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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ab wann lohnt sich eigentlich ein Diesel??


Mondi
31.10.2002, 15:29
Hallo ich schon wieder,

wie einige von Euch schon gelesen haben möchte ich meinen Benziner Passat Variant 1,8T verkaufen und einen 1,9 TDI PD Tiptonik kaufen.

Es gibt ja versch. Angaben ab wann sich ein Diesel lohnt. Da schwirren Zahlen von 10.000 - 25.000 km p.a. rum. Ich weiß es hängt viel von der Fahrweise und so ab. Aber ne Richtlinie müsste es doch für die Passatgröße geben.

Wieder mal danke an alle !!

MONDI

Grizzler
31.10.2002, 15:37
Kann man aber leider nicht so pauschal sagen. Hängt zB auch von deiner Versicherungseinstufung ab. Geht ja sogar soweit das der Kundendienst bei einem Diesel teurer ist. Gab vom ADAC demletzt mal einen Vergleich zwischen vielen Modellen Benziner vs Diesel. Vielleicht findest du ja auf deren Homepage noch was.

Rolling Thunder
31.10.2002, 15:40
Das läßt sich pauschal leider wirklich nicht sagen.

Nimm einfach mal eine Tabellenkalkulation (z.B. Excel) und trag die paar Daten ein und rechne sie durch.

Die größten Faktoren sind dabei die Versicherung (dabei kommt es ja auf Deine Einstufung und Region an), die Kfz-Steuer beim Diesel, der Verbrauch und der zu erwartende Wertverlust, der beim Diesel etwas geringer ausfallen wird.

Für einen groben Überschlag sollte das reichen. Falls Du es genau wissen willst, mußt Du noch die Unterschiede bei der Wartung usw. mit einrechnen.

tehr
31.10.2002, 15:47
Den Aufpreis, den Du für den Diesel bezahlst, kannst Du Recht lange beim Wiederverkauf reinholen.

Die Wartungskosten würde ich nicht vernachlässigen.

BlackMagic
31.10.2002, 16:22
Sicher kann man das so pauschal nicht sagen. Ich würd aber mal die Zahl 20.000 in den Raum werfen. Ich denke, wenn du über 20.000km p.a. fährst, bis du mit dem Diesel auf der sicheren Seite.

AudiMax
31.10.2002, 16:23
Rechne dir das mit deinen persönlichen Daten selber aus. Ich kenne jemanden, der wegen seines Schwerbeschädigtenausweises 50 % Steuerrabatt beim FA bekommt, wenn man dann noch in der Versicherung bei 30 % ist und ein Fahrzeug nimmt, bei dem die Versicherungseinstufungen von Diesel und Benziner dicht zusammen liegen, kann sich der Diesel schon unter 10TKM lohnen. Bei 125 % und einem Gebrauchten Diesel nach EU1 reichen vielleicht auch 30TKM noch nicht. Aber exakt läßt sich das sowieso nicht ausrechnen, da Wertverlust, Entwicklung der Versicherungseinstufung und Wartung/Reparatur nicht auf mehrere Jahre vorausgesagt werden können. Beim Verbrauch würde ich dir aber empfehlen, nicht mit den Prospekt-Daten zu rechnen. Schau lieber in Autozeitschriften oder frage hier im Forum, was das entsprechende Modell in der Praxis verbraucht.
Und fahr die Motor/Getriebekombination unbedingt probe. Ich würde mir das mit der Automatik überlegen. Bin neulich einen C220 CDI Automatik gefahren, es war furchtbar. Bei ruhiger Fahrweise schaltet das Ding ständig voll ins Turboloch rein, also bin ich in den manuellen Modus gegangen, was die Frage nach dem Sinn der Automatik aufkommen ließ. Leider wurden die manuellen Befehle immer rund eine Sekunde zeitverzögert ausgeführt, was auch sehr gewöhnungbedürftig war. Und dann sagt man Mercedes nach, die Firma baue sowohl gute Automaten als auch gute Diesel-Motoren. Na gut, die 10 Jahre alte Kombination 250D Sauger mit Automatik war zwar langsamer, aber ohne Turboloch deutlich harmonischer. Bei den "Bums!"-TDI´s kann ich mir kaum vorstellen, daß die mit Automatik angenehmer zu fahren sind.

P.S. Wenn du deinen relativ neuen Benziner jetzt schon verkaufen willst, berücksichtige auch, daß du gerade am Anfang einen sehr hohen Wertverlust hast. Vielleicht wird es daher unterm Strich auch nicht teurer, trotz höherer Spritkosten den Wagen doch noch einige Monate zu fahren. Aber in der Rechnung sind so viele Unbekannte, wie´s wirklich am besten ist, weißt du eh erst nachher.

