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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Qualitäts-Report 2002 in AutoBild


->paul<-
22.11.2002, 06:15
Fazit VW:

Gerade noch Mittelmaß.
Enge Spaltmaße + edle Materialien sind eben nicht alles.
VW produziert zu viele Pflegefälle.
Dazu kommen schwere Defizite in der Kundenbetreuung!

Gruß Paul

deBORA
22.11.2002, 06:20
AutoBild will halt eben auch Geld verdienen. Mit "Friede, Freude, Eierkuchen" ist kein Geschäft zu machen. Also muß man journalistisch überziehen.

Sonst kauft doch keiner die Bildzeitung.

Gruß

deBORA

->paul<-
22.11.2002, 06:34
AutoBild ist sicherlich nicht so abhängig wie GF.

Gruß Paul

FloriV6 TDI
22.11.2002, 07:01
naja, da wär ich mir mal nicht sooo sicher ;)

Mike_Golf_IV
22.11.2002, 07:12
Original geschrieben von deBORA
Also muß man journalistisch überziehen.


Ich habe den Artikel nicht gelesen, aber die STatements, die oben wiedergegeben wurden, sind eher noch harmlos. ABer bestimmt nicht übertrieben (Außerdem ist Übertreibung KEIN Journalismus, sondern Marketing)

Was ich in den letzten Tagen wieder mit meinem VW-Autohaus erlebt habe, geht auf keine Kuhhaut. Kundenorientierung ist da ein absolutes Fremdwort.

Oder die Geschichte mit den Fensterhebern. Die neue Kulanzregelung. Das leidige Türenknacken und Sitzeknarren. Die Probleme mit dem delta. Oder der Ärger mit den hinteren Scheibenbremsen, angeblich ein Problem seit dem Golf II. Dann in den ersten Golf-IV-Jahren die Probleme mit der ZV. Alles Sachen, die ich bei unserem 6 Jahre alten Japaner nicht erlebt habe. Der funktiniert einfach. Okay, der hat auch kein ESP, keine Funk-ZV, keinen CAN-Bus, etc. - aber ich frage mich langsam, ob man diesen Technikkram wirklich einbauen sollte, wenn man ihn nicht beherscht.

dbhh
22.11.2002, 07:14
[QUOTE]Original geschrieben von deBORA
AutoBild will halt eben auch Geld verdienen. Mit "Friede, Freude, Eierkuchen" ist kein Geschäft zu machen. Also muß man journalistisch überziehen.

Sonst kauft doch keiner die Bildzeitung.
[QUOTE]

Andere Möglichkeit: man will die Probleme als "Verbraucher" sehen oder eben nicht. Sicher ist dann die GF die bessere Lektüre, da Kritik nur in homöopatischer Dosierung verteilt wird. Diese Menge hat VW der GF wohl eingeräumt ohne sich "angefasst zu fühlen".

Gruß

dbhh
22.11.2002, 07:19
Original geschrieben von Mike_Golf_IV
Oder die Geschichte mit den Fensterhebern. Die neue Kulanzregelung. Das leidige Türenknacken und Sitzeknarren. Die Probleme mit dem delta. Oder der Ärger mit den hinteren Scheibenbremsen, angeblich ein Problem seit dem Golf II. Dann in den ersten Golf-IV-Jahren die Probleme mit der ZV. Alles Sachen, die ich bei unserem 6 Jahre alten Japaner nicht erlebt habe. Der funktiniert einfach. Okay, der hat auch kein ESP, keine Funk-ZV, keinen CAN-Bus, etc. - aber ich frage mich langsam, ob man diesen Technikkram wirklich einbauen sollte, wenn man ihn nicht beherscht.

Oder die Geschichte mit vorzeitig versagenden Motor-Steuergeräten, manuell-verstellbaren Außenspiegeln.

Ja ja, VW liefert schon Qualitätsanmutung, unbestritten. Nur den zweiten Teil des Wortes würde ich gern streichen dürfen. Geht nur nicht, denn die tats. Qualität lässt zu wünschen übrig.

