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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : VW Platform Strategie


Tompie
25.11.2002, 10:58
Can someone explain me how exactly the platform strategy works ?
I know the basics, but I'm confused because:
- on the one hand I read that the Passat will be based on the Golf platform, on the other hand I read that the new transporter (T5) will be the bases

- the Passat will grow, but if the recent articles are right, the future top TDI will be a 5 cylinder (currently V6) and the top fuel engine will be the VR6 (currently W8). Reason: same platform as Golf (quer Motor).

If you know a good, with lots of information, let me know as well.

You can answer in German, no problem, but my written German is terrible... (takes too much time).

vielfahrer
25.11.2002, 11:32
...Na gut, dann antworte ich halt in meiner Sprache :D.
Der nächste Passat hat eine andere, grössere Plattform als der Golf.
Richtig ist, dass die Motoren im nächsten Passat quer verbaut werden, weshalb es schwierig ist V6 Motoren zu liefern.
Plattformteile werden modellübergreifend also im T5, Passat und Golf verbaut.

dbhh
25.11.2002, 11:40
The decision of strategie will checked (and changed) to the lounch of every new generation.

The 1st Passat in the 70th was a derivate of an Audi 100. The engine was lenghtwise built in. This wasn't a plattform, it was the last chance for the brand VW.

The 89er-Passat was changed to across-placed engine. It was a self-construction of VW. This concept was a reason of the followed construction of the VR-engines (now called V-engine without "R").

The Passat built from 1996 was a 1st platform car, based on the B/C-plattform of Audi and VW. Audi based the A4 on it, VW the Passat B3 (VW additional the "China-Passat" +15cm, Skoda later the Superb on both). The main job was done by Audi, so the engine was lenghtwise again (classic Audi). This is one reason, why the B3 became such a big size (not less size inside as the 89er Passat).

Now, the plattforms where newly mixed. The "effects of synergy" (means: lower prices for parts from the subcontractors) are actualy not the main argument (means: lenghtwise again). Today, Mr.Piech and Pischetrieder has the opinion, the synergy together the 5th generation of Golf an the coming Passat are more profitable. The Golf has to be an across-engine-car, so the next Passat has to based on the same concept.

I look forward the next changing of the concept an the arguments ;-)

Bye.

vielfahrer
25.11.2002, 12:04
@ dbhh

stimmt nicht ganz, Passat und A4 teilen sich keine Plattform, das haben sie auch 96 nicht. Der A4 ist etwas Audi eigenes. Der Superb steht auf dem China A6 (gibt es tatsächlich). B/C Plattform stimmt, dann steht der A6 aber drauf...

MK155
25.11.2002, 12:12
Original geschrieben von vielfahrer
@ dbhh

stimmt nicht ganz, Passat und A4 teilen sich keine Plattform, das haben sie auch 96 nicht. Der A4 ist etwas Audi eigenes. Der Superb steht auf dem China A6 (gibt es tatsächlich). B/C Plattform stimmt, dann steht der A6 aber drauf...

Korrekt ...

vor dem Hintergrund finde ich auch Vergleiche zwischen dem A4 und dem Passat immer recht witzig, denn der A4 ist trotz weniger Platz immer noch teurer als ein Passat.

dbhh
25.11.2002, 12:37
Original geschrieben von vielfahrer
@ dbhh

stimmt nicht ganz, Passat und A4 teilen sich keine Plattform, das haben sie auch 96 nicht. Der A4 ist etwas Audi eigenes. Der Superb steht auf dem China A6 (gibt es tatsächlich). B/C Plattform stimmt, dann steht der A6 aber drauf...

Woher kommt die Info. Teilen sich A6 und B3 die Plattform?

Gruß

MK155
25.11.2002, 12:43
Original geschrieben von dbhh
Woher kommt die Info. Teilen sich A6 und B3 die Plattform?

Gruß

As far as I'm informed ... yes :)

Tompie
25.11.2002, 13:04
"Richtig ist, dass die Motoren im nächsten Passat quer verbaut werden, weshalb es schwierig ist V6 Motoren zu liefern"

It seems logic that the next generation Sharan for example, will have a cross engine as well.
However, the new Renault Espace gets a V6 dCI...
VW will have to follow.

BMW, Mercedes, Audi, Saab, Renault,... they all provide a 3.0 diesel in their big cars.
It seems almost impossible that VW will not follow ?

Turbofan
25.11.2002, 14:28
Ich dachte auch immer, daß der A4 (das vorherige Modell), der A6 und der Passat eine Plattform teilten. Nun, da war ich wohl falsch informiert!

Nun habe ich es richtig verstanden:
Der Passat, der Superb und der A6 haben die gleiche Plattform. Der A4 hat eine eigenständige Plattform.

