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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arroganter VW-Handel


mseifert
05.11.2002, 12:38
Hallo.

Seit einigen Wochen bin ich im Auftrag meines Vaters auf der Suche nach einem Golf III. Sollte ein Bon Jovi oder Joker sein, 1.4L, 60PS, max. 70.000 km.

Der Suchende schaut natürlich bei mobile.de und anderen. So geschehen - Auto gefunden. VW-Vertragshändler in Weimar.

Bei meinem Anruf verhielt sich der für Gebrauchtwagen zuständige Mitarbeiter völlig kühl und arrogant. Ich machte deutlich, dass ich den Kaufpreis für überzogen halte und fragte danach, ob der Preis generell verhandelbar ist. Und? NEIN. Nur die Zulassung könnte ich auf deren Kosten bekommen. Gespräch durch ihn beendet.
:confused:
Keine Spur davon, dass er sich um einen potenziellen Käufer bemüht, keine Einlandung zu einem persönlichen Gespräch, auch keine Alternativ-Angebote.

Verkaufen denn die VW-Gebrachtwagenhändler soviele Autos, dass sie das nicht nötig haben?!

Danke für euer Verständnis.
mseifert

joegolf
05.11.2002, 16:30
Ging mir auch beim Neuwagenkauf so. Bei manchen hatte ich den Eindruck, dass es eine Ehre wäre, bei denen zu kaufen. Trotz ordentlicher Kleidung und eindeutigen Kaufabsichten.
Ich habe dann halt mehrere Händler verglichen und bin zu einem freundlichen "Freundlichen" gegangen.
Deswegen würde ich das nicht verallgemeinern. sondern sehe das eher personenbezogen. Falls das Autohaus größer ist, such Dir einen anderen Verkäufer, wenn nicht, wechsle das Autohaus. Autokaufen soll doch auch Spass machen ;)

Martin R
05.11.2002, 17:48
Original geschrieben von mseifert
Bei meinem Anruf verhielt sich der für Gebrauchtwagen zuständige Mitarbeiter völlig kühl und arrogant.

Wahrscheinlich hast du ihn gerade gestört - muss das den sein.

War bei mir allerdings auch nicht viel anders.
Nachdem der Kaufvertrag unterschrieben war konnte man mit den A****loch gar nicht mehr richtig reden.

deBORA
05.11.2002, 17:50
Original geschrieben von mseifert
Ich machte deutlich, dass ich den Kaufpreis für überzogen halte...

Netter Gesprächseinstieg.

In den Internetautobörsen sind i.d.R. die Wagen mit dem Preis angeboten, zu dem man auch verkaufen will.

Wenn man mit einem Phantasiepreis bei "mobile.de" oder "autoscout24.de" inseriert, rutscht das Fahrzeug so weit nach hinten, daß sich überhaupt niemand das Fahrzeug mehr ansieht. Also ist der Verkäufer bestrebt, so weit wie möglich "vorne" mit seinem Autoangebot zu stehen.

"mobile.de" und "autoscout 24.de" bieten im übrigen auch einen vollständigen Marktüberblick, so daß es Dummheit wäre, mit einem Preis zu inserieren, bei dem man "viel Luft nach unten" hätte.

Der Automarkt ist durch diese Internetbörsen "gläsern" geworden.

Wenn angesichts dieser totalen Marktübersicht dann ein Käufer kommt, der "deutlich macht, dass er den Kaufpreis für überzogen hält", ist es verständlich, wenn der Verkäufer genervt ist. Wer weiß, wieviele Leute mit derselben Masche heute schon ebenfalls angerufen haben.

Ich verkaufe meine Privatautos auch übers Internet. Spätesstens beim zweiten Anrufer am Tag, der mir mitteilen möchte, daß er meinen inserierten Preis für überzogen hält, würde ich auch nur noch genervt den Hörer auflegen. Schließlich arbeite ich tagsüber auch noch, um mein Geld zu verdienen. Und dann stören Leute, die nicht verstehen, daß ein inserierter Preis auch der Preis ist, den man haben möchte. Und wenn ein Käufer einen Preis für überzogen hält, dann bringt ein Verkaufsgespräch sowiso nichts.

Ich habe in den letzten 4 Jahren mindestens 8 Autos privat verkauft. Die Käufer, die sich bei mir meldeten, und deutlich machten, daß sie den Preis für überzogen hielten, haben am Ende sowiso nie gekauft. Gekauft haben immer nur die Leute, denen das Auto gefiel und die dann den üblich "Verhandlungsspielraum" den jedes Inserat hat, nicht überdehnen wollten. Wer jedoch den Preis "überzogen" fand, der kann sich gerne woanders umsehen.

Leute seht es doch mal so:
Zeitungen und Fernsehen, also die Medien suggerieren, daß heutzutage jeder Preis bis ins unermeßliche nach unten verhandelbar wäre. Wer nicht handelt, wird in den Medien als dumm dargestellt. Also Leute, nichts wie los! Verhandelt doch bitte ab morgen die Höhe eurer Fernsehgebühren mit der GEZ und den Preis der Tageszeitung am Zeitungskiosk. Viel Spaß dabei.

Gruß

deBORA

BlackMagic
05.11.2002, 19:53
Als ich mir meinen Golf gekauft hab, wollte ich auch erst zu einem Händler gehen, der bei mir in der Stadt liegt.
Der hat mich aber mit seiner Arroganz und Überheblichkeit wieder "vertrieben".

Jetzt muss ich zwar zu meinem Händler ein paar KM fahren, aber das lohnt sich.

AudiMax
05.11.2002, 20:23
Ich habe auch mal nach einem gebrauchten Golf Ausschau gehalten:
Den einen hätte ich 300,- DM billiger bekommen, dann aber ohne Übergabeinspektion.
Beim zweiten war der Verkäufer bereit, rund 300,- DM runterzugehen. Beim Blick unter das Fahrzeug fiel aber auf, daß der Wagen nicht unfallfrei war. Der Verkäufer fragte seinen Kollegen, der dann auch bestätigte, daß der Wagen einen Heckschaden hatte. Nach Bekanntwerden dieses Mangels wollte der Händler den Preis aber nicht weiter korrigieren.

Wenn du unbedingt einen Wagen vom Händler statt von Privat kaufen willst, schau dich mal bei markenfremden Händlern um. Ein gebrauchter Golf ist beim Opel- oder Renault-Händler tendenziell günstiger als bei VW.

Brechter
05.11.2002, 20:36
so pauschal kann ich das aber nicht bestätigen. Bei mir in der Gegend verbreiten sich sogenannte Autogebrachtwagensupermärkte von Vertragshändlern und das sind auch richtige Apotheken.
______

Ich hab aber auch mit der Arroganz eines "freundlichem" (ist sogar Zentrum für VW und Audi), nur weil ich den Wagen da nicht gekauft hab und noch nicht wirklich danach aussehe das ich mir den Unterhalt für den 4er leisten kann (nur wenn ich nicht könnte würd ich was fahren was ich mir leisten kann), stempelt der mich als nervig ab wenn ich / der Wagen ein Problem hat.
Aber leider hat der Händler wo ich den Wagen gekauft hab nur noch eine Lizens für Audi und Kulanz-Angelegenheiten darf der nicht mehr ausführen :mad: .

cya
Brechter

mseifert
05.11.2002, 20:41
Vielen Dank für die zustimmenden Rückmeldungen, scheint so, als habe nicht nur ich solche Erfahrungen gemacht.