Und zum Thema "mehr Technik bedeutet auch früher kaputt gehen": gestern wurde im TV-Magazin "die Automacher" ein Ingenieur von Bosch interviewt. Sinngemäß meinte dieser: Technik wird in aller Regel (Verschleißteile ausgenommen) für ein Autoleben konstruiert, also 12 Jahre.
Na VW, mit den Fenster-Mitnehmern, dem Steuergerät und den Außenspiegeln? Warum dürfen die Kunden immer bezahlen?

Mit ernüchtertem Gruß

->paul<-
22.11.2002, 07:32
ich gehe mal garnicht von den ersten Plätzen aus (Japaner)
BMW 3. Platz dahinter AUDI:

Fazit AUDI:

Das Vertrauen der AUDI-Fraktion in ihre Marke ist riesig, wie die Umfrage zeigt.
Auch die Qualitätsanmutung erfüllt Premiumansprüche.

+ jetzt kommts:


Nur das Gleichteilediktat im VW-Konzern beschert den AUDI-Ingenieuren einige Sorgen !!!

Gruß Paul

->paul<-
22.11.2002, 07:35
Original geschrieben von Mike_Golf_IV
Ich habe den Artikel nicht gelesen, aber die STatements, die oben wiedergegeben wurden, sind eher noch harmlos. ABer bestimmt nicht übertrieben (Außerdem ist Übertreibung KEIN Journalismus, sondern Marketing)

Was ich in den letzten Tagen wieder mit meinem VW-Autohaus erlebt habe, geht auf keine Kuhhaut. Kundenorientierung ist da ein absolutes Fremdwort.

Oder die Geschichte mit den Fensterhebern. Die neue Kulanzregelung. Das leidige Türenknacken und Sitzeknarren. Die Probleme mit dem delta. Oder der Ärger mit den hinteren Scheibenbremsen, angeblich ein Problem seit dem Golf II. Dann in den ersten Golf-IV-Jahren die Probleme mit der ZV. Alles Sachen, die ich bei unserem 6 Jahre alten Japaner nicht erlebt habe. Der funktiniert einfach. Okay, der hat auch kein ESP, keine Funk-ZV, keinen CAN-Bus, etc. - aber ich frage mich langsam, ob man diesen Technikkram wirklich einbauen sollte, wenn man ihn nicht beherscht.

vorletzter Platz mit der Vertragswerkstattzufriedenheit !!!

Gruß Paul

Walter4
22.11.2002, 10:35
..ist genau das, was sie aussagt: Eine "Premium"- Zumutung. Als sehr zufriedener Audi-Fahrer (Glück oder Qualität, oder beides?) lese ich hier erstaunt die immer wiederkehrenden Klagen über das VW-Geschlampe bei Zulieferteilen. Daß Audi besorgt ist über die Qualität der Gleichbau-Teile überrascht nicht.
Und daß hier von VW Lohnabhängigen jede Kritik hinterfragt und versucht wird kleinzureden, darf man nicht als Unparteilichkeit mißverstehen. Merke:
Wenn Zeitschriften (egal welche) mit angeblich tendenziöser Kritik berichten, dann sind die Stellungnahmen von VW-Leuten dazu doch wohl genau so tendenziös. Und damit nicht ernstzunehmen.
MfG Walter

deBORA
22.11.2002, 12:22
Original geschrieben von Walter4
..lese ich hier erstaunt die immer wiederkehrenden Klagen über das VW-Geschlampe bei Zulieferteilen.

Vom "Hören-Sagen" und vom "Lesen" habe ich häufig einen anderen Eindruck, als meine eigene subjektive Wahrnehmung ist.

Auch meine VW's waren bis auf eine Ausnahme allesamt in der Werksatt wegen Mängeln, die die Endkontrolle nicht gesehen hatte oder die auch manches Mal sehr ärgerlich waren, weil mehrere Reparaturversuche unternommen worden sind.

Der aktuelle Bora Variant TDI, den ich habe, ist mal wieder ein sehr löbliches Fahrzeug. Ein einziges Mal war ich mit dem Auto in der Werkstatt wegen eines Austausches des Radio Delta. Ansonsten ist alles ok bislang.

