PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Longlife-Inspektion bei Nichtlonglife-Golf?


tortenheber
31.10.2002, 21:24
Heute haben wir unseren Golf TDI Bj.02/2001 von der Inspektion wiederbekommen,zu meiner Überraschung wurde eine Longlife-Inspektion durchgeführt,es war schon schwierig genug den Kundendienstleiter davon zu überzeugen,dass Longlife-Öl völliger Unsinn bei unserem Golf wäre,die Brühe muss doch sowieso nach 15Tkm raus,die Frage,ist diese Longlife-Inspektion überhaupt die richtige für unser Fahrzeug,muss die nicht irgendwie"erweiterte Inspektion mit Ölservice"oder so ähnlich heissen und auch günstiger sein,die Longlife hat alleine schon 107€ ohne Material gekostet,das kann doch wohl nicht sein,dass ich jetzt genauso teure Inspektionen wie die Longlife-Fahrer habe und das auch noch öfter!:mad:

emotion
31.10.2002, 21:38
Hat er denn nun LongLife oder nicht?Wenn ja-warum soll das Öl denn alle 15tkm raus?Und wenn nicht,warum läßt du einen LongLife Service machen??Und wenn es der erste Service ist-nach fast 2 Jahren ist das doch völlig okay!Oder der wievielte Service ist das?Inspektionsintervalle sind fest-der LongLife dagegen nicht.Und was hast du denn in Auftrag gegeben?Weißt du garnicht,was an deinem Auto gemacht wird oder gemacht werden soll?Der Servicemann sollte dir aber schon genauer Auskunft geben-die können doch nicht irgendwas machen.
Tschau.

tortenheber
31.10.2002, 21:48
Hi,nein unser TDI ist nicht Longlife-fähig,trotzdem wollte der Kundendienstleiter darauf bestehen,Longlife-Öl einzufüllen,war schwer den davon abzubringen,das ist übrigens unsere zweite Inspektion,wir haben die vorgezogen weil an der Bremsanlage ein kleiner Defekt war,bei der eigentlich im nächsten Jahr fälligen Inspektion wäre dann der Bremsflüssigkeitswechsel sowieso dabeigewesen,deshalb die Vorwegnahme;)
Eigentlich sollte der Kundendienstleiter doch am besten wissen,welche Variante die günstigste und angebrachteste für unser Fahrzeug wäre,oder sehe ich das falsch?Ich vermute mal,dass die Werkstätten mit den Werksvorschriften bezüglich der Inspektionen/Services schon selber nicht mehr durchblicken.

BlackMagic
31.10.2002, 21:54
Interessant, interessant. Ich muss aber sagen, dass ich das Problem der Werkstatt nicht verstehe.
Ist es denn nicht mehr möglich seinen Golf normal warten zu lassen ohne dieses Long-Life? Anscheinend nicht.
Aber da muss man doch was machen können. Da gibt es irgendeine Schlüsselnummer, die aussagt ob er longlife-fähig ist oder nicht, bin mir jetzt nicht sicher, aber die Long-Lifer, wie auch meiner haben QG1 als Schlüsselnummer. Die Nummer des Normalservices muss man doch dem Werkstattmeister zeigen können (Aufkleber im Serviceheft), vielleicht glaub er es dann.

Aber so viel Geld für das Öl hinzublättern, wenn ich das Öl gar nicht brauche, würde ich auch nicht einsehen.

tortenheber
31.10.2002, 22:24
Die Longlife-Inspektionen sind doch bestimmt umfangreicher,da werden die die"normalen"Inspektionen doch wohl nicht abgeschafft haben,da würde sich der Besitzer eines 95er-Golf III
aber bedanken:confused:
Nochmal,unser Fahrzeug ist definitiv nicht Longlife-fähig,da wird aber anscheinend nicht so genau hingeschaut und lieber mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

easybox
01.11.2002, 00:29
Das schaut für mich eher nach dreister Abzocke aus. Wie viele von den "dummen" Kunden wissen den wirklich, welches Öl und welches Service das Auto braucht.
Und wenn der Meister das mit dem besseren oder doch nur teureren Öl sagt, dann wird´s schon stimmen?!?

