wegfall des Kilometergelds für die ersten 20km nur die Melkkuh der Nation betreffen.

Ich frage mich, wie jemand auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen soll, wenn diese in ländlichen Gebieten nur in völlig unzureichendem Maße existieren. Zudem zahlt der Autofahrer Mehrwertsteuer, KFZ-Steuer, Kraftstoffsteuer,... und ist deswegen sowieso schlechter gestellt. Und jetzt auch noch die Ungleichbehandlung beim Kilometergeld? Aus "umweltpolitischen" Gründen? Wo man doch gar keine Möglichkeit hat, umzusteigen??

Cisco
18.08.2003, 08:12
Original geschrieben von joegolf
Hier mal wieder einer dieser "genialen" Einfälle unserer kompetenten Bundesregierung:

http://news.focus.msn.de/G/GN/gn.htm?snr=123330&streamsnr=7

Demzufolge soll der Wegfall des Kilometergelds für die ersten 20km nur die Melkkuh der Nation betreffen.

Ich frage mich, wie jemand auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen soll, wenn diese in ländlichen Gebieten nur in völlig unzureichendem Maße existieren. Zudem zahlt der Autofahrer Mehrwertsteuer, KFZ-Steuer, Kraftstoffsteuer,... und ist deswegen sowieso schlechter gestellt. Und jetzt auch noch die Ungleichbehandlung beim Kilometergeld? Aus "umweltpolitischen" Gründen? Wo man doch gar keine Möglichkeit hat, umzusteigen??

Die erste Verfassungsklage wirds richten...

Ich bin nur der Meinung die Kosten die dadurch entstehen sollte man explizit den Politikern in Rechnung stellen, die sich diese geniale Idee haben einfallen lassen.

Die km-Pauschale ist in meinen Augen keine Subvention sondern ein Ausgleich für Arbeitnehmer die bereit sind sich einen Arbeitsplatz in größerer Entfernung zu ihrem Wohnsitz zu suchen, anstatt einen auf arbeitslos zu machen und 2mal im Monat den Nachbarn zu fragen ob er nicht nen Job hätte ;-))

Und bevor hier wieder der Eindruck entsteht ich würde nur das Maul aufreissen weil ich selbst davon betroffen bin: ätsch...bin ich garnicht ;-)

Cisco

blaueElise
18.08.2003, 08:53
Original geschrieben von Cisco
Die erste Verfassungsklage wirds richten...

Ich bin nur der Meinung die Kosten die dadurch entstehen sollte man explizit den Politikern in Rechnung stellen, die sich diese geniale Idee haben einfallen lassen.

Die km-Pauschale ist in meinen Augen keine Subvention sondern ein Ausgleich für Arbeitnehmer die bereit sind sich einen Arbeitsplatz in größerer Entfernung zu ihrem Wohnsitz zu suchen, anstatt einen auf arbeitslos zu machen und 2mal im Monat den Nachbarn zu fragen ob er nicht nen Job hätte ;-))

Und bevor hier wieder der Eindruck entsteht ich würde nur das Maul aufreissen weil ich selbst davon betroffen bin: ätsch...bin ich garnicht ;-)

Cisco

volle Zustimmung:confused: :mad:

Niemals Servo
18.08.2003, 08:54
Original geschrieben von Cisco
Die km-Pauschale ist in meinen Augen keine Subvention sondern ein Ausgleich für Arbeitnehmer die bereit sind sich einen Arbeitsplatz in größerer Entfernung zu ihrem Wohnsitz zu suchen,

Hallo? Der Wegfall soll für Entfernungen _unter_ 20km sein.

blaueElise
18.08.2003, 09:47
Original geschrieben von Niemals Servo
Hallo? Der Wegfall soll für Entfernungen _unter_ 20km sein.

Hat doch joegolf auch so geschrieben. Wer von einem Dorf zur Arbeit mit dem Auto 19 km zurücklegen "muß", der ist doch der Angeschissene, da er nie im Leben mit dem Bus dorthin kommt. Ausserdem wurde doch die Ökosteuer auf das Benzin mit der Begründung erhoben, dass die Berufspendler ab dem ersten Kilometer entlastet werden.

