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  #1  
Alt 21.10.2002, 18:35
Der Neue
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Standard Biodiesel - meine Erfahrungen

Hi,

endlich kann auch ich meinen Senf dazugeben!
Also bin jetzt ca. 1400KM mit Biodiesel gefahren, folgendes hat sich getan:

- Motor bleibt gleich laut, wenn auch am Anfang ein bischen mehr nageln zu hören ist

- Beschleunigung hat sich sogar ein wenig verbessert, subjektiv, ob es wirklich so ist...

- Geruch am Anfang wie meine Friteuse, aber ist nicht unangenehm, liegt halt daoch daran, wenn man öfters mal Fast food ist... Der gibt sich aber nach ein paar KM

- Rauchentwicklung am Anfang stärker, dann aber im normalen Rahmen

Also wenn es wirklich so weiter geht, dann kommt nix anderes mehr in den Tank, solange es 12 Cent billiger ist als Diesel


Noch eine Frage:

Kraftstofffilter, sollte der doch gewechselt werden? Bin bei KM Stand 13.000 auf Bio umgestiegen. Bisher kein Beschleunigungsverlust. Bitte um Erfahrungen!

Michi
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  #2  
Alt 21.10.2002, 19:11
Jürgen Ebert
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Bei der Umstellung auf Biodiesel empfiehlt sich nach 3 Tankfüllungen ein Kraftstoffilterwechsel. Man kann natürlich auch warten, bis er anfängt zu ruckeln. Daß er am Anfang mehr raucht ist normal. Nach meiner Erfahrung tritt ein Leistungsverlust ein, hauptsächlich bei Drehzahlen ab 3000 u/min. Mein Motor läuft mit Biodiesel leiser und weicher.
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  #3  
Alt 22.10.2002, 09:20
Benutzerbild von tehr
tehr tehr ist offline
Skoda Octavia, 103 kW PD
 
Registriert seit: 08.10.2002
Beiträge: 1.006
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Meine Erfahrungen sind ganz anders:

- Motor läuft ruhiger, springt besser an
- Leistung (also Vmax) bleibt erhalten
- Drehmoment im unteren bis mittleren Bereich geht zurück
- Verbrauch steigt um ca. 10%

Rauchentwicklung habe ich nicht beoachtet (weder vorher noch nachher)

Friteusengeruch stimmt.

Auch wenn der Bio-Diesel billiger ist, muss man noch 10% auf den Preis aufschlagen, damit er vergleichbar bleibt.
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  #4  
Alt 22.10.2002, 11:20
Walter
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Beiträge: n/a
Standard Nach 200 Tkm mit Biodiesel...

...komme ich zu folgendem Fazit:

-mein Verbrauch liegt mit -je nach Fahrweise- mit etwa 4,5 )Süpazierfahrt) bis max. 6,8 (sehr flott auf Autobahn) nicht höher als mit Mineraldiesel. Andere machen andere Erfahrungen, bis 10% (selten) mehr. Die Audi-Betriebsanleitung spricht von minimalem Mehrverbrauch...
-Leistung blieb gleich. Manche sprechen von Leistungsverlust im oberen/obersten Drehzahlbereich (?), ok.
-Laufverhalten. Einwandfrei. Motor läuft weicher und ruhiger. Zumindest mein subjektiver Eindruck.
-Abgasrauch. Bei Anlassen nach Standzeit in Kälte (unter 10° plus). Dann nicht mehr. Aber: nach langer Mineraldiesel-Fahrerei löst BD den angesammelten Dreck aus dem System, da wird es einige Zeitlang stärker als normal rauchen. (Und das ist dann eben nicht die Folge des BD-Verbrennens!).
-Filterwechsel. Wird empfohlen, da BD, wenn nicht von Anfang an getankt, den Dreck überall rauslöst, der dann allmählich den Filter zusetzen kann. Aber: das geschieht ganz allmählich (keine Panik!) . Der etwas kundige Fahrer merkt es daran, daß der Motor kein Vollgas mehr annimmt (verringerter Durchfluss!). REuckeln wäre dann die letzte Phase, wenn der Fahrer vorher nichts gemerkt hat. Dann ist Zeit für einen Filterwechsel, nicht vorher aus "Vorsorge".
Der leidige Punkt: Die Schauermärchen wegen angeblicher Schäden am Einspritzsystem durch BD! Bei durch den Hersteller freigegebenen Systemen (Alle VW/Audi/SEAT/Skoda, und nicht Bosch!) sind BD-resistente Dichtungen verbaut. Zudem hat BD einen um den Faktor 10 besseren Schmiereffekt als Mineraldiesel, was jedes System, in dem Reibung auftritt, erfreut zur Kenntnis nehmen wird! :-)
Fazit: BD nach DIN-E Niorm uneingeschränkt empfehlenswert.
MfG walter
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  #5  
Alt 22.10.2002, 22:46
emotion
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Trotz aller Vorteile riecht es einfach eklig.Ich habe mal ein paar Minuten neben einem laufendem A6 mit BD gestanden-die Klamotten rochen danach wie altes Frittenfett-bääähh.
Aber Probleme mit dem Betrieb dieser Art Kraftstoff sind mir nicht bekannt.Zumindest in unserem Kundenkreis.
Tschau.
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  #6  
Alt 23.10.2002, 09:26
Benutzerbild von tehr
tehr tehr ist offline
Skoda Octavia, 103 kW PD
 