Jedenfalls ist das wieder ein hinweis, dass man nicht genug aufpassen kann!

dbhh
01.11.2002, 08:54
Die spinnen wohl.

Gruß

Speedy
01.11.2002, 10:33
Schau erst mal auf den Fahrzeugdatenträger (Aufkleber vorne im Service-Heft). Wenn das Kürzel "QG1" eingetragen ist, ist der Motor auf Long-Life ausgelegt. Falls nicht darf die Maschine überhaupt nicht mit Long-Life-Öl betrieben werden, weil sie konstruktiv darauf gar nicht ausgelegt ist. Vermutlich steigt dann der Ölverbrauch ins unermäßliche.

PD-TDI
01.11.2002, 11:31
Hi,

was ist es denn für ein TDI? Wenn es ein 115PD ist, dann hat er kein Longlife!!!Und außerdem solllte man sich nicht von irgendsolchen Vollpfosten von KD-Beratern vollquatschen lassen. Du gibst den doch den Auftrag und die machen gnau das, wass du sagst. Wenn nicht, dann geht man wo anders hin. Außerdem dürfen sie aiuch nur das abrechnen, was du in Auftrag gegeben hast. Sollte sich herausstellen, dass das mit dem Longlife nicht stimmte, dann ab zum Chef vom AH oder direjt bei VW melden.

Es kann ja wohl nicht sein, dass Kunden, die sich nun nicht so genau mit ihrem Auto beschäftigen über den Tisch gezogen werden.

Mike_Golf_IV
01.11.2002, 13:28
Original geschrieben von tortenheber
Hi,nein unser TDI ist nicht Longlife-fähig,trotzdem wollte der Kundendienstleiter darauf bestehen,Longlife-Öl einzufüllen,war schwer den davon abzubringen

Das ist ein ganz schöner Hammer, denn in einen nicht-longlife-fähigen Motor darf kein LL-Öl eingefüllt werden, weil der Motor dafür gar nicht geeignet ist!

gwg
01.11.2002, 13:31
Original geschrieben von Speedy
Schau erst mal auf den Fahrzeugdatenträger (Aufkleber vorne im Service-Heft). Wenn das Kürzel "QG1" eingetragen ist, ist der Motor auf Long-Life ausgelegt. Falls nicht darf die Maschine überhaupt nicht mit Long-Life-Öl betrieben werden, weil sie konstruktiv darauf gar nicht ausgelegt ist. Vermutlich steigt dann der Ölverbrauch ins unermäßliche.


VORSICHT,
es gab auch bei den 115 PS PD-Bora-Fahrzeugen welche mit dem "QG1" OHNE Longlife Ausrüstung!!!
Ich spreche aus eigener Erfahrung!
Baujahr 6/2000.
Mit freundlichem Gruß
Günther

Speedy
01.11.2002, 19:13
Original geschrieben von gwg
VORSICHT,
es gab auch bei den 115 PS PD-Bora-Fahrzeugen welche mit dem "QG1" OHNE Longlife Ausrüstung!!!
Ich spreche aus eigener Erfahrung!
Baujahr 6/2000.
Mit freundlichem Gruß
Günther


Richtig. Die ersten AJM-Motoren wurden mit dem Kürzel "QG1" ausgeliefert, obwohl sie noch nicht long-life-fähig waren. Dazu gab es aber von VW die Anweisung an die Werkstätten, das Kürzel vor Auslieferung an den Kunden zu streichen.

Fakt ist jedenfalls, daß ein Motor, der nicht auf Long-life ausgelegt ist, nicht mit Long-life-Öl betrieben werden darf.

Gruß
Speedy

Roger
01.11.2002, 21:17
Speedy hat Recht !

