GUTE FAHRT Forum > Allgemeines > Sonstiges

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 20.03.2003, 11:07
Marius79ge
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Mein persönliches Schock Erlebnis...

... hatte ich gestern auf dem Weg nach Hause. War gerade auf der A42 unterwegs so gegen 16 Uhr. Ziehe gerade auf die rechte Spur weil in ca. 500 metern meine Abfahrt kommt da zischt ein Biker an mir vorbei.

Ich hatte den vorher gar nicht gesehen. Woh auf Grund des Affenzahn den er drauf hatte und der sonne die von hinten ins Auto schien und die sicht über die Spiegel nach hinten behinderte.

Ich denk noch so man hat der es aber eilig da sehe ich auch schon sein Motorradel "ohne ihn" einen blauen Corsa C überholen und vor ihm verkeilt und einen MB Sprinter der nervös rechts überzieht.

Und dann den biker himself wie er über die Fahrbahn rollt. Ein Renault aus Münster auf der linken und ich auf der rechten Spur haben sofort die Warnblinker reingehauen und die Bahn für ihn geblockt bevor ihn noch einer richtig zu Matsche verarbeitet hätte.

Der gute Mann schien aber noch mal richtig glück gehabt zu haben. Ich denke mal das er mit einigen Prellungen davon gekommen ist denn nach ca. 5-10 min stand er schon wieder auf den eigenen Beinen. Nur die Frau aus dem Corsa zittere noch voll im Schockzustand.

Ich konnte aber nicht sehen ob der Sprinter (der einfach weiter gefahren ist) den Biker auf den Cora geschoben hat oder er selber dem Corsa reingeknallt ist.

Bin jetzt mal gespannt ob die Polizei sich deshalb noch meldet. Hatte bei der Frau nur Adresse, Tel. und Mailaddy hinterlassen. Da ich auch nichts mehr tun konnte und nach Hause wollte um mich selber auch beruhigen zu können. Schließlich rollte nicht alle Tage ein Mensch vor meinem Auto quer über die Bahn bei rund 120 km/h.
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 20.03.2003, 11:26
Turbofan
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Ich auch eine Schockerlebnis zu berichten....

Ja, ja, die Motorradfahrer! Nun lassen wir lieber das Thema.

Aber ich kann Deine Situation gut nachvollziehen:
vor ca. 1,5 Jahren stand ich mit meiner Frau auf dem Weg nach Hause an einer belebten Kreuzung hier in Hamburg (Fußgängerampel war rot). Ich habe für 2 Sekunden nach rechts zu meiner Frau geschaut und plötzlich hörte ich Reifen quitschen und einen lauten Knall: da ist eine Frau, die zuvor 1 Meter vor mir noch stand, einfach über die Straße gelaufen und wurde von einem Fahrzeug erwischt. Die Frau lag auf dem Boden, die Autoscheibe weiste den typischen Kopfabdruck. Die 5 Leute (ich und meine Frau eingeschlossen), die an der Ampel standen, sind sofort zu der Frau geeilt. Ich habe sofort das Handy aus der Tasche gerissen und 112 angerufen. WÄhrend ich mit der Notrufzentrale telefonierte, floss Blut aus dem Kopf der bewusstlosen Frau. Ein anderer Herr redete mit der Frau, um sie wieder zu bewusstsein zu holen. Aber nichts. 1 Minute später kam ein Sanitäter, der rein zufällig in der Nähe war und konnte ein wenig die Kopfwunde schützen. Ca. 2 Minuten später war die Polizei da. Ca. 3 Minuten später flog der Rettungshubshrauber und suchte ein Landeplatz (dauerte ca. 30 Sekunden und er ist auf ein Teil der Kreuzung geladet, der die Polizei zuvor gesperrt hatte). Ca. 4 Minuten später kam der Rettungswagen einschl. Notarzt. (Der Aufwand wurde wahrscheinlich betrieben, da ich dem Notruf die Worte "bewusstlos" und "böse Kopfverletzung" erwähnte.)
Da meine Frau und ich die entscheidenden Sekunden weggeguckt haben ( und somit auch nicht den Ampelzustand sehen konnten), waren wir als Zeugen uninteressant. Und da die Frau bestens versorgt wurde, sind wir mit zitternden Knien nach Hause gelaufen, um uns erstmal von dem Schock zu erholen.
In den nächsten Tagen habe ich in der Presse nichts mehr von der Frau gehört, daher vermute ich mal, dass sie den Unfall mehr oder wenig gut überstanden hat.
Jedenfalls war ich erstaunt, wie schnell die Rettungskräfte vor Ort waren.