>>> deBora
Deinen oft vernünftigen Beiträgen konnte ich bisher zustimmen. Nicht aber hier, deine Argumentation klingt doch stark nach der Meinung eines professionellen Verkäufers.

"In den Internetautobörsen sind i.d.R. die Wagen mit dem Preis angeboten, zu dem man auch verkaufen will."
Das sehe ich nicht so, oftmals ist ja der Zusatz "Verhandlungsbasis" zu lesen. Ich verstehe Internetpreise als Preise, wie sie beim Händler um die Ecke zu lesen sind.

"... bieten im übrigen auch einen vollständigen Marktüberblick"
Nun ja, denkst du das wirklich? Ich denke nicht, dass alle Angebote reelle Preise widerspiegeln. Sehe sich einer z.B. all die Spinner an, die ihre semi-professionell getunten Gölfe zu Höchst-Preisen zu verkaufen versuchen.

"... ist es verständlich, wenn der Verkäufer genervt ist"
Der Gebrauchtwagenmarkt ist und bleibt ein hartes Geschäft. Meiner Meinung nach sollte sich eine engagierter Händler um den Kunden drehen. Mir kann keiner erzählen, dass er nicht auf Anfragen von Kundenseite wartet.

"daß er meinen inserierten Preis für überzogen hält ..."
Ich erklärte dem Händler, das vergleichbare Angebote bei mobile.de preiswerter wären. Ich vergleiche also "Internet-Preise". Und dann darf so eine Bemerkung erlaubt sein.

"den üblich "Verhandlungsspielraum" den jedes Inserat hat, nicht überdehnen wollten"
Genau das ist der Punkt. Der Händler gestattete keinen, aber auch keinen Verhandlungsspielraum. Überdehnen will ich nicht. Über den Kaufpreis verhandeln: ja.

"Also Leute, nichts wie los!"
Das Preishandeln bezieht sich in der Regel auf Investitionsgüter. Teure Fernseher wie auch Autos. Hier handelt es sich nicht um Monopole, es gibt viele Anbieter und die Nachfrager bestimmen den Preis. Das mit der GEZ ist dann wohl blödsinnig und wem die eine Tageszeitung zu teuer ist, der greift zur nächsten.

Und genau das mache ich jetzt auch.
Schicke Grüße,
mseifert

deBORA
05.11.2002, 21:06
Original geschrieben von mseifert
Nicht aber hier, deine Argumentation klingt doch stark nach der Meinung eines professionellen Verkäufers.



Ein wenig "Professionalität" habe ich beim Autoverkauf inzwischen sicherlich. Zeitweise habe ich auch schon die Internetinserate für meine Kollegen gepostet.

Das Verhalten auf Verkäufer und Käuferseite muß allerdings immer fair bleiben. Mit Forderungen nach Preissenkungen durch Worte wie; "Der Preis ist überzogen", bekommt ein Verkaufsgespräch sicherlich nicht das richtige Klima.

Als ich vor 3 Wochen den Audi A4 Avant TDI 130 PS meines Kollegen übers Internet verkauft habe (angebotener Preis: 25.990 Euro) habe ich E-Mails von Leuten bekommen, die das Auto für 22.500 Euro haben wollten. Mit so etwas wird dann der E-Mail Ordner überschwemmt. Das nervt. Letztendlich hat den Wagen dann jemand für 25.500 Euro gekauft.

Die Werksangehörigen, die ihre Wagen nach 9 Monaten für ca. 20 % unter Listenpreis verkaufen, können von derartigen "Angeboten" ein Lied singen. Für die WA-Angehörigen lohnt sich das ewige kaufen-verkaufen auch nur, wenn der Verlust nicht ein bestimmtes Maß überschreitet. Ansonsten behalten die ihr Auto. Das ist dann für die eben billiger, als ein Verkauf mit zuviel Verlust. Dazu muß man wissen, daß ein WA-Angehöriger ca. 17-18 % Rabatt auf den Listenpreis erhalt, aber den Rabatt als geldwerten Vorteil versteuern muß. Außerdem sind die alle 9 Monate fälligen Zulassungskosten, die inzwischen auch knapp unter 100 Euro ausmachen, nicht zu vergessen. Am Ende bleiben dann nur noch 14-15 % Rabatt über. Und die Stunden auf dem "Schweinemarkt" (Autoverkaufsparkplatz in Wolfsburg) sind auch nur zeitlicher Aufwand, der das Wochenende kaputt macht.

Letztendlich entscheidet über den Preis immer der Markt. Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Das gilt für den Gebrauchtwagenmarkt uneingeschränkt. Der Neuwagenmarkt funktioniert da teilweise etwas anders, wenn man unbedingt einen VW oder Audi fahren will.

Gruß

deBORA

mseifert
05.11.2002, 21:31
daBora,

"Das Verhalten auf Verkäufer und Käuferseite muß allerdings immer fair bleiben."
So soll es sein. Fair ist natürlich nicht, vom Kaufpreis eines Wagens ohne weitere Argumentation 3.500 Euro abzuziehen. Dass solches Preisgehandel von Käufern nicht ernst genommen werden kann, verstehe ich voll und ganz.

Alles was ich möchte ist, dass derjenige, der etwas verkaufen möchte, potenziellen Käufern entgegen kommen sollte. Sonst bleibt der Wagen auf dem Hof.

Das von dir Geschriebene klingt gut überlegt und fair.
Grüße,
mseifert

dbhh
06.11.2002, 08:54
Original geschrieben von deBORA
Netter Gesprächseinstieg.

Ich verkaufe meine Privatautos auch übers Internet. Spätesstens beim zweiten Anrufer am Tag, der mir mitteilen möchte, daß er meinen inserierten Preis für überzogen hält, würde ich auch nur noch genervt den Hörer auflegen. Schließlich arbeite ich tagsüber auch noch, um mein Geld zu verdienen. Und dann stören Leute, die nicht verstehen, daß ein inserierter Preis auch der Preis ist, den man haben möchte. Und wenn ein Käufer einen Preis für überzogen hält, dann bringt ein Verkaufsgespräch sowiso nichts.


Komische Einstellung DeBORA. Klar, wenn ich das Auto z.B. für 15T Euro anbiete und sich laufend Leute melden, die nur ein Budget von 8T Euro für den Kauf haben, dann ist das Gespräch sinnlos. Aber verhandelbar ist JEDER Preis. Mit kann niemand erzählen, das er den Preis inseriert, den er auch glaubt SO erzielen zu können.

Tja, und wer was verkaufen will, du ja jedes Jahr wieder, der muss halt auch dafür Aufwand treiben, nicht nur Geld einnehmen.