Und in Zukunft soll der Passat auf der Golf-Plattform basieren, allerdings mit größerem Radabstand. Was bedeutet das?
Weiß jemand, ob der nächste Passat kürzer werden soll? Oder soll er dann im Innenraum noch großzügiger werden?


PS: Ich stimmt MK155 zu: obwohl der A4 Avant schon sehr nett aussieht, finde ich es irgendwie absurd: der A4 ist kleiner, enger, unpraktischer und teurer als der Passat. Daher konnte ich bei aller Emotion mich nicht dazu durchringen, einen A4 Avant zu kaufen.

ffuchser2
25.11.2002, 14:38
eine Plattform ist: Golf,Bora,TT, A3, Skoda(Oktavia)Seat
die Größere ist A6? A4(der Vorgänger ebenfalls mit der Starrachse)Super B, und eben Passat. Ob da nun noch 25 mm zwischengeschweißt wurden oder nicht (SuperB)

Der derzeitige A4 (mit der Einzelradaufhängzng ist eine ander Bodengruppe)
Das der nächste Passat Quermotoren bekommt liegt daran das VW Platz schaffen will. Beim A4 gehts daja primär nicht drum.
Rein von der Zahl ist natürlich ein 6 Zylinder TDI besser als ein 5 Zylinder. Aber der 5 Zylinder ist ein Reihenmotor und viel moderner (PD) das bedeutet wahrscheinlich wird er nicht nur weniger verbrauchen, mehr Md und Leistung haben sondern auch ruhiger laufen (hoffendlich vor allem leiser (was alle Nachbarn von V6 TDI Fahrern freuen dürfte, falls die dann Umsteigen)
BMW hat Reihen 6 Zylinder das ist was anderes.
Sogar die VR Motoren (jetzt Benziner vergleich) laufen ruhiger als die Audi V6. Leider verbrauchen die VR recht viel, da die einlasskanäle recht ungünstig sind. Das ist der Grund warum Audi sich weigerte den miesen W8 einzubauen. Der (nur in GF gelobt wurde)einen sehr ungünstigen Verlauf des Md mit regelrechtem saufen kombiniert und auch nicht recht aus den Puschen kommt, dafür (jedenfalls kurz vor Serienanlauf) auch Standfestigkeitsprobleme hatte.

Also nach meiner Meinung kein Nachteil auf Quermotor umzustellen.

Tompie
25.11.2002, 15:00
Weiß jemand, ob der nächste Passat kürzer werden soll? Oder soll er dann im Innenraum noch großzügiger werden?

=> The new Passat will be 4m80 long, about 1m80 large.
=> Purpose is that the Passat offers even more inner space

Rein von der Zahl ist natürlich ein 6 Zylinder TDI besser als ein 5 Zylinder. Aber der 5 Zylinder ist ein Reihenmotor und viel moderner (PD)

=> I agree, but the last 10 years VW was leading in TDI technology. If they want to keep it this way, they simply need a V6 TDI in the new Passat.
Certainly because Mercedes, BMW and Audi will offer a V8 (E 400 CDI, 540d, 4.0 TDI).

By the way, at noon I read an article in a French magazin saying that the Passat will get a V6 and a V8 fuel engine.
However, not a V6 TDI...:confused:

Who knows more ???

Bob
25.11.2002, 15:10
Original geschrieben von dbhh
The 1st Passat in the 70th was a derivate of an Audi 100. The engine was lenghtwise built in. This wasn't a plattform, it was the last chance for the brand VW. Hi!

The first Passat was an Audi 80 (notchback), but built as hatchback limousine or as station wagon.

Bob

dbhh
25.11.2002, 15:47
o.T.

dbhh
25.11.2002, 15:56
Original geschrieben von ffuchser2
Das der nächste Passat Quermotoren bekommt liegt daran das VW Platz schaffen will. ... Also nach meiner Meinung kein Nachteil auf Quermotor umzustellen.

Klar wollen die mehr Platz schaffen, wie eben 89 auch schon. Da wechslete man ja aus dem gleichen Grund von Audi-80-längs auf VW-eigen-quer. Dennoch bleibt es beim argumentativen Hin und Her. Der 96-Passat musste deutlich länger werden, um bei Längsmotor gleichen üppigen Innenraum zu bieten, bot aber eben das Einspar-Potential mit anderen Hüten.

Klar ist es kein grundsätzlicher Nachteil auf Quermotoren umzustellen, wenn man 6-Zylindermotoren einsetzen will und als VR-Motoren im Angebot hat. Eine Zeit lang war das aber für VW ein Problem, weil diese Motoren fehlten. Es war aber sicher ein immenser Aufwand, diese eigene Motoren-Gattung zu entwickleln, nur weil man eine Querplattform hat. Sehr lukrativ war das Ganze wohl nicht.