PS: Seitdem gucke ich zweimal nach links und rechts wenn ich über eine Kreuzung gehe.
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 20.03.2003, 11:44
rupert
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo

Erst mal Hut ab Turbofan für diese Zivilcourage.

Ich kann aus meiner Erfahrung als Sanitäter sagen, lieber einen Hubschrauber zuviel bestellen als zu wenig.

Und sobald die Worte "bewusstlos, Verkehrsunfall, Kopfverletzung" verwendet werden ist der Notarzt sowieso obligatorisch.

Also nochmal Hochachtung, denn ich kenne es, von 10 Leuten, schauen 9 lieber weg als zu helfen, leider ist es so.

gruss rupert
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 20.03.2003, 11:50
Turbofan
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Original geschrieben von rupert
Also nochmal Hochachtung, denn ich kenne es, von 10 Leuten, schauen 9 lieber weg als zu helfen, leider ist es so.
Weggucken ging da wirklich nicht, sonst wäre ich das Ars..lo.. des Jahrhunderts geworden. Außerdem hoffe ich in solcher Situation auch auf Hilfe der anderen! Daher hielt ich meine Hilfe als Bürgerpflicht!!
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 20.03.2003, 11:56
rupert
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Original geschrieben von Turbofan
Weggucken ging da wirklich nicht, sonst wäre ich das Ars..lo.. des Jahrhunderts geworden. Außerdem hoffe ich in solcher Situation auch auf Hilfe der anderen! Daher hielt ich meine Hilfe als Bürgerpflicht!!
Sagst du,

ich hatte mal den Fall das einer neben dem Ausgang der Disko lag und sich nicht mehr rührte.

Nachdem ich den Notfallcheck gemacht habe und der ergab, das der Patient bewusstlos war, ging ich rein in die Disko um die Rettung zu verständigen, aber von denen kam nur "der ist nur betrunken".

Hab mir dann das Telefon geschnappt, die Kollegen verständigt und auch gleich um Unterstützung eines Notarztwagen und eines Praktischen Arzt gebeten.

Als die dann ankamen, wurde der Patient in den RTW eingeladen und direkt auf der Dienststelle (400 m von der Disko) versorgt.

Der Eintreffende Notarzt nahm den Patienten auf und fuhr ihn ins Krankenhaus.

Abschliessende Diagnose, ein ephileptischer Anfall.

Also das mit der Bürgerpflicht wird nicht so ernst genommen, zumal die meisten Angst habe etwas falsch machen zu können.

gruss rupert
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 20.03.2003, 12:36
Marius79ge
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Original geschrieben von rupert
Hallo

Erst mal Hut ab Turbofan für diese Zivilcourage.

Ich kann aus meiner Erfahrung als Sanitäter sagen, lieber einen Hubschrauber zuviel bestellen als zu wenig.

Und sobald die Worte "bewusstlos, Verkehrsunfall, Kopfverletzung" verwendet werden ist der Notarzt sowieso obligatorisch.

Also nochmal Hochachtung, denn ich kenne es, von 10 Leuten, schauen 9 lieber weg als zu helfen, leider ist es so.

gruss rupert
Also das mit dem gucken kann ich auch nur bestätigen. Ausser mir und dem Mann aus Münster ist keiner mehr stehen geblieben. nur langsam vorbeifahren und glotzen.

Meinte auch mein Vater ganz erstaunt als ich dann stehen blieb um schnell den Erste-hilfe Kasten aus dem Kofferraum zu holen "Willst du helfen??" Also sowas finde ich echt nicht gut um es mal nett zu sagen.

