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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neuer A3


BlackTurbo
28.11.2002, 22:58
Hallo Leute,
auch auf die Gefahr hin das schon jemand gefragt hat.
WANN KOMMT ENDLICH DER NEUE A3:confused: .
Ich habe heute in der ams gelesen, im Mai oder Juni. Also das kann ich bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage gar nicht glauben. Ist Audi nicht vielleicht daran interessiert Autos zu verkaufen? Also meine Meinung ist, dass A3 und Golf V wesentlich eher kommen als gedacht.
Was sagt denn beetle24 dazu.
Gib mir mal ´nen Tipp, als Wolfsburger muss man schliesslich zusammenhalten:D !

Ciao und alles Gute

beetle24
29.11.2002, 06:34
Aha... ein Wolfsburger als frischer Junior in der Runde... herzlich willkommen...
.
.. doch als (hoffentlich) Autobau-Kenner wirst Du bestimmt wissen, dass man einen neuen A3 nicht extra verzögern oder einen GolfA5 nicht mal soeben eher auf den Martkt bringen kann.

Zum Autobau braucht man 5 Dinge, nach dem Entwicklung, Konstruktion und Planungen schon 3 Jahre daran gearbeitet und alles vorbereite haben:
- die Presswerkzeuge
- die Maschinen, Anlagen und Einrichtungen
- die Teile, Aggregate inc. Logistik
- die Menschen mit Erfahrung
- und viel Zeit

Und für alles gibt es einen Terminplan, der auf einen geschickten Termin zur Markteinführung abgestimmt ist. Weder Audi noch VW kann den Termin nach vorne legen zumal es nicht nur um ein neues Auto geht, sondern immer auch um neue Fertigungsverfahren und neuste Anlagentechnik - ich denke da an die neue Laserschweissanlagen für den Polo2002 oder die neuen Montagegehänge für den Phaeton und Touran - nur mal 2 Beispiele.

Dass das nach aussen anders aussieht, liegt einfach daran, dsss viele Leute und die Presse Meinungsbilder und Wunschdenken verbreiten, die nicht annähernd real sind.

Zur aktuellen Lage: Die intern verabredetete Markteinführung liegt für NBCabrio, Touran und T5 fest - für den Golf5 noch nicht.

Schöne Grüsse

dbhh
29.11.2002, 08:16
... mit deiner Aussage
*** Zum Autobau braucht man 5 Dinge, nach dem Entwicklung,
*** Konstruktion und Planungen schon 3 Jahre daran gearbeitet
*** und alles vorbereite haben:

Der neue A8 hatte auch einen festen Zeitplan. Dieser wurde aus mehreren Gründen gekippt: dem Pha-eton Luft lassen, eine abweichende Meinung über Design des Konzenrvorstandes (Piech). Da wurde ganz schnell geändert und nachgebessert.

In deiner korrekten Auflistung "what to do" fehlen noch die Modul-Lieferanten, sprich Zulieferer. Da denen immer größere Teile des Autobaus übertragen werden, werden die in der Logistik- und Produktionsvorbereitungskette immer wichtiger.

Gruß

AudiMax
29.11.2002, 10:08
Der neue A8 hatte auch einen festen Zeitplan.

War das beim A3 5-türer nicht das gleiche?

Vermutlich versucht der Konzern einen Spagat, bei gleichzeitiger Präsentation könnte der eine dem anderen die Show stehlen, wird der ältere A3 zu früh abgelöst, kauft keiner mehr hochwertige Golf.



@beetle24
Hast du schon genaueres zum T5? Vorstellungstermin? Wird die Modellreihe auf einmal abgelöst oder zuerst nur Multivan, Caravelle? Gibt´s wahlweise Front- oder Heckantrieb wie bei Ford? Welche Motoren kommen (der TDI-5-Zylinder ist ja schon mal angesprochen worden)?

beetle24
29.11.2002, 11:54
Original geschrieben von dbhh
In deiner korrekten Auflistung "what to do" fehlen noch die Modul-Lieferanten, sprich Zulieferer. Da denen immer größere Teile des Autobaus übertragen werden, werden die in der Logistik- und Produktionsvorbereitungskette immer wichtiger.
Gruß

Klar, dass nicht alle Teile, die am Band oder in Vormontagen verbaut sind, aus Eigenfertigung kommen... letztlich ist es wichtig, DASS am Band die Teile in Qualität und Variante in Sequenz "erscheinen" - wer auch immer die voher hergestellt hat.