Die neue Plattform-Generation ist nach meinen Infos flexibler was die Ausmaße und den Radstand betrifft. Nur so ist es möglich, Golf5 und den komenden Passat zu kombinieren. Die aktuelle Golf-Plattform leidete wg. fester Parameter an dem max. Radstand von 2,51 m, der auch bei neueren Entwicklungen (Hut, nicht Plattform) nicht angepasst werden konnte, trotz diverser Kritiken (außer Gute Fahrt, die den Platz auf der Rücksitzbank bis heute als "ausreichend" bewerten).

Gruß

dbhh
25.11.2002, 15:57
Original geschrieben von MK155
As far as I'm informed ... yes :)

Ich weiß was ... aber ich sags nicht.

beetle24
25.11.2002, 21:16
Moin...
...ich lese gerade mit Interesse die Meinungen über die Gründerjahre vom Passat und Audi80..
..
Hierzu folgendes:
- Die Mittelklase-Limousine Audi mit den Varianten Audi60L, Audi75L und schliesslich Mitte der 70er mit dem tollen Audi Super90 musste duch ein neues Auto abgelöst werden... dem Audi80. Ein Leichtbau, kleiner als sein Vorgänger und viel leichter mit revolutiernd einfachem Rohbau...und einem neuen Motor... der alte von Mercedes übernommene Motor mit Keilriemenlüfter hatte ausgedient...
..
Der erste Audi 80 wurde ab 1980 in Emden gebaut. Tibetorange mit flaschengrünen Sitzen waren die Farben der Epoche...
..
Dann haben wir ihn ab Anfang der 80er parallel in Wolfsburg gebaut... und langsam den Passat aus der Taufe gehoben, der sich nur im Heck vom Audi unterschieden hat. Beide Autos sind im Mix in WOB gefertigt worden... anfangs mit 55PS, später sogar mit 75PS als Passat LS...und dann 85 und 100PS als TS mit Doppelscheinwerfern

... aus dem Passat B1 wurde der B2 mit grosser Heckklapee als Fließheck - so herrlich praktisch wie der alte Seat-Toledo ;)

1987 wurde in Emden der B3 aufgelegt - ein ganz anderer Rohbau - der modernste der Welt mit Roboterzellen und faherlosem Transportsystem.

Während das bisherige Rohbaukonzept beim Golf / Passat auf der Kombination Vorderwagen-Hinterwagen basiert, war der B3 nach dem Brötchenkonzept aufgebaut :D also Unterbau und Aufbau...
.. eine sehr teure Aufwertung erfuhr der Passat mit dem B4 - der nach aussen wie ein modifizierter B3 aussah, aber eine komplette neue Aussenhaut mit zahllosen unsichtbaren Details, bei denen man schon dennahen B5 probte....
...
die Vermutung,der B5 wäre nur deshalb länger geworden um innen grösser zu sein stimmt nicht ganz... erhebliches besseres Crashverhalten waren ein ebenfalls starkes Argument..
..

Was die Gegenwart angeht, muss man das nicht so eng sehen, Gleichteile in Unterbauten heisst noch lange nicht gleiche Plattform. Der neue Golf auf der Plattform PQ35 hat viele gleiche Konstruktionselemente wie die Plattform PQ24, die den Polo trägt. Man sollte die Plattformstrategie nicht überbewerten - entscheidend für Kosten und Quualität sind eher die neue Rohhbau- und Montagekonzepte. Die meisten Ersparnisse liegen nicht so sehr in dem bischen Blech sondern eher in Gleichteilen bei den sehr aufwendigen Aggregaten und Elektronik. Wenn ich nur an die aufwendige Hinterachse des Touran denke....

Na dann noch viel Spaß bei der Plattform-Diskussion... ;)

Bob
25.11.2002, 21:41
Original geschrieben von beetle24
Der erste Audi 80 wurde ab 1980 in Emden gebaut. Blutorange war die Farbe der Epoche...
..
Dann haben wir ihn ab Anfang der 80er parallel in Wolfsburg gebaut... und langsam den Pasaat aus der Taufe gehoben, der sich nur im Heck vom Audi unterschieden hat. Beide Autos sind im Mix in WOB gefertigt worden... anfangs mit 55PS, später sogar mit 75PS als Passat LS...und dann 85 und 100PS als TS mit Doppelscheinwerfern Servus!

Mit Jahresangaben hast Du's wohl nicht so? ;)

Der erste Audi 80 kam Mitte 1972, der erste Passat im Herbst 1973.