Airmax
18.08.2003, 09:48
Original geschrieben von Niemals Servo
Hallo? Der Wegfall soll für Entfernungen _unter_ 20km sein.
Heute bekomme ich 25km täglich erstattet, dann nur noch 5km. Das macht sich wohl bemerkbar bei der Steuererklärung. Aber wie mein Vorredner schon geschrieben hat, ich denke auch, dass so ein Vorschlag (Sommertheater) keine Chance hat. Weder im Bundesrat (danke CDU) noch vor dem Verfassungsgericht.

blaueElise
18.08.2003, 09:52
Original geschrieben von Airmax
Heute bekomme ich 25km täglich erstattet, dann nur noch 5km. Das macht sich wohl bemerkbar bei der Steuererklärung. Aber wie mein Vorredner schon geschrieben hat, ich denke auch, dass so ein Vorschlag (Sommertheater) keine Chance hat. Weder im Bundesrat (danke CDU) noch vor dem Verfassungsgericht.
Stimmt natürlich! Auch der der mehr als 20 km zurücklegen muss, ist benachteiligt.

Cisco
18.08.2003, 09:59
Original geschrieben von Airmax
Heute bekomme ich 25km täglich erstattet, dann nur noch 5km. Das macht sich wohl bemerkbar bei der Steuererklärung. Aber wie mein Vorredner schon geschrieben hat, ich denke auch, dass so ein Vorschlag (Sommertheater) keine Chance hat. Weder im Bundesrat (danke CDU) noch vor dem Verfassungsgericht.

Streng genommen hat man ja nur die Grenze angehoben ab der man km-Geld absetzen kann.
Früher glaub 5km, nun eben 20.

Bei 50km einfacher Strecke konnte man also früher 45 absetzen, wo heute nurnoch 30 möglich sind.
Macht 1/3 weniger, was sich mit schätzungsweise 35% in der Einkommensteuererklärung niederschlagen dürfte.
D.h. wenn man früher durchs km-Geld 2000 Euro im Jahr zurückbekommen hat, sinds dann nurnoch 1300.
700 Euro weniger, die vor allem einem fehlen: Dem Konsum...

Einfach eine lächerliche Logik, die die Regierung da an den Tag legt.

Cisco

Cisco
18.08.2003, 10:01
Is das dein 5er oder gefallen dir die Lichter nur so gut ? :-)

Bin ja total begeistert von der Karre und würde mir zu gern einen kaufen, werde aber noch ne Weile warten.

530d, 218PS, 500nm, saphirschwarz, ....*schwärm* :-))

Cisco

Niemals Servo
18.08.2003, 10:24
Original geschrieben von Airmax
Aber wie mein Vorredner schon geschrieben hat, ich denke auch, dass so ein Vorschlag (Sommertheater) keine Chance hat. Weder im Bundesrat (danke CDU) noch vor dem Verfassungsgericht.

Ich wüsste nicht was das Verfassungsgericht dagegen haben könnte.
Trotzdem dürfte das nicht kommen. Den Weg zur Arbeit besteuern, das ist doch grober Unfug.

Airmax
18.08.2003, 10:39
Original geschrieben von Cisco
Is das dein 5er oder gefallen dir die Lichter nur so gut ? :-)
Bin ja total begeistert von der Karre und würde mir zu gern einen kaufen, werde aber noch ne Weile warten.
530d, 218PS, 500nm, saphirschwarz, ....*schwärm* :-))
Cisco
Die Lichter sind von nem BMW Werbefoto geklaut. :D Wie ich in nem anderen Thread schon geschrieben habe, mich haut der Wagen in natura auch um, im positiven Sinne natürlich.

Mit dem 530d könnt ich mich auch anfreunden. Nur wird mein nächstes Auto nicht wieder schwarz. 4 Jahre black-magic reichen mir. Ich denke da eher an silbergrau oder titangrau... Aber erstmal noch etwas sparen...

Cisco
18.08.2003, 10:50
Original geschrieben von Niemals Servo
Ich wüsste nicht was das Verfassungsgericht dagegen haben könnte.

Selbst wenn sie die Ungleichbehandlung von Autofahrern gegenüber Bahnfahrern aus umweltpolitischen Gründen noch verfassungsgemäß durchboxen könnten, so wird es mindestens daran scheitern, dass in den ländlichen Gegenden oft überhaupt keine Möglichkeit besteht die öffentlichen Verkehrsmittel in zumutbarer Art und Weise zu nutzen.