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Wie man den Geruch empfindet ist Geschmackssache. Wenn Du Dich von einem Mineraldieselfahrzeug eingasen lässt, riechst Du auch ekelig.
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  #7  
Alt 23.10.2002, 10:30
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Der "Gestank" tritt bei jeder Verbrennung von Mineralölen oder Fetten auf. Denk doch nur mal an die Friteuse. Der Unterschied ist einfach, dass Biodiesel nicht krebserregend ist. Umweltaspekt hin oder her, jeder weiß wie das Zeug hergestellt wird.
Aber wenn ich dran denke dass bei mir der Verbrauch sogar leicht zurückgegangen ist, hebt sich das nicht nur auf sondern BD ist dan auch umweltfreundlicher.
Meiner stinkt 2 Minuten und dann nicht mehr, bzw. ich merk es nicht. Also solange er so läuft, bleibt BD drin. Denn mit Diesel ist er auch mal nicht angesprungen, bisher ist es nicht mehr aufgetreten. Ob es am Diesel liegt, sei mir im Moment egal.
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  #8  
Alt 23.10.2002, 18:09
Walter
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Daumen hoch Die CETAN-Zahl von Diesel-Kraftstoffen...

...sagt etwas aus über deren Zündwilligkeit (=wie leicht der Motor anspringt). Biodiesel hat eine wesentlich höhere CETAN-Zahl als Mineraldiesel. Das ist Fakt und keine Diskussionsgrundlage. Deshalb springt der BD-gefütterte Motor unter allen Umständen besser an, es sei denn , die Kraftstofftemp. sinkt unter -22°C.
MfG Walter
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  #9  
Alt 23.10.2002, 20:08
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...und -22 Grad wird es in meiner Garage nur selten haben
Steht auch an der Tanke: "Winterfest bis -22 Grad"
Ich hoffe nur dass die Qualität meiner Tankstelle auch gut ist...
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  #10  
Alt 23.10.2002, 20:27
gwg gwg ist offline
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Diese -22 Grad bedeuten nur, daß bis zu dieser Themperatur keine Parafinbildung stattfinded, die dann den Kraftstofffilter verstopft. Ein Diesel wird immer dann noch anspringen, wenn Batterie und Anlasser in Ordnung sind. Die Motorölqualität spielt nat. auch mit. Generell gesagt: die Zündtemperatur muß halt bein Verdichten im Zylinder erreicht werden; ist dann der Kraftstoff zu kalt, so wird der kraftstoff nach ca 2-5 km den Filter Verstopfen und der PKW bleibt liegen.
Mfg
Günther
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  #11  
Alt 23.10.2002, 20:48
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Ok leuchtet ein.

Was sind die Folgen eines verstopften Kraftstoffilters, außer natürlich, das kein Krafstoff mehr eingespritzt werden kann ?
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  #12  
Alt 23.10.2002, 20:48
gwg gwg ist offline
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Ansonsten bin ich mit meinem alten 115 PS-PD Bora
überwiegend ca. 70 000km mit Biodiesel gefahren.
Der neue 150 PS-PD Bora bekommt nun seit 16 000km nur Biodiesel. Der Verbrauch, Leistung und Höchstgeschwindigkeit unterscheiden sich praktisch nicht. Einzig die "Startwolke" stört bei dem 150 PS Motor. Meiner Meinung nach liegt es an der Verringerten Grundverdichtung des 150 PS Motors.
Ansonsten "stinkt" jeder Diesel beim Anlassen, da während der ersten Umdrehungen des Motors die Zylinder noch nicht zünden; bei Biodiesel riecht es halt nach "Pommes-Bude" und beim Diesel nach Diesel.
Mfg
Günther
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  #13  
Alt 23.10.2002, 20:50
gwg gwg ist offline
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Der Dieselmotor verhungert langsam. Er geht halt langsam aus ( nimmt kein "Gas" mehr an).
MfG
Günther
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  #14  
Alt 23.10.2002, 20:58
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Weißt Du auch was der Wechsel des Filters kostet?
Beim Corolla war der einfach und billig zu wechseln...ebenso die Birnen der Frontscheinwerfer...

Gruß,

Michi
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  #15  
Alt 23.10.2002, 21:06
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Den Kraftstofffilter kannst du wie beim Corolla selbst
wechseln; ich hatte 13 Jahre und 230 000km ein Toyota-Corolla-Liftback mit Dieselmotor. Glühlampen habe ich bei ihm nie gewechselt.
Der Bora hat Xenon-Licht.
MfG
Günther
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