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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Freunde der Raser - verteidigt ihn!!!!!!


Dieter W.
18.11.2004, 16:10
Neuer Raserunfall
Auf der A 81 bei Weinsberg in Baden-Württemberg hat offenbar erneut ein Raser einen schweren Unfall verursacht. Ein BMW-Fahrer ist in ein vorausfahrendes Auto gerast und hat dann Fahrerflucht begangen.
Bei diesem Vorfall, der sich gegen 03:00 Uhr nachts ereignete, überschlug sich der vorausfahrende Opel und beide Insassen wurden leicht verletzt. Am Fahrzeug entstand Totalschaden. Bereits zuvor hatte der BMW-Fahrer die Lichthupe betätigt und versucht sich an dem Opel vorbeizudrängeln.
Anhand der am Unfallort gefundenen Fahrzeugteile konnte die Polizei die Automarke des Unfallverursachers ermittelt und daraufhin ein Verdächtiger in Stuttgart ausfindig gemacht werden. Dieser verweigert nach Angaben der Polizei jedoch die Aussage.

Soweit der Newsletter von auto motor sport am heutigen Tag.

Mal schauen, ob der auch wieder von einigen so vehement verteidigt wird wie der sog. "Autobahn-Raser".

Wahrscheinlich war wieder ein Kleinwagen im Weg, da fährt man eben mitten durch.

Tut mit leid, aber ich musste das los werden.

Dieter W.

Hoinzi
18.11.2004, 16:13
Neuer Raserunfall
Auf der A 81 bei Weinsberg in Baden-Württemberg hat offenbar erneut ein Raser einen schweren Unfall verursacht. Ein BMW-Fahrer ist in ein vorausfahrendes Auto gerast und hat dann Fahrerflucht begangen.
Bei diesem Vorfall, der sich gegen 03:00 Uhr nachts ereignete, überschlug sich der vorausfahrende Opel und beide Insassen wurden leicht verletzt. Am Fahrzeug entstand Totalschaden. Bereits zuvor hatte der BMW-Fahrer die Lichthupe betätigt und versucht sich an dem Opel vorbeizudrängeln.
Anhand der am Unfallort gefundenen Fahrzeugteile konnte die Polizei die Automarke des Unfallverursachers ermittelt und daraufhin ein Verdächtiger in Stuttgart ausfindig gemacht werden. Dieser verweigert nach Angaben der Polizei jedoch die Aussage.

Soweit der Newsletter von auto motor sport am heutigen Tag.

Mal schauen, ob der auch wieder von einigen so vehement verteidigt wird wie der sog. "Autobahn-Raser".

Wahrscheinlich war wieder ein Kleinwagen im Weg, da fährt man eben mitten durch.

Tut mit leid, aber ich musste das los werden.

Dieter W.

Da kommen gleich wieder die selben Fragen hoch wie beim letzten Mal: Gab es Zeugen, die die Autonummer gesehen haben? Falls nein, wieso fuhr der Opel denn links, wenn niemand zum Überholen da war? Ansonsten hätte der BMW ja nicht drängeln müssen.

Ich will das aber nicht schönreden, vor allem wenn es zu Farbaustausch kommt...
:eek:

Grüße

Jan

Dieter W.
18.11.2004, 16:20
Falls nein, wieso fuhr der Opel denn links, wenn niemand zum Überholen da war? Ansonsten hätte der BMW ja nicht drängeln müssen.

Ich will das aber nicht schönreden, vor allem wenn es zu Farbaustausch kommt...
:eek:

Grüße

Jan

Hallo Jan,

aus dem Bericht kann ich nicht entnehmen, dasss niemand zu Überholen da war. Und dass genug Fahrer drängeln (unabhängig von der Marke, aber die Weiss-Blaue ist da gut vertreten), obwohl man den Überholvorgang bei weitem noch nicht abgeschlossen hat, ist ja jedem schon x-mal passiert. Aber Du hast recht, die Diskussion wird ev. ähnliche Ausmaße wie beim letzten Mal annehmen und davor, wenn ich an die Argumente denke, die für die Raser sprechen, graut mir.
Ich enthalte mich ab sofort der Kommentare, wollte nur mal einen Denkanstoß geben.

Schönen Abend
Dieter

Thomas TDI
18.11.2004, 18:13
Schon deine Überschrift verbietet eigentlich eine Teilnahme an dieser Diskussion. :mad: Trotzdem gebe ich dir den Hinweis, vielleicht einmal etwas sachlicher zu argumentieren.

Gruß
Thomas

mile-eater
18.11.2004, 18:23
[I]Neuer Raserunfall
Mal schauen, ob der auch wieder von einigen so vehement verteidigt wird wie der sog. "Autobahn-Raser".

Wahrscheinlich war wieder ein Kleinwagen im Weg, da fährt man eben mitten durch.


Wenn Du den entscheidenden Unterschied zwischen diesem von Dir geschilderten Fall und dem Fall "Turbo-Rolf" nicht siehst bzw. nicht sehen willst (anders ist dieser haarsträubende Vergleich wohl nicht zu erklären), kannst Du mir nur leid tun.

gwg
18.11.2004, 18:24
Hallo Thomas,
Du hast eigentlich alles gesagt. :mad: :mad: :mad:
MfG
Günther :confused: :confused: :confused:

BORAuslaufmodel
18.11.2004, 18:57
Servus!

Ich kenne die Strecke, die ist da dreispurig und freigegeben.
Sie ist zwischen Stuttgart und Heilronn.
Zunächst zur Sachlage im Wortlaut unserer Ludwigsburger Kreiszeitung:

"Bei dem Unfall auf der A81 waren eine 52-jährige Autofahrerein und ihr 55 Jahre alter Ehemann leicht verletzt worden. Die Frau hatte nach dem Überholen versucht, sich wieder auf der mittleren Fahrspur einzuordnen. Dabei sei der Unfallveruracher mit Lichthupe von hinten zugerast und habe das Fahrzeug gerammt, teilte die Polizei mit. Durch die Wucht des Aufpralls überschlug sich das Auto des Ehepaares"

Also ich verurteile den BMWfahrer natürlich auf's schärfste. Diese Strecke war früher zwischendurch wieder ein paar Jahre auf 120 begrenzt worden. Vor einiger Zeit aber wieder freigegeben worden.
Durch solche Idioten gibt es leider wieder einen Unfallpin mehr (der zum Glück nicht Schwarz wird) auf der Streckenstatistik der ABpolizei. Ist das Maß wieder voll, wird wieder Tempolimit verfügt und dann müssen auch wieder die "vernünpftigen Schnellfahrer" drunter leiden :(

Wir brauchen aber alle unlimitierte Strecken. Idealerweise nahe am Wohnort.
Es gibt schon zuviele begrenzte ABabschnitte.
Auf dieser Strecke der A81 ist aber meist zuviel los für "sich selbst- und andere Autofahrer gefährdenden Schnellfahrspass" und daher musss man mitdenken. Aber leider können oder wollen das viele Fahrer nicht verstehen.
Gefahrloser kann schnell gefahren werden auf der A81 erst ab Heilbronn bis nach Würzburg.

Gruss
DeBo

Braindead
19.11.2004, 06:33
Wo ist hier der Zusammenhang zum TurboRolf? Diese Auto wurde gerammt! Da liegen Fahrzeugteile und ähnliches herum mit dem ein Auto identifizierbar ist.

Ich vermute mal bei Dieter W. liegt eine sachliche Dikussion nicht im Sinne des Erfinders :mad: :mad: :mad:

Dirk
19.11.2004, 07:15
Moin,

sorry, alleine die Überschrift ist schon Troll-Verdächtig...

Golf93
19.11.2004, 12:10
Moin,

sorry, alleine die Überschrift ist schon Troll-Verdächtig...

Recht hast du, deshalb sag ich hier nichts zum Thema, hat keinen Sinn.

MfG

Don Martin
19.11.2004, 15:07
Servus!

Ich kenne die Strecke, die ist da dreispurig und freigegeben.
Sie ist zwischen Stuttgart und Heilronn.
Zunächst zur Sachlage im Wortlaut unserer Ludwigsburger Kreiszeitung:

"Bei dem Unfall auf der A81 waren eine 52-jährige Autofahrerein und ihr 55 Jahre alter Ehemann leicht verletzt worden. Die Frau hatte nach dem Überholen versucht, sich wieder auf der mittleren Fahrspur einzuordnen. Dabei sei der Unfallveruracher mit Lichthupe von hinten zugerast und habe das Fahrzeug gerammt, teilte die Polizei mit. Durch die Wucht des Aufpralls überschlug sich das Auto des Ehepaares"

Also ich verurteile den BMWfahrer natürlich auf's schärfste. Diese Strecke war früher zwischendurch wieder ein paar Jahre auf 120 begrenzt worden. Vor einiger Zeit aber wieder freigegeben worden.
Durch solche Idioten gibt es leider wieder einen Unfallpin mehr (der zum Glück nicht Schwarz wird) auf der Streckenstatistik der ABpolizei. Ist das Maß wieder voll, wird wieder Tempolimit verfügt und dann müssen auch wieder die "vernünpftigen Schnellfahrer" drunter leiden :(

Wir brauchen aber alle unlimitierte Strecken. Idealerweise nahe am Wohnort.
Es gibt schon zuviele begrenzte ABabschnitte.
Auf dieser Strecke der A81 ist aber meist zuviel los für "sich selbst- und andere Autofahrer gefährdenden Schnellfahrspass" und daher musss man mitdenken. Aber leider können oder wollen das viele Fahrer nicht verstehen.
Gefahrloser kann schnell gefahren werden auf der A81 erst ab Heilbronn bis nach Würzburg.

Gruss
DeBo

Volle Zustimmung. Drängelei wird häufig nicht durch ein Tempolimit gelöst (erlebt man auf der A61 immer wieder, eher wird dichter aufgefahren als sonst, da man ja nur "130" fährt), sondern nur durch striktere Kontrollen und schärfere Strafen.
Meistens läuft bei Dränglern, die nicht immer auch Raser sein müssen, grundsätzlich was falsch. Man sollte beiden Gruppen etwas mehr auf die Finger schauen...

Walter4
20.11.2004, 09:51
Heisses Thema, bei dem man leicht missverstanden werden kann. Ich gebe mal folgendes zu bedenken (-was mit dem Unfall oben als Auslöser diese Threads direkt nichts zu tun hat, wohl aber mit der "Raser"-Thematik):
Erste Frage, was ist eigentlich ein "Raser"? Jemand, der mit 60 in einer 50kmh-Zone geblitzt wird, läuft in der Lokalpresse unter "Raser" (!), quasi in einem Topf mit Hirnis, die wirklich rasen.
Zweitens. Wie kommt es zu den vielen Geschwindigkeitsüberschreitungen im Bereich -sagen wir- unterhalb des echten Rasens, wo noch nicht mit Führerscheinentzug gedroht wird?
Ich vermute stark, daß ein ziemlicher Prozentsatz von Beschränkungen von vielen Autofahrern -auch durchaus vernünftigen- weder nach der Höhe der Beschränkung noch überhaupt einsehbar ist. Beispiele gibt's genug. Eines davon ist die Autobahn von Koblenz bis Bingen. Durchgehend 120kmh. Obwohl vor Jahren durch Verwaltungsgerichtsurteil als willkürlich und damit unwirksam bezeichnet, stehen die Schilder unverändert da. Nur kontrolliert wird nicht.
Ein anderes: Der Autobahnstummel von Hennef nach Siegburg/St. Augustin. War auf 100kmh beschränkt wegen Lärm. Eine Mords-Lärmschutzwand wurde gebaut und anschließend die 100kmh-Schilder abgeräumt. Der wg. seiner Selbstherrlichkeit bekannte ehemalige RP Antwerpes verfügte aber die sofortige Wiederaufstellung. So geschah es und da stehen sie noch heute. Nur hält sich keiner dran. Geßlers Hut?
Zwei Beispiele von Hunderten. Ich frage mich manchmal, ob nichteinsehbare Beschränkungen nicht doch einen segensreichen Zweck erfüllen: Man kann dort per Blitze wunderbar abkassieren.
MfG walter

TugrulV5
21.11.2004, 02:22
Tut mir leid aber es ist einfach schade wenn irgend ein Unfall passiert und die Presse das ganze Schuld sofort an die schnell Fahrende bzw. Raser schiebt.

Ich fahre die Strecke Braunschweig Lindau A7 oder Braunschweig Basel A7&A5 sehr oft.Es gibt genug idioten die bei unlimierte Strecken einfach mit 140-150km/h auf der linke Spur fahren und trotzt freie rechte Spur nicht so gerne den linken Spur frei geben. Solche Idioten sind viel mehr gefährlicher als ein mindestens mit 200km/h rasender fahrer.

Wer unter 180km/h fährt gehört auf unlimitierten Strecken nicht auf die linke Spur!


Eine Tempolimit bringt gar nichts. In der Schweiz ist die Tempolimit auf AB generell 120km/h. Aber besser fahren die auch nicht,sogar noch schlimmer!