Gruß
Dirk

dbhh
06.11.2002, 09:01
Im Februar / März konnte ich kaum einen der 14 angerufenen VW-Partner motivieren, mir das vin MIR gewünschte Auto zu besorgen, wenn es denn nicht auf'm Hof stand.

Zum einen stellen die Paddel die Fahrzeuge nicht in den Gebrauchtwagen-Pool der VW-WEB-Site, zum anderen haben die gewaltige Gewinnvorstellungen. Sind diese nicht zu erzielen, ist die Motivation gleich Null.

Also: suche selbt, kaufe selbst, lasse die VW-Partner weiter klagen "wir machen kein Umsatz" und Pleite gehen. Da habe ich Null Mitleid.

Gruß

BlackMagic
06.11.2002, 20:36
Da kann ich mich nur anschließen.

Ich habe vor kurzem auch ein Auto verkauft und es sowohl in der regionalen Tageszeitung als auch im Internet inseriert, zum je gleichen Preis.
Diesen Preis habe ich ein bisschen höher angesetzt, als ich mir überhaupt vorgestellt habe zu bekommen um dem möglichen Käufer auch noch etwas Verhandlungsspielraum zu lassen, damit der auch guten Gewissens nach Hause fährt, weil er ein gutes Geschäft gemacht hat und ich auch den Preis meiner Vorstellung bekommen habe. Ich denke, dass ist plausibel und so handelt fast jeder der ein Auto verkaufen will.

Was ich schon geschildert habe mit der Arroganz und Überheblichkeit des VW-Händlers war gemeint, dass mein jetziger Golf auch ein JW war, der nicht am Hof stand. Den ersten Händler konnte ich auch nicht motivieren, mir dieses Auto zu besorgen, der 2. allerdings muss ich gestehen ist überaus freundlich und hat mir den Golf JW von WA besorgt zu einem für mich sehr attraktiven Preis. Sicher wird der Händler dabei auch noch Gewinn gemacht haben, das gönne ich ihm bei der freundlichen Behandlund allerdings. Und der Preis für mich war ja keinesfalls zu verachten.

So sieht man wieder, dass nicht alle Freundlichen unfreundlich sind sondern es auch freundliche Freundliche gibt. :D

Fortuna95
07.11.2002, 09:52
Ich kann mir nicht vorstellen, daß es bei offiziellen Vertragshändlern von VW faire Gebrauchtwagenangebote gibt. Jedes Angebot ist dort überteuert.

Ich würde keinen VW-Gebrauchtwagen mehr bei einem VW-Händler kaufen, sorry.

Gruß
F95

Walter4
07.11.2002, 10:33
...hat seinen Beruf (Beruf: was hat er denn gelernt, der Kerl?) verfehlt. Vielleicht sollte er lieber Socken verkaufen. Im Ernst: bei solch einem Schnösel sollte man das Gespräch unverzüglich mit einer treffenden Bemerkung beenden. Meine Erfahrung beim Autoverkauf: Nur privat nach Annonce (egal wo) kaufen und verkaufen! Wenn der Preis nicht überzogen und das Auto keine Gurke ist, ist das der beste Tipp. Seitdem die Gewährleistung auch für Gebrauchte beim Händler gilt, versuchen die allerhand mieseste Tricks, diese Verpflichtung zu umgehen oder sie schlagen unverschämt auf. Empfehlung (gilt auch für sonstige Händler-Besuche): Weiten Bogen machen!
MfG Walter

Walter4
07.11.2002, 14:54
Original geschrieben von Fortuna95
Ich kann mir nicht vorstellen, daß es bei offiziellen Vertragshändlern von VW faire Gebrauchtwagenangebote gibt. Jedes Angebot ist dort überteuert.

Ich würde keinen VW-Gebrauchtwagen mehr bei einem VW-Händler kaufen, sorry.

Gruß
F95

Sehe ich genau so! Als Fazit zweier Jahrzehnte beim Kaufen und Verkaufen von Autos: Der Interessengegensatz zwischen Verkäufer/Händler und Kunden ist unauflösbar: Der eine will möglichst viel am Produkt verdienen und der andere will möglichst wenig ausgeben. Wenn beide gleich hartnäckig sind, kann dabei nichts herauskommen; eine Annäherung ist nur bei beidseitigem Kompromiß möglich. Und solange der Verkäufer glaubt, einen noch Dümmeren aufzutun
-und das glaubt er meist sehr lange- wird er sich auf nix einlassen und unsereins geht davon und nie mehr hin... Das verlogene Gewäsch vom "freundlichen Partner" (Partner!) in dem Geschäft, ich mag's nicht mehr hören!
MfG Walter

Fortuna95
07.11.2002, 15:05
Und solange der Verkäufer glaubt, einen noch Dümmeren aufzutun -und das glaubt er meist sehr lange- wird er sich auf nix einlassen und unsereins geht davon und nie mehr hin...

...und die Wagen stehen und stehen und stehen und stehen...solche "Standuhren" sehe ich bei den hiesigen VW-Händlern wie Sand am Meer. Die "Dummen" sterben zwar nicht aus, aber es werden scheinbar doch immer weniger...

Gruß
F95

Walter4
07.11.2002, 15:15
Original geschrieben von deBORA
Netter Gesprächseinstieg.

....

Leute seht es doch mal so:
Zeitungen und Fernsehen, also die Medien suggerieren, daß heutzutage jeder Preis bis ins unermeßliche nach unten verhandelbar wäre. Wer nicht handelt, wird in den Medien als dumm dargestellt. Also Leute, nichts wie los! Verhandelt doch bitte ab morgen die Höhe eurer Fernsehgebühren mit der GEZ und den Preis der Tageszeitung am Zeitungskiosk. Viel Spaß dabei.

Gruß

deBORA

Nein lieber deBora, wir "Leute" erlauben uns , dies ganz anders zu sehen:
Zunächst, niemand glaubt, Preise seien "unermeßlich" nach unten verhadelbar. Wer dies unterstellt, hält die "Leute -also die potentiellen Kunden- wohl tatsächlich für ziemlich unbedarft.
Sind die aber nicht. Die wissen -in zunehmender Zahl- daß zwischen verlangten (z.B. Listen-) und angemessenen Preisen immer eine unterschiedliche Dichte von heißer Luft ist. Und wenn diese Menge Luft erheblich ist, kann schon mal ein Gespräch als Erstes darauf hinweisen. Ein Profi-Verkäufer wird das wohl auffangen können, ein dahergelaufener Verkaufs-Schnösel nicht. Und von denen wimmelt es leider in der Branche -bei allen Marken. Daher die hier nachzulesenden Beiträge über deren unerträgliche Arroganz und schlechte Manieren.
Im übrigen wird die EU alsbald radikal mit den merkwürdigen Usancen im europäischen Autohandel aufräumen: Keine Markenbindung, keine Knebelverträge, keine bequemen Reservate. Autos wird man bei real, Aldi, oder sonstwo kaufen -wo es am billigsten ist. Service -auch keine Caritas!- dito! Nicht anzunehmen, daß das Schnöseltum dies überleben wird. Und mancher Verkäufer wird wieder dort landen, wo er hergekommen ist: Als Schrauber. Und Jammern wird auch nicht helfen...
MfG Walter
MfG Walter

dbhh
12.11.2002, 08:42
Original geschrieben von Walter4
Das verlogene Gewäsch vom "freundlichen Partner" (Partner!) in dem Geschäft, ich mag's nicht mehr hören!
MfG Walter

Hi Walter4 (der "walter" des alten Forums?) !