Bob

beetle24
25.11.2002, 22:38
Danke Bob...
wenn ich schon mal ins Schwämen komme , dann ;) ;) ....

ganz recht...nicht Anfang der 80er sondern Anfang der 70er kam der Audi80... immer diese 80 vor Augen :D

Nachdem wir genug in Wolfsburg mit dem Audi80 für den Passat geübt hatten, ging dieser dann etwa 1 jahr später in WOB in Serie...
.
nebenbei..

... weil wir schon bei den Gemeinsamkeiten von VW und Audi sind: Der Audi50 und der Polo1 hatten ein ähnliches Schicksal.
Beide technisch zum Verwechseln ähnlich wurden in Wolfsburg gebaut - der Audi 50 ab 1974 (diese Mal muss ich mich zwingen nicht 1950 zu schreiben :)

Gruss

dbhh
26.11.2002, 08:16
[QUOTE]Original geschrieben von beetle24
Dann haben wir ihn ab Anfang der 80er parallel in Wolfsburg gebaut... und langsam den Passat aus der Taufe gehoben, der sich nur im Heck vom Audi unterschieden hat.
[QUOTE]

Interessant zu hören, das VW damals für Audi den Status hatte, den Seat heute wiederum für VW übernimmt: preiswert parallel Fremdfabrikate herstellen.

Gruß

dbhh
26.11.2002, 08:18
Original geschrieben von beetle24
1987 wurde in Emden der B3 aufgelegt - ein ganz anderer Rohbau - der modernste der Welt mit Roboterzellen und faherlosem Transportsystem.


Oh, war das schon 1987. Ja, technisch war der eine Revolution für VW, ähnlich wie der Golf2 damals produktions-technisch mit dem Golf1 überhaupt nicht zu vergleichen war.

Nur das Design (Nasenbär ;-) ) konnte sich nicht durchsetzen, erinnerte an den 411 / 412.

Gruß

dbhh
26.11.2002, 08:20
Original geschrieben von beetle24

... eine sehr teure Aufwertung erfuhr der Passat mit dem B4 - der nach aussen wie ein modifizierter B3 aussah, aber eine komplette neue Aussenhaut mit zahllosen unsichtbaren Details, bei denen man schon dennahen B5 probte....
...


Ja, im Pressetext hieß es damals, der B5 wäre fast eine Neuentwicklung. Ohne die horizontalen Sicken in den Seitenwänden/Türen fand ich den Passat äußerlich aber langweihlig, auch wenn er qualitiv nochmals einen "Sprung" machte.

Gruß

dbhh
26.11.2002, 08:37
Original geschrieben von beetle24
Was die Gegenwart angeht, muss man das nicht so eng sehen, Gleichteile in Unterbauten heisst noch lange nicht gleiche Plattform. Der neue Golf auf der Plattform PQ35 hat viele gleiche Konstruktionselemente wie die Plattform PQ24, die den Polo trägt. Man sollte die Plattformstrategie nicht überbewerten - entscheidend für Kosten und Quualität sind eher die neue Rohhbau- und Montagekonzepte. Die meisten Ersparnisse liegen nicht so sehr in dem bischen Blech sondern eher in Gleichteilen bei den sehr aufwendigen Aggregaten und Elektronik. Wenn ich nur an die aufwendige Hinterachse des Touran denke....



Von VW wird aber gern verbreitet, das ein großer %-Satz Entwicklungsaufwand in eine Plattform geht. Nur so lohnt es sich für Skoda (neben dem Zeitvorteil) auf der Golf-Plattform mal eben einen Octavia zu bauen.

Das neue Montagekonzepte die Kosten deutlich drücken ist auch klar. Nur was oftmals eine "Milchmädchenrechnung" ist, ist die Argumentation "für den X haben wir 30 Stunden benötigt, den Y fertigen wir in 20". Kein Wunder, wenn man bisher selbst geleistete Arbeit in Module zusammenfasst und an Zulieferer komplett vergibt / fertig ans Band anliefern lässt (z.B. Armaturenträger).

Gruß

MK155
26.11.2002, 09:13
Original geschrieben von dbhh
Ich weiß was ... aber ich sags nicht.

Falls Du's nicht bemerkt hast ... da wurde eine Frage gestellt, und genau die habe ich beantwortet :p ... nicht mehr ... und nicht weniger :p

Erklär mir ... was missfällt dir denn daran ? Sprich Dich aus, damit ich Dir helfen kann
:rolleyes:

Ausserdem meintest Du wahrscheinlich "... sehr informativ" und nicht "... informell" :D

beetle24
26.11.2002, 11:45
@Dirk...

... ja.. Audi hat uns damals mit dem "neuen" Audi80 grosse Schützenhilfe geleistet - nicht nur in der Konzeption sondern auch mit dem damals neuen 4-Zylinder, dem Grossvater der heutigen Baureihe ... allerdings für VW keine Überraschung... war doch alles abgestimmt und auf den in Kürze anlaufenden Golf1 ausgelegt.
... die Epoche VW1600/ VW411/412 und Käfer konnte daher beruhigt ausklingen...