Gruss
Tugrul

christiank
21.11.2004, 07:23
Wer unter 180km/h fährt gehört auf unlimitierten Strecken nicht auf die linke Spur!

Gruss
Tugrul

Sehr arrogant und sehr egoistisch.

Noch gilt in D. die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h auf Autobahnen.

Jeder kann so schnell fahren wie er will, aber man sollte den anderen Platz zum leben lassen und nicht gefaehrden.

Walter4
21.11.2004, 08:35
...
...
Jeder kann so schnell fahren wie er will, aber man sollte den anderen Platz zum leben lassen und nicht gefaehrden.


Das ist es ja eben! Reine Ansichtssache, wer hier wen gefährdet: Der "Raser" den "Penner" oder umgekehrt. Für mich unbegreiflich, was so auf Autobahnen auf der linken Fahrspur herumeiert. Ich selbst fahre eigentlich nie schneller als 150-160kmh, normal eher 130 kmh, und das Peinlichste dabei ist mir das Gefühl, mich bei einem Überholvorgang mal zu verschätzen und im Rückspiegel zu sehen, wie einer hinter mir meinetwegen voll in die Bremsen steigen muß. Das verstehe ich unter "anderen den Platz zum leben zu lassen" (-eben: Zum leben, nicht zum herumschnarchen!), und nicht das Gefühl, "dem hab ich's aber gezeigt, warum fährt der so schnell" ! :(
MfG Walter

christiank
21.11.2004, 09:11
Meine Aussage gilt natuerlich fuer alle, auch fuer die, die 130 auf der linken Spur fahren.

Golf93
21.11.2004, 09:34
Sehr arrogant und sehr egoistisch.

Noch gilt in D. die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h auf Autobahnen.

Jeder kann so schnell fahren wie er will, aber man sollte den anderen Platz zum leben lassen und nicht gefaehrden.

Nur was hat das mit der Richtgeschwindigkeit zu tun, ob Leute, die nicht schneller als 180 fahren nicht auf die linke Spur gehören :confused: ?.
Man muss das ganze sowieso je nach Verkehrssituation betrachten, man kann nicht grundsätzlich sagen, dass jemand der keine 180 fahren kann nichts auf der linken Spur zu suchen hat.

@Tugrul: Wie ist es denn z.B. auf einer 2-spurigen AB und man will mit seinem Lupo 1.0 ne Schlange von 10 LKWs überholen? Darf der dass dann etwa nicht?
Also mein Auto rennt auch nicht soooo schnell, auf 190 bekomme ich ihn, aber in einer wie o.g. Situation ist es mir persönlich schnurz ob mein Hintermann 250 fahren kann/will.

MfG

MouseWare
21.11.2004, 09:53
Interessant zu beobachten, daß sich bei diesem Thema regelmäßig die Schwarz-Weiß-Maler zu Wort melden. Entweder man ist Raser oder Schleicher. Für die einen schleicht man mit 130 bereits und verliert unter 180 km/h die Benutzungsberechtigung für die linke Spur, für die anderen ist man mit 140km/h schon ein Raser.

Sollte es da nicht einen Mittelweg geben?

Wenn ich mit 130 km/h gemütlich über die Autobahn fahre und ein langsameres Auto vor mit unterwegs ist, dann überhole ich dieses entsprechend den geltenden Vorschriften. Also nur dann, wenn ich im Rückspiegel keine "Gefahr" erkennen kann. Aber natürlich führe ich den Überholvorgang auch ganz *normal* zu Ende, auch wenn "auf halben Weg" ein Auto mit deutlich über 200km/h angefahren kommt. Ich werde deswegen nicht vorher wieder nach rechts ziehen und dem gerade überholten Wagen jeglichen Sicherheitsabstand nehmen, nur um Platz zu machen. Natürlich bleibe ich aber auch nicht länger als unbedingt nötig auf der linken Spur, zusätzlich aufhalten muß ich den anderen ja auch nicht.

Wenn ich es dagegen mal eilig habe und ich mit 220 km/h über die Autobahn fahre, dann rechne ich doch ständig mit obiger Situation und gehe, wenn ich ein Fahrzeug vor mir auf der linken oder zwei auf der rechten Spur entdecke doch schon mal vom Gas (bzw. tippe den GRA-Hebel an), das erspart meist schon einen Tritt auf die Bremse. Viel zu häufig aber kann man erleben, daß z.B. ein Auto, daß ebenfalls schnell vor einem unterwegs ist, aggressiv bis auf den letzten Meter auffährt und dann heftig bremst...meist mit der Folge, daß "das Hindernis" noch eine Sekunde länger auf der linken Spur bleibt.

Allein schon das immer vorgebrachte "Argument", auch der andere muß Rücksicht üben ist doch falsch. Rücksicht kann ich im Straßenverkehr immer nur nehmen, aber nie fordern. Wenn man das beherzigt, ist man ziemlich streßfrei unterwegs, ohne automatisch in die Gruppe Raser/Schleicher zu fallen.

BTW: Wer sich bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung "uneinsichtig" zeigt und infolgedessen geblitzt wird, ist in meinen Augen ein Depp (ja, ich war das auch schon mal ;) ), vor allem, wenn er sich dann noch über angebliche "Abzocke" aufregt. Natürlich kann man jede Begrenzung hinterfragen oder gar gerichtlich überprüfen lassen, aber doch bitte am geeigneten Ort - und das ist nicht mitten im Verkehrsgeschehen. Wer sich "selbstherrlich" darüber hinwegsetzt hat selbst schuld - sonst niemand.

ihg
21.11.2004, 10:39
@Mouseware: Volle Zustimmung. Besser kann man es kaum sagen. Es tut gut, auch mal ein vernünftiges Wort zur Sache zu lesen. Bei vielen kommt es mit hier so vor, als würden sie nur ihren eigenen Fahrstil bzw. eigenes Verhalten zum absoluten Maßstab nehmen, und entsprechend abweichendes Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer als falsch und gefährlich verurteilen.

Grüße. ihg

christiank
21.11.2004, 11:24
Nur was hat das mit der Richtgeschwindigkeit zu tun, ob Leute, die nicht schneller als 180 fahren nicht auf die linke Spur gehören :confused: ?.

MfG

Ich finde seine Aussage, dass Leute, die nicht schneller als 180 fahren, nicht auf die linke Spur gehoeren, arrogant.

Dieter W.
21.11.2004, 11:47
Interessant zu beobachten, daß sich bei diesem Thema regelmäßig die Schwarz-Weiß-Maler zu Wort melden. Entweder man ist Raser oder Schleicher. Für die einen schleicht man mit 130 bereits und verliert unter 180 km/h die Benutzungsberechtigung für die linke Spur, für die anderen ist man mit 140km/h schon ein Raser.

Sollte es da nicht einen Mittelweg geben?

Wenn ich mit 130 km/h gemütlich über die Autobahn fahre und ein langsameres Auto vor mit unterwegs ist, dann überhole ich dieses entsprechend den geltenden Vorschriften. Also nur dann, wenn ich im Rückspiegel keine "Gefahr" erkennen kann. Aber natürlich führe ich den Überholvorgang auch ganz *normal* zu Ende, auch wenn "auf halben Weg" ein Auto mit deutlich über 200km/h angefahren kommt. Ich werde deswegen nicht vorher wieder nach rechts ziehen und dem gerade überholten Wagen jeglichen Sicherheitsabstand nehmen, nur um Platz zu machen. Natürlich bleibe ich aber auch nicht länger als unbedingt nötig auf der linken Spur, zusätzlich aufhalten muß ich den anderen ja auch nicht.

Wenn ich es dagegen mal eilig habe und ich mit 220 km/h über die Autobahn fahre, dann rechne ich doch ständig mit obiger Situation und gehe, wenn ich ein Fahrzeug vor mir auf der linken oder zwei auf der rechten Spur entdecke doch schon mal vom Gas (bzw. tippe den GRA-Hebel an), das erspart meist schon einen Tritt auf die Bremse. Viel zu häufig aber kann man erleben, daß z.B. ein Auto, daß ebenfalls schnell vor einem unterwegs ist, aggressiv bis auf den letzten Meter auffährt und dann heftig bremst...meist mit der Folge, daß "das Hindernis" noch eine Sekunde länger auf der linken Spur bleibt.

Allein schon das immer vorgebrachte "Argument", auch der andere muß Rücksicht üben ist doch falsch. Rücksicht kann ich im Straßenverkehr immer nur nehmen, aber nie fordern. Wenn man das beherzigt, ist man ziemlich streßfrei unterwegs, ohne automatisch in die Gruppe Raser/Schleicher zu fallen.

BTW: Wer sich bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung "uneinsichtig" zeigt und infolgedessen geblitzt wird, ist in meinen Augen ein Depp (ja, ich war das auch schon mal ;) ), vor allem, wenn er sich dann noch über angebliche "Abzocke" aufregt. Natürlich kann man jede Begrenzung hinterfragen oder gar gerichtlich überprüfen lassen, aber doch bitte am geeigneten Ort - und das ist nicht mitten im Verkehrsgeschehen. Wer sich "selbstherrlich" darüber hinwegsetzt hat selbst schuld - sonst niemand.

Super Beitrag, MouseWare!!!!! Ich wollte mich eigentlich zu meinem eigenem Thema nicht mehr äussern, da ich vorher wusste, welche "Kommentare" hierzu kommen. Wie Du super schreibst, gibt es eben Raser oder Schleicher, dazwischen ist man als vernünftiger Autofahrer eben der Depp.

Besser als in Deinem Beitrag kann man die Problematik nicht darstellen.

Schönen Sonntag
Dieter W.

GTI
21.11.2004, 16:57
Hallo,

auch ich möchte Mouseware voll zustimmen.
Es ist erfreulich, dass es Benutzer hier gibt, die vernünftig argumentiren können und die wissen, dass es viele Autofahrer gibt, die weder rasen noch schleichen.

Herzlichen Dank für den tollen Beitrag

und Gute Fahrt an alle

GTI

Walter4
22.11.2004, 09:43
Man kann sich über alles aufregen oder über nichts. Diese Diskussion halte ich für den gelobten "Mittelweg". Und Diskussionen bestehen nun mal aus kontroversen Meinungen, im Gegensatz zu Gesangsstunden.
Was mir nicht gefällt, wenn "vorschriftsmäßig" für die eigene Fahrerei in Anspruch genommen wird. Der Anspruch auf intelligentes Fahren wäre mir lieber; -und das ist ja kein Gegensatz. Natürlich ist es vorschriftsmäßig, wenn ich auf offener Landstraße (Autobahn), keine Kurve, keine Behinderung, wenig Verkehr, mit den Schildern im Einklang meine 70 kmh (oder 100 kmh) einhalte und keine Fragen stelle. Aber genau so definitiv sind es keine Deppen, die das schon mal hinterfragen, und schon gar keine Raser, wenn sie dort mal einen Strich schneller fahren (-halt: Das ist mit "intelligentem Fahren" NICHT gemeint!).
Und natürlich muß das nicht sein, aber genau so müssen viele Begrenzungen nicht sein, so wie sie sind, wenn ihr vorrangiger Zweck -zumindest dem Anschein nicht nur einzelner nach- dem Abkassieren* dient. So eine Meinung ruft wie üblich eine Welle künstlicher Empörung der "Gesetzestreuen" hervor (-mit der man leben kann), weil sie sowas unserer Obrigkeit nicht zutrauen. Brav, brav...
MfG Walter
*putziges Extrembeispiel: In Köln wurden nachts um halb zwei (warum wohl nicht tagsüber?) vor einem Kindergarten Leute geblitzt, die schneller als 30 kmh fuhren. Erst als die Presse berichtete, wurden die Helden zurückgepfiffen (obwohl sie ja gesetzestreu gehandelt hatten)... :rolleyes:

MK155
22.11.2004, 10:32
, [...] Aber Du hast recht, die Diskussion wird ev. ähnliche Ausmaße wie beim letzten Mal annehmen und davor, wenn ich an die Argumente denke, die für die Raser sprechen, graut mir.
Ich enthalte mich ab sofort der Kommentare, wollte nur mal einen Denkanstoß geben.

Schönen Abend
Dieter
Die Idee, Dich weiterer Kommentare enthalten zu wollen, erachte ich als gut. Denn wie Du diesen Thread angefangen hast gehe ich davon aus, dass Du die Sachlichkeit nicht in den Vorgrund stellen möchtest.

MK155
22.11.2004, 11:39
[...]
Wer unter 180km/h fährt gehört auf unlimitierten Strecken nicht auf die linke Spur!


[...]

Da bin ich eher der Meinung, dass Leute mit solchen Einstellungen nicht hinters Steuer gehören.

:mad:

gwg
22.11.2004, 12:00
Wer unter 180km/h fährt gehört auf unlimitierten Strecken nicht auf die linke Spur!