Den besten VW, den ich aus Sicht der Mängelfreiheit hatte, war eine Bora Limousine mit dem 1.6 Liter Motor und 74 KW (Benziner). Auf 26.500 km kein einziger Defekt. Ich muß dazu aber auch sagen, daß es ein Ausstellungsfahrzeug war, das 1/2 Jahr im Autohaus stand, bevor ich den gekauft hatte. Der war natürlich vom Autohaus penibel durchgesehen.

Jeder Defekt, auch der, der mich als Kunden kein Geld kostet - also auch Defekte bei einem neuen Auto - ärgern mich wegen der Zeit, die diese Defekte kosten. Man muß x -Mal zur Werkstatt fahren. Beim ersten Mal, weil man den Defekt vorführt. Beim zweiten Mal, um das Fahrzeug zur Reparatur zu bringen und das dritte Mal, um das Auto wieder abzuholen. Wenn das Auto dann nicht ok ist, beginnt der zeitraubende Spaß von vorn.

Insgesamt muß ich aber meinem VW Händler eine sehr gute Note ausstellen. Der Verkauf verdient die Note 1 und die Werkstatt verdient die Note 2 +.

Und dann muß man mal erwähnen, daß ich früher alle 5.000 km mit meinem ersten Auto einen Ölwechsel und eine Wartung machen mußte. Da hab ich zwar noch alles selbst gemacht (Auspuff tauschen, usw.) Heute kann man das wegen der Elektronik nicht mehr. Dafür rostet mir aber nach 20 Monaten auch der Auspuff nicht mehr durch, wie damals bei meinem Opel Kadett C Coupé.

Heutzutage ist ein VW mit über 100.000 km noch optisch und technisch manchmal jungfräulich. Damals bekamen VW Käfer Fahrer eine Ehrenplakette, wenn ihr Auto mehr als 100.000 km drauf hatte, weil so etwas ein seltenes Ereignis war. So ändern sich die Zeiten.

Gruß

deBORA

ulf
24.11.2002, 12:02
Original geschrieben von deBORA

Jeder Defekt, auch der, der mich als Kunden kein Geld kostet - also auch Defekte bei einem neuen Auto - ärgern mich wegen der Zeit, die diese Defekte kosten. Man muß x -Mal zur Werkstatt fahren. Beim ersten Mal, weil man den Defekt vorführt. Beim zweiten Mal, um das Fahrzeug zur Reparatur zu bringen und das dritte Mal, um das Auto wieder abzuholen. Wenn das Auto dann nicht ok ist, beginnt der zeitraubende Spaß von vorn.



Hi

schaut Euch mal die Umfrageergebnisse bei
http://www.autobild.de/forum/showthread.php?threadid=8714&A_SESS=a8f08bc3b8091cc4b2bb848ed83ffa31
an.

Meine Bilanz liest sich so:
6 von 19 Abstimmungsteilnehmern = rund ein Drittel hatten Defekte an der Komfortausstattung, bzw. hätten mit einem Basismodell alter Schule (was heute z.B. noch vom nackten Basis-Polo verkörpert wird) weniger Ärger gehabt.

Wer sich also im Interesse optimaler Zuverlässigkeit nicht auf das Glück verlassen will, zu den 2/3 der Autofahrer zu gehören, deren Komfortausstatung nicht spinnt, muß sich konsequent Nacktmodelle kaufen - die aber auf dem europäischen Markt akut vom Aussterben bedroht sind (außer vielleicht in der Mikro-Klasse à la Smart).

Wenn ich die Umfrage hier im VAG-Revier gemacht hätte, wäre wohl anhand des hier IMO größeren Anteils von Beschwerden über Komfortdefekte wohl eher ein halbe-halbe-Ergebnis rausgekommen.
D.h. geschätzt jeder zweite hier dürfte mit einem Nacktauto insgesamt zuverlässiger fahren (weniger Defekte) als mit der üblichen Komforausstattung.

A4 Cabrio
24.11.2002, 12:05
Schon wieder das Gleiche:rolleyes: :rolleyes:

Byeee

dbhh
25.11.2002, 09:23
Original geschrieben von Walter4
Wenn Zeitschriften (egal welche) mit angeblich tendenziöser Kritik berichten, dann sind die Stellungnahmen von VW-Leuten dazu doch wohl genau so tendenziös. Und damit nicht ernstzunehmen.