Richtig Dirk - dass die Modullieferanten und deren Logistik eine sehr grosse Rollen spielen. Bestes Beispiel ist der D1 (Phaeton) in Dresden. Dort wird fast alles rangefahren - kein Presswerk dort, kein Rohbau dort. keine Lackiererei dort - unter hinter allem steht ein grosse Logistik....
..
In Bezug auf die ( erste) Eingangsfrage wollte ich ausdrücken, dass "nicht einfach" ein Auto eher kommt als gedacht - aber eher kommen kann, als spekuliert....

.. die Umkehrung, also eine Verzögerung ist natürlich immer schon gewesen - vor allem sind oft die vollmundig angekündigten Motoren nicht gleich verfügbar ... :mad:
..
...ich glaube aber nicht, dass es kurz vor Markteinführung eine gesteuerte Verzögerung gibt, um einem Wettbewerb im eigenen Hause aus dem Weg zu gehen... ich habe seit Jahrzehnten jeden Anlauf hautnah miterlebt und es war bis zu guter Letzt immer Stress...
.. Gerade bei dem fast unglaublichem Anteil an Elektronik und räumlich verteilter Intelligenz beim A8 und D1 waren es sicher technische Gründe - im Fall des D1, als persönlich am Projekt mit beteiligt - weiss ich, das es so war...

.. Schöne Grüsse

danny
29.11.2002, 14:20
Hallo Beetle 24,
muss große Interesse lese ich immer deine kompetenten Beiträge.
Villeicht kannst du ja auch etwas zu meiner Frage sagen.
Die Dieselmotorisierung beim neuen A3 wird in den Medien unterschiedlich diskutiert. Hast du genauere Infos bezüglich der PD-Motoren speziell die stärker motorisierten PDs?
Gruss
Danny

beetle24
29.11.2002, 15:21
..
.. leider nein, da mich die Audis gegenwärtig nicht tangieren.. .
..
.. bei den vielen Projekten und Neuerscheinungen und den vielen neuen Motoren kann man im Vorfeld nie sicher sein, welcher Motor in welchem Produkt zu welchem Termin in Serie geht...
..
Mit Sicherheit kommt der 2,0 TDI-PD mit 100KW und neuem Getriebe... alles weitere ist nicht bestätigt.... aber hier wird man es dann rechtzeitig erfahren ;)

Schöne Grüsse

BlackMagic
30.11.2002, 15:29
Ich füge noch hinzu, dass der 1.9er mit 74KW wohl auch kommen wird.

Bei den stärker motorisierten liest man ja viele Möglichkeiten. Entweder einen 2.0 mit 160 bis 170PS oder doch den 2.5 5 Zyl. mit 174PS? :confused:

Ich glaube auch, dass du es am frühesten hier erfährst.;)

dbhh
02.12.2002, 07:50
Original geschrieben von beetle24
In Bezug auf die ( erste) Eingangsfrage wollte ich ausdrücken, dass "nicht einfach" ein Auto eher kommt als gedacht - aber eher kommen kann, als spekuliert....


Na ja ,solche Beispiele gab es auch schon. Wenn der Absatz aufgrund eines Modellwechsels bei einem Konkurrenten dramatisch absackt, dann wird Dampf gemacht. Aber ich gebe dir Recht, dass das wieder eine "Chefsache" ist, die auf Kosten der Erstkäufer gefahren wird: bei einer Vor-Verlegung sind die ersten beiden Baujahre extreme BETA-Tester.

P.S.: Gibt es im Sommer noch Werksführungen in WOB oder wird die bewusste Halle wg. Anlauf des G5 gesperrt?

Gruß nach WOB

Hannes
04.12.2002, 20:53
Meiner Meinung nach ist es wichtig gewisse Modellzyklen durchzuhalten. Der liegt bei Audi bei ca. 7 Jahren, das bringt auch einiges an Werterhaltung und das schätzen die Kunden sicher auch (nicht so wie bei Japanern wo alle 4 Jahre ein neues Modell auf den Markt kommt).