Zum B5:...
Ja , der B5 war schon eine Neuentwicklung - bestimmte Merkmale im Rohbau - und das wollte ich damit sagen, konnte man aber schon im B4 als Serienteil "sehen" ;)

Zu Einsparung Plattform:
Die Plattformstrategie spart in erste Linie nicht nur Geld durch Gleichteile im Blech ( es gibt genug Varianten - denke an den neuen G5 und Touran, die bei gleicher "Plattform" unterschiedliche Radstände haben) sondern an Bauteilen und Aggregate, die an fixen, möglichst einheitlichen Punkten der Karosse anschliessen.... und mit gleichen Montagetechniken / Werkzeugen bedient werden.

Ich denke, man kann Plattform als allgemeinen Begriff für ein Denken in eine modulare und damit zueinander möglichst kompatible Fahrzeugbautechnik verstehen...

Schöne Grüsse

dbhh
26.11.2002, 16:01
Original geschrieben von MK155
[B]Falls Du's nicht bemerkt hast ... da wurde eine Frage gestellt, und genau die habe ich beantwortet :p ... nicht mehr ... und nicht weniger :p

Erklär mir ... was missfällt dir denn daran ? Sprich Dich aus, damit ich Dir helfen kann


Hattest du nicht auf dsa geantwortet? :
quote:
--------------------------------------------------------------------------------
Original geschrieben von dbhh
Woher kommt die Info. Teilen sich A6 und B3 die Plattform?
Gruß
--------------------------------------------------------------------------------
As far as I'm informed ... yes
_________________
Gruss
MK

Na ja, und woher kamen die Infos nun?

ffuchser2
26.11.2002, 17:52
Wenn man es nicht so VW begeistert sieht:
Wenn Audi nicht von VW gekauft worden wäre wären sie pleite gegangen, da si mit dem DKW F12 zwar ein tolles Auto gebaut haben, aber Motorentechnisch (wurde nur noch vom VEB EIsenach überboten ) voll daneben lagen. Jeder Ingenieur weiß das Zweitakter nicht mehr als 330CCM pro zylinder haben sollten. Und Audi äh Dkw baut eine 1200 Müll eben. Dabei bietet Müller andernach ihnen den prima V6 Zweitakter mit 1300 und 15ooccm an.
Nun haben aber zu Glück die Audi Leute den F12 weiter entwickelt (hatte VW ja verboten) Mit Mercedes Fremdmotor (Mitteldruckprinzip also sehr hohe Verdichtung)
Und der erste Audi war so gut, das mann (einer besonders damals bei VW) ihn trotz verbot bauen durfte. Zwischenzeitlich kamen noch die NSU Leute dazu, (Die konnten wenigstens Motoren bauen, hatten sich aber mit dem Wankel und den Motorrädern übernommen.
Das war am Ende VW`s GLÜCK; den das sture festhalten am Käfer und dem anderen sch... (nicht scheiß technischer schrott)
ließ die Kunden (obwohl (mir völlig unklar) noch viele am Käfer festhielten) zuhauf abwandern zu Autos.
Audi hatte weiter entwickelt und den Audi 50 gebaut,.Bei Vw wurde ende der 60er (die Pleite vor Augen) fieberhaft entwickelt (Golf) . Audi gab den VW Leuten den Audi 50 zu Producktion, damit in WOB auch was gebaut werden konnte.

Damals ging das nicht soglatt wie es sich heute darstellt. VW kämpfte (zu recht) ums Überleben.

PS dieser eine (war es Nordthoff???) wollte doch glatt dem Golf einen Heckantrieb und Heckmotor einpflanzen. Das wäre dann das AUS gewesen denke ich.

Wenn es so nicht stimmt gebt es mir. habe das alles aus dem Gedächtnis geschrieben, da meine Quellen (Bücher ) in Berlin sind.

Abstrakt: VW rettete Audi das Leben (kurz nachdem Mercedes mal ein und wieder ausgestiegen war) Audi dann VW (obwohl sich VW als Kollonialmacht aufgespielt hatte.)

Noch eine Frage an die ggf älteren Leute hier.
Warum wir im Osten Trabi gefahren sind ist ja klar. Aber was bitte(Außer der Form) hat denn der Käfer gehabt ?

Bischen provokation belebt das geschäft

beetle24
27.11.2002, 07:15
Original geschrieben von ffuchser2
Bischen provokation belebt das geschäft

Hallo FFuchser..

.. selbst mit diesem Anspruch wirst Du keinen hinter dem Ofen vorlocken...