Ja, die Marketing-Abtelungen treiben absurde Blüten. Immer wenn es um "Verwaschungen" von Rechtsansprüchen des Kunden geht, wird gern auf Partnerschaft ausgewichen. Wenn es aber um die Rechte des Werkes bzw. des VW-Händlers geht, dann zählt Punkt-für-Punkt des Vertrages. Und wehe, eine Zusage des "Partners" ist dort nicht fixiert.

Beispiele Neuwagen: VW garantiert eigentlich nur 4 Räder. Nicht die detailliere Aussattung, nicht den Lieferzeitpunkt, nicht den Preis, nicht alle technischen Daten.
VW verlangt aber von dir: sofortige Abholung in 7 Werktagen, bezahlung des VEREINBARTEN Preises, du musst DEIN Auto nehmen, nicht irgendeinses ;-)

Mit Gleichberechtigung hat das nicht mehr viel zu tun.

P.S.: Aber in der politik ists ja genau so. Früher waren wir Wähler. Seit alle das Seminar "Bürgernähe" absolviert haben, sprechen alle Nasen nur noch vom "Menschen im Lande". Ich kann es nicht mehr hören. Und das Schlimmste: die Redakteure übernehmen diese Sprechblasen und Nebelbomben auch noch, keiner fragt ggf. nach, nagelt einen dieser Stattdsdiener fest.

Gruß

dbhh
12.11.2002, 08:49
Original geschrieben von Walter4
N
Zunächst, niemand glaubt, Preise seien "unermeßlich" nach unten verhadelbar. Wer dies unterstellt, hält die "Leute -also die potentiellen Kunden- wohl tatsächlich für ziemlich unbedarft.
Sind die aber nicht. Die wissen -in zunehmender Zahl- daß zwischen verlangten (z.B. Listen-) und angemessenen Preisen immer eine unterschiedliche Dichte von heißer Luft ist.

Nochmals Hallo !

Ich stimme dir grundsätzlich beim Widerspruch des Statements von deBORA zu. Aber, deine Verallgemeinerung zum Gegenteil hin ist auch nicht ganz richtig. Gerade im Bereich Unterhaltungselektronik schauen die Leute nur noch auf den Preis. Für 90 Euro muss es einen DVD-Player geben, der eine "eierlegende Wollmilchsau" ist. Natürlich mit stundenlanger Beratung im Laden, Vor-Ort-Aufbau und 10 Jahre Garantie.

Das sind aber die gleichen Verbraucher, die sich nach 4 Monaten darüber mokieren, dass das Teil ständig defekt ist. Oder es sind diejenigen, die auf die 24-Monate-Gesetzesgarantie bauen und das Teil bewusst nach dieser Frist entsorgen. Das dies hochgradige Produktion von Sondermüll ist, ist egal. Die ÖKO-Zeit der 90er ist vorbei. Es lebe der ego-Konsum.

Und warum dies? Weil jeder in allen Rubriken sofort mitschwimmen will. Mal warten, und ein Jahr später Qualität kaufen die auch nach 5 Jahren nicht auf die Deponie muss, ist heute nicht drin. Mein Nachbar könnte ja vor mir einen DVD-Player sein Eigen nennen.

Will damit sagen: es gibt solche und solche Kunden. Nur von einer Gruppe halt immer mehr. Und die sehen die von deBORA zitirten TV-Berichte natürlich wirklich gern.

Gruß

Ludger Rosen
13.11.2002, 08:00
Irgendwie wollen ider sollen die auch nicht:

Es gibt das Angebot, dass man sich bei seinem Händler das !! gebrauchte !! Auto seiner (Internet)-VW-Händler Wahl ausliefern lassen kann, gegen schmale €.
Als ich dann mal einen Spezialisten im größten VW-Ketten-Autohaus in NRW fragte, ob er mir denn mal einen suchen könne, der keine Sportsitze, keine 2 Türen und trotzdem Lendenwirbelstützen hätte, sagte der:
" Hmm, wir haben keinen"

Ich sagte: " Das schien mir auch so, ich habe bei ihnen keinen gesehen, können sie mir einen vermitteln?"

Seine Antwort: " Nein, das steht nicht als wählbare Ausstattung im Programm zur Suche".

Er hat also das gleiche Programm, wie ich übers Internet.
Also bei mir gilt: Danke, aber w o ist da der Service?

dbhh
14.11.2002, 09:57
Original geschrieben von Ludger Rosen
Seine Antwort: " Nein, das steht nicht als wählbare Ausstattung im Programm zur Suche".

Also bei mir gilt: Danke, aber w o ist da der Service?

Es ist der gleiche Händler, der in einer Umfrage dann über den Schlechten Stand des Gebrauchtwagenhandels klagt. Tja, liebe VW-Partner: ohne Arbeit ist nichts zu verdienen - und das ist auch gut so!

Ein Partner sagte mit im Februar: "Kennen Sie unsere WEB-Site schon? Schauen Sie doch mal dort ...". Ich habe geschaut, und hätte mich mangesls Selektionsmöglichkeiten durch zig Fahrzeuge wühlen dürfen.
Nee nee, den Händler habe ich links liegen gelassen. Den Profit machte ein anderer der auch für sein Geld arbeitet.

Gruß

R32
22.11.2002, 11:52
mit dem Service und der Kompetenz bei meinem Händler bin ich ansich sehr zufrieden. Die Meister sind auch stetes bemüht und freundlich. Das einzige was mich zum Teil ärgert sind die Wartezeiten bis zur Auftragsannahme. Da werden kurze Telefonate noch kurz vorgeschoben.

Der Verkauf ist bei meinem Händler aber die Krönung......Ich war anfang des Jahres mit dem alten TDI meiner Mutter beim Verkäufer und interessierte mich für einen neuen G4 TDI.
Der Preis lag bei 18500 Euro. Der Verkäufer wollte den alten Wagen durchchecken, tat dies und kam ne halbe Stunde später wieder. Mit was für Kram der ankam....... von der defekten Glühbirne bis zum zu niedrigen Luftdruck im Reserverad war wirklich alles dabei......
Er wollte für das Fahrzeug nur 2500 Euro unter Händlerankaufliste zahlen.....
Auf die Frage, ob er mir denn mit dem Neuwagenpreis noch entgegenkommen würde sagte er nein, das sei ein Festpreis.
Gut, wir kamen nicht ins Geschäft.
Vorher kann ich noch sagen war er stets freundlich und hat gegrüsst, heutzutage hebt er die Nase und stolziert ohne Ton an mir vorbei.
Überlege manchmal wirklich , ob ich einen Beschwerdebrief an den Verkaufschef des Unternehmens aufsetzten soll, es handelt sich um eine Kette, aber obs was bringt lass ich mal dahingestellt sein.....