Außerdem würde ich wohl eher noch den alten (ausgereiften) A3 kaufen, als den neuen A3 (der wird sicher am Anfang mit div. Kinderkrankheiten "ausgestattet" werden, so wie bei Einführung jedes neuen Modells). Besser nicht so extrem mit der Mode schwimmen und dafür ein zuverlässiges (mit hohen Nachlässen sicher auch billigeres) Auto zu fahren.

mfg

Hannes

tomboy31
08.12.2002, 11:04
... zumindest bei VW.

Bei meinem drei Wochen alten Golf IV mit nun 1.600 km auf dem Tacho herrscht im Innenraum ein Klapperkonzert, dass die einzelnen Verursacher nur noch schwer auszumachen sind.

Da sich der Golf IV in seinem letzten Produktionsjahr befindet, sollte man eigentlich von einem ausgereiften und routiniert verarbeitetem Fahrzeug ausgehen können.

Die Praxis zeigt, wie oben beschrieben, leider etwas anderes.

Gruß
Tom

Hannes
08.12.2002, 11:13
Ausnahmen bestätigen leider die Regel... ;-)
Aber im Ernst, es gibt eben bei jedem Hersteller Montagsautos, denn die Montage läuft eben noch immer hauptsächlich manuell ab und Menschen machen eben Fehler. Die Wahrscheinlichkeit ein fehlerhaftes Fahrzeug zu bekommen ist jedoch am Anfang eines Modellzyklus um ein vielfaches höher als am Ende, wenn die Montage schon routiniert abläuft und div. Schwachstellen nach Kundenreklamationen beseitigt wurden.

mfg

Hannes

beetle24
08.12.2002, 16:14
Hallo zusammen...
hier meine Gedanken dazu..

Montagsauto ??? ...

Wenn es um schlechte Qualität geht, spricht man gerne davon - doch gibt es ein reales Montagsauto ??
...Nein... ;)

- Ein Auto durchläuft über mehrere verschiedene Werktage die Bereiche Rohbau, Lack, Montage und Finish. Daher sind kundenrelevante Fehler an jedem Tage möglich - egal, an welchem Tage das Auto das Band verlässt.

- Nicht alle Fehler haben mit der unmittelbaren Montage am Band zu tun. Wertschöpfung in einem Fertigungswerk entsteht in immer grösserem Maße durch reine Montage bereits vorgefertigter Module. Das beste Beispiel ist der Phaeton - in Dresden ist nur das reine Montagewerk. Alle wesentlichen Komponenten sowie die fix und fertig lackierte Karosserie wird per aufwendiger Logistik von extern herangeschafft. Soweit braucht manaber nicht zuschauen - der Golf besteht ebenfalls zu grossem Anteil aus Komponenten, die in ausgelagerten VW-Betrieben oder Modulherstellern hergestellt und just in time angeliefert werden. Ob das nun Motore, Getriebe, Achsen, Scheinwerfer, Kombiinstrument, Radio, Klimagerät, Sitze, Innenverkleidung, Teppiche, Fensterheber, Schiebedachmodule sind - in jeder dieser Komponenten lauert ein "Montag" - auch wenn das Auto am Mittwoch vom Band laufen sollte.


Golf ausgereift und daher fehlerfrei ??
Die wenigsten Qualitätsmängel, die beim Kunden auftauchen sind Fehler in der Montage - also in der handwerklichen Sorgfallt zu suchen - die werden, sollte sie erkannt werden - vorher gewissenhaft beseitigt.
Aber...
Der Golf4 wie er heute dasteht, hat mit dem Golf4 des ersten Mj vieles gemeinsam - aber eben nicht alles. Laufende Modellpflege unterm Blechkleid, neue Abgasvorschriften, neue Motore, neue serienmässige Ausstattungen lassen die Technik nicht zur Ruhe kommen. Weiterhin machen auch Rationalisierung - also Vereinheitlichung von Bauteilen im Rohbau und in der Technik - beim Golf nicht halt.