... offenbar fehlen einige Seiten in den Büchern, aus denen Du Deine ganzes Wissen beziehst..

... hier zum Aufrischen der Fakten als Leckerbissen für alte Audi-Freunde http://www.acdm-online.de/HISTORY/Index.html.

...aber auch hier findet man eine Kopie der Audi-Chronik http://mitglied.lycos.de/windlord85/Audi/history.htm

Für alle, hier einige Meilensteine als Auszug aus der offiziellen VW-Chronik:

1. Januar 1965
Die Daimler-Benz-Tochter „Auto Union GmbH“ mit Sitz in Ingolstadt geht in den Besitz der Volkswagenwerk AG über ...von Audi noch keine Rede.

1. Mai 1968
Kurt Lotz, seit Juni 1967 stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Volkswagenwerk AG, tritt die Nachfolge Heinrich Nordhoffs an....

21. August 1969
Die „Auto Union GmbH“ wird mit der „NSU Motorenwerke AG“ zur „Audi NSU Auto Union AG“ verschmolzen, an der die Volkswagenwerk AG 59,5 Prozent der Anteile hält. Durch die Fusion kann die Audi-Tochter ihr Mittelklasse-Sortiment um das Kleinwagenangebot von NSU ergänzen. ..... Volkswagen und Audi NSU treten nunmehr in Wettbewerb zueinander. Während die Konkurrenz zwischen den Marken neue Impulse für die Fahrzeugentwicklung liefert, erweist sich das Nebeneinander zweier Absatzorganisationen als wenig effektiv. Die Konzernmutter übernimmt deshalb im Mai 1974 den Vertrieb der Audi NSUFahrzeuge; zentrale Beschaffung, Lagerhaltung und Verkauf der Ersatzteile gehen wenig später ebenfalls in ihre Zuständigkeit über. Die Audi NSU Auto Union AG wird zum 1. Januar 1985 in „Audi AG“ umbenannt, der Firmensitz von Neckarsulm nach Ingolstadt verlegt.

1. Oktober 1971
Rudolf Leiding, zuvor Präsident der Volkswagen do Brasil und Vorstandsvorsitzender der Audi NSU Auto Union AG, übernimmt den Vorsitz im Vorstand der Volkswagenwerk AG

Mai 1973
Der Passat geht als erstes Modell der neuen Volkswagen-Generation in Produktion – mit Frontantrieb, wassergekühltem Vierzylinder-Motor, obenliegenden Nockenwellen, Ganzstahl-Karosse und verschiedenen Motorstärken von 55 PS bis 110 PS. In seiner technischen Konzeption ist er eng an den Audi 80 angelehnt und nach dem Baukastenprinzip gefertigt, das durch standardisierte, in verschiedenen Modellen einsetzbare Bauteile erhebliche Rationalisierungspotentiale freisetzt. Der Passat tritt die Nachfolge des VW 1600 an.

Januar 1974
In Wolfsburg beginnt die Produktion des Golf. Die Kompakt-Limousine entwickelt sich rasch zum Verkaufsschlager; am 27. Oktober 1976 rollt der einmillionste Golf vom Band. Bis dahin hat man dem Markteinführungsmodell zahlreiche Motorisierungsvarianten hinzugefügt: darunter den GTI und den Diesel, der erstmals das Marktsegment der kleinen Dieselfahrzeuge besetzt. Dank seiner Popularität entpuppt sich der Golf als Nachfolger des Käfer.


Zum guten Schluss:
Original geschrieben von ffuchser2
PS dieser eine (war es Nordthoff???) wollte doch glatt dem Golf einen Heckantrieb und Heckmotor einpflanzen.
...die Ernsthaftigkeit dieser Zeilen enttäuscht mich keineswegs, zeigt es doch, dass.....


.. damit erst einmal genug ;) ich denke, es ging um Plattformstrategie..

Schöne Grüsse von einem "Zeitzeuge" :D ..

ffuchser2
27.11.2002, 12:04
Ich habe ja nicht daran gezweifelt, das ich die korrekten Zahlen nicht weiß, aber was sich dort so positiv ließt, war in Wirklichkeit knapp sehr knapp erst für Audi(ok Autounion) dann für VW. Die hatten einfach durch den völlig verblendeten Nordhoff (Es gibt nichts besseres als den Käfer und sein Konzept) aufs falsche Pferd gesetzt. Ich meine nur, NSU war wichtig für Motorenbau, Audi (AUtounion)gab sein Wissen um Frontantrieb, Getriebe und Karosserie dazu und VW konnte sich dann von denen helfen lassen. sonst ja sonst.
Der TDI war auch eine Audientwicklung, FSI,
Audi hatte zuerst Scheibenbremsen (Golf erst Trommeln)
VW war nunmal dank dieser starren Führung nicht flexibel und kurz vor Feierabend wurde dann der Karren zu Glück noch aus dem Dreck gezogen. Denn die Nasenbären wollte ja nun wirklich keiner mehr.