Meine Schwester, Mutter und ich scheinen wohl bei uns die einzigen mit etwas Courage zu sein (bei uns in der Familie)

Sowas ähnliches hatten wir nämlich auch schon letzten November. Wir waren mit der ganzen Familie (Großeltern, Onkel vom Bodensee etc.) essen und kommen auf dem Weg zu den Autos an einem Twingo vorbei bei dem die scheibe auf der Beifahrerseite augenscheinlich eigeschlagen wurde.

Die sind alle weitergegangen und wollten uns mitzerren. Aber wir haben die Polizei verständigt. Denn den Tag hatte es schon mehrfach geregnet und bevor ausser evtl. gestohlenen Gegenständen auch das Auto noch geflutet wird und nicht nur die Scheibe ersetzt werden muss empfanden wir drei es als unsere Pflicht die Polizei zu verständigen die auch promt kaum. Und die wollten noch nicht mal meine personalien. Dabei hatten Onkel Vater etc. gesagt. komm mit da haste nur ärger und nachher bist du es gewesen.

Über sowas kann ich nur den Kopf schutteln.
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 20.03.2003, 13:12
Benutzerbild von MK155
MK155 MK155 ist offline
Ignorant u. Dummschwätzer
 
Registriert seit: 03.10.2002
Beiträge: 3.000
Standard

Zitat:
Original geschrieben von rupert
[...]

Also das mit der Bürgerpflicht wird nicht so ernst genommen, zumal die meisten Angst habe etwas falsch machen zu können.

gruss rupert
... stimmt leider ... jeder glotzt so gut er kann, mithelfen tun wirklich die wenigsten ... und wenn's nur das Aufstellen eines Warndreiecks ist.

So geschehen gestern ... ich fahr auf der Rückreise von einer Geschäftstour durch's Badische ... vor mir - ca 100 m - ein offenes Golf 3 Cabrio. Der gute fuhr gleichmässig 120 und genauso gleichmässig von der Strasse runter auf das rechte Fahrbahnbankett. Da bemerkt er seinen Fehler und tut das was die allermeisten in solchen Fällen tun, er lenkt hemmungslos nach links ... dann wieder nach rechts ... und sofort wieder nach links ... und dann begann die Hinterachse die Vorderachse zu überholen. Also im Querformat über die Gegenfahrbahn in eine angrenzenden Acker. Dort hat er dann zweieinhalb Rollen gemacht und kam somit auf dem nicht vorhandenen Dach zum liegen. Ich hatte da quasi den Logenplatz. Ich dachte mir: "Klasse, das hat mir jetzt grade noch gefehlt, auf so einen blutverschmierten halbtoten Mitbürger habe ich überhaupt keinen Bock" ... zumal ich gerade im Begriff war mir eine Essgelegenheit zu suchen. Naja ... hilft nix ... anhalten und schauen was mit dem armen Kerl ist. Der kam dann auch gleich aus seinem Auto rausgeklettert, lief mir entgegen und war - wie durch ein Wunder - völlig kratzerfrei. Auf dem Weg entlang an seiner Materialspur die er gelegt hatte (Papier, Cassetten, Geldstücke etc. ) freute er sich dann tierisch über eine gefundene Parkscheibe "Wenigsten kann ich die noch gebrauchen" ... so hatte die ganze unerfreuliche Situation sogar noch eine komische Note ...

Also ... 112 wählen kurz schildern, was passiert ist ...

Innerhalb kürzester Zeit brach er dann zusammen und verarztete ihn notdürftig (Schocklage, ein bisschen mit ihm reden, war früher auch mal Rettungssani ...) ... ruck zuck standen dann 8-10 Leute um uns rum. Zu einem habe ich gemeint, ob er bitte zwei Warndreiecke organisieren könne und die Unfallstelle absichern möge. Antwort: "Wieso ich denn?", da bin ich aufgestanden und habe meine 1,92 gepaart mit 110 kg vor ihm postiert und ihn freundlich gebeten, dass er jetzt bitte gehen möge, bevor ich meine guten Manieren verlöre ... Zum Glück hat ein anderer den Ernst der Situation erkannt und mitgeholfen, da waren wir dann schon zu zweit.