Gruss
axel

tehr
22.11.2002, 12:32
Dieses pingelige Verhalten beim Gebrauchtwagenankauf kenne ich auch. Als ich meinen neuen Golf kaufte, wollte ich einen drei Jahren alten A3 in Zahlung geben. Den Wagen wollte dann der Geschäftführer persönlich besichtigen. Da der Wagen für seine drei Jahre in einem guten Zustand war, kamen dann Argumente wie:

- Die Reifen haben nur noch 5 bis 3 mm Profil
- Die Fußmatte auf der Fahrerseite ist abgenutzt
- An der Stoßstange ist ein winziger Kratzer

Klar, es ist ein drei Jahre altes gebrauchtes Auto, da kann man wohl kaum erwarten, dass es besser als ein neues aussieht, schließlich wollte ich auch ein neues Kaufen.

Ich habe dann auf Grund des Verhaltens nicht bei dem Händler gekauft, obwohl er mir das beste Angebot gemacht hat. Beim Händler um die Ecke habe ich 200 Mark mehr bezahlt und musste mir nicht solche Spitzfindigkeiten anhören.

In einem anderen Autohaus traute man mir wohl kaum zu, dass ich mir ein neues Auto leisten kann: Ich trage eigentlich immer Hemd und Jeans, ohne Schlips und ohne Bügelfalte.

Nachdem ich über fünf Minuten im Verkaufsraum stand, ohne dass sich einer der Verkäufer um mich bemühte, fing ich an, die Radioanlage eines ausgestellten Wagens zu "überprüfen". Flugs kam auch ein Verkäufer und fragte "Kann ich Ihnen helfen ?". Als ich erwiderte, dass ich gerne ein Auto kaufen würde, zeigte er mit dem Finger nach draußen "Unsere Gebrauchtwagen finden Sie dort !" und verschwand.

Dass VW bei einer derartigen Überheblichkeit der Verkäufer Absatzschwierigkeiten bekommt, ist wohl kaum verwunderlich. Soll man sein Geld auf den Tisch legen und ganz höflich bitten, dass einem der Händler vielleicht ein Auto dafür gibt ?

Ludger Rosen
22.11.2002, 14:36
ICh habe nicht den Eindruck, dass dies Markenspezifisch ist.

Es scheint den Firmen noch (!!!) zu gut zu gehen, aber kommt Zeit, kommt Service!


Mitunter kann man froh sein, keinen Wagen geleast zu haben, wenn sich die Firmen bei der Annahme der Gebrauchten so anstellen!

Speedy
22.11.2002, 18:35
Die Aussage von deBORA trifft die Sache ganz genau auf den Punkt.
Ich habe selber auch schon viele Fahrzeuge verkauft und meine Erfahrung war die, daß der Kaufinteressent meistens recht arrogant war.
Wenn ich einen Wagen inseriere, mache ich mir Gedanken über den Preis. Wenn dann das Verkaufsgespräch am Telefon mit dem Satz "Viel zu teuer" beginnt, finde ich sowas schlichtweg frech.
Ohne den Wagen gesehen zu haben und ohne nähere Informationen wird einfach mal behauptet, das Angebot sei überteuert.
Meine Fahrzeuge waren immer sehr gepflegt, alle Inspektionen gemacht und über Winter nicht gefahren. Den Preis habe ich anhand der Schwacke-Liste ermittelt und der war mit Sicherheit nie überzogen. Das sich da im Internet mit Sicherheit billigere Angebote finden ist klar - allerdings sind diese Fahrzeuge dann mit Sicherheit in einem deutlich schlechteren Zustand.
Von daher kann ich den Gebrauchtwagenverkäufer vielleicht sogar ein wenig verstehen, wenn er auf die Frage nach dem Preisnachlaß gleich abgeblockt hat. Ob man ihn deshalb als arrogant bezeichnen kann möchte ich bezweifeln.

Gruß

ede
22.11.2002, 19:18
Hallo,

letztes Jahr im Herbst hatte ich auch eine "nette" Erfahrung mit Verkäufern machen können. Ich fuhr zu einem sehr nahe gelegenen Händler und schaute mit dort im Ausstellungsraum einen Golf IV Variant an. Nachdem die beiden Verkäufer ihre Kundengespräche beendet hatten, hatten die nichts besseres zu tun als zu rauchen und Kaffee zu trinken. Ne viertel Stunde schwänzelte ich um den Wagen rum und sah mir alles an, aber keiner meinte, sich um den potentiellen Kunden mit Kleinkind im Maxi Cosi kümmern zu müssen. Bin mit den Worten "Wenn die kein Auto verkaufen wollen" gegangen. Ach so, war in Jeans und Sweatshirt dort. Bei anderen Händlern kümmerte man sich sofort um mich - in gleicher Kleidung.

Gruß
ede

Martin R
22.11.2002, 19:25
Die dachten wahrscheinlich, dass du dir das Auto eh nicht leisten kannst.


Ein Bekannter von mir war mal bei DB und hat einen Verkäufer gesucht.
Antwort: Hier gibts nur Neuwagen, Gebrauchte gibts da hinten.

Und das nur, weil er "normal" angezogen war.

Hat dann bei denen seinen Neuwagen auch nicht gekauft.

Babsi
26.11.2002, 21:22
ich kann ein Lied von überhöhten Forderungen singen.
Ein Beispiel. Ich möchte mir unbedingt mal einen S4 Avant leisten könne, Preis um die 20000 Euro mit nicht allzuvielen km und guter Ausstattung d.h. es muß das große Navi drin sein.
Wenn ich da so in DAT oder Schwacke schau stehn die ab 18tEuro bis 21tEuro drin. Die Realität ist anders. Da gibt es Preise von 22t für 150000km Stände bis 34t Euro für absolute Luschen (Angebot eines Audihändlers für Kratzer in der Stoßstange, Steinschläge und keine Sonderausstattung). Für 20000 bekommt man gerade mal nen Unfallschaden.
Wenn ich also Anfragen stelle, dann frage ich primär nach dem Preis, denn wieso soll ich jemanden bis zu 10000Euro in den Rachen schieben? Keiner dieser Autos ist übrigens verbessert oder getunt worden oder hatte irgendeine Ausstattung die diese Preise gerechtfertigt. Jetzt frage ich Euch wieso steht da noch immer ein Dummer auf? Es liegt immer an Beiden, es gibt Käufer die alles kaufen und es gibt Verkäufer die alles anbieten ohne rot zu werden.

