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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unfall - Vorgehensweise ?


Dirk GTI 1.8T
23.04.2004, 08:50
Hallo,

gestern hats bei bir gescheppert!

Gott sei Dank nicht mit dem Golf sondern mit dem Corsa meiner Freundin (Baujahr 96)!

Mir ist an der Ampel einer beim Rückwärtsfahren (ist bei Rot noch 3m in die Kreuzung gefahren und wollte wieder zurück) mit einem LT28 auf die Stoßstange und Motorhaube gerammelt!

Motorhaube ist hin! Stoßstange hat einige Kratzer und der Blechträger drunter natürlich verbogen!
Und ein Scheinwerfer ist hin!

Ich hatte noch nie einen Unfall! - Klopf auf Holz!

Die Polizei war auch da - weil er ein Firmenwagen hatte, mußte er das machen!

Hat aber auch gleich zugegeben, dass er Schuld sei.

Die Polizei hat den Unfall aufgenommen, hat aber kein Formular ausgefüllt, sondern nur in ein Notizheft was reingekritzelt!

Somit wurde auch bei der Polizei von mir und dem Gegner nicht unterschrieben!
Angeblich weil wir uns einig waren!?

Nun habe ich die Versicherungsnummer und Anschrift der Firma, Name ds Fahrers etc.

Wenn ich jetzt zu Opel fahre und einen Kostenvoranschlag machen lasse und den zur Versicherung schicke, kriege ich dann das volle Geld des Voranschlags?

Ziehen die die Mehrwertst. ab? Habe mal sowas gehört, wenn man keine Abtrittserklärung bei der Werkstatt macht!

Möchte eigentlich nur die Motorhaube wieder machen lassen - den Rest mache ich selber!

Geht das so?

Darf ein Kostenvoranschlag was kosten?
Wenn wieviel?
Darf das der Opelhändler machen oder muß ich zu DEKRA o.ä. Gutachtern?

Hoffe auf Eure schnellen Antworten, damit ich alles schnellstmöglich über die Bühne bringen kann!

Gruß
Dirk

Hoinzi
23.04.2004, 09:49
Original geschrieben von Dirk GTI 1.8T
Hallo,

gestern hats bei bir gescheppert!

Gott sei Dank nicht mit dem Golf sondern mit dem Corsa meiner Freundin (Baujahr 96)!

Mir ist an der Ampel einer beim Rückwärtsfahren (ist bei Rot noch 3m in die Kreuzung gefahren und wollte wieder zurück) mit einem LT28 auf die Stoßstange und Motorhaube gerammelt!

Motorhaube ist hin! Stoßstange hat einige Kratzer und der Blechträger drunter natürlich verbogen!
Und ein Scheinwerfer ist hin!

Ich hatte noch nie einen Unfall! - Klopf auf Holz!

Die Polizei war auch da - weil er ein Firmenwagen hatte, mußte er das machen!

Hat aber auch gleich zugegeben, dass er Schuld sei.

Die Polizei hat den Unfall aufgenommen, hat aber kein Formular ausgefüllt, sondern nur in ein Notizheft was reingekritzelt!

Somit wurde auch bei der Polizei von mir und dem Gegner nicht unterschrieben!
Angeblich weil wir uns einig waren!?

Nun habe ich die Versicherungsnummer und Anschrift der Firma, Name ds Fahrers etc.

Das ist schon mal sehr positiv (also daß Du die Daten hast). Hast Du das Aktenzeichen der Polizei? Falls nicht, ggfs. geben lassen, kann evt. die Bearbeitung bei der Versicherung verkürzen, falls die sich die Akte kommen lassen wollen.


Original geschrieben von Dirk GTI 1.8T
Wenn ich jetzt zu Opel fahre und einen Kostenvoranschlag machen lasse und den zur Versicherung schicke, kriege ich dann das volle Geld des Voranschlags?

Ziehen die die Mehrwertst. ab? Habe mal sowas gehört, wenn man keine Abtrittserklärung bei der Werkstatt macht!


Das hat mit einer Abtretungserklärung (die ich übrigens nicht machen würde, man gibt alles aus der Hand) nichts zu tun.

Die Mehrwertsteuer wird nur ersetzt, wenn der Schaden auch repariert wird. Falls Du auf Basis eines Kostenvoranschlags bzw. eines Gutachtens abrechnest, bekommst Du nur den Nettobetrag.



Original geschrieben von Dirk GTI 1.8T
Möchte eigentlich nur die Motorhaube wieder machen lassen - den Rest mache ich selber!

Geht das so?

Ja, das geht. Du bekommst dann die Kosten für die reparierte Motorhaube komplett inklusive Märchensteuer ersetzt. Denn Rest bekommst Du nur netto, kannst aber unter Vorlage einer Rechnung für die Ersatzteile, die Du selbst brauchst, die hierfür aufgewendete Mehrwertsteuer noch nachträglich bekommen.

Original geschrieben von Dirk GTI 1.8T
Darf ein Kostenvoranschlag was kosten?
Wenn wieviel?
Darf das der Opelhändler machen oder muß ich zu DEKRA o.ä. Gutachtern?

Ja, ein Kostenvoranschlag darf etwas kosten, allerdings muß der Händler dies vorher ankündigen. Ich würde empfehlen, das anzusprechen, weil das sonst Ärger geben kann. Du musst halt damit rechnen, daß der Händler, der sich mit dem Kostenvoranschlag Arbeit gemacht hat, nicht wirklich begeistert ist, wenn er den Auftrag dann nicht bekommt.

Gutachter bezahlen Versicherungen häufig nur bei Schäden, die einen Betrag von 750,- € (IIRC) übersteigen. Diese Regelung ist zwar ziemlich dämlich, weil man häufig selbst ja gar nicht abschätzen kann, wie hoch der Schaden tatsächlich sein wird, ist aber so und wird von vielen Versicherungen recht restriktiv behandelt.

Ich würde insofern mal mit der gegnerischen Versicherung Kontakt aufnehmen. Du solltest Dich aber auf keinen Fall auf einen Gutachter der Versicherung einlassen, sondern ggf. einen eigenen beauftragen.

Und bei der Abrechnung mit der Versicherung eine allgemeine Schadenpauschale nicht vergessen. Ist als Ausgleich für Telefonkosten usw.

Falls noch Fragen sind, immer zu. Kannst übrigens auch zu einem Anwalt gehen, die Kosten trägt die gegnerische Versicherung. Aber wenn die Sache so klar ist wie hier, ist es auch nicht nötig.

Grüße

Jan

MaD DriVeR
23.04.2004, 13:19
Also ich denke die 750 Euro werden wohl doch erreicht werden oder?? Wenn man sich die Lackierungskosten für Stoßstange, Haube und wahrscheinlich Kotflügel anschaut bist Du ja schon bei knappen 500 Euro. Neuteile sind da ja dann noch nicht mit dabei.

Habe damals bei meinem Steinschlagschaden auch einen Gutachter herangezogen, der hat so um die 70 Euro gekostet und die Versicherung des Gegners hat anstandslos bezahlt. Der war echt sein Geld wert, wurde mir von meinem Anwalt empfohlen.

Dort beraten lassen kann im übrigen nicht Schaden und für ADAC mitglieder ist die Beratung IMHO kostenlos!