Ich sags mal so: Ich war während meiner Ausbildungszeit morgens rund 60-70 Minuten unterwegs und kam pauschal 5min zu spät, weil der Bus aufn letzten Drücker ankam.
Mit dem Auto: 25min.

Mein Praktikumsplatz (wo ich später auch festangestellt war) - 45 Auto-min von der Wohnung entfernt, rund 2 1/2 Stunden mit der Bahn...krank.

Und dann gibts viele mit Jobs die flexible Arbeitszeiten erfordern, d.h. man muss kommen und gehen können wie's grad anfällt - mach das mal als Landei mit den öffentlichen Verkehrsmitteln...

Cisco

Cisco
18.08.2003, 10:54
Original geschrieben von Airmax
Die Lichter sind von nem BMW Werbefoto geklaut. :D Wie ich in nem anderen Thread schon geschrieben habe, mich haut der Wagen in natura auch um, im positiven Sinne natürlich.

Mit dem 530d könnt ich mich auch anfreunden. Nur wird mein nächstes Auto nicht wieder schwarz. 4 Jahre black-magic reichen mir. Ich denke da eher an silbergrau oder titangrau... Aber erstmal noch etwas sparen...

Hi,

in silber gefällt mir der neue 5er irgendwie nicht so wirklich.
Da sieht die Front irgendwie "geschwollen" aus.

Titangrau ist sehr schön - mein Versicherungsmensch hat den alten 5er in dieser Farbe und der sah schon genial aus.

Bei mir wirds auf jeden Fall wieder ein schwarzer (wie der aktuelle Audi) - ist einfach "meine Farbe" :-))

Werde aber auch noch ein Weilchen drauf sparen müssen und überlege mir obs ein Jahreswagen nicht auch tut, weil 4000 Euro für Dynamic Drive und Aktivlenkung sind einfach nur krank (bei nem Jahreswagen denk ich würden diese Extras nichtmehr sonderlich viel wert sein).

Cisco

Niemals Servo
18.08.2003, 11:09
Original geschrieben von Cisco
Selbst wenn sie die Ungleichbehandlung von Autofahrern gegenüber Bahnfahrern aus umweltpolitischen Gründen noch verfassungsgemäß durchboxen könnten, so wird es mindestens daran scheitern, dass in den ländlichen Gegenden oft überhaupt keine Möglichkeit besteht die öffentlichen Verkehrsmittel in zumutbarer Art und Weise zu nutzen.


Ich weiß immer noch nicht was ein Verfassungsgericht dagegen haben könnte. Es muss ja niemand auf'm Land leben man kann ja auch in die Nähe des Arbeitsplatzes ziehen. Zumindest theoretisch. Dass Lebenspartner in einem anderen Ort arbeiten, in Städten teils kein bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht, müsste wohl mal jemand nach Berlin durchgeben. Dort lässt sich übrigens relativ prima mit dem ÖPNV leben und es gibt genug (Platten)wohnungen. Vielleicht hat das zu sehr abgefärbt.

Cisco
18.08.2003, 11:24
Original geschrieben von Niemals Servo
Ich weiß immer noch nicht was ein Verfassungsgericht dagegen haben könnte. Es muss ja niemand auf'm Land leben man kann ja auch in die Nähe des Arbeitsplatzes ziehen. Zumindest theoretisch. Dass Lebenspartner in einem anderen Ort arbeiten, in Städten teils kein bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht, müsste wohl mal jemand nach Berlin durchgeben. Dort lässt sich übrigens relativ prima mit dem ÖPNV leben und es gibt genug (Platten)wohnungen. Vielleicht hat das zu sehr abgefärbt.

Also grundlegend gehts doch um eine Ungleichbehandlung verschiedener "Bevölkerungsgruppen" und dafür ist selbstverständlich das BVG zuständig.

Wär irgendwie das gleiche wie wenn ich sage "so...alle die mit DSL surfen dürfen jetzt pro Stunde 20 Cent absetzen, alle mit ISDN nicht".

Einfach hirnrissig, solche Ideen...

Cisco

pergamoni
18.08.2003, 12:07
Eichel gibt im Pendler-Streit nach

Bundesfinanzminister Hans Eichel beugt sich dem Druck seines Ministerkollegen Manfred Stolpe und der Autofahrer-Lobby: Grundsätzlich sei er zu Änderungen der geplanten Kürzung der Pendlerpauschale bereit.

