GUTE FAHRT Forum > Technik > Räder & Reifen

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  #1  
Alt 01.11.2008, 19:27
touranissimo
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Standard WR-Wechsel und Kupferpaste

hallo forum,

nach dem ich heute beim Reifenwechsel ein Horrorerlebnis hatte weill die Radschrauben ganz fest waren und die Felgen so stark an die Radnabe festgerostet waren, habe fast aufgegeben und wollte gleich am Montag die Arbeit an die Werkstatt überlassen bis ein Bekannter mir einen Tipp mit dem Namen "Kupferpaste"gab, natürlich vorher mit Schleifpapier Rost wegradieren.

Nach dem ich viel gegoogelt und Meinungen im Netz gelesen habe, finde die Meinungen gehen auseinander. Jetzt würde mich eurer Meinungen interessieren ob das wirklich zu empfehlen ist, wie der Umgang damit und an welcher Stelle (bei Alu- oder Stahlfelgen) man das Zeug verwenden kann.

Villeicht hat hier jemand wirklich Erfahrungen damit und könnte davon berichten. Was wäre super nett für mich (und evtl. andere im Forum).

Grüße
touranissimo
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  #2  
Alt 01.11.2008, 19:43
Niemals Servo
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Kupferpaste ist nicht zu empfehlen, Kupfer führt zu Korrosion bei Aluteilen- das können zB. Bremssättel sein, pampt mit Bremsstaub und kann bei übermäßer Verwendung auch noch diverse Sensoren irritieren.
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  #3  
Alt 01.11.2008, 19:52
touranissimo
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na gut, hier ist nur eine sparsame Verwendung von Kupferpaste die Rede.
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  #4  
Alt 01.11.2008, 19:55
Benutzerbild von Tob
Tob Tob ist offline
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Hm, vielleicht könnte man auf ATE Plastilube oder Textar Cera Tec zurückgreifen. Ist zwar eher etwas für die Bremse, aber möglicherweise besser als Kupferpaste.

Gruß

Tobias
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  #5  
Alt 01.11.2008, 20:02
Benutzerbild von Florian_MA
Florian_MA Florian_MA ist offline
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VW empfiehlt die Verwendung von Wachsspray im Bereich des Radzentriersitzes, nicht aber auf der Anlagefläche der Felge. Das Wachsspray ist beim Händler unter der ET-Nr. D 322 000 A2 erhältlich. Ich selbst benutze einfaches Mehrzweckfett, mit dem ich den Zentriersitz an der Felge und die Zentrierung an der Radnabe hauchdünn einreibe. Seitdem habe ich auch keine Probleme mehr mit festkorrodierten Rädern mehr, obwohl das Wachsspray vermutlich das bessere Produkt ist, weil es nicht abgewaschen werden kann, während ich bei der dünnen Fettschicht ein allmähliches Auswaschen durch Regen oder die Felgenreinigung nicht ausschließe. Bisher hat es jedenfalls immer funktioniert.

Gruß, Florian_MA
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  #6  
Alt 01.11.2008, 20:21
touranissimo
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na gut, wachsspray für die Radnabe, aber was kann man für Radschrauben nehmen?
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  #7  
Alt 01.11.2008, 20:30
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Zitat:
Zitat von touranissimo Beitrag anzeigen
aber was kann man für Radschrauben nehmen?
Gar nichts, weil Radschrauben weder geölt noch gefettet werden dürfen. Anderenfalls ist eine Verfälschung des Anzugsdrehmoments möglich.

Sind die Radschrauben leicht korrodiert, kannst du sie mit einer Drahtbürste reinigen (eine etwas weichere nehmen, also aus Kupfer, nicht aus Stahl). Im Übrigen vermute ich, dass die Ursache für das schwere Lösen der Radschrauben nicht Korrosion war, sondern dass sie schlichtweg viel zu fest angezogen waren. Die erforderlichen 120 Nm sind deutlich weniger als man "gefühlsmäßig" meistens denkt. Wer die Radschrauben mit Gewalt zuknallt oder sich zum Anziehen der Schrauben sogar auf den Radschlüssel stellt, darf sich nicht darüber wundern, wenn man beim nächsten Reifenwechsel die Schrauben nicht mehr lösen kann.