Das war aber, wie gesagt, schon zu meiner Zeit als Rettungssanitäter nicht anders. Wenn wir da als an diverse Unfälle hinfuhren, war es nicht selten, dass ein Arsch voll Leute um ein verunfalltes Auto rumstanden, schlaue Sprüche klopften und die Verletzten noch immer im Auto sassen oder lagen, ob wohl die in den meisten Fällen locker ohne grosse Anstrengung hätten geborgen werden können. "Wir wollten nichts falsch machen"... meine Antwort war da "Nichts tun und blöd glotzen, da haben Sie bereits alle Fehler gemacht, die Sie machen können"

Es ist schlimm ... ich möchte nicht in einer solchen Situation auf die Hilfe von anderen angewiesen sein. Das kann ich die Hose gehen.
__________________
Gruss
MK

--------------------------------
Der Mensch, der den Berg versetzt, war derselbe, der anfing, kleine Steine wegzutragen - chinesisches Sprichwort
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 20.03.2003, 13:35
Benutzerbild von A6-Fahrer
A6-Fahrer A6-Fahrer ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 02.10.2002
Beiträge: 3.127
Standard Re: Ich auch eine Schockerlebnis zu berichten....

Zitat:
Original geschrieben von Turbofan
Ich habe sofort das Handy aus der Tasche gerissen und 112 angerufen. [...] Ca. 2 Minuten später war die Polizei da. Ca. 3 Minuten später flog der Rettungshubshrauber und suchte ein Landeplatz (dauerte ca. 30 Sekunden und er ist auf ein Teil der Kreuzung geladet, der die Polizei zuvor gesperrt hatte). Ca. 4 Minuten später kam der Rettungswagen einschl. Notarzt.
[...]
Jedenfalls war ich erstaunt, wie schnell die Rettungskräfte vor Ort waren.
Da hast Du bzw. die Verunfallte aber Glück gehabt.

War war kein Verkehrsunfall, aber vor einigen Jahren ist unsere damalige Nachbarin im Treppenhaus gestürzt uns hat sich einen offenen Bruch am Unterarm zugezogen. Ca. 2 min nach dem Unglück bin ich dazugekommen. Der Hausmeister war anwesend und eine andere Bewohnerin des Haus hatte auch bereits ihren Kopf aus der Tür gestreckt. Ich bat diese dann den Notarzt zu rufen, worauf sie mich verdutzt angesehen hatte und gefragt "wie denn". Um dann keine Zeit zu verlieren habe ich mich von der Verletzten abgewendet und dann selbst das Handy rausgezogen und die 112 angerufen. Mittlerweile hatte ich bereits bemerkt, daß es eben ein offener Bruch ist, der scheinbar auch die Schlagader geschädigt haben muß. Die Frau war bereits in einer Blutlache gelegen, die links und rechts über ihren Rücken hinausging. Zudem war es Winter und sie hatte eine dicke wattierte Jacke an, in dessen Ärmel sich der Knochen verfangen hatte. Ausziehen war also nicht.

Das alles habe ich auch dann der Rettungsleitstelle geschildert, mit dem deutlichen Hinweis auf akute Lebensgefahr. Nach dem Anruf habe ich dann verzweifelt versucht durch die Jacke durch die Ader auf der Innenseite des Oberarms abzudrücken. So war ich 15min. neben der Frau gekniet und sie wurde immer blasser und blasser und die Blutlache immer größer, nicht mehr so schnell, aber immerhin. Also habe ich nach 15min, nachdem immer noch kein Martinshorn zu hören war nochmals die Rettungsstelle angerufen und ihnen klar gemacht, daß wenn nicht bald jemand kommt mir die Frau unter den Händen verblutet.

Es hat ingesamt dann geschlagene 20min gedauert, bis der Notarztwagen da war und das mitten in München und obwohl die nächste Feuerwache incl. Station für einen Rettungswagen weniger als 2km entfernt war.

Gruß
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 20.03.2003, 13:47
rupert
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

ja so ist die "Gesellschaft" von heute.