Tortenheber sollte unbedingt sein falsch eingefülltes Öl gegen ein geeignetes austauschen lassen. Die Longlife-Öle haben eine reduzierte Heißtemperatur-Viskosität, an die die Mechanik angepasst sein muss, sonst können teure Folgeschäden eintreten.
Von der Werkstatt bestätigen lassen, welches Öl zuerst verwendet wurde, damit bei Folgeschäden die Haftung klar ist. Bis zum Wechsel den Motor nicht stark belasten und auf der Autobahn Dauervollgas unbedingt vermeiden.

emotion
01.11.2002, 21:51
Angenommen,er hätte LongLife und möchte aber 1x im Jahr eine Inspektion oder nur Ölwechsel machen lassen,was für ein Öl soll denn dann rein?LongLife rechnet sich ja da nicht.Wenn er 1x im Jahr Ölwechsel macht mit wesentlich preiswerterem Öl,dann rechnet sich das doch.Meine Frage-weiß einer ganz genau,ob die Motoren,die auf LL=teures Öl ausgelegt sind,auch mit 5W30 betrieben werden können?Stimmt,es ist wirklich nicht immer einfach mit den Inspektionsintervallen bei VW/Audi.Oder anders:seeehr kompliziert und nicht immer durchdacht?
Oder kapier ichs nicht?
Tschau und ein schönes Wochenende.

Speedy
02.11.2002, 06:17
Wer von Long-Life auf die normalen Intervalle umstellen will, kann die für Fahrzeuge ohne Long-Life freigegebenen Ölsorten verwenden. Ein Synthetiköl sollte es schon sein, da mineralische Öle Ablagerungen verursachen, die sich später - wenn wieder auf Long-Life umgestellt werden soll - lösen können und so evtl. für einen erhöhten Ölverbrauch sorgen können.

Ich selber würde vermutlich sofort von Long-Life auf die normalen Intervalle umstellen und ein 5W40-Öl verwenden.

tortenheber
02.11.2002, 13:42
Also,wie gesagt,bei unserem Fahrzeug handelt es sich um einen nicht Longlife-fähigen Golf TDI-PD mit 74KW/100PS,EZ02/2001,mir geht es in erster Linie um die Inspektion,heisst die jetzt"Longlife-Inspektion"oder müsste die nicht eigentlich"erweiterte Jahresinspektion"oder so ähnlich heissen?Ich muss auf jeden Fall einmal jährlich zur Inspektion,ausserdem alle 15Tkm zum Ölwechsel,ich bin zwar noch nicht viel schlauer geworden,trotzdem vielen Dank für Eure Antworten:)

beetle24
02.11.2002, 14:34
Moin aus Wolfsburg,

der Hinweis, der Betrieb von Longlife-Motoröl in einem zb. 74KW-TDI ohne Longlife-Merkmal QG1 wäre schädlich für den Motor und müsste ausgetauscht werden, ist nicht richtig.

LL-Öl ist für Fahrzeuge der letzten Modelljahre , die werkseitig nicht mit LL-Service ausgerüstet ist nach Angaben von Volkswagen zwar nicht erforderlich aber auch nicht schädlich.

Es ist zwar richtig, dass LL- und Nicht-LL-Öle unter anderem eine andere Viskosität aufweisen - entscheidend ist, dass der Motor auf ein W30 Öl ausgelegt ist. Das wiederum ist bei allen Leistungsvarianten der 1,9-PD-Baureihe der Fall.

Dazu folgende Details:

Die Motore der gleichen Baureihe - einmal vor Einführung von QG1 und nach serienmässiger Ausrüstung mit QG1 können in beiden Fällen entweder mit LL-Ölen oder Nicht LL-fähigen Ölen ohne Schaden für den Motor betrieben werden, da die Motormechanik identisch ist.
Das Merkmal QG1 ändert nicht den Motor selbst sondern beeinhaltet u.a. den neuartigen Ölstandsgeber G266, eine wartungsfreie Batterie, eine Bremsbelagsverschleissanzeige, einen Motorhaubenkonkat und die entspr. Software im Schalttafeleinsatz.

Weiterhin kann der Kunde eines Motors mit QG1 selbst entscheiden, mit welcher Ölsorte er seinen Motor befüllt.
Wechselt ein Kunde z.B. eines TDI-PD mit QG1 und der vorgeschriebenen LL-Ölnorm 50601 (das ist ein 0W30) auf normales Öl 50501 (das ist ein 5W40) so muss er lediglich im Schalttafeleinsatz auf Laufleistungs/Zeitabhängigen Service umprogrammieren lassen und dieses natürlich auch beachten.