Die Verkäufer bei den meisten Händlern mutieren eh zu aroganten A....... wenn man den Vertrag erst unterschrieben hat.
Nichtsdestotrotz gab es mein Auto für den guten Preis nur bei einem dieser Händler. Und ganz ehrlich da schluck ich meinen Stolz runter und kauf das Auto trotzdem. Ich muß ihn ja nie wieder sehen.
Cu Babsi

golfer
27.11.2002, 08:32
meine erfahrungen mit vw...

ich, etwas jünger aussehend in normaler Kleidung (Jeans) zum VW Händler mit der Absicht ein Auto zu kaufen...1/2 Stunde von Auto zu Auto gerannt, der verkäufer beobachtet mich, ich schau immer mal zu ihm, er schaut mich an, er bleibt sitzen..ich weiter rumgeschaut und probiert...er holt seelenruhig ne banane und verspeist diese mit entnervender Langsamkeit....keinerlei Reaktion...ich gehe wieder.
Ich habe den Laden nie wieder betreten und zum Glück ist er jetzt auch pleite!


nächster laden:
ich geh gezielt zum verkäufer...habe die ausstattung auf zettel und möchte ernsthaft bestellen - er könnte in 5 min ein auto nach meinen wünschen ohne jeglichen aufwand für ihn kaufen...ich frage nach konditionen (rabatte) - Entrüstetes Schnaufen: "Es gibt keinen Rabatt bei uns"!.
Frage nach Hauspreis: "Der Hauspreis ist der Listenpreis."
frage nach Probefahrt: "Probefahrt nach Vertragsunterschrift".

Ich danke und tschüss.

Der Laden war pleite, hat jetzt nen neuen Besitzer - der Verkäufer ist auch verschwunden - zum Glück, so ein arrogantes A....... ist mir noch niemals begegnet - und das bei VW.

bei BMW - Niederlassung:
Interesse an Neuwagen signalisiert. Die Verkäuferin rückt die Prospekte äußerst widerwillig raus....sie: "was wolln sie denn für einen?" - Rabatte? - sie: "nein,, aber fußmatten und ein besseres Radio kann ich ihnen anbieten." Probefahrt? - haben sie wirklich Interesse an dem Fahrzeug? - ich: "Ja!", sie: "wir haben zur zeit keinen wie von ihnen gewünscht hier - ich rufe sie an"
Ich habe nie einen Rückruf erhalten.

Ich frage mich wirklich woher diese ganze Verkäuferbande mit Ihrer Halbbildung diese elende Arroganz hernehmen. Es ist mir einfach ein Rätsel.

Martin R
27.11.2002, 16:55
Original geschrieben von golfer
frage nach Probefahrt: "Probefahrt nach Vertragsunterschrift".


Musst dann also "die Katze im Sack" kaufen.

Kanns ja wohl nicht sein.

PS.: Wollte ein Händler mit mir auch schon mal machen.
Lenkte dann aber doch ein, als er merkte dass es mir Ernst ist.

BlackMagic
27.11.2002, 18:21
Irgendwie muss ich gestehen, dass ich solche Geschichten beim Autokauf immer wieder gerne höre, auch wenn sie nicht gerade lustig sind, wenn man sie am eigenen Leib erfährt.

Hier meine Geschichte:

Habe mich für einen solchen Golf interessiert, wie ich jetzt gerade besitze und bin zum nächsten Händler. Ich wollte selbst von einem Verkäufer angesprochen werden. Hat aber nicht geklappt. Ein Verkäufer hatte grad nichts zu tun und saß an seinem Schreibtisch, hab mir ganz genau den Golf IV angesehen. Während ich im Auto saß, hoffte ich, dass er mich doch anspricht. Hab ihn dann mal im Rückspiegel beobachtet und der hat sich überhaupt nicht für mich interessiert, sondern hat sich nur überlegt, ob er seinen Aschenbecher heute noch einmal oder zweimal auslehren muss.
Dann hab ich mich weiter umgesehen. Da kam mal ein anderer Verkäufer vorbeigestürmt, der mich zumindest begrüßte aber anscheinend keine Zeit hatte, weil es doch so eilig war. Vielleicht musste er zur Toilette?
Na ja, ich hab dann mal selbst den anderen Verkäufer angsprochen, weil von selbst kriegt man ja einen Golf IV nicht. Der war nicht so begeistert, dass ich ihn gestört habe. Ich wollte ihn schon um Entschuldigung bitten und dann fing er doch an, mir einen 100PD anzubieten, allerdings einen mit D3-Norm und noch nicht einen mit neuerer Ez mit D4-Norm, obwohl ich ausdrücklich betont habe, dass ich einen mit D4 haben will.
Dann hat er mich in ein anderes, zur Autohausgruppe dazugehöriges Autohaus geschickt, weil da 2 gute Angebote wären. Habe aber schon gesehen, was er da für "Angebote" gehabt hat. Da hätte ich mir locker einen neuen Benz bestellen können, der wär nicht viel teuerer gewesen.

Ich bin dann in ein anderes VW-Autohaus, ein paar Kilometer ausserhalb.
Da hat man schon gemerkt, dass es drunter und drüber geht und der Verkäufer wirklich viel zu tun hatte, zumal sein Kollege im Urlaub war. Er ist aber dennoch auf mich zugekommen und hat mich angesprochen, ob er mir helfen könne. Ich sage ihm, welches Auto ich als JW suche und er versuchte mir eines zu besorgen, da auch auf seinem Hof keiner Stand, der mir zugesagt hat. Für eine Probefahrt bot der Verkäufer mir sogar seinen Privatwagen an, da auf das Autohaus kein 100PD zugelassen sei.
Danach hat er mir zu einen sehr guten Preis mein Auto beschafft, dass sogar noch den vereinbarten Liefertermin unterschritten hat. 4 Wochen nachdem ich das Auto erhalten hatte, rief er mich nocht an, ob ich mit dem Auto zufrieden sei.

Man sieht, es geht, wenn der Händler nur will, aber wenn er nicht will....

MouseWare
27.11.2002, 19:19
Dann gebe ich auch mal meine Erfahrungen der letzen 2,5 Jahre dazu :)

März 2000 (ich war da 24...):

Ich versuche beim großen Händler vor Ort (der alle anderen VW-Häuser im Umkreis von 50 km beliefert) einen Golf Variant 2.0 zu kaufen. Ich muß endlos warten, der Verkäufer ist arrogant und druckt mir widerwillig ein Angebot aus. Zum Thema Rabatt bei Barzahlung: "Wir bieten den Nachlass den andere auch bieten (!?!) Und die beziehen alle von uns." Und die haben mir nicht mal einen Kaffee angeboten :mad:

Beim Händer 50km entfernt (auf Empfehlung eines Geschäftspartners, dessen Bruder dort im Verkauf ist) herrscht lockere Atmosphäre, ich werde von allen Mitarbeitern die an mir vorbeikommen freundlich begrüßt, der Verkäufer kümmert sich...schnappt sich den Privatwagen seines Kollegen und wir machen eine kurze Tour, allerdings mit anderem Motor (ein Diesel...oh nein, ich nehm auf jeden Fall den Benziner ;) ) Habe das Auto da dann mit ausreichendem Rabatt gekauft. Die Wartezeit wurde dann ein wenig lang, aber das liegt ja in den seltensten Fällen am Händler, mit dem ich dann eine gütliche Einigung über einen Ersatzwagen für einen Monat erzielen konnte.