Also auch kritisch geschriebenes interpretieren. Frage ist immer wer hat wann was geschrieben und warum.
Gruß FF

ffuchser2
27.11.2002, 12:15
Zum Jahreswechsel 1964/65 übernahm die Volkswagen AG 50,3 Prozent der Auto-Union-Anteile. Heinrich Nordhoff, damaliger Vorstandsvorsitzender von VW, war erklärter Gegner der Zweitaktmotoren, so daß man den bereits im September 1965 präsentierten 1,7-l-Viertakt-Vierzylindermotor in der leicht modifizierten Karosserie des DKW F102 auf den Markt brachte.
Das stimmt nur zum Teil, Nordhoff wollte Autounion am liebsten platt machen, die sollten den Käfer produzieren (dagegen waren die inovativen AudiLeute natürlich)
Nordhoff hat mit dem 1,7l Motor nicht gemein. der war von Mercedes, Mitteldruckmotor,
Die Aussage ist also zu über 80 falsch und weiter im Text

Der Erfolg dieser Fahrzeuge war selbst für die Hersteller überraschend, so daß man in Ingolstadt trotz eines Entwicklungsverbotes aus Wolfsburg begann, ein komplett neues Fahrzeug zu entwickeln.

Das stimmt genau

Heinrich Nordhoff soll zunächst mit der Beherrschung gerungen haben, als man ihm den fertig entwickelten Wagen präsentierte, gab dann jedoch seine Zustimmung für die Serienfertigung und rettete somit Audi als eigenständige Marke,

Ja das kann ich mir gut vorstellen. Wie es aber wirklich war wird wohl nie aufgeklärt. Ich denke der Nordhoff wurde abgesetzt so im Stillen und zum Glück für VW

Und nun noch mehr:Mit dem Einstiegsmodell Audi 50 reagierte man auf die Ölkrise zu Beginn der 70er Jahre und rettete so nebenbei den VW-Konzern, der sich mit seiner Hecktriebler - Monokultur tief in die Krise gefahren hatte: der Audi 50 wurde zum Polo und der Audi 80 wurde - mit Kombi-Heck versehen - zum Passat.

Also habe ich nun doch nicht so unrecht oder????????????

So macht das Spaß

ffuchser2
27.11.2002, 12:36
Deine Formulierung hat mich eigentlich nur gestörtNachdem wir genug in Wolfsburg mit dem Audi80 für den Passat geübt hatten, ging dieser dann etwa 1 jahr später in WOB in Serie...

oder... ja.. Audi hat uns damals mit dem "neuen" Audi80 grosse Schützenhilfe geleistet - nicht nur in der Konzeption sondern auch mit dem damals neuen 4-Zylinder, dem Grossvater der heutigen Baureihe ... allerdings für VW keine Überraschung... war doch alles abgestimmt und auf den in Kürze anlaufenden Golf1 ausgelegt.

also wenn das keine Überraschung war. Wir sind hier ja nicht in der Politik, objektiv war es eben nicht so wie Du es formulierst

oderdie Epoche VW1600/ VW411/412 und Käfer konnte daher beruhigt ausklingen...

Das weiß nun jeder das ist der Witz, denn beruhigt war damals keiner, denn wer kurz vorm Aussterben seht ist nicht ruhig


Es gibt auch eine Parallele zur Medizin. Prof. Dr Sauerbruch der große Chirurg, hat dank alters starrsinn die Anästhesie um 30 Jahre aufgehalten. Aber das geht nun zu weit.
Also rosa brille ab und Kritik üben