Er kann künftig beim Ölwechsel beliebig zwischen beiden Wartungsformen hin- und her wechseln - muss dann nur umcodieren lassen.

Alles zum Motoröl mit Auswahlabellen sowie einer kurzen Einführung in die Technik zur Wartungsintervall-Verlängerung ( Longlife) auf meiner Website www.beetle24.de. Hier der direkte Link zum Unterkapitel "Motoröl" www.service.beetle24.de (http://www.service.beetle24.de) .

Zum aktuellen Vorgang selbst:
Ich finde das natürlich auch sehr ärgerlich - wobei ich fairerweise sagen muss, dass ein 74KW-PD ohne LL-Service wirklich ungewöhnlich ist.

Vielleicht sollte man sich aus Plausiblilitätsgründen die Batterie anschauen, ob es die neue Blei-Calcuim ist. Sie hat einen Aufkleber und neben dem Minuspol ein "magisches Auge" ( grün/schwarz/gelb).

Abschliessend wäre noch interessant, welche Codierung der Händler nun programmiert hat. Unter dem Adresswort 17 im Kanal 45 müsste eine 1 stehen für ohne LL oder eine 4 stehen für den 74KW-TDI mit LL. Hat er dort nicht eingegriffen, könnte die Werkseinstellung Lichts ins dunkel bringen.

Vielleicht ist ja doch LL drin.... und keiner weiss es :D

Viel Erfolg
und schöne Grüsse

tortenheber
02.11.2002, 15:53
Moin Manfred,
Ich bin grad noch mal in die Garage,hab mir die Batt. auch noch mal angekuckt und das Bordbuch mitgebracht.
Also,kein magisches Auge auf der Batterie(Abdeckung+Sicherungshalter hatte ich runter)und QG1 steht auch nicht auf dem Fz.datenträger,dafür ist mir aufgefallen,dass der Serviceaufkleber an der B-Säule aussagt,es wäre ein zeitabhängiger Service ausgeführt worden,das steht dem Rechnungsposten ja wohl eindeutig entgegen,ich werde wohl nächste Woche mal Alarm schlagen bei denen,ich hoffe,dass die mir meine schätzungsweise 50€ zurückzahlen,94€ hat nämlich die erste Inspektion gekostet.
Vielen Dank für Deine Hilfe,das mit dem Öl war mir übrigens klar ;)
Freundliche Grüsse nach WOB von Andreas

Roger
02.11.2002, 17:25
@beetle 24:

Dann ist das, was hier

http://www.michaelneuhaus.de/golf4basteltip.htm#oel

zum Thema LL-Öl steht, wohl falsch. Schade, denn bisher war das immer eine sehr informative Seite.

beetle24
02.11.2002, 18:56
Hallo Roger,

Michaels Seiten sind sehr informativ und vielseitig. Ich wusste allerdings nicht, das dort auch etwas über LL zu finden ist.

Da wir alles im Leben lernen müssen - auch das Wissen - sind wir auf gute Lehrmeister und authentisches Wissen angewiesen.

Vieles von dem, was in privaten Webseiten verkündet wird, beruht nicht immer auf eigene Erfahrungen oder Fachwissen sondern auf Hörensagen oder "Lesen" . Mitunter kommt die fachliche Kompetenz, die Richtigkeit von technischen Aussagen hieb und stichfest zu machen zu kurz. Das geht jedem von uns mal so. Da der technische Fortschritt die Technik nicht anhält, nutze auch ich gelegentlich bei Zweifeln die Möglichkeit, direkt die "Quelle" einzusehen ;).

Volkswagen hat in den mir zugänglichen Dokumentationen keine Warnung ausgesprochen, aktuelle TDI-Motore der letzten Modelljahre - insbesondere die hier angesprochene PD-Baureihe- mit LL-Öl zu befüllen, falls das Fahrzeug nicht LL-fähig ist.

Diese Aussage scheint mir wichtig, damit nicht die Leute ihr gutes Öl weggiesen.