Auch mein Eindruck. Deshalb schrieb ich: Andere Möglichkeit: man will die Probleme als "Verbraucher" sehen oder eben nicht.

Gruß

dbhh
25.11.2002, 09:28
Original geschrieben von deBORA
Auch meine VW's waren bis auf eine Ausnahme allesamt in der Werksatt wegen Mängeln, die die Endkontrolle nicht gesehen hatte oder die auch manches Mal sehr ärgerlich waren, weil mehrere Reparaturversuche unternommen worden sind.

Heutzutage ist ein VW mit über 100.000 km noch optisch und technisch manchmal jungfräulich. Damals bekamen VW Käfer Fahrer eine Ehrenplakette, wenn ihr Auto mehr als 100.000 km drauf hatte, weil so etwas ein seltenes Ereignis war. So ändern sich die Zeiten.


Dein Fszit kann ich nicht nachvollziehen, wenn du zuvor schreibst, alle deine VW mussten in die Werkstatt. Wozu heißt es denn Endkontrolle?!
Nur manchmal (!) sin VW-Fahrzeuge jungfräulich nach so einer hohen Laufleistung. In der Regel nicht. Das ist leider so. Und das es positive Ausnahmen gibt, tröstet Betroffene nicht.

Ich denke der Bericht in der AB hat den "Stand der Technik" bei VW wunderbar beschreiben. Insbesondere den Umgang mit den Kunden/übersehenen Mängeln. Ich denke: viele Betroffene würden wohlwollender über VW berichten, wenn VW sie mit Konstruktionsmängeln nicht allein lassen würde. Diese Kombination ist das Image-schädigende.

Gruß

dbhh
25.11.2002, 09:32
Original geschrieben von ulf
Wer sich also im Interesse optimaler Zuverlässigkeit nicht auf das Glück verlassen will, zu den 2/3 der Autofahrer zu gehören, deren Komfortausstatung nicht spinnt, muß sich konsequent Nacktmodelle kaufen - die aber auf dem europäischen Markt akut vom Aussterben bedroht sind

Was nutzt diese Erkenntniss, du hast das Beschaffungsproblem doch schon genannt. Vor 5 Jahren sagte ich im Bekanntenkreis: dieser Trendline ist wohl der Letzte mit man. FH / Spiegeln. In 2002 war es dann soweit.

Da nutzt ein Nachtrauern auch nichts, reißt einen emotional nur runter. Man muss hinnehmen: die Mehrheit lässt sich von den "Helferlein" blenden. Folgekosten (und fehlende Dauerbelastbarkeit) werden ja beim Kauf nicht genannt.

Gruß

Der Neue
25.11.2002, 12:23
Moin moin,

so, bin wieder im Lande, und kann mich auch mal beteiligen:

Irgendwie hatte ich so etwas ähnliches erwartet. Aber ich weiß nicht, Autobild ist in letzter Zeit sehr Golf/Passat negativ. Bei den Tests wird vor allem der Passat als "Qualitätsmängelobjekt" dargestellt.
Vor 2 Wochen war noch ein Vergleich vom Golf mit anderen Kompakten, 2 Wochen davor der Test vom R32. Beim R32 haben sie geschrieben, zeitloses Design, immer noch schön anzuschauen, blabla.. . 2 Wochen später in dem Vergleich hieß es plötzlich, der Golf sieht innen etwas altbacken aus. Wie bitte?? Altbacken? Lieber dieses normale und übersichtliche als so ein häßliches Mini Cooper Design oder der neue Japan trend.
Vielleicht zahlt VW nicht mehr genügend, ebenso Mercedes. Ich stimme ja zu, es geht nichts über die Qualität eines Toyotas, aber warum muss man dann VW so durch den Dreck ziehen.
Von Kundenunfreundlichkeit habe ich noch nichts mitbekommen. Bei Ford und Toyota leider schon.
Genauso ist es mit diesem Escort Langzeittest. Wir hatten 4 Escort verschiedener Modellreihen in der Familie, von denen hatte nur einer eine kleine Macke, der Spritverbrauch lag im Durchschnitt einen Liter höher. Ansonsten kein Rost oder ähnliches.


Viele Grüße,

Michi