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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kleines Rechtsproblem, angebl. verschwiegener Vorschaden


MauK
08.09.2004, 20:41
Mal eine Frage an diejenigen, die sich mit kaufrechtlichen Fragen beim Gebrauchtwagenverkauf (Privat an Privat) auskennen. Bitte keine Spekulationen, spekulieren kann ich selber!


Vor 2,5 Jahren hatte ich ein Fahrzeug erworben von einem Händler. Händler gab mir gegenüber an "Heckschaden", auf Nachfrage war von einem Parkschaden hinten die Rede. Dort war in der Tat eine Art Knick in der Stossstange, wie von einem Kontakt mit einem Laternenmast etc. Der Verkäufer gab ausserdem an, der Kofferraumdeckel sei ausgetauscht worden, sah ok aus. Mehr war von innen + aussen nicht erkennbar.

Ich habe das Fahrzeug gekauft, im Kaufvertrag stand Heckschaden, Teil ausgetauscht. Die Stossstange habe ich auf eigene Kosten lackieren lassen, aus meiner Sicht war der Schaden behoben.

Vor 1,5 Jahren habe ich den Wagen weiter verkauft, und auf den Vorschaden hingewiesen. Ich habe ihn im Vertrag als "Parkschaden hinten, behoben" ausgewiesen.

Nun, nach 1,5 Jahren!, meldet sich der Käufer. Angeblich sei in der Werkstatt hinten ein nicht fachmännisch rep. Schaden entdeckt bla bla bla, Käufer will wegen arglistiger Täuschung, da ich einen Vorschaden verschwiegen hätte, wandeln bzw. etwas rausschlagen.

Wie seht ihr das?

GolfTDIGTI
08.09.2004, 21:44
Also in der langen Zeit hätte ihm das ja auch passieren können! Von daher denke ich, hat er keine Chance. Aber geh doch am Besten zum Anwalt, hast doch sicher Rechtsschutz.

Gruß! Matthias

joegolf
08.09.2004, 21:56
Wenn Du den Kaufvertrag noch hast und der Schaden explizit so drinsteht, kann ich mir als Nicht-Anwalt (...) nicht vorstellen, dass da was auf Dich zukommt. Einen Vorschaden verschwiegen hast Du dann ja nicht. Insofern also auch keine Täuschung.
Wenn Du sogar schriftlich auf den Schaden hingewiesen hast, hätte er ja im Zweifel gleich in eine Werkstatt gehen können.

Außerdem muss er erstmal beweisen, dass er in der Zwischenzeit nicht selber einen Schaden an der gleichen Stelle hatte...

Shabooboo
08.09.2004, 22:07
Wenn Du den Kaufvertrag noch hast und der Schaden explizit so drinsteht, kann ich mir als Nicht-Anwalt (...) nicht vorstellen, dass da was auf Dich zukommt. Einen Vorschaden verschwiegen hast Du dann ja nicht. Insofern also auch keine Täuschung.
Wenn Du sogar schriftlich auf den Schaden hingewiesen hast, hätte er ja im Zweifel gleich in eine Werkstatt gehen können.

Außerdem muss er erstmal beweisen, dass er in der Zwischenzeit nicht selber einen Schaden an der gleichen Stelle hatte...

Sehe ich (als nicht-Anwalt) genauso. Außerdem hätte er dich beim Kauf genauer fragen können. Du hast ihn ja auch auf den Schaden damals hingewiesen (es steht ja sogar im Vertrag), er hätte das Auto ja dann nicht kaufen brauchen.

Gruß Matze

Frost
09.09.2004, 21:45
Ich habe mal genau so ein Auto (nur war der Schaden vorne) an ein Anwaltsehepaar verkauft. Das war vor über 4 Jahren. Natürlich habe ich den Schaden angegeben, da er aber vom Vorbesitzer repariert worden war konnte ich nichts zur genauen Art des Schadens sagen.

Polo TDI 2002
10.09.2004, 09:04
So was ähnliches hatte ich vor 2 Jahren auch, mitleidiger Kommentar des ADAC-Anwalts nach Durchsicht des Kaufvertrags: "Och, lassen'S ihn ruhig klagen..." :D Hab nie mehr was von dem Käufer gehört.