Das mag für ältere Motore z.B. aus der davorliegenden Generation z.B. B3, Golf 3 durchaus anders sein.

Schöne Grüsse :)
und vielleicht sehen wir uns mal wieder auf Michaels toller Golf-Seite

Mike_Golf_IV
03.11.2002, 12:22
Original geschrieben von beetle24
Volkswagen hat in den mir zugänglichen Dokumentationen keine Warnung ausgesprochen, aktuelle TDI-Motore der letzten Modelljahre - insbesondere die hier angesprochene PD-Baureihe- mit LL-Öl zu befüllen, falls das Fahrzeug nicht LL-fähig ist.

Diese Info habe ich aus der mot oder der GF - kann gleich nochmal nachschauen. Fand die Begründung in dem Artikel eigentlich plausibel.

Roger
03.11.2002, 12:33
@Mike_Golf_IV:

Hi,

ich war auch etwas verwundert. Bisher hatte ich das auch immer geglaubt (siehe mein Posting weiter oben). Allerdings neige ich mittlerweile dazu, den Infos von beetle 24 alias Manfred mehr zu vertrauen, der Mann scheint direkt "an der Quelle" zu sitzen. Schau Dir mal seine Seite an, da kann man unschwer erraten, wo er arbeitet ...
Schade, dass er nicht auch eine eigene Golf-Seite hat (habe aber noch Hoffung) *ggg*.

Mike_Golf_IV
03.11.2002, 12:55
Also, die mot hat in 1/00 geschrieben:
'Die techn. Vorraussetzungen des LL-Konzepts ... sind ... engere Toleranzen hoch belasteter Motorteile...'

Das zum Thema 'es wurde nichts am Motor geändert'

Desweiteren steht dort zum Thema LL-Öle:
'Diese dürfen ausschließlich in WIV-Fahrzeuge eingesetzt werden'

Weiter unten steht nochmal deutlicher:
'Esso traut sich erstmal nicht das ... Ultron LongDrain in seinen Tankstellen feilzubieten. Dürfte doch die Teilzeitkraft an der Kasse fachlich kaum in der Lage sein, diesen Schmirstoff Nicht-WIV-Fahrern zu verweigern. Und das wäre nötig, denn dieser extrem dünne Saft ist weder für Motoren ohne WIV geeignet, noch für andere PKW-Motoren. Denn bisher hat sich außer Ford kein anderer Kfz-Hersteller unter die Schmierfilm-Tragfähigkeitsschwelle von 3,5 Millipascal-Sekunden gewagt, währedn VW für die neue LL-Qualität 2,9 bis 3,4 mPas für die scherstabile Viskosität bei 150°C vorschreibt'

In der GF 02/00 steht:
'LL-Motoröl ist für die bisherigen Motoren ohne WIV ungeeignet und soll deshalb nicht eingefüllt werden. Anstelle längerer Wechselintervalle riskiert man bei den älteren Systemen höchstens einen kapitalen Motorschaden.'

Also, solange ich jetzt nicht ein offizielles VW-Dokument zu Gesicht bekomme, das das Gegenteil behauptet, werde ich die Infos auf meiner HP nicht ändern!

Den das VW nichts zur Verwendbarkeit von LL-Ölen in nicht WIV-Fahrzeugen sagt, bedeutet nicht, das dies unbedenklich wäre.

beetle24
03.11.2002, 16:19
Hallo Leute,
hallo Michael...
... ich kann nichts daran ändern, dass in der Presse vor fast 2 Jahren jemand sich zu der WIV ausgelassen hat... und es ist mir auch egal, ob jemand daraus sein Wissen ableitet...

Ich meine nach wie vor:
- VW sagt für Qg0 und Qg2 , dass bei Fz, die werkseitig nicht mit LL-Service ausgestattet ist, kein LL-Motoröl notwendig ist (Service Handbuch Seite 194 vom 31.1.2002).

- Daß die aktuelle Motorreihe mit WIV z.b. 1,9L- PD je nach Kundenwunsch mit beiden Ölsorten befahren werden kann - es muss nur die WIV decodiert werden.