Gruss
Tugrul


Hallo Tugrul,
das ist doch wohl nicht Dein Ernst!!! :mad: :mad: :mad:
Falls doch, würde ich Dir empfehlen nur noch in der Schweiz zu fahren; von mir auch dann mit Deiner Einstellung.
Damit dürfte sich Deine Meinung schnell revidieren und als Fußgänger hast Du dann genügen Zeit um klare Gedanken zu fassen!! :) :) :)
Mfg
Günther :mad: :mad: :mad:

gwg
22.11.2004, 12:02
Wer unter 180km/h fährt gehört auf unlimitierten Strecken nicht auf die linke Spur!

Gruss
Tugrul


Hallo Tugrul,
das ist doch wohl nicht Dein Ernst!!! :mad: :mad: :mad:
Falls doch, würde ich Dir empfehlen nur noch in der Schweiz zu fahren; von mir auch dann mit Deiner Einstellung.
Damit dürfte sich Deine Meinung schnell revidieren und als Fußgänger hast Du dann genügen Zeit um klare Gedanken zu fassen!! :) :) :)
Wer darf dann noch einen LKW überholen?????? Nur noch RS4, R32 und Porsche!!!?????
Mfg
Günther :mad: :mad: :mad:

MK155
22.11.2004, 12:10
[...]

BTW: Wer sich bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung "uneinsichtig" zeigt und infolgedessen geblitzt wird, ist in meinen Augen ein Depp (ja, ich war das auch schon mal ;) ), vor allem, wenn er sich dann noch über angebliche "Abzocke" aufregt. Natürlich kann man jede Begrenzung hinterfragen oder gar gerichtlich überprüfen lassen, aber doch bitte am geeigneten Ort - und das ist nicht mitten im Verkehrsgeschehen. Wer sich "selbstherrlich" darüber hinwegsetzt hat selbst schuld - sonst niemand.
Genau das ist der Punkt ... mit welcher Berechtigung sich manche Autofahrer ihre eigenen Toleranzfelder kreieren ist schon faszinierend.
"60 statt der erlaubten 50 ... was soll's, ist doch in Ordnung" - "120 fahre ich immer auf der Landstraße" - "Autobahnbaustelle mit 60? 80 sind auch in Ordnung"
So oder ähnlich sehr oft an den Verkehrsexpertenstammtischen zu hören

Wer schon mal ein Fahrsicherheitstraining mitgemacht hat ist mit solchen Theorien, sofern er den Sinn des Trainings kapiert hat, eher vorsichtig.

Ansonsten halte ich es so, dass ich auf der autobahn doch eher mit in Bereichen zwischen 130 und 170 aufhalte, selten mehr, oft weniger. Mein oberstes Ziel dabei ist es meine Geschwindigkeit so einzurichten, dass ich die allermeisten Geschwindigkeitsverringerungen per Gasfuß erledigen kann. Das bringt drei Vorteile mit sich:
- weitgehend entspanntes Fahren
- geringen Spritverbrauch
- geringer Verschleiss
und was auch nicht zu unterschätzen ist, ist der Stressfaktor bei den Mitfahrern, die keine Pedalerie zur Verfügung haben.
Funktioniert echt gut. Gut, der durchschnittliche Pseudorennfahrer kommt natürlich nicht so ganz damit zurecht, dass ich bei 150 etwa 70 Meter Abstand zu meinem Vordermann habe, aber das stört mich zumeist nicht allzusehr :rolleyes:


*putziges Extrembeispiel: In Köln wurden nachts um halb zwei (warum wohl nicht tagsüber?) vor einem Kindergarten Leute geblitzt, die schneller als 30 kmh fuhren. Erst als die Presse berichtete, wurden die Helden zurückgepfiffen (obwohl sie ja gesetzestreu gehandelt hatten)...
WEißt Du was ich auch nachts zu tun pflege? Du wirst es nicht erraten, aber ich halte mich einfach an die Beschränkung, dann ist es mir nämlich relativ gleichgültig, wo die Gesellen von Grün Weiß ihre Geldautomaten hinstellen. ;)

MouseWare
22.11.2004, 14:44
Aber genau so definitiv sind es keine Deppen, die das schon mal hinterfragen, und schon gar keine Raser, wenn sie dort mal einen Strich schneller fahren.

Doch (es sind Deppen), denn jeder weiß ganz genau, daß er eine Beschränkung nicht im Verkehrsgeschehen "hinterfragen" kann bzw. dafür dann u.U. die Quittung erhält.

Am Verkehrsgeschehen nehmen täglich Millionen unterschiedliche Personen teil...da braucht es klare Regeln und die sollten auch befolgt werden. Sind manche Regelungen nicht sinnvoll, so kann man diese tatsächlich hinterfragen und im Zweifelsfall auch eine Änderung erzielen. Aber dies geschieht doch garantiert nicht, wenn man schlicht eine Geschwindigkeitsbegrenzung ignoriert.

Denn nach Deiner Argumentation darf man nach 23.00 Uhr ja auch über rote Ampeln fahre, ganz nach eigener "Gefahreneinschätzung". Wieso aber dann willkürlich nur abends oder in der Nacht? Vom Prinzip könnte ich doch auch tagsüber an einem ruhigen Tag die Ampelschaltung "hinterfragen"...oder auch im Berufsverkehr, wenn MIR die Lücke reicht...ich denke Du weißt wohin diese Argumentation führt.

BTW: Ich finde die Idee von Tugrul sehr gut...allerdings fordere ich ein Linke-Spur-Verbot für alle Fahrzeuge mit einer eingetragenen Vmax < 212km/h...dann dürfte Turgrul mit Ihrem V5 auf der rechten Spur nachdenken, wie sinnvoll wohl ihr Statement war...

525tds
22.11.2004, 17:54
Tut mir leid aber es ist einfach schade wenn irgend ein Unfall passiert und die Presse das ganze Schuld sofort an die schnell Fahrende bzw. Raser schiebt.

Da muss ich ihm recht geben. Es ist nicht immer der "Raser" an schweren Unfällen Schuld. Es gibt auch genug Fahrer die ohne Rücksicht auf die linke Spur wechseln und eine riesen Gefahr für Sich und den nachfolgenden Verkehr darstellen.

Es gibt genug idioten die bei unlimierte Strecken einfach mit 140-150km/h auf der linke Spur fahren und trotzt freie rechte Spur nicht so gerne den linken Spur frei geben. Solche Idioten sind viel mehr gefährlicher als ein mindestens mit 200km/h rasender fahrer.

Da hat er auch recht. Wenn rechts frei ist, dann sollte man auch die rechte Spur befahren.

Wer unter 180km/h fährt gehört auf unlimitierten Strecken nicht auf die linke Spur!

Das soll eher ein Scherz sein. Wenn nicht, dann brauch man zu diesem Komentar nichts schreiben.


Eine Tempolimit bringt gar nichts. In der Schweiz ist die Tempolimit auf AB generell 120km/h. Aber besser fahren die auch nicht,sogar noch schlimmer!

Gruss
Tugrul

Egal ob ich in der Schweiz, Österreich, oder in Italien fahre, es ist dort überall besser und ruhiger zu fahren wie in Deutschland.

525tds
22.11.2004, 18:26
Servus!

Sie ist zwischen Stuttgart und Heilronn.
Zunächst zur Sachlage im Wortlaut unserer Ludwigsburger Kreiszeitung:

"Bei dem Unfall auf der A81 waren eine 52-jährige Autofahrerein und ihr 55 Jahre alter Ehemann leicht verletzt worden. Die Frau hatte nach dem Überholen versucht, sich wieder auf der mittleren Fahrspur einzuordnen. Dabei sei der Unfallveruracher mit Lichthupe von hinten zugerast und habe das Fahrzeug gerammt, teilte die Polizei mit. Durch die Wucht des Aufpralls überschlug sich das Auto des Ehepaares"



So jetzt schreibe ich mal was zum eigentlichem Thema.
Diesen Vorfall kann man mit der Sache "Turbo-Rolf" überhaupt nicht vergleichen.
Hier wurde das Auto von der Straße gerammt(!!!). Sprich, der BMW-fahrer hat den Unfall auf jeden Fall bemerkt und kann auch aufgrund seines Schadens am BMW ermittelt und überführt werden.
Hier ist anscheinend auch bewiesen, daß die Frau zu Recht auf der linken Spur war (Sie hat überholt). Wobei bei der Sache "Turbo-Rolf" keine klaren Aussagen da waren. Es waren eigentlich nur Vermutungen.
Über die Überschrift des Themas brauch man nichts zu schreiben. Da denke ich mir lieber meinen Teil.

Und noch was Allgemeines zu diesem Thema:
Ich fahre zur Zeit auch ein langsames, bzw sehr langsames Auto. Dessen bin ich mir auch bewusst, schaue auch immer schön in den Rückspiegel, bevor ich die linke Spur befahre und räume diese auch schnellstmöglich wieder. Es muss nicht sein, daß weil ich nicht vom Fleck komme, andere Verkehrsteilnehmer ne halbe Vollbremsung machen müssen. Dazu brauche ich keine Gesetze, das ist eigentlich normaler Menschenverstand.

gwg
22.11.2004, 18:34
So jetzt schreibe ich mal was zum eigentlichem Thema.
Diesen Vorfall kann man mit der Sache "Turbo-Rolf" überhaupt nicht vergleichen.
Hier wurde das Auto von der Straße gerammt(!!!). Sprich, der BMW-fahrer hat den Unfall auf jeden Fall bemerkt und kann auch aufgrund seines Schadens am BMW ermittelt und überführt werden.
Hier ist anscheinend auch bewiesen, daß die Frau zu Recht auf der linken Spur war (Sie hat überholt). Wobei bei der Sache "Turbo-Rolf" keine klaren Aussagen da waren. Es waren eigentlich nur Vermutungen.
Über die Überschrift des Themas brauch man nichts zu schreiben. Da denke ich mir lieber meinen Teil.

Und noch was Allgemeines zu diesem Thema:
Ich fahre zur Zeit auch ein langsames, bzw sehr langsames Auto. Dessen bin ich mir auch bewusst, schaue auch immer schön in den Rückspiegel, bevor ich die linke Spur befahre und räume diese auch schnellstmöglich wieder. Es muss nicht sein, daß weil ich nicht vom Fleck komme, andere Verkehrsteilnehmer ne halbe Vollbremsung machen müssen. Dazu brauche ich keine Gesetze, das ist eigentlich normaler Menschenverstand.


Hallo,
ich fahre auch meist "flott", aber auf einer zweispurigen AB kann man, wenn rechts LKW`s und PKW`s fahren nicht mit gutem Gewissen 200km/h fahren!!!!
Dafür ist dann die Differenzgeschwindigkeit zu groß!!
Mfg
Günther

525tds
22.11.2004, 18:43
Hallo,
ich fahre auch meist "flott", aber auf einer zweispurigen AB kann man, wenn rechts LKW`s und PKW`s fahren nicht mit gutem Gewissen 200km/h fahren!!!!
Dafür ist dann die Differenzgeschwindigkeit zu groß!!
Mfg
Günther

Da hast du Recht. Das kann man nichtmal, wenn LKW-Überholverbot ist. Es gibt einige KFZ-lenker, die endweder zu blöde oder zu fein sind, den nachfolgenden Verkehr zu beobachten und zu repektieren. Es wird oft einfach nur rausgezogen. das habe ich heute auch beobachtet. Da dachte ich auch es kracht. War auf der B9 von Germersheim Richtung Ludwigshafen/Mannheim unterwegs. Von hinten kam ein S-Klasse Benz mit ziemlich hohem Tempo an. Vor mir ein Mazda und davor ein LKW. Der Mazda zog ohne Blinker auf die linke Spur rüber, daß der Benz Mühe hatte, nen Unfall zu vermeiden. Wäre es schief gegangen, wäre in der Presse eh wieder der Benz schuld gewesen.

MouseWare
22.11.2004, 19:08
Da hast du Recht. Das kann man nichtmal, wenn LKW-Überholverbot ist. Es gibt einige KFZ-lenker, die endweder zu blöde oder zu fein sind, den nachfolgenden Verkehr zu beobachten und zu repektieren. Es wird oft einfach nur rausgezogen. das habe ich heute auch beobachtet. Da dachte ich auch es kracht. War auf der B9 von Germersheim Richtung Ludwigshafen/Mannheim unterwegs. Von hinten kam ein S-Klasse Benz mit ziemlich hohem Tempo an. Vor mir ein Mazda und davor ein LKW. Der Mazda zog ohne Blinker auf die linke Spur rüber, daß der Benz Mühe hatte, nen Unfall zu vermeiden. Wäre es schief gegangen, wäre in der Presse eh wieder der Benz schuld gewesen.

Nicht nur in der Presse, auch vor Gericht hätte der Benz dann tatsächlich eine Teilschuld erhalten (und das nicht nur weil er die Richtgeschwindigkeit überschritten hat).

Die von Dir beschriebene Situation ist doch absolut typisch, ein LKW, zwei PKW dahinter, da muß der Benz-Fahrer doch schon vorsorglich vom Gas gehen, weil er gemäß der Verkehrsregeln eben "mit dem Fehler der anderen" rechnen muß. Wer da die Augen zumacht und draufhält, weil er ja prinzipiell im Recht ist und der andere ihn nicht durch plötzlichen Spurwechsel gefährden darf, hat doch ein Problem.