Gruß, Florian_MA
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  #8  
Alt 01.11.2008, 20:45
touranissimo
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die Schrauben habe ich selber noch Anfang des Jahres beim letzten Reifenwechsel festgeschraubt, hatte dabei darauf geachtet, dass die Schrauben nicht zu fest gezogen werden sollen. Trotzdem heute, nur ein paar Monate danach waren sie kaum zu lösen. Den Tipp mit der Drahtbürste werden ich auf jeden Fall probieren.
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  #9  
Alt 01.11.2008, 23:12
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Kupferpaste ist nicht empfehlenswert und ein Schmierkram sondergleichen.
Dann schon eher Mehrzweckfett auf die gereinigte Radnabe, aber auch nur dünn (!!!), damit das Fett nicht mit der Zeit in die Gewinde rein fließt.
Das Wachs habe ich persönlich nie benutzt, war unserem Werkstattmeister zu teuer, wenn man auch andere Sachen hat...Ist aber bei korrekter Anwendung sicherlich eine gute Sache.
Was ich bei meinem mal gemacht habe war: Radnaben gereinigt und danach mit so einer Art Lack (kein Auto Lack) die Radnaben im entsprechenden Bereich eingesprüht und trocknen lassen. Hab währenddessen Ölwechsel etc gemacht. Hat bisher am beste geholfen, vor allem von der Langzeitwirkung her und war bei Montage und Demontage am saubersten. Muss man aber halt auch die Zeit zum trocknen lassen haben.
Was die Radbolzen betrifft, ist schon weitestgehend alles gesagt worden. Stellt sich mir nur die Frage: Wie fest hast du die Schrauben denn im Frühjahr angezogen, bzw wie hast du darauf geachtet? Einen Drehmomentschlüssel hattest du scheinbar nicht und ehrlich gesagt schafft das kein ungeübter die Dinger nicht die Korrekt fest zuziehen. Man neigt eher zum zu fest anziehen, da man es doch etwas überschätzt, wie fest die Räder wirklich angezogen werden.

MfG Der Braune
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  #10  
Alt 02.11.2008, 07:36
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Ich hatte das problem auch - dauerhafte Lösungen gibt es wohl nicht, jedoch hat sich für zwei bis drei Räderwechsel eine dünne Schicht WD 40 auf der gereinigten Radnabe bewährt.
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bis dann
gisbaert


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  #11  
Alt 02.11.2008, 08:43
ffuchser2
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Standard Felgen lösen

ist ganz einfach, Radschrauben etwas lösen, dann kurzes Stück vor und zurückrollen ggf reicht auch schon am Auto (wenn es auf den 4 Rädern mit gelösten Schrauben steht) zu wackeln.
Kupferpaste ist nicht das Mittel der Wahl, Wachs oder auch Keramikpaste/Spray sind wunderbar. Radschrauben niemals fetten, die Verwendung von KEramikpaste ist soweit ich weiss nicht verboten.
´Richtiges Anzugsmoment ist wichtig, jahrzehnte lang hab ich es im Gefühl gehabt im Gegensatz zu diversen Reifenhändlern. Heutzutage nehme ich einen Drehmomentschlüssel 120Nm bei Alus. dann gehen die Radschraube leicht ab beim Wechsel.
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  #12  
Alt 02.11.2008, 16:44
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Früher hatte ich auch mal ein Problem mit einer festgerosteten Felge.
Seit ich etwas Fett auf die gereinigte Radnabe tue, gingen die Räder immer leicht runter.

Und sollte man mal versehentlich die Radschraube/n zu fest angezogen haben oder diese leicht angerostet sein, so sollte man sich einfach der Physik bedienen . Einfach einen etwas längeren Hebel ansetzen, und die Radschraube sollte aufgehen .
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Gruß
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  #13  
Alt 03.11.2008, 11:10
Hoinzi
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Der ADAC hat übrigens auf seiner Website ein Filmchen "Was der Profi beim Räderwechsel besser macht" (oder so ähnlich).

Da wird propagiert, Kupferpaste auf die Radmuttern zu schmieren.

Ich hab mich schon etwas gewundert, weil ich das bislang auch nur als absolutes No-go kannte...

Grüße

Jan
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  #14  
Alt 03.11.2008, 13:10
Ge.micha
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Ich reinige nur die Radnarbe, öle sie etwas, reinige die Schrauben, und öle sie auch etwas mit Kriechöl.
Mit zwei beherzten Tritten sind die Räder bisher immer abgegangen.
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  #15  
Alt 03.11.2008, 21:13
touranissimo
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Zitat:
Zitat von Hoinzi Beitrag anzeigen
Der ADAC hat übrigens auf seiner Website ein Filmchen "Was der Profi beim Räderwechsel besser macht" (oder so ähnlich).

Da wird propagiert, Kupferpaste auf die Radmuttern zu schmieren.

Ich hab mich schon etwas gewundert, weil ich das bislang auch nur als absolutes No-go kannte...

Grüße

Jan
genau das habe ich gehört, obwohl die meinungen sehr weit aus einander sind. Kurz zusammengefasst: Kupferpaste hautdünn auf Radnabe und Radschrauben, vorher rostfrei mit Drahbürste oder Schleifpapier machen, dann hilft das.

Vielleicht muss ich selber probieren?
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