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Alt 02.09.2006, 20:11
Thorsten830
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Hallo!

Wie jeder mitbekommen hat, hatte mein Golf einen Riss in der Windschutzscheibe. Diesen hatte ich beim Freundlichen beanstandet. Das Ergebnis: Eindeutig ein Spannungsriss.

Laut des KD-Mitarbeiters läuft das auch unter Garantie und hatten anschließend einen Termin für die neue Scheibe gemacht.

Vor zwei Wochen rief mich der Freundliche an und sagte mir, dass VW den Kulanzantrag abgelehnt hatte mit der Begründung, dass die Scheibe unter Spannung sofort in den ersten Wochen gerissen wäre und nicht erst nach einem halben Jahr. Der KD-Meister riet mir, bei VW die Kundenhotline anzurufen und Dampf zu machen.

Da hab ich auch angerufen und der jungen Dame freundlich und sachlich erklärt, dass ich damit nicht einverstanden bin und auf keinen Fall einen Cent zahlen werde. Diese Ausrede mit der Ablehnung des Kulanzantrages lass ich nicht durchgehen. Man kann doch erwarten, dass eine Windschutzscheibe länger hält als ein halbes Jahr! Die junge Dame hat sich alles notiert und weitergeleitet.

Heute habe ich Post von VW bekommen:

"Sehr geehrter Herr ...,

wenn eine Windschutzscheibe schadhaft wird, kann nur äußerer Einfluss im Spiel gewesen sein. Das von uns verwendete Glas ist außerordentlich widerstandsfähig gegen Biegung, Schlag und Stoß und wird vor dem Einbau mehreren sorgfältigen Kontrollen unterzogen. Schnelle Temperaturwechsel haben ebenfalls keinen ungünstigen Einfluss; sie können daher nicht als Ursache eines solchen Schadens angesehen werden.

Meist sind es harte und scharfkantige Steine, die die gehärtete Außenhaut des Spezialglases ritzen. Die unter Druckspannung stehende Oberflächenschicht wird zerstört, und es kann dann zu Folgeschäden kommen.

Wenn beim Auftreten des Schadens jede Möglichkeit eines Steinschlags ausgeschlossen werden kann, ist zu vermuten, dass die Scheibe irgendwann vorher geritzt, später erschüttert und dann erst zerstört wurde.

Dass Schäden an Windschutzscheiben äußerst selten auf Fertigungsfehler zurückzuführen sind, wird auch durch die Tatsache erhärtet, dass die Versicherungsgesellschaften solche Schäden im Rahmen der verhältnismäßig preiswerten Diebstahl- und Brandversicherung zum Teil ersetzen. Das würden sie bestimmt nicht tun, wenn feststünde, dass die Schuld beim Scheibenhersteller liegt.

Sehr geehrter Herr ..., bitte haben Sie Verständnis, dass wir hier keine Kosten übernehmen können."



Das ist doch wohl ne Frechheit, oder?

Hat jemand noch nen Tipp, was ich weiter unternehmen kann? Rechtsanwalt einschalten?

Ich seh nicht ein, dass VW nicht in der Lage ist, ne Scheibe vernünftig einzukleben, und sich dann so billig rausredet!
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