GolfV5
27.11.2002, 19:47
Hallo, mir kommt NSU in Euren Betrachtungen zu kurz: Mein Kenntnisstand als Zeitzeuge (ja ich bin wirklich so alt, habe meine Lehre als NSU-ler begonnen und nach 5 Jahren, also zwei angehängten Gesellenjahren als Audi / NSU-ler verlassen...), ist der, das die Polo 50 Vorentwicklung (Fahrwerk, Motor u. Karosserie) bei NSU gelaufen ist. Für mich auch heute noch insofern glaubwürdig, als die NSU-Kundendiensttingenieure schon 1969/70 immer von wassergekühlten kleinen Vierzylindern sprachen und von Frontantriebskleinwagen. Wir haben schon heftig über den Ro 80 geflucht und den K70 gefürchtet. Beide gaben uns Recht. Der
Ro 80 hat NSU endgültig ruiniert und der K70 kam gar nicht erst...
Der K70 hatte dann bei VW ja noch den alten NSU Vierzylinder, umgebaut und angepaßt auf Wasserkühlung. Wer sich an den Audi 50 / Audi 80 erinnert, wird auch Designähnlichkeiten zum
K 70 erkennen....
Scheibenbremsen, Federbeine und Frontantrieb gab es bei NSU schon lange....
Die innovativsten Köpfe waren klar dort zu finden, leider eingebremst durch ungeschickte Modellpolitik a la Glas....Heute lassen Phaeton, Bugatti und Co grüßen- bin mal gespannt....
Ansonsten gab es bei NSU, ausser vernüftigem Rostschutz, alle goodies dieser Zeit, die eine kleine Firma realisieren konnte und leider noch ein paar darüber hinaus, die das Aus bedeuteten :
( der Wankelmotor war toll wenn er lief...).
Also ich wollte nur die Leistungen der NSU Entwickler, besonders auch Richtung Leichtbau, mit einbringen in die Diskussion um die Vorgeschichte von Golf und Co. Fakt ist, das Wolfsburg zu dieser Zeit den Schlaf der Gerechten schlief und ohne die Ideen aus Neckarsulm und wohl auch ( als NSU- ler muß ich es schreiben..), in geringerem Maße aus Ingolstadt, keine Überlebenschance gehabt hätte...
Meine natürlich sehr NSU lastige Sicht auf diese Zeit....
Grüße
Jürgen

PS: Was nach der Einverleibung in Zeitschriften und Büchern stand war sehr, sehr VW- geschönt....

beetle24
27.11.2002, 20:41
Jürgen...
... Du kannst der Ansicht der wenigen noch alten Macher bei VW sicher sein, dass der NSU- und der späteren Audi-Mannschaft höchstes Lob gezollt wird ob dem Ingeniuergeist und der Fähigkeit, mit einer sehr kleinen "technischen Entwicklung" so viel zu bewegen. Einer unserer späteren Chefs, Rudolf Leiding hat es allen gezeigt, wenn gleich er keine glückliche Hand hatte, ein so grosses Unternehmen zu führen...
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nebenbei
.. ich habe Nsulm sehr schätzen gelernt, als ich um 1988 als Projektleiter die FTS-Anlage für die ausgelagerte Montage des V8 betreut habe... mein Hotel war das Schloss Lehen ;)
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Schöne Grüsse

ffuchser2
27.11.2002, 21:27
V5 schöner Beitrag, so ähnlich habe ich mir das gedacht, die Audileute hatten ja nicht die erfahrung 4 Takter zubauen (wobei das auch etwas leichter ist als 2 Takter zubauen.)

Na das ist doch interessant.
Ich habe noch infos (weiß ja nicht obs interessiert) zu den Wartburgleuten. Die durften ja auch nicht machen was sie wollten, haben zB einen 4Takter aus dem 1000er 2 Takter gemacht, war leichter als der später auf Druck der DDR Regierung eingpflanzte VW 1300, hatte ähnliche Leistungs und Verbrauchswerte und natürlich 3 Zylinder, lief aber (Lt Herrn weigert ehm. Chef der Rallyeabteilung) recht ruhig.
Und hätte einfach eben reingepaßt in den Wartburg, so mußte das ganze Auto für den VW Motor umgebaut werden, war finanziell der Supergau.
Nun denn schönen Abend noch

GolfV5
28.11.2002, 14:21
Hallo Manfred,
hallo FF,

ist interessant, auch mal die Vergangenheit von VAG zu beleuchten...zumal, wenn man dort selbst schon tätig war- wenn auch nur schraubend in einer kleinen, aber feinen Werkstatt, wo engagiert an den "Prinzen" (den Ausdruck mochten wir gar nicht, meinten wir doch spätestens seit den 4 Zylindern "richtige Autos" zu "beschrauben"...) gearbeitet wurde, auch für motorsportlich aktive Kunden. Erst recht natürlich als dann Audi 60 bis Super 90 und die Hunderter Serie kamen...
Es waren die härtesten Jahre (anfangs mit 48 Wochenstunden und 14 Tagen Urlaub!!!), aber auch die Schönsten mit viel "freiem" Schrauben und Ideen verwirklichen. Heutzutage wohl undenkbar...
Noch heute profitiere ich von den "Edelpfuscher"-Tricks und auch handwerklichen Grundsätzen aus dieser Zeit im täglichen Leben. Beruflich und privat.
Grüße
Jürgen

PS: Manfred, keinesfalls wollte ich unterstellen, das "die" VW-Leute die Wurzeln (sie hatte ja auch sehr gute eigene!) verleugnet haben. Es waren eher die offiziellen Verlautbarungen, die einen negativen Eindruck bei uns NSU lern bewirkt haben...