Auch wenn das bedeutet, daß ein zügig fahrender Mensch u.U. mehrmals hintereinander sein Tempo drosseln muß. Das ist ärgerlich und nervt mich ja auch hin und wieder, aber dann gibt die Verkehrssituation eben nicht mehr Tempo her. Eine falsche, provokante Reaktion mit Lichthupe und dichtem Auffahren behebt das Aufmerksamskeitsdefizit anderer Verkehrsteilnehmer im Übrigen nicht sondern dreht die Spirale von "Ich hab Recht" / "Dir zeig ich's aber jetzt" nur weiter.

Traurig aber wahr :(

gwg
22.11.2004, 19:15
Nicht nur in der Presse, auch vor Gericht hätte der Benz dann tatsächlich eine Teilschuld erhalten (und das nicht nur weil er die Richtgeschwindigkeit überschritten hat).

Die von Dir beschriebene Situation ist doch absolut typisch, ein LKW, zwei PKW dahinter, da muß der Benz-Fahrer doch schon vorsorglich vom Gas gehen, weil er gemäß der Verkehrsregeln eben "mit dem Fehler der anderen" rechnen muß. Wer da die Augen zumacht und draufhält, weil er ja prinzipiell im Recht ist und der andere ihn nicht durch plötzlichen Spurwechsel gefährden darf, hat doch ein Problem.

Auch wenn das bedeutet, daß ein zügig fahrender Mensch u.U. mehrmals hintereinander sein Tempo drosseln muß. Das ist ärgerlich und nervt mich ja auch hin und wieder, aber dann gibt die Verkehrssituation eben nicht mehr Tempo her. Eine falsche, provokante Reaktion mit Lichthupe und dichtem Auffahren behebt das Aufmerksamskeitsdefizit anderer Verkehrsteilnehmer im Übrigen nicht sondern dreht die Spirale von "Ich hab Recht" / "Dir zeig ich's aber jetzt" nur weiter.

Traurig aber wahr :(

Hallo,
so ist es!!! Und was "bringen" die "gewonnenen" 10 Sekunden?????
MfG
Günther

MK155
23.11.2004, 06:27
[...]
BTW: Ich finde die Idee von Tugrul sehr gut...allerdings fordere ich ein Linke-Spur-Verbot für alle Fahrzeuge mit einer eingetragenen Vmax < 212km/h...dann dürfte Turgrul mit Ihrem V5 auf der rechten Spur nachdenken, wie sinnvoll wohl ihr Statement war...
Prima ... dann dürfte ich ja auch links fahren :p :p

MK155
23.11.2004, 06:34
[...] Wäre es schief gegangen, wäre in der Presse eh wieder der Benz schuld gewesen.

In der Presse schon ... ob mit Recht? Möglicherweise.

Zunächst mal ist der Auffahrende grundsätzlich der Depp. Und in der Situation, wie Du sie geschildert hast könnte man dem Benzfahrer unterstellen, dass er seine Geschwindigkeit der Situation nicht angepasst ausgewählt hat. Denn wenn da ein LKW (der 80+ fährt) ist und zwei PKW (die vielleicht 130 fahren) sind und ich die hohe Geschwindigkeit des Benz mit etwa 200 interpretiere, dann war der Stern schlichtweg zu schnell. Dabei spielt es keine Rolle, ob dort freie Fahrt war oder nicht.
Das Recht zum Schnellfahren gibt es nicht, nur die Pflicht zum Aufpassen. ;)

MK155
23.11.2004, 06:36
Nicht nur in der Presse, auch vor Gericht hätte der Benz dann tatsächlich eine Teilschuld erhalten (und das nicht nur weil er die Richtgeschwindigkeit überschritten hat).

Die von Dir beschriebene Situation ist doch absolut typisch, ein LKW, zwei PKW dahinter, da muß der Benz-Fahrer doch schon vorsorglich vom Gas gehen, weil er gemäß der Verkehrsregeln eben "mit dem Fehler der anderen" rechnen muß. Wer da die Augen zumacht und draufhält, weil er ja prinzipiell im Recht ist und der andere ihn nicht durch plötzlichen Spurwechsel gefährden darf, hat doch ein Problem.

Auch wenn das bedeutet, daß ein zügig fahrender Mensch u.U. mehrmals hintereinander sein Tempo drosseln muß. Das ist ärgerlich und nervt mich ja auch hin und wieder, aber dann gibt die Verkehrssituation eben nicht mehr Tempo her. Eine falsche, provokante Reaktion mit Lichthupe und dichtem Auffahren behebt das Aufmerksamskeitsdefizit anderer Verkehrsteilnehmer im Übrigen nicht sondern dreht die Spirale von "Ich hab Recht" / "Dir zeig ich's aber jetzt" nur weiter.

Traurig aber wahr :(
Sorry ... habe Deinen Text zu spät gelesen ... denn dann hätte ich mir meinen ungefähr sparen können :o

MouseWare
23.11.2004, 07:22
Sorry ... habe Deinen Text zu spät gelesen ... denn dann hätte ich mir meinen ungefähr sparen können :o

Ist ja noch früh :) Und manche Dinge können ruhig zweimal gesagt werden.

touran-holgi
23.11.2004, 07:57
Also, einigen von euch möchte ich auf der Straße lieber nicht begegnen... und einige haben auch ein sehr seltsames (=falsches) Rechtsempfinden.

Zum Thema "unlimitiert" bzw. "freigegeben":

Auf deutschen Autobahnen ist Richtgeschwindigkeit 130 km/h. Wer wesentlich schneller fahren will, darf das zwar tun, solange es nicht verboten ist, muss sich aber bewusst sein, dass er im Falle eines Unfalls mindestens eine Teilschuld bekommt. Meist wird das Überschreiten der Richtgeschwindigkeit selbst schon als "grob fahrlässig" angesehen (was meiner Ansicht nach vollkommen gerechtfertigt ist).

Warum? Man muss seine Geschwindigkeit immer den Verkehrsverhältnissen anpassen (auch wenn die Strecke "unlimitiert" ist!).

Solange also auf der rechten Spur Fahrzeuge mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten fahren (z.B. LKW mit dazwischen fahrenden PKW), muss ich damit rechnen, dass eins dieser Fahrzeuge zum Überholen ausschert.
Schliesslich hat jedes Fahrzeug das Recht zum Überholen.

Und weil von den "Raser-Freunden" immer so gerne das "Rechtsfahrgebot" zitiert wird: Das gilt für jeden, mann muss nämlich nicht permanent mit 200 auf der linken Spur fahren, die linke Spur ist genau genommen nur zum Überholen da. Aber manche meinen eben, man muss 150 km am Stück überholen...

Gruss,

Holgi

Mampf
23.11.2004, 09:36
Auf deutschen Autobahnen ist Richtgeschwindigkeit 130 km/h. Wer wesentlich schneller fahren will, darf das zwar tun, solange es nicht verboten ist, muss sich aber bewusst sein, dass er im Falle eines Unfalls mindestens eine Teilschuld bekommt.

Hi,

die Teilschuld erhält derjenige nur dann, wenn dieser Unfall bei Richtgeschwindigkeit nicht passiert wäre.

MfG,
Mampf

TugrulV5
23.11.2004, 09:57
@christiank

Es mag ja egoistisch klingen ,aber die Wahrheit ist so,die durchschnittliche Geschwindigkeit auf der linke Spur (auf unlimitierte Strecken natürlich) beträgt oftmals um die 170-180-km/h.


@gwg

Hallo Günther,

Nein es war von mir ernst gemeint. Ich fahre auch nicht immer über 180km/h.Wenn ich nicht eilig habe oder benzin sparen will fahre ich auch in "schleicher" tempo aber dann nur noch auf der rechte Spur.


@MK155


Solange während ich hier in der Stadt mit 50km/h fahre,aber 90% der andere Verkehrsteilnehmer gern über 60km/h in der Stadt rasen,während ich bei eine Ampelstart jedes mal bei 2000U/min. hochschalte ( und ich habe kein TDI),dabei jede 3. fahrer trotzt nahe liegenden Fussgängerstreifen einen Krawalstart machen und während ich trotzt meiner hohe Geschwindigkeit auf der Autobahn niemals ohne blinken die Spur wechsle oder keine rechts überholungen versuche aber 70% der BAB verkehrsteilnehmer sich ausser "schleichen" nicht korrekt verhalten, dann bin ich eher eine der Letzten die hinter dem Steuer nicht gehören darf.



@MouseWare


Klar mit einer Vmax. von 211km/h habe ich auch kein Auto fürs "echte" raser,aber bei einer gut fliessender Verkehr auf BAB fährt man eher in 180-200Km/h bereich,und mein Beetle hält bei dieser Tempo sehr gut mit wobei die Vmax nach Tacho bis zur 230km/h betragen kann, und während ich bei dieser Tempo fahre (also in der Realität ca. 211km/h) gibt es auch nicht viele die mich überholen kann/will.Und wenn schon dann mache ich auch SOFORT platz.



@Golf93


Klar hat auch ein Lupo 1.0 überholrechte,aber mann soll die linke Spur sofort frei geben,oder bevor man aufs linke Spur wechselt richtig in die Spiegel schauen.

Als ich wieder auf dem Weg von Braunschweig nach Lindau-> St.Gallen war ,war ich ca. mit 200-210km/h auf der linken Spur,und ein Idiot mit seiner alten Fiesta auf der rechten Spur hinter ein Wohnwagen gewesen.Als die Entfernung für mich genug noch zum vernünftiges Bremsen war ist er bzw. sie (weil ich es später gesehen habe wer am Lenkrad sass) auf der rechte Spur weiter gefahren so dass ich auch kein Grund hatte vom Gas weg zu gehen.Aber die vernünftige Fahrt von Fiesta-Fahrerin hat nicht lange gedauert.Und als die Entfernung auch schon für eine Vollbremsung gefährlich wurde ist sie auf die linke Spur gezogen und ich hatte glück dass ich noch eine Unfall vermeiden könnte.Schlimmer war es als sie ca. noch 2-2,5km lange auf der linken Spur weiter weit unter 140-150km/h gefahren hat,obwohl auf die rechte Spur die Entfernung vom LKW´s von einander reichlich genug um die linke Spur wieder zu verlassen war.

Leider befinden sich genug solche Idioten auf der Autobahnen, und weil sie einen Auto haben die kaum 160km/h fahren kann oder trotzt starke Auto gerne Schleichen aber dabei sich ganz rücksichtslos verhalten sind sie lange nicht bessere Fahrer als ein "RASER" eher sogar schlechter.

525tds
23.11.2004, 10:25
Das Recht zum Schnellfahren gibt es nicht, nur die Pflicht zum Aufpassen. ;)

Diese Pflicht gilt aber auch für denjenigen, der von der rechten auf die linke Spur wechselt. Und irgendwo steht auch geschriben, daß man beim Überholen den nachfolgenden Verkehr nicht behindern, geschweigeden gefährden darf. Und nach meiner Meinung hat der Mazdafahrer nicht nur die Benzinsassen gefährdet, sondern sich selber auch. Sprich normalerweise müsste er damit die VOLLE Schuld bekommen. Egal ob er aus Unachtsamkeit oder Vorsatz gehandelt hat.

525tds
23.11.2004, 10:34
Und weil von den "Raser-Freunden" immer so gerne das "Rechtsfahrgebot" zitiert wird: Das gilt für jeden, mann muss nämlich nicht permanent mit 200 auf der linken Spur fahren, die linke Spur ist genau genommen nur zum Überholen da. Aber manche meinen eben, man muss 150 km am Stück überholen...

Gruss,

Holgi

Da muss ich dir recht geben. man kann auch, so lange es die Verkehrssituation erlaubt, mit 250 km/h auf der rechten Spur fahren.
Ich habe es auch schon oft genug erlebt, daß einer der mit Ach und Krach 200 km/h aus seinem Auto rausquetscht, permanent die linke Spur "Blockiert", obwohl er ohne Probleme auf die rechte Spur wechseln könnte und den schnelleren Hintermann passieren lassen könnte. Und wenn da was Langsameres vor im ist, anfängt zu drängeln und zu nötigen. Das kann ich dann überhaupt nichtmehr verstehen. So auf die Art: "Freie fahrt, aber nur für mich. Das was hinter mir ist, interessiert mich nicht"

touran-holgi
23.11.2004, 12:35
@525tds:

Ja, diese "nach mir die Sintflut-Mentalität, die Du beschreibst, kenne ich... Auch in einem anderen Fall, nämlich wenn die Straße z.B. für eins, zwei Kilometer zweispurig wird, einer dann einen LKW überholt und dafür dann die ganze Strecke braucht... so nach dem Motto "Hauptsache ich bin vorbei".

@Mampf:

Du kannst sicher bei mehr als der Hälfte aller Unfälle davon ausgehen, dass sie durch geringere Geschwindigkeit vermeidbar gewesen wären... bei solchen "Auffahrunfällen" um so mehr.

