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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PROBLEME beim Polo - unsinnige Geldschneiderei!


Cyberdriver
08.11.2002, 16:22
Hi,

der drei Jahre alte POLO meiner Tochter war diese Woche zur Inspektion.

Ein böses Erwachen in Bezug auf Kosten wegen fehlerhafter Kleinteile im Cent-Wert kam danach:

1. Die Scheinwerfer leuchteten nach oben und unten. Auskunft der Werkstatt, dass bei BEIDEN Scheinwerfern ein Kleinteil defekt sei und man aber die beiden Scheinwerfer komplett austauschen müsse, da es keine Ersatzteile mehr gibt! Wieso sind eigentlich beide gleichzeitig kaputt? Keiner konnte Auskunft geben.

2. Der Fensterhebermotor der Fahrertür war kürzlich nach endlosem Lieferrückstand ausgetauscht worden. Jetzt klemmte das Fentser und man mußte den Fensterheber auch wegen einer abgerissenen Halterung erneuern.

RIESIGE Kosten OHNE Kulanz für beide Fehler - da hat man die Nase gestrichen voll. Für Pfennigartikel werden Unsummen dem Kunden aus der Tasche gezogen - für einen Azubi viel Geld für ein angeblich ach so zuverlässiges Auto.

Mir ist der JD powers Report immer verständlicher. Sollte ein nachträglicher Kulanzantrag keinen Erfolg haben, verstehe ich absolut, dass immer mehr Käufer schlau werden und zu den japanischen Marken wechseln. Zuverlässigkeit und Zufriedenheit wird doch wesentlich größer geschrieben. Da helfen mir auch die schönsten Fugen nichts!

Niemals Servo
08.11.2002, 17:40
1. Die Scheinwerfer leuchteten nach oben und unten. Auskunft der Werkstatt, dass bei BEIDEN Scheinwerfern ein Kleinteil defekt sei und man aber die beiden Scheinwerfer komplett austauschen müsse, da es keine Ersatzteile mehr gibt! Wieso sind eigentlich beide gleichzeitig kaputt? Keiner konnte Auskunft geben.

Schwer was dazu zu sagen wenn man nicht weiß was kaputt gegangen ist. Versuch doch zu einem Hersteller zu wechseln der noch alle Kleinteile lagert. :(
Wenn du zu einem Japaner wechselst könnte es passieren, dass dir der gleiche Scheinwerferhersteller wieder über den Weg läuft...



Mir ist der JD powers Report immer verständlicher. Sollte ein nachträglicher Kulanzantrag keinen Erfolg haben, verstehe ich absolut, dass immer mehr Käufer schlau werden und zu den japanischen Marken wechseln.

Dein Frust ist verständlich, das mit dem "immer mehr Käufer [..] wechseln" ist, zumindest auf D bezogen, schlicht falsch.

Walter4
09.11.2002, 10:16
Was Du mit Deinem Polo erfährst, entspricht ja der miesen Position des Polo im Report- Platz 102 von 132 -meine Güte!
Der Report bestätigt ja, daß wer problemlos einen Kleinwagen fahren will, nicht unbedingt ein VW-Original haben sollte. Der Skoda Fabia -Platz 15 (!)- oder SEAT Arosa -Platz 66- , immerhin, liegen da viel besser. Andere, wie Nissan Micra oder Ford desgleichen. Mich ärgert das auch, der hochgejubelte Polo erweist sich als überteuerte Knalltüte. Da helfen auch die Jubelfanfaren und das Inabredestellen der Wolfsburg-Fans nichts.
Übrihgens: Unser Nissan Micra lief 80 TKm ohne einen auch nur minimalen Defekt! Und das, ohne je eine Werkstatt zu sehen (...aber vielleicht gerade deswegen.)
MfG Walter

tortenheber
09.11.2002, 11:30
Ich sag nur eines:Fiat Punto 55S für fast vier Jahre ca. 85000Kilometer ohne ein einziges Problem gefahren,selbst 1000Kilometer am Stück mit viel Dauervollgas(Tacho 180:D )
waren dem nicht zuviel.

dbhh
12.11.2002, 08:30
... ist doch eine Sache richtig: wenn Kleinigkeiten kaputt gehen, müssen (?) heute immer häufiger gleich ganze Baugruppen / Komponenten getauscht werden. Beispiel: Befestigungslaschen der Scheinwerfer. Erst auf Reklamationen hin, wurden Reparatursätze entwickelt.

Es ist klar, das der technische Fortschritt auch zur Folge hat, das nicht mehr alles bis ins Detail auseinander genommen werden kann. Aber: technischer Fortschritt muss auch in Zukunft bezahlbar bleiben. Und wenn dies nicht machbar ist, weil Kosten der Lagerhaltung nicht mehr drin sind, dann wird man auf einen solchen halb-ausgekochten Fortschritt mal verzichten müssen, weil ihn sich immer weniger Leute leisten können.

Eine Technik ist nur dann bezahlbar und damit auf Dauer aktzeptiert, wenn der Anschaffungs-, der Wartungs- und der Reparaturpreis bezahlbar ist.