- Daß die aktuellen Motoren vor und nach Einführung der WIV sich nicht in den Toleranzen oder der Verträglichkeit von VW-Ölen geändert haben. Die Tauglichkeit von WIV bei den aktuellen Motoren ist nicht der Motor als solcher, sondern die zusätzliche techn. Ausstattung im Fz, also Batterie, Ölstandsgeber, Bremsverscheissnazeige, Haubenkontakt usw.

- Wie man auf meiner HP in den Original-Seiten von VW nachlesen kann, setzte die WIV in KW25/99 ein.... bei PD aber erst ab Mj 2002. In der Übergangszeit kann es vorkommen, dass Fz mit TDI-PD noch ohne WIV gebaut wurden.

Im Übrigen habe ich ja die goldene Brücke gebaut und gmemeint, dass es bei *älteren* Motoren z.b vor dem Golf4-1998 anders sein kann.

Zum Abschluss noch ein Hinweis wegen Michaels Zitat aus seiner Zeitung. Es ist von extremer Dünnflüssigkeit bei LL-Ölen die Rede: Beim Benziner ist der Unterschied von 50300 (0W30) zu 5000 (5W40) nicht gerade umwerfend - beim TDI-PD gibt es jetzt sogar das Kombiprodukte nach Norm 50601 als 5W40 für alle PD ob mit oder ohne WIV. .

Ölige Grüsse :)

tortenheber
09.11.2002, 13:56
Also,nach Protest unsererseits hat man uns jetzt eine korrigierte Fassung der Rechnung zugestellt,die"Longlife-Inspektion"für 150€ ist jetzt neuerdings eine"Inspektion mit Mob.garantie"für 150€,die aber im Februar noch 96€ gekostet hat,eine Frechheit,wie wir meinen.
Dazu sind die noch nicht einmal imstande einen Kostenvoranschlag mit den korrekten Fahrzeugdaten zu erstellen,nach zweitem Anlauf,wohlbemerkt!(dabei geht es um eine Delle in der Fahrertür),armes Deutschland,gnade vor Deinen Fachkräften!

beetle24
09.11.2002, 15:22
Tortenheber..
... ist ja ein Ding..Die Inspektion schliesst ja automatisch und ohne Aufpreis eine Mobigarantie mit ein....
.. die Sache mit dem Preis könnte so gelaufen sein..... dass der Händler den Mehrpreis für die unverlangte WIV-Verlängerung nicht auszahlen kann (will??)... man müsste prüfen, ob die Inspektion derzeit immer noch 96Euro kostet - dann müsste er den Differenzpreis nachträglich erstatten...
Gruss :)

tortenheber
10.11.2002, 11:09
Hi Manfred,
Ich muss mich leicht korrigieren,auf unserer ersten,falschen Rechnung steht"Longlife Inspektions-Service mit Mobilitätsgarantie",wobei das ja nur nebensächlich ist,es geht ja um den Unterschied zwischen "LL Inspektions-Service"und"Inspektion".Die Rückzahlung des falsch berechneten Betrages wird unserem Händler freilich schwerfallen,umgekehrt wäre das sicher ein Klacks eine Nachforderung zu stellen,naja,Montag werde ich mich noch einmal selber darum kümmern,bis jetzt war meine Frau immer bei denen,sie arbeitet halt gleich nebenan,schade eigentlich,das war nämlich immer ziemlich praktisch,zum Glück haben wir noch einen ortsansässigen Händler.
Zur Zeit steckt echt der Wurm drin,dauernd kommt was neues,ein Kupplungsschlauch war nämlich auch noch kaputt,Kulanz hat das Werk sofort gänzlich abgelehnt,bei einem 20 Monate alten Fahrzeug darf anscheinend so was kaputtgehen,Volkswagen ist mit Feuereifer dabei uns als Kunden zu vergraulen
:confused:

PD-TDI
10.11.2002, 21:02
Hi,

um Kulanz zu erhalten, musst du an dein VZ schreiben und zwar sachlich und objekitv mit gewichtigen Argumenten. Dann solte dir Kulanz gewährt werden. Die neue Kulanzregelung , die seit 09/02 gilt finde ich sowieso nicht ganz ok, da die Leute benachteiligt werden, die ihr Auto vor 11/01 gekauft haben und somit keine 2JAhre Garantie haben. VW übertreibt etwas in letzter Zeit, insbeondere, weil eineige Autos doch oftmals mit Fehlern behaftet sind, die auf magelnde Qualitätskontrolle bzw. schlechte Arbeit im Werk zurückzuführen sind.

beetle24
10.11.2002, 22:24
Ich darf noch eine Nuance hinzufügen... und ich meine, dass es sehr wichtig ist..

