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  #1  
Alt 02.10.2004, 16:57
opi68
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Frage 17 Zöller mit 225/45 17 - Eintragung notwendig ???

Hallo,
ich habe in Internet einige schicke 17 Zöller für meinen Beetle gesehen, die auch eine entsprechende ABE für die Kugel besitzen. Leider ist in meinem Fahrzeugschein / -brief noch nicht die Reifengröße 225/45 17 eingetragen. Daher meine Frage : Muss ich mit dem Fahrzeug zum TÜV oder gibt es bei VW soetwas wie eine Zusatzfreigabe für diese (inzwischen) Standard-Reifengröße beim Beetle.
Vielen Dank und mfg :-)
Oliver
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  #2  
Alt 02.10.2004, 17:49
Benutzerbild von Rolling Thunder
Rolling Thunder Rolling Thunder ist offline
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Eine ABE befreit nicht vor der Eintragung in die Fahrzeugpapiere sondern beinhaltet in der regel nur die normale Bescheinigung, dass die Felge an Deinem Fahrzeug montiert werden darf.

Da bei Dir aber die 17"-Größen nicht eingetragen sind, mußt Du ohnehin zum TÜV/DEKRA.
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  #3  
Alt 02.10.2004, 18:18
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Kalli Kalli ist offline
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Ja Du musst Dir das neue Rad/Reifenformat auf jeden Fall von TÜV/Dekra abnehmen lassen.
Entweder Du lässt es Dir in die Papiere eintragen oder Du musst die Abnahmebescheinigung immer mit Dir führen - letzteres ist unterm Strich günstiger und Du musst nicht zum Straßenverkehrsamt
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  #4  
Alt 02.10.2004, 22:45
beetle24
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Zitat:
Zitat von opi68
Daher meine Frage : Muss ich mit dem Fahrzeug zum TÜV oder gibt es bei VW soetwas wie eine Zusatzfreigabe für diese (inzwischen) Standard-Reifengröße beim Beetle.
Vielen Dank und mfg :-)
Oliver
hallo oliver...

die 17er sind weder ne standardgrösse noch gibt es eine pauschale zusatzfreigabe seitens vw...

... dazu habe ich dir bereits im detail auf deine gleichlautende frage im forum von www.beetles.de geantwortet

guckst du bitte dort - und schöne grüsse
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  #5  
Alt 02.10.2004, 22:52
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Zitat:
Zitat von Rolling Thunder
Eine ABE befreit nicht vor der Eintragung in die Fahrzeugpapiere sondern beinhaltet in der regel nur die normale Bescheinigung, dass die Felge an Deinem Fahrzeug montiert werden darf.

Da bei Dir aber die 17"-Größen nicht eingetragen sind, mußt Du ohnehin zum TÜV/DEKRA.
Richtig und Falsch ... denn eine ABE bzw eine Teile ABE befreit von der Eintragung beim TÜV in der Tat. Teile ABE's gibt es zumeist bei Schalldämpfern, Lenkrädern, Spoilern und was weiß ich noch allem .... Folien auch noch. Die ABE muss mitgeführt werden.

Bei Felgen bzw Kompletträdern sind Teile ABE's meines Wissen's eher selten. Dort gibt es in aller Regel Teilegutachten. Diese bescheinigen bei regelgerechtem Einbau zwar die Vorschriftsmäßigkeit des jeweiligen Fahrzeugtyps. Um die Vorführung beim TÜV kommste da aber trotzdem nicht drumrum.

Ich gehe davon aus, dass opi68 hinsichtlich der 17-Zöller eher ein Teilegutachten hat und keine ABE und somit in jedem Fall zum TÜV muss.

Sollte ich mich täuschen und opi68 hat tatsächlich eine ABE zu den Felgen mit den Größe, braucht er auch nicht zum TÜV, denn er hat ja eine Allgemeine Betriebserlaubnis.
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Gruss
MK

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  #6  
Alt 03.10.2004, 10:42
Tomir32
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Wer erzählt denn so einen Quatsch --> ABE vorhanden, trotzdem zum TÜV? Wenn eine ABE vorhanden ist, muss man auch nicht zum TÜV vorfahren! Man muss lediglich die ABE mit sich führen und bei einer eventuellen Polizeikontrolle vorlegen.
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  #7  
Alt 03.10.2004, 12:52
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In einer ABE kann aber auch gefordert werden, dass der ordnungsgemäße Anbau von TÜV und Dekra bescheinigt wird. Dann entfällt lediglich die Eintragung in die Fahrzeugpapiere.