Angesichts der vermehrten Kritik an seinen Plänen lenkte Eichel ein. Der Minister ideologisiere das Thema nicht, sagte Eichels Sprecher Jörg Müller am Montag, nachdem eine Debatte über die "Diskriminierung" der Autofahrer im Vergleich zu Bahnbenutzern entbrannt war. Er hoffe auf eine Lösung, "die den Wettbewerb aller Verkehrsträger gleichmäßig behandelt". Die Einsparung von drei Mrd. Euro müsse aber hereinkommen.

Zuvor hatte Verkehrsminister Stolpe öffentlich Druck auf seinen Kollegen ausgeübt: "Dass es bei der Pendlerpauschale Veränderungen geben wird, ist sinnvoll und notwendig", sagte Stolpe der "Bild"-Zeitung. Dabei dürfe es aber nicht zu Diskriminierungen kommen. "Es muss darauf geachtet werden, dass in Regionen ohne leistungsfähigen öffentlichen Personennahverkehr keine Benachteiligungen für Pkw-Fahrer eintreten," sagte der SPD-Politiker.



Die alten Pläne


Nutzer von Bussen und Bahnen sollen nach den ursprünglichen Plänen des Finanzministeriums im Gegensatz zu Autofahrern weiterhin vom ersten Kilometer an ihre Fahrtkosten zwischen Wohnort und Arbeitsplatz geltend machen können. In SPD und CDU gab es teils scharfe Kritik an der unterschiedlichen Förderung der Pendler je nach genutztem Verkehrsmittel.


Die Reduzierung des Kilometergeldes gehört zum Abbau der Steuervergünstigungen, mit den Finanzminister Hans Eichel die Neuverschuldung für das kommende Jahr drücken will. Bislang können Arbeitnehmer unabhängig vom benutzten Verkehrsmittel eine Entfernungspauschale in der Steuererklärung geltend machen. Dabei bekommen sie 36 Cent für die ersten zehn Kilometer angerechnet und 40 Cent für jeden weiteren Kilometer.


Künftig sollte es erst ab dem 21. Kilometer überhaupt 40 Cent geben. Das Finanzministerium verweist darauf, dass auch nach geltendem Recht die Kosten für Bus und Bahn geltend gemacht werden können, wenn sie den als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag übersteigen.



Steuergewerkschaft rechnet mit Verfassungsklage


Der Bundesvorsitzende der Steuergewerkschaft, Dieter Ondracek, sagte der "Osnabrücker Zeitung", eine Neugestaltung der Entfernungspauschale zu Lasten der Autofahrer werde mit Sicherheit zu einer Verfassungsklage führen. Die Steuergewerkschaft vertritt die Interessen der Steuerberater.


Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel von der Kürzung der Pauschale auszunehmen, belaste nicht nur die Finanzämter noch stärker, sie führe auch zu Steuerunehrlichkeit, da Autofahrer künftig einfach angeben würden, öffentliche Verkehrsmittel benutzt zu haben. Der Verbandsvorsitzende forderte, die Entfernungspauschale ganz zu streichen und im Gegenzug die Werbungskostenpauschale von jetzt 1034 auf 2000 Euro für alle anzuheben.



Umweltschützer für andere Pauschale


Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hatte vor Eichels Einlenken den Minister aufgefordert, die gegenwärtige "Chaos-Debatte" zu beenden. Die Bevölkerung könne für den Abbau umweltschädlicher Subventionen gewonnen werden, wenn dies Sinn mache und soziale Schieflagen beseitige. Es lägen inzwischen sehr gute Vorschläge für neue Pendler-Regeln vor. Es bedürfe nur noch geringer ökologischer und sozialer Nachbesserungen.


Während bisher bei 50 Entfernungskilometern Bezieher höherer Einkommen mit einem Grenzsteuersatz von 45 Prozent mit 1980 Euro jährlich steuerlich entlastet würden, erhielten Geringverdiener mit einem Steuersatz von 20 Prozent nur eine Entlastung von 880 Euro. Liege das Einkommen unter dem steuerfreien Existenzminimum, werde überhaupt keine Entlastung gewährt. Die derzeitige Förderungspraxis begünstige also gerade jene Personen, die eine Entlastung am wenigsten nötig hätten.