Mai 2002:

Ich will was neues....einen Passat Variant. Also alles noch mal:

Der große Händler am Platz, diesmal ein andere Verkäufer. Ich weise ihn drauf hin, daß ich bereits schon mal versucht habe, ein Auto bei ihm zu kaufen, allerdings kein Interesse bestand. Er tut entsetzt, schüttelt den Kopf und glänzt dann mit Nicht-Wissen und Ahnungslosigkeit bezüglich der Ausstattungsvarianten. Druckt mir 2 Angebote aus, von denen keins meinen Anforderungen entspricht. Wieder kein Kaffee :mad:

Ein anderer Händler, auch eigenständig und knapp 50 km entfernt...
Der VW-Verkäufer ist noch beschäftigt, also "zwingt" mich der Inhaber zu einer Probefahrt in seinem S6, damit ich die PDC mal kennenlerne...danach zurück zum Autohaus, der Verkäufer steht bereit, ich bekommen meinen Kaffee :) und habe einen sehr guten Eindruck. Den alten (den Golf Vari 2.0) wollen sie dann im Zweifelsfall mal kurz checken und mir dann ein verbindliches Angebot machen.

(Volvo-Händler überspringe ich jetzt mal)

Dann bin ich beim Surfen bei BMW hängengeblieben und habe mir online Prospekte bestellt und meine Telefonnummer hinterlassen, um eine Probefahrt zu machen. Ein paar Tage später ruft der örtliche Händler an "Sie wollen einen 318 touring zur Probe, wann haben sie Zeit?". Ein paar Tage später fahre ich zum Händler, bekomme die Schlüssel und fahre eine Weile rum...aber das Auto sagt mir nicht zu (zu klein, zu hart, Sitze sagen mir nicht zu, Innenraum gefällt auch nicht wirklich) Ich spreche mit dem Händler ab, welche Änderungen möglich sind....er macht ein Angebot und sagt zum Abschluß: Ich würde mich freuen, wenn wir sie zum BMW_Fahrer machen können...Das hat mich dann wieder zu VW gebracht :D :cool:

Dann mein bisheriger Händler:

Ich wollte ja eigentlich den neuen 2.0er haben, aber der Verkäufer meint ich solle unbedingt den 1.8T mal Probe fahren. Meine Zeit ist knapp, also bringt er morgens um 7.30 (!!!!) das Probefahrzeug (mit roter Nummer) zu mir, nimmt meinen mit um ein abgebrochenes Stellrad für die Außenspiegel kostenfrei(!!!) zu reparieren und sagt mir (leider erst hinterher) daß ich gar nicht hätte nachtanken müssen (bin 350 km gefahren) Aber er hatte mich richtig eingeschätzt, ich habe den 1.8T bestellt......den alten haben die dann natürlich gar nicht mehr angeschaut, da alle Wartungen und Service bei denen durchgeführt wurde, also macht er mir direkt einen guten Preis. Bindung an ein Haus lohnt sich also durchaus auch für den Kunden.
Das Auto habe ich dann in Emden abgeholt, am Tag zuvor hat sich der Verkäufer noch 2 Stunden auf die Zulassungsstelle gesetzt und den Papierkram erledigt. (BTW: Ganz zu Anfang, als der Wunsch anch dem Passat aufkam, bin ich auch einen 130 TDI Probe gefahren...) Jetzt hat er mir einfach so einen Touareg und einen Phaeton zum Testen angeboten.... :cool:

Fazit: Es hängt natürlich viel vom Auftreten des Kunden ab, denn natürlich orientieren sich die Verkäufer erst einmal am Aussehen. Wer aber dann auf Begriffe wie "Barzahlung" nicht richtig oder gar überhaupt nicht reagiert ist wohl im Laufe der Zeit zu arrogant geworden, um ein echter Verkäufer zu sein. Letzendlich muß es zwischen dem Verkäufer und Käufer "funktionieren". Mir z. B. sind Kleinigkeiten wie das Anbieten von einem Kaffee wichtig...darauf reagiere ich mehr als auf "wir bessern dann ihr Image auf"-Sprüche

Gruß
Markus

PS: Der "arrogante" Großhändler hat sich bei einem Geschäftspartner von mir noch was besseres geleistet: Kunde hat Vertrag (Inzahlungnahme & Kauf eines Neuen) bereits unterschrieben, ist zu Hause und froh, daß er bald einen "Neuen" hat.....4 Stunden später ruft der Verkäufer an und sagt: "Sorry, Kaufvertrag geht so nicht, Chef sagt nein, wir bieten ihnen jetzt 2.000 Euro weniger für ihren alten.".........Die hatten sich den Kaufvertrag unterschreiben lassen, ohne ihn gegenzuzeichnen (ok, das wäre mir nicht passiert) und von daher hatte der Kunde keine Chance, auf Erfüllung zu bestehen.....das sind doch Abzockermethoden.

BlackBora
02.01.2003, 14:59
1. Teil

Nun auch mal von mir meine jüngsten (heutigen) Erfahrungen.
Nach jetzt 4,5Tkm muß mein Bora Variant zum 2. Mal in die Werkstatt, um Mängel zu beseitigen. Der Kundendienst-Meister sitzt mir gelangweilt gegenüber, kaut Kaugummi, liest sich die Mängelliste (schon wieder 11 Punkte) durch, brabbelt vor sich hin. Nach kurzer Inspektion am Wagen kurzer Kommentar:"Wenn ich auf der Probefahrt die Geräusche nicht höre, können wir da nichts machen."
Wieder am Schreibtisch kurz und knapp vielleicht wird der Wagen heute fertig.
Auf die Frage nach einem kostenfreien Leihwagen grinst er nur und sagt: Sie sind ja nicht liegengeblieben. Auch diskutieren half nicht. Auf die Frage, welches Auto denn man fahren müsse grinste er wieder und meinte nur "Wenn Sie einen A8 fahren, dann bekommen Sie einen Wagen gestellt."
Auf die Androhung das Autohaus zu wechseln nur kurzer Kommentar: "Dann wechseln Sie doch, wenn Sie meinen, Sie bekommen woanders mehr Service."
Dann gab er mir noch Fahrkarten für den ÖVP und war mit mir fertig.

Nur weil VW es mit der Qualität nicht hinbekommt und viele Händler/Mitarbeiter keinen Bock mehr zu haben scheinen, muß der Kunde "leiden". Ich denke, es war mein letzter VW. Ein eigentlich gutes Auto wird leider durch nicht vorhandenen Service abgewertet.

Tina
02.01.2003, 16:38
Also ich habe es mit meinem "Freundlichen" bis jetzt recht gut getroffen.
Vor allem, wenn man z.T. solche negativen Beispiele hier liest.
Ist ja echt ein Hammer!

Mein Polo (1/2 Jahr alt) war leider auch schon wegen Beseitigung einiger kleiner Mängel zur Reparatur.

