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  #16  
Alt 16.07.2007, 22:26
bora0815
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Zitat:
Zitat von -honey-
Hallo ihr lieben...
hoffe mal ganz fest damit das mir jemand helfen kann.

Situation: Im Januar 2007 bin ich mit dem Auto meines Exfreundes zurück gefahren und hab bei der Hofeinfahrt die Mauer einstück mitgenommen...
Beim aussteigen jedoch bemerkte ich das dort nicht nur ein langer kratzer war sondern das die seitenleiste komischer weise fehlte...

Jetzt kommt er zu meinen eltern und erzählt das ich ihm das Geld geben sollte an sonsten geht er damit vor Gericht...
Hier mal 'nen Punkt, da mal 'nen Komma ...
... und der Text wäre besser zu lesen
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  #17  
Alt 16.07.2007, 22:45
Benutzerbild von Florian_MA
Florian_MA Florian_MA ist offline
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Wer eine fremde Sache vorsätzlich oder fahrlässig beschädigt, der ist nach § 823 BGB zum Schadensersatz verpflichtet. Ob es sich dabei um ein Auto oder eine andere Sache handelt, ist unerheblich. Auch ist der Fahrzeughalter nicht verpflichtet, seine eigene Kaskoversicherung in Anspruch zu nehmen.

Die Rechtsprechung ist von diesem Grundsatz nur in wenigen Ausnahmefällen abgewichen, so z.B. bei Gefälligkeitsleistungen, die der Schädiger dem Geschädigten erbringen sollte. Wer also beispielsweise für den Freund, Bekannten oder Nachbarn gefälligkeitshalber eine Erledigungsfahrt unternimmt (z.B. beim Umzug helfen) und dabei eine Sache von ihm beschädigt, der haftet nur bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz, nicht aber bei einfacher Fahrlässigkeit.

Wenn also "honey" nicht gerade für den Freund unterwegs war, sondern das Auto für sich selbst benutzt hat, dann ist sie zum Schadensersatz verpflichtet. Ob aus dem Freund mittlerweile ein Ex-Freund wurde, spielt keine Rolle, ebenso wenig die Tatsache, dass der Vorfall evtl. schon länger zurück liegt. Entstand der Schaden im Jahr 2007, dann verjährt der Schadensersatzanspruch erst mit Ablauf des 31.12.2010.

Gruß, Florian_MA
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  #18  
Alt 17.07.2007, 09:46
golfer
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hast du nun den unstrittigen schaden schon bezahlt und er kommt zusätzlich mit der zierleiste oder wie???

oder hast du noch gar nix bezahlt?

wenn er jetzt "plötzlich" nach dem halben jahr wegen eines angeblich zusätzlichen schadens kommt, würde ich erst mal diesen zusätzlichen schaden abstreiten, sondern nur den schaden übernehmen, den ich zweifelsfrei selbst verursacht habe...fertig

letztendlich drohen viele leute mit anwälten usw. aber die wenigsten gehen wirklich den weg der zivilklage, da es einerseits nervig ist ohne ende und andererseits man auch schnell mal auf den kosten sitzen bleibt...und wenns wirklich nur um die zierleiste geht, dann wird er ganz sicher nicht gerichtliche schritte einleiten, da der aufwand in keinem verhältnis zum nutzen steht
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  #19  
Alt 17.07.2007, 20:05
Niemals Servo
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Zitat:
Zitat von Florian_MA
Wenn also "honey" nicht gerade für den Freund unterwegs war, sondern das Auto für sich selbst benutzt hat, dann ist sie zum Schadensersatz verpflichtet. Ob aus dem Freund mittlerweile ein Ex-Freund wurde, spielt keine Rolle, ebenso wenig die Tatsache, dass der Vorfall evtl. schon länger zurück liegt.
Man könnte annehmen dass der Autobesitzer auf Schadensersatz seinerzeit verzichtet hat. Warum sollte das keine Rolle spielen?
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  #20  
Alt 17.07.2007, 21:09
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tehr tehr ist offline
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Warum ist -honey- denn mit dem Auto gefahren? Diente die Fahrt einem gemeinsamen Zweck? Also Einkaufen, Ex-Schatzi irgendwo abholen oder bringen?

Hat der der Ex-Freund schon damals eine Schadenersatzforderung gestellt? Oder hieß es: Der Kratzer ist nicht weiter schlimm? Das wäre eine Verzichtserklärung für den entstandenen Schaden.
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  #21  
Alt 18.07.2007, 14:35
-honey-
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weil wir den abend davor weg waren und er sich ein übern durst getrunken hat (männer ) ja und ich ihn dann nach hause fahren sollte...
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  #22  
Alt 19.07.2007, 14:26
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Florian_MA Florian_MA ist offline
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Zitat:
Zitat von Niemals Servo
Man könnte annehmen dass der Autobesitzer auf Schadensersatz seinerzeit verzichtet hat. Warum sollte das keine Rolle spielen?
Warum könnte man annehmen, dass er seinerzeit auf Schadensersatz verzichtet hat? Eine schriftliche Verzichtserklärung wird er kaum abgegeben haben, und die Tatsache, dass jemand erst mal eine Zeit lang keine Ansprüche geltend macht, heißt ja nicht, das er für immer darauf verzichten will. Gerade dafür gibt es ja die Verjährungsfristen des BGB.

Gruß, Florian_MA
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  #23  
Alt 19.07.2007, 20:15
Niemals Servo
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Zitat:
Zitat von Florian_MA
Warum könnte man annehmen, dass er seinerzeit auf Schadensersatz verzichtet hat? Eine schriftliche Verzichtserklärung wird er kaum abgegeben haben,
Warum könnte man annehmen, dass sie seinerzeit den Unfall verursacht hat? Eine schriftliches Schuldbekenntnis wird sie kaum abgegeben haben.

Er könnte es gesagt haben, daher könnte man es annehmen. 100%ig ist das sicher nicht, nicht mal annähernd. Aber dass er mit der Geschichte vor Gericht gehen will hört sich doch eher nach 'nem Bluff an.
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