Die Entfernungspauschale sollte nach BUND-Auffassung in eine befristete Pendlerzulage umgewandelt, gesenkt und unabhängig vom jeweiligen Einkommen gewährt werden. Der BUND schlägt einen Betrag zwischen 7 und 10 Cent pro Kilometer vor. Geringverdiener und Auszubildende wären nach diesem Modell nicht mehr benachteiligt. Bezieher höherer Einkommen bekämen ihre Fahrtkosten nur noch teilweise gedeckt. Im konkreten Beispiel würde bei einer Pendlerzulage von zehn Cents pro Entfernungskilometer die Entlastungswirkung bei hohen Einkommen nahezu halbiert, während Bezieher niedrigerer Einkommen um 20 Prozent stärker entlastet würden.


© 2003 Financial Times Deutschland

URL des Artikels: http://www.ftd.de/pw/de/1061019383187.html

Cisco
18.08.2003, 12:12
Der hat sicher unsren Thread gelesen ;-))

Cisco

pergamoni
18.08.2003, 12:31
Original geschrieben von Cisco
Der hat sicher unsren Thread gelesen ;-))

Cisco


Hallo!

Fährt Herr Eichel denn Volkswagen....:D :confused: :D


GM

Cisco
18.08.2003, 13:00
Original geschrieben von pergamoni
Hallo!

Fährt Herr Eichel denn Volkswagen....:D :confused: :D

GM

Wenn er seinen privaten Haushalt genauso führt wie den des Staates, wird er sich schon garnix besseres leisten können als nen 2er Golf ;-))

Cisco

Cisco
18.08.2003, 14:34
"Die Deutsche Bahn hingegen begrüßte Eichels Vorhaben. Die Entscheidung sei ein weiterer Schritt für faire Rahmenbedingungen im Verkehrssektor und ein "positives umweltpolitisches Signal", sagte Bahn-Sprecherin Claudia Wachowitz."

Ist die bekloppt alter...

"faire Rahmenbedingungen"...ja klar :-)
Alle stellen fest es ist unfair dass Autofahrer benachteiligt werden und die Schnepfe von der Bahn sagt das wäre endlich der richtige Schritt zu Fairness...LOL

Dumms Schaf...Sorry, aber was andres fällt mir bei der nicht ein ;-)

Man möchte ihr ja auch keinesfalls unterstellen sie würde nur auf die Interessen ihres Arbeitgebers schauen, wenn sie von Fairness im Verkehrssektor spricht... ;-))

Cisco

Speedy
18.08.2003, 15:20
Original geschrieben von Niemals Servo
Ich weiß immer noch nicht was ein Verfassungsgericht dagegen haben könnte. Es muss ja niemand auf'm Land leben man kann ja auch in die Nähe des Arbeitsplatzes ziehen. Zumindest theoretisch. Dass Lebenspartner in einem anderen Ort arbeiten, in Städten teils kein bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht, müsste wohl mal jemand nach Berlin durchgeben. Dort lässt sich übrigens relativ prima mit dem ÖPNV leben und es gibt genug (Platten)wohnungen. Vielleicht hat das zu sehr abgefärbt.

Grundsätzlich muß man alle Einnahmen versteuern. In § 9 Einkommensteuergesetz ist geregelt, daß Werbungskosten dazu dienen, seine Einnahmequelle zu erhalten und zu sichern. Demzufolge kann sowas nicht eingeführt werden.
Wo jemand wohnt ist grundsätzlich egal. Man kann nicht die Werbungskosten kürzen, mit der Begründung, daß man ja gleich neben seinem Arbeitsplatz eine Wohnung nehmen kann.
Genauso kann man niemandem vorschreiben, daß er ein günstigeres Arbeitsmittel kaufen kann (z. B. Bohrmaschine bei Aldi anstatt eine von Fein) und somit nur die Aufwendungen für das günstigste Modell anerkannt wird.
Das ganze ist schlichtweg eine kranke Idee von unseren hirnlosen Politikern, die mit den dicken Spritfressern auf unsere Kosten in der Gegend rumfahren.

Gruß

A4 Avant V6 TDI
18.08.2003, 16:17
Hi!

Gerade hab ich im Radio von einer anderen Möglichkeit gehört:

Nichts wäre erst mit dem 21. Km. Denn der nächste Vorschlag heißt: Pauschale ab dem 1. km, aber nur noch 20 Cent/km für alle.

Na wenn ich das bei mir durchrechne mit abzusetzenden 48 km/Tag. Da wären mir ja die 21 km Regelung lieber, als 20 Cent ab dem 1. km. Das würde nur solchen Personen etwas bringen, die weniger als 40 km zur Arbeit haben.