Sowas gabs damals z.B. bei den ersten Spurverbreiterungen mit ABE.
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  #8  
Alt 03.10.2004, 14:32
Tomir32
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Wie es vor 15 Jahren aussah weiss ich natürlich nicht, aber heutzutage gibt es sowas nicht mehr!
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  #9  
Alt 03.10.2004, 16:04
beetle24
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Zitat:
Zitat von MK155
Bei Felgen bzw Kompletträdern sind Teile ABE's meines Wissen's eher selten. Dort gibt es in aller Regel Teilegutachten.
moin...

... das ist auch mein kenntnisstand bei von im fahrzeugschein abweichenden abmesungen.
die zulassung von (wie hier 17er ) beim z.b. beetle/ Golf ist von sehr vielen individuellen auflagen und einer augenscheinprüfung abhängig, die in einer ABE nicht unterzubringen sind. daher das teilegutachten.

wie der name ABE schon sagt, handelt es sich sinngemäss um eine allgemein zulässige und technische freigabe und dokumentiert unbedenkliche änderungen (zumeist) ohne technische nachprüfung bzw anbaugutachten.

es muss allerdings sichergestellt sein, dass der in der ABE aufgeführte verwendungszweck / fahrzeugtyp mit dem zielvorhaben übereinstimmt.

schöne grüsse
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  #10  
Alt 03.10.2004, 21:31
Starlight82
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Hallo,
nachdem ich jeden Tag mit der Materie beschäftigt bin (arbeite in einem Großhandel für Reifen und Alufelgen) hier mal eine Übersicht der bei Alufelgen gebräuchlichen Arten von Papieren:

Gutachten nach §21 StVZO (auch Festigkeitsgutachten genannt):
Das Gutachten bescheinigt lediglich die Festigkeit des Rades und die Radlast die es tragen kann. Der Anbau an ein Fahrzeug ist durch eine Einzelabnahme beim TÜV (alte Bundesländer) oder Dekra (neue Bundesländer) abzunehmen und in die Fahrzeugpapiere einzutragen. Andere Prüforganisationen dürfen keine Einzelradabnahmen vornehmen!
Sämtliche Reifengrößen und notwendigen Auflagen wie Bördeln, Tachoangleichung, Radabdeckung, usw. muss der Prüfer selbst festlegen, es gibt keine Vorgaben im Gutachten.

Die Prüfung kostet je nach Aufwand, Prüforganisation und örtlicher Begebenheit zwischen 50,- und 300,- Euro.


Gutachten nach §19.3 StVZO (auch Teilegutachten genannt):
Kommt bei Alurädern am häufigsten vor. Das Gutachten legt genaue Auflagen fest die beim Anbau der Räder an ein bestimtes Fahrzeug zu beachten sind (Reifengrößen, Bördeln, Radabdeckung, Tachoangleichung, usw.). Der Anbau der Räder ist durch eine Prüforganisation abzunehmen.
Die Eintragung in die Fahrzeugpapiere ist bei der nächsten Befassung mit den Fahrzeugpapieren vorzunehmen (sprich: sobald man das nächste mal zur Zulassungsstelle kommt), einen bestimmten Zeitrahmen gibt es dafür nicht, solange die Eintragung nicht erfolgt ist, muss die Anbaubestätigung der Prüforganisation bei den Papieren mitgeführt werden.

Die Abnahme kostet je nach Prüforganisation und örtlicher Begebenheit ca. 30,- bis 50,- Euro.


Allgemeine Betriebserlaubnis nach §22 StVZO(auch ABE abgekürzt):
Aluräder die mit einer ABE geliefert werden können in der Regel ohne Eintragung in die Fahrzeugpapiere angebaut werden. Die ABE muss im Fahrzeug mit sich geführt werden!