Gruss,

Holgi

Golf93
23.11.2004, 16:31
Auf deutschen Autobahnen ist Richtgeschwindigkeit 130 km/h. Wer wesentlich schneller fahren will, darf das zwar tun, solange es nicht verboten ist, muss sich aber bewusst sein, dass er im Falle eines Unfalls mindestens eine Teilschuld bekommt. Meist wird das Überschreiten der Richtgeschwindigkeit selbst schon als "grob fahrlässig" angesehen (was meiner Ansicht nach vollkommen gerechtfertigt ist).

Warum? Man muss seine Geschwindigkeit immer den Verkehrsverhältnissen anpassen (auch wenn die Strecke "unlimitiert" ist!).

Solange also auf der rechten Spur Fahrzeuge mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten fahren (z.B. LKW mit dazwischen fahrenden PKW), muss ich damit rechnen, dass eins dieser Fahrzeuge zum Überholen ausschert.
Schliesslich hat jedes Fahrzeug das Recht zum Überholen.


Gruss,

Holgi

Also der Mazdafahrer müsste mind. genauso viel Schuld wie der Benzlenker bekommen. Der Benz war zu schnell und beim Mazda ist der Blinker auch wohl nur zur Deko.

MfG

touran-holgi
23.11.2004, 16:50
@Golf93:

Warum? Der Mazda-Fahrer hat das Blinken vergessen, handelt also fahrlässig. Der Benz-Fahrer, der sein Auto 70 km/h über der Richtgeschwindigkeit bewegt, tut das wissentlich, obwohl die Verkehrssituation auf der rechten Spur nicht zulässt. Er handelt mithin grob fahrlässig (entspricht fast "Absicht").

Also liegt die Hauptschuld beim Benz-Fahrer. Gerade WEIL er sein Auto so schnell bewegt, muss er noch aufmerksamer sein und mit den Fehlern der anderen rechnen, bzw. er muss seine Geschwindigkeit von vorneherein so wählen, dass er auch bei einem Fehlverhalten eines anderen noch rechtzeitig halten kann.

Ich weiss, dass es viele von euch gerne anders hätten, aber vor Gericht wird das (Gott sei dank!) eben meist so gesehen...

Gruss,

Holgi

MK155
24.11.2004, 10:36
@christiank

Es mag ja egoistisch klingen ,aber die Wahrheit ist so,die durchschnittliche Geschwindigkeit auf der linke Spur (auf unlimitierte Strecken natürlich) beträgt oftmals um die 170-180-km/h.
[...]
@MK155


Solange während ich hier in der Stadt mit 50km/h fahre,aber 90% der andere Verkehrsteilnehmer gern über 60km/h in der Stadt rasen,während ich bei eine Ampelstart jedes mal bei 2000U/min. hochschalte ( und ich habe kein TDI),dabei jede 3. fahrer trotzt nahe liegenden Fussgängerstreifen einen Krawalstart machen und während ich trotzt meiner hohe Geschwindigkeit auf der Autobahn niemals ohne blinken die Spur wechsle oder keine rechts überholungen versuche aber 70% der BAB verkehrsteilnehmer sich ausser "schleichen" nicht korrekt verhalten, dann bin ich eher eine der Letzten die hinter dem Steuer nicht gehören darf.

@MouseWare


Klar mit einer Vmax. von 211km/h habe ich auch kein Auto fürs "echte" raser,aber bei einer gut fliessender Verkehr auf BAB fährt man eher in 180-200Km/h bereich,und mein Beetle hält bei dieser Tempo sehr gut mit wobei die Vmax nach Tacho bis zur 230km/h betragen kann, und während ich bei dieser Tempo fahre (also in der Realität ca. 211km/h) gibt es auch nicht viele die mich überholen kann/will.Und wenn schon dann mache ich auch SOFORT platz.



@Golf93


Klar hat auch ein Lupo 1.0 überholrechte,aber mann soll die linke Spur sofort frei geben,oder bevor man aufs linke Spur wechselt richtig in die Spiegel schauen.

Als ich wieder auf dem Weg von Braunschweig nach Lindau-> St.Gallen war ,war ich ca. mit 200-210km/h auf der linken Spur,und ein Idiot mit seiner alten Fiesta auf der rechten Spur hinter ein Wohnwagen gewesen.Als die Entfernung für mich genug noch zum vernünftiges Bremsen war ist er bzw. sie (weil ich es später gesehen habe wer am Lenkrad sass) auf der rechte Spur weiter gefahren so dass ich auch kein Grund hatte vom Gas weg zu gehen.Aber die vernünftige Fahrt von Fiesta-Fahrerin hat nicht lange gedauert.Und als die Entfernung auch schon für eine Vollbremsung gefährlich wurde ist sie auf die linke Spur gezogen und ich hatte glück dass ich noch eine Unfall vermeiden könnte.Schlimmer war es als sie ca. noch 2-2,5km lange auf der linken Spur weiter weit unter 140-150km/h gefahren hat,obwohl auf die rechte Spur die Entfernung vom LKW´s von einander reichlich genug um die linke Spur wieder zu verlassen war.

Leider befinden sich genug solche Idioten auf der Autobahnen, und weil sie einen Auto haben die kaum 160km/h fahren kann oder trotzt starke Auto gerne Schleichen aber dabei sich ganz rücksichtslos verhalten sind sie lange nicht bessere Fahrer als ein "RASER" eher sogar schlechter.
Wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, dann meinst Du das 70% der Autobahnbenutzer sich nicht korrekt verhalten. Bestimmt rechnest Du Dich zu den anderen 30%. :p ... dann hoffe ich mal dass Du damit auch recht hast. Wenngleich ich da meine Zweifel habe. Denn in der von Dir beschriebenen Situation mit dem Wohnwagen und dem "Idioten" von Fiesta Fahrer vermute ich eine Geschwindigkeitsdifferenz von rund 100 km/h zum Wohnwagen und etwa 80 km/h zum Fiesta "Idioten". Dass das Dich nicht dazu veranlasst, den Gasfuss wenigstens zu lupfen lässt mich zu dem Schluss kommen, dass Du Dich eher in die Kategorie der 70%igen einordnen müsstest. ;) ...

außerdem werde ich bei Deiner Wortwahl das dumme Gefühl nicht los, das Du Dich auf der Autobahn teilweise recht aggressiv gebärdest ... das Wort "Idiot" wird von Dir recht oft herangezogen ... m. E. auch kein korrekter Ansatz.

Ansichten wie die Deine, TugrulV5, bestärken mich immer wieder darin, dass Deutschland reif ist für ein Tempolimit auf Autbahnen (unabhängig davon ob ein überwachbar ist oder nicht). Zumindest tagsüber, wie auf der A8 zwischen Augsburg und München.

MK155
24.11.2004, 10:39
Diese Pflicht gilt aber auch für denjenigen, der von der rechten auf die linke Spur wechselt. Und irgendwo steht auch geschriben, daß man beim Überholen den nachfolgenden Verkehr nicht behindern, geschweigeden gefährden darf. Und nach meiner Meinung hat der Mazdafahrer nicht nur die Benzinsassen gefährdet, sondern sich selber auch. Sprich normalerweise müsste er damit die VOLLE Schuld bekommen. Egal ob er aus Unachtsamkeit oder Vorsatz gehandelt hat.
Dein erster Satz stimmt, und der zweite auch. Sogar der dritte noch eingeschränkt. Aber durch die deutlich höhere und damit unangepasste Geschwindigkeit des Benz wird die Unachtsamkeit des Mazdafahrers in ihren Auswirkungen deutlich verschärft. Daher wäre eine Teilschuld absolut angemessen. Bei Vorsatz ist die Sachlage eine ganz andere.

Darüberhinaus ist es deutlich leichter eine sehr hohe Geschwindigkeit falsch einzuschätzen. Dessen muss sich der schnellfahrende bewusst sein.

touran-holgi
24.11.2004, 11:22
@MK155:

Ergänzen kann man noch, dass es (aus der Sicht des Benzfahrers) viel wahrscheinlicher ist, dass aus der "langsamen Kolonne" rechts jemand knapp unter Richtgeschwindigkeit ausschert, als (aus Sicht des Mazdafahrers) jemand mit fast doppelter Richtgeschwindigkeit von hinten angeflogen kommt... die Fehleinschätzung von Geschwindigkeiten (von beiden Seiten) tut dann ein übriges, denn auch der Benzfahrer muss wissen, dass sich der Bremsweg quadratisch mit der Geschwindigkeit steigert.

Gruss,

Holgi

MK155
24.11.2004, 11:43
@MK155:

[...]dass sich der Bremsweg quadratisch mit der Geschwindigkeit steigert.

Gruss,

Holgi
Bingo ... aber bring das mal in den einen oder anderen Schädel rein. :eek:

Stattdessen kommen da Aussagen, dass nur derjenige links fahren darf, der 180+ fährt ... da schwillt mir der Kamm

gwg
24.11.2004, 11:49
Bingo ... aber bring das mal in den einen oder anderen Schädel rein. :eek:

Stattdessen kommen da Aussagen, dass nur derjenige links fahren darf, der 180+ fährt ... da schwillt mir der Kamm


Hallo,
dieser "Spaßvogel" würde 90% der AB-Benutzern das Überholen "verbieten"!!!
MfG
Günther

PS:hat sonst auch etwas fanatische Ansichten :) :) :) :mad: :mad: :mad:

ihg
24.11.2004, 13:28
@MK155:

Ergänzen kann man noch, dass es (aus der Sicht des Benzfahrers) viel wahrscheinlicher ist, dass aus der "langsamen Kolonne" rechts jemand knapp unter Richtgeschwindigkeit ausschert, als (aus Sicht des Mazdafahrers) jemand mit fast doppelter Richtgeschwindigkeit von hinten angeflogen kommt... die Fehleinschätzung von Geschwindigkeiten (von beiden Seiten) tut dann ein übriges, denn auch der Benzfahrer muss wissen, dass sich der Bremsweg quadratisch mit der Geschwindigkeit steigert.

Gruss,

Holgi

Da kann ich Dir nur voll zustimmen. Alleine schon eine Situation wie "Fiesta läuft auf Wohnwagengespann auf" macht das Ausscheren höchstwahrscheinlich und sollte zu entsprechenden Reaktionen führen. Und das heißt eindeutig Fuß vom Gas. Wer bei einer solchen Situation einfach mit einer Geschwindigkeitsdifferezn von übner 100km/h weiter draufhält und das auch noch für sein gutes Recht hält, dem ist nicht mehr zu helfen und offensichtlich das Leben anderer Menschen im Vergleich zu seinem vermeintlichen Recht auf "freie Fahrt" nicht viel Wert.

Außerdem sollte einem klar sein, daß der Vorwurf "falsche Geschwindigkeitseinschätzung" zwar schnell gemacht ist, daß das menschliche Sehen für die Geschwindigkeitswahrnehmung aber auch leider denkbar schlecht ausgebildet ist und Fehleinschätzungen deshalb sehr häufig sind. Auch bei denen, die das jetzt weit von sich weisen würden. Sie können sich ja gerne mal entprechenden Tests unterziehen.

Beim Sehen wird die Geschwindigkeit eines bewegten Objektes über die Rate der Winkeländerung oder die wahrgenommene relative Objektgröße (Sehwinkel). Beides an sich schon schlechte Instrumente. Versucht man das Ganze dann noch über den linken Außenspiegel, wird es nochmal schlimmer. Die Sache mit der Winkeländerung fällt schon mal flach, die relative Größenänderung ist aufgrund der kleinen Bildgröße (Aussenspiegel) und der bei größeren Distanzen (und um die geht es bei den angesprochenen hohen Geschwindigkeiten) faktisch sehr kleinen Bildgrößenänderung ebenfalls sehr schwer bis unmöglich.

Das Gehirn merkt im Laufe des Lebens im übrigen sehr schnell, daß es mit mit der Geschwindigkeitseinschätzung mittels des Sehens nicht weit her ist und versucht dieses durch Einbindung anderer Sinneswahrnehnungen zu kompensieren wie z.B. durch Geräusche und Beschleunigungen. Die sind allerdings offenkundig im eigentlichen Sinne ebenso unbrauchbar für die Geschwindigkeitswahrnehmung. Ein Instrument werden sie erst über die Verknüpfung mittels Erfahrung. Und das genau ist der Knackpunkt für massive Fehleinschätzungen. Jeder weiß, daß man beim Umstieg auf eine akustisch stark gedämpftes, sehr leises und schweres, gut gefedertes Fahrzeug plötzlich immer zu schnell ist, weil man " gar nicht merkt wie schnell man ist" oder wahlweise " es einem alles so langsam vorkommt". Und genau das ist der Punkt. Optisch hat man als Fahrer immer noch den gleichen "Input" an Größenänderungen bzw. Winkeländerungen in der Umgebung, trotzdem hat sich die Geschwindigkeitswahrnehmung stark verändert.