Oder findet ihr es nicht auch sonderbar, dass wenn auf der Autobahn was passiert, mit sicherheit auf der anderen Spur ein Stau und dann meistens auch Auffahrunfälle wegen der Schaulustigen ist.

Aber genug davon, es würde noch einige Sachen geben, wo die meisten Leute sich auf den Kopf greifen würden.

Aber eins noch

Selbst passiert, ich unterwegs in voller Rot-Kreuz Montur zum Dienst (Zivi) kommt mir ein Auto schleudernd entgegen, es war keine Gelegenheit mehr zum ausweichen, so hat sie sich entschieden sich über mein Auto zu überschlagen, also ich Motor abgestellt, Warnblinker raus, und nach hinten um den Erste-Hilfe Koffer zu holen, runter zum Auto das am Dach lag und gemeint, ob ich ihr raushelfen könnte, sie kam aber alleine raus und wunderte sich nur das die Rettung so schnell da gewesen sei.

Auch hier, innerhalb von nicht mal einer minute standen dann so ca. 10 leute herum (wobei man sagen muss das es sich um eine nicht stark befahrene Strasse handelte), ich habe dann ein paar pasanten gebeten sie mögen doch ein Pannendreieck aufstellen und das komplette programm holen (Polizei, Rettung, Feuerwehr)
Ich konnte sie auch nur mit müh und not davon überzeugen, dass es wirklich dringend war, denn wie manche wissen werden - spürt man unter schock keine Schmerzen.

Ende vom Lied, beide Autos totalschaden, aber keiner verletzt.

Ist immer besser als andersrum.

gruss rupert
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 20.03.2003, 14:06
Loeff
Gast
 
Beiträge: n/a
Unglücklich

hi allseits!

zum glück war ich noch nie in so einer situation, aber mir is auch mal das herz stehen geblieben. ich fahr gemütlich 130 am wechsel (kurvige autobahn) und hinter so einer kurve stehen auf einmal die autos auf allen streifen in meiner richtung.
vollbremsung, warnblinker, und hoffen, daß mir keiner drauffährt. und daß ich rechtzeitig stehenbleib. genau 1 cm hinter dem vordermann - pfffff.
und warum sind die stehengeblieben? weil ein feuerwehrauto OHNE blaulicht oder sonstiges am pannenstreifen stehengeblieben ist. und dann müssen sie gaffen, die deppen, und schnell auf die bremse, um ja nichts zu verpassen! sorry, aber wenn da was passiert wäre, wären 90% der idioten ohne zu helfen weitergefahren....

also, schön, daß man hier im forum ein paar gleichgesinnte trifft!!

grusz, Loeff
Mit Zitat antworten
  #11  
Alt 20.03.2003, 14:51
MouseWare
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hm, es ist ja immer wieder das Argument zu hören, daß die Mehrheit der Leute nichts tut, weil sie angeblich nicht wissen wie bzw. dabei dann nichts falsch machen wollen.

Zum einen ist es doch so, daß man zum Erwerb der Fahrerlaubnis die Sofortmaßnahmen am Unfallort in so einem Kurs erlernen muß, mit denen man schon viel für ein Unfallopfer tun kann...und wenn es nur der korrekte Anruf bei den Rettungsdiensten (Wer, was, wo, wieviele usw.) ist.

Zum anderen sehe ich doch bei dieser Argumentation einen klaren Handlungsbedarf: Wer sich nicht in der Lage fühlt, bei einem Unfall zu helfen, sollte doch von sich aus einfach mal einen kostenfreien Auffrischungskurs belegen. Alternativ dazu hätte ich nichts dagegen, wenn eine derartige Veranstaltung alle 5 Jahre verpflichtend für den Behalt der Fahrerlaubnis wäre, dann könnte sich keiner mehr mit so einer billigen Aussage rausreden, wenn mal wieder alle nur gegafft und die wirklichen Helfer behindert haben.