ACHTUNG: In einer ABE kann auch eine Abnahme bei einer Prüforganisation gefordert werden, z.B. wenn eine Reifengröße noch nicht in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist. Es gibt aber auch ABEs bei denen eine Rad-Reifen-Kombination, die noch nicht in den Fahrzeugpapieren steht, nicht eingetragen werden muss. In diesem Fall steht in der ABE folgender Satz:

"Abweichend von den Bestimmungen des §27 StVZO (Berichtigung der Fahrzeugpapiere) ist es bei Verwendung einer im Gutachten aufgeführten Reifen- oder Felgengröße, sofern diese nicht bereits in den Fahrzeugpapieren genannt sind, nicht erforderlich, eine Berichtigung der Fahrzeugpapiere durch die Verwaltungsbehörde (Zulassungsbehörde) zu veranlassen."

Im Falle einer Abnahmepflicht kostet diese wie auch beim Teilegutachten je nach Prüforganisation und örtlicher Begebnheit ca. 30,- bis 50,- Euro.


Klingt alles ziemlich verworren ist aber alles in der StVZO geregelt.

Die oben genannten Regelungen gelten für Aluräder. Über die Regelungen bei anderen Zubehörteilen wie Lenkrädern, Distanzscheiben, usw. kann ich leider nichts konkretes sagen.
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  #11  
Alt 04.10.2004, 12:30
beetle24
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@starlight82

...Schöne zusammenfassung

aber um auf die eingangsfrage zurückzukommen: die ABE von 17er alus, die am beetle/golf gefahren werden dürfen, obgleich diese werkseitig nicht im schein stehen, möchte ich gerne mal sehen

alle flotten 17er die ich bisher kennengelernt habe, hatten ein teilgutachten für alle fälle... kannst du aus deiner praxis heraus sagen, ob auch solche mit ABE gibt?

danke und schöne grüsse
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  #12  
Alt 04.10.2004, 16:05
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MK155 MK155 ist offline
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Zitat:
Zitat von Starlight82
[...]
Klingt alles ziemlich verworren ist aber alles in der StVZO geregelt.

[...]
Nö ... eigentlich nicht. Für mich klingt das eindeutig. Es dürfen nur die Begriffe nicht durcheinander geschmissen werden ...

Super Zusammenfassung
__________________
Gruss
MK

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  #13  
Alt 04.10.2004, 22:23
Starlight82
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Zitat:
Zitat von beetle24
@starlight82

...Schöne zusammenfassung

aber um auf die eingangsfrage zurückzukommen: die ABE von 17er alus, die am beetle/golf gefahren werden dürfen, obgleich diese werkseitig nicht im schein stehen, möchte ich gerne mal sehen

alle flotten 17er die ich bisher kennengelernt habe, hatten ein teilgutachten für alle fälle... kannst du aus deiner praxis heraus sagen, ob auch solche mit ABE gibt?

danke und schöne grüsse
Eine Borbet CB in 7x17 mit 225/45 R17 hat auf jeden Fall eine ABE ohne Eintragungspflicht. Andere Räder müsste ich jetzt nachschauen, es gibt aber mit Sicherheit noch ein paar. Insbesondere Ronal, Rial und Borbet sind in Sachen ABE ohne Eintragungsplicht ganz vorne dabei.

Gruß
Starlight82
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  #14  
Alt 05.10.2004, 07:20
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Zitat:
Zitat von Starlight82
Eine Borbet CB in 7x17 mit 225/45 R17 hat auf jeden Fall eine ABE ohne Eintragungspflicht. Andere Räder müsste ich jetzt nachschauen, es gibt aber mit Sicherheit noch ein paar. Insbesondere Ronal, Rial und Borbet sind in Sachen ABE ohne Eintragungsplicht ganz vorne dabei.

Gruß
Starlight82
Wenn Zubehörfelgen für einen bestimmten Fahrzeugtypen eine ABE haben, dann nehme ich mal an hängt das maßgeblich von den Dimensionen der Felgen ab. Felgenbreite und ET sollten dann den Maßen der Werksfelge entsprechen. Sehe ich das richtig?
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Gruss
MK

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  #15  
Alt 05.10.2004, 14:21
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Bei solch einer schmalen Felge sehe ich da auch keine Probleme.
In der Regel sieht aber eine ABE eher wie folgende aus:

http://pix.reifen.com/alufelgenberat...40-tdy6571.pdf

Man beachte die Auflagen 11A und 11B.
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-> Nachfolger: Golf Variant Highline 1.4 TSI DSG oder Touran Comfortline 1.2 TSI (ab 16.10.)
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