Um auf die korrekte Geschwindigkeitseinschätzung durch den Außenspiegel zurückzukommen. Faktisch sehr schwer bis unmöglich. Die größte Rolle spielen dabei andere Faktoren wie Assoziationen "Licht an = schnell","Nebelscheinwerfer an= schnell" oder falls erkannt "Mercedes =schnell". Und da diese Erfahrungsverknüpfung bei jedem anders ausfällt und obendrein von "virtueller Natur" sind (auch ein getunter Lada ohne Licht könnte schnell sein) , sind Fehleinschätzungen schnell gemacht. Und deshalb kann die Devise in solchen Situationen wie oben nur heißen Vorsicht und Fuß vom Gas.

Grüße, ihg

Golf93
24.11.2004, 16:06
@Golf93:

Warum? Der Mazda-Fahrer hat das Blinken vergessen, handelt also fahrlässig. Der Benz-Fahrer, der sein Auto 70 km/h über der Richtgeschwindigkeit bewegt, tut das wissentlich, obwohl die Verkehrssituation auf der rechten Spur nicht zulässt. Er handelt mithin grob fahrlässig (entspricht fast "Absicht").

Also liegt die Hauptschuld beim Benz-Fahrer. Gerade WEIL er sein Auto so schnell bewegt, muss er noch aufmerksamer sein und mit den Fehlern der anderen rechnen, bzw. er muss seine Geschwindigkeit von vorneherein so wählen, dass er auch bei einem Fehlverhalten eines anderen noch rechtzeitig halten kann.

Ich weiss, dass es viele von euch gerne anders hätten, aber vor Gericht wird das (Gott sei dank!) eben meist so gesehen...

Gruss,

Holgi

Natürlich muss ich mit Fehlern anderer rechnen, vor allem auf Autobahnen. Dennoch hätte womöglich der Benzfahrer "etwas" (und das macht schon einige Meter mehr aus) mehr Zeit zum Reagieren gehabt, wenn der Mazdafahrer geblinkt hätte. Ich kann doch nicht einfach ausscheren ohne zu blinken, wo kämen wir da denn hin wenn das jeder machen würde :confused: .
Also aus meiner Sicht 50:50 Schuld.

MfG

MK155
25.11.2004, 16:02
[...]

Um auf die korrekte Geschwindigkeitseinschätzung durch den Außenspiegel zurückzukommen. Faktisch sehr schwer bis unmöglich. Die größte Rolle spielen dabei andere Faktoren wie Assoziationen "Licht an = schnell","Nebelscheinwerfer an= schnell" oder falls erkannt "Mercedes =schnell". Und da diese Erfahrungsverknüpfung bei jedem anders ausfällt und obendrein von "virtueller Natur" sind (auch ein getunter Lada ohne Licht könnte schnell sein) , sind Fehleinschätzungen schnell gemacht.

Grüße, ihg
Hört sich zwar 'n bisschen blöd an aber es ist schon was dran. Mit dem Golf hatte deutlich größere Schwierigkeiten mich durch den Verkehr auf der linken Spur "durchzupflügen". Mit dem TT meiner Frau oder auch mit dem BMW krieg ich teilweise Platz wo er nicht nötig wäre ;)

Und deshalb kann die Devise in solchen Situationen wie oben nur heißen Vorsicht und Fuß vom Gas.[...]


Das bringt den entscheidenden Vorteil, was den Bremsweg betrifft. :)




Aber manche finden Bremsbereitschaft wohl eher uncool. :mad:

ihg
25.11.2004, 16:11
[QUOTE=MK155]...Mit dem TT meiner Frau oder auch mit dem BMW krieg ich teilweise Platz wo er nicht nötig wäre ;)
...QUOTE]

Du sagst es. Habe ich auch so erlebt mit einem E-Klasse Kombi. Da sind Leute vor mir von der linken Spur verschwunden, obwohl ich nur mit 140 dahinglitten bin und die noch in weiter Ferne waren. Aber die haben halt nur den Mercedes gesehen und glaubten gleich, daß der schnell sein müsse.

Soviel zur rationalen Einschätzung von Geschwindigkeiten. Das kann jeder gerne mal im Selbstversuch ausprobieren.

Grüße, ihg

touran-holgi
25.11.2004, 17:29
Dennoch hätte womöglich der Benzfahrer "etwas" (und das macht schon einige Meter mehr aus) mehr Zeit zum Reagieren gehabt, wenn der Mazdafahrer geblinkt hätte.

Ok, dann spielen wir mal Gutachter...

Nehmen wir an, der Vorgang "Mazda-Fahrer blinkt - Benz Fahrer sieht es" dauert ca. 3s, d.h. der Benz-Fahrer kann 2s früher reagieren als ohne blinken (Reaktionszeit "Mazda zieht ohne Blinken raus" wird mit einer Sekunde angenommen, wie üblich).

Nehmen wir weiter an, der Benzfahrer fuhr im Fall a) 200km/h und im Fall b) 100 km/h.

Jetzt rechnen wir:

Bremsweg

a) 400m
b) 100m

Reaktionsweg "blinken und sehen" (3s):

a) 166m
b) 83m

Reaktionsweg "nicht blinken" (1s):

a) 55m
b) 27m

Das "Blinken" hätte dem Benz-Fahrer also im Fall a) 111m "Sicherheitsreserve" und im Fall b) 56m "Sicherheitsreserve" gegeben.

Das reduzieren der Geschwindigkeit hätte aber 300m Sicherheitsreserve gegeben! Selbst wenn er nur auf 130 reduziert hätte, wären es noch 231m Bremsweg weniger gewesen, also die "doppelte" Sicherheitsreserve im Vergleich zum Blinken....

Natürlich trifft den "Nicht-Blinker" eine Mitschuld, aber Hauptschuldig ist eindeutig der mit nicht angepasster Geschwindigkeit gefahrene Benz-Fahrer...

Gruss,

Holgi

Golf93
26.11.2004, 13:00
Das reduzieren der Geschwindigkeit hätte aber 300m Sicherheitsreserve gegeben! Selbst wenn er nur auf 130 reduziert hätte, wären es noch 231m Bremsweg weniger gewesen, also die "doppelte" Sicherheitsreserve im Vergleich zum Blinken....

Natürlich trifft den "Nicht-Blinker" eine Mitschuld, aber Hauptschuldig ist eindeutig der mit nicht angepasster Geschwindigkeit gefahrene Benz-Fahrer...

Gruss,

Holgi

Wenn der Benz wirklich auch so gefahren wäre, dass er eine Sicherheitsreserve von satten 300m gehabt hätte, wäre diese Diskussion wohl nicht entstanden, denn dann wäre er mit höchster Warscheinlichkeit auf der rechten Spur unterwegs gewesen.
Aber an deiner Berechnung ist was dran, weniger Geschwindigkeit wirkt sich halt immer aus ;) .

MfG

P H
26.11.2004, 13:18
Ok, dann spielen wir mal Gutachter...

Nehmen wir weiter an, der Benzfahrer fuhr im Fall a) 200km/h und im Fall b) 100 km/h.

Jetzt rechnen wir:

Bremsweg

a) 400m
b) 100m

Ungeachtet der Diskussion als solcher - mehr als Gutachter "spielen" ist diese Milchmädchen-Rechnung wohl kaum ...

Ein Bremsweg von unter 40 m ist bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h heute Normalität, auch in den unteren Fahrzeugklassen. Auch sind die angenommenen 400 m für 200 km/h fernab jeglicher Realität ... :rolleyes:

Golf93
26.11.2004, 13:25
Ungeachtet der Diskussion als solcher - mehr als Gutachter "spielen" ist diese Milchmädchen-Rechnung wohl kaum ...

Ein Bremsweg von unter 40 m ist bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h heute Normalität, auch in den unteren Fahrzeugklassen. Auch sind die angenommenen 400 m für 200 km/h fernab jeglicher Realität ... :rolleyes:

Worauf du wieder mal achtest, gut dass du hier bist :D .

touran-holgi
26.11.2004, 13:46
Ein Bremsweg von unter 40 m ist bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h heute Normalität, auch in den unteren Fahrzeugklassen. Auch sind die angenommenen 400 m für 200 km/h fernab jeglicher Realität ... :rolleyes:

So? Die Formel ist die offizielle "Fahrschul-Formel". Klar kann Walter Röhrl einen 911er in 37m zum stehen kriegen... die "Fahrschul-Formel" versucht aber, sich eher an der Realität zu orientieren... wenn alle "richtig" bremsen könnten, bräuchte man ja auch keinen Bremsassistent.

Und an der (physikalisch bedingten) Gesetzmäßigkeit eines sich mit der Geschwindigkeit quadratisch erhöhenden Bremsweges wirst doch selbst Du nicht zweifeln wollen, oder P H?

Gruss,

Holgi

P.S.: Bevor Du nach der Quelle für den Porsche-Bremsweg fragst: http://www.autojournal.de/test/0398pors.htm

P H
26.11.2004, 13:56
So?Ja, in der Tat! :)

Die Formel ist die offizielle "Fahrschul-Formel". Klar kann Walter Röhrl einen 911er in 37m zum stehen kriegen... die "Fahrschul-Formel" versucht aber, sich eher an der Realität zu orientieren... wenn alle "richtig" bremsen könnten, bräuchte man ja auch keinen Bremsassistent. Richtig, deshalb ist dieser heutzutage aber auch schon zum Standard geworden, ein Benz hat ihn allemal. Im Übrigen sollte auch jemand ohne einen solchen, der die Pedale "zaghafter" betätigt, noch weit vor dem anhand der Fahrschul-Formel (die ist mir sehr wohl bekannt, nur von wann stammt die eigentlich und wie waren die durchschnittlichen Bremswege zu der Zeit?) errechneten Wert zum stehen kommen ...

ihg
26.11.2004, 14:25
...Ein Bremsweg von unter 40 m ist bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h heute Normalität, auch in den unteren Fahrzeugklassen. ...

Wo wir schon beim Besserwissen sind, auch wenn Du hier wohlweislich Bremsweg und nicht Anhalteweg schreibst, stimmt das trotzdem nicht. Die meisten Tests messen den Bremsweg erst ab erreichen des vollen Bremsdruckes. AMS ist jetzt dazu übergegangen, den Bremsweg vom dem Zeitpunkt an zu messen, an dem auf das Bremspedal getreten wird, was wesentlich realistischer ist. Und flugs waren die Bremswege wieder über 40 m.

Aus 200 sind die Besten mit ca. 140-150m Bremsweg dabei.

Und das sind wie gesagt Bremswege, keine Anhaltewege, und zudem bei idelaen Bedingungen (neue Reifen, trockene und saubere Piste, konsequentes, schnelles und kraftvolles Treten des Bremspedals etc.).

Grüße,ihg

P H
26.11.2004, 15:48
Wo wir schon beim Besserwissen sind, auch wenn Du hier wohlweislich Bremsweg und nicht Anhalteweg schreibst, stimmt das trotzdem nicht. Die meisten Tests messen den Bremsweg erst ab erreichen des vollen Bremsdruckes. AMS ist jetzt dazu übergegangen, den Bremsweg vom dem Zeitpunkt an zu messen, an dem auf das Bremspedal getreten wird, was wesentlich realistischer ist. Und flugs waren die Bremswege wieder über 40 m.Mal abgesehen davon, daß ich tatsächlich bewußt vom Bremsweg gesprochen habe - grad vorhin habe ich just der AMS Online-Ausgabe beim Vergleichstest Golf 1.6 FSI - A3 SB 1.6 FSI der untenstehenden Tabelle einen Bremsweg aus 100 km/h von jeweils 39 m entnommen. Und diese beiden Vertreter ihrer Klasse sind ja nun beileibe keine Exoten ...

Und das sind wie gesagt Bremswege, keine Anhaltewege, und zudem bei idelaen Bedingungen (neue Reifen, trockene und saubere Piste, konsequentes, schnelles und kraftvolles Treten des Bremspedals etc.). Und dennoch ist man mit den 40 m oder den von Dir genannten 140 bis 150 m bei 200 km/h doch deutlich näher bei der Musik, als mit 100 m für 100 km/h bzw. 400 m für 200 km/h, oder würdest Du dem widersprechen wollen!? :confused:

ihg
26.11.2004, 16:07
Mal abgesehen davon, daß ich tatsächlich bewußt vom Bremsweg gesprochen habe - grad vorhin habe ich just der AMS Online-Ausgabe beim Vergleichstest Golf 1.6 FSI - A3 SB 1.6 FSI der untenstehenden Tabelle einen Bremsweg aus 100 km/h von jeweils 39 m entnommen. Und diese beiden Vertreter ihrer Klasse sind ja nun beileibe keine Exoten ...