Kulanz ist eine freiwillige Leistung des Lieferanten außerhalb der "Gewährleistung".

Im vorliegenden Fall ist der Werkstatt offensichtlich ein Fehler unterlaufen, entweder wurde eine nicht beauftragte Leistung ausgeführt oder es wurde eine unnötig teuere und fachlich unsinnige Leistungsvariante erbracht (LL-Service an einem Auto ohne LL-Eigenschaften).

Ich meine, dass die Rechtslage nach BGB greift.... und würde daher nicht "Kulanz" beantragen weil man dadurch seine Rechtsposition schwächen würde.. man wäre Bittsteller statt Anspruchsberechtigter...

... Meine Sichtweise als Laie in Sachen "Recht" ;)

PD-TDI
11.11.2002, 12:17
Original geschrieben von beetle24
Ich darf noch eine Nuanche hinzufügen... und ich meine, dass es sehr wichtig ist..

Kulanz ist eine freiwillige Leistung des Lieferanten außerhalb der "Gewährleistung".

Das ist vöölig unbestritten. Allerdinsg war es immer so, dass man bei VW im 2.Jahr 70% und im 3.Jahr 50% Kulanz erhalten hat. Im Zuge des neuen Gewährleistungsrechts wurde dann ab 1.9.02 die allgemeine Kulanzregelung bei VW so verändert, dass man einfach von der Werkstatt mitgeteilt bekommt, dass es keine Kulanz mehr gibt. Dann kannman eben nur die Bitte äußern, dass Kulanz gewährt wird, da es eben keinen Anspurch aus BGB mehr gibt, da eben die Garantie zu Ende ist.

Original geschrieben von beetle24

Im vorliegenden Fall ist der Werkstatt offensichtlich ein Fehler unterlaufen, entweder wurde eine nicht beauftragte Leistung ausgeführt oder es wurde eine unnötig teuere und fachlich unsinnige Leistungsvariante erbracht (LL-Service an einem Auto ohne LL-Eigenschaften).

Dies hat absolut nichts mit Kulanz zu tun. Hier könnte man wirklich einen Anspurch gegen die Werkstatt geltend machen. Allerdings sollte man sowas immer außergerichtlich lösen!!! - anders hat es kein Sinn, weil es ja nicht um so große Summen geht.

Und nochmal zurückzukommen auf Bittsteller und Anspruchsberechtigter: Du arbeitest doch bei VW als Ingenieur. Ich frage mich wirklich, warum meine Gölfe (Highline) immer knarzen und rappeln. Das ist offensichtlich ein Problem von VW, weil ich ja am Fahrzeug nichts verändere bzw. das Klappern verursache. Wenn man einen Neuwagen ca. 6Monate fährt ist auch alles ok - aber dann geht es langsam los. Und es bringt auch logischerweise nichts, dass GAnze immer von Werkstatt auseinandernehmen zu lassen, weil es nur schlimmer wird! Nur nach Ende der Garantie besteht kein Anspruch mehr auf Nachbesserung. Da kann man dann nur hoffen, dass man Kulanz bekommt. Auch wenn z.B. nach 40000km das Getrieb kaputt geht (irgendein Golf V6 FAhrer berichtete mehrfach), dann ist es wohl die Komponente nicht einwandfrei gewesen. Normalerweise - also unter regelmäßigen Umständen (Gebrauch) - geht nämlich nach so nen paar km kein Getriebe kaputt. Da ich keine Ansprüche habe, muss ich eben VW bitten, dass sie den Schaden übernehmen (zumindestens teilweise). Oder würdest du dann einfach bezahlen?