Jürgen Ebert
31.10.2002, 17:28
Es hängt von vielen Faktoren ab, so wie es schon beschrieben wurde. Die Frage ist, ob sich die Frage nur nach den Kosten richtet. Mir persönlich ist auch der Fahrspaß wichtig. Der Drehmomentverlauf vom TDI ziehlt jedenfalls genau auf meinen Fahrertyp ab. Also würde ich auch bei geringer Jahresfahrleistung dem TDI den Vorzug geben, auch wenn es unterm Strich etwas teurer wäre.

tehr
31.10.2002, 17:40
Ich kann mich Jürgen auch anschließen. Ständig hört man, dass man viel fahren MUSS, damit man sich einen Diesel kaufen DARF.

Dass TDI fahren auch Spaß machen kann, wird leider gerne übersehen. Ich würde auch als Wenig-Fahrer meinen 85 kW-TDI keinesfalls gegen eine 85-kW-Benziner tauschen.

Da Mondi aber einen 1,8T fährt, kommt er schon ständig in den Genuss eines Turbos.

Raoul
31.10.2002, 19:50
Hallo!

Vielleicht hilfe dir dieses Liste einwenig weiter: ADAC Diesel/Benziner Vergleich (http://www.adac.de/images/8_12654.pdf)

Gruß

Raoul

Mike_Golf_IV
31.10.2002, 21:29
Es gibt keine fest Richtlinie. Hängt z.B. stark von Deinen Versicherungs-Prozenten ab. Und davon, welche Fahrzeuge Du miteinander vergleichst. Auf meiner Web-Site findest Du eine EXCEL-Datei, mit der Du das durchrechnen kannst.

sax
01.11.2002, 07:35
ich würde mal sagen hängt davon ab was die eu noch so alles will und was uns die sozen noch so an steuer"geschenken" bringen!!!:mad:

evk51
01.11.2002, 10:02
Sehe ich auch so.

Was heist denn lohnen?

Treibstoffsparen? Fahrspass? Fahrleistungen? Geräusch?

.."wenn`s ums Geld geht" gibt es billigere Autos die gar nicht mit einem Diesel angeboten werden...

Alu- Felgen kosten auch mehr Geld, hab ich da einen Nutzen beim Fahren? Die hat man oder auch nicht!

Meine Diesel machen Spass, billiger wäre ich bestimmt mit Benzinmotoren!


Adalbert

Walter
01.11.2002, 10:57
...für Fahrer, die Spaß haben an der typischen TDI-Charakteristik (PD wie VEP): Viel Drehmoment von unten rauf, ruckfreier Lauf bei allen Drehzahlen -von Leerlauf an, ruhiger unaufgeregter Motorlauf mit stets niedrigeren Drehzahlen als ein vergleichbarer Benziner. Das allein schon ist für mich "Fahrkomfort".
Vom Verbrauch und den anderen Kosten kann man ja nachlesen, was auf einem paßt. Zumindest der 100 PS-PD hat ja einen gewaltigen Steuervorteil -mit Handschaltgetriebe.
Was die Wartung anlangt: Wo verstecken sich denn die "hohen Wartungskosten" von denen hier gelegentlich gefaselt wird?
Mit WIV höchstens alle 30 TKm zu einer kleinen Inspektion, -na und? (...und manche, wie ich, machen nie eine Inspektion und erreichen dabei 202 TKm störungsfrei!).
Es gibt nur einen Grund, KEINEN Diesel zu fahren: Wer es gern "sportlich" mag und beim Beschleunigen immer glaubt, aus Spaß an der Freud' die Gänge ausdrehen zu müssen, sitzt in einem TDI definitiv hinter'm falschen Motor! Der kann das zwar auch, aber das entspricht nicht dem Diesel-Naturell -auch wenn's geht- und irgendwann gibt's die Quittung, z.B bei der Lebensdauer. Sicher, auch wenn's manche nicht glauben.

BlackMagic
01.11.2002, 11:02
Hallo Ihr,

da sprecht ihr mir aus der Seele. Mir ist die Leistungscharakteristik eines Diesels auch lieber als die eines Benziners.
Allerdings will doch Mondi seinen 1.8T gegen einen TDI eintauschen und ist sich einfach noch nicht sicher. Noch dazu, weil er dann den teueren 1.8T, der noch fast neu ist mit großem Verlust verkaufen muss.
Jetzt braucht er eine Kilometerangabe, um seine Meinung zu bestärken.
Ich finde, dass kann man nicht mit der Leistungscharakteristik abhandeln, da Turbo fährt er ja schon.