Und dennoch ist man mit den 40 m oder den von Dir genannten 140 bis 150 m bei 200 km/h doch deutlich näher bei der Musik, als mit 100 m für 100 km/h bzw. 400 m für 200 km/h, oder würdest Du dem widersprechen wollen!? :confused:

Selbstverständlich nicht, :)

Aber realistisch werden sie damit trotzdem nicht. Ein Hauptproblem in der Realität ist nämlich neben der individuell sehr verschiedenen Reaktionszeit auch ein meist zu zögerliches auf die Bremse treten bzw. zu wenig kraftvolles auf die Bremse treten, um den vollen Bremsdruck zu erreichen. Da werden schnell ein paar dutzend Meter verschenkt, wie bei einem Fahrsicherheitstraining einmal eindrucksvoll demonstriert worden ist. Da durften all Teilnehmer auf dem gleichen Wagen aus 100 eine Vollbremsung machen, die Anhaltewege waren dramatisch unterschiedlich.

grüße,ihg

525tds
26.11.2004, 21:01
Ich denke mal, wenn es knapp wird, tritt wohl fast Jeder, wenn auch nur eventuell durch Schreck, das Pedal voll durch.
Gefährlich wird es halt dann, wenn das Auto kein ABS hat und der Fahrer unerfahren ist. Dann kann es schnell zum "Abfulg" kommen.

ric
26.11.2004, 21:13
Ich denke mal, wenn es knapp wird, tritt wohl fast Jeder, wenn auch nur eventuell durch Schreck, das Pedal voll durch. ....Das ist eine falsche Annahme.

Ich hab mal ein BMW-Fahrtraining mitgemacht. Als es hieß "Jetzt macht mal eine Vollbremsung" haben die meisten tatsächlich voll durchgetreten (einige auch da nicht). Als die Lehrer allerdings Situationen herbeiführten, bei denen eine Vollbremsung nötig gewesen wäre, haben bis auf einen alle zu wenig getreten. Erst nach zwei Tagen Training saß der Reflex.

525tds
26.11.2004, 21:18
Oh das wundert mich. Ich weiss es nur aus meiner Erfahrung. Wenn ich wirklich geschockt bin, trete ich voll durch.
Kostete mich schon mal zwei Frontreifen (kein ABS)

MK155
29.11.2004, 23:56
Ungeachtet der Diskussion als solcher - mehr als Gutachter "spielen" ist diese Milchmädchen-Rechnung wohl kaum ...

Ein Bremsweg von unter 40 m ist bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h heute Normalität, auch in den unteren Fahrzeugklassen. Auch sind die angenommenen 400 m für 200 km/h fernab jeglicher Realität ... :rolleyes:

Kleinergleich 40 Meter aber nur dann, wenn der betreffende volle socke in die Eisen steigt. Es ist aber nur ein verschwindend geringer Anteil an Autofahrern, die wirklich richtig (hart) bremsen können ... also, nix war's mit den 40 Metern

Zum Thema 400m bei Tempo 200: Wenn der jenige sich dem Erkennen der Gefahr hartnäckig verweigert und sicherheitshalber mal auf dem Gaspedal bleibt (erschreckenderweise tun das hier einige) dann ist 'ne Sekunde schnell rum bis der Wechsel vom Gaspedal auf die Bremse (voll drauf) erfolgt ist. Ob's dann gleich 400 m sind ... naja ... aber in jedem Fall eine Strecke, für die Du deutlich länger als 20 Sekunden brauchst, wenn Du sie rennen wolltest

P H
29.11.2004, 23:58
Kleinergleich 40 Meter aber nur dann, wenn der betreffende volle socke in die Eisen steigt. Es ist aber nur ein verschwindend geringer Anteil an Autofahrern, die wirklich richtig (hart) bremsen können ... also, nix war's mit den 40 MeternDafür gibt's ja diese neumodische Erfindung namens Brems-Assistent ...

Zum Thema 400m bei Tempo 200: Wenn der jenige sich dem Erkennen der Gefahr hartnäckig verweigert und sicherheitshalber mal auf dem Gaspedal bleibt (erschreckenderweise tun das hier einige) dann ist 'ne Sekunde schnell rum bis der Wechsel vom Gaspedal auf die Bremse (voll drauf) erfolgt ist. So stark erfunden erscheinen mir die 400 m nun wirklich nicht.Es war in diesem Zusammenhang (400 m) vom reinen Bremsweg, nicht also vom Anhalteweg, die Rede ... ;)

MK155
29.11.2004, 23:59
Dafür gibt's ja diese neumodische Erfindung namens Brems-Assistent ...

Es war in diesem Zusammenhang (400 m) vom reinen Bremsweg, nicht also vom Anhalteweg die Rede ... ;)

#Du bist zu schnell mit dem Antworten :D

Aber abgesehen davon ist der Anhalteweg der entscheidende. Und dazu gehört nunmal der Reaktionsweg.

Bremsaassistent? Habe ich weder im BMW noch im Audi .... Pech gehabt ;)

P H
30.11.2004, 00:11
#Du bist zu schnell mit dem Antworten :D :p

Aber abgesehen davon ist der Anhalteweg der entscheidende. Und dazu gehört nunmal der Reaktionsweg.Das ist sicher richtig, aber es war halt explizit vom Bremsweg die Rede:

Ok, dann spielen wir mal Gutachter...

Nehmen wir an, der Vorgang "Mazda-Fahrer blinkt - Benz Fahrer sieht es" dauert ca. 3s, d.h. der Benz-Fahrer kann 2s früher reagieren als ohne blinken (Reaktionszeit "Mazda zieht ohne Blinken raus" wird mit einer Sekunde angenommen, wie üblich).

Nehmen wir weiter an, der Benzfahrer fuhr im Fall a) 200km/h und im Fall b) 100 km/h.

Jetzt rechnen wir:

Bremsweg

a) 400m
b) 100m

Reaktionsweg "blinken und sehen" (3s):

a) 166m
b) 83m

Reaktionsweg "nicht blinken" (1s):

a) 55m
b) 27m

Das "Blinken" hätte dem Benz-Fahrer also im Fall a) 111m "Sicherheitsreserve" und im Fall b) 56m "Sicherheitsreserve" gegeben.

Das reduzieren der Geschwindigkeit hätte aber 300m Sicherheitsreserve gegeben! Selbst wenn er nur auf 130 reduziert hätte, wären es noch 231m Bremsweg weniger gewesen, also die "doppelte" Sicherheitsreserve im Vergleich zum Blinken....

Natürlich trifft den "Nicht-Blinker" eine Mitschuld, aber Hauptschuldig ist eindeutig der mit nicht angepasster Geschwindigkeit gefahrene Benz-Fahrer...

Bremsaassistent? Habe ich weder im BMW noch im Audi .... Pech gehabt ;)Kaufe er sich umgehend ein neues Vehikel oder besser gleich derer zwei, auf das er zukünftig im Fall der Fälle stets optimal verzögern möge ... ;)

touran-holgi
30.11.2004, 07:57
@P H:

Ich muss das Thema nochmal aufgreifen... Du bist doch sonst immer so genau, deshalb solltest Du doch mitbekommen haben, dass wir von realen Bedingungen reden. Sicher kann ich mit

-Bremsassistent
-neuen Reifen
-neuen (frisch eingefahren, nicht nagelneu) Bremsen
-griffiger und trockener Fahrbahn
-geschultem Fahrer

auf ein solches Ergebnis (40m) kommen. Die "Fahrschulformel" versucht aber bewußt, "reale" Faktoren mit einzubeziehen, denn bei den Bremsungen, die täglich so vollführt werden, fehlen eben schon mal so ein bis zwei der o.g. Faktoren... und genau das muss ich eben auch berücktsichtigen.

Gruss,

Holgi

...der es ab und zu auch gerne genau nimmt...

MK155
01.12.2004, 12:41
:p

Das ist sicher richtig, aber es war halt explizit vom Bremsweg die Rede:

:o ... ok ... ich gebe mich geschlagen ... wer lesen kann ist im Vorteil :o

MK155
01.12.2004, 12:44
[...]
-neuen Reifen
[...]

sollten aber auch schon ein paar Kilometer draufhaben ;)

touran-holgi
01.12.2004, 12:58
sollten aber auch schon ein paar Kilometer draufhaben ;)

Right... das meinte ich auch, bei den Bremsen hatte ich es auch explizit erwähnt... :cool:

P H
01.12.2004, 18:57
@P H:

Ich muss das Thema nochmal aufgreifen... Du bist doch sonst immer so genau, deshalb solltest Du doch mitbekommen haben, dass wir von realen Bedingungen reden. Sicher kann ich mit

-Bremsassistent
-neuen Reifen
-neuen (frisch eingefahren, nicht nagelneu) Bremsen
-griffiger und trockener Fahrbahn
-geschultem Fahrer

auf ein solches Ergebnis (40m) kommen.Nee, damit kann man dann sogar unter 40 m kommen ... :D ;)

Die "Fahrschulformel" versucht aber bewußt, "reale" Faktoren mit einzubeziehen, denn bei den Bremsungen, die täglich so vollführt werden, fehlen eben schon mal so ein bis zwei der o.g. Faktoren... und genau das muss ich eben auch berücktsichtigen.
...der es ab und zu auch gerne genau nimmt...Gut, dann einigen wir uns darauf, daß es in der Realität vielleicht 50 oder 60 m sind, wenn einige der Faktoren nicht zutreffen - 100 m (oder annähernd so viel) sind es aber wohl nie! Ich habe ja schon mal gefragt: aus welcher Zeit stammt denn die Fahrschulformel? Ich selbst weiß es leider nicht, aber die hat doch mit sehr großer Wahrscheinlichkeit schon etliche Jahre bzw. Jahrzehnte auf dem Buckel!

Im ZDF/3sat läuft zuweilen die Sendereihe "Vor 30 Jahren", wo eben zum aktuellen Zeitpunkt 30 Jahre alte Sendungen und Dokumenationen wiederholt werden, manchmal auch der "Sportspiegel" mit Autotest. Ein Auto auf Herz und Nieren geprüft - mit Seitenwindabweichung oder auch Startversuch nach Nacht in der Kältekammer - also richtig schön ausführlich. Da ist ein heutiges 5-min-Berichtlein aus AMS-TV ein Witz dagegen. Wie auch immer: bei den Testwerten, insbesondere Verbrauch und halt auch Bremswege, kann man manchmal nicht anders, als fast schon ungläubig zu staunen ... :)

Die Redaktion
30.12.2004, 13:09
Welch endlose Diskussion!
Aber vielleicht gibt's dazu auch ein paar Meinungen:

Ist es okay, dass wir nun alle auf der A8 zwischen Pforzheim und Karlsruhe mit 80 km/h auf einer eigentlich frei gegebenen, dreispurigen Autobahn schleichen müssen, weil dort offenbar einige unfähige Muscle-Car-Fans mit dem ach so lebensgefährlichen Flüsterasphalt nicht zurecht kamen? (Vorsicht: Absichtlich herausfordernd formuliert!) ;)

ric
30.12.2004, 20:21
Welch endlose Diskussion!
Aber vielleicht gibt's dazu auch ein paar Meinungen:

Ist es okay, dass wir nun alle auf der A8 zwischen Pforzheim und Karlsruhe mit 80 km/h auf einer eigentlich frei gegebenen, dreispurigen Autobahn schleichen müssen, weil dort offenbar einige unfähige Muscle-Car-Fans mit dem ach so lebensgefährlichen Flüsterasphalt nicht zurecht kamen? (Vorsicht: Absichtlich herausfordernd formuliert!) ;)Die Frage ist so formuliert, als ob es noch eine Alternative gegeben hätte. ;)

Das ist das schwierige an einfachen Fragen. Die Antwort ist ist meistens auch einfach. Und falsch. Mit volständigen Informationen, würde die Antwort anders aussehen.

- Was ist passiert?
- Wie oft ist es passiert?
- In welchem Zeitraum?
- Wurden Alternativlösungen schon ausprobiert?
- Wurden Alternativlösungen vorgeschlagen?
- was gibt zu der Vermutung Anlaß, daß die getroffenen Maßnahmen zu einer Senkung der Unfallzahlen führen?
- ... etc ...

gwg
30.12.2004, 21:26
Hallo,
oft ist es inzwischen so, daß die Angst vor der Verantwortung (Haftung) Entscheidungen zur Welt bringt, die kein Mensch mehr verstehen kann.
Es ist oft so, daß man in Baustellenabschnitten 100 fahren kann, aber auf 60 "genötigt" wird!!
Dabei ist jeder Fahrer für sein Tempo verantwortlich!!!
MfG
Günther

ric
31.12.2004, 14:43
oft ist es inzwischen so, daß die Angst vor der Verantwortung (Haftung) Entscheidungen zur Welt bringt, die kein Mensch mehr verstehen kann.Du meinst damit, Du verstehst sie nicht.Es ist oft so, daß man in Baustellenabschnitten 100 fahren kann, aber auf 60 "genötigt" wird!!Sorry, aber weißt Du was für ein Luftsog bei Tempo 100 entsteht? Was ist mit den Arbeitern dort?Dabei ist jeder Fahrer für sein Tempo verantwortlich!!!Das, ist auch jetzt schon so. Was Du vielleicht meinst, ist, daß Jeder in der Lage ist zu entscheiden, wie schnell er fahren kann. Und das ist definitiv falsch.

gwg
31.12.2004, 14:52
Hallo,
auf einer 3-spurigen, geraden Autobahn Tempo 80 ist schon etwas"pervers"!!! Und Tempo 60, bei weit und breit keinem Bauarbeiter ist auch nur staufördernd; die LKW`s können ja rechts mit 60 fahren, aber der Rest......!
MfG
Günther

MK155
31.12.2004, 15:11
Welch endlose Diskussion!
Aber vielleicht gibt's dazu auch ein paar Meinungen:

Ist es okay, dass wir nun alle auf der A8 zwischen Pforzheim und Karlsruhe mit 80 km/h auf einer eigentlich frei gegebenen, dreispurigen Autobahn schleichen müssen, weil dort offenbar einige unfähige Muscle-Car-Fans mit dem ach so lebensgefährlichen Flüsterasphalt nicht zurecht kamen? (Vorsicht: Absichtlich herausfordernd formuliert!) ;)

Meiner Ansicht nach in diese Geschwindigkeitsbeschränkung völliger Humbug. Vorher freie Fahrt und jetzt plötzlich nur noch 80 :confused: ... und das auf einem mehr oder weniger bolzengeraden Stück? Die Berechnung, die zu diesem Resultat geführt hat würde mich interessieren :rolleyes:

Trotzdem hilft es nichts dieses Limit zu ignorieren. Denn der Verstoß des zu schnellen Fahrens bleibt unabhängig ob bei "sinnvollem" oder "sinnlosem" Tempolimit der gleiche. Also Fuß vom Gas und sich anschließend beim Verkehrsminister über diese hirnrissige Sofortmaßnahme beschweren.

hercules1
31.12.2004, 17:37
Es ist mir unverständlich, dass es immer wieder ein Thema ist, wer in einem solchen Fall der Schuldige ist!