Gruß

TT-Fahrer
12.11.2002, 09:17
Original geschrieben von dbhh
... ist doch eine Sache richtig: wenn Kleinigkeiten kaputt gehen, müssen (?) heute immer häufiger gleich ganze Baugruppen / Komponenten getauscht werden.

Eine Technik ist nur dann bezahlbar und damit auf Dauer aktzeptiert, wenn der Anschaffungs-, der Wartungs- und der Reparaturpreis bezahlbar ist.

Gruß

Das ist nicht erst seit heute so! :( 1987 habe ich mir ein
das Auslaufmodell vom Honda Civic gekauft.
Nach 3 oder 4 Jahren ging das Kontaktblättchen der
Lichhzpe kaputt (Fernlicht ging noch). Das Teil war ein
5-Pfennig Artikel, aber in Modulbauweise!
Folge ich hätte den kompletten Hebel für 200DM (=reine
Teilkosten) austauschen müssen. Habe ich nicht gemacht.
Bin dann halt ohne Lichthupe gefahren.

TT

Ludger Rosen
13.11.2002, 07:42
Der Report bestätigt ja, daß wer problemlos einen Kleinwagen fahren will, nicht unbedingt ein VW-Original haben sollte. Der Skoda Fabia -Platz 15 (!)- oder SEAT Arosa -Platz 66- , immerhin, liegen da viel besser. Andere, wie Nissan Micra oder Ford desgleichen.


Langsam, hier geht es doch nicht um tatsächliche Fehler und deren Häufigkeit, sondern um empfundene EInstellung zu den Fehlern und der Beseitigung und den Service dabei.

Und :
1. wie schon mehrfach erwähnt, bei einem subjektiv vergleichbaren Produkt SKODA FABIA; VW POLO; SEAT IBIZA
weniger bezahlt zu haben, räumt Kulanz bei den Fehlern ein.

2. Wer sowieso bereit ist, bei Skoda bspw. zu kaufen ist mE prinzipiell weniger anspruchsvoll, siehe Auftritt der WErkstätten, Werkstattnetz etc.

dbhh
13.11.2002, 08:14
Original geschrieben von Ludger Rosen
2. Wer sowieso bereit ist, bei Skoda bspw. zu kaufen ist mE prinzipiell weniger anspruchsvoll, siehe Auftritt der WErkstätten, Werkstattnetz etc.

Ein wahres Wort. Und: braucht man die überkandiedelten VW-Auftritte überhaupt?

Gruß

Niemals Servo
13.11.2002, 08:19
Original geschrieben von Walter4

Der Report bestätigt ja, daß wer problemlos einen Kleinwagen fahren will, nicht unbedingt ein VW-Original haben sollte. Der Skoda Fabia -Platz 15 (!)- oder SEAT Arosa -Platz 66- , immerhin, liegen da viel besser.

In der Kompaktklasse ist es noch doller, liegt der Seat Toledo auf Rang 2 zwischen Corolla und Almera. Von VW weit und breit nichts zu sehen.

Bei den Spitzenplätzen in der Händlerzufriedenheit ist auch nichts von deutschen Marken zu sehen. Aber um das zu erkennen hätte es auch keine Studie gebraucht...

Pitter
13.11.2002, 08:42
Original geschrieben von Ludger Rosen
2. Wer sowieso bereit ist, bei Skoda bspw. zu kaufen ist mE prinzipiell weniger anspruchsvoll, siehe Auftritt der WErkstätten, Werkstattnetz etc.

Wieso denn das? Ich kenne eigentlich nur einen reinen Skoda-Händler (ehemaliger VW-Händler), alle anderen führen Skoda zusätzlich zur Marke VW. Weshalb sollte es da einen Unterschied im Auftritt der Werkstätten (=identisch) geben?

Gruß

Pitter

Ludger Rosen
13.11.2002, 11:15
Wo kommst duuu denn her ;)

Ne, mal ehrlich, wenn dem so wäre, dann hätte ich auch keine Probleme einen Skoda zu kaufen.
Kenne ich aber im Verbund nur von "auf dem Lande" bspw. sog. mittlere Zentren mit bis zu 100.000 Einwohnern.
Bei uns (Großstadt im Ruhrgebiet) gibt es ausschließlich traditionsreiche Skoda Seat Werkstätten :(
Die sind dann aber auch traditionsmäßig noch etwas den alten nicht in VW-Regie gebauten Modellen verbunden und ziemlich klein.
Der größte Skoda Händler dieser ca. 3 ist ein ehem. freier und VW-von Werksangehörigen Händler.
Hier werden parallel auch EU-Re-Importe von Skoda angeboten.
Muss er auch machen, weil der VW Händler ums Eck das auch macht.
Der andere hat noch ne Saab Werkstatt dabei (freie).
:rolleyes:

Darum muss man schon etwas "toleranter" sein, um die Werkstätten gut zu finden (;) auch im räumlichen Sinne).