Gut, ich habe für den Tag zwar keinen Leihwagen bekommen, aber immerhin wurde mir ein Taxi kostenlos zur Verfügung gestellt, dass mich zur Arbeit (ca. 12 km) gebracht hat und auch wieder abgeholt hat. Find ich schon prima!

Jetzt muss dass Auto nochmal hin und ich denke, die Reparatur dauert etwas länger, da stellen sie mir für den Reparaturtermin auch gleich einen Leihwagen zur Verfügung ohne dass ich danach fragen musste.

Da sollten sich doch manche Händler echt ´ne Scheibe von abschneiden.

Gruß, Tina

BlackMagic
02.01.2003, 18:28
Original geschrieben von Tina
Also ich habe es mit meinem "Freundlichen" bis jetzt recht gut getroffen.
Vor allem, wenn man z.T. solche negativen Beispiele hier liest.
Ist ja echt ein Hammer!

Mein Polo (1/2 Jahr alt) war leider auch schon wegen Beseitigung einiger kleiner Mängel zur Reparatur.

Gut, ich habe für den Tag zwar keinen Leihwagen bekommen, aber immerhin wurde mir ein Taxi kostenlos zur Verfügung gestellt, dass mich zur Arbeit (ca. 12 km) gebracht hat und auch wieder abgeholt hat. Find ich schon prima!

Jetzt muss dass Auto nochmal hin und ich denke, die Reparatur dauert etwas länger, da stellen sie mir für den Reparaturtermin auch gleich einen Leihwagen zur Verfügung ohne dass ich danach fragen musste.

Da sollten sich doch manche Händler echt ´ne Scheibe von abschneiden.

Gruß, Tina

Ich hab das Glück, dass ich mir auch einen guten Händler aussuchen habe können, hab ja auch schon andere Erfahrungen gemacht, wie ich hier schon beschrieben habe. So, jetzt hab ich eine neue postitive Erfahrung zu berichten:

Ich bin Mitte Dezember zu meinem Verkäufer hineinspaziert, der hat mich gleich freundlich begrüßt und nach meinem Anliegen gefragt. Ich sagte, dass ich gerne mal den neuen Touareg probefahren würde. Er hat mir gleich ohne mit der Wimper zu zucken zugesichert, dass ich gerne mal für ein paar Stunden damit fahren könne, obwohl er genau weiß, dass ich mir den eh nicht leisten kann und mir auch kein größeres Auto leisten will als einen Golf. Und das obwohl ich noch recht jung bin...

Er sagte nur, dass ich mich bis Anfang Januar gedulden müsse, da das Fahrzeug erst am 2.1. zugelassen werde, also heute und er würde mich dann anrufen, damit wir einen Termin vereinbaren. Vorhin hab ich schon eine Nachricht von ihm auf meinem Anrufbeantworter gefunden, dass das Auto jetzt zugelassen sei und dass ich ihn wegen einer Terminvereinbarung zurückrufen solle. Das werde ich morgen machen. Einen solchen Service finde ich auch toll. Und dass er angerufen hat, obwohl er sich die Probefahrtanfrage nicht einmal notiert hat, sondern immer noch bescheid weiß finde ich auch gut...:D

Martin R
02.01.2003, 19:23
Original geschrieben von BlackMagic
Und dass er angerufen hat, obwohl er sich die Probefahrtanfrage nicht einmal notiert hat, sondern immer noch bescheid weiß finde ich auch gut...:D


Bin mir sicher, dass er es sich irgendwo notiert hat - spätestens als du weg warst.
(Mach ich auch immer so - dann bekommt keiner mit, dass ich mir alles aufschreiben muss.*gg*)

:) :) :)

MouseWare
02.01.2003, 20:17
Das mit dem Touareg hat bei mir auch geklappt (habe dazu auch nen Bericht hier geschrieben)

Und das beste daran war, daß ich den Touareg als Ersatzwagen bekam, weil bei meinem Passat Mängel auf Garantie zu beseitigen waren (nein, bin auch nicht liegengeblieben!)

Und es waren nicht nur ein paar Stunden, sondern ganze 2 Tage (Mo.-abend bis Do.-morgen) weil ein Ersatzteil zusätzlich bestellt werden mußte.....das waren aber durstige 1100 km :D :D :D

Es gibt sie also doch, die Händler die ihren Kunden einen guten Service bieten, weil sie wissen, daß Garantiemängel immer eine lästige Sache sind (BTW: Es sind schon wieder Mängel am Passat :(...jetzt würde ich gerne den Phaeton testen ;) )

Gruß
Markus

BlackBora
04.01.2003, 18:56
Erfahrung 2. Teil

Nach 2 Tagen habe ich meinen Bora vom Freundlichen zurück.
Ergebnis --> niederschmetternd
Reklamation: Kolbenringe rasseln beim Beschleunigen aus niederigen Touren
Erklärung: Tanken Sie Super Plus mit 98 Oktan, Problem müßte behoben sein.

Reklamation: Warnung im MFA: "Generator-Werkstatt"
Erklärung: Fehler trat nicht auf, im FSP nichts hinterlegt.

Reklamation: Tickern aus Motorraum im Standgas
Erklärung: Konnte nicht lokalisiert werden

Reklamation Spaltmaße Übergang Amaturenbrett-linke Tür (Unterschied ca 1,5cm)
Erklärung: Liegt im Toleranzbereich

Reklamation: Xenonscheinwerfer wackelt bei Fahrbahnunebenheiten.
Erklärung: Stand der Technik

Den Leihwagen müßte ich auch selber zahlen.
Der Geschäftsführer meinte, ich solle mich direkt an VW wenden.

Heute der nächste Schock. Die rechte hintere Fensterverkleidung der Heckklappe ist locker, der Dachhimmel sitz locker.

Je länger ich den Wagen habe, desto mehr ärgere ich mich. Wirklich niemehr VW???

Ludger Rosen
04.01.2003, 19:12
Wenn du mal MUße hast, geh zu nem anderen Händler, bemängel das gleiche.

Wenn du Glück hast nimmt dir eine nettes Mitglied deines Freundes-/Bekanntenkreises (Familien?) das ab, damit du dem anderen Händler nicht evtl. noch ins Beet "PINKELZT" :rolleyes:

A6-Fahrer
04.01.2003, 23:09
Original geschrieben von BlackBora
Reklamation: Kolbenringe rasseln beim Beschleunigen aus niederigen Touren
Das konntest Du hören? :confused: Respekt!

Original geschrieben von BlackBora
Reklamation: Xenonscheinwerfer wackelt bei Fahrbahnunebenheiten.
Erklärung: Stand der Technik
Ich gehe davon aus, daß Du meinst, daß das Licht (und nicht der Scheinwerfer selbst) wackelt. Wenn man weiß, wie das Licht erzeugt wird sollte das einleuchen.

Original geschrieben von BlackBora
Den Leihwagen müßte ich auch selber zahlen.
Solang der Wagen nicht liegenleibt ist das Vorgehen korrekt. Manchmal gibt es den allerdings auch kulanterweise umsonst, aber ein Anspruch darauf besteht in Deinem Fall nicht.

Gruß