Wenn jemand auf der linken Spur fährt, ohne einen Grund zu haben, also nicht am überholen ist, dann ist das sicher ein Fehler!

Aber der jenige der sich diesem Fahrzeug so nähert, dass der Sicherheitsabstand unterschritten wird, ist der Verursacher und der wirkliche Schuldige, da er dieses vorsätzlich tut und somit BEWUSST den Unfall herbeiführt, oder besser dieses Risiko in Kauf nimmt

Wenn jemand aus einer Seitenstrasse fährt, ohne zu schauen und ich sehe diesen, bremse aber nicht, bin ich ja auch mit Schuld.

Nur weil ein anderer einen Fehler macht, muss man nicht durch so ein Verhalten den eigendlichen Unfall provozieren!

Zudem ist es längst nicht so, dass nur zu unrecht links fahrende PKW berängt werden!!

Es gibt so viele Menschen die sich nicht zutrauen schneller als 160 zu fahren. Warum sind denn diese dazu verdammt einen LKW hinter her zu schleichen?

Kopschüttelnd

Thomas

ric
01.01.2005, 12:47
...auf einer 3-spurigen, geraden Autobahn Tempo 80 ist schon etwas"pervers"!!!Du hast natürlich alle Informationen, die zu dieser Entscheidung beigetragen haben, abgewogen, und diese Entscheidung als "pervers" beurteilt. Und Tempo 60, bei weit und breit keinem Bauarbeiter ist auch nur staufördernd; Daß kein bauarbeiter da ist, weißt Du aber erst, wenn Du durch die Baustelle durch bist.
Und falls es sich noch nicht herumgesprochen hat, Staus entstehen auch durch hohe Geschwindigkeitsunterschiede der Fahrzeuge. Ein Limit setzt auch diese Unterschiede herab, und verhindert Staus.die LKW`s können ja rechts mit 60 fahren, aber der Rest......!Ja klar, die Anderen sollen langsamer fahren...

gwg
01.01.2005, 14:49
Hallo,
dann fahr doch mal die A3 bei Aschaffenburg; die AB ist 3-spurig, keine Baustelle mehr und Tempo 80. Der reinste Hohn!!!
Aber wir beenden besser; es kommt doch nicht dabei raus, außer, daß wir Deutschen zu "obrigkeitsgläubig" sind.
Ansonsten fahre ich verschiedene Autobahnen mit Baustellen häufiger und kenne sie dadurch rcht gut; auf einer Baustelle auf der umgeleiteten Gegenfahrbahn kann von meiner Fahrtrichtung kein Bauarbeiter gefährtet werden.
Da ist erst mal die transportable Beton-Absperrung, 2 Gegenfahrbahnen und dann noch eine Leitplanke "im Wege"!
MfG
Günther

525tds
02.01.2005, 21:07
Es gibt so viele Menschen die sich nicht zutrauen schneller als 160 zu fahren. Warum sind denn diese dazu verdammt einen LKW hinter her zu schleichen?

Kopschüttelnd

Thomas

Nein, diese Leute sollen erstmal Fahren lernen oder auf Buss und Bahn umsteigen.
Und es sag auch keiner was, wenn Jemand mit 140 km/h nen LKW überholt, aber dann soller er bitteschön so schnell es die Verkehrslage zulässt, die linke Spur wieder räumen.
Rammen darf man ihn nicht, das stimmt, aber wenn man schnell an das Auto auffährt und danach den Sicherheitsabstand wieder einhält, finde ich da nichts Schlimmes dran (man kann sich ja mit dem Bremsen mal etwas verschätzen und muss es nicht als Absicht hinstellen).

MouseWare
03.01.2005, 07:03
Rammen darf man ihn nicht, das stimmt, aber wenn man schnell an das Auto auffährt und danach den Sicherheitsabstand wieder einhält, finde ich da nichts Schlimmes dran (man kann sich ja mit dem Bremsen mal etwas verschätzen und muss es nicht als Absicht hinstellen).

Solche Leute wie Du sollten tatsächlich auf Bus und Bahn umsteigen.

Diese Aussage reiht sich ja bestens in Deine bisherigen Postings ein ('Ich wähle bei hoher Geschwindigkeit die linke Spur', 'Nebelscheinwerfer an', 'ständig bringen mich andere, die natürlich nicht fahren können, zu Vollbremsungen' usw.) Dazu dann noch die ständigen Tachofotos und das Bestreben, jedes Auto, selbst die, deren Fahrwerks-/Reifengeschichte Du nicht kennst, in möglichst kurzer Zeit auf Vmax zu bringen. Und zuletzt natürlich noch die festgesetzte Meinung, ein ausgezeichneter Autofahrer mit vollkommener Beherrschung von hohen Geschwindigkeiten zu sein.

Und da ich nicht denke, daß Dir die Gefahr eines mutwillig unterschrittenen Sicherheitsabstandes auf der Autobahn überhaupt begreiflich gemacht werden kann, hoffe ich für alle, die mit Dir am Verkehr teilnehmen müssen, daß da nie etwas passiert. Denn leider sind die Verursacher ja meist noch die, die bei einem Unfall glimpflich davonkommen, während die anderen buchstäblich auf der Strecke bleiben.

ric
03.01.2005, 09:45
...
Aber wir beenden besser; es kommt doch nicht dabei raus, außer, daß wir Deutschen zu "obrigkeitsgläubig" sind....Ist wohl besser so.
Außerdem bin ich kein Deutscher. :p

Golf93
03.01.2005, 11:50
Moin.

Als ich Samstag Abend mit nem Kumpel mal wieder die Strecke Hannover ab in den Norden gefahren bin konnte ich mal wieder alles schön als Beifahrer beobachten. Da wird in 120 Zonen mit 150 gebrettert, in freien Zonen aber nur 130-140. :confused: . Es wird auch rechts überholt. Es wird von der Auffahrt direkt auf die linke Spur gezogen. Es wird dicht aufgefahren sodass man die Scheinwerfer nicht mehr sehen kann :mad: . Man wird von popeligen Corsas und der gleichen mit Lichthupe begrüßt wenn man die Frechheit besitzt mit jenseits der 190 an denen vorbeizuziehen :mad: .
Ich könnte noch lange so weiter machen... Kein Wunder, dass in Deutschland jeder zweite Autofahrer meint Big Boss bzw. Sheriff spielen zu müssen und zur Selbstjustiz greift (ich zähle mich ab und zu auch dazu :o ).
Das nur mal so am Rande, obwohl es nicht ganz zu diesem Thema passt.

MfG

525tds
03.01.2005, 17:16
Solche Leute wie Du sollten tatsächlich auf Bus und Bahn umsteigen.

Vorallem weil ich jährlich unfallfreie 100 000 Kilometer alleine mit meinem Auto fahre und seit dem ich den Führerschein habe noch keinen Punkt bekommen habe. Und die Strafen für überholte Geschwindigkeiten (bis 20 km/h zu schnell), Park- und Halteverbote halten sich mit durchschnittlich 3 bis 10 jährlich eigentlich noch im Rahmen.


Diese Aussage reiht sich ja bestens in Deine bisherigen Postings ein ('Ich wähle bei hoher Geschwindigkeit die linke Spur', 'Nebelscheinwerfer an', 'ständig bringen mich andere, die natürlich nicht fahren können, zu Vollbremsungen' usw.) Dazu dann noch die ständigen Tachofotos und das Bestreben, jedes Auto, selbst die, deren Fahrwerks-/Reifengeschichte Du nicht kennst, in möglichst kurzer Zeit auf Vmax zu bringen. Und zuletzt natürlich noch die festgesetzte Meinung, ein ausgezeichneter Autofahrer mit vollkommener Beherrschung von hohen Geschwindigkeiten zu sein.

Und da ich nicht denke, daß Dir die Gefahr eines mutwillig unterschrittenen Sicherheitsabstandes auf der Autobahn überhaupt begreiflich gemacht werden kann, hoffe ich für alle, die mit Dir am Verkehr teilnehmen müssen, daß da nie etwas passiert. Denn leider sind die Verursacher ja meist noch die, die bei einem Unfall glimpflich davonkommen, während die anderen buchstäblich auf der Strecke bleiben.

Sollange keine Bergenzung auf der BAB herrscht, fahre ich, wenn ich darauf Lust habe, gerne die höchstmöglichtse Geschwindigkeit. Und ich erwarte halt von den anderen Verkehrteilnehmern, daß sie, wie ich es auch mache, schnellstmöglich die linke Spur wieder frei machen.
Und um ne Strafe zu bekommen, muss man über 500 Meter den Sicherheitsabstand unterschreiten. Das nur mal nebenbei gesagt.
Und mir ist mit meinem AX auch aufgefallen, daß wenn ich sobald als möglich die linke Spur wieder räume, fangen auch die Wenigsten an zu drängeln. Und das selbst, wenn wenn ich nur mit steigungsbedingten 120 km/h überhole.
Wenn ich dann noch kilometerlange ohne zu überholen auf der linken Spur rumeiern wurde, dann könnte ich es schon verstehen, wenn man mich anschieben wollte.
Und die Leute, die sich darüber beschweren, daß sie rechts überholt werden, sollte sich erst mal an ihre eigene Nase fassen. Man kann halt nur rechts überholt werden, wenn man links fahrt und nicht am überholen ist. Sonst wurde es ja garnicht gehen.

MK155
08.01.2005, 17:37
[...]
Rammen darf man ihn nicht, das stimmt, aber wenn man schnell an das Auto auffährt und danach den Sicherheitsabstand wieder einhält, finde ich da nichts Schlimmes dran (man kann sich ja mit dem Bremsen mal etwas verschätzen und muss es nicht als Absicht hinstellen).
da haut's mir den den Vogel raus ... :eek: ... ich hoffe nur, dass Du Dich nicht mal zufällig bei mir verschätzst und mir dabei mein Hinterachsdifferential ruinierst, denn manche verschätzen sich auch mal ein bisschen mehr ... ;) ....

... völlig unabsichtlich natüüüüürlich ;)

525tds
09.01.2005, 12:21
da haut's mir den den Vogel raus ... :eek: ... ich hoffe nur, dass Du Dich nicht mal zufällig bei mir verschätzst und mir dabei mein Hinterachsdifferential ruinierst, denn manche verschätzen sich auch mal ein bisschen mehr ... ;) ....

... völlig unabsichtlich natüüüüürlich ;)

Ich habe ja nicht gesagt, daß ich das mache, sondern nur, daß man das UNSTRAFBAR machen kann :rolleyes:

MK155
09.01.2005, 12:27
Ich habe ja nicht gesagt, daß ich das mache, sondern nur, daß man das UNSTRAFBAR machen kann :rolleyes:
Ach so ... dann ist ja klar ... *patsch'* :p :p

Aber in wie weit das ohne Bestrafung abgeht hängt zumeist von den Folgen des "harmlosen" Verschätzens ab ;)

525tds
09.01.2005, 13:06
Ach so ... dann ist ja klar ... *patsch'* :p :p

Aber in wie weit das ohne Bestrafung abgeht hängt zumeist von den Folgen des "harmlosen" Verschätzens ab ;)

Das stimmt auch wieder. Habe wir ja auf der BAB 5 gesehen, obwohl zu dem genauen Vorfall niemand ne klare Aussagen machen hat können.
Ich denke mal, daß es mit nem Freispruch ausgegangen wäre, wäre nicht der hohe Druck von der Öffentlichkeit gewesen.