Aber das Bewußtsein, daß man selbst einmal als Unfallopfer mit einer gaffenden und am Besten noch filmenden / fotografierenden Menge statt mit helfenden Mitmenschen konfrontiert sein könnte, scheint nicht weit verbreitet zu sein

Gruß
Markus
Mit Zitat antworten
  #12  
Alt 20.03.2003, 15:04
Benutzerbild von MK155
MK155 MK155 ist offline
Ignorant u. Dummschwätzer
 
Registriert seit: 03.10.2002
Beiträge: 3.000
Standard

Zitat:
Original geschrieben von MouseWare
[...]Alternativ dazu hätte ich nichts dagegen, wenn eine derartige Veranstaltung alle 5 Jahre verpflichtend für den Behalt der Fahrerlaubnis wäre, [...]
und da sind wir ganz schnell wieder beim "TÜV" für den Fahrer.

Wäre ich absolut dafür.
Bestandteile:
- medizinischer Check
- kurzer Fragebogen über gewisse Verkehrregeln
- Kenntnisse über Sofortmassnahmen am Unfallort
- ... vielleicht fällt jemandem noch was ein.

Ich bin der festen Überzeugung, dass so sich einige Unfälle vermeiden liessen.
__________________
Gruss
MK

--------------------------------
Der Mensch, der den Berg versetzt, war derselbe, der anfing, kleine Steine wegzutragen - chinesisches Sprichwort
Mit Zitat antworten
  #13  
Alt 20.03.2003, 15:24
rupert
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Aufklärung über Verhaltensmasregeln beim Eintreffen der Rettungskräfte.

Nicht nur einmal hat man uns den Weg versperrt!!!!!

Und dann gleich noch "Wie verhalte ich mich wenn ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht hinter mir ist"

Denn Ausweichen und rechts ranfahren ist nicht immer die richtige Lösung.

Und ganz wichtig, Reanimationsmassnahmen, denn damit könnte man tausenden Menschen das Leben retten, wenn der Ersthelfer sich TRAUT eine Reanimation durchzufühen.



gruss rupert
Mit Zitat antworten
  #14  
Alt 20.03.2003, 15:59
AudiMax
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Wenn wir da als an diverse Unfälle hinfuhren, war es nicht selten, dass ein Arsch voll Leute um ein verunfalltes Auto rumstanden, schlaue Sprüche klopften und die Verletzten noch immer im Auto sassen oder lagen, ob wohl die in den meisten Fällen locker ohne grosse Anstrengung hätten geborgen werden können. "Wir wollten nichts falsch machen"... meine Antwort war da "Nichts tun und blöd glotzen, da haben Sie bereits alle Fehler gemacht, die Sie machen können"
Ich fürchte, das wird heutzutage schon den Kleinen so beigebracht. Letzte oder vorletzte Saison hatten wir einen internistischen Notfall in einem Freibad. Da stand dann eine Gruppe ca. 10-jähriger herum, glotzte und störte nur. Als der Schwimmmeister und wir als RD-Personal die Blagen baten, wegzugehen, hieß es nur: Wir dürfen gucken, wo wir wollen. Sie dürfen uns gar nicht anfassen und außerdem sind wir noch nicht strafmündig.
Klasse! Wo soll das nur hinführen?



Zum Fahrer-TÜV:
Besonderes Augenmerk auf Verkehrsregeln, die sich in den letzten Jahren geändert haben (Frag mal einen 50-Jahre-Unfallfrei-Fahrer nach der Vorfahrtsregelung am Ende eines verkehrsberuhigten Bereiches).
Ob die Leute psychisch in der Lage sind, die Verantwortung zur Führung eine motorisierten Fahrzeuges zu übernehmen. Hab da manchmal so meine Zweifel.
Mit Zitat antworten
  #15  
Alt 20.03.2003, 16:05
Niemals Servo
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Original geschrieben von AudiMax
. Als der Schwimmmeister und wir als RD-Personal die Blagen baten, wegzugehen, hieß es nur: Wir dürfen gucken, wo wir wollen. Sie dürfen uns gar nicht anfassen und außerdem sind wir noch nicht strafmündig.
Klasse! Wo soll das nur hinführen?

Der Schwimmmeister hätte sie einfach rausschmeissen können, wo ist das Problem? (das Grundploblem ist natürlich klar)
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist aus.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 17:02 Uhr.