Ich wollte dir nur mal schildern, dass es für den Kunden oftmals nicht so einfach ist und man sich schon desöftern fragt, warum er zahlen muss.

beetle24
11.11.2002, 13:59
Was Autos angeht, bin ich auch "nur" Kunde und kein Autoverkäufer oder Mitarbeiter im Vertrieb - nur weil ich bei VW arbeite.... ;)

Der Unterschied ist oft der, dass wir die Wagen nur 1- 2 Jahre behalten und die dann kommenden Probs nicht beurteilen können.

Mich pers. ärgern weniger die Fehler, die "mal" auftreten können, als vielmehr die Behandlung und Qualität der Werkstätten...

Schöne Grüsse

Der Neue
11.11.2002, 14:31
Das hab ich mir fast gedacht. Ist einerseits gut andererseits schlecht. Gut: Du hast jedes Jahr das aktuellste und neueste Auto und gibst dann die (vielleicht) kommenden Fehler weiter.
Schlecht: Du wirst nicht von Kinderkrankheiten verschont sein und hast auch wenig Erfahrung was die Langlebigkeit und auch später auftretende Mängel angeht.
Was machst Du denn genau bei VW? Oder ist das jetzt zu persönlich? :)

Gruß,

Michi

tortenheber
11.11.2002, 15:10
Achtung,um Missverständnissen vorzubeugen,Kulanz wurde nur wegen des defekten Kupplungsschlauches beantragt,das hat mit dem Inspektionstingeltangel nichts zu tun,das habe ich nur nebenbei noch erwähnt(bin halt ziemlich sauer:( )
Ich würde nie auf die Idee kommen,wegen der falschen Inspektion auf Kulanz zu hoffen,das ist mir schon klar,dass ich da einen rechtlichen Anspruch auf Rückzahlung habe(n müsste).
Aber echt nett von Euch,dass Ihr Euch so rege beteiligt:)
Ich habe gerade mit denen telefoniert,der Meister war leider nicht da und wird angeblich zurückrufen(auch so ein Thema,wann machen die das schon mal wirklich:confused: )
Mal sehen,was draus wird,ich wer's berichten.

beetle24
11.11.2002, 15:28
.
@Der Neue
.. ich "befasse" mich - ganz einfach ausgedrückt - mit Fertigungs - und Automatisierungstechnik für alle Konzernstandorte - vornehmlich mit Anlagen für die jeweils neuen Produkte.... und mit mir ca. fast 1000 Leute :)

Da aber auch die "Neuen" nie alt werden - eine GP jagt die andere - etwas was man von außen oftmals nicht sieht... gibts immer spannende Sachen...


@tortenheber
... das hatte ich dann auch missverstanden. Na dann , viel Glück bei der Rückerstattung :)

Schöne Grüsse

dbhh
12.11.2002, 13:43
Original geschrieben von beetle24
Mich pers. ärgern weniger die Fehler, die "mal" auftreten können, als vielmehr die Behandlung und Qualität der Werkstätten...


... denke aber, die "mal auftretenden außergewöhnlichen Fehler" sind genau die Fehler, die später so ärgerlich sind. Z.B. Fensterheber-Mitnehmer aus Kunststoff, die reihenweise brechen, und die VW-Kunden bezahlen die Reparaturen. Kommt ein Kunde, ist es wieder ein Erst-/Einzelfall, er darf zahlen. Kommt diese Sache mal in die Rubrik "Zeitschrift XX hilft", so kommt gleich das Statement von VW "Leiter Kommunikation Motorpresse" man handle kulant.

Theorie und Praxis.

Und das die Werkstätten nicht das umsetzen, was VW lehrt oder gern hätte zeigt wiederum, das schneller Fortschritt nicht ungehemmt weitergehen wird. Die Technik muss von ALLEN Beteiligten beherrschar sein - auch den Werkstätten. Und nicht nur den Vorzeig-Werkstätten "die Großen".

Gruß

wave
12.11.2002, 13:51
Wobei ich bezweifle, dass die g r o s s e n Werkstätten besser als die kleinen sind. Ich habe eher umgekehrte Erfahrungen gemacht.
MfG wave