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  #16  
Alt 05.10.2004, 22:04
Starlight82
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Zitat von MK155
Wenn Zubehörfelgen für einen bestimmten Fahrzeugtypen eine ABE haben, dann nehme ich mal an hängt das maßgeblich von den Dimensionen der Felgen ab. Felgenbreite und ET sollten dann den Maßen der Werksfelge entsprechen. Sehe ich das richtig?
Hallo,
die Felge muss nicht unbedingt 100% den Maßen einer Werksfelge entsprechen, bei erstellen einer ABE wird vielmehr geprüft ob es beim Einsatz dieser Felge auf dem Fahrzeug Probleme geben KÖNNTE, wobei es hier je nach TÜV der die ABE ausstellt große Unterschiede geben kann (siehe auch mein Kommentar an "Rolling Thunder").

Wenn der Prüfer auch nur den geringsten Zweifel hat, kommt die Eintragunsgspflicht, und die berühmten "gegebenenfalls"-Auflagen, die in der Regel nicht beachtet werden müssen weil es auch so passt.

@ Rolling Thunder:

die von mir erwähne Borbet CB hat eine ET 38, also sogar 2 mm mehr als die Dezent in dem von Dir verlinkten Gutachten. Trotzdem tauchen in der Borbet-ABE keinerlei Auflagen auf. Mal wieder ein Beweis für die doch recht uneinheitliche Bewertung durch die verschiedenen TÜVs.
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  #17  
Alt 06.10.2004, 09:59
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Zitat:
Zitat von Starlight82
[...]Mal wieder ein Beweis für die doch recht uneinheitliche Bewertung durch die verschiedenen TÜVs.
... eben ...
zwei Beispiele dazu:
1. Die Reifen auf meinem BMW haben die Seriengröße 225/55 R 16 95V. Frage an verschiedene TÜV's ob auch 225/50 R 16 92V gehen, denn die sind doch 'ne Ecke günstiger und vom Tragfähigkeitsindex her kein Problem.
Antwort TÜV Lindau/Bodensee: Es sei kein Problem. Tachoabweichung sei ebenfalls i. O. Die gleiche Antwort vom TÜV in Sigmaringen. Aber der TÜV in Tettnang/Bodenseekreis meinte, dass die Tachoabweichung viel zu hoch sei. So könnte man das auf keinen Fall genehmigen. Der Tacho muss angepasst werden.

2. Das Schnitzerfahrwerk an meinem 525iX wurde mit einem Prüfbericht des TÜV's (ich glaube) Rheinland geliefert. Der Sigmaringer TÜV sagte, dass er Eintragungen nur auf der Basis eines Gutachtens machen dürfe. Prüfberichte seien seit 1.1.2002 verboten. Der TÜV in Tettnang hat's mir anstandlos eingetragen.

...
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Gruss
MK

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  #18  
Alt 06.10.2004, 10:09
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Zitat:
Zitat von Rolling Thunder
Bei solch einer schmalen Felge sehe ich da auch keine Probleme.
In der Regel sieht aber eine ABE eher wie folgende aus:

http://pix.reifen.com/alufelgenberat...40-tdy6571.pdf

Man beachte die Auflagen 11A und 11B.
Das ist ein
Gutachten 366-0890-03-MURD/N1
zur Erteilung eines Nachtrags zur ABE 45606
__________________
Gruss
MK

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  #19  
Alt 06.10.2004, 21:41
Starlight82
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Zitat:
Zitat von MK155
...

2. Das Schnitzerfahrwerk an meinem 525iX wurde mit einem Prüfbericht des TÜV's (ich glaube) Rheinland geliefert. Der Sigmaringer TÜV sagte, dass er Eintragungen nur auf der Basis eines Gutachtens machen dürfe. Prüfberichte seien seit 1.1.2002 verboten. Der TÜV in Tettnang hat's mir anstandlos eingetragen.

...

Der Sigmaringer TÜV hat in diesem Fall allerdings Recht gehabt. Prüfberichte und Prüfungen mittels Vergleichsgutachten sind seit dem 1.1.02 tatsächlich nicht mehr erlaubt. Allerdings hat sich das unter den verschiedenen Prüfern entweder noch nicht ganz herumgesprochen oder wird oftmals geflissentlich ignoriert.

Das Gutachten zur Erteilung eines Nachtrags zur ABE ist eine Anlage zur ABE. Die ABE selbst besteht nur aus 2-4 Seiten auf denen lediglich die verschiedenen Räder vermerkt sind die aus einem Rohling entstehen (der Rohling ist immer der gleiche, die Löcher zur Befestigung werden nachträglich gebohrt, dadurch braucht man nur eine Kokille in der Gießerei)

Mit einer ABE ohne den Fahrzeugspezifischen Nachtrag kann man also genausowenig anfangen wie mit dem Nachtrag ohne die Grund-ABE.

Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass wenn ein neues Fahrzeug auf den Markt kommt einfach nur ein neuer Nachtrag erstellt wird und das Genehmigungsverfahren beim KBA entfällt.
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