Übrigens ich halte von dem Ganzen auch nichts. Die sollen doch erst mal die Pensionen und Diäten der Abgeordneten kürzen. Speziell mit gekürzte Pensionen und Übergangsgelder ließe sich bestimmt das Gleiche wenn nicht mehr einsparen.

Gruß
A4 Avant V6 TDI

Tina
18.08.2003, 17:53
Ich halte von der neuen Regelung absolut nichts.
Da wird wieder am falschen Ende gekürzt. :mad:

Als ob es in der heutigen Lage nicht schon schlimm genug ist, wenn man eine Strecke ab 50 km aufwärts zur Arbeit hat, nein, da gibt es erstmal weniger Kohle an Fahrtkosten und die, die unter 20 km liegen, schauen in die Röhre.

Und wer steigt auf Bus und Bahn um, wenn er zigmal umsteigen muss und dafür auch noch Stunden eher aus dem Haus geht?

:confused:

Tina

Niemals Servo
18.08.2003, 18:33
Original geschrieben von Speedy
Grundsätzlich muß man alle Einnahmen versteuern. In § 9 Einkommensteuergesetz ist geregelt, daß Werbungskosten dazu dienen, seine Einnahmequelle zu erhalten und zu sichern. Das ganze ist schlichtweg eine kranke Idee von unseren hirnlosen Politikern, die mit den dicken Spritfressern auf unsere Kosten in der Gegend rumfahren.



Der § ließe sich wohl auch ninch ändern.

Das ganze ist schlichtweg eine kranke Idee von unseren hirnlosen Politikern, die mit den dicken Spritfressern auf unsere Kosten in der Gegend rumfahren.

Einige Politiker werden im Sommerurlaub mitbekommen, dass ein Auto zwischendurch gegen Geld aufgetankt werden muss. Das können sie den anderen berichten, die es wohl zwischenzeitlich vergessen haben.

MikeB70
19.08.2003, 19:28
Irgendwas läuft da doch ziemlich schief! :mad: :mad: :mad:

Aus umweltpolitischer Sicht könnte ich ja noch nachvollziehen, wenn der ÖPNV-Nutzer gegenüber dem Autofahrer finanziell bevorzugt würde. Dass ich davon überzeugt bin, dass Umweltgesichtspunkte für solche Überlegungen und die Ökosteuer nur ein Deckmäntelchen sind, steht auf einem anderen Blatt.

Wo mein Verständnis aber aufhört ist folgender Punkt: Von einem Arbeitnehmer wird erwartet auch weit vom Wohnort entfernte Beschäftigungsverhältnisse anzunehmen, wenn in der Nähe nichts zu bekommen ist, damit er den sozialen Netzen nicht zur Last fällt. Aber gerade derjenige, der dieser Erwartung nachkommt und sich nicht aussuchen kann, ob er Auto oder ÖPNV nimmt, wird zunehmend bestraft. Sicher, theoretisch kann sich jeder aussuchen, ob er auf dem Land wohnt und 80 km zur Arbeit hat oder in der Stadt nur 10 km. In der Praxis sieht es aber leider anders aus. Um beim Beispiel mit den 80 km (einfache Strecke) zu bleiben: derjenige hat pro Jahr 32.000 km Arbeitsweg bei 200 Arbeitstagen (hin und zurück). Er pumpt schon alleine durch Sprit, Reparaturen usw. 'ne Mege Kohle ins Finanzministerium. Wenn man aber noch davon ausgeht, dass er alle 250.000 km (7,8 Jahre, wenn er privat keinen Meter fährt) ein neues Auto braucht, stellt sich so langsam die Frage, ob sich finanziell überhaupt noch lohnt Arbeiten zu gehen.

Mike

MikeB70
19.08.2003, 19:34
Original geschrieben von Niemals Servo
Einige Politiker werden im Sommerurlaub mitbekommen, dass ein Auto zwischendurch gegen Geld aufgetankt werden muss. Das können sie den anderen berichten, die es wohl zwischenzeitlich vergessen haben.

Dann liegt meine Hoffnung auf den Politikern, die in ihrem Sommerurlaub außerdem mitbekommen, dass in Deutschland auch die Kaste der Autofahrer wahlberechtigt ist! :D

Mike