Daher sind in Summe vermeintlich ausgereifte Prozesse laufend im Umbruch - für den Kunden unmerklich, aber für die Qualität immer wieder eine Herausforderung.

Dass natürlich bei ca. 10.000 Autos, die werktäglich im Konzern gebaut werden, mal Mängel auftreten, ist nicht zu vermeiden - und dass dieses in Foren immer wieder angesprochen wird , ist auch klar... wer schreibt schon jeden Tag, dass er mit seinem Auto zufrieden ist. ;)


Das soll keine Entschuldigung sein für schlechte Qualität - sondern helfen, den Mythos "Montag" aufzuklären.

Mit diesen Gedanken
grüsst Euch...

Hannes
08.12.2002, 17:12
Ok, mit "Montagsauto" meinte ich nicht, daß das Auto an einem Montag gefertigt ist, sondern daß es eben immer wieder Ausreißer gibt....

Ich weiß selbst genau wovon ich spreche, schließlich habe ich eine Zeit lang in der Montageplanung für die Fertigung von SUVs gearbeitet und kenne daher genau den Prozeß und die laufenden Änderungen die täglich in die Serie einfließen.

beetle24
08.12.2002, 18:07
Original geschrieben von Hannes
.....
Ich weiß selbst genau wovon ich spreche, schließlich habe ich eine Zeit lang in der Montageplanung für die Fertigung von SUVs gearbeitet und kenne daher genau den Prozeß und die laufenden Änderungen die täglich in die Serie einfließen.

Hallo Hannes,

niemand will Dir Deine Erfahrung absprechen. Nur bei VW - und dafür spreche ich - trifft folgendes gerade nicht zu:

Original geschrieben von Hannes
..... Die Wahrscheinlichkeit ein fehlerhaftes Fahrzeug zu bekommen ist jedoch am Anfang eines Modellzyklus um ein vielfaches höher als am Ende, wenn die Montage schon routiniert abläuft und div. Schwachstellen nach Kundenreklamationen beseitigt wurden.
Bei VW ist das jedenfalls nicht so. Auftretene Qualitätsprobleme vor dem Kunden entstehen weniger durch Fehler bei der Montage sondern durch nicht von vorn herein erkennbare Mängel in der Qualität der zu verbauenden Materialien, Module und Aggregate. Und da hilft keine Routine in der Montage, wenn unter ungünstigen Umständen später beim Kunden Bauteile ausfallen oder die Lebensdauer nicht zufriedenstellend ist oder nach kurzer Betriebsbsdauer z.b. Geräusche oder Effekte auftreten. Hat man nun endlich z.B. einen PD-Motor stabil hinbekommen, muss er möglicherweise wegen neuer Schadstoffnormen ein Jahr später modifiziert werden. Schon kann wieder eine neue Problemreihe in der Serie auftreten. Auch zwingt der wettbewerb immer wieder neue Lieferanten zu suchen und preiswerter einzukaufen...

..Also von Routine keine Spur....bis zum letzten Produktionsmonat.;)

Dass ein Auto zum Ende eines Modellzyklusses zuverlässiger ist und alles in allem ausgereifter, da stimme ich Dir zu ;) - sie ist aber eher die Folge der Qualitätsoptimierung der verwendeten Bauteile und verbesserter Zuverlässigkeit und Standfestigkeit der Aggregate - nicht aber der routinierteren Montage - denn dessen beeinflussbarer Anteil an der Gesamtqualität ist recht gering.

Schöne Grüsse

Hannes
09.12.2002, 17:42
Ich stimme Dir da wohl zu, aber die Module werden ja auch bei den Lieferanten vormontiert bzw. gefertigt und im Laufe des Modellzyklus werden auch die Lieferanten routinierter und merzen div. Schwachstellen auch aus. Wobei Du allerdings recht hast, daß alle unter Kostendruck ihre Module optimieren müssen, und das auch eine gewisse Gefahr beinhaltet. Neue Prozesse werden jedoch meistens mit Beginn eines neuen Produktes eingeführt und da ist die Chance fehlerhafte Teile zu produzieren um ein vielfaches höher als mitten im Modellzyklus.

mfg

Hannes